Tag Archiv für "InApp Werbung"

Das mobile Internet in Deutschland boomt: Sowohl was die Nutzer betrifft, als auch den Traffic. Selbst Shoppen über Smartphone ist für die meisten User mittlerweile ganz normal. Parallel hat sich Programmatic Advertising als feste Größe im Online-Mediabusiness etabliert. Als Konsequenz aus beiden Entwicklungen müsste eigentlich kein Weg mehr an Programmatic für Mobile vorbeigehen. Doch die Werbevolumina in diesem Segment wachsen – außerhalb von Facebook und Google – nicht in der Größenordnung, in der man es eigentlich erwarten würde. Wieso wird das Potential von Programmatic Advertising für Mobile Werbung in Deutschland noch nicht ausgeschöpft?

Wenn wir heute von mobiler Werbung sprechen, meinen wir damit vor allem InApp-Werbung mit Formaten wie Bannern und Video-Ads bis hin zu vollflächigen Interstitials. Drei von vier Werbedollars werden aktuell innerhalb von Apps ausgegeben. Sieht man davon ab, dass es in Apps deutlich andere und weniger Webformate als auf dem Desktop gibt und der Dateneinsatz auf Apple-Devices wegen der mangelnden Cookie-Akzeptanz erschwert ist, funktioniert das mobile Web bezüglich der programmatischen Möglichkeiten sehr ähnlich wie das Web, auf das wir am Desktop-Computer zugreifen.

Und tatsächlich haben Mobile Apps durch Programmatic Advertising bereits einen Schub erlebt: Vor den Zeiten von DSP und SSP konnten Reichweiten nur über Aggregatoren gebucht werden. Eine Third-Party-Austeuerung über den Agentur- oder Kunden-Adserver war dabei nicht möglich. Außerdem steht heute mit der Advertising-ID aus den Apps ein sehr stabiler Identifier zur Verfügung, der eine langlebigere Profilierung erlaubt als ein Browsercookie. Über Programmatic Advertising kann ein Werbekunde auf diese Profile erstmals appübergreifend seine Kampagne aussteuern.

Und es gibt noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Datenprovider stellen dem Markt Daten zur Verfügung, die neuartige und wirksame Kampagnenansätze vor allem im Bereich Hyper Local Targeting erlauben – also potentielle Kunden, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, direkt und zielgenau anzusprechen.

Warum also die Zurückhaltung? Die deutschen Vermarkter von Qualitäts-Apps haben das Thema Programmatic Advertising verschlafen. Erst langsam machen sie ihre Reichweiten für InApp-Werbung vernünftig programmatisch nutzbar – denn dazu gehört mehr, als einfach nur die App in der Supply-Side Platform einzustellen. Diese Nachlässigkeit führt dazu, dass große Teile des programmatisch verfügbaren Angebots an mobiler Werbung in Deutschland noch immer aus intransparenten Reichweiten internationaler Marktplätze bestehen.

Und in den Global Exchanges lauern erhebliche Defizite, was die Transparenz und die technische Kontrolle betrifft. Die Folge: AdFraud – also Traffic, der nicht durch menschliche User, sondern sogenannte Bots generiert wird – stellt bei mobiler InApp-Werbung sowohl bei den Reichweiten als auch bei Daten ein erhebliches Problem und somit ein Wachstumshindernis für die Branche insgesamt dar.

Nicht die Technik, die Werbeformate sind das Hindernis

Mit den umfassenden Möglichkeiten des Programmatic Advertising wird auch mobile Werbung einfacher buchbar und gezielt steuerbar. Aber auch Programmatic kann ein zentrales Probleme nicht lösen, das Werbung auf den Smartphones generell noch hat: Es fehlt noch an reichweitenstarken attraktiven Werbeformaten, die zwar aufmerksamkeitsstark sind, aber die Nutzer dennoch nicht belästigen. Wenn wir diese Herausforderung besser bewältigen, wird für die mobile Werbung der Boom erst noch kommen.

Vor kurzem haben wir bereits Tinder als Plattform vorgestellt. Neben Tinder gibt es noch weitere Dating-Apps, welche auf einem ähnlichen Prinzip aufbauen. Mit weltweit über 50 Millionen Nutzern und alleine in Deutschland bereits 5 Millionen Nutzern, gehört Lovoo hierzulande zu einer der erfolgreichsten Dating-Apps. Im Gegensatz zu Tinder stehen Werbetreibenden bei Lovoo bereits offizielle Werbeformate zur Verfügung.

1. Sponsored VIP Session

Bei der Sponsored VIP Session sponsored der Werbetreibende den Usern eine VIP-Session, in der sie die Premium-Funktionen von Lovoo in Verbindung mit der Marke nutzen können. Bei dieser Funktion werden alle Werbeplatzierungen exklusiv von dem Werbetreibenden belegt. Der User verbindet also das Positiverlebnis der Premium Vorteile entsprechend mit der Marke. So bleiben Sie dem User sicherlich im Gedächtnis!

2. Sponsored Chat

Es besteht die Möglichkeit, personalisierte Chatnachrichten über den Lovoo Messenger zu versenden. Mit Hilfe von Promotions, Links und Bildern kann die direkte Kommunikation zu den Usern aufgenommen werden. So können Sie zum Beispiel Gutscheine als Chatnachricht versenden und Singles dadurch glücklich machen!

1

3. App Boost

Der App Boost sorgt dafür, die App-Downloads des Werbetreibenden zu steigern. Auf verschiedenen Werbeplätzen wird in der Lovoo App die entsprechende App beworben, sodass neue Nutzer generiert werden können.

4. Native Header

Der Native Header ist in der Lovoo App oberhalb der Chats platziert. Sobald der Banner geklickt wird, öffnet sich die Ad entsprechend als Vollbildansicht. Dadurch schaffen Sie auf jeden Fall Aufmerksamkeit!

 2

5. Match Ad

Was bei Tinder bisher noch nicht zu buchen ist, sondern nur selbst gebaut werden kann, bietet Lovoo bereits als Werbemöglichkeit an. Auf der Suche nach dem perfekten Match kann der Werbetreibende seine Anzeige integrieren und so die volle Aufmerksamkeit des Users auf sich ziehen. Hier gilt also – Match me if you can! Seien Sie originell, um den potentiellen Kunden ein „swipe right“ aus den Fingern zu locken!

3

6. Sponsored Challenge

Hierbei handelt es sich um einen Fotowettbewerb, bei welchem mehrere tausend Teilnehmer Fotos zu einem bestimmten Thema hochladen. Die Marke belohnt die besten Fotos dann entsprechend mit einem Incentive. So können zum Beispiel Sportmarken das beste Laufbild küren und auf sich aufmerksam machen.

4

Lovoo hat also bereits erkannt, auf einer Dating-App wertvolle Werbeplätze anzubieten.
Daher – seien Sie mutig und legen Sie los! :-)

Warum Tinder auch für Werbetreibende eine spannende Plattform ist

Links, rechts, links, links, rechts… MATCH! Inzwischen weiß vermutlich so gut wie jeder, von was wir hier sprechen… Tinder! Eine der populärsten Dating-Apps momentan. Seit dem Start 2012 hat Tinder das Thema Online Dating revolutioniert. Das Prinzip ist simpel: Dem Nutzer werden Bilder und Key Facts anderer Nutzer aus näherer Umgebung angezeigt. Kein Interesse? Der User wischt nach links. Wischt man allerdings nach rechts, bedeutet das, dass man die angezeigte Person gerne näher kennenlernen würde. Wenn das Interesse auf Gegenseitigkeit beruht und auch der andere nach rechts wischt, kommt es zum berühmten „Match“. Erst dann ist eine Kontaktaufnahme möglich und die Spiele können beginnen… :-)

its a match

Seit den Anfängen der App auf dem Campus der University of Southern California ist viel passiert: Inzwischen sind weltweit mehr als 50 Millionen Nutzer bei Tinder angemeldet. Klar, dass den Werbetreibenden eine so stark genutzte Plattform nicht lange verborgen bleibt! Bisher gibt es noch keine offiziellen Werbeformate für die Tinder App, sodass wir heute die Frage klären wollen, wie Werbetreibende Tinder optimal für sich nutzen können und wie große Firmen Tinder bereits erfolgreich als Werbeplattform für sich abgesteckt haben.

1. Mach dir die Einfachheit von Tinder zunutze!

Gerade der simple Ansatz von Tinder, selbstständig und schnell herauszufiltern, was man gerade möchte, ist eines der Erfolgskonzepte der Dating-App. Auch Gillette hat sich diese Einfachheit und Schnelligkeit zunutze gemacht, um eine Studie durchzuführen. Hierbei wollte Gillette beweisen, dass frisch rasierte Männer bei Frauen besser ankommen, als bärtige. In Zusammenarbeit mit Tinder wurden Profile von Männern ausgewählt, welche aktuell unrasierte Bilder auf Tinder eingestellt haben. Nach einer Woche wurden die Profile überarbeitet und die Bilder zeigten die Männer frisch rasiert. Das Ergebnis war eindeutig: Die Männer hatten nach dem Umstyling von Gillette 19% mehr Matches, als bärtig wie in der Woche zuvor. Well played, Gilette.

take it all off

2. Erstelle Dir ein Fake Profil!

Wie gewinnt man die volle Aufmerksamkeit der Männer? Richtig! Eine gutaussehende, lächelnde Blondine mit einem frechen Beschreibungssatz über sich selbst!

Genau das hat auch Sixt erkannt und seinen Abschleppdienst über Tinder mit einer hübschen Blondine und folgendem Text beworben:

„Wenn du auch keine Lust auf etwas Langfristiges hast und nur ein schnelles Abenteuer und etwas Neues zum Ausprobieren suchst, dann sollten wir uns dringend bei mir treffen. Ich binde mich auch nie zu lange an einen Partner und verbringe meine Wochenenden gerne auf Tour. Gerne auch mit Dir! Mehr Einblicke von mir gibt es auf Instagram unter @sixtdetuschland. Ich freue mich auf dich ;-) P.s: Ich bleibe auch über Nacht.“

sixt

Neben dem ansprechenden Profil bestand nach einem Match auch die Möglichkeit, mit der netten Blondine zu flirten… Zumindest informativ! Eine mutige Werbung, über die man spricht.

3. Mach Singles glücklich – mit Hilfe von Gutscheinaktionen!

Tinder liefert viele spannende Informationen über seine Nutzer. Neben dem Aufenthaltsort ist sowohl das Geschlecht als auch das Alter bekannt. Zudem ist der Beziehungsstatus über Tinder zumindest zu erahnen. So ist klar, dass Valentinstag für viele Tinder Nutzer ein schwarzer Tag im Kalender ist. Nicht mit Dominos! Der Pizzalieferant verschenkte am Valentinstag spezielle Rabatte auf Tinder. Nachdem man ein Match mit dem Pizzastück hatte, wurde man mit viel Glück über die Chatfunktion bei Tinder beschenkt. Interaktiv, spannend und unerwartet.

Was spricht nun dafür, Tinder als Werbekanal zu bespielen? Gerade jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, mutig zu sein und mit einer kreativen Idee auf Tinder zu werben. Dadurch, dass Tinder derzeit noch keine offiziellen Werbeformate anbietet, ist man mit einem kreativen Einfall absoluter Pionier und die Konkurrenz hält sich noch sehr im Rahmen. Zudem hat der User bei Tinder bisher noch selbst in der Hand, ob er mehr über die Werbung erfahren möchte (swipe right) oder ob die Werbung irrelevant für ihn ist (swipe left).  Wenn man es also als Werbetreibender schafft, den Nutzer von sich zu überzeugen und es zu einem Match kommt, hat man schon gewonnen!