Tag Archiv für "Bannerwerbung"

Adobe Flash ist seit vielen Jahren der Produktionsstandard für animierte Onlinewerbemittel. Die Kreativen arbeiten gerne mit der Entwicklungsumgebung und die Mediamenschen sind froh über den belastbaren Adserver-Workflow, der sich mit Flashbannern realisieren lässt. Doch damit wird es nun zu Ende gehen. Flash als Standard zum Abspielen von animierten Webinhalten steht schon länger in der Kritik. Denn das Programm ist als Ressourcenfresser auf dem Rechner berüchtigt, hatte immer wieder mit Sicherheitslücken zu kämpfen und geriet darüber hinaus zwischen die Fronten im Machtkampf der großen Geräte- und Systemhersteller. Apple hat Flash schon vor geraumer Zeit aus seinen Produkten praktisch verbannt. Angesichts des geringen Marktanteils von Apple bei den stationären PCs und der Tatsache, dass mobile Werbemittel meist sowieso nicht animiert wurden, bewog dies allein bisher nur wenige Werbekunden zum Abschied von der Technologie.

Doch die Ankündigung von Google, dass der Browser Chrome demnächst Flashfilme nur noch dann von selbst abspielen wird, wenn diese „zentralen Content der Website“ bereitstellen, wird das ändern. Wir haben die Auswirkungen dieser Einstellung vorab getestet, alle Flashwerbemittel, die wir vorgefunden haben, funktionierten nur noch auf Klick, beim Laden der Seite erscheinen sie als Standbild mit Play-Button:

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Der Anteil von Google Chrome am deutschen Browsermarkt beträgt in etwa ein Viertel. All diesen Usern ab September nur noch ein nichtanimiertes Fallbackwerbemittel zu zeigen, kann bestenfalls eine Übergangslösung sein.

Mit HTML 5 steht schon länger eine Alternative zu Flash zur Verfügung. Allerdings ist HTML 5 kein Standardprogramm eines bestimmten Softwareherstellers. Es ist mehr als eine Ansammlung von Methoden zur Erzeugung animierter Webinhalte zu verstehen. Diese fehlende Vereinheitlichung bremste bis jetzt die Verbreitung von HTML 5, genauso wie die Tatsache, dass die Kreativagenturen voller kompetenter Flash-Producer sind. Erfahrene Script-Programmierer, wie man sie für die Erstellung von HTML-5-Werbemitteln benötigt, sind aktuell dagegen noch wesentlich dünner gesät.

Doch jetzt wird es für Werbekunden Zeit umzusteigen. Alle mit HTML 5 auftretenden Schwierigkeiten sind zudem lösbar. Mögliche Probleme durch Scriptinteraction mit dem Code der Website, die manchmal als Argument gegen HTML 5 angeführt werden, lassen sich durch eine vernünftige Einbindung der Werbeplätze vermeiden. Wenn die Banner durch den Agenturserver ausgeliefert werden, können wir dieses Problem schon an der Wurzel ausmerzen.

Bewegen werden sich die Vermarkter auch bei den Werbemittelspezifikationen. Die Größenbeschränkung von 40 Kilobyte für Standardwerbemittel, bis heute der heilige Gral des OVK, wird fallen müssen. Denn Werbemittel in HTML 5 sind meist etwas größer als ihre Brüder in Flash. Eine Grenze von 100 Kilobyte, wie sie Google schon heute für sein Netzwerk angibt, könnte zur sinnvollen neuen Richtgröße werden.

 

 

 

 

 

Google – unendliche Weiten, unendlich viele Möglichkeiten.

Google bearbeitet 40.000 Suchanfragen in der Sekunde. Die Suchmaschine berücksichtigt über 200 Faktoren für die Berechnung der Suchergebnisse. Die Zahl der von Suchmaschinen erfassten Websites wird auf 2,25 Milliarden geschätzt. Die Suche bietet 146 Schnittstellen zu Sprachen, darunter auch fünf Fake-Sprachen wie „Swedish Chef” aus der Muppet Show. Pro Monat werden ca. 6 Milliarden Stunden Videomaterial auf der Streaming-Plattform  YouTube angeschaut. Das entspricht ca. 1 Stunde pro Bewohner unserer Erde. Mit dem Dienst „Google Wedding“ kann Frau ihre  Hochzeit planen. Google Earth bietet eine interaktive Tour über den Mars an. Dabei macht machte das Unternehmen 2013 ca. 91% des gesamten Umsatzes nur durch Werbung.

Wie machen sich nun Werbetreibende dieses Google-Universum effektiv zu Nutze? 

Neben dem Suchnetzwerk von Google, existiert das Google Displaynetzwerk, das aus einer geraumen Zahl (mehrere Millionen) von Websites besteht, die sich dem Google AdSense Programm angeschlossen haben. Via AdSense stellen die Seitenbetreiber ihre verfügbaren Werbeflächen bereit, die über Google AdWords in einem Wettbewerb versteigert werden. Die Auktion wird durch mehrere Faktoren, die bei der Einstellung der Kampagne bei AdWords festgelegt werden, beeinflusst. Im Unterschied zum Suchnetzwerk wird bei der Aussteuerung der Anzeigen vorwiegend thematisch gearbeitet und weniger mit genau gestalteten Keywordlisten. Das GDN bietet zudem eine vielfältigere Auswahl an einzusetzenden Formaten. So können neben den Textanzeigen, die im Suchnetzwerk eingesetzt werden, Formate wie Image-, Video und Richmedia Anzeigen eingestellt werden.

Anzeigenformate im GDN

 Im Google Displaynetzwerk werden die Anzeigenformate in drei Cluster eingeteilt. Google bezeichnet dabei klassische Bannerwerbung als Imageanzeigen, die unserem Standardbanner entsprechen. Erweiternd zu den Standartformaten bietet Google die Möglichkeit, die Banner als Rich Media Anzeigen einzustellen. Diese werden interaktiver gestaltet und können mit weiteren Features ausgestattet werden. Ebenfalls zum GDN gehört die Streaming Plattform YouTube, sie bietet die  Möglichkeit, Bewegtbildanzeigen in Form von PreRoll und True View Anzeigen zu schalten.

In diesem Teil zum Thema GDN, beschäftigen wir uns mit den Anzeigenformate: Standartbanner und Rich Media Anzeigen. Im zweiten Teil der Reihe folgen die Werbemöglichkeiten via YouTube.

 Bannerwerbung

Für Standartformate kann unter einer Vielzahl möglicher, von Google genormten Formaten, gewählt werden. Die aktuell zugelassenen Formate können in den AdWords-Werberichtlinien eingesehen werden. Wichtig zu beachten ist, dass die Banner grundsätzlich zwar auch animiert sein dürfen, dies aber strengen Richtlinien und Prüfungen seitens Google unterliegt. Für die erste Anzeigenerstellung sollte man daher etwas Zeit und Geduld mitbringen. Die Banner werden meist durch einen längeren Freigabeprozess geschickt, zudem erscheinen einem Laien die Gründe der Ablehnung nicht immer völlig logisch.

Google AdWords Bannerformate
Google AdWords Bannerformate

Rich Media Anzeigen

Bei Rich Media Anzeigen kann es sich sowohl um Banner als auch um Videoanzeigen handeln. Der gravierende Unterschied zu „normalen“ Anzeigen liegt dabei im zusätzlich animierten oder interaktiven Charakter der Formate. Die Anzeigen können danach noch mit weiteren Elementen, wie einem „Call to Action Button“ ausgestattet werden. Daneben können Rich Media-Anzeigenformate die Anzeige maximieren, wenn der Nutzer die Maus darüber bewegt. Die Anzeige kann als große Fläche gestaltet werden, auf der die Markenbotschaft beispielsweise in Form eines Videokarussells oder eines interaktiven Spiels dargestellt werden kann.

Darstellungsformate
Rich Media Anzeigen

 

Im zweiten Teil zum Thema GDN, werden wir uns mit der Streaming Plattform Youtube und ihren Werbemöglichkeiten beschäftigen. Und im dritten Teil der Artikelreihe, werden wir auch auf die Kampagnensteuerung und die Targetingoptionen eingehen.

Fortsetzung folg…