Tag Archiv für "Media"

Als ich vor mittlerweile fast fünf Jahren, direkt nach der Ausbildung zum Bürokaufmann in einer kleinen Siebdruckerei, als Quereinsteiger in die Online-Branche zu mediascale gekommen bin, hätte ich mir niemals vorstellen können, was da alles noch so kommen mag. Ohne genau zu wissen was „diese“ Online-Branche ist („Irgendwas mit Internet“, so wie meine Mutter den Job gerne beschreibt), begann ich mit 19 Jahren meine Karriere bei mediascale als Kampagnenmanager. Nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass das Online-Business spannende und vielfältige Herausforderungen und Bereiche bietet. Vom Einbuchen einer Kampagne über das technische Setup und den Livegang, bis hin zur Optimierung und Auswertung durfte ich gespannt alle Arbeitsbereiche der Online-Mediaplanung verfolgen. Nach drei Jahren voller abwechslungsreicher Kampagnen, verschiedener Aufgabenbereiche und Kunden, aber auch mit dem wachsenden Wunsch nach einem übergreifenden Einblick in die Marketingwelt, entschloss ich mich dann einmal über den Tellerrand der Online-Branche hinauszuschauen.

Mit der Unterstützung von mediascale nahm ich das Work & Study-Programm der Serviceplan Gruppe in Anspruch und begann eine Weiterbildung zum Marketingwirt an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW). Das bedeutete, nach einer ereignisreichen Arbeitswoche, von Freitagnachmittag bis Samstagabend noch Vorlesungen zu besuchen. Bei vielen verschiedenen theoretischen wie praktischen Projekten und Vorlesungen während meiner Studienzeit konnte ich mein Marketingwissen weiter vertiefen und erweitern. Nach Abschluss aller Vorlesungen folgte die Agenturphase, in der es mit Kommilitonen ein komplettes Marketingkonzept für einen Kunden der BAW zu entwickeln galt. Auch außerhalb der regulären Präsenzzeiten nahm diese Phase durch verschiedene Analysen, Abstimmungs- und Entwicklungsprozesse von Ideen und Konzepten sehr viel Zeit in Anspruch.

Nichts destotrotz war es sehr spannend und vor allem auch ein großer Spaß, mit den Kommilitonen ein komplettes Marketingkonzept zu entwickeln, aufzubereiten und am Ende vor dem Kunden zu präsentieren. Nach Abschluss des Agenturprojekts, ging es dann gegen Ende des Jahres auch schon weiter mit der BAW-Diplomarbeit. Hierbei verbrachte ich vor allem über die Agenturferien zu Weihnachten sehr viel Zeit damit, für die Arbeit zu recherchieren und diese mit Inhalten zu füllen. Da ich das Privileg hatte, im Rahmen der Arbeit mein Hobby (Musik hören) und den Job miteinander verbinden zu können, konnte ich mich aber auch trotz der Weihnachtszeit immer wieder motivieren, mich an den Laptop zu setzen. Anfang des nächsten Jahres (2015) war es dann soweit – die Arbeit war fertiggestellt, korrekturgelesen und letzten Endes dann auch zum Februar abgegeben. Die Wochenenden konnten nun wieder frei gestaltet werden und auch unter der Woche lockerte sich mein Alltag allmählich wieder. Auch wenn ich die zurückgewonnene Freizeit nach all dem zusätzlichen Lern- und Zeitaufwand genoss, empfand ich es, gerade im Hinblick auf die neu hinzugewonnenen Kontakte und das zusätzlich erlernte Marketingwissen, als ein gutes Gefühl die BAW erfolgreich abgeschlossen zu haben. Und so stellte sich mir dann auch erneut die Frage nach meinem weiteren Bildungsweg.

Wie geht es nun weiter? Wäre ein zusätzliches Bachelor-Studium vielleicht etwas für mich? Oder habe ich doch genug vom Lernen? Mit verschiedensten Fragestellungen im Hinterkopf entschloss ich mich, mich zunächst einmal wieder voll und ganz auf meinen Job bei mediascale zu konzentrieren und mir für weitere Entscheidungen ausreichend Zeit zu nehmen. So verging dann auch ein knappes halbes Jahr und mit der Zeit gingen auch verschiedene Veränderungen einher. Zum Juli (2015) wechselte ich intern das Team und meinen Job, vom Kampagnenmanager zum Audience Broker, wo ich mich um das aktuell in der Online-Branche immer wichtiger werdende Thema Programmatic Advertising sowie um unser hauseigenes Targeting-Produkt NE.R.O. kümmere. Nach einiger Zeit in meiner neuen Position und dem wachsenden Interesse an einer weiterführenden Spezialisierung kehrte ich gedanklich dann wieder zu einem berufsbegleitenden Studium zurück und entschied mich, zum Wintersemester das Bachelor-Studium im Studiengang Marketing und Management an der Steinbeis-Hochschule aufzunehmen. Letztes Jahr im November ging es dann auch schon los und ich startete mit den ersten Vorlesungen. Aufgrund des zeitlich sehr flexiblen und eigenverantwortlichen Studienmodells der Steinbeis-Hochschule bleibt es hier den Studenten selbst überlassen, wann welche Vorlesungen besucht und mit welcher Intensität bzw. in welcher Form praktische Projekte und das Lernen neben der Arbeit gehandhabt werden. Für die künftige Zeit bin ich nun gespannt auf die kommenden Projekte und Aufgabenstellungen, sowohl in der Arbeit wie auch während des Studiums. Denn entgegen der von vielen vermuteten Notwendigkeit nach einer totalen Stilllegung des Privatlebens, lässt sich auch bei einem begleitenden Studium neben der Arbeit noch einiges an Freizeit einrichten.

 

 

Die Geschichte der Werbung ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Es ist im Kern ein Spiegel des menschlichen Zusammenseins und erinnert immer wieder an das Verhältnis von Männern und Frauen. Dieses bedarf wohl keiner weiteren Erläuterungen, wobei ich in der nun folgenden Analogie nicht einem Kontrahenten eine spezifische Geschlechterrolle zuweisen will.

Aber dass sich Kreative und Medianer nicht so recht verstehen wollen, ist mehr Regel als Ausnahme. Ich will mich da aus einer gewissen Befangenheit gar nicht herauswinden. Ich stehe auf der Mediaseite und meine Verwunderung über manch Gebaren kann ich häufig nur in einem Vollbad aus Ironie und Zynismus ertragen. Das geht dem kreativen Antipoden sicherlich ähnlich, aber ich habe selbstverständlich Recht und er nicht ;-).  Deshalb möchte ich mich jedoch noch lange nicht zum Richter aufspielen.

Nun wurde aus dem einen Lager nach langer Zeit endlich wieder eine Verbalkeule ausgepackt, die dankbar aufgegriffen und beantwortet wurde. Newton zum Gruß ist der aktuelle Stand also Actio = Reactio. Aber kann es in diesem Fegefeuer der Eitelkeiten einen Sieger geben?

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