Tag Archiv für "Ziele"

Seit Jahren stellen sich Agenturen und Kunden die spannende Frage: „Was bewirken unsere Display-Kampagnen wirklich?“ Ein klein wenig Licht ins Dunkle wirft die neue comScore Studie How Online Advertising Works. Demnach  besuchen User, die eine Display-Kampagne gesehen haben in der Folge deutlich öfter (+72%)  die Web-Site der beworbenen Marke. Noch stärker ist der Effekt, wenn man die Sucheingabe von Brand-Keywords betrachtet. Hier liegt die Leistungssteigerung bei fast 100%.

Aber was bedeutet das für die Effizienzbewertung von Display-Kampagnen? Leider liefert die comScore Studie keine Einzelergebnisse. Eines wird aber schon jetzt deutlich: der indirekte Effekt von Display-Kampagnen ist deutlich größer als viele Kunden bisher glaubten.

Mehr Effizienz durch erhöhten Traffics auf der Marken-Webseite

Wenn eine Kampagne durch ihre Sichtwirkung die Basisreichweite einer Webseite um fast 75% steigert, dann hat diese Zusatzleistung sehr schnell eine ganz andere Effizienzbewertung zur Folge. Versuchen Sie das doch einfach mal mit Ihren eigenen Zahlen: Man nehme 3/4 der Basisreichweite (Besucher pro Monat) der eigenen Seite und multiplizieren Sie das der Einfachheit halber mit dem Durchschnitts-CPC Ihrer aktuellen Kampagne und schon haben Sie den geldwerten Vorteil. Diesen geldwerten Vorteil müssen Sie jetzt nur noch gegen Ihr monatliches Display-Mediabudget rechnen.

Durch Brand-Keywords den Abverkauf steigern

Und dann war da ja noch die Geschichte mit den Sucheingaben. Dieser Abstrahleffekt einer Display-Kampagne kann sich für Unternehmen gleich doppelt auszahlen. Zum einen bedeuten mehr Anfragen auf Google einfach mehr qualifizierten Traffic für die eigene Seite. Zum anderen gibt es für Kunden eigentlich nichts besseres, als Anfragen über Brand-Keywords. Denn wenn der Kunde oder seine Agentur einen entsprechenden Markenschutz angemeldet hat, dann sind diese Keywords von dem ansonsten bei Google üblichen Bietermodell, ausgeschlossen. Und das macht nicht zuletzt im Preis einen sehr grossen Unterschied. Während „normale“ Google Clicks schnell mal ein paar Euro kosten können, sind Brand-Clicks zum Tiefstpreis von nur 5-10 Cent zu haben. Zudem erzielen Clicks auf Brand-Keywords in der Regel auch deutlich bessere Abverkaufsergebnisse als der Durchschnitt.

Wer es jetzt genau wissen will, der sollte sich mal seine SEM-Statistiken vornehmen und dann einfach mal die Anzahl der Brand-Clicks verdoppeln. Ich glaube, die meisten Kunden werden sehr überrascht sein, wie stark sich dieses kleine Rechenexempel auf den CPO auswirkt. Und natürlich sollten Sie anschließend auch diesen geldwerten Vorteil gegen das entsprechende Display-Budget rechnen. Und schon wird der rechnerische CPO Ihrer Kampagne deutlich nach unten gehen.

Und das sind nur zwei indirekte Effekte, die eine Display-Kampagne erzielt.

Weihnachtszeit ist Aufräumzeit. Organisatorisch und mental.

Mein Schreibtisch ist aufgeräumt, mental räume ich gleich hier auf:

Wie war 2009?

Mediascale hat in diesem Jahr vor allem in der Aussenwirkung vieles angepackt, was lange auf der To Do-Liste stand, aber nie so richtig umgesetzt wurde: wir haben eine neue Website, wir haben einen Blog, wir haben vor allem auch neue Leistungsbereiche wie eDialog oder Targeting organisatorisch wie auch konzeptionell gut aufgestellt. Kurzum, für 2010 haben wir in 2009 einige Vorarbeit geleistet, das Feld ist gut bestellt.

Vielleicht sind solchen „Krisenjahre“ gerade auch genau dafür gut, vor seiner eigenen Haustüre zu kehren und eben das Feld für die kommenden Jahre zu bestellen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, war das Jahr kein Spaziergang, denn auch die Onlinebranche hat die Krise gespürt. Die Manschetten, mit denen wir um Kunden kämpften, wurden deutlich härter – sei es im Preiskampf bei Platzierungen, sei es bei Bewertungsmethoden von Erfolgszahlen (ich sage nur Post View…) oder auch in der Art und Weise, wie Kunden Agenturen gegeneinander benchmarkten. Jeder klassische Werber oder Mediaplaner wird sich denken – „tja Jungs, willkommen in unserer Welt, da sind wir schon seit Jahren“. Für die Onlinefraktion war hier 2009 das Jahr des Erwachens.

Und 2010?

Wir Onliner – egal ob Performance oder Klassik, egal ob Kreation, Media oder SEM – werden uns weiter professionalisieren müssen, wenn wir am Markt (v.a. gegen klassische Werbe- und Mediaagenturen) bestehen wollen – personell, konzeptionell, im Umgang mit Kunden, Partnern, Vermarktern, aber auch intern. Der Wettbewerb bleibt hart und die Kunden werden auch im nächsten Jahr nichts zu verschenken haben. Gewinnen kann nur, wer einen aufgeräumten Schreibtisch, eine erwachsene und erfahrene Mannschaft und einen freien Kopf für neue Ideen und operative Exzellenz hat.

Und eines ist auch absehbar: Kunden erleben gerade, dass ein immer geringeres und durch mehrere Runden bis ans Limit gedrückte Honorar für den Dienstleister dazu führt, dass die Leistung sich ebenso wie das Budget am unteren Ende einpendelt. Ich bin überzeugt, dass auch hier in 2010 ein Umdenken erfolgt – Qualität kann preiswert sein, billig wird sie niemals sein können!

In diesem Sinne, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Bei der morgendlichen Lektüre einschlägiger Fachpublikationen stieß ich heute auf einen Beitrag mit oben genannter Überschrift auf meedia.de. Es geht in dem Artikel darum, dass die Werbetreibenden im Bereich Online den digitalen Zeitungsablegern besonders schlechte Noten im Bereich Auftritt und Werbeleistung attestieren. Die goldene Himbeere darf nebenbei bemerkt ein TV-Ableger in seine Trophäensammlung aufnehmen.

Nun frage ich mich, wie meine persönliche Bewertung für den deutschen Markt ausfällt? Kann man pauschal urteilen, dass Zeitungsderivate im Onlinebereich besonders schlecht oder gut sind? Ich sage: NEIN, pauschal möchte ich das nicht sagen. Aber JA, es gibt Bereiche, da haben die Kollegen der digitalisierten Offlinezunft Nachholbedarf!

Zunächst möchte ich die Frage beantworten, wie ich Zufriedenheit definiere. Für mich beinhaltet das drei Dimensionen: Preis-/Leistungsverhältnis, Reichweite und fähiges Personal, welches guten Service in allen operativen Belangen gewährleistet.

Geht es um das Preis-/Leistungs­verhältnis, so haben/hatten die tradierten Medienhäuser zumeist insbesondere ein Problem mit der Flexibilität. Plötzlich brach der Ruf nach Performancekampagnen aus, wie der Vesuv über Pompeji und es durchzuckte sie der alte Reflex: Ist neu, ist ne Herausforderung, lehnen wir ab. Als plötzlich die Erlöse erodierten wie der Boden in der Sahelzone, machten einige die Schleusen auf, um genau das zu erzielen, was sie eigentlich immer vermeiden wollten: Eine Preisspirale, die sich rasant gen Erdmittelpunkt bewegt. Dave Katz, der sich im Artikel äußert, hat meiner Meinung nach richtig analysiert, wenn er sagt: „Es könnte sein, dass das Digital-Geschäft lange Zeit bei ihnen nicht im Fokus stand.“  Es wurde zu lange an alten Gewohnheiten festgehalten und der dynamische Onlinemarkt überforderte die antiquierten Muster. ABER: Viele Medienhäuser haben aufgeholt, viele haben gelernt und viele haben ihre reinen Webkollegen inzwischen überholt. Das alte Schlachtschiff Printhaus mag zwar schwer in Gang kommen, aber bei voller Fahrt fädelt es sich des Öfteren auf der Überholspur ein.

Wenn wir über die Reichweite sprechen, attestiere ich der Zeitungsbranche eine inzwischen sehr gute Abdeckung und diese zumeist auf qualitativ hochwertigem Niveau. Nun mag die eine oder andere Zeitung inzwischen auch zum PI-Schinder verkommen sein (ich will mal keine Namen nennen;)), dennoch ist eine Belegung in der Regel mit passablen Conversions verbunden. Jedenfalls  ist mir eine mittlere Reichweite mit guten Performancewerten lieber, als gehypte Sozialfälle à la Web 2.0, deren Volumen man häufig mit dem Hirn eines Elefanten gleichsetzen kann: Sehr groß, mit wenig inhaltlicher Substanz! Umgekehrt darf man die Propagandalektüre des VDZ, die in den vergangenen Tagen in meiner Schneckenpost landete, nicht überbewerten. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt, liebe Zeitschriftenverleger.

In Bezug auf das fähige Personal und den zwischenmenschlichen Faktor kann ich im Grunde keine direkte Trennlinie ziehen. Es gibt über alle Anbieter hinweg Fälle, in denen ein smarter Verkäufer für Höheres geboren wurde, das BackOffice  allerdings auf einem Niveau agiert, dass vergleichbar dem Spiel der Bayern in der 2. Halbzeit gegen Bordeaux ist. Umgekehrt wiederfährt einem auch nur zu oft eine gute Abwicklung, die  mit überschaubaren Talenten im Vertrieb auch nicht zu einem Optimum des Vermarktungspotenzials führt.

So bleibt mir als Fazit, dass die Studie von der Insel in Teilen das reflektiert, was wir auch auf dem deutschen Markt erleben. Eine Pauschalisierung greift allerdings zu kurz und führt im Zweifel nicht weiter. Und ALLE die was anderes behaupten sind blöd ;-) !

Um es vorweg zu sagen: Anstatt unseren alten Schulfreund Galileo für eine Überschrift zu bemühen, hätte ich ebenfalls die griffige Umschreibung „Wertstoffhof Onlinewerbung“ verwenden können. Das hätte aber irgendwie nicht so intellektuell geklungen;).

Mein Motiv für diesen kleinen Mitmachinternetbeitrag ist die Feststellung, dass gerade in diesem krisengeschüttelten Jahr erstaunlich viele Themen wieder auftauchen, die es alle unter anderer Verpackung bereits gab. Und ähnlich wie in der realen Lebenswelt, freut man sich auf manche „Retros“, während man bei anderen inständig hofft, dass die Pharmaindustrie nun auch hier endlich einen Impfstoff entwickelt. Alternativ könnte ich auch einen antipenetranten Schutzwall akzeptieren.

Mein Lieblingsthema, welches ich eher mit einem lachenden als einem weinenden Auge verfolgt habe, war sicherlich die Geburtsstunde (Galileo würde wohl vom Urknall sprechen) des „Vertical“. Ein mäßig begabter Schüler in einer repräsentativen Pisa-Klasse würde „Vertical“ mit „senkrecht“ oder simpel mit „vertikal“ übersetzen. Mit ein wenig Fantasie, Alkoholmisch­getränken und schlechtem Schlaf wird allerdings in Windeseile hieraus ein thematisches Umfeld. Ein Themenumfeld wiederum ist für meine humorlose Planungssicht ein Channel und den wiederum gab es doch glaube ich schon etwas länger, oder?

verticallimits

Anfang 2003 habe ich meine Seele dem „Ach-bist-du-das-mit-den-nervigen-Pop-Ups“ -Geschäft verpachtet. Ob Sie es nun glauben oder nicht, schon damals gab es die Belegungsoption Channelbuchung. Gut, die meisten Banner waren noch schwarzweiß und statisch, der Krieg war gerade vorbei und wir hatten ja nichts außer Spiegel Online und AOL CDs am Kartenständer. Doch selbst in diesen dunklen Tagen gab es schon pfiffige Vermarkter, die Seiten zu einem Themenfeld gebündelt haben. Man darf also getrost den guten alten Channel als das Steinzeit-Vertical bezeichnen. Wie kommt es nun, dass plötzlich etwas geschaffen wird, was es schon immer gab und auf das deswegen niemand gewartet hat? Nun das meine lieben Mediakollegen haben wir zum einen der Tatsache zu verdanken, dass man fahrlässiger Weise zu lange 2 Säue gleichzeitig durchs Dorf getrieben hat (Behavioural Targeting und Bewegtbild) und nun plötzlich keine Neuigkeiten mehr zu erzählen hatte.  Zum anderen müssen wir uns eingestehen, dass selbst wir in der Werbebranche auf unsere eigenen Vermarktungstricks reinfallen. Letzteres ist dann immerhin wieder beruhigend, bringt es uns letztlich dem reizüberfluteten Konsumenten wieder ein Stück näher. Vielleicht erleben wir auch nur die Supernova des klassischen Umfeld­marketings und wir setzen zukünftig auf ein reines Profiltargeting. In jedem Fall freue ich mich auf die zukünftigen Innovationen, wozu ich gleich zwei Vorschläge habe: „Horizontals = GeoTargeting“ oder „Diagonals = Geotargeting + Umfeld“. Mich würde es jedenfalls freuen.

Kein Begriff wird derzeit so strapaziert wie Performance Marketing. Ist ja auch kein Wunder. Nichts sucht der Kunde derzeit so sehr wie mehr Performance. Was genau bedeutet das aber?

Starten wir die Annäherung doch mit der ketzerischen Frage: „Was ist Non-Performance-Marketing?“ Richtig!  Das kann oder zumindest sollte es eigentlich nicht geben. Was, außer Leistung, sollte denn sonst im Fokus des beruflichen Handels von Marketers stehen. Soweit die Theorie, die Praxis sieht leider ganz anders aus. Im Alltag vieler Marketer existieren  doch jede Menge Einflussfaktoren die einem zielgerichteten und leistungsorientierten Vorgehen entgegenwirken.

Hürde 1: Wer auf der Suche nach einer besseren Performance ist, der muss zunächst wissen, wie gut seine aktuelle Performance ist. Aber bereits hier sieht es oft ziemlich düster aus. Nach wie vor wissen viele Werbungtreibende nicht genau, wo sie stehen. Sie haben also keine wirkliche Einschätzung, ob ihre aktuelle Leistung gut oder schlecht ist. Und das, obwohl der Markt der Tracking- und Analyse-Software für jeden Einsatzzweck die passende Lösung parat hat. Liegt es vielleicht am fehlenden Willen, dem mangelnden Interesse oder den Kosten für das Tracking?

Hürde 2: Wer ist eigentlich tatsächlich an Transparenz interessiert? Einerseits ist Transparenz nämlich die unabdingbare Basis für Performance Marketing, der Kern allen Handelns. Andererseits ist sie leider nicht für alle Verantwortlichen eine verlockende Zukunftsperspektive. Ganz im Gegenteil“ Es gibt bei vielen Werbungtreibenden, aber auch bei so manchen Agenturen  immer noch sehr viele Marketing-Entscheider, für die Transparenz ein Synonym für Überwachung und Kontrollverlust ist. Da man diese Einstellung aber natürlich nicht offen äußern darf, verstecken viele  sie gerne hinter anderen Argumenten:  Probleme bei der Umsetzung, fehlende Zeit oder fehlendes Budget. Es gibt eine Menge Ausreden, mit denen Marketer eine wirkliche Leistungskontrolle und Analyse verhindern können.

Leistungsorientierung oder die Definition einer guten Performance ist demnach in vielen Fällen leider kein Maßstab für das Selbstverständnis vieler Marketer. Übrig bleibt die grundsätzliche Forderung nach „mehr Performance“ – im Marketing-Jargon dann gerne formuliert als „rein leistungsorientiertes Vergütungsmodell auf CPX Basis“. Dieser Ruf erschallt meist umso lauter. Unsere Erfahrung zeigt: Leistungsorientierung ist Einstellungssache. Dabei ist es nicht wirklich ausschlaggebend, auf Basis welchen Vergütungsmodells sie stattfindet. Es zählen andere Faktoren: eine hundertprozentige Transparenz auf Seiten aller Beteiligten sowie die Bereitschaft, das eigene Arbeiten immer wieder zu hinterfragen und mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen zu messen. Diese Bereitschaft sollte nicht nur bei den Agenturen, sondern auch bei den Kunden und den Medien vorherrschen. Nur auf dieser Basis kann ein kollegiales Zusammenspiel aller Beteiligten im Markt entstehen. Und das wiederum ist die Voraussetzung für einen wirklichen und dauerhaften Erfolg, eben eine gute Performance.

Wolfgang Bscheid
Wolfgang Bscheid

Wer sich heute über Performance Marketing Gedanken macht, der sollte sich auch über die entsprechende Beziehung zwischen Kunde und Agentur Gedanken machen. Warum? Weil Performance Marketing eigentlich in erster Linie die Form dieser Beziehung beschreibt oder definiert. Beim Performance Marketing sollte die Leistung oder der Grad der Zielerreichung der Maßstab für den Erfolg sein. Nur die Leistung ins Zentrum zu stellen, reicht nicht aus.

Fangen wir beim Kunden an. Eigentlich hat der Kunde ja schon immer versucht, seine Ziele an die Agentur zu übergeben – mit einem so genannten Briefing, in dem es oftmals ausschließlich um eine möglichst hohe Zielerreichung geht. Nur leider basieren viele Beziehungen zwischen Kunde und Agentur eben genau darauf. Daher sind viele Briefings auch nur eine grobe Beschreibung des Kundenwunsches. Nicht selten finden sich darin zudem sehr widersprüchliche Ziele, ohne Gewichtung oder Angabe wie mit dieser Widersprüchlichkeit umzugehen ist.

Gemeinsame Zielvereinbarung statt einseitiges Briefing

Ich vergleiche „Das Briefing“ gerne mit einem Zielvereinbarungsgespräch zwischen einem Vorgesetzten und einem Mitarbeiter. Und das sollte idealerweise keine unkommentierte Übergabe von Zielen sein, sondern vielmehr ein Dialog an dessen Ende eine von beiden Seiten akzeptierte Vereinbarung steht. Um eine solche Vereinbarung erzielen zu können, brauche ich gewisse Werkzeuge. Das erste ist Offenheit. Und das zweite ist Gleichberechtigung. Offenheit, weil ich nur dann eine faire Vereinbarung schließen kann, wenn ich alle Rahmenbedingungen transparent mache. Und Gleichberechtigung ist nur dann möglich, wenn ich einen Konsens suche, damit ich die Position meines Mitarbeiters verstehe und auf seine Argumente eingehen kann. Wie sieht ein solches Gespräch aus? Ich habe ein Ziel, beispielsweise die Steigerung der Rendite pro Kunde. Nun wird mich der Mitarbeiter fragen, um wie viel Prozent er diese Rendite steigern soll. Und wie ich auf diesen Wert komme und ob dieser Wert für alle Kunden gleich sein soll. An dieser Stelle sollte ich mir bereits eingehend Gedanke über die Machbarkeit dieser Renditesteigerung gemacht haben. Nicht selten steht am Anfang dieser Kette jedoch einfach eine Wunschrendite oder ein Wunsch-CPO.  Nehme ich die Sache jetzt ernst, dann beginnt eine sehr intensive Diskussion über die Möglichkeiten, wie die Rendite pro Kunde gesteigert werden kann. An dessen Ende steht dann womöglich sogar das Ergebnis, dass es gar nicht möglich ist, diese Rendite zu steigern. Auf alle Fälle sollte mir am Ende des Gesprächs klar sein, welche Rendite wirklich realistisch ist und wie wir beide dorthin kommen. Das ist dann UNSER Ziel. Ganz konkret und vor allem machbar. Einer erfolgreichen Zusammenarbeit steht nichts mehr im Wege.