Tag Archiv für "Sponsored Story"

Der 9. April – es sollte der Tag der großen Veränderungen bei Facebook werden. Wochen, ja Monate zuvor schon waren die Neuerungen des Social-Media-Riesen angepriesen worden, ohne jedoch die genauen Details zu verraten. Die einzigen Hinweise, die Facebook bis zuletzt preisgab, betrafen die Änderungen im Bereich der Kampagnen- und Anzeigenstruktur und auch die Anzeigenform „Sponsored Story“, die es ab dem 09. April fortan nicht mehr geben sollte.

Mit Spannung wurde also der Facebook’sche Neuanfang am 9. April erwartet. Und dann war es soweit, der Tag der Wahrheit. Und? Nichts geschah. Nichts? Nun gut, ganz so ist es nun auch nicht gewesen. Im Verlauf nun ein kurzes Update.

Sponsored Story –> Page Like Ad

Die Anzeigenform „Sponsored Story“ ist, wie bereits in meinem letzten Blogbeitrag berichtet, seit dem 09. April nicht mehr verfügbar. An dessen Stelle treten nun Page Like Ads, die auch mit neuer Form und Bildgröße überraschen. Automatisch ziehen sich diese Anzeigenformen nicht mehr nur das Profilbild der jeweiligen Unternehmensseite, wie es bei den Sponsored Stories der Fall war, sondern auch das Titelbild der zu bewerbenden Seite, das dementsprechend in der Anzeige selbst größer und auffälliger in Erscheinung tritt. Sollte man das Bild selbst auswählen wollen, liegt die neue, empfohlene Bildgröße für diese Anzeigenform im News Feed bei einer Pixelgröße von 600×225.

Review

Hinzukommen nun auch die veränderten Targetingmöglichkeiten, die neben individuellen Bild- und Text-Einstellungen frei wählbar sind. Erste Schritte, die wir mit dieser Anzeigenform für unsere Kunden gegangen sind, haben gezeigt: Die Page Like Ads können sich hinsichtlich der Performance-Werte sehen lassen, die neue Anzeigengröße und Aufmachung spielt dabei sicherlich eine Rolle.

Page Post Ads

Eine weitere Änderung, die Facebook bei den Einstellungsmöglichkeiten der Anzeigenformate vorgenommen hat, betrifft die Page Post Ads. Wie es bislang ohne Mucken und Murren möglich war Page Post Anzeigen so einzustellen, dass immer das aktuellste Posting der Unternehmensseite gefiltert und damit über die Page Post Ad den Usern ausgesteuert wurde, ist nicht mehr möglich. Die Bewerbungsform „Most Recent Post“ wurde von Facebook abgestellt, um sicher zu gehen, dass Werbetreibende und Kunden bei Facebook ihre besten Page Post Anzeigen an die jeweils richtige Zielgruppe aussteuern. Durch die stetige Aktualisierung der Anzeigen könnte die Gefahr bestehen, dass auch irrelevante Posts die eingestellte Zielgruppe erreichen.

Die neue Kampagnen- und Anzeigenstruktur

Eine weitere Veränderung, die sukzessive bereits vor dem 09. April Einzug gehalten hatte, ist die neue Anzeigen- und Kampagnenstruktur bei Facebook. Bislang waren Kampagnen in zwei Ebenen aufgebaut: in eine Kampagnenebene und eine Anzeigenebene. Nun ist zwischen den beiden bestehenden Ebenen eine neue hinzugekommen, der sogenannte Werbeanzeigensatz. Dieser ermöglicht es, die verschiedenen Anzeigen innerhalb einer Kampagne hinsichtlich Laufzeit und Budget zu verwalten:

Struktur

Eine Kampagne kann nun ab sofort mehrere Werbeanzeigensätze enthalten und jeder einzelne Satz kann mit einem eigenen Budget und Laufzeitplan ausgestattet werden. Bei den Kampagnen und Werbeanzeigen selbst hat es bislang aber keine weiteren Änderungen gegeben, lediglich die Aufmachung des Selbstbuchungstools wurde von Facebook etwas angepasst.

Zum Abschluss folgt noch ein kurzer Blick in die Glaskugel, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Facebook plant voraussichtlich noch in diesem Jahr, den Anzeigen in der rechten Spalte des Newsfeed mehr Platz einzuräumen, will damit aber gleichzeitig die Anzahl der Anzeigen selbst verringern. Durch die Anpassung der Anzeigen in der rechten Randspalte an die Newsfeed-Anzeigen in der Mitte soll es dann künftig auch in den Bildgrößen keine Unterschiede mehr geben. Die von Facebook angekündigten Änderungen, die Anzeigenformate selbst auf eine sinnvolle Anzahl an Werbemöglichkeiten zu reduzieren, ist bis heute jedoch ausgeblieben. Man darf also weiterhin gespannt sein, was in den nächsten Tagen und Wochen noch passieren wird.

In einem können Sie sich aber sicher sein: We keep you posted!

Facebook macht es einem wahrlich nicht einfach. Wirft man einen Blick in den aktuellen Produktkatalog des größten sozialen Netzwerks, findet man darin derzeit sage und schreibe 38 unterschiedliche Werbeformen.  Da kann man leicht den Überblick verlieren. Oder was war noch gleich eine „Page Post Like Sponsored Story“? Hier ein kleiner Wegweiser durch den Dschungel der Facebook-Ads:

Am einfachsten unterscheidet man zwischen Premium- und Marketplace-Ads. Dadurch hat man die Anzahl der verschiedenen Werbemöglichkeiten schon mal halbiert, denn eigentlich gibt es nur 17 unterschiedliche Ads. Diese kann man dann eben als Premium Ad oder als Market Place Ad buchen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen beiden ist die Abrechnungsart: Marketplace Ads bucht man auf CPC-Basis (Cost-per-Click) – man kann sie aber auch auf TKP buchen wenn man das will, während Premium Ads immer nach Tausendkontaktpreisen (TKP) abgerechnet werden.

CPC oder TKP: eine individuelle Grundsatzentscheidung
Die berechtigte Frage: Warum eine Werbeform auf TKP-Basis buchen, wenn man parallel auch nur für den Klick zahlen kann? Die Lösung: Als Premium Ad eingebuchte Anzeigen werden hochwertiger platziert – sie kommen nur auf der Homepage und im Newsfeed zum Einsatz, während die Marketplace Ads zusätzlich auch auf allen Unterseiten laufen. Darüber hinaus sind die Bilder bei einer Premium Ad etwas größer. Der größte Unterschied aber lässt sich beim Preis ablesen. Die Premium Ads fangen bei einem TKP von 4,50 Euro an – will man zusätzlich Targeting betreiben, wird es noch teurer. Wer auf ein paar Bildpixel und die prominentere Platzierung verzichten kann und sich für die CPC-Abrechnung entscheidet, landet in den meisten Fällen bei einem Preis pro Click von deutlich unter 1 Euro.

Bei den derzeit verbleibenden 17 Werbeformen auf Facebook reicht es völlig, die wichtigsten vier zu kennen – zumal die anderen jeweils nur Varianten davon sind:

Standard Ads: Die Mutter aller Ads – die klassische Bild-Text-Kombination, bei der der Werbetreibende das Bild, die Überschrift, den Text und auch die Verlinkung frei wählen kann. Die Verlinkung kann somit auch auf eine externe Landingpage erfolgen.

Like Ads: Mit Hilfe einer LikeAd generiert man Fans für ein bestehendes Facebook Profil. Der User kann durch einen Klick in der Anzeige sofort Fan werden.

Page Post Ads: Hier postet der Werbetreibende zuerst auf seiner Facebook Seite etwas. Der Inhalt des Posts kann dann in eine Anzeige überführt werden, um den Post möglichst vielen Usern zugänglich zu machen. Absender der Ad ist somit immer das Profil der Seite. Textinhalt ist der genaue Wortlaut des Posts.

Sponsored Stories: Über das Buchen einer Sponsored Story kann man den viralen Effekt von Facebook ausnutzen. Der User sieht eine Sponsored Story immer mit einem bekannten Absender, nämlich jemand aus dem eigenen Kreis seiner Facebook-Freunde.

Abschließend sollen noch zwei Formate Erwähnung finden, die etwas aus der Reihe tanzen: Die LogoutAd ist das einzig richtig grafische Werbemittel bei Facebook, in dem sich eine Marke großflächig präsentiert kann. Die Sponsored Results hat sich Facebook bei Google abgeschaut. Seit etwa zwei Monaten kann man auch in der Suche von Facebook Anzeigen platzieren. Sie erscheinen (genau wie bei Google) ganz oben, sind mit „Sponsored“ gekennzeichnet und farbig hinterlegt.

 

Schauen Sie am Freitag, den 02.11.2012 wieder bei uns vorbei für Teil 2.

Schon Anfang dieses Jahres hat Facebook eine neue Positionierung für Ads angekündigt (siehe Blogartikel). Es geht um die Anzeige innerhalb des Newsfeeds eines Users und damit eine Positionierung, die erstmals nicht in der rechten Spalte ist. Anfang April kam dann das Update, dass ausgewählte Ads im Newsfeed erscheinen. Erst Ende vergangener Woche habe ich dann wirklich mal ein Ad mit der neuen Positionierung gesehen – und so sieht es aus:

Zur neuen Anzeigenpositionierung sollte man Folgendes wissen:

Nur gesponserte Meldungen (sogenannte „Sponsored Stories“) können im Newsfeed eingeblendet werden. So gewährleistet Facebook, dass im Newsfeed des Users ein befreundetes Profil als Absender der Werbebotschaft auftritt. Dies verringert die Kluft zwischen der Anzeige und den Informationen von meinen Freunden etwas.

Aus diesem Grund – so meine Vermutung – lässt Facebook aktuell keine Standard-, Like- oder PagePost-Ads im Newsfeed zu. Noch., denn ich kann mir gut vorstellen, dass nach einer gewissen Übergangszeit, wenn sich die User an Werbeanzeigen in diesem Bereich gewöhnt haben, diese Platzierung auch für andere Anzeigenarten offen steht.

Ein neuer Effekt, der sich aus der Platzierung im Newsfeed ergibt: Erstmals erscheinen diese Anzeigen in der mobilen Version von Facebook auf dem Handy. Da es die rechte Spalte mit den Werbeanzeigen in der mobilen Facebook-Version nicht gibt, war eine Werbeschaltung für Smartphone-User bisher nicht möglich. Und so sieht die gleiche Ad auf der mobilen Seite aus:

Nachteil an dieser mobilen Anzeige: Aktuell sind die mobilen Ads noch nicht klickbar. Es gibt keinen „Gefällt mir“-Button und auch keine Verlinkung bei einem Klick auf das Ad. Auch hier gehe ich stark davon aus, dass Facebook die Funktionalitäten sehr bald nachrüstet.

Nun stellt sich die Frage: Wie kann ich Werbung im Newsfeed platzieren? Aktuell hilft nur: Eine Sponsored Story schalten und abwarten, was passiert. Es gibt (noch) keine Möglichkeit diese Form speziell einzubuchen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dort eingeblendet zu werden, indem man Beiträge postet, die die Fans dazu animieren mit der Seite zu interagieren – was den Facebook AdsRank positiv beeinflusst (vergleichbar mit dem Quality Faktor bei Google). Ansonsten hat man keine Möglichkeit, um bevorzugt dort eingeblendet zu werden. Eine für mich recht wahrscheinliche Entwicklung dürfte sein, dass diese neuen Werbeplätze in nicht allzu ferner Zukunft direkt gebucht werden können – mit einem Aufpreis gegenüber der Standard-Platzierung am rechten Bildschirmrand.

Wenn jemand schon Erfahrungen mit den Leistungswerten der neuen Newsfeed-Platzierung hat, freue ich mich über Kommentare ;-)

In Teil 1 dieser Reihe habe ich einen groben Überblick über die allgemeinen Buchungsmöglichkeiten im Bereich Social Media gegeben. Etwas detaillierter bin ich auf die unterschiedlichen Buchungsmöglichkeiten bei Facebook eingegangen (Premium Ads und Marktplatz Ads). Zu den Premium Ads habe ich noch ein kleiner Update: Ich hatte das Mindestbuchungsvolumen bei Facebook für die Premium Ads mit 20.000 Euro genannt. Ab August 2011 wird dieses auf 15.000 Euro reduziert – immer noch kein Schnäppchen.

Heute möchte ich nun aber viel mehr auf die inhaltlichen Möglichkeiten eingehen, wie man bei Facebook werben kann. Hier werden die Facebook Ads und die Sponsored Stories unterschieden:

Die Facebook Ads gibt es in unterschiedlichsten Ausprägungen – je nach Kampagnenziel. Im Grundsatz handelt es sich immer um eine Bild-Text-Kombination. Und so besteht das Standard Ad auch nur aus einem kleinen statischen Bild, einer Überschrift und einem kurzen Body-Text. Die Standard-Anzeige kann innerhalb von Facebook auf ein Profil verlinkt werden, genauso jedoch extern auf eine Landingpage oder Website.

Will man Freunde für ein Facebook-Profil generieren, empfiehlt sich das Like-Ad. Zu Bild und Text erscheint zusätzlich die Anzahl der Fans, welche die Site bereits hat sowie der berühmte „Like-Button“ bzw. in unseren Gefielden der „Gefällt mir-Button“. Klickt ein User diesen, ist er automatisch Freund des Profils und wird in Zukunft über Neuigkeiten informiert. Bei dieser Art des Facebook Ad ist keine externe Verlinkung möglich – jedoch auch nicht sinnvoll. Um Like-Ads für ein Profil schalten zu können, muss man Administrator des Profils sein.

Like Ad
Like Ad

Ein aufmerksamkeitsstärkere Variante bildet das Video Ad (der Name ist Programm), das jedoch nur als Premium Ad einbuchbar ist und damit nur auf TKP und unter oben beschriebenem Mindestbuchungsvolumen geschaltet werden kann. Neben der Integration eines Videos können im Ad auch Kommentare hinterlassen werden.

Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch das Poll Ad (hier kann der Werbetreibende eine Frage an die User stellen, die dann per Radiobutton ihr Meinung kundtun), das Event Ad (ein angekündigtes Event kann mit einem Klick zur Liste der nächsten Events hinzugefügt werden) und das Application Ad (hier wird kein Profil, sondern eine App beworben) nennen. Für diese drei gilt auch jeweils ein stark sozialer Fokus, da in allen drei Ads ganz unten angezeigt wird, welche Freunde schon am Event Interesse haben, an der Umfrage teilgenommen haben etc.

Der große Unterschied bei den Sponsored Stories ist, dass die Werbemessage an einen User geknüpft wird. Ich erhalte also beispielsweise eine Anzeige, dass meine Kollegin (mit der ich auf Facebook befreundet bin) jetzt Fan des Facebook Profils von xy ist. Der Clou: Meine Kollegin wird so zum Werbeträger für die Message. Diese Sponsored Stories gibt es ebenfalls in unterschiedlichsten Varianten, an dieser Stelle möchte ich aber nicht zu langatmig werden und denke, sie können sich das mit ein paar Stichworten ganz gut vorstellen:

Page Like: eine Sponsored Story mit integriertem „Gefällt mir-Button“

App Used: eine Sponsored Story mit der Message, dass jemand meiner Freunde nun die App xy nutzt

Game Played : eine Sponsored Story mit der Message, dass jemand meiner Freund das Game xy spielt

Es gäbe hier noch einige Varianten zu ergänzen, aber der Grundsatz ist ja jetzt klar. Nach so viel Theorie freue ich mich auf Teil 3, wo ich praktischer werde und einige Learnings der Social Media Kampagnen zum besten geben werde.