Tag Archiv für "LEAD digital"

Wenn ich das Wort „Nativ“ höre, war meine Assoziationswelt bislang voll bescheidener Übersichtlichkeit. Nativ war für mich Olivenöl (kalt, lauwarm oder wie auch immer gepresst). Nativ(e) war ein Muttersprachler oder auch ein politisch korrekt überarbeiteter Indianer, der nunmehr seine Feder auf den Kopf eines Native Americans steckte. Neu im Wortschatz tauchten dann die Digital Natives auf und  die native App, also die wohl zurzeit gebräuchlichste App-Form, die sich zu Tausenden bei iTunes, Play und den vielen mobilen Endgeräten tummelt. Ich bin auch grundsätzlich offen, weitere Nativitäten hinzuzufügen. Ob da nun Native Advertising dazugehört… ??? Ich glaube eher nicht.

Denn was soll das sein?


Neugierig geworden? Den vollständigen Artikel finden Sie hier auf der LEAD Digital.

Landungen wollen gut vorbereitet sein: Tomatensaft ohne verkleckern ausschlürfen, Sitze gerade stellen, Laptop in den Schlummermodus schicken, Fahrwerk raus, ein kurzes Stoßgebet an die Scherwinde. Dann kommt es auf das zarte Händchen des Piloten an und natürlich darauf, ob die Landebahn glatt, holprig oder überhaupt schon gebaut ist.

Im Onlinemarketing im Allgemeinen und im E-Commerce im Speziellen ist das nicht anders, außer dass beim Surfen eher Schorle statt gepresste Tomate konsumiert wird, der Pilot der User selber ist und die Landepunkte von den Werbetreibenden vorgegeben werden. Über die Frage, wie eine gute Landingpage nun gebaut sein soll, gibt es nicht nur viele Meinungen und Publikationen, es gibt auch diverse Blickwinkel auf ein und dieselben Projekte: Marketing, Vertrieb, IT/Technik, Warenwirtschaft um jetzt nur mal die übergeordneten Kategorien zu nennen. Alle Parteien haben eine berechtigte Anforderung.

Den vollständigen Artikel können Sie hier auf LEAD Digital einsehen.

 

Frederik Birghan
Frederik Birghan

Welches Thema wird 2012 niemanden mehr interessieren? Was wird aus der Cookie-Debatte? Und wie sieht unser heutiger Online-Experte Frederik Birghan andere Marktthemen? Der Redakteur beim neuen Fachmagazin LEAD digital hat uns geantwortet.

1. Herr Birghan, seit einigen Wochen erscheint das Fachmagazin LEAD digital, das Sie mit verantworten. Ihr persönliches Fazit nach den ersten Ausgaben:

Erste Reaktionen sind ermutigend, die ersten Ausgaben gelungen. Ganz ehrlich: Hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß, an einem Objekt mit zu arbeiten. Der Start ist ein Versprechen für die Zukunft, in der wir noch besser werden wollen.

 

2. Was wird in der Online-Branche der absolute Trend für 2012? Und welcher Hype spielt nächstes Jahr keine Rolle mehr?

Von vielen Themen haben wir nur ein kleines Experimentierfeld dessen gesehen, was tatsächlich in Zukunft möglich sein wird: Bewegtbild, Social Media, Augmented Reality, Crossmedia/Multichannel. Für schwierig zumindest halte ich nach wie vor das Thema Mobile Advertising: Ob Handy oder Smartphone, das Device ist so privat, ja fast intim, dass es besonderer Aufwendungen bedürfen wird, um hier erfolgreich Werbung an den Mann oder die Frau zu bringen.

 

3. Xing, Twitter, Facebook oder Google+? Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Online Reputation aus, und wie viel Zeit nehmen Sie sich für die Pflege?

Beruflich kommen Sie an keinem der genannten Kanäle vorbei. Zuletzt habe ich persönlich allerdings kaum Zeit für die notwendige Pflege gefunden. Mea culpa.

 

4. Welche Online- oder Social Media-Kampagne ist Ihnen in den letzten sechs Monaten besonders aufgefallen? Warum?

Ich warte noch auf die Online- oder Social Media-Kampagne, die mir auffällt. Den Grund dafür kenne ich noch nicht, verorte ihn aber im Bereich von Kreativität.

 

5. Die Cookie-Debatte wird 2012…

… wahrscheinlich noch immer begleiten – je nach aktueller Nachrichtenlage mal piano, mal allegro.

 

6. Laut Internet spielen Sie Tenorsaxophon. In einer Band oder für den Hausgebrauch? Und was ist Ihr Lieblingsstück?

Nur für den Hausgebrauch! Als Spät-Berufener mag ich mein Getröte nur Eingeweihten zumuten, dann aber gern: ‚Round Midnight’ von Thelonious Monk.

 

7. Als Kommunikationswissenschaftler und Journalist haben Sie auch eine Ausbildung als Sprecher absolviert. Warum schreiben Sie heute lieber?

Das Schreiben bot und bietet die größte kreative Freiheit im medialen Schaffen, abgesehen vielleicht von musikalischer Komposition, wo ich zugegebenermaßen eher brach liege. Warum sollte man sich ohne Zwang beschränken?

 

8. In Ihrem Medien-Skeptiker-Blog benennen Sie den verstorbenen ehemaligen SZ-Redakteur Herbert Riehl-Heyse als Ihr journalistisches Vorbild. Was bedeutet das für Ihren Alltag als Fachjournalist?

So ein Leuchtturm wie Riehl-Heyse bedeutet eine Menge. Hier sei nur einiges angedeutet: Den Leser nicht langweilen; das Bemühen um Wahrhaftigkeit bei gleichzeitiger Demut vor der Erkenntnis, dass es stets nur Bemühen bleiben, nie ganz erreicht werden kann; der stete Versuch, einer Sache oder Person gerecht zu werden. Und da gilt wieder bereits angesprochene Demut. Stilistische Mühe, so Sachen.

 

9. Was hätte Hans-Dieter Hüsch zum Medienjahr 2011 gesagt? Und was hat Sie besonders überrascht?

Ganz hohe Latte, der Hüsch. Insofern traue ich mich nicht, in seine Position zu schlüpfen – das wäre zu anmaßend. Wahrscheinlich hätte er sich gewundert, wer plötzlich Kapitalismus-Kritik formuliert oder auf Verstaatlichungsideen kommt. Für mich gefühlt am nächsten käme dem Hüsch der Rainald Grebe. Mich kann höchstens überraschen, was zu einem Medienhype wird: Die Gottschalk-Nachfolge bei „Wetten dass?“ beispielsweise. Ob so etwas wirklich Massen bewegt? Echt? Na, dann…