Tag Archiv für "Affiliate Marketing"

Den meisten Leuten ist nicht ganz klar, wie es aktuell um Affiliates steht. Man hört hier mal von einem Rückgang, dort mal von Entlassungen und woanders, dass Affiliates ja nur noch Cashback anbieten. Nun, all diese Gerüchte birgen selbstverständlich eine gewisse Wahrheit in sich, aber es zeigt nicht das Gesamtbild. Ich möchte euch mit diesem Artikel kurz auf die Sprünge helfen und euch darstellen, wie sich die einzelnen Affiliate Typen verschiedenen europäischen Märkten zuordnen lassen.

Fangen wir mit dem Naheliegendsten an: Deutschland

Affiliate-DE
Deutschland

Insgesamt gesehen ist Deutschland ein homogener Markt mit vielen Playern und Typen. Es überwiegen Seiten, die aus Endverbrauchersicht den Mehrwert einer Vergünstigung durch Gutscheine bzw. andere Arten der Belohnung bieten; zusätzlich erreichen diese Seiten dadurch ausgesprochen hohe Reichweite für den Advertiser. Beispiele hierfür sind Anbieter wie Qipu, Payback, Sparwelt, Mydealz, etc.

Es muss aber erwähnt werden, dass Contentseiten (Blogs, Communities, Special Interest) noch vor Preisvergleichern und Publishernetzwerken liegen. Und gerade Contentseiten und Preisvergleicher liefern insofern einen eigenen Mehrwert, da es den Traffic für den Advertiser ansonsten nicht geben würde. Genauer gesagt: So lange der Advertiser hier nicht zu finden ist, erhält die Konkurrenz den mit sehr hohen Conversionrates gelieferten Traffic.

 

Deutlich klarer sieht die Verteilung dagegen in anderen Märkten aus: z.B. Großbritanien und Frankreich

Affiliate-UK
Großbritanien
Affiliate-FR
Frankreich

In diesen beiden Märkten liegt die klare Mehrheit mit über 60% Marktanteilen bei den Bonusseiten. Es muss aber dazu gesagt werden, dass in diesen Ländern Endverbraucher daran gewöhnt sind, für die Wahl des Händlers belohnt zu werden. Darüber hinaus ragt Frankreich durch den Anteil an Email Marketing extrem heraus. Was in Deutschland oder Großbritanien unter die Sparte Others fällt, erreicht in Frankreich einen Anteil von 8%. Das ist extrem.

Mein Fazit: Selbst wenn sich einige Advertiser mit dem Gedanken schwer tun Affiliate Marketing zu betreiben, weil es a) immer noch den Ruf hat, dass viel Schindluder betrieben wird, b) die Conversions ja sowieso über andere Kanäle kommen und c) zu viel Aufwand für den generierten Ertrag bedeutet, müssen diese Advertiser weiterhin erkennen, dass sie sich nicht gut beraten fühlen sollten.

Advertiser, die den Affiliate Kanal schon vor Langem gestarten haben und immer noch ausbauen, sind mehr als nur glücklich. Es ist nämlich so, dass dieser Kanal in ihrem Media Mix als Abschluss-Vertriebs-Effizienz-Kanal nicht mehr wegzudenken ist und das wird auch weiterhin so bleiben. Schließlich erscheinen im Netz immer mehr Publisher, während kaum einer mehr wegfällt. Das heißt: auch Affiliate Marketing wächst weiterhin im zweistelligen Bereich.

 

 

 

Elektronik, Unterhaltung, Reise, Versicherung, Finanzen, eigentlich gibt es für alles Käufer im Internet. Nun kaufen die User auch meistens wenn der Preis passt. Da so gut wie alle Produkte und Dienstleistungen im Netzt mehrfach zu finden sind, aber der Preis eben nicht überall der gleiche ist, lohnt oft der Vergleich. Womit ich auch schon beim Thema wäre.

>>PREISVERGLEICH<<

Preisvergleich gabs schon immer und wird es wahrscheinlich auch immer geben, so lange es einen Wettbewerb mit ausreichend Konkurrenten geben wird. Wenn man jetzt mal den aktuellen Preisvergleich näher betrachtet, kann ich Euch ein paar grundlegende Erkenntnisse mitteilen. Neun von zehn Retail-Transaktionen finden im stationären Handel statt, wobei 3/4 dieser Käufer wiederum vorher bzw. vor Ort online recherchiert haben.

Unbenannt

Neben den unterschiedlichen Endgeräten, werden viele Möglichkeiten des Vergleichs genutzt. Einerseits über eine banale, sehr generische Suche auf Suchmaschinen oder sehr spezielle Suchen auf Spezialseiten, auf Social Plattformen, auf bekannten Presissuchmaschinen, usw.

Ich widme mich in meinem Beitrag dem Retail Preisvergleich – also Produktsuchen mit Kaufabsicht online. Hier gibt es eine ganze Reihe von Kombinationsmöglichkeiten. Grundlage einer Bewerbung ist allerdings immer ein Produktdatenfeed, da alle Preisvergleicher (inklusive Google) nur mit einem Datenfeed der stattfindenden Produktsuche entsprechende Anzeigen ausliefern können. Kein Feed, keine Produktanzeigen. Dann kommt es natürlich darauf an in welcher Qualität das Feed vorhanden ist. Schön dass es eines gibt, aber sind die Felder komplett, werden alle Kriterien erfüllt, finden sich Werte zu Zustand, Lieferzeit, Preis in richtiger Währung, Herstellernummer, Qualitätsmerkmale, Identifikationsnummern, Produktbeschreibungen, URL, Bild-Url(s), Kategroriepfad, Artikelbezeichnung, usw. wieder. Und in welcher Güte sind diese Werte?

Schon vergeht einem der Spass… Nicht ganz, denn diejenigen, die sich um ihr Feed kümmern und es sowohl automatisiert als auch manuell optimieren und ständig aktuell halten, erfreuen sich großer Umsätze über alle eingesetzten Werbekanäle. Es gilt also folgende Regel: Erforderliche & empfohlene Attribute + Genauigkeit der Daten = Datenqualität. Und je höher die Datenqualität, desto mehr Umsatz kann generiert werden. Ich sage explizit kann, denn allein das reicht natürlich nicht, da es bei einem schlechtem Produkt und bei überteuerten Preisen und bei Kombination aus beidem wohl eher nicht zu häufigen Abschlüssen kommen wird. Trotzdem muss gesagt werden, dass zwar der Preis Entscheidungskriterium Nr. 1 ist, aber je nach Feinheiten User auch nach Marke, Service, Lieferbedingungen und anderen Kriterien kauft.

Feeds kommen beispielsweise hier zum Einsatz:

– Preissuchmaschinen (Bsp. Idealo, Billiger.de, Günstiger.de, Check24, Geizhals)
– Google Shopping
– Affiliates
– Retargeting/Remarketing
– eigene Webseite

und das ganze auf Desktop, Laptop, Tablet und Samrtphone. Da stellt sich schnell die Frage, was einem entgeht, der sich bis jetzt nicht um sein Datenfeed gekümmert hat. Aber jetzt mal angenommen wir haben ein spitzen-super-duper, ultra-aktuell gehaltenes Feed mit total gefragten Produkten zu 1A Preisen, usw. Was mach ich jetzt damit?

Da so gut wie alle Produktsuchen erst mal bei Google anfangen liegt es auf der Hand Google Shopping (früher PLA = Product Listing Ads) einzusetzen. Man muss also sein Feed im Merchant Center anlegen und mit seinem Adwords-Konto verknüpfen. Google verlangt zwar, dass das Feed in einer bestimmten Reihenfolge und mit bestimmten Feldern und Inhalten bestückt ist, liefert dafür aber auch den stärksten Kanal. Dicht gefolgt kommen die Preisvergleicher und danach Spezialseiten, die oft auch als Affiliates auftreten. Um Gewinne zu erwirtschaften ist es natürlich notwendig auch in diesem Segment zu optimieren. Damit meine ich natürlich nicht nur das Feed und seine Inhalte, sondern auch den Mediaeinkauf. Google hat ein auktionsbasiertes CPC Modell (läuft ja auch über Adwords)  und kann wunderbar im Einkauf mit einem gut gefürten Bid-Management-System optimiert werden. Die meisten Preisvergleicher offiziell auch. Aber bei einer guten Marke und gut verkaufendem Shop muss kalkuliert werden, ob nicht ein Einkauf auf eigenen KPIs basierend zu noch mehr Erfolg führt. So kann bspw. vielleicht nach KUR eingekauft und dann sogar nach Produktkategorien geclustert werden (unterschiedliche Werte, je nach Plausibilität). Daraus lässt sich auch wunderbar ein Affiliateprogramm aufziehen. Kombiniert man diese Kanäle und betreibt auch noch ein geschicktes, profilbasiertes Retargeting mit entsprechend dynamisch generieten Werbemitteln, so steht dem maximalen Erfolg eigentlich nix mehr im Weg.

So, jetzt wisst Ihr grob Bescheid. Wer mehr wissen will, meldet sich am Besten bei mir. Ich freue mich…

 

 

Retargeting, Social Media und Customer Journey waren die drei Top-Themen der diesjährigen Affiliate Tactixx, die ich diese Woche in München besucht habe. Zumindest waren das die gesammelten Antworten der Teilnehmer des Abschlusspanels auf die Frage, welche Themen sie derzeit am meisten bewegten. Nun, für mich sind das jetzt nicht unbedingt neue Trends, da sie schon eine ganze Weile auf dem Affiliate Markt existieren. Mein persönliches Fazit der Tactixx: Es gibt also keine wirklich neuen Trends. Entweder kommt Bestehendes nun in die Optimierungsphase oder schwer Greifbares wie Social Media ist noch nicht soweit, um es wirklich als Trend im Affiliate Marketing zu bezeichnen.

Die Tactixx, zum fünften Mal veranstaltet von den Kollegen von explido webmarketing, fand auch dieses Jahr wieder im Rahmen der Internet World im ICM, dem Internationalen Congress Center der Messe München, statt. Alle üblichen Verdächtigen waren vertreten, zusätzlich kamen auch zahlreiche Neulinge dazu.

Leider kann ich keinen Vortrag besonders hervorheben, der uns wirklich neue Erkenntnisse eingebracht hätte. Für meine Begriffe besinnt sich der Markt gerade und geht bedachter mit einigen Themen um. So fielen auf der Tactixx beispielsweise sehr kritische Worte in Bezug auf Cashback/Gutscheinseiten, Cookie Dropping und kurzfristige Erfolge, die sich eher in Misserfolge wandeln, wenn der Advertiser genauer hinsieht. Das sind ganz neue Töne für die Branche.

Im Gegensatz zu den schwarzen Schafen der Branche, die Gefahr laufen, bald wieder aus den Programmen zu fliegen, stehen die „guten“ Publisher, die das Problem haben, bei CPA-Deals nicht immer eine faire Vergütung zu erhalten. Post View- und auch Re-Targeting-Publisher sehen in ihren Systemen zwar ihren eigenen Erfolg, können aber nicht beurteilen, ob ihre Sales zusätzlich zustande kamen oder nur andere Sales ersetzen. Das gilt auch für die Netzwerke. Alle Beteiligten sind sich im Klaren darüber, dass der eigentliche Erfolg aus Sicht des Advertisers nur dann beurteilt werden kann, wenn es eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Mediamix gibt. Zumindest für die Online-Aktivitäten kann und muss in Zukunft ein integriertes Tracking mit Cookie-Weiche und Customer Journey her. Das entspricht genau dem, was wir seit geraumer Zeit schon predigen. Auf der Tactixx war man sich allerdings uneinig, wessen Aufgabe und Leistung dies sein sollte. Unsere Antwort: Wir erledigen das! Zusammen mit einem passenden Partner, der die Technologie stellt. So können wir dem Advertiser besser aufzeigen, welche Partner und Kanäle welche Leistung abliefern.

Bisher kennen Sie mediascale als Performance-Experten, die besonders den Vertriebserfolg ihrer Kunden im Auge haben. Deshalb integrieren wir für einige unserer Kunden seit einiger Zeit Affiliate-Marketing als Teilbereich des gesamten Online-Marketing-Mixes in die Kampagnen, um die maximale Effizienz zu erreichen.

Was bisher vereinzelt zum Einsatz kam,  bekommt jetzt einen eigenen Bereich und ein eigenes Gesicht: Mich. Mein Name ist Taskin Erdem, ich leite ab sofort den neuen Bereich Search und Affiliate bei mediascale und widme mich diesen Themen auch in unserem Agenturblog. Den Markt für Suchmaschinen- und Affiliate Marketing  kenne ich seit  Jahren aus meinen verschiedenen Tätigkeiten für nationale und internationale Kunden bei bigmouthmedia und bei Plan.Net.

Was macht mediascale bei Online-Partnerprogrammen anders als andere?  Wir setzen Affiliate-Marketing vor allem gezielt zur kostengünstigen Leadgenerierung und zur strategischen Kampagnenverlägnerung ein. Wir achten in unseren Programmen und Kampagnen sehr genau darauf, dass dem Kunden nur gewünschter Traffic aus produktaffinen Umfeldern ausgeliefert wird. Insbesondere der Abgleich mit einzelnen Performancekanälen wie Suchmaschinenmarketing, Displaywerbung, Retargeting und E-Dialog spielt dabei eine wichtige Rolle. Verwendet ein Advertiser andere Kanäle des Online-Marketings, ist es umso wichtiger, den Bereich Affiliate ebenfalls  in die Gesamtstrategie einzubinden und gesamtheitlich zu betreuen. Nur wenn alle Kanäle richtig gemessen, budgetiert,  gesteuert und gebündelt werden, ist der größtmögliche Erfolg erreichbar. Kurz gesagt: Wir bringen eine neue Qualität ins Affiliate Marketing.

Über unsere agentureigenen Tools, die automatisch dynamische und für das Userprofil passende Werbemittel generieren, können wir die Kampagnenleistung weiter steigern. Und beim Erstellen und Optimieren der dynamischen visuellen Werbemittel profitieren wir von unserer marktweit einzigartigen Erfahrung im Rahmen unzähliger Performance-Kampagnen.

Ein Beispiel wie wir in der Kreation für mirapodo optimal passende Werbemittel über ein dynamisches Bannertool entwickelt haben, finden Sie hier.

Affiliate Marketing hat in den letzten Jahren immer mehr Advertisern viel Umsatz beschert und gewinnt dadurch stetig an Popularität. Nicht zuletzt, weil es ein Vertriebskanal ist, der erfolgsbasiert abgerechnet wird und sich das Risiko somit in Grenzen hält. Allerdings gibt es durchaus negative Begleiterscheinungen, die dem Betreiber von Partnerprogrammen gar nicht bekannt sind oder aber zu spät erkannt werden.

Neben einer genauen Kontrolle, was eigentlich Affiliates für einen Advertiser erledigen, stellen sich Unternehmen natürlich auch die Frage, was „ihre“ Agentur konkret macht bzw. ob sie das macht, was die Advertiser brauchen. Eine berechtigte Frage, bedenkt man, dass die Betreuung eines Affiliate-Programms oder einer Affiliate-Kampagne durch eine Agentur ebenfalls meist erfolgsbasiert abgerechnet wird. So liegt es nahe, dass auch Agenturen davon profitieren, bestimmte Vorgänge intransparent zu halten, mal ein Auge zuzudrücken, wenn zu viel vergütet wird, bestimmte Affiliates bevorzugt zu behandeln und anderes mehr. Gelegentlich in ein schlechtes Licht gerückt wird die gesamte Affiliate-Branche auch durch  Mehrfachvergütungen, Cookie-Dropping, unzureichende Validierung, Ad Hijacking oder unprofessionelles Handling.

Gegen die schwarzen Schafe im Markt haben gut zwei Dutzend Affiliate-Netzwerke, Publisher und Agenturen im Februar 2009 eine Selbstverpflichtung, den sogenannten Code-of-Conduct, unterzeichnet. mediascale gehört nicht zu den Unterzeichnern. Auch weil der Code of Conduct es bisher nicht geschafft hat, für mehr Verlässlichkeit bei den Advertisern zu sorgen und mehr Sicherheit für Werbekunden zu bieten.

Statt einer schlecht oder gar nicht zu kontrollierenden Selbstverpflichtung arbeiten wir an einer aus dem klassischen Marketing kommenden Lösung: dem externen Auditing.

Unserer Meinung nach können wir mit dieser Form der Qualitätskontrolle die Leistung, Ernsthaftigkeit, Professionalität und Notwendigkeit des Affiliate Marketings unter Beweis stellen. Ein professionelles, unabhängiges Affiliate-Audit kann nicht nur die Betreuung des Kunden durch ein Agenturteam überprüfen, sondern auch das Affiliate-Marketing nachhaltig und langfristig vom Schmuddelimage befreien.

Wie stellen wir uns das genau vor? Es besteht bereits eine Vereinbarung zwischen dem Advertiser und der betreuenden Agentur. Nun wird eine unabhängige Auditing-Gesellschaft damit beauftragt, alle Bestandteile des Vertrages und somit sämtliche Leistungen unangemeldet, dafür aber regelmäßig zu kontrollieren. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen sicher sein können, vernünftig betreut zu werden. Und Agenturen können nun sogar beweisen, dass ihre Leistungen nicht hinterfragt, sondern honoriert werden sollten. Aber auch Verstöße und Unregelmäßigkeiten werden so entdeckt. Durch den Einsatz einer unabhängigen dritten Partei als Auditor ist die Glaubwürdigkeit gewährleistet.

mediascale führt derzeit schon Gespräche mit Auditing-Anbietern und fährt 2011 erste Testreihen.  Natürlich würden wir es begrüßen, wenn sich auch andere Teilnehmer des Affiliate -Marktes sich an dieser Initiative beteiligen. Wir möchten sie herzlich dazu einladen und freuen uns auf Feedback.

Re-Targeting gehört neben den unumstrittenen Buzzwords Social Media und Mobile Marketing momentan zu den meist verwendeten Wörtern im Bereich des Online Marketings. Nun muss aber noch kurz vermerkt werden, dass diese Themen keineswegs Innovationen oder neue Formen der Online Werbung darstellen, sondern teilweise seit mehreren Jahren von unterschiedlichen Teilnehmern praktiziert werden, bisher nur noch nicht so oft nachgefragt wurden. Mit dem steigenden Interesse der Advertiser, sind logischerweise auch mehr Player auf dem Markt erschienen, die sich jedoch erst einmal beweisen müssen.

mediascale betreibt Re-Targeting bereits seit mehr als drei Jahren über das hauseigene Tool NE.R.O., das je nach Einsatz Targeting, Behavioural (Re-)Targeting und soziodemographische Ansprache durchführen kann. Die damit erhobenen Profildaten werden anschließend dazu verwendet, Besucher einer Webseite, die an einer bestimmten Stelle einen möglichen Abschluss- (meistens Kauf-) Prozess vorzeitig verlassen haben, mit gezielter und ihren Interessen entsprechender Werbung, erneut anzusprechen. Das Werbeziel ist dabei natürlich eine höhere Relevanz für den User und somit eine höhere Klick- und Umwandlungsrate. Mit zusätzlichem Frequency Capping und individuell einstellbaren Businessregeln (z.B. alternative Einblendung, stärkere Gewichtung von bestimmten Produkten) wird dafür gesorgt, dass die Werbung dem Nutzer auch nicht negativ auffällt und den Kundenwünschen angepasst wird. Verstärkt wird diese Leistung durch dynamische Banner, die neben den schon ziemlich genauen Daten für eine Werbeeinblendung, individuell passende Produkte anzeigen können.

Jetzt aber zu unserem eigentlichen Thema: Für Affiliate Netzwerke wie zanox, affilinet & Co. lag es natürlich nahe, diese Technologie auch für das Affiliate Marketing zu nutzen. Das heißt sie haben sich Lösungen einfallen lassen, damit Re-Targeting auch in ihren Affiliate Netzwerken eingesetzt werden kann. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Advertiser, die Re-Targeting auch in ihren Affiliate Marketing Maßnahmen einsetzten wollen, implementieren auf ihren Seiten ein Container Tag (externer Platzhalter für Trackingpixel) des entsprechenden Netzwerkes. Darin werden dann die Scripts (Informationen über die Customer Journey) der einzelnen Publisher nach Freigabe durch den Advertiser platziert. Dabei ist zu beachten, dass der Container Tag auf allen relevanten Seiten implementiert wird und nicht nur wie gewohnt auf der „Dankeschön-Seite“ des zu erreichenden Zieles. Die Netzwerke stellen somit die Tracking Technologie und die Publisher entsprechend die Re-Targeting Technologie dazu bereit. Durch die Verpixelung der gesamten Website ist es natürlich möglich, auch andere Vorgänge zu tracken bzw. andere Online Marketing Maßnahmen mit zu tracken, falls gewünscht. Nebenbei können zudem auch Mehrfachvergütungen ausgeschlossen werden. Es muss nicht erwähnt werden, dass durch den Einsatz dieser Technik und dieser Publisher die Reichweite, die Affinität sowie die Klick- und Umwandlungsrate, sich sehr schnell und sehr kosteneffizient erhöhen lassen. Wie allseits bekannt, wird Affiliate Marketing zielabhängig abgerechnet und liefert dadurch einen hohen direkten Return on Marketing Investment (ROMI).

Es gibt aber Unterschiede zwischen den Publisher Technologien und dem Portfolio der Netzwerke. Momentan bietet zanox mit mehreren Anbietern wohl das größte Spektrum an Publishern an. Man kann aber davon ausgehen, dass sich auch alle anderen Netzwerke um immer mehr Kooperationen bemühen werden. Grundsätzlich ist Re-Targeting als Lösung zur gezielten Ansprache von potentiellen Kunden sowohl über direkte Agentursysteme wie NE.R.O. als auch über Affiliate Kampagnen zu empfehlen. Der klare Vorteil von N.E.R.O. ist die Transparenz der Vorgänge und die Individualisierbarkeit der Ansprache. Einzige Voraussetzung für beide Wege sind dabei vernünftige Regeln, Bestimmungen und Betreuung, die durch Agentur, Anbieter und Kunde gemeinsam auf- und umgesetzt werden.

In letzter Zeit hört man im Online Marketing einen Begriff immer öfter: Cookie-Weiche. Meistens fällt er im gleichen Atemzug mit Affiliate Marketing. Was aber verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie funktioniert es und wozu ist es gut? Diese Fragen beantworten wir im zweiten Teil unserer Affiliate Serie.

Die Cookie-Weiche – Erklärung am Beispiel eines Online Kaufabschlusses

Ein User surft im Netzt und klickt auf eine Werbeeinblendung und besucht daraufhin die Seite eines Online-Shops. Der User ist sich noch nicht sicher, ob ihm das Angebot zusagt und vergleicht es mit jenen anderer Online-Shops. Über weitere Werbeeinblendungen auf Portalen, Special Interest Sites, Suchmaschinen, Newslettern etc. besucht er den Shop immer wieder und kauft schließlich etwas.

Was ist aber bei diesem Prozess wirklich passiert?

Bei jedem Klick auf ein Werbemittel wurde ein Cookie des Werbeträgers und des Trackingsystems auf dem Rechner des Users abgelegt. Beim dem tatsächlichen Besuch der Webseite, kommen zudem die Cookies des Online-Shops dazu. Am Ende stellt sich die Frage, welcher Klick letztendlich zum Kaufabschluss geführt hat, denn nur dieser wird vom Kunden honoriert (s. dazu auch unser Beitrag Last Cookie Wins). Wenn aber nun keine technische Lösung vorhanden ist, die den Online Kauf (Conversion) einer Quelle (d.h. einem Cookie) zuordnen kann, erscheint es so, als ob alle Klicks zum Kauf geführt hätten.

Doch es gibt eine Lösung: Durch die Last Cookie Wins Methode kann die Bestellung dem letzten Klick zugeordnet werden, der zum Kaufabschluss geführt hat. Das heißt, der Kauf (Conversion) wird dem letzten Werbeträger zugesprochen. Damit das automatisiert betrieben werden kann, bedarf es einer Cookie-Weiche.

Einige Affiliates haben das Prinzip natürlich schon längst durchschaut und versuchen ihren Cookie möglichst als letzten zu platzieren, z.B. durch das Ablegen während der Werbeeinblendung statt beim letzten Klick. Bei einem Abschluss spricht man dann von einer Post-View-Conversion. Falls über die Cookie-Weiche Impressions (Werbeeinblendungen) nachverfolgt werden, können natürlich auch diese Conversions zugeordnet werden. Dem heutigen Standard entsprechend sollte die Conversion aber dem letzten Klick zugeordnet werden. Ob das wirklich das Maß aller Dinge ist, sei dahin gestellt.

Man muss individuell entscheiden, ob sich der Einsatz einer Cookie-Weiche lohnt oder nicht.

Dabei sollten neben den Kosten, die ein Nachteil sein können, auch die positiven Aspekte betrachtet werden. Für den Einsatz einer Cookie-Weiche spricht beispielsweise die exakte Zuordnung der Conversions und die dadurch resultierende Kontrolle und Messbarkeit des Kampagnenerfolgs. Falls die Cookie-Weiche über ein Container Tag innerhalb eines Trackingsystems agiert, ergibt sich zusätzlich der Vorteil, dass zukünftige Trackingpixel von Werbetreibenden nicht unbedingt auf der „Danke-schön-Seite“ implementiert werden müssen. Sie können auch komfortabel über das Interface in die Datenbank des Trackingsystems aufgenommen und entfernt werden. Mit der gewonnenen Transparenz kann entschieden werden, ob grundsätzlich die laufende Maßnahmen sinnvoll sind.

Aus unserer Sicht bringt eine Cookie-Weiche nur Vorteile!

Eine richtig eingesetzte Cookie-Weiche kann die Leistungsstärke der Kanäle genau messen und Mehrfachvergütungen ausschliessen. Falls der Anbieter die Userpfade über alle Werbemaßnahmen hinweg darstellt, kann auch die Leistung derjenigen Kanäle bestimmt werden, die nicht zum direkten Abschluss geführt, aber erheblich dazu beigetragen haben. Erst dann wird klar, welcher Kanal wichtig ist, in welchen Kanal mehr investiert werden soll und welcher zurückgefahren wird.

Sprechen Sie Chinesisch? Nein? Dann sind Sie hier genau richtig! Zum Auftakt unserer neuen Serie zum Thema Affiliate Marketing, wollen wir ein wenig Licht ins Fachchinesisch der Online-Werbewelt bringen. Wir erklären für Netzneulinge, was es mit Affiliate Marketing eigentlich ist, wie es funktioniert, um später ein wenig tiefer in die Materie einzutauchen. Viel Spaß beim Lesen!

Begriffserklärung: Affiliate Marketing für Einsteiger

Kurz gesagt: Affiliate Marketing funktioniert genauso wie der Vertrieb über einen Aussendienst. Einziger Unterschied: die Aussendienstmitarbeiter sind nicht von der eigenen Firma, sondern sie sind Partner (Affiliates), die über Links auf ihrer Webseite für mehr Absatz in Ihrem Online-Shop sorgen und dafür eine Vermittlungsprovision erhalten. Damit der Partner eindeutig identifiziert werden kann, erhält er eine Kennung in Form einer Identifikationsnummer. Nur so kann sein Erfolg fair gemessen werden.

Affiliate Marketing ist ein wichtiger Bestandteil des Online Marketing-Mix

Affiliate-Marketing steht für die erfolgsbasierte Abrechnung von Online Werbung. Die Vertriebspartnerwerden von einem Programmbetreiber (Merchant, Händler oder Advertiser) für bestimmte Transaktionen wie zum Beispiel Kaufabschluss, Download oder die Registrierung eines Nutzers auf der Shop-Webseite, bezahlt. Affiliate kann jeder sein, der eine Werbeplatzierung eines Online-Shops auf seiner eigenen Webseite einbinden und somit dem Unternehmen zur Verfügung stellen kann. In der Praxis geht die Spannweite der Affiliates von Einzelpersonen, die eine Website besitzen, über kleinere Unternehmen, die Portale betreiben oder als Emailmarketer eine gewisse Reichweite erzielen, bis hin zu großen Portalen und Online Shops, die ihre Reichweite teilweise herkömmlich vermarkten, aber eben auch Platzierungen im Sinne des Affiliate Marketings einsetzen.

Und so funktioniert das Prinzip in der Praxis: Der Affiliate sorgt dafür, dass die ausgemachten Ziele (z.B. Onlineverkäufe und Newsletter-Registrierung) über unterschiedliche Wege erreicht werden. Der Hauptanreiz für den Affiliate ist dabei sein Verdienst. Dieser setzt sich aus den Faktoren validierte Ziele und Provisionshöhe zusammen. Je nach Ziel sollte auch eine passende Provision ausgewählt werden:

CPM (=Cost-per-Mille) oder auch TKP (Tausend-Kontakt-Preis): Pro 1.000 Werbeeinblendungen wird ein bestimmter Preis bezahlt. Diese Art der Abrechnung wird eher selten im Affiliate Marketing veranschlagt – aber dafür umso mehr bei der klassischen Online Media .

CPC (Cost per Click): Bei diesem Modell wird bezahlt, sobald nachweisslich auf eines der eingesetzten Werbemittel geklickt wird. Das CPC-Modell wird etwas häufiger verwendet, insbesondere zum Start eines Affiliate Programmes oder für Sonderaktionen.

CPL (Cost per Lead): Die gängiste Form der Vergütung – wobei der Begriff Lead sehr weitreichend zu verstehen ist. Unter einem Lead kann vieles, von einer einfachen Registrierung bis hin zu einem ausgefüllten Formular mit 30 Feldern verstanden werden. Deshalb haben Leasd auch ein relativ breites Spektrum der Vergütungshöhe, die sich nach der Schwierigkeit der abgefragten Felder orientiert.

CPS (Cost per Sale): Eine typische Art der Abrechnung, bei der der Affiliate an einem „virtuellen Vertragsabschluss“ verdient. Beispiele können sein: Kauf einer Ware in einem Onlineshop, Abschluss einer Versicherung, Eröffnen eines Bankkontos usw. Bei dieser Art liegt das „Risiko“ im Sinne von Werbeaufwendungen gänzlich beim Affiliate und wird somit auch dementsprechend hoch vergütet. Es werden feste Geldwerte als Provision pro erreichten „Sale“ festgelegt oder es wird ein Prozentsatz des Umsatzes bzw. des Warenkorbes an Affiliates ausbezahlt.

Hybrides: Ein Mix aus den bereits genannten Formen der Provisionierung, um entweder bestimmte Anreize zu gewährleisten oder eine gewisse Sicherung der Qualität zu erreichen.

Theoretisch ist diese Art der Zusammenarbeit mit jedem Partner, der mit der Provisionierung einverstanden ist, durchführbar. Für den praktischen Einsatz benötigt man aber ein paar Dinge:
1.    Affiliates
2.    Technische Voraussetzungen für die Datenerfassung (Tracking und Datenrücksendung)
3.    Kommunikationsplattform
4.    Rechnungswesen

Alle diese Punkte vereinen sich in sogenannten Affiliate-Netzwerken. Diese bieten sowohl dem Merchant als auch dem Affiliate auf einer Plattform gebündelt alles, was sie benötigen, um ein Affiliate-Programm zu starten. Dafür verlangen sie meistens auch nur eine erfolgsbasierte Vergütung, abhängig von der Vergütungshöhe der Partner – der Standard liegt bei 30 Prozent. Einige Netzwerke erheben allerdings auch eine Set Up-Gebühr.

Wichtig ist, dass Affiliate Marketing nicht stiefmütterlich bzw. nebenbei eingesetzt wird, sondern – um auch wirklich erfolgreich zu sein – als ein Teil des Marketing-Mixes mit der gleichen Wichtigkeit und dem gleichen Engagement angesiedelt werden sollte wie andere Online Marketing-Aktionen. Nur so können sich Synergie-Effekte mit allen Mediengattungen einstellen. Natürlich funktioniert ein Vertriebskanal auch nur so gut, wie er betreut und gepflegt wird. Und falls Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich einfach an uns….