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YouTube ist in erster Linie das weltweit größte und beliebteste Videoportal. Aber es ist nicht nur ein Videoportal, sondern auch eine Suchmaschine, und zwar die zweitgrößte der Welt (nach ihrer Muttergesellschaft Google). In der Praxis ist YouTube der weltweit größte Streaming-Musikdienst, im Vergleich zu bekannten Anbietern wie Spotify oder Apple, wenn es um den Konsum von Liedern und Alben geht. Mit YouTube Music hat der Video-Gigant nun eine neue App auf den Markt gebracht, die versucht, den bisherigen Streaming-Anbietern Konkurrenz zu machen und seine Marktdominanz in diesem Bereich auszunutzen. Die App ist sowohl kostenlos als auch über ein Abonnement erhältlich. YouTube Music ist seit Ende Mai in den USA und in vier weiteren Ländern (Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea) verfügbar. Wann die Produkte in Deutschland genutzt werden können, ist noch nicht klar.

Wodurch unterscheidet sich YouTube Music von Spotify und Co.?

Bei YouTube Music sind die Musikvideos nicht nur ein Bonus-Feature innerhalb der App, sondern bilden den Schwerpunkt. Man kann sowohl auf Videos seiner Lieblingskünstler als auch auf Amateuraufnahmen zugreifen. YouTube Music stellt einen Katalog von mehr als 50 Millionen Songs bestehend aus Video- und Audio-Clips der Künstler bereit.

Etwa 20 Millionen dieser Tracks stammen von unabhängigen Künstlern oder sind so genannte Fan Cover. Die Idee dahinter ist, dass YouTube Music nicht nur bereits bekannte Künstler repräsentiert, sondern auch jene, die darauf warten, entdeckt zu werden – wie beispielsweise einst Justin Bieber. Musikentdeckung steht bei der neuen App YouTube Music also im Vordergrund. Auf dem Startbildschirm der App werden dem User dynamische Playlists und Songs empfohlen, die auf seinem Surfverlauf, Standort und der Aktivität basieren. Darüber hinaus kann man die App auch wie einen Standardmusikdienst nutzen: nach Künstlern suchen und einzelne Lieder oder Alben abspielen. Die App hat den gleichen Pool von etwa 30 Millionen Audiotracks lizensiert, den man auch bei der Konkurrenz finden kann. YouTube Music bietet auch eine große Auswahl an zusätzlichen Features: von Live-Konzertmaterial über Karaoke-Tracks mit eingebetteten Lyrics bis hin zu Lernvideos, die es bisher bei keinem anderen Musik-Streaming-Anbieter gibt.

Wo ist YouTube Music verfügbar?

YouTube Music ist seit Ende Mai in den USA, Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea verfügbar. Deutschland beziehungsweise ganz Europa folgen bald.

Wie viel kostet YouTube Music?

Neben einer werbefinanzierten Gratisvariante gibt es bei YouTube Music auch ein Abo-Modell ohne Anzeigen, das Downloads erlaubt. Die Abo-Variante YouTube Music Premium kostet in den USA aktuell 9,99 Dollar – ähnlich wie Spotify und Co. Für zwei Dollar mehr pro Monat hat man zusätzlich werbefreien Zugriff auf alle Videos der Plattform sowie auf die Exklusivproduktionen.

Aktuelle Musik-Streaming-Dienste im Vergleich:

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie und ob sich YouTube Music gegen so viele Konkurrenten im Musik-Streaming-Markt durchsetzen kann und wo die Reise in der Musikbranche für YouTube hingehen wird.

Wann ändern sich tradierte Verhaltensmuster? Zumeist dann, wenn etwas Neues, Besseres und etwas (das leichter zu handhaben ist) kommt und die alten Strukturen aufbricht. Pioniere kämpfen immer darum, die eigenen Vorteile herauszustellen und gemäß angesehener Wirtschaftswissenschaften ist dies auch ein Mittel zum Erfolg. Was aber, wenn die neuen Verheißungen nur die Theorie, jedoch nicht die Praxis  erobern. An diesem Punkt steht seit geraumer Zeit das Webradio. Die Nutzung stieg bis dato kontinuierlich, die Konsumenten können sich vielfältigen Angeboten hingeben, die deutlich individuellere Geschmäcker bedienen. Man darf annehmen, dass nicht nur Hartz4-beziehende Soziophobiker sich dem www-Radio hingeben. Was stört nun die Romantik von blühenden Audiolandschaften?

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