Tag Archiv für "TrueView"

Am 14.Februar 2005 registrierten die Gründer Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim die Webseite Youtube.com. Mittlerweile werden weltweit jeden Monat sechs Milliarden Stunden Videomaterial von einer Milliarde Nutzern konsumiert. Das macht auf Basis von Klicks vier Milliarden Videos pro Tag. Noch beeindruckender wird es, wenn man sich einmal vorstellt, dass in einer Minute ca. 300 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen werden. Auf einen ganzen Tag gesehen ist das Material in der Länge von 16 vollen Jahren. Das meistgesehene Video 2014 zeigt einen Hund in einem Spinnenkostüm, der Passanten erschreckt. Doch an „Gangnam Style“ von dem koreanischen Künstler Psy als das erfolgreichste YouTube Video aller Zeiten, kommt es noch lange nicht heran. Für diesen einen Clip musste die Videoplattform sogar seinen Videocounter überarbeiten, damit auch die mehr als zwei Milliarden Aufrufe korrekt angezeigt werden konnten. Fast banal wirkt dagegen das allererste Video, das jemals auf YouTube hoch geladen wurde. Es stammt von Jawed Karim und zeigt den YouTube-Gründer im Zoo von San Diego vor dem Elefantengehege. „Interesting…“ kommentierte das ein User und produzierte damit den allerersten Kommentar auf dem Videoportal.

Mittlerweile ist YouTube bei den Big Playern angekommen und gehört seit 2006 zum Google-Universum. Nach dem ersten Teil unserer Serie mit den allgemeinen Anzeigenformaten im Google Netzwerk, unternehmen wir nun einen Exkurs in die Welt der Videoformate auf YouTube. Grundsätzlich unterscheidet man bei YouTube zwei verschiedene Anzeigen-Typen –  PreRoll und  TrueView.

Für TrueView gibt es bei YouTube wiederum zwei Platzierungsmöglichkeiten – In-Display oder In-Stream. Die In-Stream-Option  kann vor oder innerhalb eines YouTube Videos als Videoanzeige geschaltet werden. Entscheidet man sich für In-Display, erscheint die Anzeige oberhalb des Suchergebnisses oder rechts neben dem Player. Diese werden als gewerbliche und bezahlte Videos gekennzeichnet. TrueViews unterliegen keiner Mindest- oder Maximallänge. Die Abrechnung erfolgt erst, nachdem ein Video mindestens 30 Sekunden gesehen wurde. Sollte das Video eine Gesamtlänge von 30 Sekunden unterschreiten, erfolgt die Abrechnung erst nachdem der komplette Inhalt gesehen wurde. Anders als bei gängigen Videoanzeigen wie PreRolls hat der Betrachter hier die Möglichkeit, die Anzeigen nach fünf Sekunden zu überspringen, um zum eigentlich anvisierten YouTube Video zu gelangen.

Via AdWords können ebenfalls PreRolls bei YouTube und anderen videofähigen Seiten im Displaynetzwerk eingestellt werden. PreRolls können über das Selbstbuchungstool mit der maximalen Länge von 20 Sekunden eingestellt werden. Liegt die Laufzeit darüber, geht die Buchung der Anzeige nur direkt über Google . Diese Videos kann man nicht einfach überspringen und muss sie bis zum Ende genießen, wenn man nicht vorzeitig die Seite verlassen möchte.

YouTube

Jetzt fehlt nur noch das Thema Kampagnensteuerung und mögliche Targetingoptionen im Google Display Netzwerk. Dazu gibt es mehr im dritten Teil! Also dran bleiben, Fortsetzung folgt…

…wird es vermutlich demnächst nicht heißen. Auch wenn Video Advertising und Bewegtbild immer mehr zum Einsatz kommen, werden normale Banner und Textanzeigen höchstwahrscheinlich nicht aus dem Online Marketing bzw. aus der digitalen Werbung verschwinden. Aber genau weiß das natürlich keiner. Und ich bin ja leider auch nicht das Orakel von Delphi.

Heute möchte ich Sie über News zum Thema Videowerbeformate aufklären, die ich selber erst vor kurzem erfahren habe. Mein Lieblingslieferant für digitale Werbung, Google, hat ja unter sich einen weiteren Giganten der Branche, nämlich YouTube. Von der definitiv am meisten genutzen Videoplattform wird mit Recht behauptet, dass sie die zweitgrößte Suchmaschine nach Google sei. Wir bei mediascale betreiben Werbung auf beiden Plattformen und merken, dass sich da in letzter Zeit viel in Richtung Video Advertising tut. Das ist vielleicht auch Ihnen schon aufgefallen, da laut Userdaten sich jeder im Schnitt mindestens ein mal die Woche auf beiden Plattformen aufhält.

Neues Abrechnungsmodell

Also, die Herrschaften von Google haben vor kurzem für etwas Verwirrung gesorgt mit ihren neuen Möglichkeiten, Videowerbung zu schalten. Während uns bisher eher die Formate „gesponsertes Video“, „Click-to-Play Videoanzeige“, „erweiterbares Video „und „YouTube InVideo Anzeige“ was sagten, kamen plötzlich vor einer Weile die neuen „TrueView Formate“ dazu. Der Hauptunterschied zu den altbekannten Formaten liegt in der Abrechnung. Während die alten Formate noch mit den uns bekannten Methoden TKP und CPC abgerechnet wurden, werden die TrueView Formate nun mit CPV (Cost per View = Bezahlung pro Ansicht) verrechnet. Es handelt sich also nicht wirklich um neue Formate, sondern eher um eine neue Abrechnungsform, die aus unserer Sicht auch deutlich besser passt. Denn je nach ausgewähltem Anzeigentyp gibt es eine dazugehörige Abrechnungsform:

TrueView In-Stream Video Anzeigen: Ein Preroll Ad, das vor Videos auf YouTube dem Google Display Network oder anderen Seiten, die Videos eingebettet haben, erscheint. Dem User ist es überlassen, diese Preroll nach fünf Sekunden zu überspringen. Zahlen muss man als Werbetreibender aber erst, nachdem die Werbung 30 Sekunden lief, oder eben bei kürzerer Werbung, nachdem sie ganz ausgestrahlt wurde.

TrueView In-Search Video Anzeigen: Diese Anzeigen werden auf YouTube in den Suchresultaten geschaltet, unterliegen also einer vorangehenden Suche. Das bedeutet, je nach dem mit welchen Suchbegriffen das Video hinterlegt ist, erscheint es dann. Kosten entstehen nach dem Click zum Start des Videos.

TrueView In-Slate Video Anzeigen:  Das sind Anzeigen, die nur bei YouTube Videos, die länger als zehn Minuten dauern, erscheinen können. Dabei kann es sein, dass, bevor der User ein Video ansehen will, eine von drei Anzeigen ausgewählt wird, die dann als Preroll vorneweg läuft, während die anderen als Midrolls folgen. Zahlung erfolgt bei Auswahl der Anzeige durch den User oder besser Zuschauer.

TrueView In-Display Video Anzeigen: Wie es der Name schon verrät, wird diese Anzeigenform sehr oft im Google Display Network eingesetzt. Je nach dem welches Format der jeweilige Google Display Partner für Video Ads auf seiner Seite vorgesehen hat, erscheint die Videoanzeige dementsprechend. Diese Anzeigenform ist somit die flexibelste und reichweitenstärkste der TrueView Anzeigentypen. Bezahlt wird nach Aktivierung der Werbung durch den User.

Mehr Aufklärung im Vorfeld

Alle Videoanzeigen können je nach Art noch durch Overlays oder sogenannte Companion Ads, also Textanzeigen oder untypische Bannerformate direkt auf oder neben dem Video verstärkt werden. So sind einer Videokampagne fast keine Grenzen gesetzt.

Ich hätte mir aber gewünscht, dass Google die User bezüglich der neuen Abrechnungsmodelle im Vorfeld genauer informiert hätte, da die Budgetplanung sich aufgrund der neuen Abrechnungsform CPV anfangs sehr oft als schwierig erwiesen hat. So langsam gewöhnen wir und die Kunden uns aber daran.