Tag Archiv für "München"

Teambuilding wird bei mediascale sehr groß geschrieben! Doch wir brauchen dafür nicht immer einen offiziellen Rahmen. Um unseren Zusammenhalt noch mehr zu stärken, ging es diesmal zur Schnapserljagd! Pünktlich zum anstehenden Event hat sich der Wettergott auf unsere Seite begeben und uns einen wunderbar milden Abend beschert, absolut perfekt für eine kleine Schnapserljagd rund um den Münchner Goetheplatz. Kurz vor dem Startschuss erfolgte die letzte Einweisung aller beteiligten Kollegen, denn so eine Walking Tour will wohl koordiniert sein.

Zum Nachmachen gibt es hier auch nochmal die Regeln: Bereits am Startpunkt muss das erste Rätsel gelöst werden. Die Lösung führt die drei Gruppen dann an jeweils eine der festgelegten Stationen, wo es als Belohnung einen Schnaps und das neue Rätsel gibt. Die Antwort darauf leitet die Teilnehmer wiederum zur nächsten Location. Das große Ziel der Jagd: die Rätsel so schnell wie möglich lösen und zur Zielstation gelangen. Die Zeit von der Rätselübergabe bis zur Lösung wird bei jeder Gruppe  immer mitgestoppt. Zum Schluss werden die einzelnen Zeiten von den verschiedenen Stationen zusammengezählt und so die Sieger ermittelt.

Während die einzelnen Gruppen sich zu den verschiedenen Stationen auf den Weg machten, warteten schon die Rätselbeauftragten an den Locations mit ihren kniffligen Aufgaben. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wurde zusätzlich eine WhatsApp Gruppe ins Leben gerufen. Was da so abging wollen wir euch nicht vorenthalten.

ManuW.
I sing a Liad für di…
So gehen die Gauchos, die Gauchos die gehen so…!
Ein Stern der deinen Namen trägt…!
Sieeeeeraaaa sierrraaaa madreeeeee suuuuu!

Jana
Hat Tobi kein What’sApp?

ManuW.
Skandal, Skandal um Tobi!

Anna
Still… wir müssen hier seriös sein.

ManuW.
Grüne Cobra an weißen Leopard! Ich bin bereit!

ManuF.
Wie entfernt man einen Teilnehmer?

ManuW.
Ja entfernt mal ManuF.

Tobi
Holla

Ein Glück, es haben doch alle What’sApp :)

Julia
Wo seid ihr alle!?

Nadine
On my way to the Paulaner

01

206+++? Was haben wir vor?

02

Aber sonst alles bereit :)

Ellena

03
Ebenfalls bereit!

Tobi
04

Grundlage schaffen… läuft :)

Manu F.
Unser WLAN passt auch!
05

Sandra
Wir sind auch bereit.

 Ellena
Jana, wir sehen dich!!!!

Manu F.
Versteckt euch!

Julia
Es geht los.

Jana
Die Endlocation steht auch.

Anna
Station Arbeitsamt Verstecken! Kommen jetzt ins Valentin.
@Julia wartet mal, sonst sieht meine Gruppe eure.

Manu F.
Ois easy. Versteckt.

Nadine
Erste Gruppe ist da.

5 min später:

Nadine
Wann kanns weiter gehen? Meine Schnapselrunde ist durch…

Weitere 5 Minuten später:

Nadine
Mei wie lange braucht ihr denn?

Andreas
Schick los.

Sabrina
Das Rätsel ist gelöst unsere Gruppe kommt jetzt zum Amt.

Eva
Südstadt wir kommen!

Alice
Wir sind noch an Station 2.

Anna
Ist noch jemand in der Südstadt?
Wir hatten das falsche Rätsel.
Mussten improvisieren.
Sind gleich in der Südstadt.

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Diana
Welcome to Südstadt.

 Alice
Wo vor dem Arbeitsamt steht ihr denn?
Wir haben euch vorhin nicht gesehen.

Manu F.
Wir haben uns doch versteckt.
Sind jetzt direkt davor.

Anna
Sind auf dem Weg zum Heimspiel.
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Nadine
Wir gehen auch langsam los gen Heimspiel.

 

Sandra
Wir zahlen noch und sind dann auch auf dem Weg

Eva
Wir starten jetzt auch vom Amt aus Richtung Heimspiel.
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Nachdem alle Teams ihre Rätsel gelöst und damit erfolgreich alle Stationen hinter sich gebracht hatten, war das Heimspiel als Hauptlocation des Abends erreicht. Dort angekommen wurde das schnellste Rateteam von den beiden Organisatorinnen Jana und Alice noch mit einer Flasche Ananaslikör ausgezeichnet.

So sehen Sieger aus :)

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Das anschließende Burgerbuffet sowie ein kleiner New York Cheesecake zum Nachtisch bildeten die Grundlage für den restlichen Abend. An dieser Stelle möchten wir auch dem Barteam vor Ort danken, die uns ausdauernd unsere Wünsche erfüllt haben.

Auch dieses Jahr wurde bis zuletzt mit einem harten Kern gefeiert, immer angeheizt von unserem DJ Manu W., vielen Dank dafür, ein großes Dankeschön auch an die beiden Organisatorinnen, allen Helfern und natürlich auch die Party Crowd. Schee wars, und wir freuen uns schon aufs nächste Mal.

LAUT. LAUT in München. Ganz LAUT in München zum 5ten mal.

Gestern Abend nutzte unser Kunde Sony Music die Gelegenheit, Medien- und Vertriebspartnern neue wie bekannte Künstler zu präsentieren. Dabei ist es wieder mal ganz schön LAUT geworden. Die Eröffnung machte am Nachmittag das Trio um Marteria, Yasha & Miss Platnum mit dem Song „Lila Wolken“ und so sollte das Lied Programm werden, denn die letzten Gäste blieben „wach, bis die Wolken wieder lila sind“.

Im Lauf des Nachmittags stellte jede Divison von Sony Music die größten Erfolge des vergangenen Jahres vor, sowie die Künstler und Bands von denen man sich nächstes Jahr viel erhoffen darf. Das Programm lockerten viele Live-Acts auf, wie Olly Murs, Max Mutzke, Rita Ora, Anna Depenbusch, Ola, Stereolove, Joachim Witt und Linda Hesse.

Neben vielen anderen Themen wurde auch die Zielgruppensegmentierung von Sony Music vorgestellt. Dafür hat Sony Music die größte Studie des Musikmarktes durchgeführt und die Zielgruppe in unterschiedliche Segmente gestaffelt und nach Alter und Musik-Affinität eingeteilt. Mit Hilfe dieser „Bibel“, wie das Ergebnisbuch der Studie heißt, planen auch wir bei der mediascale die Sony Music Kampagnen. Für jede der Zielgruppen finden sich soziodemographische Daten, Hobbies, Musikvorlieben, Mediennutzung, aber auch die wichtigsten Marken, Fernsehsendungen und Websites der jeweiligen Lebenswelt. Für uns als Mediaagetur ist so eine Zielgruppenanalyse des Kunden eine sehr gute Hilfestellung, ergänzend zu den gängigen Planungstools wie der AGOF.

Als Highlight des Nachmittags kann man sicherlich Alicia Keys anführen, die 4 Songs zum Besten gab. Wenn sie am großen Flügel in die Tasten greift und mit ihrer beeindruckenden Stimme loslegt, dann kann man sich einer leichten Gänsehaut nicht erwehren. Nach dem Abendessen mit geselligem Beisammensein folgte Abends noch ein Schmankerl der besonderen Art. Die Band, die aktuell das No. 1 Album der Charts stellt, war der Main-Act des Abends: Die Fantastischen 4 Unplugged II. Und so waren neben den vier Bandmitgliedern Trommler, Geiger, Gitarristen, Percussionisten und und und auf der Bühne. Die Fantastischen Vier sangen, rappten und witzelten großartige Songs des aktuellen Albums und begeisterten das geladene Publikum. Ein Erlebnis!

Liebes Sony-Team – da habt ihr euch dieses Jahr selbst übertroffen. Vielen Dank für die Einladung vom gesamten mediascale Team! Wir hatten einen hervorragenden Abend (übrigens genau wie Mario Gomez und Holger Badstuber, die sich unter die illustren Gäste mischten).

Outtakes: Auch die ein oder andere Panne darf bei so einem Spektakel nicht fehlen. Hier wären zu erwähnen: eine geplatzte Naht am Kostüm von Rita Ora an nicht-idealer Stelle, ein verspäteter Auftritt von Alicia Keys, die sich zweimal bitten ließ und der Drummer der Fantastischen Vier, der mit dem falschen Song das Konzert eröffnete, jedoch schnell wieder eingebremst wurde.

Dick Brave and The Backbeats

Gestern war es wieder so weit – Laut in München. Die jährliche Veranstaltung von Sony Music, in der sich neben den einzelnen Divisions von Sony vor allem auch deren Künstler präsentieren. Und wie immer war es eine rundum gelungene Veranstaltung.

Den Nachmittag eröffnete Tim Bendzko, der Sieger des Bundesvisionsongcontest 2011. Im Lauf des Events folgten Auftritte der Künstler Oh Land, Matze Knoop, Eisbrecher, Marit Larsen, Anna Depenbusch, Johannes Strate und Jupiter Jones.

Wenn Sie jetzt einige der Namen nicht kennen, dann sind wir auch schon beim Motto der diesjährigen Veranstaltung: Newcomer. Philip Ginthör – CEO der Sony Music – konnte berichten, dass Sony in diesem Jahr extrem erfolgreich war, neue Talente zu entdecken und diese zu „breaken“, wie es im Fachjargon heißt.

So konnten die anwesenden Tim Bendzko und Jupiter Jones sogar Gold-Status erreichen. Von den weniger bekannten Bands lohnt es sich für alle Fans von Rammstein oder Unheilig mal bei Eisbrecher reinzuhören. Wer Ausgefallenes sucht, wird bei Oh Land fündig. Und auf jeden Fall empfehlen kann ich die tolle Stimme von Anna Depenbusch am Flügel.

Nach dem Abendessen und vielen interessanten Gesprächen gab es zur späten Stunde noch ein komplettes Konzert von Dick Brave and The Backbeats… Rock and Roll mit Spaßfaktor!

Liebe Sony´s, herzlichen Dank für diesen unterhaltsamen Tag und die lange Nacht!

Der dmexco Nighttalk gastierte in dieser Woche im schönen München. Der Abend stand im Zeichen des Realtime Biddings, also des Echtzeithandels von AdImpressions über standardisierte Plattformen. Was in der Theorie zunächst prima klingt, warf dann doch einige Fragen auf, die nicht wirklich erschöpfend beantwortet wurden – wie auch unsere Freunde der Fachpresse feststellten. Aber der Reihe nach:

Geladen wurde ins Oberangertheater, welches selbst meinem einzigen Kollegen, der in der SZ das Feuilleton liest und ein Theaterabo besitzt, ein böhmisches Dorf war. Später wurde mir zugetragen, dass man hier sehr launige Travestie-Shows besuchen kann. Ich werde also so schnell nicht wiederkommen. Dennoch war der Ort für den Rahmen passend gewählt, auch wenn die Herren auf der Bühne eher Sakko und Lederschuhe als Minirock und Pumps trugen. Es waren gut 170 Besucher anwesend, die das Theater gut füllten und deren Herkunft kurz und knapp wie folgt beschrieben werden kann: Adnetworker, (Performance-)Agentur‘ler, Affiliate‘ler, Vermarkter, anderweitige Onlineglücksritter und nicht zu vergessen: die PR‘ler. Kunden suchte man vergeblich, was man durchaus auch als Fingerzeig sehen kann, in welchen Kreisen das Thema gerade diskutiert wird.

Los ging es mit einem Herrn Kalauerka, der die Ankündigung vornahm und galant zu Herrn Barokas überleitete. Dieser hielt einen sehr amerikanischen – aber keineswegs uninteressanten – Vortrag, in dem er kurz die Geschichte des Internets Revue passieren ließ, um dann zu erklären, warum RTB eine glänzende Zukunft und in den USA schon die Gegenwart eingeholt hat. Auf den Punkt gebracht geht er davon aus, dass der Vermarkter mehr verdient, der Kunden/die Agentur gezielter einkauft und im Grunde alle Seiten Vorteile davon haben, sofern es hinterlegte Profildaten gibt, die aus einer beliebigen Impression für einzelne Advertiser ein sehr wertvolles Gut machen. Das vielzitierte Beispiel hierzu war der Autokäufer, der für einen KFZ-Versicherer von hohem Interesse ist und für den dieser bereit ist, sehr viel mehr zu zahlen als für eine x-beliebige Impression.

(v.l.n.r.): Jochen Kalka (w&v), Thomas Mendrina (Admeld), Wolfgang Bscheid (mediascale), Christian Griesbach (mediasports) und Robert Lang (Criteo)

In der folgenden Podiumsdiskussion wurde es dann vielschichtiger. Thomas Mendrina (von admeld) vertrat die Thesen seines Chefs, Christian Griesbach (mediasports) im Grunde  nur die Publishersicht und Robert Lang von criteo war es letzten Endes egal, wo der Traffic herkommt, da er eh nur dann eine Impression kauft, wenn der User vorher Kontakt mit einer Homepage seiner Kunden hatte. Blieb noch ein gewisser Herr Bscheid, der mir persönlich nicht ganz unbekannt ist und nun wohl auch allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird. Zum einen sollten die Veranstalter eines wissen: Zwei Mikros reichen nicht, wenn Herr Bscheid in beckenbauerschem Tonfall mal „kurz“ seinen Standpunkt klarmacht. Inhaltlich ging es ihm vor allem darum, dass es eh mehr Traffic als Nachfrage gibt und es somit schwierig wird, ein Börsenprinzip zu etablieren. Interessant wäre es nur, wenn die Profile mit Daten wie Kaufabsicht angereichert werden. Diese Infos werden aber aufgrund bestehender Regularien in absehbarer Zeit kaum im Handelssystem abbildbar sein. Alternativ wären hochbegehrte Werbeflächen wie PreRoll-Ads durchaus ein handelbares Gut. Dieses werden die namhaften Anbieter allerdings in ihren eigenen Verkaufstöpfen behalten, weswegen der RTB-Napf leer bleiben dürfte. Eine grundsätzliche Berechtigung – wenn auch weniger rasant wachsend und auf kleinerem Niveau – gestand er der Thematik letzten Endes jedoch ein.

Nachdem der oberbayerische Orkan über die Podiumsduellanten gefegt war, kamen dann vor allem von RTB-Fürsprechern aus dem Publikum kritische Fragen in Richtung des Kollegen Bscheid. Es wurden Zahlen ins Spiel gebracht,  wie 400 Millionen gehandelte AdImpressions pro Tag oder aber auch die Einstellung, dass das Umfeld ja inzwischen zweitrangig sei, sondern nur noch der User zähle. Dem sei nun von meiner Seite vielleicht folgendes angemerkt: 400 Mio. AIs-Bulk werden auch nicht dadurch besser, dass sie gehandelt werden, und nein, das Umfeld in dem ein Banner ausgespielt wird,  ist keinesfalls irrelevant. Es muss natürlich keine Telko-Seite sein, auf der man einen Mobilfunk-Banner ausspielt. Ich kann Ihnen aber auch sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Conversion auf z.B. www.couchkartoffelsalat.de in etwa der Wahrscheinlichkeit entspricht, dass Claudia Roth morgen den FDP-Vorsitz übernimmt, während parallel Ilse Aigner Country Manager Deutschland bei Google und wird und nach den Straßen auch alle Wohnzimmer fotografieren lässt.

Letzten Endes hatte man das Gefühl, dass die Diskussion noch eine Weile weiter getobt hätte, aber irgendwann musste auch mal Schluss sein. Bei Häppchen, Bier und Inter vs. Schalke auf der Leinwand (in Realtime!) gab es dann noch den obligatorischen Small Talk in den Kategorien „Wer mit wem“, „Wer wohin“ und „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“. Und so ging man dann auseinander mit dem festen Vorsatz beseelt, seiner Meinung und Linie am besten erst mal  treu zu bleiben.

Und wer sich noch durch Bildergalerien klicken will: Bitte!

Mit einer Kollegin durfte ich mir vergangene Woche eine Fortbildungsreihe in München zu Gemüte führen. Die heutige Blogüberschrift unterscheidet sich nur wenig vom Titel der Veranstaltung. Wie nicht anders zu erwarten war, bot der Tag Licht und Schatten. Das Erheiternde sei hier zuerst erwähnt, schließlich heißt der Veranstalter dieser Tournee „Smile“.  Da die dunkle Seite um einiges humoriger zu beschreiben ist, hebe ich sie mir noch ein wenig auf.  Ich kündige dies absichtlich so deutlich an, damit Sie auch wirklich bis zum Ende lesen und nicht nur wieder die ersten Zeilen überfliegen und danach zu den Boulevardseiten mit den Klickstrecken aus dem Hause Axel Springer o.ä. wechseln.

Ein Lichtblick war, dass die Mischung der Vorträge in Bezug auf ihren Anspruch sehr gelungen war. Bei vielen Basics beschäftigt man sich ja als Zuhörer naturgemäß eher mit dem Blackberry. Aber dieses Mal waren viele Informationen dabei, die mir so – zum Beispiel aus dem Bereich Newsletter-Marketing – nicht bekannt waren. Vor allem Norbert Rom von Adrom möchte ich hervorheben, der u.a. sehr anschaulich über Spam-Traps und Adress-Sabotage referierte. Auch Themen wie Webcontrolling, die einen als Agentur nicht unbedingt betreffen, wurden sehr kurzweilig präsentiert. Da die Themen in Blöcken vorgestellt wurden, ergaben sich lustige Konstellationen. So berichtete Mitbewerber X vor Konkurrent Y, und es waren nicht immer zwangsläufig die gleichen Zahlen, die sich an die Wand beamten. Die Spamquote aller verschickten Mails schwankt somit zwischen 87 und 97 Prozent; aber letzten Endes macht das den Junk-Ordner auch nicht mehr fett.

Kommen wir nun zu den Kuriositäten der Veranstaltung: Der Hauptpreis geht nicht an einen speziellen Referenten, zu viele standen zur Auswahl. Man hätte bedenkenlos einen Preis vergeben können für die überflüssigsten Umschreibungen und Handlungsempfehlungen. Da war die Dame, die vom „Social Butterfly“ sprach, der ja ein besonders wichtiger Multiplikor sei und gleichzeitig deckungsgleich mit dem „Social Botschafter“ oder dem „Social Hub“. Bei so viel Neologismus und Expedition ins Tierreich hätte ich den „Social Rammler“ oder aber die „Social Eintagsfliege“ noch vorschlagen wollen. Auch wurde uns gefühlte 125 Mal erklärt, dass man „testen“, „testen“, „testen“ solle, worauf von alleine vermutlich keiner gekommen wäre.

Ungeschlagen bleibt aber der Moderator des illustren Präsentationszirkels. Dieser schaffte es mit seiner einfühlsamen Art sofort, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Gleich zu Beginn hob er hervor, wie scheiße das Wetter in München doch sei und dass er sich glücklich schätze, hier nicht mehr wohnen zu müssen, weil Hamburg ja sowieso viel schöner sei. Damit war die Nord-Süd-Verbrüderung gelungen. Wenn die Kollegen in Korea über so viel Diplomatie verfügten, bräuchten sie keine Granaten, sondern Wattebäuschchen. Während der Veranstaltung bezeichnete der Diskussionsleiter dann das Publikum als trägen Haufen, was er daran festmachte, dass sich einem nach einem Vortrag, der nicht unbedingt Spannung im Konzentrat geboten hatte, keine Fragen aufdrängten. Abgerundet hat der Moderator den Tag mit seiner Expertise zu Social Media: Man könne sich vor, in oder hinter den Zug werfen, und momentan habe er das Gefühl, die meisten würden sich erfrischend vor den Zug werfen. Schön, wenn man mitten in der Novemberdepression die Sprache der Branche so zielsicher trifft.  Derart großes Fingerspitzengefühl könnte für internationale Abrüstungsgespräche durchaus ein belebendes Element sein. Vielleicht sollte man das einfach mal  „testen“, „testen“, „testen“.

Was soll man dieser Tage bloß anfangen? Das Wetter in München präsentiert sich – wie fast durchgängig dieses Jahr – von seiner uncharmanten Seite. Da könnte einen die WM noch trösten, aber die versucht ja gerade, sich hinsichtlich des Niveaus unserem Stadtwetter anzupassen. Zur Mitte der Woche heiterte es aber auf, denn der Regen wurde wärmer, Spanien stolperte über Ottmars Rösti-Truppe und es gab tatsächlich am Abend ein Spiel, bei dem mehr als zwei Tore verzeichnet werden konnten. Letzteres war wiederum blöd für den Gastgeber, aber viele Fans waren beim 3:0 ja eh schon gegangen.

Ich durfte diesem Spiel bei der W&V Meetnight beiwohnen, einer launigen Veranstaltung, bei der man seine Nase gerne in die Fotolinse hält. Es war denn auch ein geselliger Abend und die Zahl der fußballübertragenden Bildschirme durchaus beachtlich. Zu späterer Stunde kam dann mein persönlicher Höhepunkt des Abends. Neben vielen anderen wichtigen und unwichtigen Seglern in der Branche, hatten sich auch zwei Mädels der Macromedia FH auf die Veranstaltung verirrt und hier kam irgendwann das, was kommen musste: Bierselige Medianer (Anfang 40, untersetzt) näherten sich dem jungen Freiwild auf kürzestem Wege und gingen in den verbalen Nahkampf. Auch wenn ich nicht verstanden habe, worum es ging, könnte ich mir Worte wie „ich bring dich ganz groß raus“ sehr gut in diesem Kontext vorstellen. Nach einer Reihe von Kalauern, über die eben jene Herren deutlich lauthalsiger lachen konnten als die FH-Mädels, gab es zum Schluss dann noch einen Satz unverbrauchter Visitenkarten.

Neben dem reinen Amüsement darüber ist hier dann auch eine lupenreine Win-Win-Situation entstanden. Die Studentinnen haben eine Mailadresse, an die sie ihre Bewerbung schicken können und das für 10min verkrampftes Lächeln (da gibt es schlechtere Stundenlöhne) und die zwei gutmütigen Gesellschaftslöwen haben sich selbst bewiesen, dass sie es noch voll drauf haben. Testosteron ist halt doch was Feines.