Tag Archiv für "Haus der Kommunikation"

Unser Umzug ins Münchner Werksviertel steht bald an und so sind unsere Tage in den Büroräumen der Briennerstrasse 45 gezählt. Ein Grund um zurück zu blicken auf das Haus der Kommunikation, das für so manchen wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Mir persönlich hat immer der Charme des denkmalgeschützten Gebäudes gefallen und die Geschichte hinter diesen Mauern. Das Haupthaus war früher das Münchner Pfandleihamt, unser schöner Innenhof die Versteigerungshalle. Der Postraum hinter dem Empfang war einst der Tresorraum, in dem verpfändete Wertsachen aufbewahrt wurden. Legendär die Geschichte, dass die Tresortür dieses Raumes als Erinnerungsstück unter Glas im Eingangsbereich sichtbar ausgestellt werden sollte, als wir vor vielen Jahren hier aus der Prinzregentenstraße eingezogen sind. Die Tür war allerdings so schwer, dass sie in die Tiefgarage durchgebrochen ist und dort nur zersägt in mehreren Teilen geborgen werden konnte. Mythos oder Real Story? Ich habe es nie herausgefunden, wer es weiß, bitte einen Hinweis in den Kommentaren :-)

Nun hat mich interessiert, welche Erinnerungen die Kolleg:innen mit unserem Haus in Verbindung bringen, was sie vermissen werden und welche Ecken besonders liebenswert sind:

Ein bisschen wie bei Harry Potter mit dem Hogwarts Express, der auf Gleis 9 ¾ abfährt kommen sich die Kolleg:innen vor, die bei der Mediascale im Stockwerk 2 ½ arbeiten – ein kleines, aber feines Zwischengeschoß mit niedrigen Decken, in dem man sehr schön sitzt – außer an heißen Sommertagen, wenn man die Altbau-bedingt nicht vorhandene Klimaanlage vermisst. Ähnlich skurril war lange Zeit unsere „Treppe ins Nichts“. Eine Treppe, die tatsächlich gegen eine Wand führte. Aus feuerschutztechnischen Gründen durfte hier jahrelang kein Durchbruch gemacht werden und so haben wir einige Partys und viele Meetings hier gehabt. Mittlerweile gibt es nach feuerschutztechnischem Umbau eine Türe – der Meetingspace aber heißt immer noch „Treppe ins Nichts“.

Moments and places to remember 

Die "Treppe ins Nichts"
Die „Treppe ins Nichts“ – mittlerweile mit Türe

 

Unsere ehedem extrem stylischen Designer-Sessel lassen wir nun hinter uns – und da hat tatsächlich keiner was dagegen, denn sie sind teilweise so durchgesessen, dass man das Gefühl hat, sie wollen dich verschlucken. Besonders aufgeregte Bewerber:innen sahen manches Mal so aus, als würden sie sich wünschen, der Sessel würde sie wie ein schwarzes Loch absorbieren.

Ein papierloses Büro wird zweifelsfrei ein Gewinn sein, denn die ollen Ordner vermisst keiner.

Clean Desk dürfte dafür eine Herausforderung werden. Denn das ein oder andere individuelle Stück hat fast jeder von uns lieb gewonnen.

Besonders vermissen wird Anina die Auszeiten von unseren Bildschirmen in Form von einer kleinen Sporteinheit. In stressigen Zeiten hat sie mit ihren Teammembers Stressbälle, Frisbees oder andere Werf-Utensilien genutzt. So kam der Spaß nie zu kurz und der Arbeitstrubel durfte mal Pause machen. Aber bestimmt kann der ein oder andere Stressball mit umgezogen werden, damit unsere kleinen Werfeinheiten in den neuen Sportraum gelegt werden können.

Nicht selten wurden wir von Besucher:innen gefragt, ob es im Haus auch eine Klinik gäbe – was an unserem Klingelschild „Notaufnahme“ liegt – und: nein, da ist kein Krankenhaus untergebracht, aber die Kolleg:innen der Neverest haben ein kleines Aufnahmestudio im Keller.

Bevor wir zu unserem absoluten Love Space im Haus der Kommunikation kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Anfänge, als wir vor 22 Jahren eingezogen sind:

Jede Firma der Serviceplan Gruppe hatte die Möglichkeit ihre Räume den Anforderungen entsprechend zu planen. Beim Durcharbeiten der Etagenpläne stellten wir fest, dass wir auf unserer Fläche ein sehr großes Stück hatten, das sich aus unterschiedlichen Gründen weder als Büro, noch sonst wie sinnvoll nutzen ließ. Die zündende Idee: Ein Loch! Da unsere Räume auf zwei übereinanderliegenden Etagen lagen, würde ein Loch diese schön verbinden. Also haben wir in unsere Planung ein Loch eingezeichnet. Und man kann sich nicht vorstellen, was dann los war. Lange Rede kurzer Sinn: Nach unzähligen Diskussionen musste man schließlich anerkennen, dass DAS LOCH am Ende doch die beste und vor allem sinnvollste Lösung für diese Fläche war. Und auch nach über 20 Jahren finde ich, dass dieser Teil unseres alten Hauses sehr gelungen ist.
Diese Geschichte von Geschäftsführer Wolfgang Bscheid zeigt doch sehr praktisch, dass manchmal auch das Nichts eine gute und vielleicht sogar die beste Lösungen sein kann.

„Das Loch“ hier schon mit Umzugskisten

 

Der laut Umfrage am meisten vermisste Ort wird wohl unser Balkon sein, der für die Raucherpausen, für´s unkomplizierte Meeting, für die Lunchpause oder das Feierabendbier herhalten durfte – unser Love Space.

Time to say goodbye

Auch wenn Wehmut aufkommt, unser Haus ist in die Jahre gekommen und mit ein paar letzten Schnappschüssen (danke an meine liebe Kollegin Corinna Garschke für die tollen Fotos zu diesem Beitrag!) verabschieden wir uns von dir, liebes HdK in der Brienner 45. Schön war´s mit dir und mach es gut!

Bald im Werksviertel

Und jetzt freuen wir uns auf unser neues HdK und unsere neue Nachbarschaft im Werksviertel!

Dieses Jahr stand der Innovationstag bei Serviceplan unter dem übergreifenden Motto “The Power of ReThink“. Für einen Tag transformierte das Haus der Kommunikation zum futuristisch anmutenden virtuellen House of Rethinkers.

Bei Mediascale haben wir konventionelle Mediaplanung überdacht:

„Wird das nachhaltige Verhalten von Medien in Zukunft Einfluss auf ihre Belegung haben? Wird Nachhaltigkeit ein Planungskriterium bei der Medienauswahl?“

„Welche Kriterien haben für Unternehmen die höchste Priorität bei der Bewertung von nachhaltigem Verhalten und muss es eine Marktinitiative geben, die diese Bewertung objektivierbar macht?“

Diese Fragen haben wir den Teilnehmern unseres Trend Tables gestellt und mit ihnen über Werbeboykotte und die gesellschaftliche Verantwortung von Medienunternehmen diskutiert.

Als Vorbereitung auf den Innovationstag haben wir einige Marktforschungsbefragungen durchgeführt, um ein Stimmungsbild zu dem komplexen Thema zu erhalten.
Die Ergebnisse zeigen uns deutlich, dass Konsumenten, Werbungtreibende und Medien nachhaltiges Verhalten als einen wichtigen Aspekt von gesellschaftlicher Verantwortung beurteilen. Die Konsumenten erwarten von Werbungtreibenden sogar, dass sie ihre Budgets nutzen, um Medien durch einen Boykott auch mal in die Schranken zu weisen.

In der Diskussion im Trend Table kam das Thema auf, dass viele Media-Entscheider ihren Einfluss auf die Medien als nicht besonders groß im Hinblick auf die Budgethöhe erachten. Viele Marketingleiter vertrauen auf die langjährige gute Zusammenarbeit und die gewachsenen Beziehungen zu redaktionellen Medien, da diese auch Informationsmacht besitzen.

Die Mediaentscheider wünschen sich eine Guideline, um nachhaltiges Verhalten von Medien objektiv und unabhängig bewertbar zu machen. Hier würden die Media-Entscheider eine Markt-Initiative sehr begrüßen.

Bei unserer Umfrage unter 158 Markenentscheidern verschiedener Branchen wird deutlich, das nachhaltige Mediaplanung relevanter wird. Seitdem globalen Facebook-Boykott #stophateforprofit im Sommer ist für viele Entscheider ein Werbeboykott denkbar geworden, um Haltung zu zeigen.

Medienhäusern ist ihre gesellschaftliche und publizistische Verantwortung durchaus bewusst. Ein konkreter Bezug zur Mediaplanung von Werbungtreibenden wird aber noch nicht gesehen.

Wir haben festgestellt, dass Nachhaltigkeit für viele Unternehmen ein sehr wichtiges Thema ist. Viele haben schon klare Unternehmensregeln aufgestellt und setzen einzelne Ziele der UN Statuten konsequent um. Die gesamte Lieferantenkette bis hin zu Mediaagenturen und Medienunternehmen ebenfalls mit einzubeziehen, ist für viele ein spannender neuer Gedanke.

Nachdem unsere Vermutungen im Trend Table bestätigt wurden, dass ein Richtlinienkatalog zur Bewertung von nachhaltigem Verhalten von Medien insbesondere im Bezug auf ethischen Journalismus erforderlich ist, ergreifen wir die gewünschte Initiative.

Natürlich maßen wir uns nicht an, zu beurteilen, was ethisch und moralisch korrekt ist. Daher möchten wir ein Forschungsprojekt mit der Hamburg Mediaschool und der Uni Florida durchführen, das diesen Aspekt beleuchtet.
Wir bieten Ihnen die Chance sich an dieser Initiative zu beteiligen und eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Als Auftakt planen wir Mitte November gemeinsam mit interessierten Kunden einen vertiefenden Workshop zu dem Thema. Neben der Konkretisierung von Erwartungshaltung und Forderungen von werbungtreibenden Unternehmen steht auf der Agenda die Entwicklung von konkreten Umsetzungsvorschlägen für einen Richtlinienkatalog. So wollen wir einen Beitrag leisten, um das nachhaltige Verhalten von Medien in Zukunft für die Mediaplanung bewertbar zu machen.

Ende Juni sind drei wackere Mediascaler gen Hamburg gezogen. Und wenn es uns manchmal schwer fällt, München zu verlassen, so freuen wir uns doch jedes Mal auf das Reiseziel Hamburg (auch wenn der Flieger schon zu sehr früher Morgenstunde vom Franz Josef Strauß Flughafen abhebt.)

Unsere geplanten zwei Tage Aufenthalt waren randvoll gepackt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn neben diversen Präsentationen hatten wir auch 6 kg Saftbärchen dabei. Und wer so wie ich bislang der Meinung war, dass das Handgepäck nie gewogen wird, wurde an diesem Morgen eines Besseren belehrt. Glücklicherweise konnten durch eine spontane Umpackaktion doch noch alle Bärchen, inklusive uns, die Reise nach Hamburg antreten.

Am Flughafen Fuhlsbüttel angekommen, ging es gleich zum neuen Standort der Hamburger Kollegen, der erst im März 2015 eröffnet wurde. Direkt an der Speicherstadt gelegen, empfängt das Haus der Kommunikation seine Gäste in neuem Glanz mit einem luftig rustikalen Eingangsbereich und herrlichem Kaffeeduft, der auch die letzten Morgenmuffelstimmungen sofort vertreibt.

Ideale Voraussetzungen um gleich loszulegen! Dachten wir zumindest. Doch es war uns einfach unmöglich, die Präsentation an die Wand zu bekommen. Unsere Vermutung: Die Yoga-Truppe, die den Konfi regelmäßig zur Anspannung und Entspannung nutzt, hat die Kabel nicht wieder in die dafür vorgesehenen Dosen platziert. Problem erkannt, Problem gebannt. :)

Kaum losgelegt war die Mittagspause auch fast schon wieder zum Greifen nah. Noch kurz die neuen Räumlichkeiten besichtigt, und ab zur Ofenkartoffel mit Quark. Wir wussten ja schon welch kulinarischer Gaumenschmaus uns am Abend bevorsteht…

Nach vollendetem Tagwerk hieß es dann Genuss pur im Henssler & Henssler. Da Bilder manchmal mehr sagen als 1000 Worte, zeigen wir euch unser Menü:

Die Vorspeise:

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Der Hauptgang:

HH2

 

DIE ULTIMATIVE SUSHI ROLLE:

HH3

 

Und ganz viiiieeeeeel Nachtisch:

HH4 HH5 HH6 HH7

 

„Rollender“ Weise ging es zurück ins Haus der Kommunikation, wo die After Work Party bereits in vollem Gange war. Doch irgendwann muss auch der schönste Tag einmal enden. Also nichts wie ab ins Bett und neue Energie tanken für Tag 2.

HH8

HH9

Das Gefühl am nächsten Morgen war schon fast heimelig. Die Technik im Konfi weiterhin einwandfrei funktionsfähig und auch wir nach ein paar Kaffee voll einsatzbereit. So verging auch der zweite Tag wie im Flug.

Wir hoffen, unsere Kollegen hatten mindestens genau so viel Spaß am „interkulturellen“ Austausch. Wir für unseren Teil freuen uns jedenfalls schon sehr darauf, im Herbst erneut nach Hamburg zu reisen. Die Saftbärchen schicken wir vielleicht aber schon vorab auf den Weg. :)