Tag Archiv für "Vermarkter"

Als Wilhelm der Eroberer 1066 den Angelsachsen ordentlich eins auf die Mütze gab und sich deren Reich einverleibte (warum auch immer man König der Randeuropäer sein möchte), brachte er neben einer Revolution der höfischen Sitten auch eine neue Sprache mit. Fortan mussten die armen Bediensteten statt eines germanischen Kauderwelschs Französisch sprechen. Jeder, der mal Französisch lernen musste weiß, wie viel Spaß man dabei haben kann. Die Insulaner machten aus der Not allerdings eine Tugend und verwurstelten die Sprachen so lange, bis letzten Endes das deutlich handlichere Englisch gesprochen wurde.

Nach ein paar Jahrhunderten der sprachlichen Konsolidierung ist eben jenes Englisch ausgezogen, um die Welt zu erobern und zumindest bei uns Werbeschaffenden sehen die Erfolgsaussichten sehr gut aus. Was dann jedoch häufig übrig bleibt, kommt einem Skurrilitäten-Kabinett gleich.

Ich fange an vor der eigenen Haustür zu kehren, denn als Mitarbeiter von „Medienwaage“ bleibt mir ja gar nichts anderes übrig. Meine werten Vorgesetzten sind dabei aber sicherlich nicht diejenigen, die sich am weitesten auf das dünne Eis der anglophilen Firmennamen mit merkwürdiger Übersetzung begeben.

Da wäre die Firma „Gedankenteilung“ (zugegeben aus gutem Grunde mit englischem Namen) zu nennen, welche im medialen Konzert mitspielt. Aber auch die Firmen „Einmalig Digital“, „Mediakante Amerikanischer Geheimdienst“ sowie das zarte Plänchen „Gelbe Tomate“ klingen in einer teutonischen Übersetzung weit weniger überzeugend. Fraglich ist bei alledem, ob Gruner&Jahr die Agentur „stern.de“ auf Verletzung der Namensrechte verklagen möchte oder lieber klaglos die Werbegelder einstreicht. Letzteres wäre hier zu vermuten.

Bei den Vermarktern setzt sich die königreichfreundliche Namensgebung nahtlos fort. Werbepfeffer, Werbewaage (hey, die Waage gehört eigentlich uns!!!) oder Werbekanne sind hier nur die Vertreter zu Beginn des englischen Alphabets. In der AGOF weit vorne kommen dann noch bedeutungsschwangere Gebilde wie „Siebenseinsmedien“, „Intelligenzquotient Digital“ oder mein persönliches Glanzlicht „MorgenBrennpunkt“.

Für wen immer sich nun auch Unternehmen wie „Winzigweich“, „Sauerstoffmolekül“ oder „Apfel“ entscheiden mögen, darf nur hoffen, dass sie nicht vorher ihr Oxford Dictionary wälzen und sich von so manch unglücklichem Konstrukt abhalten lassen. Ansonsten muss man frei nach dem Wand Straßen Institut eingestehen: „I shame me so for my German Translation!“

Liebe Leser,

als Mediaplanerin ist ein wichtiger Bestandteil meines Jobs, Platzierungen und Reichweiten zu bewerten und zu beurteilen, ob das vom Vermarkter angesetzte Pricing mit der Leistung übereinstimmt. Besonders bei der Buchung einer Netzwerk-Rotation muss man ab und an ganz genau hinschauen. Für meine Beurteilung kann ich beispielsweise heranziehen, ob ein Großteil der Seiten im Portfolio exklusiv vermarktet wird, oder ob es sich um die Dritt-,Viert- und Fünftvermarktung von Websites handelt, die ich evtl. in anderen Rotationen deutlich günstiger bekomme.

Der absolute Ausschluss von gewaltverherrlichenden, politisch radikalen, pornographischen und rechtswidrigen Inhalten versteht sich von selbst und sollte von jedem Vermarkter als Voraussetzung eingehalten werden. Desweiteren prüfe ich, ob in der Rotation Seiten enthalten sind, die incentivierte Clicks erzeugen. Hierbei handelt es sich um Seiten, die dem User z.B. Punkte oder eine andere Form der Incentivierung für einen Klick gutschreiben. Bei einem so erzeugten Klick ist die Chance recht gering, dass der User ein echtes Interesse am Kauf des beworbenen Produktes hat – und damit ist der Klick minderwertig. Ich schliesse solche Belegungen nicht aus, sie müssen jedoch gegenüber unseren Kunden eindeutig ausgewiesen werden und sollten vom Vermarkter mit einem extrem reduzierten Pricing angeboten werden. Dann kann auch eine Platzierung mit incentivierten Klicks für einige Produkte zielführend sein. Gleiches gilt für Forced Clicks, bei denen der Nutzer einen Klick auf ein Werbemittel machen muss, um eine Aktion abzuschliessen – er wird also dazu gezwungen, ein Werbemittel zu klicken, um beispielsweise ein Formular abzuschicken oder etwas zu bestätigen. Oftmals hat der User dabei die Auswahl aus verschiedenen Werbemitteln, so kann er zumindest dasjenige anklicken, das seinem Interesse am ehesten entspricht.

Ein wichtiges Kriterium ist der Sichtkontakt auf die Websites, die im zu bewertenden Portfolio sind. Hier zählen Fakten wie der Anteil von Websites, die hauptsächlich User Generated Content enthalten. Aber auch das Design der Websites spielt eine Rolle. Dabei sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass eine Website, die optisch nicht ansprechend ist, schlussendlich auch keine Abverkäufe generiert. Wenn sich auf dieser Seite Käufer für das beworbene Produkt finden, spielt das Design eine untergeordnete Rolle. Schlussendlich kann ich mir beim Sichtkontakt ein gutes Bild von der Qualität des gesamten Portfolios machen und abschätzen, welches Pricing angemessen ist.

Autogrammkarte_Pauli
Autogrammkarte Pauli. Quelle: pigbrother.at

Und bei genau so einem Portfolio-Check bin ich auf die Website gestossen, die ich Ihnen gerne als Fundstück der Woche präsentieren möchte. Vielleicht möchten Sie sich die „Schweinerei“ ja gerne mal anschauen. Schade, dass PIGBROTHER schon vorbei ist. Das Speck-Spektakel haben wir verpasst – aber ich finde dennoch: ein Klick lohnt sich – viel Spaß: pigbrother.at

Bei der morgendlichen Lektüre einschlägiger Fachpublikationen stieß ich heute auf einen Beitrag mit oben genannter Überschrift auf meedia.de. Es geht in dem Artikel darum, dass die Werbetreibenden im Bereich Online den digitalen Zeitungsablegern besonders schlechte Noten im Bereich Auftritt und Werbeleistung attestieren. Die goldene Himbeere darf nebenbei bemerkt ein TV-Ableger in seine Trophäensammlung aufnehmen.

Nun frage ich mich, wie meine persönliche Bewertung für den deutschen Markt ausfällt? Kann man pauschal urteilen, dass Zeitungsderivate im Onlinebereich besonders schlecht oder gut sind? Ich sage: NEIN, pauschal möchte ich das nicht sagen. Aber JA, es gibt Bereiche, da haben die Kollegen der digitalisierten Offlinezunft Nachholbedarf!

Zunächst möchte ich die Frage beantworten, wie ich Zufriedenheit definiere. Für mich beinhaltet das drei Dimensionen: Preis-/Leistungsverhältnis, Reichweite und fähiges Personal, welches guten Service in allen operativen Belangen gewährleistet.

Geht es um das Preis-/Leistungs­verhältnis, so haben/hatten die tradierten Medienhäuser zumeist insbesondere ein Problem mit der Flexibilität. Plötzlich brach der Ruf nach Performancekampagnen aus, wie der Vesuv über Pompeji und es durchzuckte sie der alte Reflex: Ist neu, ist ne Herausforderung, lehnen wir ab. Als plötzlich die Erlöse erodierten wie der Boden in der Sahelzone, machten einige die Schleusen auf, um genau das zu erzielen, was sie eigentlich immer vermeiden wollten: Eine Preisspirale, die sich rasant gen Erdmittelpunkt bewegt. Dave Katz, der sich im Artikel äußert, hat meiner Meinung nach richtig analysiert, wenn er sagt: „Es könnte sein, dass das Digital-Geschäft lange Zeit bei ihnen nicht im Fokus stand.“  Es wurde zu lange an alten Gewohnheiten festgehalten und der dynamische Onlinemarkt überforderte die antiquierten Muster. ABER: Viele Medienhäuser haben aufgeholt, viele haben gelernt und viele haben ihre reinen Webkollegen inzwischen überholt. Das alte Schlachtschiff Printhaus mag zwar schwer in Gang kommen, aber bei voller Fahrt fädelt es sich des Öfteren auf der Überholspur ein.

Wenn wir über die Reichweite sprechen, attestiere ich der Zeitungsbranche eine inzwischen sehr gute Abdeckung und diese zumeist auf qualitativ hochwertigem Niveau. Nun mag die eine oder andere Zeitung inzwischen auch zum PI-Schinder verkommen sein (ich will mal keine Namen nennen;)), dennoch ist eine Belegung in der Regel mit passablen Conversions verbunden. Jedenfalls  ist mir eine mittlere Reichweite mit guten Performancewerten lieber, als gehypte Sozialfälle à la Web 2.0, deren Volumen man häufig mit dem Hirn eines Elefanten gleichsetzen kann: Sehr groß, mit wenig inhaltlicher Substanz! Umgekehrt darf man die Propagandalektüre des VDZ, die in den vergangenen Tagen in meiner Schneckenpost landete, nicht überbewerten. Es ist halt nicht alles Gold, was glänzt, liebe Zeitschriftenverleger.

In Bezug auf das fähige Personal und den zwischenmenschlichen Faktor kann ich im Grunde keine direkte Trennlinie ziehen. Es gibt über alle Anbieter hinweg Fälle, in denen ein smarter Verkäufer für Höheres geboren wurde, das BackOffice  allerdings auf einem Niveau agiert, dass vergleichbar dem Spiel der Bayern in der 2. Halbzeit gegen Bordeaux ist. Umgekehrt wiederfährt einem auch nur zu oft eine gute Abwicklung, die  mit überschaubaren Talenten im Vertrieb auch nicht zu einem Optimum des Vermarktungspotenzials führt.

So bleibt mir als Fazit, dass die Studie von der Insel in Teilen das reflektiert, was wir auch auf dem deutschen Markt erleben. Eine Pauschalisierung greift allerdings zu kurz und führt im Zweifel nicht weiter. Und ALLE die was anderes behaupten sind blöd ;-) !

Im Rahmen der dmexco-Conference trafen sich in der Debate Hall Dr. Oliver Rengelshausen (Leiter E-Commerce Thomas Cook), Stefan Noller (CEO Nugg Ad), Wolfgang Bscheid (Geschäftsführer mediascale), Matthias Pantke (Geschäftsführer AdScale), Oliver Busch (Geschäftsführer ad pepper media), Thomas Duhr (Leiter des Arbeitskreises Targeting im BVDW und Vize-Präsident IAB Europe) sowie Dr. Clemens Riedl (CEO StudiVZ) und diskutierten darüber, wer denn nun das bessere Targeting anbietet – Agenturen oder Unternehmen? Eins schonmal vorweg: Media Agenturen wie mediascale haben hinsichtlich Targeting einen großen Vorteil. Denn im Gegensatz zu einzelnen Werbenetzwerken, können sie Nutzerprofile portfoliounabhängig sammeln. Alle weiteren Antworten zeigt das offizielle Video zur Targeting Debatte auf der dmexco 2009:

United Internet Media (UIM) und wunderloop „verschmelzen“ ihre Targetingsysteme, melden die Kolleginn/en der Internetworld Business heute. Was soll man von dieser Elefanten-Hochzeit halten? Löst dieser Zusammenschluss wirklich eines der grundlegenden Probleme bei vermarkterseitigem Targeting? Oder vermählt sich da Not mit Elend? Richtig ist, dass durch die Hochzeit das wunderloop-Portfolio nun noch ein Stück wächst. Nur leider gibt es sowohl unter den AGOF-Reichweiten, als auch unter den unabhängigen Sites und unter den Vermarktern noch genügend Marktpartner, die nicht auf wunderloop setzen. Und genau hier liegt das wirkliche Problem. Es ist am Ende des Tages fast egal, wie gross das wunderloop-Portfolio ist, solange es nicht alle bzw. alle relevanten Sites enthält. Denn somit läßt sich mit einer solchen Lösung immer noch KEINE übergreifende Planung realisieren. Aus Sicht der Werbekunden und Agenturen ist sinnvolles Targeting aber NUR so als übergreifende Lösung wirklich handhabbar. Und dafür gibt es derzeit nur einen vernünftigen Lösungsansatz: Das Targeting kommt von der Agentur und wird dann auf alle in der Planung enthaltenen Reichweiten angewendet.

Vielleicht hat die Verbindung von UIM und wunderloop aber auch einen viel banaleren Hintergrund: Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren nicht unerhebliche Mittel in ihre Systeme investiert. Sowohl wunderloop als auch UIM sprechen von jeweils 40 Mio. Euro.  Seien wir ehrlich: Zwar wird das Thema Targeting heute mit Sicherheit häufig und heiß diskutiert, bisher konnten die realen Umsätze jedoch nicht die hohen Erwartungen der Unternehmen erfüllen. Demnach wäre die Vermählung also eher eine arrangierte Vernunft-Hochzeit, um dem Kostendruck Rechnung zu tragen. Zumal alle Bemühungen von United Internet Media, das hauseigene TGP-System als übergreifende Lösung zu etablieren, bisher gescheitert sind.

Wir wünschen den frisch Vermählten, dass nach dem Presserummel genügend Tafelsilber auf dem Hochzeitstisch landet. Und wenn Sie Ihre Meinung zum Deal loswerden wollen: die Umfrage gibt es hier.

Die Diskussion ist en vogue wie nie – welche Form von Targeting sollte man seinen Kunden heute empfehlen? Und wer profitiert eigentlich davon? Und was hat am Ende der Kunde davon?

Soll der Kunde das Targeting eines darauf spezialisierten Anbieters nutzen oder lieber das System der eigenen Agentur oder doch das bewährte Targeting der einzelnen Sites separat – jeder hat seine eigene Philosophie und natürlich hat auch jeder seine eigenen Interessen.

Versuchen wir es also mal so neutral wie möglich: Macht es aus Kundensicht Sinn, getargete Reichweiten auf einzelnen Platzierungen und Portalen einzukaufen, die dort auf Basis unterschiedlicher Nutzungskriterien ausgesteuert werden (Bsp. TGP von UIM)? Natürlich – jedoch nur, wenn mein Fokus bspw. auf der zielgenauen Aussteuerung und Modellierung einer exakten Zielgruppenansprache auf einem Portal liegt, oder man einen User auf demselben, basierend auf seinem Surfverhalten, ansteuern will. Doch wenn man sich klar macht, was der werbetreibende Kunde am Ende wirklich möchte, dann ist er meist nicht primär am Portal bzw. der Platzierung interessiert, sondern v.a. an den Leistungswerten, die eine Platzierung bei der Adressierung seiner potentiellen Kunden leisten kann. Und da ein User bzw. potentieller Kunde nicht monothematisch auf ein Portal beschränkt ist, werden sehr schnell die Grenzen eines auf ein Portal eingeschränkten Targetings sichtbar. Da ist es unerheblich, welche Reichweiten das einzelne Portal vorweisen kann, denn diese interessieren den einzelnen User nicht. Er hat Nutzungsgewohnheiten, die meist „vermarkter übergreifend“ sind, denn er nutzt i.d.R. mehrere Sites und Portale parallel. Aus diesem Grund ist aus Sicht der werbetreibenden Unternehmen der Schritt hin zu einem vermarkter übergreifenden Targeting nur mehr als verständlich und der Wunsch nach Realisierung immanent – egal ob durch Agentur, Vermarkterzusammenschluss oder Spezialdienstleister.

Deswegen die darauf aufbauende Frage: Wer kann vermarkter übergreifendes Targeting leisten? Eigentlich wäre aus Sicht aller Marktpartner die sinnvollste und naheliegendste Lösung, ein vermarkter übergreifendes Targeting, das die Vermarkter bspw. unter dem Schirm des OVK selbst anbieten. Diese Chance wurde jedoch grandios verspielt – warum, darüber lässt sich trefflich streiten. Fakt ist: Diese Chance wurde nicht genutzt, niemand wollte dem anderen einen evtl. Vorteil einräumen. Das Wehklagen ist heute jedoch umso grösser, da auf einmal Spezialdienstleister wie Wunderloop oder Agenturen wie mediascale begonnen haben, ein eigenständiges vermarkter übergreifendes Targeting aufzusetzen. Auch wenn die Verantwortlichen der großen AGOF-Reichweiten offiziell bestreiten, dass sie für solche Systeme Reichweite zur Verfügung stellen, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass alle großen Agenturen inzwischen an solchen Systemen arbeiten bzw. es schon einsetzen. Und es ist davon auszugehen, dass diese Systeme mit entsprechenden Reichweiten der TOP AGOFs gefüttert werden.

Tja, daher bleibt dann nur die Frage, wer kann es besser? Die Agenturen mit ihren proprietären Systemen oder die Spezialdienstleister? Und auch hier hat das subtile Hauen und Stechen schon begonnen: wenn man sich den Blog von nugg.ad, einem der Spezialanbieter ansieht, versucht diese Fraktion es mit der Argumentation, dass nur sie Systeme haben, die neben dem ach so simplen Retargeting auch das so gern gehypte Predictive Targeting technisch umsetzen können und deswegen die wahren Gralshüter sind. Technisch mag das stimmen, operativ sieht die Realität aber anders aus: betrachtet man die Performancewerte von Retargetingkampagnen vs. Predictive-Kampagnen und stellt diesen Werten dann eine Kostenrechnung gegenüber, verfliegt jeglicher Kosten-Nutzen-Effekt einer Predictive Kampagne. Und am Ende zählt, was der Kunde zählen kann – Abschlüsse, CPOs und ROMIs…

Konzentrieren wir uns also auf Retargetingkampagnen – wer kann es wohl besser? Hier sind aus meiner Sicht zwei Facetten zu beachten:
a.    wer bietet den wiedergefundenen User günstiger an und
b.    wer hat die Expertise, den einzelnen User auf Basis seines Surfverhaltens auf der Site des Kunden im Nachgang in einer Kampagne richtig anzusprechen

Wenn man die Diskussionen im Markt genau verfolgt, dann ist a. leicht zu beantworten: die besten Preise bekommen die größten Kunden. Das bedeutet, dass die großen Onlinemediaagenturen sicherlich leichteres Spiel haben werden, günstige Reichweiten, die idealerweise auch noch rückgabefähig sind, bei Vermarktern zu bekommen als Spezialdienstleister, die teilweise auch noch Dienstleister der Vermarkter selbst sind und damit eine ungleich schwerere Position als die großen Agenturen in Deutschland in der Verhandlung haben.

Und b.: Wenn wir uns die Pitches ansehen, die wir in letzter Zeit auch gegen Spezialdienstleister rund ums Thema Targeting geführt haben, wird sehr schnell klar, dass technische Kompetenz nicht immer gleich konzeptionelle Kompetenz umfasst. Es ist eben nicht trivial, eine Retargetingkampagne so aufzusetzen, dass sie auch für den Kunden bessere Werte einspielt. Es ist nicht damit getan, dem User das gesurfte Produkt einfach auf einen Banner zu klatschen und zu hoffen, dass er das nächste Mal gleich nochmal darauf klicken wird, wenn er es denn sieht. Hier wird mehr verlangt! Und dieses MEHR sollten diejenigen anbieten, die den Kunden und dessen eCommerce Strukturen am besten kennen – heute sicherlich eher die Agenturen, aber auch das muss nicht so bleiben.

Fazit: Wenn Sie sich für Targeting interessieren und darüber nachdenken, es in Zukunft für Ihre Produkte einzusetzen, kann ich nur einen Tip geben: Lassen Sie sich Erfahrungswerte präsentieren und Prozesse in der Umsetzung einer Kampagne – technisch sind viele auf einem ähnlichen Stand, konzeptionell trennt sich die Spreu vom Weizen!

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