Tag Archiv für "Karriere"

Wie sieht die erste Woche im neuen Job aus? Und was passiert in den ersten 90 Tagen? Wann habe ich das erste Mal Kundenkontakt? Was lerne ich zuerst? Wie lange dauert es, bis ich das erste Mal alleine einen Mediaplan erstelle? Wann darf ich vor dem Kunden präsentieren? – so oder so ähnlich klingen die Fragen, die uns die Bewerber in Trainee-Vorstellungsgesprächen stellen.

Zur Beantwortung muss ich dann immer erst mal meine Glaskugel rausholen.

Spaß beiseite :) Natürlich können wir viele Dinge nicht vorhersagen oder mit genauen Timings versehen. Es hängt doch einfach von jedem Mitarbeiter auch ein gutes Stück weit persönlich ab, wie viel Einsatz er zeigt und wie schnell er welche Schritte geht. Der erste Termin beim Kunden kann nach zwei Monaten kommen oder erst nach zehn. Beides haben wir schon erlebt.

Was sich relativ verlässlich vorhersagen lässt, sind natürlich die ersten Tage und das Rahmenprogramm in den ersten Monaten.

Normalerweise gibt es am ersten Tag für alle Neueinsteiger in der Serviceplan Gruppe ein gemeinsames Frühstück in der Cafeteria und eine erste Einführungsveranstaltung. Eine super Gelegenheit entspannt anzukommen, schon mal die ersten Kollegen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Pandemie-bedingt sieht das aktuell etwas anders aus. Momentan geht es dafür direkt in die MEDIASCALE, wo das Team und die Kollegen – zumindest die aktuell Anwesenden – vorgestellt werden. Danach startet man relativ entspannt mit organisatorischen Dingen: Einsteiger-Tüte im Service Center abholen, Arbeitsplatz und PC einrichten, Termine für Onboardings vereinbaren, Überblick über die Agentur, das Team und die Kunden gewinnen…. Für all diese Themen stehen zwei unserer Kollegen als Neueinsteiger-Buddys bereit.

In den nächsten Tagen folgen in der Regel allgemeine Onboarding Termine der Mediaplus Gruppe, zu der wir als MEDIASCALE gehören. Es gibt außerdem viele mediascale-interne Termine zu Job Basics.
Das Traineeship bei uns ist zudem stark durch einen Coaching-on-the-Job Ansatz geprägt. Unsere Neueinsteiger lernen sozusagen am lebenden Objekt, schauen den erfahreneren Kollegen über die Schulter und übernehmen peu à peu Teilaufgaben und kleinere Projekte. So kommt man tatsächlich am schnellsten in den Job – einfach machen.

Natürlich gehört für die Entwicklung zu einem guten Planer & Berater deutlich mehr, als einfach nur machen und ausprobieren. Gerade das Traineeship verstehen wir als intensiven Ausbildungszeitraum, der die Berufseinsteiger mit den vielfältigen Herausforderungen vertraut macht und die benötigten Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt. Was man sicher sagen kann: Der Lernprozess ist nach einem Jahr noch nicht abgeschlossen.

Damit alle mit einem einheitlichen Wissensstand in den Job starten, haben wir ein Mediaplus-übergreifendes Ausbildungsprogramm mit Schulungsmodulen entwickelt.

In einem Zeitraum von sechs bis zehn Wochen werden ein umfassender Überblick und bereits tiefergehende Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in allen relevanten Mediabereichen vermittelt. Trainees und Junioren aus allen Bereichen – sei es Beratung & Planung, Digital oder Klassik, Buying, Research oder Controlling – erhalten hier eine fundierte, integrierte Ausbildung, bestehend aus theoretischen und praktischen Schulungseinheiten.

Das Schulungsprogramm gliedert sich dabei in sechs Themenblöcke, deren Inhalte am Beispiel eines begleitenden Planungscases vermittelt werden. Zum Abschluss präsentieren die Neueinsteiger dann ihre selbstständig erarbeitete integrierte Mediastrategie im Rahmen einer Präsentation.

Wie sieht überhaupt die Medienlandschaft aus? Mit welchen Tools arbeitet man in der Planung, Beratung, im Einkauf und der Abrechnung? Wie erstellt man Wettbewerbsanalysen oder nutzt die gängigen Markt-Media-Studien? Was machen die Kollegen in der Marktforschung und welche Insights können für die Strategieentwicklung benutzt werden? Welche Leistungs- und Bewertungsfaktoren gibt es und wann sind sie wichtig? Wofür steht überhaupt KPI? Und zu guter Letzt: Wie geht man eigentlich an eine Strategieableitung oder Mediaplanung heran?

Durch das Schulungsprogramm führen unsere Experten aus den einzelnen Bereichen. Sie erklären die theoretischen Hintergründe, liefern Beispiele aus der Praxis und stellen Übungsaufgaben. Dabei werden alle Einheiten durch umfassende Schulungsunterlagen begleitet. So steht jedem Teilnehmer auch im Nachgang ein Nachschlagewerk zur Verfügung, wo das eine oder andere noch mal nachgeblättert werden kann.

Der Grundstein für eine Karriere im Haus der Kommunikation ist damit gelegt und der erste Kundentermin kann kommen.

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, noch mehr zu erfahren und uns kennenzulernen, dann bewirb Dich jetzt bei uns !

 

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben die Mitarbeiter bei der mediascale?

In der letzten Folge unserer Reihe „mediascale recruiting“ zeigt unsere Kollegin Agnes Ley verschiedene Möglichkeiten auf: Vom internen Weiterbildungsprogramm „Campus“ mit verschiedenen Seminaren, Workshops und Vorträgen zu fachlichen und außerfachlichen Themen für alle Level, bis hin zu individuellen Zielvereinbarungen oder Coachings für Führungskräfte, ist hier alles dabei.

In der letzten Folge wurde der Jobeinstieg als Trainee bei mediascale behandelt. Doch wie schaut der Karriereweg danach aus? (Junior) Mediaplaner, (Junior) Audience Broker, Senior Mediaplaner, Senior Audience Broker, Teamleiter, Unitleiter, Experte – die Entwicklungsmöglichkeiten bei mediascale sind vielfältig.

In dieser Folge von „mediascale recruiting“ geht Agnes Ley näher auf die konkreten Positionen und ihre Aufgaben- und Verantwortungsbereiche ein.

Passend zum Motto Innovation entschied die mediascale Anfang 2014, auch im Personalmanagement etwas Neues auszuprobieren: „Wir bilden aus!“ – Gesagt, getan und die Stellenausschreibung ging online.

Und wie der Zufall es wollte, musste ich nach meinem Abitur im Juli 2014 irgendwo unterkommen, um etwas Anständiges zu lernen, wie man so schön sagt. Beratungskompetenz, Verhandlungsgeschick und Flexibilität sollten zu meinen Stärken gehören, so die Stellenanzeige. „Das kann ich!“ dachte ich mir. Und so galt auch für mich: Gesagt, getan und meine Bewerbung ging raus. Und auf einmal war er da: mein erster Arbeitstag bei der mediascale im September 2014.

Die Ausbildung begann im Agenturservice. Durch die Mithilfe bei der Betreuung anderer Agenturen bekam ich ein erstes Gefühl, wie Online-Kampagnen funktionieren und was eine Media-Agentur eigentlich macht. Die Erstellung von Reportings zur Darstellung der wöchentlichen Kampagnenergebnisse war meine erste Aufgabe. Dadurch bekam ich ein wenig mehr Verständnis für die Zahlen, mit denen man im Beruf des Mediaplaners umgeht. Auch das erste Chaos in meinem Kopf zwischen „ReTargeting“, „Bannertag“ und „AdServer“ wurde kleiner und die Begriffe bekamen eine Bedeutung für mich.

Mit etwas mehr Durchblick durfte ich dann weiterziehen. Durch ein rollierendes System konnte ich Einblicke in jedes Team, deren Kunden und alle weiteren Bereiche der Mediaplanung bekommen. Ich erstellte meine ersten eigenen Planungen, lernte Leistungswerte zu berechnen und zu bewerten, bastelte an meinen ersten Präsentationsfolien und stellte Kampagnen ein.

Neben dem vielen neuen Input und den Lernerfolgen kamen aber auch das Networking und der Spaß nicht zu kurz. Bei geselligen gemeinsamen Frühstücken, beim Feierabendbier oder dem gemeinsamen Wiesnbesuch war ich schnell mit allen Kollegen vertraut und fühlte mich als Teil des Ganzen.

Um den Prozess einer Werbekampagne in seiner Gesamtheit zu verstehen, galt es allerdings, noch weitere Bereiche der Agentur kennenzulernen: In der Abrechnung hieß es für mich erstmal Vermarkterrechnungen paginieren, erfassen und die Ablage erledigen, denn auch solche Aufgaben gehören dazu. Schnell wurde es jedoch anspruchsvoller, denn unsere umgesetzten Projekte müssen schließlich auch an die Kunden abgerechnet werden. Die Erstellung von Rechnungen und Verwaltung von Abrechnungsübersichten stärkten mein Bewusstsein für die Preise verschiedener Werbeformate und Kampagnenumsetzungen. Zudem konnte ich Einblicke in die Budgetgrößen der einzelnen Kunden bekommen.

Mein weiterer Weg sollte auch noch in die Abteilungen Einkauf, Kreation und Marktforschung führen. Doch diese Bereiche lernte ich nur noch im Schnellverfahren kennen, denn durch meine Ausbildungsverkürzung war meine Ausbildungszeit nach sehr kurzen zweieinhalb Jahren auch schon wieder vorbei und es hieß für mich: Abschlussprüfung!

Mit meinem Abschlusszeugnis und meinem Arbeitsvertrag als „Kundenberater“ in der Hand, bleibt mir nur noch eines zu sagen: Danke an das gesamte Team der mediascale für eine tolle Zeit als Azubi bei euch!

Wie arbeiten eigentlich unsere Kollegen von der klassischen Mediaplanung? Drei Monate lang habe ich bei den Kollegen von Mediaplus Offline-Luft geschnuppert und durfte viele unterschiedliche Aufgaben kennenlernen. Von A wie Außeneinsatz (Dreh eines Vox-Pops) bis hin zu Z wie Ziehen der Nielsen-Zahlen (Wettbewerbsanalysen) war alles dabei. Ich habe so viele Eindrücke mitgenommen, dass ich gar nicht auf alle Details eingehen kann. Aus diesem Grund möchte ich mich gerne auf drei wesentliche Erkenntnisse konzentrieren. Damit diese richtig eingeordnet werden, ist es wichtig zu wissen, dass meine Arbeitsbereiche schwerpunktmäßig in der Tageszeitungs- und in der Radioplanung gelegen haben.

Erkenntnis 1: Wahnsinn, wie viele verschiedene Tools es gibt!

Bei den Kollegen der klassischen Medien wird für jedes Medium ein separates Tool genutzt. Im Wesentlichen wird bei der Radioplanung auf die Software RadioXpert und bei der Planung der Tageszeitungen auf das GTI-Tool zurückgegriffen, sowie es für Planung in TV, Publikumszeitungen und Out-of-Home ebenfalls individuelle Tools und Studien gibt. Im Kern besteht der Aufbau der Tools darin, dass der Planer für eine ausgewählte Zielgruppe die Verbreitungsgebiete der jeweiligen Vermarkter betrachtet und die passenden Titel, Sender etc. auswählt, die zur Erreichung des Kampagnenziels am besten geeignet sind. Dies könnte zum Beispiel die möglichst effiziente Abdeckung eines bestimmten Gebiets sein oder das Erzielen einer hohen Nettoreichweite. Die zugehörigen Leistungswerte (TKP, GRP, Nettoreichweite etc.) können ebenfalls ausgewiesen werden und dienen als Planungsgrundlage.

Erkenntnis 2: Wenn die Kampagne läuft, läuft sie!

Ein weiterer Unterschied zu den digitalen Medien bezieht sich auf die Kampagnensteuerung und nimmt einen wesentlichen Einfluss auf den Arbeitsalltag. Worin liegt nun der große Unterschied? Ganz einfach, wenn die Kampagne geplant und die Anzeigen gedruckt bzw. die Spots gelaufen sind, kann der Planer auf den Flight keinen Einfluss mehr nehmen. Ist eine Kampagne erst einmal live, können keine Eingriffe bzw. Optimierungen mehr vorgenommen werden.  Eine regelmäßige Überprüfung der Kampagnenauslieferung, Optimierung der Platzierung, Justierung der Werbemittel und Motivlinien unter Berücksichtigung der relevanten Kampagnen-KPIs wie CTRs, CPOs etc. fallen für den klassischen Mediaplaner weg. Für die Offliner zeichnen sich Optimierungsmöglichkeiten meist nach Abschluss einer Kampagne ab, wobei die klassischen Kampagnen i.d.R. keinen direkten Rückkanal haben und somit eine Bewertung deutlich schwieriger ist.

Erkenntnis 3: Targeting und Offline? – Wir Onliner sind ganz schön verwöhnt!

Zwar war mir wohl bewusst, dass die Targeting-Optionen in der klassichen Mediaplanung im Vergleich zur Online-Welt eingeschränkter sind, doch bei meinem Ausflug in die Offline-Welt wurde mir erst deutlich vor Augen geführt, auf welcher breitgefächerten Targetingklaviatur wir Onliner doch spielen können: Alterstargetings, Betriebssystemtargetings, Interessentargetings, Regiotargetings etc. und darüber hinaus die Profiltargetings unseres hauseigenen Targeting-Tools NE.R.O..

Bei den Offlinern habe ich aber auch zwei Möglichkeiten kennengelernt, TV-Werbung regional auszustrahlen, die relativ neu ins Angebot zweier großer TV-Vermarkter aufgenommen wurden. Die erste besteht darin, einen Promotionspot des Senders mit einem regional-spezifischen Spot zu überblenden und die zweite eine national ausgestrahlte TV-Kampagne durch einen speziellen regional angepassten Alternativspot der selben Kampagne zu ersetzen. Das klingt zunächst einmal nach einer spannenden Erweiterung  der Targeting-Möglichkeiten allerdings kommt noch ein dickes Aber:

Bevor die Möglichkeiten der Überblendungen für alle Haushalte, die im Besitz einer Mattscheibe sind, genutzt werden können, müssen noch ein paar technische Hürden genommen werden. Denn noch schränkt die gegebene Infrastruktur den Handlungsspielraum stark ein. Während alle Haushalte, die über ein Kabel SD-Signal verfügen, bereits erreicht werden können, folgen die Kabel HD Haushalte sukzessiv. Alle Satellit, IP-TV und digital terrestrisch nutzenden Haushalte bleiben jedoch noch außen vor. Eine weitere Einschränkung ist mit der Voraussetzung verbunden, dass der regional auszuspielende Werbespot identisch mit der Länge des Promotionspots des Senders bzw. des nationalen Werbespots zu sein hat.

Lange Rede kurzer Sinn: Während sich die Targeting-Optionen in der schnelllebigen Onlinewelt rasant weiterentwickeln und sehr vielfältig sind, kommen die „Entwicklungssprünge“ in der Klassik etwas gemächlicher daher.

Fazit:

Meine Zeit bei der Mediaplus war schön und lehrreich. Sie hat mir definitiv dabei geholfen, eine Vorstellung von der Arbeit der Kollegen und Kolleginnen aus der klassischen Mediaplanung zu bekommen. Darüber hinaus halte ich dieses Modell des Austauschs für eine gute Möglichkeit, auch die Menschen, die in der Mediaplus arbeiten, besser kennenzulernen und zwar auf eine Art und Weise, wie es in der alltäglichen agenturübergreifenden Zusammenarbeit vermutlich nicht möglich wäre. Insofern sehe ich in dem Modell eine gute Chance, die Zusammenarbeit zu vereinfachen und den Integrationsgedanken zu unterstützen. In diesem Sinne, danke Mediascale und danke Mediaplus.

So, das war es. Ich bin dann mal off…äh…online.