Tag Archiv für "Facebook"

Ich glaube jeder Facebook-Nutzer erinnert sich an die Situation, als ihm zum ersten Mal seine Mutter, ein Onkel oder auch der ehemalige Fahrlehrer auf Facebook als Freund vorgeschlagen wurde. Seitdem ist auf Facebook nichts mehr wie es einmal war. Auf der Timeline finden sich nun deutlich häufiger Blumenbilder mit Texten drauf oder auch lange Videos in sehr schlechter Qualität, mit semi-witzigem Inhalt. Die Jugend spricht häufig von TikTok und Snapchat, manchmal von Instagram aber selten von Facebook. Die genannten Dinge vermitteln den Eindruck, dass auf Facebook kaum noch aktive User sind und die übrigen User sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden. Da die beschriebenen Dinge höchst subjektiv sind, werden wir nun anhand aussagekräftiger Daten prüfen, wie die aktuelle Lage bei Facebook und Instagram ist und wie sich die beiden Plattformen die letzten Jahre verändert haben. Dieser Beitrag soll aufzeigen welche Personen man wirklich auf Facebook und Instagram erreicht und welche Kosten auf den einzelnen Plattformen anfallen, falls man diese Personen dort mit Werbung erreichen möchte.

 

Aktive User – Deutschland

Laut der aktuellsten best for planning Studie aus dem Jahr 2021 gibt es in Deutschland ca. 43,33 Mio.[1] aktive Facebook User, mit stagnierender Tendenz. Mit 51% sind die Männer etwas häufiger vertreten als die Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 35-39 Jahren und zeigt eine steigende Tendenz. Die jüngste Altersgruppe von 14-19 Jahren macht lediglich einen Anteil von 9% aus. Mehr als ein Drittel (34%) aller User befinden sich in der Altersgruppe 50+. Die Grafik[2] visualisiert die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen im Zeitraum 2018 zu 2021. Im Jahre 2021, gut erkennbar der deutlich sinkende Anteil der Altersgruppe 14-29 Jahre sowie der deutlich steigende Anteil der Altersgruppe 50+ Jahre. Besonders deutlich wir die Veränderung in der Altersklasse 60-69 Jahre. Die Verweildauer der User auf der Plattform liegt derzeit bei 11 Stunden (2018: 10 Stunden)[3] pro Monat.  Diese stieg von 2018 bis 2020 kontinuierlich an und ist seit 2021 wieder leicht rückläufig.

Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe

 

Instagram wird oft zugeschrieben, dass es deutlich jünger ist. Doch ist das tatsächlich so? Mit ca. 28,44 Mio. [4] Usern kommt Instagram zwar nicht an Facebook ran, braucht sich mit diesen Zahlen aber definitiv nicht verstecken, zumal die Tendenz steigend ist. Auf der Plattform sind Männer und Frauen gleichmäßig verteilt. Das Durchschnittsalter liegt bei 20-29 Jahren und somit deutlich unter dem von Facebook. Ungefähr die Hälfte aller User haben ein Alter zwischen 20-39 Jahren. Auch bei Instagram werden die User tendenziell älter. Den geringsten Anteil auf der Plattform, machen mit 11%, die 60+ Jährigen aus. Verhältnismäßig gab es auch hier in der Altersgruppe 60-69 Jahre sowie 70+ die größten Veränderungen zu 2018. Mit 8,5 Stunden (2018: 7 Stunden)[5] pro Monat verbringen die User etwas weniger Zeit auf Instagram als auf Facebook.

 

Grafik 2: Anteil der Instagram-User nach Altersgruppe

 

Preisentwicklung CPM & CPC | USA

Jetzt wissen wir also, welche Personen wir auf der jeweiligen Plattform erreichen können. Nachfolgend gehen wir auf die aktuellen Werbekosten ein und betrachten ebenfalls die Preisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Die beiden gängigsten Abrechnungsmodelle auf Facebook und Instagram sind der CPM (Cost-per-Mille, oder TKP = Tausender Kontaktpreis) sowie der CPC (Cost-per-Click). Aufgrund der auktionsbasierten Ausspielung der Werbeanzeigen sind die Preise alles andere als starr. So haben der Monat, das Targeting, die Werbeform, die Platzierungsauswahl (an welcher Stelle der App die Werbung ausgespielt wird) und viele weitere Faktoren einen enormen Einfluss auf die finalen Preise. Grundsätzlich war auf beiden Plattformen der CPM im Januar am niedrigsten und im November am höchsten, bezogen auf einen Betrachtungszeitraum von Januar 2020 – Mai 2022. Aufgrund der höheren Aussagekraft wurden hier als Datengrundlage Kampagnen mit einer Zielgruppe in den USA verwendet. Die Preisentwicklungen können tendenziell jedoch auch auf Deutschland übertragen werden[6].

Facebook

Im Vergleich zu 2020 ist Facebook-Werbung deutlich teurer geworden. So gab es eine signifikante Preissteigerung von 2020 auf 2021. Eine solche Preissteigerung blieb von 2021 auf 2022 aus, und der Preis ist aktuell sogar leicht rückläufig, jedoch noch weit von 2020 entfernt.

Zahlte man als Werbetreibender im Januar 2020 noch einen CPM von 9,89$ so waren es im Januar 2022 bereits 11,27$. Im teuersten Monat November zahlte man 2020 einen CPM von 16,53$ und im Jahre 2022 bereits 17,58$.[7]

Wie Eingangs bereits erwähnt, hat der Monat einen deutlichen Einfluss auf den Preis. Vergleicht man beispielsweise den günstigsten Preis im Jahre 2020 (9,89$) mit dem teuersten Preis aus 2020 (16,76$) so ergibt sich ein Preisunterschied von fast 70%.

Der CPC korreliert verständlicherweise mit dem CPM. Je höher der CPM, desto höher in der Regel auch der daraus resultierende CPC. So zählt auch hier der Januar zu den günstigsten Monaten und der November zu dem teuersten. Mussten im Januar 2020 noch 0,84$ für einen Klick bezahlt werden, waren es im Januar 2022 bereits 0,91$.  Dazwischen, im Januar 2021 lag er sogar nochmal höher und zwar bei 0,94$. Der CPC ist im Moment also leicht sinkend, jedoch noch deutlich über dem von 2020.[8]

Instagram

Auf Instagram können 1.000 Impressionen (CPM) günstiger eingekauft werden als auf Facebook. Die Preisentwicklung ist aber auch hier steigend. Bezogen auf die Monate Januar und November sieht es wie folgt aus. Im Januar 2020 lag der durchschnittliche CPM bei 6,34$ und im Januar 2022 bei 9,14$.  Im November 2020 lag er bei 11,89$ und ein Jahr später, 2021 bei 14,28$. Bei Instagram ist eine kontinuierliche Steigerung des CPMs beginnen ab 2020 zu erkennen.[9]

Anders als bei dem CPM, liegt der CPC bei Instagram über dem von Facebook. In Zahlen sieht das so aus: Im Januar 2020 kostete ein durchschnittliche Klick 1$. Im Januar 2022 waren es 1,16$. Der bisher höchste CPC betrug 1,66$ und wurde im November 2021 bezahlt. Anders als bei dem CPM ist der CPC nochmal etwas unberechenbarer. So muss hier neben den bereits Anfangs genannten Einflussfaktoren auf den Preis auch der enorme Einfluss von den Werbemitteln genannt werden. Sind die Werbemittel von guter Qualität, so sinkt in der Regel auch der CPC. [10]

 

Was sagt uns das?

Die Zahlen zeigen, dass es sich bei Facebook nicht um ein Social-Media Altenheim handelt, die über 50-Jährigen jedoch einen nicht unerheblichen Anteil der Nutzerschaft ausmachen. Mit über 43 Mio. Usern ist die absolute Nutzerzahl in Deutschland sehr beeindruckend und definitiv nicht zu vernachlässigen. Facebook ist somit laut den Nutzerzahlen der best for planning die größte Social-Media Plattform in Deutschland[11]. Mit Instagram hat der Konzern Facebook, inzwischen Meta, eine Plattform im Jahre 2012 gekauft, welche eine jüngere Nutzerschaft hat. Und im Vergleich zu Facebook stimmt das. Mit einem Durchschnittsalter von 20-29 Jahren, sind die User ein gutes Stück jünger als auf Facebook. Die jungen Leute, Stichwort Generation Z, tummeln sich mittlerweile aber größtenteils auf anderen Plattformen und weniger auf Instagram und Facebook. Diesem Trend möchte Facebook natürlich entgegenwirken und setzt deshalb vermehrt auf Videoformate. Speziell die Plattform TikTok wurde bei der jungen Nutzerschaft mit ihren kurzen Videoinhalten sehr beliebt. Facebook und Instagram führten als Konsequenz Formate wie Stories und Reels ein. So verbringen Facebook-User derzeit über 50%[12] der Zeit auf der Plattform mit Videoinhalten. Tendenz steigend. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Social-Media-Plattformen entwickeln und welche Trends als nächstes auf uns zukommen. Aktuell lässt sich festhalten, dass die User auf Facebook und Instagram tendenziell älter werden, die durchschnittliche Nutzungsdauer sinkt und die Kosten für Werbung im Laufe der Jahre gestiegen sind.

 

 

[1] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[2] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[3] MDS | b4p 2021 III & b4p 2020 I.

[4] Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe 2018-2021.

[5] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[6] https://www.internetworld.de/social-media-marketing/facebook-marketing/werbung-facebook-2022-teurer-2754919.html.

[7] https://revealbot.com/instagram-advertising-costs. (Fußnote 7-10).

[11] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[12] Facebook: Weekly Product Updates.

 

Unter den sozialen Netzwerken zählt WhatsApp zu den reichweitenstärksten Anbietern im Markt (1,3 Milliarden Nutzer weltweit). Die Nachricht, dass sich WhatsApp nun zukünftig auch für Werbung öffnen will, lässt aufhorchen. Zum einen, weil sich hier natürlich ein großes Potenzial für Werbetreibende ergibt und zum anderen, weil die Nutzer nur sehr bedingt dazu bereit sein werden, die bis dato werbefreie App nun mit Werbeeinblendungen zu nutzen.

Wie hat WhatsApp bisher sein Geld verdient?

WhatsApp wurde 2009 gegründet und hat von da an die Art der Kommunikation zwischen Smartphone Usern revolutioniert. Zu Beginn war die App nach einer gewissen Nutzungszeit kostenpflichtig und musste in einem jährlichen Abonnement gebucht werden. Bereits 2012 war die Relevanz von WhatsApp so hoch, dass erste Gerüchte einer Übernahme durch Facebook oder Google aufkamen. 2014 dann die Nachricht: Facebook kauft WhatsApp für rund 22 Milliarden US-Dollar. 2016 kündigt Facebook an, die Gebühren für WhatsApp abzuschaffen, die Userdaten von WhatsApp aber dennoch nicht für Werbezwecke zu nutzen. Man möchte Geld verdienen, indem man eine kostenpflichtige Version für Unternehmen einführt. Die Kombination aus Kosten- und Werbefreiheit hat WhatsApp zum SMS-Killer Nummer Eins gemacht: 2017 verschickten die Nutzer in Deutschland nur noch zehn Milliarden Kurzmitteilungen – vor fünf Jahren waren es noch fast 60 Milliarden SMS. Im August des gleichen Jahres rudert Facebook jedoch zurück: Man will die Nutzerdaten (etwa Telefonnummern) nun doch verarbeiten, was den Verbraucherschützern vor allem in Europa jedoch übel aufstößt, weswegen die Pläne verworfen wurden. Im Januar 2018 etabliert WhatsApp mit seiner neuen und kostenfreien Business App einen Kommunikationskanal für kleine bis mittlere Unternehmen.

In der Zeit nach der Übernahme durch Facebook verliert WhatsApp im Verlauf seine beiden Gründer Brian Acton und Jan Koum. Diese hatten bei der Gründung der App versprochen, dass WhatsApp werbefrei ist und auch bleiben wird – ein Versprechen, das sie schlussendlich nicht halten konnten. Brian Acton hat übrigens nach seinem Austritt eine Stiftung gegründet, die in Verschlüsselungstechnologien investiert.

Wie würde Werbung auf WhatsApp aussehen?

Bislang gibt es noch keine konkreten Aussagen von Facebook, wie die Werbung in WhatsApp zukünftig aussehen wird. Denkbar ist, dass Facebook neben der bisherigen Business App auch für größere Werbekunden einen Dialogkanal entwickelt. Es stehen Spekulationen im Raum, dass Mechaniken eingesetzt werden könnten, die man von Newsletter-Anbietern kennt. Dabei können User, die dem Empfang der Nachrichten durch Unternehmen zugestimmt haben, über die bekannten WhatsApp-Möglichkeiten – Text, Audio, Bild und Video – angesprochen werden. Experten vermuten, dass sich die Darstellung an der bereits auf Facebook buchbaren Messenger Ad orientieren könnte.

Werbung im Facebook Messenger. Quelle: Facebook

 

Dabei müsste auch beachtet werden, dass sich die Form der Dialogansprache nicht als Erstkontakt einsetzen lässt. Nach heutigem Stand würde sich der Kanal WhatsApp nur für Bestandskunden eignen, die bereits in Verbindung mit dem Unternehmen stehen oder bewusst mit dem Unternehmen interagieren wollen. Weitere Möglichkeiten, wie Banner-Ausspielungen oder Einblendungen zwischen den Statusmeldungen (ähnlich wie Story Ads bei Instagram), sind bislang nur Gerüchte und nicht offiziell bestätigt worden.

Allein die Ankündigung, dass WhatsApp zukünftig mit Werbung finanziert werden könnte, sorgt in der Community vorab für eine große Diskussion. Wie die oben genannten Formen der Werbung schlussendlich aufgenommen und akzeptiert werden und ob sich WhatsApp dadurch weiterhin als etablierte Kommunikations-App behaupten kann, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall verdient das Thema vor allem für Werbetreibende hohe Aufmerksamkeit, da es medial viel Potenzial bietet.

Täglich grüßt bekanntlich das Murmeltier, aber Facebook macht ihm hier sicher Konkurrenz. Sowohl für die rund 31 Mio. Nutzer aller Altersklassen in Deutschland als auch für die Werbetreibenden lässt sich das soziale Netzwerk gefühlt täglich etwas Neues einfallen.

Und das scheint sich zu lohnen: Ungefähr 20 Minuten täglich verbringen die User damit den Newsfeed auf und ab zu scrollen. Damit das nicht langweilig wird, gibt es immer wieder spannende Updates.

Um im Formatdschungel auf Facebook nicht den Durchblick zu verlieren, habe ich einen kleinen Überblick über die Neuerungen der letzten Monate zusammengestellt. Alle vorgestellten, neuen Formate sind auch für Deutschland buchbar.

Facebook Stories in der Desktop-Version

Seit Sommer 2016 gibt es die beliebten Instagram Stories, die seit März 2017 mit einem „Sponsored Story Ad“ werblich belegbar sind. Facebook Stories gibt es ebenfalls seit Anfang 2017. Seit August 2017 laufen die Stories nun auch in der Desktop Version auf Facebook.

Collection Ads

Bei diesem Format sollten seit dem Sommer 2017 vor allem Kunden im Bereich E-Commerce hellhörig werden, die den Trend des mobilen Online-Shoppings nutzen wollen. Die Facebook Collection Ads geben dem User die Möglichkeit, auf mobilen Endgeräten, nach dem Klick auf das Werbemittel, die gesamte Produktpalette eines Kunden zu durchstöbern und direkt zu kaufen. Hierbei genießt der User den großen Vorteil, dass er keine langen Ladezeiten mehr aussitzen muss, weil der vom Kunden angelegte Produktkatalog in Form einer Microsite direkt bei Facebook gehostet wird.

Die Ad im Newsfeed zeigt ein großes Bild oder Video und bereits vier Produkte aus dem Sortiment. Klickt der Nutzer sich in die Collection Ad, so werden ihm weitere Produkte und Informationen angezeigt, ohne dass er die Facebook App verlässt.

https://www.adsventure.de/facebook-collection-ads/

 

 

Sponsored Messages

Die Möglichkeit, den Facebook Messenger als Verlinkungsziel für seine Anzeigen zu nutzen, gibt es schon etwas länger. Mit 1,2 Milliarden Usern weltweit bietet sich hier eine nennenswerte Reichweite für den Werbetreibenden. Im November 2017 wurde der Facebook Messenger noch weiter für Werbung geöffnet. Durch „Sponsored Messages“ können Unternehmen den Nutzern Direktnachrichten im Posteingang zustellen. Anfangs konnte eine solche Nachricht aber nur einmal pro Tag und nur, wenn der User schon einmal mit dem Unternehmen über den Messenger in Kontakt war, verschickt werden. Mittlerweile kann Facebook die Ad auch auf eine Costum Audience der Nutzer ausspielen, die mit der jeweiligen Seite interagiert haben.

Aber warum sollen Werbetreibende jetzt auch noch Werbung im Messenger schalten? Dazu ein paar Fakten, die für sich sprechen:

  • 2 Milliarden Nachrichten pro Monat werden zwischen Menschen und Unternehmen verschickt
  • 53% kaufen lieber bei Unternehmen, mit denen sie direkt Nachrichten austauschen können
  • 56% der Menschen möchten lieber mit einem Kundenservice schreiben anstatt zu telefonieren
http://www.thomashutter.com/index.php/2017/11/facebook-erweitertes-sponsored-messages-rollout/

Der ständige Ausbau der Werbeplätze auf Facebook wird wohl nie ein Ende haben und das ist auch gut so. So bleibt das Social Media-Umfeld für die Werbetreibenden und auch für die User weiterhin spannend.

Facebook will wieder sozial werden. Dieser Wunsch, so formuliert von Mark Zuckerberg in einem am 12. Jan veröffentlichten Facebook Post, soll  sich zunächst vor allen Dingen im Newsfeed des Nutzers bemerkbar machen. Das hier Handlungsbedarf besteht, deckt sich mit der (subjektiven) Wahrnehmung dieses Autors. So war der Newsfeed eines Nutzers vor Jahren noch das Tor in alle wichtigen (und oft auch weniger wichtigen) Ereignisse der Freunde und Kontakte. Doch seitdem hat sich Facebook stark kommerzialisiert und ist mittlerweile „Big Business“. Viele Unternehmen und Marken, vor allen Dingen aber Verlage und Medienunternehmen kommen um Facebook nicht mehr herum. Für Erstere bietet die Plattform, eine im Verhältnis zu klassischen Werbekanälen, sehr granulare Möglichkeit spezifische Zielgruppen werblich zu erreichen, sowohl über bezahlte als auch organische Posts. Letztere wiederum beziehen bis zu 90 Prozent ihres Webseiten-Traffics über organische (oder bezahlte) Posts, die auf Facebook geschalten werden. All das hat dazu geführt, dass der durchschnittliche Newsfeed heute zu einem überwiegenden Teil aus redaktionellem Content und Bewegtbild besteht. Problem hierbei ist, dass diese in der Regel recht passiv konsumiert werden. Genau dieser Entwicklung will Facebook mit seinen geplanten Änderungen am Newsfeed-Algorithmus entgegenwirken. Zukünftig sollen wieder verstärkt Posts von Freunden und Familie im Vordergrund stehen, also vor allen Dingen jene, die zu verstärkten Interaktionen (Kommentare, Likes und Reaktionen) mit dem Beitrag führen. Bei der Entscheidung, welcher Post einem Nutzer angezeigt werden soll, wird nun also ein vermehrter Fokus auf das zu erwartende Engagement mit dem Post gelegt.

Was bedeutet das nun für all die Unternehmen, Marken und anderen kommerziellen Nutzer der Plattform? Bei einer festen Anzahl von ausgesteuerten Newsfeed-Beiträgen führt dies erstmal zwangsläufig zu einer geringeren organischen Reichweite.  Dieser Trend zeigt sich schon seit mehreren Jahren, hat aber durch die weitere Umstellung noch an Stärke gewonnen. Mittlerweile erreichen laut einer Auswertung von social@Ogilvy organische Posts von Seiten mit über 500T Likes nur noch knapp zwei Prozent der jeweiligen Fans. Die Möglichkeit wiederum, Communities von Fans aufzubauen und mit diesen über gepostete Beiträge im regelmäßigen Austausch zu stehen, war für viele Unternehmen, Marken und Werbetreibende einer der anfänglichen Hauptargumente, die Plattform für sich zu nutzen. Viele dieser Unternehmen haben hohe Budgets und Zeit investiert, um diese Communities aufzubauen und zu pflegen.

Abhilfe für die schwindende organische Reichweite schaffen verschiedene Best Practices, die den Fokus auf die „Spielregeln“ des Newsfeed-Algorithmus legen. Posts mit externen Links sind meist nicht sehr interaktionsstark – deshalb werden diese Art von Beiträgen nachrangig behandelt. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit auf externe Verlinkungen zu verzichten. Ein weiterer Punkt ist der erhebliche Anstieg an tagtäglichen Posts auf Facebook im Allgemeinen, welcher dazu geführt hat, dass vor allen Dingen sich die Posts durchsetzen, die besonders viele Likes und Shares generieren. Es gilt also der Grundsatz „Qualität statt Quantität“, um gesehen zu werden. Der Fokus sollte besonders auf aussagekräftigen und starken Postings liegen, um aus der Masse herauszustechen (aber kein Clickbait). Weitere Maßnahmen sind beispielsweise vermehrt auf interaktionsstarke Bewegtbild-Posts (besonders beliebt bei Nutzern sind die Live-Videos) zu setzen und/oder seine Zielgruppe schon im Voraus einzuschränken, um unter den Fans nur die anzusprechen, die am wahrscheinlichsten auf den jeweiligen Post reagieren.

Dennoch können auch diese Maßnahmen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Verhältnis von Paid zu Earned Content deutlich in Richtung Paid verschoben hat. Wenn ein Werbetreibender eine garantierte, umfangreiche Reichweite mit seiner Kommunikation erreichen möchte, kommt er in der Regel nicht mehr um gesponsorte Posts herum. Die Konsequenz dessen, auf die Facebook-Kommunikationsstrategien der Werbetreibenden, variiert je nach Branche und Unternehmen. Die Reaktionen schwanken von einer abwartenden Haltung, hin zu einer zunehmenden Abkehr der organischen Earned-Nutzung, verbunden mit einer Revalierung der Ziele (bspw. reduzierter Fokus auf Anzahl der Follower). Für Publisher sind die Konsequenzen mit am gravierendsten, da diese bisher über organische Posts oft einen großen Teil ihres Traffics generiert haben.

Letztendlich stellt sich auch die Frage, ob die von Facebook vorangetriebenen Änderungen im Sinne der Mehrheit der Nutzer sind. Facebooks Evolution hin zu einer übergreifenden Plattform, die als erste Anlaufstelle zum Konsum jeglicher Art von Informationen dient (Nachrichten, Veranstaltung, private Updates, etc.) und weg von einem rein auf dem privaten Austausch zwischen Freunden und Familie ausgelegten Netzwerk, war auch im Sinne vieler User. Letzteres wickeln eine zunehmende Anzahl an Nutzern, mittlerweile rein über Facebooks Schwesternetzwerk Instagram, oder den privaten Messenger WhatsApp, ab.

Wie auch immer die neuerlichen Änderungen sich ausgehen, sicher ist, dass diese nicht die letzten gewesen sein werden. Auch in Zukunft wird die Suche und die Definition nach dem „für den User relevantesten Inhalt“ weitergehen. Relativ sicher ist auch, dass im Spannungsfeld des Trios Werbetreibender, Nutzer und Facebook, letzterer meist als Gewinner hervorgehen wird.

Präsident Trump wird vom Papst unterstützt, Social Bots sorgen für die Abspaltung Großbritanniens von der EU und Falschmeldungen über Übergriffe von Flüchtlingen sorgen in der Bevölkerung für Empörung und Unverständnis. All diese Meldungen sind Bestandteil der öffentlichen Diskussion über Fake News, also der gezielten Verbreitung von fiktiven Ereignissen, einer bewussten Irreführung der Leser. Umso reißerischer, emotionaler, abstoßender und polarisierender diese Artikel sind, desto mehr Eindruck hinterlassen sie bei den Lesern, wie uns versierte Bild-Leser sicherlich bestätigen können.

Was ist die Idee hinter Fake News?

Prinzipiell gibt es für die Autoren zwei Hauptbeweggründe zur Erstellung von Fake News: Zum einen der seit jeher genutzte Einfluss auf die politische Meinungsbildung, zum anderen auch der finanzielle Anreiz, der erst durch die dynamische Verbreitung über das Internet möglich wurde. Wie allgemein bekannt ist, bedeuten Klicks auf Websites bares Geld: Je mehr Traffic auf einer Website generiert wird, desto mehr Werbeeinblendungen sind möglich. Nicht zuletzt wir Online Display Agenturen wollen den im Internet verfügbaren Traffic für unsere Kunden nutzen, um den Websitebesuchern Werbeinhalte zu präsentieren. Voraussetzung hierfür ist die qualitative Sicherung der Werbereichweiten, die keinen Raum für Fake News bietet. Somit verfolgt auch die Marketingbranche gespannt, wohin die Debatte über Fake News führt.

Ebenso leidet aber auch die Vermarkterseite unter dem Phänomen Fake News, die deren Glaubwürdigkeit und Transparenz empfindlich treffen. Besonders soziale Netzwerke sind betroffen, da hier Einträge ohne Quellennachweise einfach erstellt und in Sekunden geteilt werden können. Hier kommen auch Social Bots ins Spiel, deren Zielsetzung nicht die Generierung von Werbereichweiten, sondern primär die politische Einflussnahme ist. Social Bots sind vorprogrammierte Skripte, die automatische Antworten zu einem bestimmten Thema absetzen. Sie geben vor, persönliche Meinungen über ein augenscheinlich reales Profil zu verbreiten. So erscheint bereits eine kleine Zahl von Programmierern wie eine große Anzahl an Aktivisten, die über Blogeinträge, Leserbriefe und E-Mails die vermeintliche „Meinung des Volkes“ kundtun.

Wie kann man Fake News erkennen?

Einseitige Berichterstattung, schwache oder keine Quellenangaben sowie unvollständige Impressumsangaben können Hinweise auf Fake News sein. Experten raten auch zu einem gesunden Misstrauen, wenn Nachrichten zu unglaubwürdig wirken. Man sollte sich immer fragen: Wem nutzt diese Nachricht? Wird hier nur eine Meinung kundgetan, handelt es sich um die Schilderung von Fakten oder ist es bereits Verleumdung einer Person oder Gruppe? Auch ein Blick in spezielle Suchmaschinen gibt einen schnellen Aufschluss darüber, ob eine bestimmte Nachricht oder ein Bild bereits als Fake News klassifiziert wurde. Über die Website http://hoaxsearch.com/ kann man beispielsweise prüfen, ob Nachrichten bereits als Fake News klassifiziert worden sind.

Wie wird gegen Fake News vorgegangen?

Die Sorge um die Auswirkungen der Fake News hat auch bereits die Politik erreicht, die mit einem entsprechenden Gesetz dafür sorgen will, dass Einträge mit Hinweisen auf einen zweifelhaften Wahrheitsgehalt innerhalb einer Frist von 24 Stunden konsequent geprüft werden. Hier steht insbesondere die Sorge um die anstehende Bundestagswahl im Vordergrund, die nach dem Vorbild des US-Wahlkampfes Ziel von Fake News Attacken werden könnte.

Laut Aussage von Facebook gibt es bereits einen Mechanismus, welcher die Verlinkung zu einer Fake News Seite nicht mehr ermöglicht. Wie dieser Mechanismus aber arbeitet, wird bislang nicht weiter erläutert. Zusätzlich hat Facebook in einem Blogpost die Möglichkeit einer Fake News Einstufung angekündigt, die neben den bisherigen Möglichkeiten zur Meldung angezeigt werden soll. Bei vermehrten Fake News Hinweisen werden diese Beiträge dann auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht und gegebenenfalls sichtbar als Fake News markiert.

Fake News bei Facebook melden.

 

Hierfür hat Facebook unter anderem bei Publishern wie der ARD, ZDF, N-TV, dpa, Gruner + Jahr sowie Focus Online angefragt. Abgesehen von G+J und Focus Online haben die restlichen Medien und Nachrichtenagenturen eine Zusammenarbeit allerdings abgelehnt. Laut einer Stellungnahme von G+J sei man aber auch nur dann zur Mitarbeit bereit, wenn Facebook weiterhin alleiniger Verantwortlicher für die Inhalte bleibt und auch mehr Einblicke als bisher in die bereits bestehenden Mechanismen der Plattform ermöglicht.

Eine etwas andere Herangehensweise zur Enttarnung von Fake News zeigt die Fastfoodkette McDonalds. Hier werden Mythen und Gerüchte aufgenommen und in der Kampagne „Die Wahrheit über McDonalds“ medienwirksam verarbeitet, wobei sich McDonalds teilweise bewusst nicht ganz ernst nimmt, wie das Video zum Thema „Sägespäne in Pommes“ zeigt: https://youtu.be/hlKlCi974Jw

Mischt McDonald’s tatsächlich Sägespäne in seine Pommes?

 

Eine Zukunft ohne Fake News?

In einer vernetzten Welt mit einer freien Meinungsäußerung wird es nie eine absolute Identifizierung von Fake News geben. Sollte der Staat hier zu stark regulieren, kann man diesem schnell Zensur vorwerfen. Wird ein Beitrag ab einer gewissen Anzahl von Hinweisen automatisch als Fake News klassifiziert, läuft man Gefahr, die Artikel zu blocken, die eigentlich wahr sind und einfach nicht in das Weltbild einiger User passen. Im Digital Business führt der Weg normalerweise nur schwer an den revolutionären Ideen von Facebook, Google und Co. vorbei. In der Fake News Debatte erscheint der sonst so mächtige Weltkonzern Facebook jedoch ungewöhnlich hilflos. Dass diese Herausforderung manche Publisher insgeheim ein wenig freut, zeigt die mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Denn: Die Erkenntnis, dass ein Algorithmus nicht die Antwort auf alle Problem sein kann, kommt der Weltfirma aus dem Silicon Valley vergleichsweise selten.

Alles neu macht der Mai Januar…

So oder so ähnlich könnte man denken, wenn man mal wieder einen Blick in Facebook wirft. Neuerungen stehen an, wohin man schaut. Einen kurzen Überblick gibt es hier:

 

Facebook Messenger hat nun Werbung

Nachdem die Werbeplätze und -möglichkeiten auf Facebook in den letzten Jahren immer vielfältiger und omnipräsenter wurden, sucht selbstverständlich auch Facebook nach weiteren Monetarisierungsmöglichkeiten. Wo gibt es im Facebook-Kosmos noch weiteres Wachstumspotenzial? Na klar, im Messenger, der ja bereits seit einiger Zeit auf den mobilen Endgeräten losgelöst von der eigentlich Facebook App benutzt werden muss. Bislang konnte dieser noch nicht in Werbeaktivitäten integriert werden, das soll sich nun ändern. Dabei können Werbetreibende zukünftig den Messenger als Verlinkungsziel auswählen, so wie auch auf externe URLs oder Canvas Ads verlinken:

(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)
(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)

 

Bei der Wahl des Call-to-Actions (CTA) gibt es dann zusätzlich die Möglichkeit, einen „Nachricht senden“-Button auszuwählen. Bei allen anderen CTAs erscheint ein Messenger-Symbol neben dem Button der Anzeige. Alle Klicks auf diese News Feed-Anzeigen werden dann direkt in den Messenger verlinkt, wo sich eine Konversation mit dem Unternehmen öffnet. Dort sehen die Nutzer eine Kopie der Werbeanzeige und eine definierbare Willkommensnachricht. Diese Unterhaltung kann vom werbenden Unternehmen wahlweise manuell oder über einen Bot erfolgen.

(Bildquelle: Facebook - https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)
(Bildquelle: Facebook https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)

 

Mit Hilfe der Messenger-Verlinkung ist es möglich, einen direkten Dialog mit dem Nutzer anzuregen. Das lässt vor allem dem regionalen Handel viel Freiraum dafür, mit Aktionen, wie z. B. Rabatten oder ähnlichem, zu spielen. Hat ein Nutzer einmal einen Chat mit einem Unternehmen begonnen, können werbende Unternehmen zu späteren Zeitpunkten auch weitere Werbebotschaften über diesen Weg versenden. Eine Umsetzung ist bereits seit einigen Wochen möglich.

 

Facebook Videos mit Werbeunterbrechung

Facebook hat testweise damit begonnen, Videos mit Werbeunterbrechung zu zeigen. Diese neue Art der Werbeplatzierung bietet nun die Möglichkeit, innerhalb von Videos und sogar Live Videos, Ads zu schalten. Somit ist diese Werbeform auf Facebook gut mit dem geläufigen „Mid-Roll“ zu vergleichen. Die neue Facebook-Ad wird allerdings nur dann ausgeliefert, wenn das Video mindestens 90 Sekunden lang ist und vom Nutzer zu mindestens 20 Sekunden lang gesehen wurde. Möchten Publisher also mit ihren Videos Geld verdienen, müssen sie entsprechend langen und guten Content produzieren, der die Nutzer lange bei Stange hält.

Noch befindet sich das Ganze in der Testphase. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass wir in Zukunft bei Facebook auch Videos verstärkt mit Werbeeinblendungen erhalten werden und im Umkehrschluss die Werbetreibenden zusätzliche Online Bewegtbildreichweite – neben dem Big Player Youtube – in ihre Kampagnen integrieren können.

 

Werbung in Facebook Gruppen

Laut eigener Angabe von Facebook existieren ca. eine Milliarde Gruppen in deren Netzwerk. Dieses riesige Potential soll natürlich nicht ungenutzt bleiben. Im Moment prüft Facebook in einigen Ländern wie z. B. Australien die Werbefunktion in Gruppen. Die Group-Ad erinnert mit seiner Aufmachung stark an die Newsfeed-Anzeigen. Die Werbung würde aber hier direkt innerhalb der entsprechenden Gruppe erscheinen. So kann das werbende Unternehmen gezielt Werbung in einem affinen Umfeld schalten, je nach passendem Content der Gruppen (z. B. in einer Gruppe zum Thema Fitness).

 

Ob und wann die Group-Ad in Deutschland oder global ausgerollt wird, ist allerdings noch ungewiss. Wie immer testet Facebook fleißig neue Ansätze, wir dürfen gespannt sein, was 2017 noch alles kommt!

 

Fazit

Facebook ist verstärkt auf der Suche nach einem Ausbau der Werbeplätze, um auch 2017 ein gleichbleibend starkes Umsatzwachstum wie in den Vorjahren generieren zu können. Nach eigenen Angaben wird nämlich bereits in diesem Jahr das Maximum der Ad-Auslastung im Newsfeed erreicht sein. Allerhöchste Zeit, hier für neue Einnahmequellen zu sorgen!

 

In München gilt ja: Wiesnzeit = Erkältungszeit (im restlichen Deutschland gilt dann wohl Herbstzeit = Erkältungszeit). Die oft kommentierte Wiesngrippe  ist leider nicht nur eine urban legend oder findige Ausrede für katergeplagte Feierwütige – wobei mit Sicherheit der eine oder andere davon Gebrauch macht -, sie existiert tatsächlich und grassiert mal mehr, mal weniger heftig während und nach der Wiesn.

Nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt,  dass innerhalb von 16 Tagen 5-6 Millionen Menschen aufeinandertreffen, zusammen feiern,  trinken und manchmal auch Körperflüssigkeiten austauschen. 16 Tage, an denen die Wiesnbesucher ihr Immunsystem attackieren, wenig schlafen und sich durch die ersten frostigen Nächte des Jahres nach Hause kämpfen. Selbst für die, die es ohne größere Komplikationen nach Hause schaffen, ist das eine Herausforderung. Und die Erkältung gibt es dann quasi gratis dazu.

Unschön für die Kranken, die schniefen und husten, für die Kollegen, die einspringen und Feuer löschen und auch für alle Kunden, die deswegen vielleicht mal länger auf eine Antwort warten müssen. Moment, unschön für alle Kunden? Nein! Denn für (fast) jede Krankheit gibt es schließlich auch ein Heilmittel und die wollen natürlich an den Mann (oder die Frau) gebracht werden. Und für alles, was man käuflich erwerben kann, kann man natürlich auch werben. Und genau hier kommen wir als mediascale wieder ins Spiel.

Nur wie sieht das Online aus? Wo platziert man Werbung für pharmazeutische Produkte? Welche Restriktionen gibt es?

Vorneweg gilt ganz generell: wie bei jedem Produkt gibt es eine mal mehr, mal weniger konkrete Zielgruppe. Während Nasensprays und Schleimlöser theoretisch für Jeden relevant sein können und deswegen auch über einen breiten Ansatz beworben werden können, wird es bei pharmazeutischen Produkten gegen Laktoseintoleranz,  Wechseljahrbeschwerden, für Diabetiker oder an MS Erkrankten schon etwas schwieriger.

Zum einen gibt es klassische Gesundheitsumfelder, wie bspw. NetDoktor oder Onmeda, die praktisch zu jedem erdenklichen Gesundheitsthema Content bereitstellen und wo Nutzer im Moment des konkreten Informationsbedürfnisses mit dem passenden Angebot erreicht werden können.  Darüber hinaus kann und sollte jede Zielgruppe auch über zusätzliche Maßnahmen adressiert werden, um Reichweite und Potenzial der Kampagne nicht zu stark zu beschränken. Je generischer das Produkt, um so breiter kann hier der Bewerbungsansatz  gewählt werden.

Produkte zum Thema Laktoseintoleranz lassen sich bspw. im Ernährungsumfeld platzieren, das Thema Wechseljahrbeschwerden hingegen könnte da sinnvoll kommuniziert werden, wo eine etwas ältere, weibliche Zielgruppe surft usw.

Aber auch mit ausgefeilten Targetinglogiken können spezielle Zielgruppen differenziert erreicht werden. Über unser Targetingtool NE.R.O und der Zuhilfenahme von Cookie-Daten aus Online Apotheken können bspw. gezielt Nutzer angesprochen werden, die sich in der Vergangenheit bereits  für konkrete Medikamente/Krankheitsbilder interessiert haben.

Aber nicht nur die Erreichung der jeweiligen Kernzielgruppe kann im Pharmabereich eine Herausforderung darstellen. Auch rechtliche Vorgaben führen zu gewissen Restriktionen: Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen grundsätzliche nicht beworben werden. Erlaubt sind  lediglich sogenannte OTC (Over The Counter) Produkte, wie bspw. Nasenspray, Schleimlöser, Aspirin etc., oder generelle Informationskampagnen, welche aber nie das Produkt selbst nennen und auf keine Seite führen dürfen, die verschreibungspflichtige Medikamente anbietet.

Nochmal restriktiver zeigt sich Facebook /Instagram, die hier eigene Werberichtlinien aufrufen. So dürfen auch hier grundsätzlich keinerlei verschreibungspflichtige Medikamente beworben werden. Generell erlaubt sind Werbeanzeigen für Diätprodukte und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, allerdings vorausgesetzt, sie werben nicht für Produkte, die anabole Steroide, Chitosan, Beinwell, DHEA, Ephedra, menschliche Wachstumshormone oder Melatonin enthalten, sowie weitere Produkte, die von Facebook nach eigenem Ermessen als fragwürdig oder unsicher eingestuft werden.

Aber wie sieht es „ohne“ die konkrete Bewerbung eines Medikaments auf Facebook aus?

  • Anzeigenschaltungen sind erlaubt, solange keine expliziten Medikamente beworben werden
  • Es darf auf eine generelle Informationsseite verlinkt werden, sofern gewährleistet wird, dass:
    a.) auf der Zielseite keine Medikamente zum Verkauf angeboten werden
    b.) die Zielseite keine Verlinkungen zu Seiten enthält, die Medikamente zum Verkauf anbieten
  • Die Werbeanzeigen dürfen nur an Personen 18+ ausgespielt werden
  • Es sollten keine Bilder verwendet werden, die sich auf einzelne Körperteile konzentrieren
  • Die Verwendung persönlicher Attribute wie „du bist“, „du hast“ etc. sind nicht zulässig

Es gilt also: Werbung für Pharma-Produkte kann auch Online generell sinnvoll umgesetzt werden, Anzeigen auf Facebook/Instagram sind unter oben genannten Voraussetzungen möglich, vorbehaltlich jedoch natürlich einer expliziten Freigabe des Werbekunden und der Werbeanzeigen durch Facebook.

Nachdem wir die Wiesngrippe und ihre Ausläufer nun glücklicherweise endlich hinter uns gelassen haben, geht es bei uns nun weiter in die Herbstzeit. Aber Herbstzeit ist bekanntlich ja auch wieder Erkältungszeit…

Ein Glück, dass unsere Pharmakunden hier direkt die richtigen Präparate parat haben.

Verbindung wird aktualisiert….

… schon erscheint der Spot des Start-up-Unternehmens, der momentan in aller Munde ist. Um zu zeigen, dass man es nun auch gesehen hat, wird geliked und natürlich geshared. Ein wenig weiter gescrolled: Klasse, der Trailer des neuen Kinofilms. Der wird natürlich angesehen, zehn Sekunden sind da schneller vorbei als gedacht.

Der Blick wandert nach rechts oben, denn da taucht natürlich zeitgleich ein verlockendes Urlaubsangebot auf: Sonne, Strand, Meer – wie kann man das ignorieren?

Mit Zufall hat dies natürlich bei Weitem nichts zu tun. Je nach Kampagnenziel bietet Facebook unterschiedliche Anzeigentypen und KPIs (Key Performance Indicators), nach denen Kampagnen eingestellt und optimiert werden.

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Mögliche Kampagnenziele auf Facebook – Quelle: Facebook

 

Ziel: Generierung von Klicks auf die eigene Webseite

Ist das Ziel der Kampagne, den Traffic auf die Webseite zu erhöhen, so geschieht dies primär durch die Werbeanzeigenart „Klicks auf die Webseite“. Bei diesem Anzeigentyp ist eine externe Verlinkung möglich, d.h. der User wird durch Klick auf die Anzeige direkt auf die Webseite des Werbetreibenden weitergeleitet. Mit Hilfe der „Clicks“ kann dann zur Bewertung der Werbeanzeige die „CTR“ (Click through Rate), also die Anzahl der Klicks auf den Werbebanner im Verhältnis zu den gesamten Ad Impressions, sowie auch der „CPC“ (Cost per Click), welcher die Kosten pro getätigten Klick darstellt, herangezogen werden.

Ziel: Interaktion mit Seitenbeiträgen

Bekanntermaßen erreichen Unternehmen mit ihren Posts, die sie auf der eigenen Facebook-Seite absetzen, nur einen geringen Anteil der bestehenden Fanbase. Mittels Bewerbung dieser Posts durch eine „Page Post Anzeige“ ist es möglich, nicht nur die Reichweite innerhalb der eigenen Fans zu erhöhen, sondern auch Nicht-Fans zu erreichen.

Hier kann der User zum Beispiel aufgefordert werden, mit der Anzeige direkt zu interagieren. Baut man diese beispielsweise als Gewinnspiel auf, so besteht die Möglichkeit, den User dadurch zu animieren, persönliche Eindrücke, Erlebnisse oder ähnliches zu teilen. Denkt man an eine Urlaubsverlosung, so könnte die Teilnahme aus einem Bild des schönsten Urlaubserlebnisses des Users bestehen. Dadurch tritt der Facebook-User in direkte Interaktion mit der Anzeige.

Zentraler KPI kann hier also zum Beispiel der „CPI“ (Cost per Interaction) sein. Es werden also die Kosten ins Verhältnis zur Anzahl der Interaktionen gesetzt, also wie viele Personen die Anzeige „geliked“ oder „geshared“ haben, aber auch wie viele Kommentare dazu abgegeben wurden.

Durch die Interaktion mit dem Page Post werden zugleich virale Effekte gefördert, da diese auch im Newsfeed der Freunde angezeigt werden.

Ziel: Videoaufrufe erhalten

Will ein Unternehmen seine Markenbekanntheit steigern, so bietet sich ein Video Ad an, um Emotionen, Image und Markenbotschaft zu transportieren. Es ist primär wichtig, dass möglichst viele User das Video sehen, sich durch den Inhalt angesprochen fühlen und die Marke dadurch populärer und idealerweise auch beliebter wird. Der Erfolg dieses Brandingziels kann anhand der „Viewrate“, welche den prozentualen Anteil des gesehenen Videos (25% – 100%) abzeichnet oder auch mit der „Durchschnittsdauer“, die das Video gesehen wurde, bewertet werden. Beide Kennzahlen weisen auf, inwieweit ein User gewillt und bereit ist, das Video anzusehen.

Neben der Viewtime ist auch der „CPV“ (Cost per View) eine wichtige Bewertungsgrundlage: Ein Videoaufruf wird ab drei Sekunden gezählt, dabei erscheint die Anzahl aller bisher getätigten Aufrufe in der Werbeanzeige. Alternativ ist eine Bewertung anhand des 10-sekündigen Videoaufrufs möglich. Welcher KPI zu bevorzugen ist, ist maßgeblich abhängig von der Kampagnenzielsetzung, aber auch die Länge des Videos spielt natürlich eine Rolle.

Die unterschiedlichen Kampagnenziele schließen sich selbstverständlich nie gegenseitig aus. Ein Video Post kann beispielsweise auch das Ziel der viralen Verbreitung besitzen.

Darüber hinaus sollte sich der Kunde vor Beginn der Kampagne natürlich auch mit den eigenen Zielen auseinandersetzen, erst dann kann die richtige Wahl auf das Werbemittelformat fallen. Im Hinterkopf sollte aber auch behalten werden: Der Erfolg einer Kampagne hängt nicht nur von der Platzierung bzw. Werbeform ab, sondern auch vom Inhalt des Werbemittels an sich. Kreative Ideen spielen gerade in Facebook eine große Rolle.

Bei Facebook tut sich immer wieder was – bei uns findet Ihr immer die aktuellen Infos zum Thema Advertising.

 

Wer kennt das nicht: Der Wecker klingelt, man reibt sich schlaftrunken die Augen, schlurft in die Küche, um sich einen schönen warmen Tee oder Kaffee zu machen und greift dabei zum ersten Mal an diesem Tag zum Smartphone: der erste Blick ins soziale Netzwerk.
Der erste soll aber natürlich nicht der letzte Blick gewesen sein und so lassen sich die Tage immer wieder sehr gut mit Facebook-Einheiten füllen. Bis abends vor dem Schlafengehen zu guter Letzt noch wichtige Nachrichten und Kommentare auf Facebook verteilt werden.

So – oder so ähnlich – könnte sich der soziale Facebook-Alltag von über 28 Millionen aktiven Nutzern täglich in Deutschland gestalten. Die mobilen Nutzerzahlen liegen aktuell bei 24 Millionen Usern, was einem Anteil von über 85% entspricht! Rund 19 Millionen User sind jeden Tag auf Facebook aktiv, was im Vergleich zum vergangenen Jahr ebenfalls eine deutliche Steigerung darstellt. Die hohe Online-Nutzung sollte vor allem bei der Gestaltung von Facebook Anzeigen nicht außer Acht gelassen werden. Aber nicht nur Werbung auf Facebook sollte mobil-optimiert sein: Auch wenn auf externe Zielseiten verlinkt wird, muss daran gedacht werden, dass diese responsive sind.

Und wenn wir schon mal beim Reichweite-Kräftemessen angekommen sind, darf Instagram als weiteres Facebook Unternehmen natürlich nicht fehlen. Hier wurden erstmalig Zahlen für Deutschland veröffentlicht und auch die lassen sich sehen: 9 Millionen User zählt die Foto-Community derzeit, Tendenz steigend. Mehr Infos zu Anzeigen auf Instagram können Sie auch hier nachlesen.

Zurück zum eigentlichen Thema Facebook, denn auch ohne Instagram tut sich hier immer noch so einiges. Hier ein paar Neuigkeiten:

Canvas Ads
Die neuen Fullscreen-Anzeigen im mobilen Facebook-Newsfeed werden ab sofort erst richtig spannend. Im September 2015 erstmalig in Cannes vorgestellt, sollen diese voraussichtlich ab Ende Februar 2016 für alle Werbetreibende zur Verfügung stehen.
Anders als bei normalen Anzeigen, muss das Canvas vorab im Publishing Tool einer Facebook-Seite erstellt werden, bevor es auch über Link Ads (Ziel: Website-Klicks und Website-Conversions) beworben werden kann. Hier wird dann nicht die Ziel-URL der externen Seite eingegeben, sondern die URL des Canvas, das zuvor über das Publishing Tool angelegt wurde.

Warum aber Canvas Ads schalten?
Der große Vorteil dieser Ads ist vor allem, dass der Nutzer nicht lange warten muss, bis er nach Klick auf die Anzeige auf die externe Zielseite weitergeleitet wird – mit Canvas Ads wird der Inhalt direkt in Facebook geöffnet. Die Anzeige wird bildschirmfüllend dargestellt und gibt durch verschiedene Einbindungsoptionen wie Texte, Videos etc. die Möglichkeit, die Ad weitestgehend individuell zu gestalten. Mehr Infos zur Gestaltung der Canvas sind vorerst hier zu finden. Bleibt abzuwarten, ob bis zur Veröffentlichung weitere Optionen hinzukommen…

Lead Ads
Eine weitere Anzeigenform, die seit Ende 2015 in unseren Power Editor Einzug gehalten hat, sind Lead Ads. Wenn ein Unternehmen Newsletter-Registrierungen generieren oder auch Anmeldungen zu einem Event haben möchte, kann dies nun über Lead Ads geschehen. Das Besondere daran ist, dass über diese Anzeigenform der Registrierungsvorgang erheblich erleichtert wird, da der User Facebook nicht mehr verlassen muss. In der Vergangenheit führte das gerade über mobile Endgeräte häufig zu Abbrüchen – vor allem, wenn man bedenkt, dass mehr als 85% der User über mobile Devices auf Facebook zugreifen!

Eingesetzt werden kann dieses Format nicht mehr nur über eine mobile Aussteuerung der Kampagne, sondern auch über den Desktop. Für die Anzeige selbst kann ein individuelles Anzeigenformular erstellt werden, für welches Facebook die unterschiedlichsten Abfragemöglichkeiten anbietet. Dies betrifft vor allem die Nutzerinformationen, die über das Formular gewonnen werden können. Zudem gibt es noch die Option, eine Context Card einzusetzen, die nähere Infos und Erklärungen zur Anmeldung/Registrierung mitliefern kann. So hat man als Werbetreibender die Chance, dem Nutzer genau zu erläutern, wofür die Datenabgabe gemacht wird und welchen Nutzen der User daraus zieht.

Diese Werbeform ist jedoch mit einem ABER versehen:

„Juristisch betrachtet müssen Lead Ads jedoch dieselben Voraussetzungen erfüllen, wie Landingpages. Ansonsten könnte es passieren, dass die Leads rechtlich wertlos sind, Lead Ads von Mitbewerbern abgemahnt oder bei Datenschutzbehörden gemeldet werden. Zusätzlich müssen auch Facebooks Nutzungsbedingungen für Lead-Ads beachtet werden.“

Welche Risiken hier genau dahinter stehen und welche vorab in jedem Fall geklärt werden müssen, werden in diesem Artikel, aus dem das Zitat stammt, noch genauer behandelt.
Wem das nicht gereicht hat, sollte jetzt sofort zum Smartphone greifen und sich mal wieder einloggen – in den letzten Minuten ist sicherlich wieder etwas Neues im Newsfeed passiert.

Wir wollen ja schließlich nichts verpassen! Und vielleicht läuft auch bald schon dem ein oder anderen eine Lead Ad oder bald auch Canvas Ad über die Chronik…

Wo soll ich anfangen…Bei Facebook gibt es ja stääändig Neuerungen. Also wortwörtlich betrachtet jeden Tag. Im Grunde genommen alle paar Stunden.

Kaum loggt man sich neu ein, sieht auch schon der Ad Manager wieder anders aus. Und wo sind nur die Berichte hin?

Ach, hier also …direkt neben dem Werbekontennamen, hübsch eingebettet als Berichtssymbol, im Bild unten einmal kurz rot umrandet.

Und so sieht er also aus, der neue Ad Manager bei Facebook.

FB3
Quelle: allfacebook.de

Übersichtlicher sollte es werden, weshalb viele Funktionen zusammengelegt wurden und auch die Struktur des Werbeanzeigenmanagers einmal optisch aufpoliert worden ist.

Ein Reinfinden in den neuen Aufbau war schnell geschehen: Kommentarfelder haben brav den Weg durch die neuen Menüpunkte gezeigt, viele Anpassungen haben sich von selbst erklärt.

In einem zweiten Schritt ist nun auch der Power Editor angepasst worden. Auch hier sollten die Funktionen vereinfacht und eine bessere Übersichtlichkeit geschaffen werden. Einige neue Features navigieren den Weg durch den Kampagnen- und Anzeigenaufbau.

Aber damit natürlich nicht genug – weiter geht’s im Facebook-Land…

Neue Definitionen für CPC und CTR

Ein wichtiger Punkt, der Anfang Juli zum ersten Mal kommuniziert wurde, ist die definitorische Änderung der Werte CPC und CTR auf Facebook.

Wie das Netzwerk nun mitgeteilt hat, wird man im Zuge des jüngsten API-Releases die Definition des CPC dahingehend ändern, dass nur noch Klicks auf Websites und Apps, und nicht mehr Likes, Shares und Kommentare, einbezogen werden“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Damit sollen die Werte natürlich realistischer werden, weil nur noch die konkreten Anzeigenziele in die Berechnung fallen.

Eine Kehrseite hat das Ganze aber doch: CPCs werden nicht nur bereinigt, sondern durch die Fokussierung auf das Anzeigenziel in der Berechnung teurer. Auch die CTRs werden dadurch niedriger ausfallen – ganz dem Ausschluss von Likes, Shares und Kommentaren geschuldet.

Facebook hat dafür selbstverständlich eine Erklärung parat:

„Da Likes, Shares und Kommentare ausgeschlossen werden, könnte der CPC steigen, wird aber wertvoller, da er nur die Klicks zählt, die Sie wirklich wollen. Im gleichen Zug könnte es so aussehen, als würde Eure Klick-Rate sinken; das ist aber so, weil der CTR nicht länger die zusätzlichen Klicks einberechnet“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Likes, Shares und Kommentare sollen deshalb im Reporting nicht wegfallen, in die CTRs und CPCs werden diese aber nicht mehr mit eingerechnet.

Und noch etwas Gutes hat diese Änderung:

„Sobald diese Änderung in Kraft tritt, werden Werbetreibende, für die Klicks auf Links eine hohe Priorität haben, mit großer Wahrscheinlichkeit einen besseren Return on Advertising Spend (ROAS) verzeichnen, da sie nur für die wertvollsten Ergebnisse zahlen. Durch die Trennung von Link-Klicks und Interaktions-Klicks (z. B. „Gefällt mir“-Angaben und Kommentare) wird dein Budget effizienter eingesetzt, ganz egal, ob du auf Klicks oder auf Interaktionen bietest.“ (Zitat: facebook.com)

Somit wird das Budget des Werbetreibenden kosteneffizient und bewusst für das Kampagnenziel ausgesteuert und nicht mehr für alle Klicks ausgegeben, unwichtig ob diese auf das Ad-Ziel oder doch auf die wichtigen Interaktionen eingezahlt haben.

Video View Abrechnung ab 10 Sekunden

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine News zum Thema Video Ads auf Facebook gibt. So auch diese Neuerung: Zu den vielen Video KPIs wie Videowiedergaben in Prozent, der Videowiedergabe auf Basis von 30 Sekunden und die View-Zählung, die ab der 3. Sekunde erfolgt, kommt nun auch der 10-sekündige Aufruf bei Facebook hinzu.

Dies hat vor allem einen besonderen Grund:

Anders als YouTube ist Facebook keine genuine Video-Plattform, da User auch und vor allem aus anderen Gründen auf Facebook unterwegs sind – Nachrichten, Freunde, Gruppen, Fanpages und vieles mehr stellen die wichtigsten To Dos der User auf der Social Media Plattform dar.

Im Vergleich zum reinen Video-Portal YouTube können damit die 10-Sekunden View-Auswertungen als ein guter Kompromiss verstanden werden und ziehen eine bessere Vergleichbarkeit mit YouTube nach sich. Klar, auch den 30-Sekunden Aufruf könnte man dazu auf Facebook als Bewertungsgrundlage heranziehen. Da Facebook – anders als YouTube – für sehr vielseitigen Content verwendet wird, sollten wir die Messlatte aber nicht zu hoch ansetzen. Und mit einem Cost per View auf Basis von 10 Sekunden können wir davon ausgehen, dass der User nicht eben mal kurz vorbeigescrollt hat, sondern das Video auch tatsächlich gesehen und wahrgenommen hat.

Das hat voraussichtlich zur Folge, dass die sehr günstigen Cost per Views in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir sollten diese Anpassung aber als Fortschritt werten, da damit die View-Werte bereinigt und eine Vergleichbarkeit mit parallel laufendem YouTube-Content praktikabler wird.

Neue Werbemöglichkeiten bei Link Ads

 Um gleich einmal beim Video-Content zu bleiben, gibt es noch eine weitere Neuerung, die allerdings schon seit mehreren Wochen in den Tools implementiert sein sollte.

Bei Link Ads, die den User auf die Zielseite eines werbetreibenden Unternehmens führen, kann nun anstelle eines Bildes ein Video hochgeladen werden. So schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Unternehmen hat die Möglichkeit seinen Video-Content zu promoten und schickt User gleichzeitig bei Klick auf die Anzeige weiter auf die Unternehmensseite.

Damit aber nicht genug: Neben der Möglichkeit ein Video hochzuladen oder ein Bild auszuwählen, können jetzt auch bis zu 5 verschiedene Bilder hochgeladen werden.

Diese Anzeigenform nennt sich dann Carousel Ad, da der User sprichwörtlich über Pfeile im Werbemittel die Motive weiterscrollen kann.

FB2

Folgenden Vorteil bringen Carousel Ads mit sich: Bis zu fünf unterschiedliche Motive können mit verschiedenen Ziel-Links in einer Ad ausgesteuert werden.

Allerdings war es bislang nicht möglich, die Klicks auf die jeweiligen Motive und Ziel-URLs separat auszuwerten zu lassen, im Reporting-Tool können bis dato nur Gesamt-Websiteklicks ausgegeben werden.

Facebook arbeitet bereits an dieser Schwachstelle und wird in allen Tools die Möglichkeit bestehen lassen, die CTRs, Website-Clicks und Conversions für jede einzelne Karte im Reporting erfassen zu können.

Wenn es soweit ist, werden diese differenzierenden Auswertungselemente pro Kachel in unseren Reportings mit aufgegriffen.

Zum Ende dieses Beitrages gibt es nun nur noch eine weitere Neuheit bei Facebook, die einer Mitteilung bedarf:

Facebooks Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla erwarten ein Baby!

 

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