Tag Archiv für "innovationstag"

Bei Pinguinen gibt es immer einen der als erster von der Eisscholle ins Wasser springt.  Alle anderen warten erst einmal ab, ob er etwas zu fressen findet oder gefressen wird. Erst dann folgen sie ihm.

Wer ist bei uns mutig genug, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich beim diesjährigen Innovationstag am vergangenen Mittwoch dem Vortrag von Frederik Pferdt zugehört habe.

Der Innovationstag bei Serviceplan stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Transformation. Die Agenda hat deutlich gezeigt, wie allumfassend sich unsere Welt verändert: Ob Europa, Geschäftsmodelle, Customer Journey, transatlantische Beziehungen, Politik, Sport oder Unternehmenskultur. Alle Bereiche befinden sich im Wandel und wurden von unterschiedlichen Speakern in spannenden und inspirierenden Vorträgen in einem neuen Licht beleuchtet.

Die Botschaft war schnell klar: Um besser zu werden, brauchen wir Innovationen und dafür müssen wir Veränderungen zulassen. Aber das reicht noch nicht aus. Wir sind gefordert, den Wandel aktiv mit zu gestalten. Doch wie kann das in der Alltagsroutine gelingen?

Besonders beeindruckt hat mich zu dieser Fragestellung der sehr interaktiv gestaltete Beitrag von Frederik Pferdt. Der Gründer von Google’s „The Garage“ und Innovationsexperte hat uns herausgefordert, unsere Denkweise neu zu programmieren.

Sehr eindrucksvoll und leidenschaftlich hat Frederik das Publikum animiert, einen Zukunftsentwurf 2030 zu gestalten. Dabei haben wir alle festgestellt, dass es nicht einfach ist, sich die Zukunft vorzustellen. Viele Ideen sind in Ansätzen schon real, doch für echte Visionen fehlt uns oft die Phantasie.

Um also echte Innovationen zu entwickeln, ist unsere Kreativität und unsere Empathie gefordert. Frederik hat uns ermutigt, spannende Fragen zu stellen: „Was wäre wenn, …“? und die Fragen unserer Mitarbeiter mit einem optimistischen Blick auf das Potential hin zu bewerten, dass diese Fragen beinhalten. Er hat mich überzeugt, dass die Antwort nur: „Ja, und …!“ lauten darf. Mit einer gesunden Missachtung des Unmöglichen sollen die Fragen nicht abgeschmettert, sondern transparent geteilt und weiterentwickelt werden, damit neue Ideen wachsen können.

Es muss erlaubt sein, durch Erfolg und Misserfolg lernen zu dürfen. Das Vertrauen im Team und von der Geschäftsführung ist die wichtigste Voraussetzung, um bessere Lösungen zu entwickeln. Folglich müssen wir eine sichere Umgebung schaffen, die Fragen und neue Ideen zulässt. Nur so werden Innovationen entwickelt, die sich in der Umsetzung als erfolgreich erweisen können.

Diese Perspektive war für mich sehr anschaulich und einleuchtend. Ich habe mir daher fest vorgenommen, offen zu sein für Fragen, die im ersten Augenblick vielleicht unrealistisch erscheinen.

Zum Abschluss seines Vortrags hat Frederik von seiner Pinguinbeobachtung in der Antarktis berichtet und uns dringend empfohlen, einen Pinguin-Award an die Mitarbeiter zu vergeben, die neugierig und mutig genug sind, voran zu gehen und neue Ideen zu entwickeln.

Bei der Umsetzung der Ideen gibt es dann vielleicht sogar einen Award für unsere Kunden.