Tag Archiv für "Webradio"

Podcasts sind derzeit schwer angesagt. Wie sieht es mit Werbung in Podcasts aus? Das Format hat hohes Potential, aber eine (leider noch) relativ niedrige Reichweite. Welche Chancen Podcasts den Werbetreibenden bieten und welchen Herausforderungen sich Marken im Vergleich zu Streamingdiensten oder klassischen Radiosendern stellen müssen, beantwortet Wolfgang Bscheid in der neuen Folge von Bscheid Gsagt!

 

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber dennoch ist die Nutzungsdauer der klassischen Medien noch höher. So schaut der durchschnittliche Deutsche ca. 4 Stunden pro Tag Fernsehen, hört gute 3 Stunden Radio und beschäftigt sich knappe 2 Stunden mit dem Internet. Betrachtet man die Kurven im Zeitverlauf, so kann man unschwer erkennen, dass die Internetnutzung stetig ansteigt, die Radio Nutzung leicht abnimmt, während TV in den letzten Jahren zwar mit Schwankungen aber dennoch stabil ist.

Mediennutzung Bild1
Quellen: TV: AGF/GfK: 2000-2013, jeweils 1. Halbjahr; Radio: MA 2000, ma 2003/I, ma 2006 II, ma 2007/II, ma 2008/I, ma 2009/I, ma 2010/I, ma 2011/I, ma 2012/I, ma 2013/I; Online: ARD/ZDF-Onlinestudien 2000-2013/ plan.net Insights

In der Gesamtbevölkerung liegen TV und Radio also noch deutlich vor dem Internet. Weitere Medien wie Tageszeitungen, Zeitschriften etc. folgen mit deutlich weniger Anteil:

Basis: BRD gesamt (bis 1990 nur alte Bundesländer), Mo-So (bis 1990 Mo-Sa), 5-24 Uhr,  14+ Jahre, bis 2005 Deutsche, ab 2010 deutschsprachige Bevölkerung Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 1964 – 2010 / plan.net Insights
Basis: BRD gesamt (bis 1990 nur alte Bundesländer), Mo-So (bis 1990 Mo-Sa), 5-24 Uhr,
14+ Jahre, bis 2005 Deutsche, ab 2010 deutschsprachige Bevölkerung
Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 1964 – 2010 / plan.net Insights

Spannend wird es, wenn man sich das Mediennutzungsverhalten der jüngeren Zielgruppe ansieht. Hier liegt die Online Nutzung auf einem Niveau mit TV und sogar über der Radio Nutzung.

Basis: BRD gesamt (bis 1990 nur alte Bundesländer), Mo-So (bis 1990 Mo-Sa), 5-24 Uhr,  14+ Jahre, bis 2005 Deutsche, ab 2010 deutschsprachige Bevölkerung Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 1964 – 2010 / plan.net Insights
Basis: BRD gesamt (bis 1990 nur alte Bundesländer), Mo-So (bis 1990 Mo-Sa), 5-24 Uhr,
14+ Jahre, bis 2005 Deutsche, ab 2010 deutschsprachige Bevölkerung
Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 1964 – 2010 / plan.net Insights

Für die Zukunft bedeutet diese Entwicklung also eine stark zunehmende Rolle des Mediums Online, nicht zuletzt durch die voranschreitende Digitalisierung der „alten“ Medien. Das Fernsehen wird zunehmen mehr on Demand über Mediatheken etc. Online genutzt. WebRadio bzw. Streaming Dienste laufen dem klassischen Radio den Rang ab. Das digitale Zeitalter kommt nicht – wir sind schon mittendrin.

 

Wann ändern sich tradierte Verhaltensmuster? Zumeist dann, wenn etwas Neues, Besseres und etwas (das leichter zu handhaben ist) kommt und die alten Strukturen aufbricht. Pioniere kämpfen immer darum, die eigenen Vorteile herauszustellen und gemäß angesehener Wirtschaftswissenschaften ist dies auch ein Mittel zum Erfolg. Was aber, wenn die neuen Verheißungen nur die Theorie, jedoch nicht die Praxis  erobern. An diesem Punkt steht seit geraumer Zeit das Webradio. Die Nutzung stieg bis dato kontinuierlich, die Konsumenten können sich vielfältigen Angeboten hingeben, die deutlich individuellere Geschmäcker bedienen. Man darf annehmen, dass nicht nur Hartz4-beziehende Soziophobiker sich dem www-Radio hingeben. Was stört nun die Romantik von blühenden Audiolandschaften?

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