Tag Archiv für "mirapodo"

Dominik Stiefermann
Dominik Stiefermann
Heute gibt es das dritte Kundeninterview unserer Klartext-Serie. Wir haben Dominik Stiefermann, Head of Internet Marketing bei mirapodo, befragt. Dominik weiß nicht nur bestens über Schuhe und die nützlichsten Apps Bescheid, er ist auch leidenschaftlicher Blogger. Allerdings zu einem eher unkonventionellen Thema. Aber lesen Sie selbst: 

1. Welche Online-Marketing-Kampagne ist Ihnen in letzter Zeit besonders positiv aufgefallen?

Da mir spontan keine einfällt, war wohl keine so richtig gut. Die Idee zu Million Voices von der Telekom hat mir gut gefallen, aber ob die auch ohne das hohe Budget so gut funktioniert hätte? Man sollte verstärkt in diese Richtung denken. Wie kriege ich die User dazu mitzumachen, sich mit dem Produkt zu beschäftigen und darüber zu berichten?

Aktuell gefällt mir die neue offline Kampagne von Bacardi sehr gut: „Ausgehen ist das neue Einloggen“.

2. Sie bloggen unter http://www.mettsalat.de/ über das Thema „Fleisch ist mein Salat“. Was hat Sie dazu bewegt? Und was ist Ihr fleischloses Lieblingsgericht?

Die Idee zu Mettsalat.de ist mit Freunden zusammen auf einer Party entstanden. Mittlerweile blogge ich hier nun schon seit drei Jahren zusammen mit einem Freund rund um das Thema Fleisch. Das bedeutet, dass wir Restaurants testen, Rezepte posten oder neue Gadgets für Küche und Grill vorstellen. Es ist sehr spannend zu beobachten, wie ein so spitzes Thema im Web funktionieren kann.

Ich achte bei Fleisch sehr auf Qualität und esse auch gerne mal fleischlos. Ein knackiger Salat oder ein gutes Pastagericht darf auch gerne mal ohne Filetstreifen oder Bolognesesauce sein.

3. Sie haben kein Profilbild auf Xing, ein Kinderfoto auf Facebook und twittern nur für Zugelassene. Zufall, oder wollen Sie als Netzwerkprofi bewusst nicht mehr Persönliches preisgeben?

Ein Foto auf Xing fehlt mir tatsächlich. Zumindest auf mirapodo.de findet man ein aktuelles Bild von mir. Meinen privaten Twitteraccount nutze ich mehr, um mich über aktuelle Themen zu informieren. Ich folge denjenigen, die über für mich spannende Themen twittern und bin damit immer bestens informiert.

„Persönliches im Netz“ sehe ich eigentlich ganz entspannt und eher mit einem Augenzwinkern.

4. Was muss man als Mann in der Vorbereitung auf den Job bei mirapodo tun, um das Thema Frauen und Schuhkauf wirklich zu verstehen?

Was das Thema angeht, haben mir meine schuhverrückten Kolleginnen schnell auf die Sprünge geholfen.

5. Welche Schuhe haben Sie zuletzt für sich gekauft?

Das war ein HUB Sneaker – ohne Retoure :-). Während meiner Zeit bei mirapodo hat sich mein Schuhbestand übrigens schon verdoppelt.

6. Stichwort iPhone: Verraten Sie uns Ihre drei Lieblings-Apps? Und die Kardinalfrage: Bleibt es im Urlaub ausgeschaltet?

Drei nur? Mail, Maps und Safari ist klar. Mit Remote Desktop habe ich zur Not immer Zugriff auf meinen Rechner zuhause und im Büro. Mit Apple Remote kann ich meine Musik in der ganzen Wohnung mit jedem Device steuern. Mit Shazam kann ich mir endlich mal Musiktitel merken und mit Yes or No treffe ich meine Entscheidungen.

Dann wären da noch weitere spannende Apps: Peco mobile zum Beispiel ermöglicht die Steuerung von Geräten in der Wohnung. Hausautomation ist ein spannendes Thema.

Mein Handy bleibt eigentlich immer eingeschaltet. Auch im Urlaub gibt es viele tolle Anwendungsmöglichkeiten: Hotelsuche, Navigation, Skipistentracking … Und die Mails checke ich dann zwischendurch.

7. Was zeichnet für Sie eine erfolgreiche Targeting-Kampagne aus?

Eine bessere Conversion. Der Kunde empfindet sie als eine Empfehlung für seine persönlichen Bedürfnisse und ist weniger genervt von der Werbung.

Was ist eigentlich aus Behavioral Targeting geworden?

8. Bewegtbildwerbung im Web wird…

unterschätzt.

Ich habe mich kürzlich mit einem guten Freund – Cutter beim WDR – über dieses Thema unterhalten. Videoproduktion ist heute deutlich einfacher als noch vor ein paar Jahren. Man bekommt für ein geringeres Budget eine vernünftige Hardwareausstattung, selbst mit dem Handy oder der Flipcam ist man fast schon „studiotauglich“, und den Schnitt übernimmt die Software dann quasi selbst. Das wiederum sorgt dafür, dass die Qualität leider auf der Strecke bleibt und es eine Überschwemmung der Videoportale gibt. Qualität wird in Zukunft wieder mehr an Bedeutung gewinnen.

Auch bei der Vermarktung von Bewegtbild versucht man seit Jahren sinnvolle Möglichkeiten zu entwickeln. Viel weiter als „normale Werbepausen“ einzublenden, die man nicht wegklicken kann, ist man hier aber noch nicht.

Im TV gelingt dies selbst für Internetunternehmen meist noch effektiver als im Web. Das liegt daran, dass man den Weg des geringsten Widerstands wählt und das alte Medium online überträgt. Die Produktion kann so für beide Medien eingesetzt werden und ist mit weniger Risiko für die Unternehmen verbunden. Neue Lösungen müssen gefunden werden, um vergleichbare Erfolge zu erreichen, und das wird meiner Meinung nach noch eine ganze Weile dauern.

9. Kann man via Facebook mehr Schuhe verkaufen? Und falls ja, wie kann man das messen?

Ja. Wichtig ist, dass man zwischen Relevanz und Traffic unterscheidet. Letzteres wird oft deutlich überschätzt. Man bekommt über Facebook nur bedingt zusätzlichen Traffic auf die Seite, aber in einem guten Mix ist Facebook ein sehr wichtiges Instrument.

Unsere Kunden wollen agieren, kommunizieren und verstehen. Dazu bietet uns Facebook eine Plattform, die wir gerne nutzen. Natürlich trifft das nicht auf all unsere Kunden zu. Für die anderen bieten wir die kostenlose Hotline, Email und ja – viele Anfragen kommen bspw. auch noch per Fax.

Ich glaube, das Ganze lässt sich nur sehr schwer messen und noch schwieriger wird es, wenn man dann vergleichen will. Aber lernen kann man sehr viel.

10. Können Sie uns sagen, woher die Redewendung kommt „Den Schuh zieh ich mir nicht an“?

Da muss ich kurz googlen… Der Ursprung kommt vom alten Sprichwort „Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.“ Für uns bei mirapodo ein sehr wichtiges Thema!

Eigentlich sollten Sie an dieser Stelle eine ausführliche Berichterstattung über die gestrige Verleihung des Neptun Awards lesen, bei dem wir mit unserer Cinderella Kampagne für mirapodo unter den fünf nominierten Finalisten waren. Ich würde nun auch wirklich gerne erzählen, wer gewonnen hat, wie die After-Show-Party war und was es sonst noch Wissenswertes zu berichten gibt – wären wir dabei gewesen.

Asche auf unser Haupt. Denn wie so manchen Geschäftsreisenden des gestrigen Tages hat auch uns der isländische Vulkan Grimsvötn einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemach. Flug gestrichen und keine Möglichkeit, auf anderem Wege rechtzeitig bis zur Präsentation von München nach Hamburg zu kommen. Was besonders schade war: Die Jury beim Neptun Award trifft ihre Entscheidung auf Grund einer Live-Vorstellung der Kampagne – und wer nicht anwesend ist, der hat dann auch wirklich keine Chancen auf den Award.

Aber wir geben nicht auf – nächstes Jahr probieren wir es wieder! Neptun 2012, wir kommen…

Unsere Nominierung
Unsere Nominierung

Gibt es diesmal ein Happy End? Wird Cinderella einen (Jury)-Prinzen finden, der nicht nur Ihren Schuh bringt, sondern Sie auch noch zur Königin kürt? Drücken Sie uns die Daumen. Nachdem es unsere „mirapodo Cinderella Story“ für den Größen-Kompass auf mirapodo.de schon beim New Media Award aufs Treppchen geschafft hat, jetzt das nächste Highlight. Wir stehen – heute in zwei Wochen – im Finale des Neptun Award 2011 von Hamburg@Work! Mit auf der Shortlist des wichtigsten deutschsprachigen Crossmedia-Wettbewerbs sind auch Marken wie Mercedes-Benz und Gerolsteiner. Die Finalisten wurden von einer Jury rund um Frank-Michael Schmidt (Scholz & Friends Group) und Michael Trautmann (kempertrautmann) gekürt, deren Kampagnen auch auf der Shortlist stehen. Damit das nicht zu böswilligen Spekulationen Anlass gibt, wird der Gewinner durch ein SMS-Live-Voting der rund 300 anwesenden Experten aus der Medienbranche vor Ort gekürt. Cinderella hat mit Treppen ja so ihre Erfahrung. Mal schauen, ob diesmal mehr als ein Schuh hängen bleibt.

Gemeinsam mit unserem Partner netzfrequenz aus Augsburg haben wir das Dynamische Bannertool (DBT) für unseren Kunden mirapodo, ein Unternehmen der Otto Gruppe, bereits zum Shoplaunch  im Frühjahr 2010 an den Start gebracht (mehr Infos zur Kampagne hier). Seither werden über das DBT alle Produktwerbemittel der Displaykampagnen profilgesteuert und individualisiert ausgeliefert.  Nun haben wir das System  für mirapodo um den Kanal  Affiliate erweitert und werden in  naher Zukunft  auch das Angebotsmanagement im eMail-Marketing dynamisiert aussteuern. Alle Kanäle greifen dabei auf denselben Systemkern und Produktdatenfeed zurück.

Das Tool stellt dem Affiliate-Publisher ein Webinterface zur Verfügung, in dem er sich selbst mit wenigen Mausklicks die optimalen Werbemittel für seine Umfelder erstellen kann. Als Filterkriterien stehen hierbei alle relevanten Suchoptionen des Shops wie Schuhkategorie, Schuhform, Marke oder Preis zur Verfügung. Diese Kategorien werden ergänzt um Sortimentsfilter wie Topseller und Salesartikel. Die Logik des Dynamischen Werbemitteltools sorgt selbstverständlich dafür, dass die Inhalte der Banner täglich aktualisiert werden. So ist Abwechslung garantiert, und es erscheinen immer nur verfügbare Produkte im Werbemittel.

Wie spielerisch der Publisher die auch in der Gestaltung anspruchsvollen Werbemittel erstellen kann, zeigt unser Demonstrationsfilm:

Wer Frauen kennt, weiß: Schuhe zu kaufen, kann eine höchst emotionale Angelegenheit sein. Wer Mediastrategen ein bisschen kennt, weiß: Einen neuen Schuhshop mit einer reinen Online-Kampagne einzuführen, ist eine besondere Herausforderung. Für mediascale war der Marktstart von mirapodo (www.mirapodo.de) deshalb etwas ganz Besonderes. Und er ist es heute noch.

Denn gut ein halbes Jahr nach dem Kampagnenstart zählt das Unternehmen der Otto-Gruppe zu den führenden Online-Schuhshops in Deutschland. Mit rund 30 Prozent Markenbekanntheit am Ende des Jahres 2010. Aber, das ist für uns als Performance Experten fast noch wichtiger: Mit Hilfe einer integrierten Kampagnensteuerung gelang es durch eine perfektes Zusammenspiel aller Kanäle (Display, Search, Affiliate, eDialog) und durch Re-Targeting die Kosten pro Bestellung im Laufe der Kampagne um 96 Prozent zu senken.

Die Erfolgsfaktoren waren: eine Teamleistung aller beteiligten Dienstleister, ein kanalübergreifendes Tracking, ein stetiges Optimieren der einzelnen Kanäle, eine enge Vernetzung von Display und Search sowie ein mehrstufiger Aufbau der Kampagne

Dabei setzte die Strategie von Anfang an darauf, über einen klassischen Markenaufbau den Vertriebserfolg sicherzustellen. Und dieses Grundkonzept ist so erfolgreich aufgegangen, dass auch werben & verkaufen der Markteinführung von mirapodo zwei Seiten in seiner aktuellen Ausgabe widmet: mirapodo in der W&V vom 16.12.10

Weitere Details aus der erfolgreichen Online-Einführungskampagne für mirapodo werden wir Ihnen 2011 in diesem Blog vorstellen. So zeigen wir im Januar beispielsweise wie die dynamische Werbemittelgestaltung der Displayanzeigen die Basis legte, um den Absatz zu steigern. Eine unserer zentralen Aufgaben, nicht nur bei einem Online-Schuhshop.

Juhuuuu – seit heute sind wir online! Und zwar mit der Kampagne für unseren neuen Kunden mirapodo. Na und, sagen Sie? Es starten täglich neue Kampagnen im Netz. Schon, aber keine ist so wie diese. Werfen Sie einen Blick hinter unsere Kulissen und sehen Sie selbst, warum dieses Projekt mich ganz besonders fesselt.

Zum Hintergrund: mirapodo ist eine Tochter von Otto und vertreibt Schuhe online unter www.mirapodo.de. Und das mit einem tollen Service: keine Versandkosten, 100 Tage Rückgaberecht und eine serviceorientierte Hotline, die immer freundlich und nett ist (ja, wir hatten Gelegenheit, das zu testen!). Großes Schuhkino eben.

Und was macht das Projekt für mediascale – und somit auch für mich – so spannend? Ganz einfach: Wir dürfen alle unsere Kerndisziplinen bei mirapodo unter Beweis stellen – Display Advertising, Dialogkommunikation, ReTargeting und Zielgruppentargeting-Lösungen, Marktforschung, On-Site-Bannering auf mirapodo.de sowie eine verschränkte und vollintegrierte Aussteuerung von Display und SEM – gemeinsam mit der Search-Agentur Explido.

Und für mich persönlich? All diese Bereiche zu koordinieren ist nicht ganz einfach und eine echte Herausforderung mit großem Spaßfaktor. Darüber hinaus durften wir das StartUp Flair miterleben und sehr frei agieren. Eine eher untypische und sehr angenehmen Kunde-Agentur Beziehung. Danke an dieser Stelle an das gesamte mirapodo Team für euer Vertrauen!

Und dann gibt es zwischendurch einfach Nervenkitzel: Die Kampagne startet morgen und wir haben immer noch keine Werbemittel – da kann man schon mal nervös werden. Oder als eine der ersten Testbesteller in der Beta-Phase bekam ich alle bestellten Schuhe doppelt zugesendet. Schwitz: Sind jetzt 10 Paar Schuhe von meiner ächzenden Kreditkarte abgebucht worden anstatt der eingeplanten 5?

Aber wie wir so oft bei der mediascale sagen: „Alles wird gut!“ Und so sind die Werbemittel noch eingetrudelt, die Kampagne pünktlich gestartet, meine Kreditkarte nicht gesperrt und alle Prozesse bei mirapodo zum Start so optimiert, dass sich unsere Pionierarbeit als Beta-Tester gelohnt hat. Für Sie steht jetzt wirklich nichts mehr im Wege: Gleich klicken und eines der tollen paar Schuhe online bestellen! Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich!

Werbemittel mirapodo
Werbemittel mirapodo Launchkampagne