Tag Archiv für "Performance"

Frings: Mensch ihr 2, seht a richtig abgekämpft aus. Habt ihr etwa zu viel Native Advertising ins Gin-Tonic-Glas gekippt oder habt ihr beim Realtime gebiddeten Havanna Club zu viele Schnäppchen gemacht???

Erdem: Ich bin so abgekämpft, weil mir schon wieder jemand gepitchte Longtails ins Crowd Funding geklickt hat. Außerdem waren die Cookies schon wieder so weich.

Wegmann: Jungs ich bin raus, zu Messezeiten werde ich  in Köln jetzt nämlich als Taxifahrer, das sind mal wirklich improved low hanging fruits, die es nur aufzusammeln gilt. Gegen kleine Gebühr bekommt ihr jetzt schon meine Handynummer, ich stehe dann mit meiner schwarzen E-Klasse hinter der ToFo-Currywurst, ihr braucht nur über den Zaun zu federn. Was war für Euch der schönste Messetrend? Ich fand die Stände mit den Schneeballsystemen am aufregendsten, schwanke aber noch zwischen dem Nahrungsergänzungsmittel, das ich auf mich branden kann und den Duftkerzen mit Blechringüberraschung drin. Der Stand  mit den Kerzen war ja am Donnerstagmittag schon verwaist, ein Bombenerfolg, wegen Reichtum geschlossen.

Frings: Na ich träume jetzt davon, als natives Kaninchen auf Sizilien wieder geboren zu werden. Bis dato heißt die Devise klotzen statt kleckern. Unter 100k gibt es keine sinnvollen Tests mehr, dafür gibt es den Wirkungsnachweis geschenkt und oben drauf noch die Damen vom Adrom-Stand mit den Playback Hosen. Schade fand ich, dass ich keinen NASA-Forscher getroffen habe. Die bauen ja angeblich die geilsten RTA-Tools und das ganz ohne Strom. Den bekommt man neuerdings aus den Powerpacks, die von gewieften Vermarktern schon vorgeladen waren. Gab es bei euch irgendwelche spannenden Giveaways?

Erdem: Ja, ich habe im gegenseitigen Alignment, sozusagen als Win-Win-Lösung vom BVDW einen Fluxkompensator, Marke Eigenbau bekommen. Nun fehlt natürlich, die passende Zeitmaschine zu der die disruptive Innovation leider noch aussteht. Ich klopf einfach mal beim Team vom Google-X an und frage, ob sie neben der NSA API noch schnell eine time-machine-ad-format entwickeln könnten, damit ich direkt per Empowerment auf True View Ads mit dem Fluxkompensator in die entsprechende Exit Strategy komme. Wart ihr denn in irgendwelchen Vorträgen?

Wegmann: Dafür sind wir doch viel zu important business-busy, in den Vorträgen dürfen doch nur Studenten mit ihren Tüten sitzen! Für Kaffee hatte ich natürlich Zeit genug, in Halle 7 soll es gerüchteweise ganz tollen Kaffee aus Österreich gegeben haben, Schärf heißt die Marke, soweit ich hörte. Dem nachzugehen wird das meine Challenge für nächstes Jahr.

Frings: Ach nächstes Jahr gehe ich vielleicht gar nicht mehr hin. Das habe ich mir diesmal ganz fest vorgenommen. Ein Hotelzimmer habe ich sicherheitshalber aber trotzdem gebucht und gleich die Option bis 2025 zu verlängern. Und Tobi: Kannst du mir auch schon mal deine Taxinummer sagen. Ich würde dich für die 2 Tage gerne fest mieten und die freien Zeiten dann wiederum über eine eigens dafür konzipierte App traden. Bis dahin, macht’s gut.

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Was haben Real Time Advertising und Post-View mit Aufhübschen zu tun? Gute Frage!

Wir haben festgestellt, dass in den letzten Monaten immer mehr RTA-Spezial-Agenturen Ihren Kunden das Thema Real Time Advertising immer öfter im Zusammenspiel mit Post-View-Tracking und Post-View-Leistungsbewertung anbieten….und das mehr oder minder zwangsweise. Auf der einen Seite ist das positiv, denn diese RTA-Bewertungen berücksichtigen auch den Faktor, dass Display-Werbung auch Leistung erbringt, wenn man sie auf dem Display einfach nur sieht und nicht unbedingt klickt. Auf der anderen Seite kann es auch passieren, dass eine flächendeckende Bewertung nicht nur zum Cookie-Spreading führt, sondern auch zu zusätzlichen Mehrausgaben auf Seiten der Werbungtreibenden über die eigentliche Kampagnenleistung hinaus.

Heute führt uns mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid durch den Cookie-Dschungel und erklärt uns die Entwicklung des Real Time Advertisings im Performance-Markt und was der Begriff Post-View für die allgemeine Kampagnensteuerung bedeutet.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.

Neu ist sie inzwischen nicht mehr die Diskussion um die Messung der Ad Visibility, die Sichtbarkeit eines Werbemittels im Browser also. Und ich glaube, es ist nicht verwegen zu behaupten, dass sich alle Marktteilnehmer im Prinzip einig sind, dass die Visibility bei vielen Bannerformaten eine zentrale Messgröße zur Bewertung der Kampagnenleistung ist. Sogar die eher behäbig arbeitenden Gremien der Onlineforschung sehen die Sichtbarkeit als zentrales Element ihrer, vornehm auch als Werbewahrnehmungschance bezeichneten, neuen Messgröße namens O-Faktor.

Natürlich sind sich die Marktpartner noch nicht abschließend einig über die Definition der Sichtbarkeit für die verschiedenen Formate, ganz zu schweigen von einer inhaltlichen Bewertung der Werbewirkung bei unterschiedlichen Sichtbarkeitswerten. Um hier Grundlagen für eine Bewertung zu schaffen, erscheint es logisch, erst einmal eine möglichst breite Datengrundlage zu kreieren, indem man herangeht und in möglichst vielen Kampagnen die Sichtbarkeit der Werbemittel systematisch erhebt.

Technisch ist das nicht sehr aufwändig und auch Bedenken hinsichtlich der Beeinträchtigung der Performance der werbetragenden Seiten durch die Messskripte werden zwar von Vermarkterseite immer wieder geäußert, mir ist aber bisher kein Fall bekannt geworden, bei dem es tatsächlich zu Problemen gekommen wäre.

Es könnte also alles gut sein, wären da nicht die IFRAMES. Wofür diese famosen Gebilde im Code der Website dienen sollen, haben wir bereits an anderer Stelle ausführlich erklärt. Deshalb hier kurz nur so viel: IFRAMES können die Sicherheit einer Website vor dem Einschleusen von Schadcode erhöhen, sorgen aber auch dafür, dass sich aus ihnen heraus, die Position eines Werbemittels im Browserfenster in vielen Fällen nicht sauber ermitteln lässt. Und seltsam: Parallel zum Anschwellen der Diskussion um die Ad Visibility, vermehrten sich auf geheimnisvolle Weise auch die IFRAMES auf den Publisherportfolios. Führt man heute eine Analyse über die Reichweiten der zwanzig größten deutschen Vermarkter durch, so wird man feststellen, dass eine breite Mehrheit der AdImpressions dort im IFRAME ausgeliefert wird, während das im Sommer 2012 noch für deutlich weniger als die Hälfte des Volumens galt. Die Messdienstleister halten dagegen und feilen an ihren undokumentierten Geheimformeln, mit denen ihnen trotz IFRAME eine Visibilitätsmessung mal besser, mal schlechter gelingt. Jede neue Browserversion, die auf den Markt kommt, kann hier die Ausgangssituation in die eine oder andere Richtung verändern und was die Messergebnisse dann wert sind, lässt sich von außen oft  nur noch schwer bewerten.

Statt weiter hinter den Kulissen Hase und Igel spielen, wäre es deshalb an der Zeit, offen über die Möglichkeiten zu standardisierten Visibilitätsmessungen zu sprechen. Die einfachste Möglichkeit wäre es, wenn es die Vermarktern den Messdienstleistern erlauben würden, ihre Messskripte im Kontext der Website selbst anzumelden. Dies würde keine zusätzliche Last auf den Websites erzeugen, wäre organisatorisch nicht sehr aufwändig und würde die Existenz der IFRAMES auf den Seiten zur Sicherstellung der Integrität des Contents weiterhin erlauben. Natürlich gäbe es – wie immer – Diskussionen über die Ergebnisse, aber die Messung selbst könnte ohne an Hacker erinnernde Tricks auskommen und Methoden anwenden, die einfacher offengelegt und überprüft werden könnten.

Index der Mediennutzung nach Altersgruppen, Quelle: ARD-Onlinestudien, Basis: Erwachsene ab 14 Jahre in Deutschland
Index der Mediennutzung nach Altersgruppen, Quelle: ARD-Onlinestudien, Basis: Erwachsene ab 14 Jahre in Deutschland

 

Was macht ein Handelsunternehmen, das bisher sehr effizient geworben hat, seine Kanäle schon sehr stark optimiert hat und trotzdem ambitioniert wachsen will? Vor dieser Situation stand im Herbst 2010 das erfolgreiche Multichannel-Unternehmen SportScheck.

Während der Umsatz von SportScheck mit Bestandskunden konstant wuchs, trugen Neukunden unterproportional weniger zum Wachstum bei. Die Herausforderung lautete deshalb: Wie erreicht man ambitionierte Umsatzziele, wenn stark vertriebsorientierte Offline- und Online-Werbekanäle (Streuwurfsendung, Katalog, Affiliate, Search, Performance Display, etc.) in ihren Möglichkeiten für sich bereits weitestgehend ausgeschöpft sind? Die auf den ersten Blick überraschende Antwort: Nur mit gezielten Investitionen in die Marke – und mit einer außergewöhnlichen Bewegtbildkampagne, die auch die Mediennutzung (siehe Grafik oben) berücksichtigt!

Gemeinsam mit der Schwesteragentur Mediaplus plante mediascale letztes Jahr die integrierte TV- und Online-Herbstkampagne für SportScheck. Mit einem breit angelegten Screenplanning ermittelten wir den optimalen Mix zwischen klassischer TV-Werbung und Online-Bewegtbild für unterschiedliche Zielgruppen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift marke41 lesen Sie  die ganze Erfolgsgeschichte – oder online im ePaper (ab Seite 38).

 

Nach unserer KuZu freuen wir uns, wieder  Erfreuliches vermelden zu können: mediascale ist weiterhin stark auf Wachstumskurs! Im vergangenen Jahr konnten wir das Gross Income gegenüber 2009 von 3.3 Millionen Euro auf 4.8 Millionen Euro und damit um knapp 45 % steigern. Das Billingvolumen stieg im gleichen Zeitraum um knapp 25 Prozent von 48 Millionen auf 59 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet natürlich auch mehr Arbeit: Deshalb erweitern wir unsere Mitarbeiterzahl stetig. Letztes Jahr hat mediascale sein Team von 26 auf 31 Personen aufgestockt.

Treiber der positiven Entwicklung ist vor allem unser eigenes Targetingprodukt NE.R.O. Wir setzen es mittlerweile bei rund 20 Prozent unseres gesamten Kampagnenvolumens ein. Über 500 Kampagnen haben wir in den letzten drei Jahren mit dem Vermarkter übergreifenden Tool bereits geplant und betreut. Sowohl für Branding- als auch für Performancekampagnen nehmen unsere Kunden das umfassende Targeting-Knowhow von mediascale in Anspruch. Zusätzlich konnten wir 2010 mit dem Online Schuhshop mirapodo, der Shopping-Community Limango oder der Hotelkette Leonardo Hotels starke Neukunden gewinnen, die erheblich zu unserer erfolgreichen Performance beitrugen.

Und die Branchen-Prognosen in den Bereichen Online-Performance-Marketing und Targeting sprechen für sich: mediascale blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet auch für dieses Jahr eine positive Entwicklung. Vor allem Targeting hält für uns noch einige Herausforderungen bereit. Beispielsweise wird Bewegtbild-Targeting als Teil der Online-Kampagnen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Deshalb wollen wir in diesem Bereich 2011 das Targeting für Branding-Kunden weiterentwickeln, um die Effizienz der Kampagnen nochmals zu steigern.

Außerdem planen wir, unser Targeting-Angebot im deutschsprachigen Raum (Schweiz und Österreich) auszubauen, um dort sowohl bereits bestehende Kunden wie Tele2, aber auch neue Kunden direkt oder über die bestehenden Partnerschaften von unserer Kompetenz und Erfahrung zu überzeugen.

Wir freuen uns auf ein 2011 mit unseren Kunden und Partnern.

 

Müssen Kampagnen, die mit dynamischen Produktwerbemitteln arbeiten, überhaupt individuell optimiert werden? Wenn Sie gerne online einkaufen und deshalb öfter entsprechenden Werbemitteln im Web begegnen, werden Sie wahrscheinlich den Eindruck gewonnen haben, dass dies nicht der Fall ist. Schließlich sehen Sie häufig uniform wirkende Abfolgen von gleich inszenierten Produkten. Und da die Banner immer wiederkommen, müssen sie sich ja wohl auch irgendwie verkaufen. Vielleicht haben Sie auch schon einmal gehört, dass viele Anbieter von Re-Targetinglösungen ihre geheimnisvollen Algorithmen anpreisen, mit denen das System automatisch für jeden Werbekunden und sogar jeden einzelnen User das optimal wirkende Werbemittel zusammenstellt.

Unsere Erfahrung aus vielen Re-Targetingkampagnen hat uns eines Besseren belehrt. Jede Branche, ja jedes Produkt, hat andere Kaufzyklen, reagiert anders auf  Targetingregeln und will in einem dynamischen Werbemittel anders inszeniert werden.

Deshalb ist stetiges Testen und Optimieren auch in Re-Targetingkampagnen unentbehrlich, um eine über den Durchschnitt hinausgehende  Leistung zu erzielen. Für das Setup unserer Testreihen gilt dabei eine eiserne Grundregel. Sie müssen immer, wirklich immer, als saubere A/B-Tests aufgesetzt werden, bei denen zwei klar definierte Alternativen zur selben Zeit gegeneinander laufen. Im E-Commerce wandeln sich äußere Einflussgrößen wie Warenverfügbarkeit, Sitetraffic, Verkaufssaison so rasch, dass Testreihen, die hintereinander statt parallel ablaufen, in ihren Ergebnissen nur in den seltensten Fällen sauber interpretiert werden können.

Darüber hinaus haben uns zehn Jahre Erfahrung mit Werbemitteloptimierung eine weitere Regel gelehrt: Niemals mehr als ein Element oder eine Regel gleichzeitig modifizieren, um die Optimierung gegen eine Alternative zu testen. Der Versuch, an mehreren Stellschrauben gleichzeitig zu drehen, führt zu widersprüchlichen Leistungsergebnissen, aus denen keine sauberen Learnings gezogen werden können.

Und was sind jetzt die Stellschrauben, die wir nacheinander durchtesten, wenn wir gemeinsam mit dem Kunden den Testplan erstellt haben? Hier unterscheiden wir grob drei verschiedenene Bereiche, in denen wir uns an das Optimum herantasten.

Zum einen natürlich die Targetingregeln selbst. Beispielhafte Fragestellungen sind hier: Welche betrachteten Produkte werden für welche Zeit angezeigt? Wie werden sie in welcher Abfolge mit anderen Produkten gemischt? Wie lauten die Regeln für Warenkorbabbrecher und Käufer?

Ein weiterer Testblock widmet sich dem Produktfeed, den wir vom Kunden bekommen: Welche Merkmale aus diesem Feed können wir für die Auswahl von Produkten für die Werbemittel heranziehen? Welche davon zeigen die beste Performance? Welche Cross-Selling-Informationen, die wir auf Ebene des einzelnen Nutzers erhoben haben, lassen sich generalisieren?

Und dann gibt es natürlich das endlose Feld der Kreation, hier nur aufgezeigt am Beispiel des Bannerintros: Verkaufen wir besser mit oder ohne Intro? Welches Intro funktioniert besonders gut? Beeinflusst das Intro über seine Markenwirkung auch indirekt den Abverkauf? Wie lange muss es angezeigt werden?

Und natürlich wissen wir: Das Testen endet nie. Wenn wir  einen Testplan ausoptimiert haben, werden wir kurz darauf feststellen, dass sich so viel an den äußeren Rahmenbedingungen verändert hat, dass eine neue Reihe von Performanceoptimierungen erforderlich wird.

In letzter Zeit hört man im Online Marketing einen Begriff immer öfter: Cookie-Weiche. Meistens fällt er im gleichen Atemzug mit Affiliate Marketing. Was aber verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie funktioniert es und wozu ist es gut? Diese Fragen beantworten wir im zweiten Teil unserer Affiliate Serie.

Die Cookie-Weiche – Erklärung am Beispiel eines Online Kaufabschlusses

Ein User surft im Netzt und klickt auf eine Werbeeinblendung und besucht daraufhin die Seite eines Online-Shops. Der User ist sich noch nicht sicher, ob ihm das Angebot zusagt und vergleicht es mit jenen anderer Online-Shops. Über weitere Werbeeinblendungen auf Portalen, Special Interest Sites, Suchmaschinen, Newslettern etc. besucht er den Shop immer wieder und kauft schließlich etwas.

Was ist aber bei diesem Prozess wirklich passiert?

Bei jedem Klick auf ein Werbemittel wurde ein Cookie des Werbeträgers und des Trackingsystems auf dem Rechner des Users abgelegt. Beim dem tatsächlichen Besuch der Webseite, kommen zudem die Cookies des Online-Shops dazu. Am Ende stellt sich die Frage, welcher Klick letztendlich zum Kaufabschluss geführt hat, denn nur dieser wird vom Kunden honoriert (s. dazu auch unser Beitrag Last Cookie Wins). Wenn aber nun keine technische Lösung vorhanden ist, die den Online Kauf (Conversion) einer Quelle (d.h. einem Cookie) zuordnen kann, erscheint es so, als ob alle Klicks zum Kauf geführt hätten.

Doch es gibt eine Lösung: Durch die Last Cookie Wins Methode kann die Bestellung dem letzten Klick zugeordnet werden, der zum Kaufabschluss geführt hat. Das heißt, der Kauf (Conversion) wird dem letzten Werbeträger zugesprochen. Damit das automatisiert betrieben werden kann, bedarf es einer Cookie-Weiche.

Einige Affiliates haben das Prinzip natürlich schon längst durchschaut und versuchen ihren Cookie möglichst als letzten zu platzieren, z.B. durch das Ablegen während der Werbeeinblendung statt beim letzten Klick. Bei einem Abschluss spricht man dann von einer Post-View-Conversion. Falls über die Cookie-Weiche Impressions (Werbeeinblendungen) nachverfolgt werden, können natürlich auch diese Conversions zugeordnet werden. Dem heutigen Standard entsprechend sollte die Conversion aber dem letzten Klick zugeordnet werden. Ob das wirklich das Maß aller Dinge ist, sei dahin gestellt.

Man muss individuell entscheiden, ob sich der Einsatz einer Cookie-Weiche lohnt oder nicht.

Dabei sollten neben den Kosten, die ein Nachteil sein können, auch die positiven Aspekte betrachtet werden. Für den Einsatz einer Cookie-Weiche spricht beispielsweise die exakte Zuordnung der Conversions und die dadurch resultierende Kontrolle und Messbarkeit des Kampagnenerfolgs. Falls die Cookie-Weiche über ein Container Tag innerhalb eines Trackingsystems agiert, ergibt sich zusätzlich der Vorteil, dass zukünftige Trackingpixel von Werbetreibenden nicht unbedingt auf der „Danke-schön-Seite“ implementiert werden müssen. Sie können auch komfortabel über das Interface in die Datenbank des Trackingsystems aufgenommen und entfernt werden. Mit der gewonnenen Transparenz kann entschieden werden, ob grundsätzlich die laufende Maßnahmen sinnvoll sind.

Aus unserer Sicht bringt eine Cookie-Weiche nur Vorteile!

Eine richtig eingesetzte Cookie-Weiche kann die Leistungsstärke der Kanäle genau messen und Mehrfachvergütungen ausschliessen. Falls der Anbieter die Userpfade über alle Werbemaßnahmen hinweg darstellt, kann auch die Leistung derjenigen Kanäle bestimmt werden, die nicht zum direkten Abschluss geführt, aber erheblich dazu beigetragen haben. Erst dann wird klar, welcher Kanal wichtig ist, in welchen Kanal mehr investiert werden soll und welcher zurückgefahren wird.

Das Wochenende naht und bei diesem schönen Frühlingswetter wollen alle möglichst pünktlich in den Feierabend. Daher liegt bei mir heute in der Kürze die Würze. Auf ProSieben.de läuft heute exklusiv der sog. „XXL-Layer“ für unseren Kunden mirapodo.de. Diese aufmerksamkeitsstarke Werbeform nimmt zu Beginn den gesamten Bildschirm ein und bleibt auch nach dem Laden der ProSieben.de Website sehr prominent auf der Seite integriert.

Der XXL Layer war auf ProSieben.de bis dato ausschließlich den Entertainment Kunden vorbehalten und konnte nur für Entertainment-Produkte wie DVD´s, Musik etc. gebucht werden. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir diese Werbeform erstmals auch für einen E-Commerce Kunden belegen konnten. Und so laufen die Schuhe von mirapodo.de heute noch den ganzen Tag über den ProSieben.de Bildschirm. Vielleicht brauchen sie auch noch ein Paar neue Frühlingsschuhe? Viel Spaß beim Shoppen!

Screenshot mirapodo auf ProSieben.de
Screenshot mirapodo auf ProSieben.de

Schon die letzten Monate war das Thema Profiling immer wieder in der Presse. Spätestens nach der dmexco ist es eines der Top-Themen unserer Branche. Genau die richtige Zeit, einige Aspekte rund um die Themen Profiling und Targeting genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die entscheidende Frage dabei ist: „Welche Information macht den Unterschied?“ Denn im Grunde ist die Geschichte des Profilings ja ganz einfach: Trägt ein User durch sein Surfverhalten den gewünschten Wert in sein Cookie ein, dann bekommt er eine Kampagne angezeigt. Aber können die so gewonnenen Werte oder Profilinformationen als Selektionskriterium für die Kampagnenplanung dienen? Oder besser: Welche Unterscheidungsmerkmale führen wirklich zu einem besseren Kampagnenergebnis? Denn das ist – bei aller technischen Faszination – immer noch das Ziel. Zumindest sollte oder wird es das Ziel all derjenigen Kunden sein, die zukünftig verstärkt auf Profiling/Targeting setzen. Und spätestens an dieser Stelle steht nicht nur Profiling, sondern nicht weniger als die gesamte klassische Zielgruppenplanung, auf dem Prüfstand. Denn Profiling kann nicht nur Kampagnen punktgenau aussteuern, es liefert auch erstmals ganz exakte Leistungswerte für jeden nur denkbaren Profilaspekt (natürlich nur, soweit dieser auch zur Verfügung steht).

Tja und jetzt wird’s erst richtig spannend: Machen soziodemografischen Werte einen Unterschied? Oder vielleicht Milieus? Welcher Aspekt treibt den Abverkauf?

Wir haben in den letzten zwei Jahren mit allen relevanten Profilmodellen experimentiert – und das zu unterschiedlichsten Branchen und Kampagnenthemen. Natürlich ist es gut zu wissen ob der Mensch, dem ich eine Kampagne zeige, eine Frau oder ein Mann ist. Und es hilft auch, wenn ich ältere von jüngeren Usern unterschieden kann. Aber wenn es um den Abverkauf geht, ist der mit weitem Abstand relevanteste Aspekt die aktuelle Kaufabsicht. Finden wir also einen User, der sich aktuell für das Thema Reise interessiert, ist die anschließende Kaufwahrscheinlichkeit einer Reise dramatisch höher als bei jeder anderen Art von Zielgruppenselektion. Liegt eigentlich auf der Hand. Und ist auch gar nicht so schwer, denn die meisten User klappern auf ihrer Produktsuche auch die Web-Sites der wichtigsten Anbieter ab. Und genau hier lassen sie sich ohne großen Aufwand markieren, bzw. mit einem Cookie versehen. Bleiben wir bei dem Beispiel Reise. Seit wir alle Besucher der Website von z.B. Thomas Cook markieren und ihnen im Anschluss gezielte Angebotskampagnen einspielen, konnten wir die Kampagnenleistung enorm steigern. Jetzt könnte man einwenden, dass sie  ja sowieso gekauft hätten. Auch das haben wir natürlich untersucht. Und es hat sich deutlich gezeigt, dass User, die innerhalb ihrer Kaufentscheidung eine gezielte Kampagnenbegleitung erfahren haben deutlich öfter bei unserem Kunden einkaufen als User, die wir nach ihrem ersten Besuch nicht mehr gezielt angesteuert haben. Auch das ist eigentlich logisch, denn genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Entscheidung „Wo kauf ich?“ ansteht ist es wichtig als Marke einen besonders guten Eindruck zu hinterlassen. Und genau das passiert hier. Durch eine möglichst hohe Kontaktdosis und durch möglichst passgenau Produktangebote.

Damit haben wir die Frage „Welche Profil-Information macht den Unterschied?“ eindeutig beantwortet: Wer verkaufen möchte, sollte in erster Linie auf Re-Targeting setzen.

dmexco 2009: Eingang Nord (© Koelnmesse)
dmexco 2009: Eingang Nord (© Koelnmesse)

Welch ein Anblick: noch vor drei Jahren wurde mediascale fast dafür gesteinigt, auf jeden Fall aber argwöhnisch betrachtet, eine Performance-Agentur zu sein. Geht man dieses Jahr jedoch über die dmexco könnte man meinen, es gab nie eine andere Agenturform. Wer heute auf der dmexco alles auf einmal für das Thema Performance wirbt, ist unglaublich – aber schön. Wir freuen uns, einen Weg geebnet zu haben…

…und sind bereits schon wieder am nächsten heissen Eisen:  Targeting –  natürlich vermarkterübergreifend und betrieben von der Agentur. Auch da sieht man bei dem einen oder anderen Vermarkter schon die Halsschlagader vor Wut hervorspringen, aber auch hier heisst es am Ende – wie vor ein paar Jahren – beim  Performance-Einkauf: für Budget geht vieles, für viel Budget geht fast alles.

Und doch, die wirklich sehenswerte Diskussion auf der Kongressmesse zwischen Matthias Ehrlich und dem Kollegen Blomenkamp machte den im Moment wohl unüberbrückbaren Graben sehr klar: Agenturen und Vermarkter kämpfen um Profile und Wissen über den (potentiellen) Kunden. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: um die Wertschöpfung und die Effizienz! Der Sieger ist noch nicht gekürt. Denn: Wem der Kunde gehört, wird zwar auch in Brüssel entschieden, aber v.a. gewinnt der  mit den besseren Argumenten beim Kunden das Rennen. Aus meiner Sicht im Moment sind das ganz klar die Agenturen, die auf eigene Systeme setzen.

Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media (© Koelnmesse)
Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media (© Koelnmesse)
Jürgen Blomenkamp, CEO GroupM (© Koelnmesse)
Jürgen Blomenkamp, CEO GroupM (© Koelnmesse)

Und mediascale ist mit einem eigenen Re-Targeting-System wieder mal ganz vorne mit dabei, um den Weg für ein neues Planungsmodell in Online für die Branche zu ebnen – so soll’s sein.

Was war sonst noch auf der dmexco 2009: eine Party, über die sich ab 23h nicht nur durstige Teilnehmer, sondern auch bezahlende Vermarkter zu recht geärgert haben –  die ganze Party war lieblos, billig und unprofessionell durchgezogen, für das ein Party-Ticket von 100 Euro muss mehr gehen.

Trotzdem, wir freuen uns aufs nächste Jahr, die Messe an sich war gut, die Konferenz und v.a. die Debate Hall haben Spass gemacht. Mal sehen, wo wir nächstes Jahr stehen!