Tag Archiv für "Digitalmesse"

Wie war es denn eigentlich so auf der DMEXCO? Unsere Kollegen Manu, Tobi und Matthias resümieren.

Manu:  Hallo liebe Mitstreiter! Munter zurück aus Köln?  Die erste Entscheidung musste ich tatsächlich schon bei Ankunft auf dem Messegelände treffen. Rechts oder links? Einmal falsch abgebogen und man hatte einen friedliebenden Sozialpädagogen am Sakko hängen, der einem in blumigen Worten die Vorzüge agiler Mitarbeiterführung aufzeigen konnte. Also doch rechts. Nach einem kurzen aber heftigen Tête-à-Tête mit meinem Spiegelbild am Stand von SevenOne konnte ich aber dann doch noch fulminant in die Messe starten. Ich hoffe ihr hattet einen geschmeidigeren Messestart?

Tobi: Alles Bombe. Die DIÄHMEXCO war in diesem Jahr ja eine Plattform und keine Messe. Insofern war ich erleichtert, den Eingang zur Plattform an gewohnter Stelle zu finden. Drinnen wirkte dann alles doch entfernt messeähnlich. Die Piktogramme der Beschilderung so ungesund blinkend zu machen wie die Website war wohl zu teuer. Aber immerhin spiegelt sich der gesellschaftliche Fortschritt darin, dass die Plakate von Pornhub auch auf dem Damenklo hingen.

Matthias: Ja richtig #MeToo hat sogar den bislang stets leicht bekleideten Hostessen bei adRom ein Businessoutfit verschafft. Die Messe wird erwachsen. Ich frage mich allerdings, wo der gesellschaftliche Fortschritt bleibt, wenn die 100-dB-Grenze durch offene Publikumsvorträge auf den einzelnen Ständen überschritten wird. Wie die Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt, nur dass die wenigstens lustig sind. Allein die RMS war hier fortschrittlich genug, Headphones an willige Zuhörer auszuteilen.

Tobi: Ja, wenn man da vorbeiging, das war echter Outstream ohne Ton, wirklich günstiger View-Through-TKP.

Manu: Es soll wohl auch bereits eine anonyme Anzeige bei der Coalition for Better Ads eingegangen sein. Inhalt: Audio ohne Userinteraktion. Dazu möchte ich mich aber nicht weiter auslassen…

Matthias: Man wird ja auf so einer Messe auch immer mit so allerlei Zahlen konfrontiert. Zwei Forecasts sind bei mir hängen geblieben. Ein nicht ganz unbekanntes Network aus Düsseldorf will wissen, dass wir bereits 2021 mehr Spendings in Mobile, als in TV Werbung tätigen werden.
Und die freundliche Suchmaschine von nebenan geht davon aus, dass bereits in zwei Jahren über die Hälfte der Suchanfragen per Sprache getätigt werden. Zwei Megatrends ohne Zweifel, jedoch in der zeitlichen Entwicklung doch sehr ambitioniert gecastet.

Manu: Mobile Spendings? Muss ich mal mit der Crowd in da Cloud besprechen, möglicherweise können wir ein bisschen in Richtung Mobile funden die nächsten Jahre. Ganz nebenbei interessiere ich mich für Cloud Native Projekte on Demand + at Scale – aber wirklich nur ganz nebenbei. Habt ihr dazu schon Insights? Hey Google…

Tobi: Megatrend oder nicht, ich habe den Duftkerzenverkäufer vermisst. Und es gab kaum noch Stände, die nur aus zwei Stühlen und einem enthusiastischen Gründer bestehen. Die müssen sparen und lungern jetzt in der Food Corner herum. Zum Schluss, aber verratet mich nicht: Ich habe im Copyshop mein Flugticket ausgedruckt, war ein wundervoll analoges Gefühl.

Erwartungen, Träume und auch ein zarter Hauch von Kritik.
Wir begleiten drei bucklige Digitalos auf ihrem Weg nach Köln.

 

Tobi: Guten Morgen Digitalfreunde! Vibriert ihr auch schon aus Vorfreude auf die DMEXCO? Wobei wir dieses Jahr der DI-ÄM-EXCO entgegenfiebern sollen und nicht mehr der DI-MEXCO. Angeblich weil die Angelsachsen sonst immer denken, Köln liege in Mexico. Was ja so falsch auch wieder nicht ist. Welche Säue werden wir denn heuer durchs Dorf treiben?

Manu: Säue? Einen ganzen Schweinestall:

Native; Bumper; ATV; CTV; ROI; Walled Garden…PARDON?

Appconomy; VOD; SSP; DSP; DBT; AAP; AMS…WHAT A MESS!

Cloud; Influencer; Crowd Sourcing; UGC; Blockchain…PAIN!

UI; Programmatic; Viewability; SEA; SEO; WIFI…GOOD BYE!

Any questions?

Tobi:  Da kannst du auf der neuen Website der DIÄMEXCO lange suchen. Die wirkt, als stamme das Konzept von einem Grafiker, der im Hauptberuf typografisch anstrengende Programmhefte für ein Stadttheater entwirft und das Internet nicht ausstehen kann. Leicht zugängliche Informationen, logische Navigation, nutzerfreundliche Ladezeiten? Ah nö, wie langweilig, wir machen es mal ganz anders.

Manu: Content, Content, Content – sprach die DIÄMEXCO und verschwand im Plagiat. Da möchte man rufen: „Mehr Messe, weniger Rockstar und ein bisschen Du selbst!“ Aber wer bin ich hier, um zu urteilen? Ich bin ja auch nur Zwilling.

Matthias: Tobi – das hört sich ja fast so an, als ob du das diesjährige Motto der DIÄMEXCO einfach nicht verstanden hast. Take C.A.R.E = Curiosity / Action / Responsibility / Experience – bedeutet übersetzt: Du brauchst keine Struktur, wenn du neugierig genug bist, wild auf der Website rumzuklicken und dich der Verantwortung als unser CTO stellst, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was sagt Ihr eigentlich zum Kunstprojekt von Albrecht Behmel?
Nehmen wir an der Challenge teil?

Manu:  Also, ich finde gut, dass Kunst endlich zu Kunst findet. Viel zu lange mussten wir Mediaartisten uns mit der spinnennetzumwobenen Ersatzbank der Kunstriege begnügen. Zeit sich zu erheben Media Unita!

Tobi: Klar, sobald ich meinen Instagram-Account aus der Blockchain befreit habe.

Matthias: Bei aller Kritik: Was sind denn die Alternativen? Die South by Southwest in Austin, Texas. Oder die Programmatic I/O in San Francisco? Ich gebe zu, das klingt verlockend.

Manu:  Alternativen?

  • Street Food Festival in Herne
  • Nettelkofener Weinfest
  • Fischerfest in Finsing
  • Travestie Cabaret Show in Wittenberg
  • Jurafest in Lenting
  • Jahrmarkt in Kaltenkirchen
  • Deutzer Kirmes…wobei…nein…Halt!..doch doch…

Für alle Nicht-Köln-Fahrer – wir werden berichten! Für alle Köln Pilger – Auf Wiedersehen in Deutz!

Wie war ihr Besuch auf der dmexco? Oder haben Sie sich dieses Jahr gedrückt? Unsere drei Kollegen Matthias, Tobias und Manu, die sich vergangene Woche schon so auf die dmexco gefreut hatten (Schon wieder die dmexco… Was uns wohl dieses Jahr erwartet?), sind etwas ausgedünnt wieder zurück aus Köln. Matthias hat die dmexco-Grippe erwischt und hütet das Bett. Doch nichts desto trotz lassen Manu und Tobi das Spektakel für Sie Revue passieren.

Manu:

Wäre ich nicht so müde, hätte ich das Gefühl, ich bin gar nicht auf der Messe gewesen. Ich hab 30 Minuten in Halle 7 verbracht, um den Durchgang in Halle 8 zu finden und am SOM Stand wäre ich beinahe mit einem Mitarbeiterausweis ausgestattet worden, weil ich Schwarz getragen habe. Hier meine Mitbringsel von der #dmexco2017 für die Daheimgebliebenen:

#nachderdmexcoistvorderwiesn

#nichtsistsoverlässlichwiederstillstand

#nelsonmüllerkochtnachwievorgut

#kafkaistnachwievorklein

#programmaticisthip

#mobilekommt

#nativeistschonda

 

Tobi, hast du auch was mitgebracht?

Tobi:

Statt #humbahumbatätteräbei35gradimschatten gab es diesmal eher #rollkofferratternimschnürlregen. Wobei der Kölner natürlich gar nicht weiß, was Schnürlregen ist. Und auf der Messe prallte auch ich gleich auf den Stand von SevenOne, der aussah wie eine Kulisse für den Todesstern, einschließlich der passend gekleideten Kollegen dort. Da wacht man gleich auf, bei so einem kleinen Schuss Dystopie im Morgenkaffee.

Manu:

Kaffee? Die hatten RedBull bei der SOM. Flügel hat es mir nicht verliehen, aber da hätte ich wohl auch Probleme mit der Flugsicherheit bekommen, schließlich war ein erhöhtes Flugaufkommen am Ad Alliance-Stand zu beobachten. Codewort #Drohnedroht

Tobi:

Apropos Fliegen. Hast Du dir beim Heimflug auch die Beine an der Sicherheitskontrolle von Köln-Bonn in den Bauch gestanden und dich über die vielen unbesetzten Sicherheitsschleusen gefreut? Das ist auch schon eine fast liebgewonnene Messetradition. Hier könnte ein Sponsor echte Freunde für sein Produkt gewinnen. Müsste nur zusätzliches Sicherheitspersonal in gebrandeten Westen bereitstellen.

Manu:

Sicherheitsbeamter am Flughafen ist ein ähnlich undankbarer Job wie deutscher Botschafter in der Türkei. Ich musste ja dann noch nachsitzen an der Sicherheitsschleuse – Sprengstoffabstrich. Waren aber nur Brösel von den Macarons, die ich am Spiegel-Stand verspeist habe. Das dachte zumindest der Sicherheitsbeamte…

 

In diesem Sinne freuen wir uns schon aufs nächste Jahr – haben Sie ihr Hotelzimmer schon reserviert?

15 Jahre mediascale – von August bis Oktober feiern wir unseren Geburtstag! Hier auf dem Blog, auf Facebook und auf Twitter erwarten Sie jede Menge Jubiläumsaktionen: Marketing-Experten orakeln über unsere digitale Zukunft, jeden Freitag machen wir eine Zeitreise in unser Gründungsjahr 2002 und unsere ehemaligen Mitarbeiter berichten von der „guten alten Zeit“. Bleiben Sie gespannt!

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Meine sehr verehrten Damen und Herren, auch dieses Jahr heißt es bei uns wieder „hipper, fraudiger, automatisierter“. Und auch heuer machen sich die Drei von der Mediaagentur wieder auf den Weg zur Digitalausstellung rechts vom Rhein. Hören wir mal rein:

 

Manu:

Tobi, Matthias – und jährlich grüßt das Mediatier. „…Hallo…!“ Habt Ihr Euch Verhaltensregeln auferlegt für die große Mediasause in Köln? Ihr solltet auf jeden Fall Kleingeld dabei haben, für die Klingelbeutel der Agenturen, die Euch am Eingang erwarten. Ha, was! Alles ganz entspannt. Da wird schon keiner über die WPPer gehen. Wer wird denn da schon seinen Zenit überschritten haben? Da kommt schon noch das ein oder andere Pilotprojekt – aber eins sag i glei: I plans.net.

Tobi:

Schauen wir erst mal, wer dieses Jahr überhaupt kommt. Nachdem die Tickets jetzt schon als 29€-Studentenflatrate promotet werden, könnte es sinnvoll sein ein Longboard mitzunehmen, um durch die riesigen leeren Hallen zu flitzen.

Manu:

Du meinst, man kommt dieses Jahr endlich wieder unfallfrei durch die Gänge? Ich habe mir ja sagen lassen, dass G+J sich was Besonderes hat einfallen lassen, um der vielen unangemeldeten Standbesucher Herr zu werden. Nach erfolgreichem Testlauf Anfang Juli in Hamburg, sorgt, Gerüchten zu Folge, der schwarze Block für die notwendige Standdisziplin. Hierzu schwarzer Block Center Topo: „Wir werden vor allem gegen die internationalen Messebesucher vorgehen!“. Dann mal frohes Schaffen!

Tobi:

Ja, es tut sich was. Heuer trägt man full stack, auch wenn man eigentlich nur ein Stäcklein zu Hause hat. Und zwischen den Silos droht der Wind den Unbehausten aufs Feld hinaus zu blasen, wenn er sich nicht schnell cross device anklammert. Glück hat der, der dann wenigstens noch DMP buchstabieren kann. Und habt ihr auch gehört, dass es in Halle 5 einen Stand geben soll, der komplett von Klickbots betrieben wird ?

 

Matthias:

Klickbots sind doch total 90er! Heute steht alles auf Chatbots. Wie wärs nächstes Jahr mal mit einem virtuellen Messeauftritt und Beantwortung aller Kundenanfragen per Chatbot statt Agency Lounge und persönlichem Networking? Habe vorhin mal Alexa gefragt, ob sie künftig meine Mails beantworten will. Die Antwort war leider nein. BTW, ich glaube die Gefahr auf der dmexco von einem Longboarder überrollt zu werden ist geringer, als von einer Drohne erschlagen oder von einem Roboter neutralisiert zu werden. Bin gespannt ob diese Tech Industry auch dieses Jahr wieder auf der dmexco vertreten ist. Mal zu den wirklich wichtigen Dingen: Wie sieht Euer Abendprogramm aus?

Manu:

Fünf, sechs Halbe auf der Sevenone Standparty und dann lass ich den Abend im Schwefelbecken der Claudius Therme ausklingen. Bessere Ideen?

Tobi:

Wir könnten Busfahren. Die Kölner Öffis sind Weltklasse und mit ihnen in die Stadt kommen zu wollen, kann ein abendfüllendes Abenteuer werden.

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