Tag Archiv für "2022"

An einem sonnigen Tag wie heute, träumt man gerne von der eigenen Zukunft. Man malt sich den beruflichen Werdegang aus oder denkt einfach sehnsüchtig an einen ewigen Segeltörn. Wir präsentieren Ihnen heute unsere letzte Runde der Expertenumfrage 2022. Es wurden in den vergangenen Wochen viele verschiedene Themen besprochen. Unsere Experten haben von der Zukunft der Gesellschaft und unserer Wirtschaft erzält. Es wurde heftig die Liquid Democracy im Internet diskutiert. Es wurde sogar über die Online Partnersuche in 2022 spekuliert. Wir haben unsere Teilnehmer noch einmal gelöchert und gefragt, wo sie sich selbst in 10 Jahren sehen und was ihre Visionen für eine spannende Kampagne sind.

FDW 02.07.13

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Ich sitze in zehn Jahren im Vorstand eines DAX-Unternehmens, falls es den DAX dann noch gibt. Und werben würde ich immer für den FC Bayern. Das ist eine Konstante, die sich zu bewerben lohnt.“

Alexander-Erlmeier
Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Einen furiosen Endspurt. Die Kampagne: Rettet die Renten!“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Ich werde mich wundern, wie ich das so lange machen konnte, was ich bis dato machte. Kampagnen wie heute wird es meiner Meinung nach so nicht mehr geben.“

Ruth Schöllhammer
Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „In zehn Jahren arbeite ich mit Menschen auf anderen Kontinenten aus anderen Kulturen, lerne und gebe Wissen weiter. Und ich unterstütze Kampagnen, die dem Wohl der Menschheit dienen, nachhaltige Konzepte, Dienstleistungen und Produkte anbieten.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Ich entwickle neue Online-Patente und werde für das beste eine Kampagne schalten.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Still @ work. Wir bewegen tolle Marken.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Jungen Startup-Unternehmen auf die Beine helfen mit viel Onlinewerbung.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Da bin ich immer noch Chef der besten Agentur der Welt und mache Werbung für Paradise Island, den einzigen Platz auf der Welt ohne WLAN! Und für Touristenflüge ins All!“

Klaus Täubrich
Klaus Täubrich

Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull): „Rennrad fahren und Golf spielen.“

Oliver Hülse (Managing Director DACH, Rocket Fuel): „Das Abitur von meinem Sohn feiern.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Mich im nächsten Pioneer-Umfeld bewegen.“

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Segeln mit Wolfgang und Freunden ;-)).“

Vielen Dank für Ihre Beteiligung! Wir freuen uns auf die nächste Runde mit neuen und spannenden Themen.

Es ist eigentlich egal wo man hinschaut oder über welchen Artikel man in der Zeitung stoplert, die guten Nachrichten sind irgendwie ein bisschen spärlicher geworden als die über Krisen, Weltveränderung oder einen Ausnahmezustand. Die Wirtschaft in Europa befindet auf dem sprichwörtlichen „Rollercoaster“ und man kommt ins Grübeln, ob die Welt zu einem anderen Zeitpunkt nicht doch ein bisschen heiler aussehen würde. Wie wäre es denn mit der Zukunft? Oder mit der Vergangenheit? Damals war doch immer alles besser?! Wir haben heute unsere Experten gefragt:

 

Trotz allem sind sie sich eigentlich fast einig: Im „Here and Now“ ist es eigentlich gar nicht so schlecht (obwohl man momentan noch nicht in zwei Stunden von München nach Sydney fliegen kann…).

Oliver Hülse

Oliver Hülse: „Ich glaube nicht – es war schon schön, unter anderem, die Entwicklung vom Kofferraum füllenden Mobile-Telefon zum iPhone mitzuerleben.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Why not, ich wollte schon immer in zwei Stunden von München nach Sydney fliegen.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Nein. Ich fand den Pioniergeist meiner Jugend schon toll. Autos ohne Gurte, Fahrradfahren ohne Helmpflicht, richtige Skis, die größer waren als ich selbst, der erste Sony Walkman, Musik aus der Hitparade aufnehmen, die ersten Computerspiele (von Game and Watch über Atari und ColecoVision bis hin zum Gaming).“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Ich fühle mich sehr wohl im Hier und Heute, hatte eine glückliche analoge Kindheit und habe noch ein erfülltes digitales Berufsleben. Also das Beste aus beiden Welten. Außerdem war die Musik in den Siebzigern und Achtzigern besser als sie 2022 sein wird.“

Catharina Wilhelm

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Nein. Ich bin generell froh, halbwegs erwachsen zu sein und nicht mehr aufwachsen zu müssen.“

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Ich bin mit diesem Jahr sehr zufrieden, wer sich für Medien interessiert, dem wird bestimmt nicht langweilig.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Ich kenne meine Welt und mag sie, so wie sie ist, mit ihren Stärken und Schwächen.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Nein, ich halte nichts von Zeitreisen. Das Leben wird rückwärts verstanden und vorwärts gelebt.“

Ulrich Schmidt

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Die Chancen sind immer da, wo man ist, nie da, wo man nicht ist. Ich bin zufrieden im Hier und Jetzt.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Wir leben in einer der coolsten Zeiten, die es je gab, mit umwälzenden Entwicklungen. Ich wüsste keine bessere Zeit und keinen besseren Ort (Wie auch?).“

 

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Beides reizvoll, besser als vor 20 Jahren geboren zu sein.“

In der nächsten Folge lesen Sie: Was machen Sie selbst in zehn Jahren? Und für wen oder was würden Sie dann eine Kampagne schalten?

Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

Heute werfen wir mal wieder einen Blick in die Zukunft und mischen uns ein bisschen in das Thema Politik und Internet ein: Wie genau können wir uns in 2022 Demokratie noch vorstellen? Liquid Democracy war auch schon im letzten Jahr zur re:publica ein spannendes Thema und beschäftigt sich mit einer neuen, zukunftsorientierten Form der Demokratie. Im Zeitalter der Online-Welt haben wir unsere Experten gefragt, ob das Internet in Zukunft auch als Instrument politischer Willensbildung dienen wird?

85 Prozent unserer Experten sind sich bei dem Thema einig, aber da war doch auch mal was mit Piraten und Computerspielen? Viel Spaß beim Lesen.

Harald Kratel

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Mit dem Internet hat man ein sehr machtvolles Instrument, um ganz schnell und unaufhaltsam „Stimmung“ zu machen. Wer das am besten beherrscht, wird sehr machtvoll sein. Aber die Menschen werden lernen, was sie glauben können und wo sie beeinflusst werden sollen.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Definitiv ja. Die Meinung dazu muss ich mir erst noch bilden. Grundsätzlich finde ich die Entwicklung sympathisch. Ein bisschen Befürchtungen aber habe ich, dass wir durch zu viel Aktionismus im Netz eine oberflächliche Instant-Politik bekommen, die von der Geschwindigkeit getrieben wird und sich nicht intensiv und ernsthaft genug mit wichtigen Fragen beschäftigt.“

Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Nein, die politische Willensbildung der Massen wird weiterhin von großen meinungsbildenden Publishern geprägt und fortschreitendem Desinteresse flankiert. Hier ist Technologie und die damit verbundene Möglichkeit zur politischen Partizipation leider kein Mittel gegen die zunehmende Desillusionierung der Massen aufgrund des Machtzuwachs der politischen, kulturellen und v.a. vermögenden Eliten.“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Ach so – da gab’s mal diese Piraten und all so was. Vorbei. Aus die Maus. Zumindest das Interesse daran.“

Doris Eichmeier

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Generell halte ich viel davon, allerdings zu strenge Regeln. Wer den Umgang mit neuen Medien gut beherrscht, kann auch manipulieren, Macht ausbauen und ausüben. Es entstehen im Web neue gesellschaftliche Mechanismen, die erst erforscht und erkannt werden müssen, um die demokratischen Strukturen zu sichern und das Web dazu optimal nutzen zu können.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Ja, das Internet, Netzwerke und Collaboration Tools werden die Art, wie Entscheidungen getroffen werden, verändern. Jugendliche haben das in den letzten 10, 20 Jahren über Computerspiele gelernt – Gruppen zu bilden, Strategien umzusetzen, Aufgaben zu verteilen und als Team zusammenzuhalten. Ja, ich spiele gern und bin dabei.“

Thomas Hohenacker

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Ja,  und das finde ich gut, Online Democracy…“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Tendenziell ja, aber nicht so intensiv wie in undemokratischen Ländern. Grundsätzlich ok.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Die totale Basisdemokratie. Abgeordnete werden zum Transmitter jeder Entscheidung, die in Real Time von allen Bürgern getroffen wird. Faszinierender und gleichzeitig erschreckender Gedanke.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Ja sicherlich. Ich denke, das ist nur eine ganz natürliche Entwicklung.“

Torsten Ahlers
(CEO, Next Audience): „Es wird dazu beitragen, und die Meinung von Freunden bekommt einen noch größeren Stellenwert.“

In der nächsten Folge lesen Sie: Würden Sie lieber in der Welt von 2022 aufwachsen?

Haben Sie auch eine Prognose, Meinung oder einen klaren Blick in die Zukunft? Oder wollen Sie bei der nächsten Frage der Woche dabei sein? Dann einfach Kommentar hinterlassen oder eine formlose Mail an presseanfragen@mediascale.de schicken.

Mit dem Valentinstag in greifbarer Nähe, wird manchem sogar bei dem verschneiten Wetter ganz warm ums Herz. Auch wenn wahrscheinlich kaum einer mehr weiß, wer Sankt Valentin überhaupt war. Und warum er damals heimlich Verliebte getraut hat, um danach einen hohen Preis zu bezahlen: sein eigenes Leben. Aber gut, bleiben wir bei der Romantik.

Wenn man einen Partner hat, ist man irgendwie durch einen ungeschriebenen Vertrag und den Werbedruck der Valentinstags-Industrie verpflichtet, sich mit kleinen Aufmerksamkeiten den Tag zu versüßen. An jeder Ecke werden rosarote Blumensträuße, kuschelige, herz-haltende Bärchen mit Liebesbeteuerungen angepriesen und man wird mit Werbung für herzförmige Schokolade übergossen. Was aber macht der Single, dem es bei all den glücklichen Werbepärchen den Magen zuschnürt und der nur die Augen verdreht, wenn ihm ein kuscheliges Etwas aus dem Schaufenster entgegenschmachtet? Er oder sie kann sich in den Strom des Online-Datings schmeißen, für das rund um den Valentinstag ebenfalls wild getrommelt wird.

Dabei gibt es nicht unwesentliche Unterschiede zwischen, sagen wir mal, Elitepartner und Treffpunkt18. Die Flirtbörse dient dem kurfzfristigen Kontakt, während die Partnerbörse versucht, mit aufwändigen Tests (und hohen Kosten) das „Match made in Heaven“ zu arrangieren. Zählt man die angeblichen Registrierungen aller Singlebörsen zusammen, kommt man locker auf mehr als das Doppelte der in Deutschland statistisch registrierten Singles. Online Dating ist irgendwie eine etwas andere Version des Online Shoppings geworden.

Wir haben mal unsere Experten gefragt, wie viele Partnerschaften 2022 rein im Netz angebahnt werden.

Von 20 bis 75 Prozent reichen die Prognosen. Schön zu lesen, dass es auch noch ein paar wenige Traditionalisten gibt.

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Angebahnt? 75 Prozent!“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „50 Prozent.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „50 Prozent.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „25 Prozent.“

Ulrich Schmidt
(Managing Dircetor, ad pepper media): „20 Prozent.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „50 Prozent.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Genau so viel wie heutzutage.“

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „50 Prozent, insbesondere im taktischen Bereich.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Mag sein, dass viele Kurzzeit-Beziehungen über das Netz geknüpft werden. Bindungen über eine lange Zeit brauchen das analoge Element.“

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim romantischen Bärchen-Rosen-Shokolade-Kaufen!

In der nächsten Folge lesen Sie: Wird das Internet in Europa auch praktisch zum Instrument politischer Willensbildung werden (Stichwort Liquid Democracy)?

Viele von uns checken jeden Morgen ganz automatisch ihre E-mails, ohne mit der Wimper zu zucken. Online gehört einfach dazu, ob im Büro, zum Zeitunglesen, oder zu Hause mit dem Tablet auf der Couch. Allein in Deutschland ist laut Statista der Anteil von Internetnutzern zwischen 2001 und 2012 von 37% auf 75,60% gestiegen. Viele erzählen inzwischen auch von Oma und Opa und wie diese mit Ihnen auf Facebook kommunizieren. Wie schauen diese Zahlen aber in ein paar Jahren aus und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit? Wir haben unsere Experten gefragt, wie sie die Zukunft der Onlinenutzung sehen.

Man ist sich bei der Umfrage fast einig, dass über ein Drittel der Bevölkerung in 2022 online sein wird. Wir müssen dann im Dezember 2022 die ganz genauen Angaben nochmal überprüfen. :)

Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Wenn man nur das lineare Wachstum der letzten Jahre nimmt, sind 2022 über 60 Prozent der Weltbevölkerung online. Meiner Meinung nach sind 2022 ca. 75 Prozent der Weltbevölkerung digital vernetzt.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation):
„Zwei Drittel.“

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „55 Prozent von 7.5 Mrd. = 4.12 Mrd. Also 4.125.773.717 Menschen im Dezember 2022.“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „5 Prozent – der Rest ist in-line, oder wie auch immer das dann heißen wird.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „4.5 Milliarden.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Geschätzt 75 Prozent.“

Klaus Täubrich

Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull):
„92 Prozent.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Online ist 2022 Alltag und integraler Bestandteil unseres Lebens. Nur Menschen in Entwicklungsländern wird es vereinzelt nicht möglich sein, am globalen Leben teilzunehmen.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Über 50 Prozent.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur):
„75 Prozent.“

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „95 Prozent.“

In der nächsten Folge lesen Sie: Im Deutschland des Jahres 2022 werden wie viele Partnerschaften im Netz angebahnt (über Partnerbörsen, Social Networks und andere Online-Plattformen)? – Es gibt ein paar interessante Schätzungen wie viele das genau sein werden…

Der Klartext! Blog und das mediascale Team haben Weihnachtspause gemacht und nun melden wir uns erholt und gestärkt zurück. Ich hoffe, auch Sie hatten eine schöne Zeit? Vielleicht im Süden, weit weg in der Sonne? Oder wie ich ganz klassisch: Plätzchen, Geschenke unterm Baum, Skifahren, Fondue, Silvesterböller und viel Ruhe. Wie auch immer Sie die stade Zeit verbracht haben, jetzt ist es Zeit wieder anzugreifen.

Kampagnen wollen geplant und optimiert werden. Hier im Klartext! Blog werden wir Sie wieder regelmässig mit interessanten Themen aus der Branche versorgen, werden weiterhin unseren Blick in die ferne Zukunft schweifen lassen und Ihnen Vorhersagen für das Jahr 2022 präsentieren. Natürlich kommt auch wieder der ein oder andere Geschäfts- oder Medienpartner zu Wort und wir stellen Ihnen wieder neue Perspektiven bei Bscheid gsagt vor.

Die ersten Wochen im Terminkalender sind so prall gefüllt wie vor Weihnachten der Sack des Nikolaus. Volle Fahrt voraus, 2013 wir kommen! Im Namen des gesamten mediascale Teams wünsche ich Ihnen einen guten Start in ein wunderbares 2013 und hoffe, dass es viel Spannendes und Großartiges für Sie bereit hält.

 

Wir haben uns mal wieder unsere Glaskugel geschnappt, um einen Blick in die digitale Zukunft zu werfen. Onlinewerbung ist und bleibt ein dynamisches Thema, das sich seinem Umfeld entsprechend immer wieder neu anpasst. Die Liste der verschiedenen Werbeformate ist relativ lang, wichtig ist aber immer, dass richtiges Targeting eingesetzt wird, damit die eigentliche Botschfat nicht untergeht. Ob dies auch in Zukunft die Basis für gute Onlinewerbung ist, kann man nur hoffen. Wir haben unsere Experten gefragt, wie, im Vergleich zu heute, Onlinewerbung in 2022 aussehen wird:

In zwei Punkten sind sich unsere Experten einig: Der Trend in der Onlinewerbung bewegt sich Richtung Individualisierung und mediascale wird auch beim 20. Jubiläum ordentlich feiern!

Harald Kratel

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Die Jugend von heute wird sich (dann als Erwachsener) Shopping wünschen, das wie 3D-Computerspiele funktioniert. Sie wird mit den Freunden in eine Mall gehen wollen und dort mit allen zusammen einkaufen.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „2022 planen wir in der Media mit Twinsumer (Consumer Twins), unseren „Zwillingen“, die – obwohl wir als Person einzigartig sind – ähnlich denken, handeln und kaufen wie wir. Marken und Produkte werden dann noch viel stärker auf den Empfehlungscharakter angewiesen sein.“

Nicht ändern wird sich bis dahin die ungebrochene Macht von Google im Searchbereich. Und niemals ändern wird sich die hohe Anforderung an Mediaagenturen, zum 10. Geburtstag eine ordentliche Jubiläumsfeier auf die Beine zu stellen.“

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Behavioral Targeting auf dem Big Screen. Also nutzungsabhängige und individuelle TV Spots. Die rasant fortschreitende Technologisierung.“

 

Catharina Wilhelm

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Neue Technologien, die somehow „Gedanken lesen“ werden. Bei einer Vielzahl von Unternehmen leider der Content.“

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Die meisten Platzierungsorte für Online-Werbemotiven sind mittlerweile akzeptiert. Doch deren Inhalte werden sich in die Richtung entwickeln, die heute schon deutlich auszumachen ist: mehr Echtzeitinformation, mehr Personalisierung (Targeting) sowie ein sinnvolles Miteinander aus Bild, Bewegtbild, Text und intelligenten Tools.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Onlinewerbung wird erheblich stärker in CRM-Systeme integriert sein und von dort gesteuert. Der Banner ist tot – lang lebe der Banner ;-).“

Thomas Hohenacker

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Individualisiertes, Targeted Product Placement und individualisiertes, virtual Advertising in Sportübertragungen, Serien und anderen VOD Filmen. Mediascale wird auch in 10 Jahren wieder eine fabelhafte Feier machen!“


Thomas Port
(Geschäftsführer, SevenOne Media): „Targeting mit harten Daten / Future TV via IP und Connected TV etabliert / Nachfrage nach Qualitätsumfeldern wird bleiben.“

 

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „a) Vollkommen automatisierte Werbung, Clicks, Leads, Transaktionen, ohne Zutun und Wissen des Users nach seinem analytisch ermittelten Bedarf (hmm, gibt’s ja vielleicht heute doch schon, wenn ich mir manche Listbroker und Clickraten anschaue ;-) ). b) Vollkommen automatisierte Werbung, Clicks, Leads, Transaktionen, ohne Zutun und Wissen des Users nach seinem analytisch ermittelten Bedarf.“

Andreas Kleiser

Andreas Kleiser (Vorstand, Virtual Minds): „Auf 1×1 Pixel konzentrierte Werbebotschaften, die drahtlos ins Gehirn übertragen werden und sich dort zu Megawallpapern entfalten :-) Ganz schwer wegzuklicken! Besonders überzeugend in Kombination mit Autoplay-Sound :-)…was wird sich nicht verändern…Die Tatsache, dass im fast südlichsten Zipfel Deutschlands, in einem Dorf von unbeugsamen Galliern, marktführende Werbetechnologie entwickelt wird.“

 

 

In der Nächsten Folge lesen Sie: Wie viel Prozent der Weltbevölkerung sind 2022 online? (Heute sind es etwa 2,3 Mrd. oder 33 Prozent)

Es gibt inzwischen wenige Mitmenschen, die nicht in irgendeiner Art und Weise täglich Zeit am Computer verbringen. Sei es beruflich bedingt, Facebook, Aktien-check, oder einfach nur die Zeitung lesen, Online ist mitten im Leben. Unsere Digital Natives wachsen inzwischen schon in der Grundschule mit dem Internet auf und man sieht immer mehr Kinder unter zehn Jahren mit einem Smartphone in der Hand auf dem Spielplatz. Irgendwie seltsam, oder? Da fragt man sich doch am besten selbst, ob man in zehn Jahren immer noch die Binärcodes schiebt, oder auch mal offline die Seele baumeln lassen kann.

Unsere Experten spekulieren, dass man auch in zehn Jahren noch onlineverbunden sein wird. Was natürlich auch ganz entspannt sein kann, wenn der verträumte Blick Richtung Bergsee wandert…

Doris Eichmeier

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Bücher waren früher verpönt, weil sie angeblich die Leser vom echten Leben fernhalten würden. Aktuell ist es schick, über fernsehende Mitbürger die Nase zu rümpfen. Bestimmt sind demnächst die Online-Medien dran, das scheint der Lauf der Dinge zu sein. Ich persönlich halte jeden Aussteigertrend für unreflektiert: Das Medium als solches ist nicht qualitätsentscheidend – es  kommt darauf an, welche Inhalte man darin auswählt. Ich verzichte ja auch nicht auf Bücher, nur weil ich Uta Danella unsäglich finde. Auf keinen Fall wäre ich ein Online-Aussteiger – was würde ich alles verpassen!“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Ja, definitiv. Online-Aussteiger werde ich, falls ich bis dahin genug auf der hohen Kante habe und aus dem Garten meines eigenen Hauses in die Berge oder auf einen See schauen kann ;-) -> Online schaue ich dann nur noch, wie der FC Bayern so performt, wie das Wetter wird und natürlich werde ich online Dinge bestellen, die ich am See in den Bergen nicht bekomme ;-).“

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Wenn ich so weiter mache, dann gebe ich mir noch 10 Jahre, bevor ich den Stecker ziehe bzw. das W-LAN deaktiviere.“

Thomas Hohenacker

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Es wird massenweise Therapiecamps für Onlinesüchtige geben.
Nachdem wir in 10 Jahren implantierbare Onlinechips haben werden, wird es auch Camps geben, die diese wieder ‚explantieren’  und dann die Entzugserscheinungen behandeln werden.“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Nie, aber das höchste Luxus Gut wird „Zeit + Ruhe“ sein. Dann werden Leute sich den Luxus gönnen „Offline“ zu gehen. Und da bin ich dabei…oder?“

 

 

Catharina Wilhelm

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „…. Ich starte bereits jetzt damit.“

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Es gibt immer ein sowohl als auch, ich bin dabei – sowohl als auch.“

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Ja wird es, ich werde nicht dabei sein.“

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Wären Sie dabei? Sehr gute Frage, nachdem ich gerade überlege, meinen Facebook Account zu löschen. Wegen der Datenproblematik vermute ich, dass auch Aussteiger zunehmen werden.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Das ist gut vorstellbar. Zeitweise würde ich mich dafür registrieren.“

 

In der Nächsten Folge lesen Sie: Was wird es 2022 in der „Onlinewerbung“ geben, woran heute noch keiner denkt? Und was wird sich bis 2022 in der „Onlinewerbung“ überhaupt nicht verändern?


 

Mit so vielen neuen Erfindungen und Entwicklungen heutzutage, versuchen wir immer ein paar Schritte nach vorne zu machen. Was uns 2022 in der Online-Welt erwartet ist eine berechtigte Frage und unsere Experten haben die Zukunft sehr unterschiedlich im Visier. Von Big Brother bis zur emotionalen Intelligenz war heute alles mit dabei.

 

Aber lesen Sie doch selbst. Viel Spaß!

Thomas Port

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Leider nein, eher Big Brother is watching you.  Der gläserne Mensch wird Realität sein.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Das Internet macht unsere Welt transparenter: Das gilt für Produkte und Unternehmen, auch für die Politik. Vertrauen muss man sich in diesem Umfeld hart erarbeiten, und die Glaubwürdigkeit spielt eine große Rolle. Das macht unsere Welt besser. Aber: Lebenserfahrung muss im Privaten und auch im Job noch eine Rolle spielen und darf nicht von Maschinen abgelöst werden. Obwohl wir, und das ist kein Widerspruch, immer mehr unserer Entscheidungen mit Daten aus dem Netz untermauern (Big Data!).“

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Eine??? Die meisten Entwicklungen machen meine Welt schon heute besser. Im Ernst, die Möglichkeit der individuellen, aber kollektiv wahrnehmbaren und multiplikativ verbreitbaren Meinungsäußerung durch Web 2.0, begrenzt die Macht von Publikationsmonopolen und trägt heute schon täglich zur Aufklärung und Demokratisierung bei – siehe Arabischer Frühling.“

Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „Alle Online-Entwicklungen, die das Leben der Nutzer vereinfachen und dessen Bequemlichkeit unterstützen, werden erfolgreich sein. Wenn sich dadurch die Welt verbessert – tant mieux.“

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Mehr Information, mehr Bildung, mehr Demokratie für alle.“

 

Torsten Ahlers (CEO, Next Audience): „Mobiles Internet.“

Harald Kratel

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Ja, das Leben ohne Bildschirm und Tastatur! Google Glasses wird kommen! wir werden unsere Texte sprechen können und nicht mehr tippen müssen! Außerdem wird es automatische Übersetzungsprogramme geben!“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): Die Konvergenz aller derzeitigen Geräte (Radio, Telefon, TV, PCs, Tablets) in eine vernünftig handlebare Gerätegruppe.“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „… die Intelligenz des Herzens. Hoffentlich.“

 

In der Nächsten Folge lesen Sie: Wird es in den nächsten zehn Jahren einen Gegentrend zum Digital Native, den „Online-Aussteiger“, geben? Wären Sie dabei?

Als gebildeter und multifunktioneller Mensch denkt man ja immer irgendwie man sei unersetzlich, aber sind wir das wirklich? Heutzutage wird alles motorisiert, automatisiert und menschlich reduziert, auch in der Welt der Mediaagenturen. Viele unserer täglichen Prozesse verlaufen über vorprogrammierte Eingaben, durdachte Listen und Kontakte, die unsere Computer schon lange gespeichert haben. Es tut dann aber doch ganz gut zu wissen, dass alle Informationen, die unsere Maschinen bearbeiten und wieder ausspucken, sorgfältig von jemandem zusammengestellt wurden, der nachdenkt, mitdenkt und vorausdenkt. Mit unserer Frage der Woche haben wir unsere Experten verhört, was Sie von unserer Zukunft 2022 halten:

Unsere Experten sind sich ziemlich einig, Man Over Machine. Obwohl viele Prozesse automatisiert werden, scheint der menschliche Aspekt der Mediaagenturen doch auch in Zukunft noch ein wichtiger Treiber in unserer Branche zu sein.


Alexander Erlmeier

Alexander Erlmeier (Country Manager DACH, ICQ): „Es wird noch Mediaagenturen geben. Der Markt wird sich aber konsolidieren und stark Technologie getrieben sein. Große Netzwerk-Agenturen werden selbst zum Publisher. Diese aggregieren Inventar, das nicht über Umfeld, sondern Zielgruppen vermarktet wird.“

 

Thomas Port

Thomas Port (Geschäftsführer, SevenOne Media): „Ich glaube nicht an diese totale Mechanisierung. People make Business.“

Catharina Wilhelm (Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DeutschlandCard): „Beides – es wird wenige Mediaagenturen geben, die via ihrer Programme alles per Knopfdruck steuern können. Blitzschnell.“

Thomas Hohenacker (Inhaber Malte Media): „Mediascale ist in 10 Jahren Markführer und hat die meisten anderen Mediaagenturen geschluckt.“

 

Guido Wiegand

Guido Wiegand (Managing Director, Studiosus Reisen): „Gerade für kleinere und mittlere Werbetreibenden sind Mediaagenturen auch künftig unverzichtbar. Bei den Big Spendern wäre ich mir da nicht so sicher.“

Eric Hofmann (Marketingleiter Fashionation): „Gute Mediaagenturen wird es immer geben, so wie den FC Bayern. Selbst wenn künftig vieles „nur“ Machine to Machine abgewickelt wird, brauchen wir Mediaagenturen, die uns genau dabei beraten und als Experten zur Seite stehen. Eine persönliche Beratung ist durch keine Maschine zu ersetzen. (Siehe auch: Heute haben SEA-Agenturen eine Berechtigung, obwohl AdWords auch vollautomatisch ist.)“

 

Ruth Schöllhammer

Ruth Schöllhammer (Schöllhammer Beratung): „In 10 Jahren gibt es auf jeden Fall Agenturen, wie auch immer sie heißen mögen, die kreativ, originell und überraschend die richtigen Botschaften zum richtigen Adressaten bringen.“

Doris Eichmeier (Content-Strategin): „Bestimmt werden die Buchungen vollautomatisch Machine-to-Machine abgewickelt. Aber ob eine Maschine eine gute Mediastrategie erstellen kann? Das wage ich dann doch zu bezweifeln. Menschliche Intuition und die Freude auf Neues, eventuell Riskantes, ist doch das, was Werbung gut macht. Die Mischung aus Mensch und Maschine muss in der Mediaplanung stimmen, deshalb wird es Mediaagenturen weiterhin geben, wenn sie – wie Mediascale – starke Persönlichkeiten als Mitarbeiter und Chefs haben ;-).“

 

Ulrich Schmidt

Ulrich Schmidt (Managing Dircetor, ad pepper media): „Mediaagenturen sind wohl nicht tot zu kriegen, die werden schon einen Weg finden, um Rechnungen für irgendetwas zu stellen, was man billiger und besser selbst erledigen kann ;-).“

Harald Kratel (Geschäftsführer, Madaus, Licht + Vernier Werbeagentur): „Ich denke, der menschliche Faktor ist bis 2022 immer noch nicht von der Maschine übertroffen.“

Klaus Täubrich (Geschäftsführer, TVzweinull): „Es gibt noch Medienagenturen, deren Arbeitsweise sich voll auf die digitalen Medien fokussiert hat. Diese arbeiten aber sehr Technologie getrieben.“

 

Oliver Hülse

Oliver Hülse (Managing Director DACH, Rocket Fuel): „Mediaagenturen wird es weiterhin geben – die Aufgaben werden sich verändern – die objektive Beratung und Konzeption von Kampagnen wird einen großen Anteil der alltäglichen Arbeit sein.“

Rodja Tanwidjaja (Head of Energy Renewables Communication, Siemens): „Sicherlich wird es die geben, und die werden mit den richtigen Tools ganz genau aufzeigen können, wo man zielgerichtet wirbt.“

 

 

Arndt Groth

Arndt Groth (CEO, PubliGroupe AG): „Mediaagenturen sind Geschichte, damit Wolfgang und Julian sich endgültig ausschließlich ihren Hobbies widmen können. Aber im Ernst: Die Standard-Platzierungen werden tatsächlich automatisiert durch Real Time Advertising abgewickelt. Das macht in zehn Jahren schätzungsweise 3/4 des Volumens aus. Die komplexen Integrationen und aufwändigen Platzierungen auch bei Homepagebuchungen, Take-Overs, Sponsor Ships etc. werden weiter durch Mediaagenturen betreut. Es bleibt ja auch die Frage, ob die Endkunden am Ende wirklich die Abwicklung der Real Time Advertising Kampagnen selbst betreuen wollen oder durch ihre Agenturen abwickeln lassen.“

 

P.S.: Dieser Beitrag wurde übrigens per Hand getippt…

1 2