Tag Archiv für "Veganuary"

Wenn Weihnachten und Silvester vorbei sind und keiner mehr Plätzchen oder Raclette sehen kann, bahnt sich oftmals die Zeit an, in welcher der Ansporn groß ist und neue Routinen oder die typischen Neujahrsvorsätze geplant oder bereits manifestiert werden. Nun ist Februar, und wir haben uns innerhalb unseres Teams die Frage gestellt, ob ganz im Sinne von Dry January oder Veganuary schon die ersten Vorhaben umgesetzt werden oder ob der Großteil doch direkt in alte Muster verfallen ist beziehungsweise sich erst gar keine Ziele gesetzt hat. Bei einigen Dingen scheiden sich die Geister, bei anderen sind wir uns im Team doch ziemlich ähnlich.

 

Neujahrsvorsätze – Her mit der Challenge!

Teammember Alex:

Grundsätzlich gehöre ich eher zum Team „Neujahrsvorsätze? Bloß nicht!“. Dieses Jahr sieht die Sache allerdings anders aus. Ich weiß nicht, ob das darauf zurückzuführen ist, dass mir nach annähernd 2 Jahren Working from Home endlich bewusst wird, wie ungesund der Alltag sich im Homeoffice gestaltet, oder darauf, dass an Weihnachten und Silvester einfach über die Stränge geschlagen wurde. Jedenfalls beginnt mein Jahr mit einem fast konsequenten Dry January und einer 5-tägigen Saftkur. Eine solche habe ich bereits letztes Jahr durchgezogen, allerdings nur für 3 Tage und dies musste natürlich im Folgejahr getoppt werden. 5 Tage gar keine Mahlzeiten, nur Gemüsesäfte und davon 6 Stück täglich. An den Tagen davor und danach nur leichte Kost. Dazu mittags einen Spaziergang oder eine kurze Yogasession. Und bisher, muss ich sagen, kurbelt das mein Wohlbefinden sehr an. Die graue Jahreszeit mit ein bisschen Sport und Achtsamkeit schmücken, tut dem Gemüt besser, als man glaubt. Ich denke, ich bin immer noch kein Typ für große Vorsätze, da viel zu oft Unerwartetes passiert und ich kein Fan davon bin, sich selbst Druck aufzuerlegen. Aber das Jahr mit ein bisschen Detox zu beginnen und direkt anfangen, mehr Sport in den Alltag einzubauen, zahlt sich definitiv auf meine Motivation aus.

Neujahrsvorsätze Kühlschrank Saftkur
Der Kühlschrank passend zu den Neujahrsvorsätzen

 

Bloß weg mit dem Neujahrsvorsätze-Gedöns

Teammember Valerie:

Im neuen Jahr wird alles anders! Kaum schlägt es Mitternacht und die ersten Feuerwerksraketen schießen gen Himmel, werden große Pläne geschmiedet. Ich trinke weniger. Eine Stunde vor dem Schlafen gehen lege ich mein Handy weg. Ich gehe jetzt wieder regelmäßig ins Fitnessstudio. In der ein oder anderen Aussage erkennen wir uns alle wieder. Dass das zum Scheitern verurteilt ist, liegt doch schon auf der Hand: An Silvester machen wir die Nacht zum Tag und feiern, als gäbe es kein Halten mehr, und dann sollen wir am nächsten Morgen (gut, eher Mittag) mit dicken Ringen unter den Augen auf einmal ein ganz neuer Mensch werden? Und wer jetzt sagt, „Man muss ja nicht direkt zum Neujahr damit anfangen“, trifft den Nagel schon auf den Kopf. Wir versuchen uns so lange selbst zu überlisten, bis wir das Thema aufgeben, denn eigentlich wissen wir ja schon ganz genau: „Das wird nichts!“.
Ich habe für mich selbst festgestellt, dass Ziele für mich dann greifbar und umsetzbar werden, wenn sie sich von selbst ergeben. Deswegen erscheint es mir wenig sinnvoll, sie innerhalb von einer Nacht erzwingen zu wollen. Das neue Jahr hat dann sowieso andere Pläne für mich parat.

 

Teammember Sese:

Neujahrsvorsätze? Schwieriges Thema. Während mein Magen sich um die Feiertage herum denkt, „War das letzte Raclette-Pfännchen wirklich nötig?“, schwirren in meinem Kopf motivierende Pläne. Zwischen Clean-Eating, Pamela Reif-Workouts und dem Wunsch, endlich flüssig Gitarre spielen zu können, – da kann man sich ja gar nicht entscheiden, was man zuerst machen will. Schaut man sich auf Instagram die Stories von Freunden beim Joggen bei -5 Grad an, überkommt einen schnell das schlechte Gewissen. Aber wie jedes Jahr versuche ich mein Jahr entschleunigt zu starten. Dabei reflektiere ich das vergangene Jahr mit einem guten Glas Wein in der Hand auf der Couch und bin stolz auf die persönlichen Erfolge und lerne aus vergangenen Fehlern. Über das Jahr hinweg setze ich mir kleinere Ziele oder Gewohnheiten, die ich mir aneignen möchte. Aber das muss nicht zwingend zum Jahresbeginn passieren. Der normale Alltagstrubel wird einem schnell wieder begegnen, da mache ich mir nichts vor. Meine Ernährung wird wechselhaft bleiben (keiner nimmt mir meine Zartbitterschokolade), meinen Alkoholkonsum habe ich nach zwei guten Wochenenden wieder auf dem Vorjahresstand und ich werde auch keine Yoga-Session in der Mittagspause einlegen. Vielleicht gibt es aber doch eine Sache, die ich mir vornehmen könnte. Statt wie ein Shrimp vor dem Monitor zu sitzen, könnte ich es mal mit einer geraden Haltung bei der Arbeit versuchen. Diesen Vorsatz hebe ich mir mal für das nächste Jahr auf.

 

Teammember Vera:

Was Neujahrsvorsätze angeht, bin ich der realistische Typ:  Schon das Label “Vorsatz fürs neue Jahr” führt dazu, dass ich mein Vorhaben nach ein paar Wochen aus den Augen verliere. Eigentlich gibt es immer was, das ich anpacken möchte. Ich habe schon oft gedacht: Nächstes Jahr werde ich aktiver, ernähre mich gesünder, etc. Dann dachte ich irgendwann: Das sind eigentlich total doofe Vorsätze, denn all diese klassischen Neujahrsvorsätze sollten eigentlich eine grundsätzliche und vor allem langfristig geplante Lebensweise sein, denn sonst etabliert man sie so oder so nicht fest in seinen Alltag. Also habe ich es mit kleineren Zielen bzw. Aufgaben versucht, deren Erfolg messbar sind und meinen Alltag erleichtern sollen. Alleine schon der Druck, der dadurch entsteht, neben all den Aufgaben des Tages auch sowas noch unterbringen zu müssen, hat dazu geführt, dass der Vorsatz schneller verworfen als gemacht wurde. Was mache ich also dieses Jahr? Gute Frage. Ich frage einfach mal meine Kinder, was ein guter Vorsatz sein könnte. Aber wie erklärt man zwei unter 5-Jährigen, was ein Vorsatz ist? Ich habe es mal versucht mit “etwas, das wir dieses Jahr besser machen wollen, wovon wir mehr machen wollen”. Was kommt darauf jetzt als Antwort? Eltern werden sicher ahnen, in welche Richtung es geht. Meine Kleine sofort: “Mehr Paw Patrol Spielzeug kaufen”. Gut, das ist jetzt nicht ganz so das, worauf ich hinauswollte, aber ich musste laut lachen. Und da haben wir’s: Ich nehme mir einfach vor, dieses Jahr mehr zu lachen und nicht alles ganz so ernst zu nehmen.

In diesem Sinne, Happy New Year von der Mediascale!