Tag Archiv für "GDN"

Aller guten Dinge sind drei! Darum kommt nun der letzte Teil unserer Glossar Reihe zum Thema Google Display Netzwerk. Begonnen hatten wir mit der Vorstellung der allgemeinen Anzeigeformate im GDN und machten dann einen Exkurs in die Welt der Videoformate auf YouTube.  Jetzt wollen wir natürlich wissen, was die wichtigsten Kampagneneinstellungen sind und welche Targetingoptionen Werbungstreibenden zur Verfügung stehen.

Kampagneneinstellungen

Im Rahmen der Einstellungen einer Kampagne kann man zunächst geografische Ausrichtung, Sprache und auch das Frequency-Capping festlegen. Zusätzlich lässt sich bei einer  Kampagnen auch eine Einstellung nach Gerätetyp vornehmen. Dabei kann man zwischen Computer, Tablet und Mobilgerät  auswählen. Speziell bei den Mobilgeräten sogar noch einmal zwischen den gängigen Betriebssystemen. Dies macht insbesondere dann Sinn, wenn  man z.B. nur IOS relevante Produkte, wie etwa spezielle Apps bewerben möchte. Zu guter Letzt ist es auch möglich, Anzeigen nur an bestimmten Tagen und zu ausgewählten Uhrzeiten zu schalten.

Targetingoptionen

Damit eine Kampagne auch möglichst die richtige Zielgruppe erreicht, gibt es verschiedene Targetingoptionen, über die man seine Anzeigen oder Videos im Display Netzwerk aussteuern kann.

 

tageting google
Targetingoptionen auf Google

–          Kontextuelles Targeting im GDN

Über diese Targetingoption lassen sich Kampagnen anhand von thematisch gewählten Keywords aussteuern. Die Keywords dienen dabei als Bezugspunkte für AdWords, das das Internet nach inhaltlichen Bezügen durchkämmt, auf denen die Anzeigen ausgeliefert werden können.

–          Thematisches Targeting

Hierbei werden Websites zur Auslieferung der Anzeigen gewählt, die sich inhaltlich mit den vorab festgelegten Themen auseinandersetzen. Die Themen lassen sich dabei aus mehr oder weniger genauen und von Google vorgegebenen Themenclustern auswählen.

–          Interessen Targeting

Diese Option des Targetings setzt sich gezielt mit dem Surfverhalten der User auseinander. Dabei stehen zwei Kategorien zur Auswahl:  Über die Kategorie  „gemeinsame Interessen“ werden die Anzeigen an User ausgesteuert, die mit ihrem Surfverhalten bereits über einen längeren Zeitraum  Interesse an Inhalten gezeigt haben, die auch zu der eigenen Kampagne passen. Ähnlich funktioniert es mit der Kategorie „kaufbereite Zielgruppe“. Hier wählt man aus einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen aus, die bereits von anderen Nutzern gesucht und verglichen wurden und sich somit als relevant für die eigene Kampagne erweisen.

–          Placement Targeting

Das Placement Targeting ist das wohl genaueste Steuerungselement unter den Targetingoptionen. Es ermöglicht die Auslieferung auf einer, oder mehreren eigens gewählten Internetseiten des Google Display Netzwerks.

–          Remarketing

Das Remarketing erlaubt User erneut anzusprechen, die bereits die Website besucht haben oder mit einem anderen Werbemittel angesprochen wurden.

–          Demografisches Targeting

Bei dieser Option können Kriterien wie Alter, Geschlecht aber auch der Elternstatus festgelegt werden.

Mögliche Kombinationen von Targetingelementen
Mögliche Kombinationen von Targetingelementen

Alle Targetingoptionen lassen sich natürlich auch miteinander verknüpfen. Jedoch darf man nicht vergessen, dass bei der Aussteuerung auch alle Targetingoptionen erfüllt sein müssen. Denn nur dann wird eine Anzeige tatsächlich ausgespielt.  Wer viele Targetingelemente mit einander kombiniert, kann auf diese Weise zwar ganz gezielt eine sehr spezielle User-Gruppe ansprechen, grenzt aber gleichzeitig auch die Reichweite seiner Kampagne ein.

Google – unendliche Weiten, unendlich viele Möglichkeiten.

Google bearbeitet 40.000 Suchanfragen in der Sekunde. Die Suchmaschine berücksichtigt über 200 Faktoren für die Berechnung der Suchergebnisse. Die Zahl der von Suchmaschinen erfassten Websites wird auf 2,25 Milliarden geschätzt. Die Suche bietet 146 Schnittstellen zu Sprachen, darunter auch fünf Fake-Sprachen wie „Swedish Chef” aus der Muppet Show. Pro Monat werden ca. 6 Milliarden Stunden Videomaterial auf der Streaming-Plattform  YouTube angeschaut. Das entspricht ca. 1 Stunde pro Bewohner unserer Erde. Mit dem Dienst „Google Wedding“ kann Frau ihre  Hochzeit planen. Google Earth bietet eine interaktive Tour über den Mars an. Dabei macht machte das Unternehmen 2013 ca. 91% des gesamten Umsatzes nur durch Werbung.

Wie machen sich nun Werbetreibende dieses Google-Universum effektiv zu Nutze? 

Neben dem Suchnetzwerk von Google, existiert das Google Displaynetzwerk, das aus einer geraumen Zahl (mehrere Millionen) von Websites besteht, die sich dem Google AdSense Programm angeschlossen haben. Via AdSense stellen die Seitenbetreiber ihre verfügbaren Werbeflächen bereit, die über Google AdWords in einem Wettbewerb versteigert werden. Die Auktion wird durch mehrere Faktoren, die bei der Einstellung der Kampagne bei AdWords festgelegt werden, beeinflusst. Im Unterschied zum Suchnetzwerk wird bei der Aussteuerung der Anzeigen vorwiegend thematisch gearbeitet und weniger mit genau gestalteten Keywordlisten. Das GDN bietet zudem eine vielfältigere Auswahl an einzusetzenden Formaten. So können neben den Textanzeigen, die im Suchnetzwerk eingesetzt werden, Formate wie Image-, Video und Richmedia Anzeigen eingestellt werden.

Anzeigenformate im GDN

 Im Google Displaynetzwerk werden die Anzeigenformate in drei Cluster eingeteilt. Google bezeichnet dabei klassische Bannerwerbung als Imageanzeigen, die unserem Standardbanner entsprechen. Erweiternd zu den Standartformaten bietet Google die Möglichkeit, die Banner als Rich Media Anzeigen einzustellen. Diese werden interaktiver gestaltet und können mit weiteren Features ausgestattet werden. Ebenfalls zum GDN gehört die Streaming Plattform YouTube, sie bietet die  Möglichkeit, Bewegtbildanzeigen in Form von PreRoll und True View Anzeigen zu schalten.

In diesem Teil zum Thema GDN, beschäftigen wir uns mit den Anzeigenformate: Standartbanner und Rich Media Anzeigen. Im zweiten Teil der Reihe folgen die Werbemöglichkeiten via YouTube.

 Bannerwerbung

Für Standartformate kann unter einer Vielzahl möglicher, von Google genormten Formaten, gewählt werden. Die aktuell zugelassenen Formate können in den AdWords-Werberichtlinien eingesehen werden. Wichtig zu beachten ist, dass die Banner grundsätzlich zwar auch animiert sein dürfen, dies aber strengen Richtlinien und Prüfungen seitens Google unterliegt. Für die erste Anzeigenerstellung sollte man daher etwas Zeit und Geduld mitbringen. Die Banner werden meist durch einen längeren Freigabeprozess geschickt, zudem erscheinen einem Laien die Gründe der Ablehnung nicht immer völlig logisch.

Google AdWords Bannerformate
Google AdWords Bannerformate

Rich Media Anzeigen

Bei Rich Media Anzeigen kann es sich sowohl um Banner als auch um Videoanzeigen handeln. Der gravierende Unterschied zu „normalen“ Anzeigen liegt dabei im zusätzlich animierten oder interaktiven Charakter der Formate. Die Anzeigen können danach noch mit weiteren Elementen, wie einem „Call to Action Button“ ausgestattet werden. Daneben können Rich Media-Anzeigenformate die Anzeige maximieren, wenn der Nutzer die Maus darüber bewegt. Die Anzeige kann als große Fläche gestaltet werden, auf der die Markenbotschaft beispielsweise in Form eines Videokarussells oder eines interaktiven Spiels dargestellt werden kann.

Darstellungsformate
Rich Media Anzeigen

 

Im zweiten Teil zum Thema GDN, werden wir uns mit der Streaming Plattform Youtube und ihren Werbemöglichkeiten beschäftigen. Und im dritten Teil der Artikelreihe, werden wir auch auf die Kampagnensteuerung und die Targetingoptionen eingehen.

Fortsetzung folg…

 

Über die möglichen Werbeformen bei Facebook habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist die Frage: Was ist eigentlich bei Google+ möglich? Für Unternehmen ist Google+ als Werbeplattform noch nicht nutzbar. Analog zu Facebook können jedoch Profile von Marken, Unternehmen und Künstlern angelegt werden. Bis dato gibt es aber keine Möglichkeit, Profil-Follower über Werbekampagnen zu gewinnen.

Die einzige Form der werblichen Nutzung ist aktuell eine soziale Erweiterung von Google AdWords- oder Google Display Netzwerk-Kampagnen. Diese Erweiterung erreicht nur Nutzer, die selbst bei einem Google-Dienst eingeloggt sind. Gibt ein eingeloggter User dann bei Google eine Suchanfrage ein, so erhält er in den Anzeigen die Zusatzinfos (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1

Neben der direkten Möglichkeit, eine „+1“-Bewertung abzugeben, sieht man unten auf der Anzeige auch, wie viele User aus den eigenen Circlen schon Beiträge des Profils „gepluseinst“ haben.

Die sonstige Funktionalität der Google AdWords-Anzeige bleibt unverändert und verlinkt auf die gewählte Landingpage des Kunden. Abbildung 2 zeigt die Darstellung der sozialen Erweiterung bei Kampagnen des Google Display Netzwerks (GDN).

Abbildung 2

Will man als Werbekunde die soziale Erweiterung nutzen, so muss man vorab das Google+ Profil mit der jeweiligen Website verifizieren. Dazu muss auf der Kundenwebsite ein Metatag integriert werden, der den Nachweis gewährleisten soll, dass ein Berechtigter die Verifizierung vorgenommen hat. Danach wird die soziale Erweiterung automatisch bei allen AdWords- oder GDN- Kampagnen angezeigt.

Unterdrücken kann man die soziale Erweiterung bei Google Display Netzwerk-Kampagnen. Dazu kann die Funktion beim Anlegen der Kampagne deaktiviert werden. Dies sollte vor allem bei Kampagnen erfolgen, die mit Motiven arbeiten, die wichtige Infos in dem Bereich haben, der von der sozialen Erweiterung verdeckt würde. Bei Google AdWords- Kampagnen kann die soziale Erweiterung nicht unterdrückt werden.

Die Schaltung von Ads innerhalb von Google+ wird sicherlich irgendwann kommen. Aktuell scheint Google aber noch abzuwarten, bis das Produkt Google+ eine höhere Verbreitung gefunden hat. Deshalb ist noch nicht absehbar, wann es soweit sein wird.