Findet Frings

Nachdem das vergangene Jahr in den üblichen pre-weihnachtlichen Turbulenzen durchaus hektisch zu Ende ging, ist es nun an der Zeit sich geordnete Gedanken über die nähere Zukunft zu machen, wobei natürlich auch hier gilt, dass Prognosen welche die Zukunft betreffen immer die schwierigsten sind.

Vor einem Jahr wäre eine Voraussage á la „die IS-Miliz erobert die arabische Halbinsel“, „der BVB informiert sich über Aalen und Sandhausen“ oder „Deutschland haut Brasilien 7:1 aus der Hütte“ wohl eher belächelt worden. Andererseits hätte eine gezielte Wette auf eines dieser Ereignisse unter Umständen den vorzeitigen Ruhestand sichern können… nun ja, Lotto (gerne auch Eurojackpot) wäre wohl eine sicherere Alternative. Aber sei’s drum, ich stelle jetzt einfach mal ein paar Thesen auf und werde dann am Ende des Jahres meine eigene Unfähigkeit einräumen müssen. Ich werde es zudem gleich mit bizarreren Prophezeihungen probieren, weil ansonsten jeder sagen würde: ja dieses und jenes war ja nun wirklich vorhersehbar!

1. Facebook hält für ein Jahr seine Werbeformen konstant, kündigt das auch noch vorher an.

2. Twitter startet in Deutschland so richtig durch und beglückt die Werbewirtschaft mit schon fast beängstigend pragmatischen und guten Kundenlösungen und einem Nutzerzuwachs von 100%.

3. Die Gilde der Taxifahrer läuft komplett zu Uber über. Uber wiederum kauft Groupon und verkauft während der Fahrten Heizdecken an wehrlose Gäste.

4. Die Weltraumfahrt erlebt einen neuerlichen Boom, weswegen die NASA verstärkt Mitarbeiter von RTA-Plattformen abwirbt, da algorhithmisches Denken im luftleeren Raum eines der Kernkompetenzen darstellt, um am Jupiter bestehen zu können.

5. Apropos RTA: Die AfD steigt nach dem Gold- nun auch in den Medienhandel ein und verkauft über die eigenen Plattformen Greencards an ausreisewillige Migranten erster und zweiter Generation sowie alte AOL-CDs.

6. Google startet mit „Deep Water“ ein eigenes Erkundungsprogramm der Tiefsee und baut autonome Mini-U-Boote für den privaten Gebrauch. Yahoo und Microsoft ziehen unmittelbar nach, scheitern aber aufgrund fehlender Konnektivität und User-Akzeptanz.

7. Die ersten brauchbaren flächendeckenden Angebote im Bereich Native Advertising überraschen Laien wie Fachmänner (bzw. – frauen) gleichermaßen, werden aber leider nicht mehr wahrgenommen, da das Zauberwort der Stunde „Dynamic Teletexting“ lautet und die gute alte Brieftaube von Bottrop ausgehend ihren Siegeszug um die Welt antritt.

Ich denke, dass sollte für den Jahresauftakt reichen und ich blicke gespannt auf die Realisierung meiner Vorhersagen. Das es unbenommen auch ohne deren Erfüllung spannend wird, kann ich Ihnen aber tatsächlich versprechen. Denn die stetig wachsende Zahl von Endgeräten, zunehmende Komplexität – aber auch Orientierung – im Datendschungel und die ein oder andere Innovation und Konzentration im Markt versprechen genug Abwechslung für jedermann. Und ehe man sich versieht,  steht dann schon 2016 vor Tür. Versprochen!

Ein Kommentar zu “Willkommen 2015, Jahr des Aufbruchs und der unendlichen Möglichkeiten

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