Tag Archiv für "CTR"

Wo soll ich anfangen…Bei Facebook gibt es ja stääändig Neuerungen. Also wortwörtlich betrachtet jeden Tag. Im Grunde genommen alle paar Stunden.

Kaum loggt man sich neu ein, sieht auch schon der Ad Manager wieder anders aus. Und wo sind nur die Berichte hin?

Ach, hier also …direkt neben dem Werbekontennamen, hübsch eingebettet als Berichtssymbol, im Bild unten einmal kurz rot umrandet.

Und so sieht er also aus, der neue Ad Manager bei Facebook.

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Quelle: allfacebook.de

Übersichtlicher sollte es werden, weshalb viele Funktionen zusammengelegt wurden und auch die Struktur des Werbeanzeigenmanagers einmal optisch aufpoliert worden ist.

Ein Reinfinden in den neuen Aufbau war schnell geschehen: Kommentarfelder haben brav den Weg durch die neuen Menüpunkte gezeigt, viele Anpassungen haben sich von selbst erklärt.

In einem zweiten Schritt ist nun auch der Power Editor angepasst worden. Auch hier sollten die Funktionen vereinfacht und eine bessere Übersichtlichkeit geschaffen werden. Einige neue Features navigieren den Weg durch den Kampagnen- und Anzeigenaufbau.

Aber damit natürlich nicht genug – weiter geht’s im Facebook-Land…

Neue Definitionen für CPC und CTR

Ein wichtiger Punkt, der Anfang Juli zum ersten Mal kommuniziert wurde, ist die definitorische Änderung der Werte CPC und CTR auf Facebook.

Wie das Netzwerk nun mitgeteilt hat, wird man im Zuge des jüngsten API-Releases die Definition des CPC dahingehend ändern, dass nur noch Klicks auf Websites und Apps, und nicht mehr Likes, Shares und Kommentare, einbezogen werden“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Damit sollen die Werte natürlich realistischer werden, weil nur noch die konkreten Anzeigenziele in die Berechnung fallen.

Eine Kehrseite hat das Ganze aber doch: CPCs werden nicht nur bereinigt, sondern durch die Fokussierung auf das Anzeigenziel in der Berechnung teurer. Auch die CTRs werden dadurch niedriger ausfallen – ganz dem Ausschluss von Likes, Shares und Kommentaren geschuldet.

Facebook hat dafür selbstverständlich eine Erklärung parat:

„Da Likes, Shares und Kommentare ausgeschlossen werden, könnte der CPC steigen, wird aber wertvoller, da er nur die Klicks zählt, die Sie wirklich wollen. Im gleichen Zug könnte es so aussehen, als würde Eure Klick-Rate sinken; das ist aber so, weil der CTR nicht länger die zusätzlichen Klicks einberechnet“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Likes, Shares und Kommentare sollen deshalb im Reporting nicht wegfallen, in die CTRs und CPCs werden diese aber nicht mehr mit eingerechnet.

Und noch etwas Gutes hat diese Änderung:

„Sobald diese Änderung in Kraft tritt, werden Werbetreibende, für die Klicks auf Links eine hohe Priorität haben, mit großer Wahrscheinlichkeit einen besseren Return on Advertising Spend (ROAS) verzeichnen, da sie nur für die wertvollsten Ergebnisse zahlen. Durch die Trennung von Link-Klicks und Interaktions-Klicks (z. B. „Gefällt mir“-Angaben und Kommentare) wird dein Budget effizienter eingesetzt, ganz egal, ob du auf Klicks oder auf Interaktionen bietest.“ (Zitat: facebook.com)

Somit wird das Budget des Werbetreibenden kosteneffizient und bewusst für das Kampagnenziel ausgesteuert und nicht mehr für alle Klicks ausgegeben, unwichtig ob diese auf das Ad-Ziel oder doch auf die wichtigen Interaktionen eingezahlt haben.

Video View Abrechnung ab 10 Sekunden

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine News zum Thema Video Ads auf Facebook gibt. So auch diese Neuerung: Zu den vielen Video KPIs wie Videowiedergaben in Prozent, der Videowiedergabe auf Basis von 30 Sekunden und die View-Zählung, die ab der 3. Sekunde erfolgt, kommt nun auch der 10-sekündige Aufruf bei Facebook hinzu.

Dies hat vor allem einen besonderen Grund:

Anders als YouTube ist Facebook keine genuine Video-Plattform, da User auch und vor allem aus anderen Gründen auf Facebook unterwegs sind – Nachrichten, Freunde, Gruppen, Fanpages und vieles mehr stellen die wichtigsten To Dos der User auf der Social Media Plattform dar.

Im Vergleich zum reinen Video-Portal YouTube können damit die 10-Sekunden View-Auswertungen als ein guter Kompromiss verstanden werden und ziehen eine bessere Vergleichbarkeit mit YouTube nach sich. Klar, auch den 30-Sekunden Aufruf könnte man dazu auf Facebook als Bewertungsgrundlage heranziehen. Da Facebook – anders als YouTube – für sehr vielseitigen Content verwendet wird, sollten wir die Messlatte aber nicht zu hoch ansetzen. Und mit einem Cost per View auf Basis von 10 Sekunden können wir davon ausgehen, dass der User nicht eben mal kurz vorbeigescrollt hat, sondern das Video auch tatsächlich gesehen und wahrgenommen hat.

Das hat voraussichtlich zur Folge, dass die sehr günstigen Cost per Views in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir sollten diese Anpassung aber als Fortschritt werten, da damit die View-Werte bereinigt und eine Vergleichbarkeit mit parallel laufendem YouTube-Content praktikabler wird.

Neue Werbemöglichkeiten bei Link Ads

 Um gleich einmal beim Video-Content zu bleiben, gibt es noch eine weitere Neuerung, die allerdings schon seit mehreren Wochen in den Tools implementiert sein sollte.

Bei Link Ads, die den User auf die Zielseite eines werbetreibenden Unternehmens führen, kann nun anstelle eines Bildes ein Video hochgeladen werden. So schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Unternehmen hat die Möglichkeit seinen Video-Content zu promoten und schickt User gleichzeitig bei Klick auf die Anzeige weiter auf die Unternehmensseite.

Damit aber nicht genug: Neben der Möglichkeit ein Video hochzuladen oder ein Bild auszuwählen, können jetzt auch bis zu 5 verschiedene Bilder hochgeladen werden.

Diese Anzeigenform nennt sich dann Carousel Ad, da der User sprichwörtlich über Pfeile im Werbemittel die Motive weiterscrollen kann.

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Folgenden Vorteil bringen Carousel Ads mit sich: Bis zu fünf unterschiedliche Motive können mit verschiedenen Ziel-Links in einer Ad ausgesteuert werden.

Allerdings war es bislang nicht möglich, die Klicks auf die jeweiligen Motive und Ziel-URLs separat auszuwerten zu lassen, im Reporting-Tool können bis dato nur Gesamt-Websiteklicks ausgegeben werden.

Facebook arbeitet bereits an dieser Schwachstelle und wird in allen Tools die Möglichkeit bestehen lassen, die CTRs, Website-Clicks und Conversions für jede einzelne Karte im Reporting erfassen zu können.

Wenn es soweit ist, werden diese differenzierenden Auswertungselemente pro Kachel in unseren Reportings mit aufgegriffen.

Zum Ende dieses Beitrages gibt es nun nur noch eine weitere Neuheit bei Facebook, die einer Mitteilung bedarf:

Facebooks Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla erwarten ein Baby!

 

Um eine Display Kampagne bewerten und optimieren zu können, stehen eine Vielzahl an Kennzahlen zur Verfügung. In meinem letzten Glossar Beitrag habe ich die Messwerte, die bei der Durchführung einer Online Kampagne entstehen, genauer erläutert. Dieses Mal geht es um die Kennzahlen, die sich aus den Messwerten berechnen lassen. Wenn Ihnen Kürzel wie CTR, PV CPO und CPC geläufig sind, dann schlage ich vor, die nächsten 10 Minuten bei einem Kaffee zu verbringen und diesen Artikel zu überspringen.

Sie sind noch dabei? Dann geht´s direkt los mit den Kennziffern:

Click-Through-Rate (CTR): Die CTR oder Klickrate gibt an, wie viele Klicks auf einen Werbebanner im Verhältnis zu den Ad Impressions getätigt wurden. Anhand dieser Kennzahl ist die Wirkung des Werbemittels auf den Kunden erkennbar. Je höher die CTR ist, desto häufiger wurde auf das Werbemittel geklickt – ein Zeichen für ein aufmerksamkeitsstarkes Werbemittel. Desto großflächiger eine Werbeform ist, desto höhere Klickraten verursacht sie zumeist. Werbeformen mit Video und Sound erbringen im Normalfall höhere Klickraten, also Werbemittel ohne diese Anreicherung. Das beworbene Produkt spielt jedoch auch eine große Rolle. So kann man evtl. mit einem Standard Werbemittel, das die lang erwartete neue Single von Justin Timberlake anpreist höhere Klickraten erreichen, als mit einem großflächigeren Wallpaper, das für eine Unfallversicherung wirbt.

CTR

Rechnerischer Cost per Ad Click (rechn. CPC): Den rechnerischen CPC zu ermitteln ist nur sinnvoll, wenn der Mediaeinkauf einer Platzierung auf der Abrechnungsbasis TKP (Tausender Kontakt Preis) erfolgt ist. Kauft man Media auf Abrechnungsbasis CPC ein (und zahlt damit nur pro getätigtem Klick), dann weiß man schon vor Kampagnenstart, was der Klick kosten wird (sofern es sich nicht um ein Bidding Verfahren handelt). Habe ich aber für 1.000 Kontakte gezahlt, dann interessiert mich im Nachgang auch, wie viele User geklickt haben und wie viel mich ein Klick gekostet hat – darüber gibt mir der rechnerische CPC Auskunft. Er dient somit als rechnerische Größe zur Bewertung von TKP-Buchungen.

Rechn. CPC

Die beiden bisher erläuterten Kennziffern sind Basis Kennzahlen, die für jede Kampagne analysiert werden sollten, um zu identifizieren, welche Platzierung wie effizient Traffic auf die Website bringt. Dabei muss man in die Überlegungen mit einbeziehen, dass sehr aufmerksamkeitsstarke Werbemittel teurer sind, jedoch zumeist auch eine höhere Clickrate erbringen. Dabei darf man das Kampagnenziel nie aus den Augen verlieren. Soll die Kampagne eine Brandingwirkung erzeugen, leiste ich mir wahrscheinlich auch höherpreisige Platzierungen, die eine hohe Zielgruppenrelevanz haben – auch wenn sie einen erhöhten rechn. CPC aufweisen. Fahre ich eine Abverkaufskampagne, muss ich vermehrt auf den rechn. CPC achten, um möglichst günstig Traffic auf die Landingpage zu bekommen.

Im nächsten Artikel kommen wir zu den erweiterten Tracking Kennzahlen des Cost per Order.