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Wenn man „Social Media“ heutzutage hört, denkt man sofort an Facebook, nicht wahr?! Doch die Welt des Social Media ist so viel größer.

Aber was ist „Social Media“ überhaupt?

Social Media ist eine Großzahl digitaler Medien, Anwendungen und Technologien im Web. Es grenzt sich klar von traditionellen Massenmedien, wie z.B. Print, Funk und Fernsehen, ab. Das Besondere: Der User kann selber aktiv an der Gestaltung und Verbreitung von Nachrichten und Inhalten teilnehmen. Er hat die Möglichkeit, Fotos Videos aber auch Erfahrungsberichte oder Meinungen zu publizieren.

Im Web 1.0, den Anfängen des Internets, ging es lediglich darum, dem User möglichst viele Informationen möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Das Internet wurde in dieser Zeit wie eine Art Einbahnstraße genutzt. Doch Mitte der 1990er Jahre kam der Umbruch zum Web 2.0, in dem es auch um einen interaktiven Austausch der User und somit plötzlich um Dialoge und nicht mehr um Monologe ging.

Innerhalb weniger Jahre tauchen immer mehr Social Media Kanäle auf. Angefangen vom Messenger ICQ über Blogs bis hin zu Social Networks und Sharing-Plattformen wie z.B. Twitter und Snapchat.

Im Jahr 2014 nutzten ca. 68% aller Internetnutzer auch soziale Medien. Dabei wird nicht ausschließlich ein Social Media Kanal genutzt. Immer mehr User nutzen zwei oder mehr Kanäle.

Die größten Social Media Kanäle in Deutschland stellen Facebook mit ca. 28 Millionen, Instagram mit 4,2 Millionen und YouTube mit knapp 4 Millionen Usern in Deutschland dar. Die verschiedenen Kanäle haben sich inzwischen so weit entwickelt, dass sie Stars, Unternehmer und Meinungsbildner, sogenannte Influencer, hervorbringen.

Aufgrund der höheren Markttransparenz durch das Internet und dem bestehenden Käufermarkt war die Entwicklung hin zum Web 2.0  für Unternehmen sehr wichtig. So kann sich deren Kommunikation an den jeweiligen User oder die Zielgruppe individuell anpassen und es wird mit dem Konsumenten direkt kommuniziert bzw. interagiert. Dies führt zu einer authentischen Wahrnehmung der Kommunikation und im Idealfall zu einer höheren Credibility der Marken.

Social Media wird heute ganz selbstverständlich zu Marketingzwecken und zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Dabei steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung: Von einer Facebookseite des Unternehmens oder eines einzelnen Produktes, bis hin zu einem „Channel“ der Unternehmen auf YouTube ist mittlerweile alles möglich.  Auf immer mehr Social Media Kanälen lässt sich Marketing betreiben – neu hinzugekommen sind z.B. Instagram und Snapchat.

Die Nutzung von Social Media zu Werbezwecken ist günstiger, spitze Zielgruppen können leichter erreicht und es kann schneller auf aktuelle Ereignisse reagiert werden als bei anderen Massenmedien wie TV und Print. Diese Faktoren machen Social Media zu einem attraktiven und beliebten Element des Online Marketings.

Ein gutes Beispiel hierfür stellt die Autovermietung Sixt dar: Über ihren Facebook-Account reagiert das Unternehmen blitzschnell auf tagesaktuelle Nachrichten, wie hier auf den Rücktritt des Sängers Andreas Kümmert vom Eurovision Song Contest 2015.

Quelle: facebook.com/sixt.autovermietung
Quelle: facebook.com/sixt.autovermietung

Um der Parallelnutzung der User mehrerer Social Media Kanäle gerecht zu werden, verfolgt Sixt über den eigenen Twitter Kanal eine ähnliche Strategie. Über Tweets werden Angebote passend auf aktuelle Nachrichten verbreitet. Dabei werden die unterschiedlichen Kanäle über ähnliche Sprache und Bilder optimal miteinander verknüpft.

Nicht vergessen sollte man aber, dass sich die User neben Informationen auch einen Unterhaltungswert im Social Web erwarten. Nur ein Twitter, Facebook oder Instagram Account zu haben, verspricht keine erfolgreiche Präsenz in den sozialen Medien. Postet ein Unternehmen nur unregelmäßig, wird dem User schnell langweilig. Wenn Posts nur mit langen Abständen erfolgen und keine Form von Insides oder Witz enthalten, dann ebenfalls. Die Anforderungen, die User an eine Marke stellen, sind unter Umständen sehr hoch. Entsprechend der Aufwand in der Umsetzung auf Seiten eines Unternehmens.

Neben den Ansprüchen der User bringt der Einsatz von Social Media auch Nachteile mit sich, insbesondere die Kontrollierbarkeit der Reaktionen auf Inhalte. Diesem Nachteil kann ein Vorteil überwiegen: User können selbst entschieden, ob Sie sich mit gebotenen Inhalten intensiver auseinander setzen. Zu Reaktanzen kommt es damit weitaus weniger und die Werbewirkung steigt.

Keine Frage: das neue Social Media, als Dialog Marketing verstanden, sollte für jedes Unternehmen eine wichtige Rolle in ihrer Kommunikation spielen. Vor der Entscheidung einen Social Media Kanal zur Kommunikation einzusetzen, sollte jedoch immer eine kritische Prüfung stehen: Kann dem User durch den Auftritt ein Mehrwert geschaffen werden? Sind die Kapazitäten im Unternehmen für eine konstante Pflege ausreichend?

Kann man solch wichtige Fragen mit „ja“ beantworten, steht einem erfolgreichen Dialog mit (potentiellen) Kunden nichts im Weg.