Tag Archiv für "Kampagne"

An einem sonnigen Tag wie heute, träumt man gerne von der eigenen Zukunft. Man malt sich den beruflichen Werdegang aus oder denkt einfach sehnsüchtig an einen ewigen Segeltörn. Wir präsentieren Ihnen heute unsere letzte Runde der Expertenumfrage 2022. Es wurden in den vergangenen Wochen viele verschiedene Themen besprochen. Unsere Experten haben von der Zukunft der Gesellschaft und unserer Wirtschaft erzält. Es wurde heftig die Liquid Democracy im Internet diskutiert. Es wurde sogar über die Online Partnersuche in 2022 spekuliert. Wir haben unsere Teilnehmer noch einmal gelöchert und gefragt, wo sie sich selbst in 10 Jahren sehen und was ihre Visionen für eine spannende Kampagne sind.

FDW 02.07.13

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Ich sitze in zehn Jahren im Vorstand eines DAX-Unternehmens, falls es den DAX dann noch gibt. Und werben würde ich immer für den FC Bayern. Das ist eine Konstante, die sich zu bewerben lohnt.“

Alexander-Erlmeier
Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Einen furiosen Endspurt. Die Kampagne: Rettet die Renten!“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Ich werde mich wundern, wie ich das so lange machen konnte, was ich bis dato machte. Kampagnen wie heute wird es meiner Meinung nach so nicht mehr geben.“

Ruth Schöllhammer
Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „In zehn Jahren arbeite ich mit Menschen auf anderen Kontinenten aus anderen Kulturen, lerne und gebe Wissen weiter. Und ich unterstütze Kampagnen, die dem Wohl der Menschheit dienen, nachhaltige Konzepte, Dienstleistungen und Produkte anbieten.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Ich entwickle neue Online-Patente und werde für das beste eine Kampagne schalten.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Still @ work. Wir bewegen tolle Marken.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Jungen Startup-Unternehmen auf die Beine helfen mit viel Onlinewerbung.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Da bin ich immer noch Chef der besten Agentur der Welt und mache Werbung für Paradise Island, den einzigen Platz auf der Welt ohne WLAN! Und für Touristenflüge ins All!“

Klaus Täubrich
Klaus Täubrich

Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull): „Rennrad fahren und Golf spielen.“

Oliver Hülse (Managing Director DACH, Rocket Fuel): „Das Abitur von meinem Sohn feiern.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Mich im nächsten Pioneer-Umfeld bewegen.“

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Segeln mit Wolfgang und Freunden ;-)).“

Vielen Dank für Ihre Beteiligung! Wir freuen uns auf die nächste Runde mit neuen und spannenden Themen.

In unserer an Buzzwords nicht gerade armen Branche ist es eines der neueren, wenn auch jenseits des Atlantiks schon eine ganze Weile in Gebrauch: Ad Verification. Was verbirgt sich dahinter? Ursprünglich handelte es sich um eine relativ eng definierte Dienstleistung, die daraus entstand, dass auf dem amerikanischen Onlinemarkt traditionell ein beträchtlicher Anteil der Kampagnen über Adnetworks – also Zweit- oder Drittverwerter von Reichweiten – gebucht wird. Da so keine direkte Beziehung zum Publisher mehr besteht, der mit seiner Reputation für die Qualität seines Umfeldes einstehen muss, und viele dieser Buchungen zudem blind, also ohne Nennung aller infrage kommenden Websiten, erfolgten, entstand ein Marktumfeld für eine neue Art von technischen Dienstleistern.

Diese spezialisierten sich darauf, mit verschiedenen Methoden (Referrerprüfung, Webcrawler, manuellem „Nachsurfen“ von Kampagnen) zu überwachen, ob die Banner in einem Contentumfeld erscheinen, das als  „brandsafe“ gilt, also dem Image einer Marke nicht abträglich ist. Auf dem deutschen Markt führen entsprechende Dienstleister bisher ein Schattendasein, da aufgrund der Unterschiede in der Marktstruktur Banner z.B. auf  Pornoseiten seltene und sofort nachhaltig beseitigte Ausrutscher blieben. Auch in den USA sind die entsprechenden Unternehmen nicht unumstritten, unterstellt man ihnen doch, nicht immer nur die Interessen neutraler Messdienstleister zu verfolgen.

Allerdings wird auch hierzulande aus mehreren Gründen der Ruf nach einer stärkeren Kontrolle und Nachprüfbarkeit der Werbeleistung immer lauter vernehmbar. Zum einen geben immer mehr Markenartikler verstärkt Geld für Onlinekampagnen aus und fühlen sich mit den für die eCommerce-Etats erprobten Leistungswerten (Order, Cost per Order) nicht recht wohl. Schließlich verkaufen sie meist nichts über das Web. Zum anderen führt allmähliche Zunahme von automatisierten Handelsprozessen über RTB-Plattformen oder Ad-Exchanges zur Notwendigkeit, auch in Deutschland Kontrollmechanismen einzuführen, die Skandale wie den hier geschilderten verhindern helfen.

Unter Ad Verification verstehen wir deshalb heute mehr als nur eine Prüfung des redaktionellen Werbeumfelds, es muss hier ein ganzes Bündel von Maßnahmen bedacht werden. Im einzelnen enthält das Framework folgende Bausteine:

An- und Auslieferung: Wird die Kampagne tatsächlich ausgeliefert? Wird sie im richtigen Zeitraum ausgeliefert?

Sichtbarkeit: Wird der Banner mit der erwarteten bzw. gebuchten Sichtbarkeit auf dem Bildschirm ausgeliefert?

Seitenkontext: Ist das Umfeld brandsafe? Entspricht das Contentumfeld der Buchung?

Konkurrenzausschluss: Wird ein gebuchter Ausschluss für Konkurrenzmarken beachtet?

Geo-Targeting: Läuft die Kampagne in den gebuchten Regionen?

Targeting: Wird das gebuchte Targeting auf die Kampagne angewendet?

Frequency Cap: Stimmt die gebuchte Kontaktdosis?

Dieses komplexe Leistungsbild kann natürlich kein einzelner Dienstleister und keine Wundersoftware alleine komplett abbilden. Auch ist es unrealistisch, dass jeder oben genannte Parameter in jeder Kampagne über die gesamte Fläche komplett nachgemessen werden könnte. Vielmehr geht es darum, dass die Agentur dem Kunden hilft, das optimale Framework aus Planungs- und Buchungsqualität, Adserver, Trackingsoftware, externen Daten und eventuell weiteren Dienstleistungen zusammen zu stellen.

Die Social Communities und allen voran Facebook sind in aller Munde, und sobald sich etwas Neues ergibt, wird in den Medien hinlänglich darüber berichtet. Aktuell kommen mir in den Sinn: Datenschutz, automatische Gesichtserkennung, Börsengang, Facebook-Parties etc. Sehr wenig im Fokus stehen –  selbst in den Branchenblättern – die medialen Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke. Und genau über diese möchte ich in einem Mehrteiler hier unserem Klartext-Blog sprechen. In der ersten Folge gebe ich Ihnen einen allgemeinen Überblick über die Buchungsmöglichkeiten. In den weiteren Teilen werde ich auf die verschiedenen Anzeigentypen bei Facebook und auf die Kampagnen-Optimierung eingehen.

Zum Einstieg möchte ich der Vollständigkeit halber erwähnen, dass es bei den meisten Social Communities wie beispielsweise bei lokalisten.de oder wer-kennt-wen.de konventionelle Einbuchungsmöglichkeiten gibt. Hier bucht man Standard-Banner oder auch Groß-Formate wie MaxiAds gerne auch auf den Logout-Seiten. Nach Login der User ist dann alles mit diversen Targeting-Kriterien (Geschlecht, Alter…) möglich. Soweit nichts Besonderes.

Darüber hinaus gibt es weniger aufmerksamkeitsstarke, jedoch oftmals abverkaufsstarke Werbeformen wie z.B. Textlinks – bei StudiVZ zum Beispiel möglich über den VZ News Teaser. Hier bekommt jeder User auf seiner persönlichen Startseite die Werbebotschaft als Textnachricht eingespielt.

Auch Facebook setzt auf die eher unauffälligen Bild-Text-Kombinationen. Diese wiederum gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen und Buchungsvarianten. Zu unterscheiden ist als Erstes das Buchungsmodell: Facebook bietet sogenannte Premium Ads an, die auf der Homepage und auf anderen häufig frequentierten Seiten wie den Profilseiten laufen (diese wurden bis Ende 2010 als „Homepage Ads“ bezeichnet). Die Premium Ads sind immer exklusiv platziert. Sie stehen also als einzige Bild-Text-Anzeige auf der jeweiligen Seite. Auch inhaltlich hat man hier ein paar mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Integration eines Videos. Die Einbuchung von Premium Ads bringt dabei aber auch den ein oder anderen Nachteil mit sich. So kann diese Werbeform nicht auf CPC (Cost per Click) gebucht werden, sondern ausschließlich auf TKP-Basis (Tausend-Kontakt-Preis) bzw. als Festpreismodell. Das ist schon ein ordentlicher Hemmschuh, da der TKP bei 4,20 € los geht und dann mit unterschiedlichen Targeting-Kriterien nochmal ordentlich zulegt (will man z.B. Interessen der User targeten, so kommt ein Aufschlag von 40 Prozent on top). Das Mindestbuchungsvolumen soll hier auch nicht verschwiegen werden – wer gerade 20.000 € oder mehr übrig hat für eine Facebook-Kampagne, der möge sich direkt melden, hier werden Sie geholfen :-).

Wer erst mal mit weniger Budget die Werbemöglichkeiten von Facebook testen möchte und auch nicht bereit ist, für eine Bild-Text-Kombi oben besagten TKP zu zahlen, der muss sich von den Premium Ads verabschieden und mit den Marktplatz Ads vorlieb nehmen. Diese bucht man (ähnlich dem Google-Prinzip) über ein Selbsteinbuchungstool ein. Wenn man sich durch dieses Tool klickt, hat man diverse Targeting-Möglichkeiten zum Einstellen zur Auswahl. So sind z.B. Alter, Geschlecht, angegebener Familienstatus genauso auswählbar, wie die Interessen der User. Die Abrechnung erfolgt auf CPC-Basis, was aus meiner Sicht doch deutlich smarter ist. Aber auch hier will ich den Nachteil nicht verschweigen: Die Platzierung erfolgt in diesem Fall nicht exklusiv, es stehen mehrere Anzeigen untereinander. Die Platzierung erfolgt auf weniger prominenten Seiten (weshalb diese Ads bis Ende 2010 den sonoren Namen „Rest-of-site Ads“ trugen). Und schlussendlich bleiben einem gewisse inhaltliche Möglichkeiten wie die Integration eines Videos oder eines Abstimmungsformulares verwehrt. Wer aber damit leben kann, der kommt hier deutlich günstiger an Reichweite bzw. Fans. Insofern sind die Marktplatz Ads für Performance-Kampagnen der richtige Weg.

Freuen Sie sich im nächsten Teil auf Details zu Like Ads, Application Ads, Page Post Like Ads und anderem Irrsinn aus der Social Media Welt.

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