Tag Archiv für "Bidding"

8.50 Uhr. Die Kaffeebar ist komplett überbucht und das im September. Content mir das keiner früher sagen? Ich frag mal höflich nach vorne: „Common Media noch voran oder soll ich später nochmal kommen?“

Ich erbidde mir dann doch noch einen völlig überteuerten Cappuccino mit Targetingaufschlag – laktosefrei.

Kurz nach Kampagnenstart. Ein Admanager kommt zu mir ins Büro.

TAG!“ „Brauchst Du Support?“

Ja Himmel Herrgott, denk ich mir so – was störer der mich jetzt wo ich mir grad meine Auswertung so zu rectangle.

„Nein, alles LapTop und jetzt zieh app!“

„Ach“, stopp ich ihn nochmal, „Was machst Du im Urlaub?“

Tracking“, haut er mir zurück.

Wenige Momente später zitiert mich ein Mediaplaner zu einem Superbanner und fragt, ob ich hier zu einem Click rate.

„Du, da reicht Dir doch auch eine Impression davon“, würg ich hervor und schleich mich.

Ganz schön nativ der junge Mann, poppt es up.

Heut geht’s aber zu wie auf der bild.de.

Mittag. Der Springer Axel fragt: „Was gibt’s?“

„Voice Ad“, geb ich wahrheitsgemäß zurück, „Mal das Portfolio studieren“.

Nachm Mittag. Wichtiges Meeting. Ich öffne die Konfitüre.

Alle da – das schmeckt mir.

A real time und a Bid später treffe ich einen Audience Broker auf dem Gang.

„Schöne Hose.“

DSPink.“

„Hmm. SSPannt aber!“

Das Smartphone scheppert. So mobile war ich schon lange nicht mehr. Das Auto läuft wieder.

Der Facility Manager bringt ein Bild. Das muss er jetzt noch unbedingt an meine Wall papern. „Jetzt noch? Dann aber schnell bevor sich mein Hintergrund einfärbt“, entfährt es mir.

Auf dem Heimweg – jede Menge Traffic.

Media möchte ich aber nicht tauschen“, sagt meine Frau.

Frings: Mensch ihr 2, seht a richtig abgekämpft aus. Habt ihr etwa zu viel Native Advertising ins Gin-Tonic-Glas gekippt oder habt ihr beim Realtime gebiddeten Havanna Club zu viele Schnäppchen gemacht???

Erdem: Ich bin so abgekämpft, weil mir schon wieder jemand gepitchte Longtails ins Crowd Funding geklickt hat. Außerdem waren die Cookies schon wieder so weich.

Wegmann: Jungs ich bin raus, zu Messezeiten werde ich  in Köln jetzt nämlich als Taxifahrer, das sind mal wirklich improved low hanging fruits, die es nur aufzusammeln gilt. Gegen kleine Gebühr bekommt ihr jetzt schon meine Handynummer, ich stehe dann mit meiner schwarzen E-Klasse hinter der ToFo-Currywurst, ihr braucht nur über den Zaun zu federn. Was war für Euch der schönste Messetrend? Ich fand die Stände mit den Schneeballsystemen am aufregendsten, schwanke aber noch zwischen dem Nahrungsergänzungsmittel, das ich auf mich branden kann und den Duftkerzen mit Blechringüberraschung drin. Der Stand  mit den Kerzen war ja am Donnerstagmittag schon verwaist, ein Bombenerfolg, wegen Reichtum geschlossen.

Frings: Na ich träume jetzt davon, als natives Kaninchen auf Sizilien wieder geboren zu werden. Bis dato heißt die Devise klotzen statt kleckern. Unter 100k gibt es keine sinnvollen Tests mehr, dafür gibt es den Wirkungsnachweis geschenkt und oben drauf noch die Damen vom Adrom-Stand mit den Playback Hosen. Schade fand ich, dass ich keinen NASA-Forscher getroffen habe. Die bauen ja angeblich die geilsten RTA-Tools und das ganz ohne Strom. Den bekommt man neuerdings aus den Powerpacks, die von gewieften Vermarktern schon vorgeladen waren. Gab es bei euch irgendwelche spannenden Giveaways?

Erdem: Ja, ich habe im gegenseitigen Alignment, sozusagen als Win-Win-Lösung vom BVDW einen Fluxkompensator, Marke Eigenbau bekommen. Nun fehlt natürlich, die passende Zeitmaschine zu der die disruptive Innovation leider noch aussteht. Ich klopf einfach mal beim Team vom Google-X an und frage, ob sie neben der NSA API noch schnell eine time-machine-ad-format entwickeln könnten, damit ich direkt per Empowerment auf True View Ads mit dem Fluxkompensator in die entsprechende Exit Strategy komme. Wart ihr denn in irgendwelchen Vorträgen?

Wegmann: Dafür sind wir doch viel zu important business-busy, in den Vorträgen dürfen doch nur Studenten mit ihren Tüten sitzen! Für Kaffee hatte ich natürlich Zeit genug, in Halle 7 soll es gerüchteweise ganz tollen Kaffee aus Österreich gegeben haben, Schärf heißt die Marke, soweit ich hörte. Dem nachzugehen wird das meine Challenge für nächstes Jahr.

Frings: Ach nächstes Jahr gehe ich vielleicht gar nicht mehr hin. Das habe ich mir diesmal ganz fest vorgenommen. Ein Hotelzimmer habe ich sicherheitshalber aber trotzdem gebucht und gleich die Option bis 2025 zu verlängern. Und Tobi: Kannst du mir auch schon mal deine Taxinummer sagen. Ich würde dich für die 2 Tage gerne fest mieten und die freien Zeiten dann wiederum über eine eigens dafür konzipierte App traden. Bis dahin, macht’s gut.

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