Tag Archiv für "Börsengang"

Was ist passiert? – Ein Rückblick

10 Jahre ist es nun her: Im Februar 2004 von Mark Zuckerberg gegründet, war die Website zunächst nur für eine begrenzte Nutzerschaft verfügbar. Die Online Community, „TheFacebook“ für Harvard Studenten, entwickelte sich jedoch schnell zu einer Online-Gemeinschaft, die seit dem Jahr 2006 für alle Onliner auf der Welt die Registrierung möglich macht. Auch Unternehmen können die Plattform für werbliche Zwecke nutzen und Fans für ihren Unternehmensauftritt gewinnen. Diese Möglichkeiten macht Facebook zum größten sozialen Netzwerk, das bis heute auf allen Kontinenten verfügbar ist.

Trotz der häufigen Datenschutz-Vorwürfe und Änderungen in den Nutzungsbedingungen kann sich das Zuckerberg’sche Unternehmen gegenüber der Konkurrenz immer wieder durchsetzen.

Nicht alle Neuheiten, die Facebook ins Leben rief, konnten sich jedoch behaupten: Die Interessensuche „Graph Search“, „Facebook-Home“ für Android-Nutzer oder auch die Foto-App „Poke“ fanden allesamt bei Fans des Online-Riesen wenig Beachtung. Ebenso der viel umjubelte Börsengang im Mai 2012 glich zu Beginn vielmehr einem „börsianischen“ Fiasko.

Dennoch ist der große Einfluss und Erfolg der Website nach wie vor ungebrochen/ungebremst und vermeldet eine aktuelle Nutzerzahl von über 1,2 Milliarden Usern weltweit.

„Facebook ist die wohl schlechteste erfolgreichste Website der Welt.“

Günter Exel, Social-Media-Experte

Was ist zu erwarten? – Eine Vorausschau

We want to give everyone in the world the best personalized newspaper in the world!“. Dieses Zitat von Mark Zuckerberg soll die Neueinführung der App Facebook-Paper symbolisieren, die seit dem 05. Februar in den USA für iOS-Nutzer zum Download bereit steht. Die App stellt eine Ergänzung zur eigentlichen Facebook-App dar und fängt in ihren Beiträgen die aktuellen Stimmen ein. Ob Statusupdates von Freunden auf Facebook oder Nachrichtenmeldungen von bekannten Online-Medien – die App bereitet alles für seine Nutzer in ansprechender Form auf und präsentiert die zumeist redaktionellen Inhalte seinen Usern. Zu den Partnern der Nachrichten-Dienstleistungen der App gehören vor allem Medien wie die New York Times oder das Time Magazine. Eingeteilt sind die verschiedenen Meldungen in Themen, die jeder User individuell zusammenstellen kann. Laut Angaben von Facebook ist die App nun auf die wesentlichen Punkte der bekannten Facebook-Oberfläche reduziert und bietet dem User dadurch einen besseren Überblick in die wichtigsten Nachrichtenfelder.

Bislang ist die App noch werbefrei – das kann sich aber bekanntermaßen bei Facebook schnell ändern. Auch die Einführung der App im internationalen Raum wird mit Spannung erwartet. Wir werden in jedem Fall berichten!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Versuch von Facebook, das Anzeigen-Wirrwarr aufzulösen und eine verringerte Anzahl von Werbemöglichkeiten anzubieten, die den Werbetreibenden das Definieren von Zielen und Einstellen von Werbemaßnahmen leichter machen sollen. In einem ersten Schritt wird Facebook dazu die Anzeigeform Sponsored Stories absetzen. Ein ausschlaggebender Grund dafür ist vor allem seit Herbst letzten Jahres die Aussteuerung aller Anzeigen mit sozialem Kontext, welche den Einsatz von Sponsored Stories überflüssig macht. Voraussichtlich soll diese Änderung bereits ab Anfang April 2014 in Kraft treten – ein genaues Update von Facebook wird hierzu sicherlich noch einmal folgen.

Bislang kann bei Facebook aus einer recht unübersichtlichen Anzahl von über 20 verschiedenen Werbeformaten ausgewählt werden, die von Facebook selbst in immer kürzeren Abständen neu formatiert und angepasst werden. Dieser illustre Haufen von Werbeformaten kann jedoch leicht durch Kürzung der Angebote zu einem sinnvollen Bündel an Anzeigen geschnürt werden, wenn man bedenkt, dass viele sich in Funktion und Zielsetzung überschneiden.

Es bleibt abzuwarten, wann Facebook diese Änderungen vornehmen wird und in welchem Umfang diese stattfinden sollen.

Bis dahin bleibt Werbetreibenden auf Facebook nur Eins: abwarten und Facebook-Anzeigen schalten! Schließlich ist uns Herr Zuckerberg dafür dankbar!

 

„Social Advertising ist auf Facebook viel effizienter als Social Media.“ Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer von mediascale, sieht das größte soziale Netzwerk der Welt in seinem Videoblog durchaus kritisch. Viele Marken böten auf Facebook ein „trostloses Bild verwaister Ruinen“, mit Interaktionsquoten „unter 0,0-irgendwas Prozent“ und ernüchternden Erfahrungen mit Social Commerce. Auf der anderen Seite sei Facebook ein Paradebeispiel dafür, wie punktgenau man Kampagnen mit intelligentem Targeting steuern kann. Social Advertising funktioniert. Und das dürfte für den bevorstehenden Börsengang das wichtigste Argument sein.

Alle bisherigen Folgen gibt es im YouTube-Kanal von mediascale.