Tag Archiv für "Messe"

Ja nun steht sie mal wieder vor der Tür: die Dmexco. Was klingt wie eine bis in die 80er bekannte Tankstelle, steht in Wirklichkeit für „digital marketing exposition & conference“. Hätten Sie es gewusst? Ich auch nicht, wenn ich nicht nachgeguckt hätte. Im Grunde ist es ja auch kein schlechtes Zeichen, wenn der Name ein wenig nebulös daherkommt und somit auch gleich den Geist der Messe wiedergibt. Dabei ist das Motto eine sehr schöne Glaskugel für einen vorausschauenden Beitrag: „Turning Visions into Reality“. Das hiermit verbundene Anliegen ist durchaus ehrenwert: „Weniger labern, mehr machen“ könnte man frei übersetzen, wobei ich jedoch fürchte, dass in einem solchen Rahmen die Tiefgründigkeit per se schlechte Karten hat. Und ganz ehrlich, meine Visionen oder auch die meines geschätzten Vorgesetzten Wolfgang Bscheid wollen Sie nicht ernsthaft alle verwirklicht sehen. Dennoch habe ich eine Vorahnung wie es laufen wird, denn klassischerweise sieht der Besuch der Messe (Motto hin oder her) wie folgt aus:

Den vollständigen Artikel finden Sie hier auf LEAD Digital.

Viel Spaß beim Lesen!

Hat der Hype, den Apples iPad bei den Medien und Konsumenten auslöste, auch für Agenturen oder Werbekunden die selbe Relevanz? Auf der dmexco in Köln sprach mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid mit Bernd Pitz von media-treff. Ein paar Einschätzungen aus dem Video-Interview: „Das iPad ist für Werbekunden überhyped. Die Preise dafür liegen dramatisch über denen vergleichbarer Werbeformen. Und Apple & Co. schotten sich in der Regel maximal ab, was die Herausgabe von Informationen betrifft.“

Für wen kommt dann Werbung auf dem iPad in Frage? Welche Grundüberlegungen sollten sich Unternehmen dabei machen? Wie nutzen User das iPad, die das Tablet bereits länger in Betrieb haben? Und auf wie viele seiner 80 Apps greift Wolfgang Bscheid im Alltag zurück? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie im Interview:

Es gilt nicht als sicher, dass die Eskimos wirklich mehr als 100 Ausdrücke für Schnee haben. Interessierten sei hierzu ein Artikel der Zeit Online empfohlen. Was aber seit den Mailingtagen 2010 als absolut sicher gilt ist, dass Vermarkter inzwischen mehr als 100 Ausdrücke für die Generierung von E-Mail-Adressen kennen.

Nicht nur, dass im Zuge der unvermindert großen und immer noch steigenden Bedeutung des Kommunikationskanals E-Mail (siehe ACTA 2009, S. 17) immer mehr Anbieter auch aus klassischen Dialog-Marketing-Bereichen ein „Online-Angebot“ ausloben. Auch darüber hinaus produziert das Thema Leadgenerierung der Messe ganze Gewächshäuser an Stilblüten. Es findet sich kaum ein Anbieter, der für das Sammeln oder Verwenden von E-Mail-Adressen nicht eine eigene Wortschöpfung parat hätte. Natürlich kann ich als Vertreter der Agenturbranche jeden verstehen, der sich für sein Angebot, das sich kaum bis gar nicht vom Wettbewerb unterscheidet, eine schicke Namensgebung ausdenkt. Für den interessierten Messebesucher muss das jedoch mehr als verwirrend sein.

Also hier nochmal in aller Deutlichkeit und für alle, die sich für das Thema Leadgenerierung interessieren, aber nicht die Zeit haben, alle Gewächshäuser dieser Welt zu durchforsten: Es gibt aktuell – neben der Generierung von Leads auf den eigenen Sites – nur sehr wenige sinnvolle bzw. effiziente Methoden Leads zu generieren, egal welche noch so kuriosen Namen die Angebote tragen:

1. Co-Registrierung

Direkt in einem Anmelde- oder Registrierungsprozess einer Website oder eines E-Mail-Accounts wird abgefragt, ob man nicht Angebote einer explizit genannten Marke per E-Mail erhalten möchte. Dies muss man ausdrücklich aktivieren bzw. bestätigen bevor man die E-Mails später erhält.

2. Co-Sponsoring

Im Rahmen zum Beispiel eines Gewinnspiels oder einer Umfrage wird beim Registrierungprozess abgefragt, dass man einverstanden ist, per E-Mail Angebote der „Sponsoren“ zu erhalten. Diese Sponsoren müssen nach geltendem Recht zwar alle genannt werden, dem Teilnehmer solcher Aktionen wird das Auffinden aller Sponsoren in der Regel aber nicht gerade leicht gemacht.

3. Vermarkter- und Affiliate-Kanal

Man kann auch zusammen mit einem Vermarkter ein eigenes Gewinnspiel oder eine ähnliche Aktion entwickeln und darüber Leads generieren. Dabei kann man den Aktionsmechanismus dann selbst gestalten, und damit über ein markenaffineres Umfeld besser qualifizierte Leads generieren. Allerdings ist dann auch der Preis für einen einzelnen Lead in der Regel höher als bei den davor genannten Methoden. Alternativ kann hier auch der Affiliate-Kanal helfen die Kosten per Lead zu senken.

4. Stand-Alone-Mail

Nicht zu verwechseln mit den hier aufgeführten Methoden und gerade deshalb noch erwähnenswert ist das Anmieten von E-Mail-Adressen für eine gewisse Aussendung. Hier mietet man sozusagen die Adressen eines Vermarkters (der dafür eine ausdrückliche Erlaubnis besitzt!!) und der Vermieter der Adressen sendet an den vereinbarten Verteiler eine E-Mail, die praktisch im gesamten Contentbereich wie eine eigene E-Mail des Absenders aussehen kann. Genau deshalb wird dies meist als „Stand-Alone-Mail“ bezeichnet. Der Vorteil des schnell verfügbaren, großen Verteilers ist hier genauso hervorzuheben, wie der Nachteil, dass die angemieteten Adressen nicht aus dem eigenen Postfach versendet werden und jeder neue Versand in der Regel etwas kostet.

Das war‘s! Ende der Geschichte. Alles andere sind nach unseren Erfahrungen nette Wortschöpfungen aus der Marketing- oder Vertriebsabteilung, aber keine wirklich neuen Ideen oder Angebote. Sollten Sie der Überzeugung sein, Sie hätten doch eine wirklich neue Blüte entdeckt, oder sie pflanzen gerade selbst etwas, das sich wesentlich von den genannten Methoden unterscheidet, freue ich mich über Ihre Nachricht!

Wie fast alle Onliner war auch das gesamte mediascale-Team diese Woche in Köln auf der dmexco. Neben unseren fachlichen Eindrücken haben wir auch ein paar Eindrücke aus der Stadt Köln mitgenommen.

Fleisch-Spieß im brasilianischen Restaurant
Fleisch-Spieß beim Brasilianer

Nach den Häppchen am ersten Messetag hat uns abends der große Hunger gepackt. In Nähe der Partylocation haben wir ein brasilianisches Restaurant gefunden, wo wirklich alles getan wurde, um unseren Hunger zu bekämpfen. Das bedeutet beim Brasilianer: All you can eat mit Fleisch satt. Der „Herr des Steaks“ servierte unterschiedliche Fleischvariationen direkt vom Spieß auf den Teller. Bei Huhn, Lamm, Schwein und Rind sowie Beilagen in wirklich allen erdenklichen Formen, blieben keine Wünsche mehr offen.

 

 

Tänzerin
Tänzerin

Zwischen den Gängen erfreuten uns echte brasilianische Tänzerinnen zu feuriger Musik.
Und übrigens: Nicht nur wir sind seither Freunde der brasilianischen Küche, auch Reiner Calmund hat´s gemundet, der war nämlich auch da und hat es sich sichtlich schmecken lassen.
Beinah wären wir zu satt gewesen, um noch zur offiziellen dmexco-Party zu kommen, aber den einen oder anderen Absacker wollten wir uns doch nicht entgehen lassen. Kurzzeitig drohte dies zu scheitern, da sämtlich Bars in der Nähe einen Engpass hatten und kein Einlass möglich war. Aber schlussendlich konnten wir den Sieg des 1. FC Köln mit unserem Kollegen Dominik (bekennender FC Fan) doch noch feiern. Und dann ging es auch bald zurück ins Hotel, denn am zweiten Messetag drohten wieder Vorträge und Termine.
Mein Fazit: Schön war´s in Köln – aber jetzt bin ich auch froh, wieder zurück in München zu sein… es ist ja Oktoberfest-Zeit!

dmexco 2009: Eingang Nord (© Koelnmesse)
dmexco 2009: Eingang Nord (© Koelnmesse)

Welch ein Anblick: noch vor drei Jahren wurde mediascale fast dafür gesteinigt, auf jeden Fall aber argwöhnisch betrachtet, eine Performance-Agentur zu sein. Geht man dieses Jahr jedoch über die dmexco könnte man meinen, es gab nie eine andere Agenturform. Wer heute auf der dmexco alles auf einmal für das Thema Performance wirbt, ist unglaublich – aber schön. Wir freuen uns, einen Weg geebnet zu haben…

…und sind bereits schon wieder am nächsten heissen Eisen:  Targeting –  natürlich vermarkterübergreifend und betrieben von der Agentur. Auch da sieht man bei dem einen oder anderen Vermarkter schon die Halsschlagader vor Wut hervorspringen, aber auch hier heisst es am Ende – wie vor ein paar Jahren – beim  Performance-Einkauf: für Budget geht vieles, für viel Budget geht fast alles.

Und doch, die wirklich sehenswerte Diskussion auf der Kongressmesse zwischen Matthias Ehrlich und dem Kollegen Blomenkamp machte den im Moment wohl unüberbrückbaren Graben sehr klar: Agenturen und Vermarkter kämpfen um Profile und Wissen über den (potentiellen) Kunden. Oder, um es auf den Punkt zu bringen: um die Wertschöpfung und die Effizienz! Der Sieger ist noch nicht gekürt. Denn: Wem der Kunde gehört, wird zwar auch in Brüssel entschieden, aber v.a. gewinnt der  mit den besseren Argumenten beim Kunden das Rennen. Aus meiner Sicht im Moment sind das ganz klar die Agenturen, die auf eigene Systeme setzen.

Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media (© Koelnmesse)
Matthias Ehrlich, Vorstand United Internet Media (© Koelnmesse)
Jürgen Blomenkamp, CEO GroupM (© Koelnmesse)
Jürgen Blomenkamp, CEO GroupM (© Koelnmesse)

Und mediascale ist mit einem eigenen Re-Targeting-System wieder mal ganz vorne mit dabei, um den Weg für ein neues Planungsmodell in Online für die Branche zu ebnen – so soll’s sein.

Was war sonst noch auf der dmexco 2009: eine Party, über die sich ab 23h nicht nur durstige Teilnehmer, sondern auch bezahlende Vermarkter zu recht geärgert haben –  die ganze Party war lieblos, billig und unprofessionell durchgezogen, für das ein Party-Ticket von 100 Euro muss mehr gehen.

Trotzdem, wir freuen uns aufs nächste Jahr, die Messe an sich war gut, die Konferenz und v.a. die Debate Hall haben Spass gemacht. Mal sehen, wo wir nächstes Jahr stehen!