Tag Archiv für "Unternehmen"

Kommunikation funktioniert immer weniger über einzelne Kanäle. Stattdessen setzt moderne Media-Planung auf kanalübergreifende Strategien und Methoden. Während die Technik sehr gut in der Lage ist, diese Anforderungen zu erfüllen, hinkt der Mensch hier oft noch hinterher.

Kooperatives Arbeiten heißt die Lösung, meint mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid. Denn das bedeutet wiederum mehr Transparenz und führt langfristig zu mehr Effizienz. Führungskräfte erkenne hier den Mehrwerte oft schneller als ihre Fachabteilungen, die über Jahre dazu erzogen wurden, nur für sich zu arbeiten, mit eigenen Zielvorgaben und Leistungswerten. In der Regel kennen Großkonzerne ein abteilungsübergreifendes Arbeiten nicht. Bei der Zusammenarbeit zwischen Agentur und Unternehmen kommt es darum nicht selten zu Konflikten. Unterschiedliche Vorstellungen und Arbeitsweisen prallen an einander.

Damit sich bei der Implementierung neuer Strukturen alle Beteiligten als Mitspieler statt als Gegner  betrachten, müssen Unsicherheiten rechtzeitig aufgefangen werden.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

 

Es gibt ja Leute, die leben so einfach in den Tag hinein. Ohne den Gedanken was gestern war und was morgen kommt. Klingt eigentlich ziemlich relaxed und positiv. Das kann bei dem einen oder anderen auch funktionieren, doch eine Karriere bzw. Erfolg im Arbeitsleben ist damit theoretisch ausgeschlossen, da ja kein Ziel verfolgt wird. Dann gibt es wiederum Leute, die alles, aber auch alles durchgeplant haben. Wann bin ich mit der Schule fertig, was werde ich an welchen Unis studieren, was wird mein Job sein, wann heirate ich, wann bekomme ich ein Kind, welches Auto werde ich fahren, wo werde ich wohnen, was mache ich im Alter, wovon lebe ich dann. Wenn man den Gedanken weiterspinnt und diese Lebenseinstellungen auf Unternehmen überträgt, sieht es doch so aus, dass die Unternehmen, die sich über die Zukunft genug Gedanken gemacht haben bzw. machen und alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen und sich somit früh genug auf morgen vorbereiten, deutlich wahrscheinlicher auch morgen noch bestehen werden. Unternehmen ohne klare Ziele und Innovationstrieb, bleiben auf der Strecke. Nur ist das gar nicht so einfach mit dem Vorbereiten auf morgen.

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In der Studie Global E-Tailing 2025 im Auftrag der deutschen Post, haben sich einige Experten Gedanken über mögliche Zukunftsszenarien gemacht.

Szenario 1:

Große Handelsunternehmen, die über wirklich jeden Kanal, also stationärer Handel und Online Vertrieb, ihre Produkte zu jeder Zeit und auf allen möglichen Geräten anbieten, sind weit verbreitet. Das klingt wie die heutige Situation, aber das stimmt nicht ganz. Noch ist es keinem Unternehmen gelungen Multi Channel im Gleichgewicht zu fahren. Entweder der Fokus liegt auf eCommerce oder Ladengeschäft. Beides in einem gleichmäßigen Verhältnis und das auch noch global aufzuziehen, ist bisher keinem gelungen. Man muss dabei sagen, dass die Studie davon ausgeht, dass eigentlich alles Online stattfindet, aber man im Ladengeschäft, das mittlerweile einfach nur ein Showroom ist, die Produkte ansehen und anfassen kann. Über beide Wege sind die Haupterfolgsfaktoren nur noch Produktpreis und Lieferbedingungen. Je günstiger und schneller, desto mehr. Macht Sinn aus meiner Sicht.

Szenario 2:

Etwas futuristischer ist die zweite Vorstellung der Zukunft. Es gibt eine sehr breite Mittelschicht, die nach Selbstverwirklichung strebt und damit auch sehr individuell einkauft. Der stationäre Handel setzt komplett auf Erlebniskauf, während Online nur noch total vereinfacht auf Masse setzt. Die Menschen nutzen unterschiedlichste Wearables, um Erlebnis und zum Abschluss zu gelangen. Dieses Szenario klingt zwar schön und wird vielleicht in einigen Märkten zu einem gewissen Grad so auch stattfinden, aber ganz ehrlich, eine breite Mittelschicht sehe ich in 10 Jahren noch nicht global.

Szenario 3:

Alle potenziellen Käufer sind mit Wearables wie Datenbrillen, smarte Kontaktlinsen, etc. aber auch intelligenten Häusern und Autos ausgestattet. Es ist eine digitale Gesellschaft entstanden, die eigentlich nur online einkauft. Der Kunde wird von virtuellen Händlern zum Kauf beraten. Dabei werden Angebote nach einzelnen Kundenprofilen abgerufen und in Echtzeit dargestellt. Der User muss nur noch akzeptieren und bekommt seine Ware am selben Tag geliefert. Auch eine futuristischere Darstellung.

Szenario 4:

Rohstoffe werden knapp, Finanzkrisen entstehen. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz sind Hauptentscheidungskriterien für User aber auch für das Bestehen von Unternehmen. Aufgrund der Knappheit werden Produkte eher getauscht als neugekauft oder man repariert bzw. bastelt selbst Lösungen. Hauptaugenmerk liegt also nicht mehr am Verkauf von Produkten sondern eher and der Beschaffung von Ersatzteilen und Reparaturservices. Diese Zukunft gefällt mir nicht so ganz.

Völlig egal welches Szenario tatsächlich stattfindet, eines ist ganz klar. Nur Unternehmen, die sich auf Innovationen einlassen bzw. weiterentwickeln und alle Möglichkeiten für deutlich individuellere Kaufwege und Prozesse vorbereiten, international, stationär und digital sehr gut aufgestellt sind, werden bestehen. Alle anderen werden verschwinden.