Tag Archiv für "Werbeformate"

Für die Deutschen war während des bundesweiten Lockdowns besonders eine Sache wichtig: der Konsum von Bewegtbild – natürlich gemütlich vom Sofa aus. Mit Beginn der Corona-Krise ist die Bewegtbildnutzung maßgeblich gestiegen.

Der Streamingdienst Joyn profitiert von dem veränderten Nutzungsverhalten der Konsumenten und der verstärkten Nachfrage nach Entertainment während der Krise. Neben den Video-on-Demand Riesen Netflix oder auch TVNow (zugehörig zur Mediengruppe RTL), gibt es seit Kurzem den neuen Anwärter, der bereits viel Zuwachs genießt. Die VoD-Plattform Joyn existiert erst seit gut einem Jahr und stellt die erste deutsche senderübergreifende Streaming Plattform dar, die kostenfrei und ohne Registrierung abrufbar ist. Sie löst den Vorgänger 7TV ab und konnte im Vergleich zu diesem direkt nach dem Launch die Reichweiten verdreifachen. Joyn setzte zum Start auf zehn deutsche Eigenproduktionen, wie beispielsweise den deutschen Serienhit „jerks.“, worüber sie sich von Netflix und Co abgrenzen.

Joyn auf einen Blick

Neben den Eigenproduktionen sind über 60 öffentlich-rechtliche, als auch private Free-TV Kanäle abrufbar. Es kann mit Joyn also auch auf Live-TV und Mediatheken zugegriffen werden. Mit diesem Spektrum wird sowohl die junge, als auch die ältere Zielgruppe erreicht. Zudem ist die Geschlechterverteilung mit 53% weiblichen und 47% männlichen Nutzern (Stand Mai 2020) sehr ausgewogen.

Entwicklung der Plattform

Seit Januar ist die Anzahl der Joyn-Nutzer um 25 Prozent gestiegen und nun, nur ein Jahr nach dem Livegang, zählt Joyn bereits etwa vier Millionen Nutzer. Schätzungen zufolge konnte Joyn seinen Marktanteil unter den Streamingdiensten in Deutschland inzwischen auf gut elf Prozent ausbauen. Noch im Jahr 2019 war Joyn schon unter den Top 4 der meist heruntergeladenen Unterhaltungs-Apps unter iOS-Nutzern. Das Wachstum der Plattform ist signifikant hoch, was sich auch in der Entwicklung der Unique Users wiederspiegelt, die seit Juni letzten Jahres stark gewachsen sind.

Quelle: AGOF Digital Facts – MedienSTRUKTURanalyse Mai 2020

 

Breites Werbeportfolio auf Joyn

Zahlreiche Werbemöglichkeiten befinden sich im Joyn Werbeportfolio, darunter diverse Productbundles, Sonderwerbeformen, Co-Branded TV Spot und Adressable TV. Außerdem kann über Media Barter ein gegenseitiger Leistungsaustausch zwischen Joyn und dem jeweiligen Partner erfolgen oder mit einer Produktplatzierung ein Produkt nativ integriert werden. Auch Social Media & CRM Platzierungen sind mit den Varianten Bild, Video, Slideshow, Carousel und Canvas verfügbar. Die Standardwerbeformen PreRolls, MidRolls, Bumper Ad Pre-/MidRolls und PreSplits sind buchbar als Bestandteil bestehender Rotationen oder als Joyn Standalone. Des Weiteren wird mit Joyn Selection auch ein Entertainment Angebot für den B2B Bereich geboten. Joyn Plus, das Premium Angebot des Streamingdienstleisters, hingegen positioniert sich mit reduzierterem Ad-Load bei einer Anzahl von über 35.000 Video-Inhalten, darunter Filme, Shows und Serien. Folgende Grafik veranschaulicht drei exemplarische Werbeformen.

Quelle: SevenOneMedia – Joyn

 

Ausblick

Joyn plant aktuell eine neue Initiative und möchte, wenn möglich noch in diesem Jahr, nach Österreich expandieren. Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich die Plattform weiterentwickeln wird und bezüglich der Expansion neue Pfade eingeschlagen werden. So oder so: Joyn wächst und ist ein attraktives Werbeformat mit einem weiten Spektrum an Möglichkeiten für werbetreibende Kunden aus vielen Branchen.

 

 

Vor kurzem haben wir bereits Tinder als Plattform vorgestellt. Neben Tinder gibt es noch weitere Dating-Apps, welche auf einem ähnlichen Prinzip aufbauen. Mit weltweit über 50 Millionen Nutzern und alleine in Deutschland bereits 5 Millionen Nutzern, gehört Lovoo hierzulande zu einer der erfolgreichsten Dating-Apps. Im Gegensatz zu Tinder stehen Werbetreibenden bei Lovoo bereits offizielle Werbeformate zur Verfügung.

1. Sponsored VIP Session

Bei der Sponsored VIP Session sponsored der Werbetreibende den Usern eine VIP-Session, in der sie die Premium-Funktionen von Lovoo in Verbindung mit der Marke nutzen können. Bei dieser Funktion werden alle Werbeplatzierungen exklusiv von dem Werbetreibenden belegt. Der User verbindet also das Positiverlebnis der Premium Vorteile entsprechend mit der Marke. So bleiben Sie dem User sicherlich im Gedächtnis!

2. Sponsored Chat

Es besteht die Möglichkeit, personalisierte Chatnachrichten über den Lovoo Messenger zu versenden. Mit Hilfe von Promotions, Links und Bildern kann die direkte Kommunikation zu den Usern aufgenommen werden. So können Sie zum Beispiel Gutscheine als Chatnachricht versenden und Singles dadurch glücklich machen!

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3. App Boost

Der App Boost sorgt dafür, die App-Downloads des Werbetreibenden zu steigern. Auf verschiedenen Werbeplätzen wird in der Lovoo App die entsprechende App beworben, sodass neue Nutzer generiert werden können.

4. Native Header

Der Native Header ist in der Lovoo App oberhalb der Chats platziert. Sobald der Banner geklickt wird, öffnet sich die Ad entsprechend als Vollbildansicht. Dadurch schaffen Sie auf jeden Fall Aufmerksamkeit!

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5. Match Ad

Was bei Tinder bisher noch nicht zu buchen ist, sondern nur selbst gebaut werden kann, bietet Lovoo bereits als Werbemöglichkeit an. Auf der Suche nach dem perfekten Match kann der Werbetreibende seine Anzeige integrieren und so die volle Aufmerksamkeit des Users auf sich ziehen. Hier gilt also – Match me if you can! Seien Sie originell, um den potentiellen Kunden ein „swipe right“ aus den Fingern zu locken!

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6. Sponsored Challenge

Hierbei handelt es sich um einen Fotowettbewerb, bei welchem mehrere tausend Teilnehmer Fotos zu einem bestimmten Thema hochladen. Die Marke belohnt die besten Fotos dann entsprechend mit einem Incentive. So können zum Beispiel Sportmarken das beste Laufbild küren und auf sich aufmerksam machen.

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Lovoo hat also bereits erkannt, auf einer Dating-App wertvolle Werbeplätze anzubieten.
Daher – seien Sie mutig und legen Sie los! :-)

Warum Tinder auch für Werbetreibende eine spannende Plattform ist

Links, rechts, links, links, rechts… MATCH! Inzwischen weiß vermutlich so gut wie jeder, von was wir hier sprechen… Tinder! Eine der populärsten Dating-Apps momentan. Seit dem Start 2012 hat Tinder das Thema Online Dating revolutioniert. Das Prinzip ist simpel: Dem Nutzer werden Bilder und Key Facts anderer Nutzer aus näherer Umgebung angezeigt. Kein Interesse? Der User wischt nach links. Wischt man allerdings nach rechts, bedeutet das, dass man die angezeigte Person gerne näher kennenlernen würde. Wenn das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht und auch der andere nach rechts wischt, kommt es zum berühmten „Match“. Erst dann ist eine Kontaktaufnahme möglich und die Spiele können beginnen… :-)

its a match

Seit den Anfängen der App auf dem Campus der University of Southern California ist viel passiert: Inzwischen sind weltweit mehr als 50 Millionen Nutzer bei Tinder angemeldet. Klar, dass den Werbetreibenden eine so stark genutzte Plattform nicht lange verborgen bleibt! Bisher gibt es noch keine offiziellen Werbeformate für die Tinder App, sodass wir heute die Frage klären wollen, wie Werbetreibende Tinder optimal für sich nutzen können und wie große Firmen Tinder bereits erfolgreich als Werbeplattform für sich abgesteckt haben.

1. Mach dir die Einfachheit von Tinder zunutze!

Gerade der simple Ansatz von Tinder, selbstständig und schnell herauszufiltern, was man gerade möchte, ist eines der Erfolgskonzepte der Dating-App. Auch Gillette hat sich diese Einfachheit und Schnelligkeit zunutze gemacht, um eine Studie durchzuführen. Hierbei wollte Gillette beweisen, dass frisch rasierte Männer bei Frauen besser ankommen, als bärtige. In Zusammenarbeit mit Tinder wurden Profile von Männern ausgewählt, welche aktuell unrasierte Bilder auf Tinder eingestellt haben. Nach einer Woche wurden die Profile überarbeitet und die Bilder zeigten die Männer frisch rasiert. Das Ergebnis war eindeutig: Die Männer hatten nach dem Umstyling von Gillette 19% mehr Matches, als bärtig wie in der Woche zuvor. Well played, Gilette.

take it all off

2. Erstelle Dir ein Fake Profil!

Wie gewinnt man die volle Aufmerksamkeit der Männer? Richtig! Eine gutaussehende, lächelnde Blondine mit einem frechen Beschreibungssatz über sich selbst!

Genau das hat auch Sixt erkannt und seinen Abschleppdienst über Tinder mit einer hübschen Blondine und folgendem Text beworben:

„Wenn du auch keine Lust auf etwas Langfristiges hast und nur ein schnelles Abenteuer und etwas Neues zum Ausprobieren suchst, dann sollten wir uns dringend bei mir treffen. Ich binde mich auch nie zu lange an einen Partner und verbringe meine Wochenenden gerne auf Tour. Gerne auch mit Dir! Mehr Einblicke von mir gibt es auf Instagram unter @sixtdetuschland. Ich freue mich auf dich ;-) P.s: Ich bleibe auch über Nacht.“

sixt

Neben dem ansprechenden Profil bestand nach einem Match auch die Möglichkeit, mit der netten Blondine zu flirten… Zumindest informativ! Eine mutige Werbung, über die man spricht.

3. Mach Singles glücklich – mit Hilfe von Gutscheinaktionen!

Tinder liefert viele spannende Informationen über seine Nutzer. Neben dem Aufenthaltsort ist sowohl das Geschlecht als auch das Alter bekannt. Zudem ist der Beziehungsstatus über Tinder zumindest zu erahnen. So ist klar, dass Valentinstag für viele Tinder Nutzer ein schwarzer Tag im Kalender ist. Nicht mit Dominos! Der Pizzalieferant verschenkte am Valentinstag spezielle Rabatte auf Tinder. Nachdem man ein Match mit dem Pizzastück hatte, wurde man mit viel Glück über die Chatfunktion bei Tinder beschenkt. Interaktiv, spannend und unerwartet.

Was spricht nun dafür, Tinder als Werbekanal zu bespielen? Gerade jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, mutig zu sein und mit einer kreativen Idee auf Tinder zu werben. Dadurch, dass Tinder derzeit noch keine offiziellen Werbeformate anbietet, ist man mit einem kreativen Einfall absoluter Pionier und die Konkurrenz hält sich noch sehr im Rahmen. Zudem hat der User bei Tinder bisher noch selbst in der Hand, ob er mehr über die Werbung erfahren möchte (swipe right) oder ob die Werbung irrelevant für ihn ist (swipe left).  Wenn man es also als Werbetreibender schafft, den Nutzer von sich zu überzeugen und es zu einem Match kommt, hat man schon gewonnen!

Was ist passiert? – Ein Rückblick

10 Jahre ist es nun her: Im Februar 2004 von Mark Zuckerberg gegründet, war die Website zunächst nur für eine begrenzte Nutzerschaft verfügbar. Die Online Community, „TheFacebook“ für Harvard Studenten, entwickelte sich jedoch schnell zu einer Online-Gemeinschaft, die seit dem Jahr 2006 für alle Onliner auf der Welt die Registrierung möglich macht. Auch Unternehmen können die Plattform für werbliche Zwecke nutzen und Fans für ihren Unternehmensauftritt gewinnen. Diese Möglichkeiten macht Facebook zum größten sozialen Netzwerk, das bis heute auf allen Kontinenten verfügbar ist.

Trotz der häufigen Datenschutz-Vorwürfe und Änderungen in den Nutzungsbedingungen kann sich das Zuckerberg’sche Unternehmen gegenüber der Konkurrenz immer wieder durchsetzen.

Nicht alle Neuheiten, die Facebook ins Leben rief, konnten sich jedoch behaupten: Die Interessensuche „Graph Search“, „Facebook-Home“ für Android-Nutzer oder auch die Foto-App „Poke“ fanden allesamt bei Fans des Online-Riesen wenig Beachtung. Ebenso der viel umjubelte Börsengang im Mai 2012 glich zu Beginn vielmehr einem „börsianischen“ Fiasko.

Dennoch ist der große Einfluss und Erfolg der Website nach wie vor ungebrochen/ungebremst und vermeldet eine aktuelle Nutzerzahl von über 1,2 Milliarden Usern weltweit.

„Facebook ist die wohl schlechteste erfolgreichste Website der Welt.“

Günter Exel, Social-Media-Experte

Was ist zu erwarten? – Eine Vorausschau

We want to give everyone in the world the best personalized newspaper in the world!“. Dieses Zitat von Mark Zuckerberg soll die Neueinführung der App Facebook-Paper symbolisieren, die seit dem 05. Februar in den USA für iOS-Nutzer zum Download bereit steht. Die App stellt eine Ergänzung zur eigentlichen Facebook-App dar und fängt in ihren Beiträgen die aktuellen Stimmen ein. Ob Statusupdates von Freunden auf Facebook oder Nachrichtenmeldungen von bekannten Online-Medien – die App bereitet alles für seine Nutzer in ansprechender Form auf und präsentiert die zumeist redaktionellen Inhalte seinen Usern. Zu den Partnern der Nachrichten-Dienstleistungen der App gehören vor allem Medien wie die New York Times oder das Time Magazine. Eingeteilt sind die verschiedenen Meldungen in Themen, die jeder User individuell zusammenstellen kann. Laut Angaben von Facebook ist die App nun auf die wesentlichen Punkte der bekannten Facebook-Oberfläche reduziert und bietet dem User dadurch einen besseren Überblick in die wichtigsten Nachrichtenfelder.

Bislang ist die App noch werbefrei – das kann sich aber bekanntermaßen bei Facebook schnell ändern. Auch die Einführung der App im internationalen Raum wird mit Spannung erwartet. Wir werden in jedem Fall berichten!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Versuch von Facebook, das Anzeigen-Wirrwarr aufzulösen und eine verringerte Anzahl von Werbemöglichkeiten anzubieten, die den Werbetreibenden das Definieren von Zielen und Einstellen von Werbemaßnahmen leichter machen sollen. In einem ersten Schritt wird Facebook dazu die Anzeigeform Sponsored Stories absetzen. Ein ausschlaggebender Grund dafür ist vor allem seit Herbst letzten Jahres die Aussteuerung aller Anzeigen mit sozialem Kontext, welche den Einsatz von Sponsored Stories überflüssig macht. Voraussichtlich soll diese Änderung bereits ab Anfang April 2014 in Kraft treten – ein genaues Update von Facebook wird hierzu sicherlich noch einmal folgen.

Bislang kann bei Facebook aus einer recht unübersichtlichen Anzahl von über 20 verschiedenen Werbeformaten ausgewählt werden, die von Facebook selbst in immer kürzeren Abständen neu formatiert und angepasst werden. Dieser illustre Haufen von Werbeformaten kann jedoch leicht durch Kürzung der Angebote zu einem sinnvollen Bündel an Anzeigen geschnürt werden, wenn man bedenkt, dass viele sich in Funktion und Zielsetzung überschneiden.

Es bleibt abzuwarten, wann Facebook diese Änderungen vornehmen wird und in welchem Umfang diese stattfinden sollen.

Bis dahin bleibt Werbetreibenden auf Facebook nur Eins: abwarten und Facebook-Anzeigen schalten! Schließlich ist uns Herr Zuckerberg dafür dankbar!