Tag Archiv für "Page Post Ad"

Letzte Woche meldete Facebook eine Million Werbekunden – und verkündete zugleich eine drastische Reduktion der Anzeigenformate. Für mich ein Anlass, ein kurzes Update über die geplanten Neuerungen zu geben.

Wir kennen es vermutlich alle – der Anzeigen-Dschungel von Facebook ist kaum mehr überschaubar: Ständig kommen neue Werbeformen hinzu, während andere verschwinden oder in mehr oder wenig regelmäßigen Abständen umbenannt werden.

Nun verspricht Facebook, dass alles einfacher wird: Die Anzahl der Anzeigenformate soll innerhalb der nächsten Monate deutlich reduziert werden. Derzeit gibt es 27 unterschiedliche Werbeformen, bis Ende des Jahres sollen es nur noch etwa halb so viele sein.

Mit dieser Maßnahme möchte Facebook Werbetreibenden einen besseren Überblick über die einzelnen Anzeigenformate geben und Werbung übersichtlicher gestalten. Mittlerweile hat also auch Facebook erkannt, dass so manche Formate die gleichen Ziele verfolgen und eher Verwirrung stiften, als eine klare Struktur vorzugeben.

Womit können wir dieses Jahr also noch rechnen?

1. Abschaffung von Facebook Questions und Facebook Offers

Zunächst werden im Juli Facebook Questions sowie Offers abgeschafft. Die Begründung liegt darin, dass Werbetreibende ihre Fragen alternativ auch als Post auf der Facebook Seite stellen können und über die Kommentar-Funktion Antworten erhalten.

Ähnlich verhält es sich mit Angeboten: Diese können zukünftig z.B. über Page Post Link Ads beworben werden.

2. Das Ende der Sponsored Results

Auch die Sponsored Results wird es ab Juli nicht mehr geben. Laut Facebook werden hier hauptsächlich Games und Apps beworben, was alternativ auch über Mobile App Install Ads oder Page Post Link Ads möglich ist. Damit war die Lebensdauer der Sponsored Results mit weniger als einem Jahr leider sehr kurz.

3. Einbindung von sozialem Kontext in allen Anzeigen

Ab Herbst sollen alle Anzeigen mit sozialem Kontext ausgesteuert werden, was den Einsatz von Sponsored Stories überflüssig machen könnte.

An unten stehendem Beispiel zeigt Facebook, wie die Einbindung von sozialem Kontext diverse Werbeformen in einer Anzeige vereint:

Während in manchen Foren bereits das Ende der Sponsored Stories prophezeit wird, hält sich Facebook mit Informationen hierzu noch bedeckt.

Es wird sich also zeigen, ob es die uns derzeit bekannten Variationen der Sponsored Stories in naher Zukunft tatsächlich nicht mehr geben wird. Zudem bleibt abzuwarten, inwiefern sich die Kombination von Likes, Comments & Shares in nur einer Anzeige positiv auf das Engagement auswirken wird.

4. Änderungen im Bereich der Domain (Standard) Anzeigen

Im Bereich Domain Ads (auch bekannt als Standard Ads) gibt es zur Abwechslung eine Erweiterung: In einigen Business Accounts ist es bereits möglich, eine Domain Ad in eine Page Post Link Ad umzuwandeln. Benötigt wird hierzu eine andere Grafik (quadratisch, mind. 154×154 Pixel), die im Anzeigenmanager hochgeladen wird. Im Hintergrund wird damit ein nicht auf der Facebook-Seite veröffentlichter Page Post erzeugt, mit dem es möglich ist, auf eine externe Seite zu verlinken.

Der Vorteil dieser Werbeform ist, dass extern verlinkende Anzeigen nun auch im Newsfeed und auf mobilen Endgeräten ausgesteuert werden können. Darüber hinaus kann die Aussteuerung in der rechten Spalte auf Desktop-Geräten abgestellt werden, sodass die Anzeige ausschließlich im Newsfeed bzw. mobil zu sehen ist.

Facebook verspricht sich dadurch eine bessere Performance und möchte Marketer dazu bringen, vermehrt über Page Post Link Ads zu werben. Selbstverständlich können auch weiterhin die gewohnten Domain Ads eingestellt werden.

5. Vereinheitlichung der visuellen Darstellung von Anzeigen

Um eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen, wird zudem die visuelle Darstellung unterschiedlicher Anzeigenformen vereinheitlicht. Damit soll es für Werbetreibende möglich sein, Kampagnen besser zu vergleichen und zu optimieren.

Dies könnte dann z.B. folgendermaßen aussehen:

Wen das alles nun etwas verwirren mag, dem sei folgender Link ans Herz gelegt: https://www.facebook.com/help/ads/products

Hier werden alle aktuellen Anzeigenformen beispielhaft erläutert und bringen hoffentlich etwas mehr Licht ins Dunkel.

Heute ist mein Thema mal wieder Facebook. Vermehrt sieht man bei Facebook die sogenannten Page Post Ads. Wie diese funktionieren, ist schnell erklärt: Im Profil wird ein Post erstellt. Dieser Post wird zum Gegenstand der Anzeige und kann nun an Fans genauso wie an Nicht-Fans des Profils ausgesteuert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Anzeige für Fans anders aussieht als für Nicht-Fans. Den Usern, die noch kein Fan der Seite sind, wird als Interaktionsmöglichkeit der Fan-Button eingeblendet. User, die aber bereits Fan sind, können den Post in der Anzeige teilen oder ihn kommentieren.

So weit, so gut. Für uns ist nun immer wichtig zu wissen: Funktioniert eine Kampagne, und wie gut funktioniert sie? Und hier haben mir die Page Post Ads in letzter Zeit etwas Bauchschmerzen bereitet. Denn wie bewertet man diese Anzeigen sinnvoll? Nehme ich die Anzahl der generierten Fans und daraus resultierend vor allem den Cost per Fan (CPF), fährt man nach unseren Erfahrungen besser, wenn man direkt eine Like-Ad zur Fan-Generierung schaltet.

Will ich bereits bestehende Fans ansprechen, muss ich die unterschiedlichen Kontakte irgendwie berücksichtigen. Ein User klickt die Ad und landet auf dem Profil, um den gesamten Post zu lesen. Ein anderer User teilt den Post, und der dritte kommentiert ihn. Wie kann ich diese unterschiedlichen Kontakte bewerten und vergleichen? Sollte man die Personen, die darüber sprechen, einfach als zusätzliche Leistung hinnehmen, da Teilen, Liken und Kommentieren ja auch gleichzeitig von ein und demselben User verursacht werden kann? Oder ist vielleicht sogar Kommentieren viel mehr wert?

Page Post Ad für Fans

Schlussendlich kann man aus meiner Sicht die Frage nur beantworten, wenn man die Ad mit einer ganz klaren Zielsetzung geschaltet hat. Will ich Fans generieren, darf ich nur an Nicht-Fans ausliefern und muss nach dem Cost per Fan bewerten – dann rate ich aber dazu, parallel eine Like-Kampagne zu testen und die beiden Kampagnen gegeneinander nach dem CPF zu optimieren. Will ich meine bestehenden Fans dazu bringen, sich stärker mit meinen Posts, meinem Profil und schlussendlich der Marke zu beschäftigen, dann liefere ich eben nur an die Fans aus und sollte jede Aktivität als positiv werten. Dafür lässt sich ein Cost per Engagement berechnen, indem man die Summe der Aktionen – egal ob Teilen, Kommentieren oder Klicken – der Summe der Kosten gegenüber stellt. Dieser Wert hilft mir zumindest, die Page Post Ads unterschiedlicher Kampagnen miteinander zu vergleichen. Gegenüber anderen Ads ist der Vergleich damit natürlich nicht möglich.

Page Post Ad für Nicht-Fans

Nie außer Acht lassen sollte man natürlich die Basics: Wie hoch ist der CPC im Facebook Bidding, damit die Ad ausgeliefert wird? Und damit verbunden: Komme ich mit einem Standard Ad oder einem Like-Ad vielleicht günstiger ans Ziel?

Wer sich bis hierher durch das Facebook-Kauderwelsch durchgequält hat, dem sei nun auch noch die Auflösung meiner eingangs gestellen Frage gegönnt: Was sind eigentlich Inline-Fans? Inline-Fans sind Fans, die direkt durch den Klick auf „Gefällt mir“ in einer Page Post Anzeige Fan geworden sind. Darüber hinaus kann ein Page Post Ad auch „normale“ Fans generieren, wenn der User erst auf den Post klickt, dadurch auf das Profil verlinkt wird und dort entscheidet, Fan zu werden. Und damit schließt sich ein Kapitel der Serie „unnützes Wissen“. :-)