Tag Archiv für "diversity"

Vor genau einer Woche endete der jährliche Pride Month (Juni). Bis dato konnte man bei vielen Unternehmen in Regenbogenfarben getauchte Markenlogos entdecken, als Zeichen der Solidarität gegenüber der LGBTQ+ Community. Doch was passiert nach dem Pride Month?

Vielen Unternehmen, die mit der Flagge geworben haben, wird nun Pinkwashing vorgeworfen. Mit Pinkwashing ist im LGBTQ+ Kontext eine vermeintliche und kurzweilige Identifizierung mit der LGBTQ+ Community gemeint, um sich als Unternehmen bzw. Marke tolerant und modern darzustellen – und so auf der Trendwelle des Supports mitzuschwimmen. Dass dies auch der Sympathie- und Absatzförderung dienen soll, ist nicht auszuschließen.

Wofür steht LSBTIQ (DE) / LGBTQ+ (EN) überhaupt?

LSBTIQ ist ein Akronym für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und queer. Doch geläufiger ist die englische Variante LGBTQ+ – „lesbian, gay, bisexual, transsexual, queer and plus“. Seit kurzem wurde dies ergänzt durch die Buchstaben „A“ für asexual und „I“ für intersexual. Das Plus steht für alle weiteren Identifizierungen. Dies sind Beschreibungen für sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen.

Ich stellte mir die Frage, wie es bei uns, der Mediascale, um Diversität steht.

Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass bei der Mediascale ein:e Kolleg:in aufgrund der sexuellen Identifizierung oder auch der Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert wurde. Ganz im Gegenteil – die offene und freundliche Art sowie der respektvolle Umgang miteinander steht hier an oberster Stelle. Dabei steht nicht im Vordergrund, wie kräftig wir mit der Regenbogenflagge schwingen, sondern wichtig sind die Persönlichkeit und die Werte des einzelnen Menschen. Auf Instagram und LinkedIn posteten wir daher ebenfalls eine Story zum Pride Month, um uns klar zu positionieren.

Ich befragte zwei der führenden Köpfe der Mediascale zu dieser Thematik. Geschäftsführerin Martina Staudinger und Geschäftsführer Wolfang Bscheid. Martina Staudinger ist unter anderem auch Teil des Diversity Managements und kümmert sich um LGBTQ+ Themen.

Was bedeutet Gleichstellung für die Mediascale?

„Bei der Mediascale soll jede:r Mitarbeiter:in auch Mensch sein dürfen, mit ganz persönlichen Werten, Bedürfnissen und Interessen. Wir wollen ein Arbeitsumfeld und eine Atmosphäre schaffen, in der alle Kolleg:innen offen und ehrlich miteinander umgehen. Es ist mir wichtig, wie es unseren Kolleg:innen privat und persönlich geht. Wenn wir mehr voneinander wissen, können wir auch mehr aufeinander Rücksicht nehmen und authentisch sein. Ich denke, das macht unseren guten Zusammenhalt aus.“ (Martina Staudinger)

„Natürlich könnte man jetzt sagen, dass eine Agentur als moderner Arbeitgeber seinen Mitarbeiter:innen ein möglichst offenes und attraktives Umfeld schaffen sollte und es daher heute unerlässlich ist, sich für Diversity einzusetzen. Ganz ehrlich, ich glaube Toleranz und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen ist ein so wichtiger und grundsätzlicher Wert einer freien Gesellschaft, dass es gilt, ihn überall zu schützen, egal ob im Privaten oder im Beruflichen. Daher ist es für mich eine absolute Selbstverständlichkeit, LGBTQ+ zu unterstützen und ich hoffe sehr, allen Kolleg:innen der Mediascale geht es genauso.“ (Wolfgang Bscheid)

Da wir Teil einer starken Gesellschaft, der Mediaplus sind, können wir Angebote wie Lesungen oder Impulsvorträge zum Thema Diversity wahrnehmen und uns auch außerhalb des Pride Month damit beschäftigen und uns weiterbilden. Auch wenn wir nicht jeden unserer Posts mit der Regenbogenflagge zieren, supporten wir alle Menschen – egal welcher Identifizierung, Religion oder Herkunft.