Suchergebnisse für "facebook"

Täglich grüßt bekanntlich das Murmeltier, aber Facebook macht ihm hier sicher Konkurrenz. Sowohl für die rund 31 Mio. Nutzer aller Altersklassen in Deutschland als auch für die Werbetreibenden lässt sich das soziale Netzwerk gefühlt täglich etwas Neues einfallen.

Und das scheint sich zu lohnen: Ungefähr 20 Minuten täglich verbringen die User damit den Newsfeed auf und ab zu scrollen. Damit das nicht langweilig wird, gibt es immer wieder spannende Updates.

Um im Formatdschungel auf Facebook nicht den Durchblick zu verlieren, habe ich einen kleinen Überblick über die Neuerungen der letzten Monate zusammengestellt. Alle vorgestellten, neuen Formate sind auch für Deutschland buchbar.

Facebook Stories in der Desktop-Version

Seit Sommer 2016 gibt es die beliebten Instagram Stories, die seit März 2017 mit einem „Sponsored Story Ad“ werblich belegbar sind. Facebook Stories gibt es ebenfalls seit Anfang 2017. Seit August 2017 laufen die Stories nun auch in der Desktop Version auf Facebook.

Collection Ads

Bei diesem Format sollten seit dem Sommer 2017 vor allem Kunden im Bereich E-Commerce hellhörig werden, die den Trend des mobilen Online-Shoppings nutzen wollen. Die Facebook Collection Ads geben dem User die Möglichkeit, auf mobilen Endgeräten, nach dem Klick auf das Werbemittel, die gesamte Produktpalette eines Kunden zu durchstöbern und direkt zu kaufen. Hierbei genießt der User den großen Vorteil, dass er keine langen Ladezeiten mehr aussitzen muss, weil der vom Kunden angelegte Produktkatalog in Form einer Microsite direkt bei Facebook gehostet wird.

Die Ad im Newsfeed zeigt ein großes Bild oder Video und bereits vier Produkte aus dem Sortiment. Klickt der Nutzer sich in die Collection Ad, so werden ihm weitere Produkte und Informationen angezeigt, ohne dass er die Facebook App verlässt.

https://www.adsventure.de/facebook-collection-ads/

 

 

Sponsored Messages

Die Möglichkeit, den Facebook Messenger als Verlinkungsziel für seine Anzeigen zu nutzen, gibt es schon etwas länger. Mit 1,2 Milliarden Usern weltweit bietet sich hier eine nennenswerte Reichweite für den Werbetreibenden. Im November 2017 wurde der Facebook Messenger noch weiter für Werbung geöffnet. Durch „Sponsored Messages“ können Unternehmen den Nutzern Direktnachrichten im Posteingang zustellen. Anfangs konnte eine solche Nachricht aber nur einmal pro Tag und nur, wenn der User schon einmal mit dem Unternehmen über den Messenger in Kontakt war, verschickt werden. Mittlerweile kann Facebook die Ad auch auf eine Costum Audience der Nutzer ausspielen, die mit der jeweiligen Seite interagiert haben.

Aber warum sollen Werbetreibende jetzt auch noch Werbung im Messenger schalten? Dazu ein paar Fakten, die für sich sprechen:

  • 2 Milliarden Nachrichten pro Monat werden zwischen Menschen und Unternehmen verschickt
  • 53% kaufen lieber bei Unternehmen, mit denen sie direkt Nachrichten austauschen können
  • 56% der Menschen möchten lieber mit einem Kundenservice schreiben anstatt zu telefonieren
http://www.thomashutter.com/index.php/2017/11/facebook-erweitertes-sponsored-messages-rollout/

Der ständige Ausbau der Werbeplätze auf Facebook wird wohl nie ein Ende haben und das ist auch gut so. So bleibt das Social Media-Umfeld für die Werbetreibenden und auch für die User weiterhin spannend.

Facebook will wieder sozial werden. Dieser Wunsch, so formuliert von Mark Zuckerberg in einem am 12. Jan veröffentlichten Facebook Post, soll  sich zunächst vor allen Dingen im Newsfeed des Nutzers bemerkbar machen. Das hier Handlungsbedarf besteht, deckt sich mit der (subjektiven) Wahrnehmung dieses Autors. So war der Newsfeed eines Nutzers vor Jahren noch das Tor in alle wichtigen (und oft auch weniger wichtigen) Ereignisse der Freunde und Kontakte. Doch seitdem hat sich Facebook stark kommerzialisiert und ist mittlerweile „Big Business“. Viele Unternehmen und Marken, vor allen Dingen aber Verlage und Medienunternehmen kommen um Facebook nicht mehr herum. Für Erstere bietet die Plattform, eine im Verhältnis zu klassischen Werbekanälen, sehr granulare Möglichkeit spezifische Zielgruppen werblich zu erreichen, sowohl über bezahlte als auch organische Posts. Letztere wiederum beziehen bis zu 90 Prozent ihres Webseiten-Traffics über organische (oder bezahlte) Posts, die auf Facebook geschalten werden. All das hat dazu geführt, dass der durchschnittliche Newsfeed heute zu einem überwiegenden Teil aus redaktionellem Content und Bewegtbild besteht. Problem hierbei ist, dass diese in der Regel recht passiv konsumiert werden. Genau dieser Entwicklung will Facebook mit seinen geplanten Änderungen am Newsfeed-Algorithmus entgegenwirken. Zukünftig sollen wieder verstärkt Posts von Freunden und Familie im Vordergrund stehen, also vor allen Dingen jene, die zu verstärkten Interaktionen (Kommentare, Likes und Reaktionen) mit dem Beitrag führen. Bei der Entscheidung, welcher Post einem Nutzer angezeigt werden soll, wird nun also ein vermehrter Fokus auf das zu erwartende Engagement mit dem Post gelegt.

Was bedeutet das nun für all die Unternehmen, Marken und anderen kommerziellen Nutzer der Plattform? Bei einer festen Anzahl von ausgesteuerten Newsfeed-Beiträgen führt dies erstmal zwangsläufig zu einer geringeren organischen Reichweite.  Dieser Trend zeigt sich schon seit mehreren Jahren, hat aber durch die weitere Umstellung noch an Stärke gewonnen. Mittlerweile erreichen laut einer Auswertung von social@Ogilvy organische Posts von Seiten mit über 500T Likes nur noch knapp zwei Prozent der jeweiligen Fans. Die Möglichkeit wiederum, Communities von Fans aufzubauen und mit diesen über gepostete Beiträge im regelmäßigen Austausch zu stehen, war für viele Unternehmen, Marken und Werbetreibende einer der anfänglichen Hauptargumente, die Plattform für sich zu nutzen. Viele dieser Unternehmen haben hohe Budgets und Zeit investiert, um diese Communities aufzubauen und zu pflegen.

Abhilfe für die schwindende organische Reichweite schaffen verschiedene Best Practices, die den Fokus auf die „Spielregeln“ des Newsfeed-Algorithmus legen. Posts mit externen Links sind meist nicht sehr interaktionsstark – deshalb werden diese Art von Beiträgen nachrangig behandelt. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit auf externe Verlinkungen zu verzichten. Ein weiterer Punkt ist der erhebliche Anstieg an tagtäglichen Posts auf Facebook im Allgemeinen, welcher dazu geführt hat, dass vor allen Dingen sich die Posts durchsetzen, die besonders viele Likes und Shares generieren. Es gilt also der Grundsatz „Qualität statt Quantität“, um gesehen zu werden. Der Fokus sollte besonders auf aussagekräftigen und starken Postings liegen, um aus der Masse herauszustechen (aber kein Clickbait). Weitere Maßnahmen sind beispielsweise vermehrt auf interaktionsstarke Bewegtbild-Posts (besonders beliebt bei Nutzern sind die Live-Videos) zu setzen und/oder seine Zielgruppe schon im Voraus einzuschränken, um unter den Fans nur die anzusprechen, die am wahrscheinlichsten auf den jeweiligen Post reagieren.

Dennoch können auch diese Maßnahmen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Verhältnis von Paid zu Earned Content deutlich in Richtung Paid verschoben hat. Wenn ein Werbetreibender eine garantierte, umfangreiche Reichweite mit seiner Kommunikation erreichen möchte, kommt er in der Regel nicht mehr um gesponsorte Posts herum. Die Konsequenz dessen, auf die Facebook-Kommunikationsstrategien der Werbetreibenden, variiert je nach Branche und Unternehmen. Die Reaktionen schwanken von einer abwartenden Haltung, hin zu einer zunehmenden Abkehr der organischen Earned-Nutzung, verbunden mit einer Revalierung der Ziele (bspw. reduzierter Fokus auf Anzahl der Follower). Für Publisher sind die Konsequenzen mit am gravierendsten, da diese bisher über organische Posts oft einen großen Teil ihres Traffics generiert haben.

Letztendlich stellt sich auch die Frage, ob die von Facebook vorangetriebenen Änderungen im Sinne der Mehrheit der Nutzer sind. Facebooks Evolution hin zu einer übergreifenden Plattform, die als erste Anlaufstelle zum Konsum jeglicher Art von Informationen dient (Nachrichten, Veranstaltung, private Updates, etc.) und weg von einem rein auf dem privaten Austausch zwischen Freunden und Familie ausgelegten Netzwerk, war auch im Sinne vieler User. Letzteres wickeln eine zunehmende Anzahl an Nutzern, mittlerweile rein über Facebooks Schwesternetzwerk Instagram, oder den privaten Messenger WhatsApp, ab.

Wie auch immer die neuerlichen Änderungen sich ausgehen, sicher ist, dass diese nicht die letzten gewesen sein werden. Auch in Zukunft wird die Suche und die Definition nach dem „für den User relevantesten Inhalt“ weitergehen. Relativ sicher ist auch, dass im Spannungsfeld des Trios Werbetreibender, Nutzer und Facebook, letzterer meist als Gewinner hervorgehen wird.

Alles neu macht der Mai Januar…

So oder so ähnlich könnte man denken, wenn man mal wieder einen Blick in Facebook wirft. Neuerungen stehen an, wohin man schaut. Einen kurzen Überblick gibt es hier:

 

Facebook Messenger hat nun Werbung

Nachdem die Werbeplätze und -möglichkeiten auf Facebook in den letzten Jahren immer vielfältiger und omnipräsenter wurden, sucht selbstverständlich auch Facebook nach weiteren Monetarisierungsmöglichkeiten. Wo gibt es im Facebook-Kosmos noch weiteres Wachstumspotenzial? Na klar, im Messenger, der ja bereits seit einiger Zeit auf den mobilen Endgeräten losgelöst von der eigentlich Facebook App benutzt werden muss. Bislang konnte dieser noch nicht in Werbeaktivitäten integriert werden, das soll sich nun ändern. Dabei können Werbetreibende zukünftig den Messenger als Verlinkungsziel auswählen, so wie auch auf externe URLs oder Canvas Ads verlinken:

(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)
(Bildquelle Facebook https://www.facebook.com/help/162893084149464?__mref=message_bubble)

 

Bei der Wahl des Call-to-Actions (CTA) gibt es dann zusätzlich die Möglichkeit, einen „Nachricht senden“-Button auszuwählen. Bei allen anderen CTAs erscheint ein Messenger-Symbol neben dem Button der Anzeige. Alle Klicks auf diese News Feed-Anzeigen werden dann direkt in den Messenger verlinkt, wo sich eine Konversation mit dem Unternehmen öffnet. Dort sehen die Nutzer eine Kopie der Werbeanzeige und eine definierbare Willkommensnachricht. Diese Unterhaltung kann vom werbenden Unternehmen wahlweise manuell oder über einen Bot erfolgen.

(Bildquelle: Facebook - https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)
(Bildquelle: Facebook https://developers.facebook.com/blog/post/2016/09/12/new-messenger-features-payments-ads-enhanced-mobile-websites/)

 

Mit Hilfe der Messenger-Verlinkung ist es möglich, einen direkten Dialog mit dem Nutzer anzuregen. Das lässt vor allem dem regionalen Handel viel Freiraum dafür, mit Aktionen, wie z. B. Rabatten oder ähnlichem, zu spielen. Hat ein Nutzer einmal einen Chat mit einem Unternehmen begonnen, können werbende Unternehmen zu späteren Zeitpunkten auch weitere Werbebotschaften über diesen Weg versenden. Eine Umsetzung ist bereits seit einigen Wochen möglich.

 

Facebook Videos mit Werbeunterbrechung

Facebook hat testweise damit begonnen, Videos mit Werbeunterbrechung zu zeigen. Diese neue Art der Werbeplatzierung bietet nun die Möglichkeit, innerhalb von Videos und sogar Live Videos, Ads zu schalten. Somit ist diese Werbeform auf Facebook gut mit dem geläufigen „Mid-Roll“ zu vergleichen. Die neue Facebook-Ad wird allerdings nur dann ausgeliefert, wenn das Video mindestens 90 Sekunden lang ist und vom Nutzer zu mindestens 20 Sekunden lang gesehen wurde. Möchten Publisher also mit ihren Videos Geld verdienen, müssen sie entsprechend langen und guten Content produzieren, der die Nutzer lange bei Stange hält.

Noch befindet sich das Ganze in der Testphase. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass wir in Zukunft bei Facebook auch Videos verstärkt mit Werbeeinblendungen erhalten werden und im Umkehrschluss die Werbetreibenden zusätzliche Online Bewegtbildreichweite – neben dem Big Player Youtube – in ihre Kampagnen integrieren können.

 

Werbung in Facebook Gruppen

Laut eigener Angabe von Facebook existieren ca. eine Milliarde Gruppen in deren Netzwerk. Dieses riesige Potential soll natürlich nicht ungenutzt bleiben. Im Moment prüft Facebook in einigen Ländern wie z. B. Australien die Werbefunktion in Gruppen. Die Group-Ad erinnert mit seiner Aufmachung stark an die Newsfeed-Anzeigen. Die Werbung würde aber hier direkt innerhalb der entsprechenden Gruppe erscheinen. So kann das werbende Unternehmen gezielt Werbung in einem affinen Umfeld schalten, je nach passendem Content der Gruppen (z. B. in einer Gruppe zum Thema Fitness).

 

Ob und wann die Group-Ad in Deutschland oder global ausgerollt wird, ist allerdings noch ungewiss. Wie immer testet Facebook fleißig neue Ansätze, wir dürfen gespannt sein, was 2017 noch alles kommt!

 

Fazit

Facebook ist verstärkt auf der Suche nach einem Ausbau der Werbeplätze, um auch 2017 ein gleichbleibend starkes Umsatzwachstum wie in den Vorjahren generieren zu können. Nach eigenen Angaben wird nämlich bereits in diesem Jahr das Maximum der Ad-Auslastung im Newsfeed erreicht sein. Allerhöchste Zeit, hier für neue Einnahmequellen zu sorgen!

 

f1

Wirklich? Können jetzt alle Bilder für Anzeigen so (oder noch besser…) aussehen und vieeeeeel Text enthalten?

Die Antwort lautet: Nein!

Wie jetzt…Warum denn nicht?

Fangen wir einfach noch mal von vorne an:

Seit Jahren predigt Facebook die 20% Text-Regelung in Anzeigenbildern: Man möge doch bitte auf eine aussagekräftige Bildsprache setzen und die User nicht mit zu viel Text stören.

Ja richtig gehört.

User sind es gewohnt in ihrem News Feed Bilder von Freunden und Bekannten zu sehen, die ihnen wichtig sind. Da kann Text im Bild vom Wesentlichen ablenken – oder die User gleich zum Weiterscrollen animieren.

Dabei muss unterschieden werden zwischen Text, der Teil eines realen Produktfotos ist (z.B. Foto einer Red Bull Dose mit Logoabbildung) und Text, der nachträglich auf das Image gesetzt wurde.

Letzteres fiel unter die 20% Text-Regelung und wurde auch von Facebook mit dem Stopp einer Anzeige bestraft. Manch einer hatte Glück und ist durchgerutscht, doch in den meisten Fällen wurden Anzeigen mit einem zu hohen Textanteil noch vor Start oder kurz danach angehalten und mit einem Warnhinweis markiert.f2

(Quelle Bild: http://allfacebook.de/fbmarketing/facebook-liefert-weitere-klarheit-zur-20-regel-text-im-bild-ist-ok-text-auf-bild-nicht)

Was aber ist jetzt anders?

Seit dem 08. Juni wurde diese Regelung nun von Facebook aufgehoben.

Der Jubel war groß – die Ernüchterung folgte schnell.

Denn von einer Beseitigung dieser Vorschrift kann nicht ganz die Rede sein.

Tatsächlich ist es so, dass Facebook sich nicht mehr auf die 20% Regelung stützt, sie aber auch nicht ganz abgeschafft hat.

Wenn nun Bilder Text enthalten, können sie zwar hochgeladen und auch von Facebook freigegeben werden, dennoch wird der Werbetreibende gleich nach der Erstellung seiner Anzeige sehen, ob diese gute Chancen auf eine vernünftige Auslieferung hat oder nicht. Die Unterscheidung zwischen reinen Produktabbildungen und Text, der auf das Bild draufgesetzt wurde, gilt auch nach wie vor.

Das Ganze sieht dann so aus:

msc Bild 1

Fällt das Bild unter „OK“, so steht einer reichweitenstarken Auslieferung zu günstigen Bidding-Preisen nichts im Wege.

Wehe aber man erreicht schon das Text-Niveau „Niedrig“ bis „Hoch“! Dann kann es gut sein, dass die Anzeige kaum bis gar nicht ausgeliefert wird und zum Teil auch mit höheren Kosten abgestraft wird.

Um das zu vermeiden, sind Werbetreibende und solche, die es auf Facebook noch werden wollen, dazu angehalten, den Textanteil auf Bildern auch in Zukunft möglichst gering zu halten.

Schließlich sollen unsere Facebook Anzeigen weiterhin ebenso reichweitenstark und kostengünstig an die Zielgruppe gelangen – ohne Nutzer dadurch zu stören oder zum Weiterscrollen zu animieren :-)

Mein Bild wäre jedenfalls nicht weit gekommen, sogar die Bildmaße waren zu groß :-(f4

Verbindung wird aktualisiert….

… schon erscheint der Spot des Start-up-Unternehmens, der momentan in aller Munde ist. Um zu zeigen, dass man es nun auch gesehen hat, wird geliked und natürlich geshared. Ein wenig weiter gescrolled: Klasse, der Trailer des neuen Kinofilms. Der wird natürlich angesehen, zehn Sekunden sind da schneller vorbei als gedacht.

Der Blick wandert nach rechts oben, denn da taucht natürlich zeitgleich ein verlockendes Urlaubsangebot auf: Sonne, Strand, Meer – wie kann man das ignorieren?

Mit Zufall hat dies natürlich bei Weitem nichts zu tun. Je nach Kampagnenziel bietet Facebook unterschiedliche Anzeigentypen und KPIs (Key Performance Indicators), nach denen Kampagnen eingestellt und optimiert werden.

blog
Mögliche Kampagnenziele auf Facebook – Quelle: Facebook

 

Ziel: Generierung von Klicks auf die eigene Webseite

Ist das Ziel der Kampagne, den Traffic auf die Webseite zu erhöhen, so geschieht dies primär durch die Werbeanzeigenart „Klicks auf die Webseite“. Bei diesem Anzeigentyp ist eine externe Verlinkung möglich, d.h. der User wird durch Klick auf die Anzeige direkt auf die Webseite des Werbetreibenden weitergeleitet. Mit Hilfe der „Clicks“ kann dann zur Bewertung der Werbeanzeige die „CTR“ (Click through Rate), also die Anzahl der Klicks auf den Werbebanner im Verhältnis zu den gesamten Ad Impressions, sowie auch der „CPC“ (Cost per Click), welcher die Kosten pro getätigten Klick darstellt, herangezogen werden.

Ziel: Interaktion mit Seitenbeiträgen

Bekanntermaßen erreichen Unternehmen mit ihren Posts, die sie auf der eigenen Facebook-Seite absetzen, nur einen geringen Anteil der bestehenden Fanbase. Mittels Bewerbung dieser Posts durch eine „Page Post Anzeige“ ist es möglich, nicht nur die Reichweite innerhalb der eigenen Fans zu erhöhen, sondern auch Nicht-Fans zu erreichen.

Hier kann der User zum Beispiel aufgefordert werden, mit der Anzeige direkt zu interagieren. Baut man diese beispielsweise als Gewinnspiel auf, so besteht die Möglichkeit, den User dadurch zu animieren, persönliche Eindrücke, Erlebnisse oder ähnliches zu teilen. Denkt man an eine Urlaubsverlosung, so könnte die Teilnahme aus einem Bild des schönsten Urlaubserlebnisses des Users bestehen. Dadurch tritt der Facebook-User in direkte Interaktion mit der Anzeige.

Zentraler KPI kann hier also zum Beispiel der „CPI“ (Cost per Interaction) sein. Es werden also die Kosten ins Verhältnis zur Anzahl der Interaktionen gesetzt, also wie viele Personen die Anzeige „geliked“ oder „geshared“ haben, aber auch wie viele Kommentare dazu abgegeben wurden.

Durch die Interaktion mit dem Page Post werden zugleich virale Effekte gefördert, da diese auch im Newsfeed der Freunde angezeigt werden.

Ziel: Videoaufrufe erhalten

Will ein Unternehmen seine Markenbekanntheit steigern, so bietet sich ein Video Ad an, um Emotionen, Image und Markenbotschaft zu transportieren. Es ist primär wichtig, dass möglichst viele User das Video sehen, sich durch den Inhalt angesprochen fühlen und die Marke dadurch populärer und idealerweise auch beliebter wird. Der Erfolg dieses Brandingziels kann anhand der „Viewrate“, welche den prozentualen Anteil des gesehenen Videos (25% – 100%) abzeichnet oder auch mit der „Durchschnittsdauer“, die das Video gesehen wurde, bewertet werden. Beide Kennzahlen weisen auf, inwieweit ein User gewillt und bereit ist, das Video anzusehen.

Neben der Viewtime ist auch der „CPV“ (Cost per View) eine wichtige Bewertungsgrundlage: Ein Videoaufruf wird ab drei Sekunden gezählt, dabei erscheint die Anzahl aller bisher getätigten Aufrufe in der Werbeanzeige. Alternativ ist eine Bewertung anhand des 10-sekündigen Videoaufrufs möglich. Welcher KPI zu bevorzugen ist, ist maßgeblich abhängig von der Kampagnenzielsetzung, aber auch die Länge des Videos spielt natürlich eine Rolle.

Die unterschiedlichen Kampagnenziele schließen sich selbstverständlich nie gegenseitig aus. Ein Video Post kann beispielsweise auch das Ziel der viralen Verbreitung besitzen.

Darüber hinaus sollte sich der Kunde vor Beginn der Kampagne natürlich auch mit den eigenen Zielen auseinandersetzen, erst dann kann die richtige Wahl auf das Werbemittelformat fallen. Im Hinterkopf sollte aber auch behalten werden: Der Erfolg einer Kampagne hängt nicht nur von der Platzierung bzw. Werbeform ab, sondern auch vom Inhalt des Werbemittels an sich. Kreative Ideen spielen gerade in Facebook eine große Rolle.

Bei Facebook tut sich immer wieder was – bei uns findet Ihr immer die aktuellen Infos zum Thema Advertising.

 

Wer kennt das nicht: Der Wecker klingelt, man reibt sich schlaftrunken die Augen, schlurft in die Küche, um sich einen schönen warmen Tee oder Kaffee zu machen und greift dabei zum ersten Mal an diesem Tag zum Smartphone: der erste Blick ins soziale Netzwerk.
Der erste soll aber natürlich nicht der letzte Blick gewesen sein und so lassen sich die Tage immer wieder sehr gut mit Facebook-Einheiten füllen. Bis abends vor dem Schlafengehen zu guter Letzt noch wichtige Nachrichten und Kommentare auf Facebook verteilt werden.

So – oder so ähnlich – könnte sich der soziale Facebook-Alltag von über 28 Millionen aktiven Nutzern täglich in Deutschland gestalten. Die mobilen Nutzerzahlen liegen aktuell bei 24 Millionen Usern, was einem Anteil von über 85% entspricht! Rund 19 Millionen User sind jeden Tag auf Facebook aktiv, was im Vergleich zum vergangenen Jahr ebenfalls eine deutliche Steigerung darstellt. Die hohe Online-Nutzung sollte vor allem bei der Gestaltung von Facebook Anzeigen nicht außer Acht gelassen werden. Aber nicht nur Werbung auf Facebook sollte mobil-optimiert sein: Auch wenn auf externe Zielseiten verlinkt wird, muss daran gedacht werden, dass diese responsive sind.

Und wenn wir schon mal beim Reichweite-Kräftemessen angekommen sind, darf Instagram als weiteres Facebook Unternehmen natürlich nicht fehlen. Hier wurden erstmalig Zahlen für Deutschland veröffentlicht und auch die lassen sich sehen: 9 Millionen User zählt die Foto-Community derzeit, Tendenz steigend. Mehr Infos zu Anzeigen auf Instagram können Sie auch hier nachlesen.

Zurück zum eigentlichen Thema Facebook, denn auch ohne Instagram tut sich hier immer noch so einiges. Hier ein paar Neuigkeiten:

Canvas Ads
Die neuen Fullscreen-Anzeigen im mobilen Facebook-Newsfeed werden ab sofort erst richtig spannend. Im September 2015 erstmalig in Cannes vorgestellt, sollen diese voraussichtlich ab Ende Februar 2016 für alle Werbetreibende zur Verfügung stehen.
Anders als bei normalen Anzeigen, muss das Canvas vorab im Publishing Tool einer Facebook-Seite erstellt werden, bevor es auch über Link Ads (Ziel: Website-Klicks und Website-Conversions) beworben werden kann. Hier wird dann nicht die Ziel-URL der externen Seite eingegeben, sondern die URL des Canvas, das zuvor über das Publishing Tool angelegt wurde.

Warum aber Canvas Ads schalten?
Der große Vorteil dieser Ads ist vor allem, dass der Nutzer nicht lange warten muss, bis er nach Klick auf die Anzeige auf die externe Zielseite weitergeleitet wird – mit Canvas Ads wird der Inhalt direkt in Facebook geöffnet. Die Anzeige wird bildschirmfüllend dargestellt und gibt durch verschiedene Einbindungsoptionen wie Texte, Videos etc. die Möglichkeit, die Ad weitestgehend individuell zu gestalten. Mehr Infos zur Gestaltung der Canvas sind vorerst hier zu finden. Bleibt abzuwarten, ob bis zur Veröffentlichung weitere Optionen hinzukommen…

Lead Ads
Eine weitere Anzeigenform, die seit Ende 2015 in unseren Power Editor Einzug gehalten hat, sind Lead Ads. Wenn ein Unternehmen Newsletter-Registrierungen generieren oder auch Anmeldungen zu einem Event haben möchte, kann dies nun über Lead Ads geschehen. Das Besondere daran ist, dass über diese Anzeigenform der Registrierungsvorgang erheblich erleichtert wird, da der User Facebook nicht mehr verlassen muss. In der Vergangenheit führte das gerade über mobile Endgeräte häufig zu Abbrüchen – vor allem, wenn man bedenkt, dass mehr als 85% der User über mobile Devices auf Facebook zugreifen!

Eingesetzt werden kann dieses Format nicht mehr nur über eine mobile Aussteuerung der Kampagne, sondern auch über den Desktop. Für die Anzeige selbst kann ein individuelles Anzeigenformular erstellt werden, für welches Facebook die unterschiedlichsten Abfragemöglichkeiten anbietet. Dies betrifft vor allem die Nutzerinformationen, die über das Formular gewonnen werden können. Zudem gibt es noch die Option, eine Context Card einzusetzen, die nähere Infos und Erklärungen zur Anmeldung/Registrierung mitliefern kann. So hat man als Werbetreibender die Chance, dem Nutzer genau zu erläutern, wofür die Datenabgabe gemacht wird und welchen Nutzen der User daraus zieht.

Diese Werbeform ist jedoch mit einem ABER versehen:

„Juristisch betrachtet müssen Lead Ads jedoch dieselben Voraussetzungen erfüllen, wie Landingpages. Ansonsten könnte es passieren, dass die Leads rechtlich wertlos sind, Lead Ads von Mitbewerbern abgemahnt oder bei Datenschutzbehörden gemeldet werden. Zusätzlich müssen auch Facebooks Nutzungsbedingungen für Lead-Ads beachtet werden.“

Welche Risiken hier genau dahinter stehen und welche vorab in jedem Fall geklärt werden müssen, werden in diesem Artikel, aus dem das Zitat stammt, noch genauer behandelt.
Wem das nicht gereicht hat, sollte jetzt sofort zum Smartphone greifen und sich mal wieder einloggen – in den letzten Minuten ist sicherlich wieder etwas Neues im Newsfeed passiert.

Wir wollen ja schließlich nichts verpassen! Und vielleicht läuft auch bald schon dem ein oder anderen eine Lead Ad oder bald auch Canvas Ad über die Chronik…

Wo soll ich anfangen…Bei Facebook gibt es ja stääändig Neuerungen. Also wortwörtlich betrachtet jeden Tag. Im Grunde genommen alle paar Stunden.

Kaum loggt man sich neu ein, sieht auch schon der Ad Manager wieder anders aus. Und wo sind nur die Berichte hin?

Ach, hier also …direkt neben dem Werbekontennamen, hübsch eingebettet als Berichtssymbol, im Bild unten einmal kurz rot umrandet.

Und so sieht er also aus, der neue Ad Manager bei Facebook.

FB3
Quelle: allfacebook.de

Übersichtlicher sollte es werden, weshalb viele Funktionen zusammengelegt wurden und auch die Struktur des Werbeanzeigenmanagers einmal optisch aufpoliert worden ist.

Ein Reinfinden in den neuen Aufbau war schnell geschehen: Kommentarfelder haben brav den Weg durch die neuen Menüpunkte gezeigt, viele Anpassungen haben sich von selbst erklärt.

In einem zweiten Schritt ist nun auch der Power Editor angepasst worden. Auch hier sollten die Funktionen vereinfacht und eine bessere Übersichtlichkeit geschaffen werden. Einige neue Features navigieren den Weg durch den Kampagnen- und Anzeigenaufbau.

Aber damit natürlich nicht genug – weiter geht’s im Facebook-Land…

Neue Definitionen für CPC und CTR

Ein wichtiger Punkt, der Anfang Juli zum ersten Mal kommuniziert wurde, ist die definitorische Änderung der Werte CPC und CTR auf Facebook.

Wie das Netzwerk nun mitgeteilt hat, wird man im Zuge des jüngsten API-Releases die Definition des CPC dahingehend ändern, dass nur noch Klicks auf Websites und Apps, und nicht mehr Likes, Shares und Kommentare, einbezogen werden“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Damit sollen die Werte natürlich realistischer werden, weil nur noch die konkreten Anzeigenziele in die Berechnung fallen.

Eine Kehrseite hat das Ganze aber doch: CPCs werden nicht nur bereinigt, sondern durch die Fokussierung auf das Anzeigenziel in der Berechnung teurer. Auch die CTRs werden dadurch niedriger ausfallen – ganz dem Ausschluss von Likes, Shares und Kommentaren geschuldet.

Facebook hat dafür selbstverständlich eine Erklärung parat:

„Da Likes, Shares und Kommentare ausgeschlossen werden, könnte der CPC steigen, wird aber wertvoller, da er nur die Klicks zählt, die Sie wirklich wollen. Im gleichen Zug könnte es so aussehen, als würde Eure Klick-Rate sinken; das ist aber so, weil der CTR nicht länger die zusätzlichen Klicks einberechnet“ (Zitat: onlinehaendler-news.de)

Likes, Shares und Kommentare sollen deshalb im Reporting nicht wegfallen, in die CTRs und CPCs werden diese aber nicht mehr mit eingerechnet.

Und noch etwas Gutes hat diese Änderung:

„Sobald diese Änderung in Kraft tritt, werden Werbetreibende, für die Klicks auf Links eine hohe Priorität haben, mit großer Wahrscheinlichkeit einen besseren Return on Advertising Spend (ROAS) verzeichnen, da sie nur für die wertvollsten Ergebnisse zahlen. Durch die Trennung von Link-Klicks und Interaktions-Klicks (z. B. „Gefällt mir“-Angaben und Kommentare) wird dein Budget effizienter eingesetzt, ganz egal, ob du auf Klicks oder auf Interaktionen bietest.“ (Zitat: facebook.com)

Somit wird das Budget des Werbetreibenden kosteneffizient und bewusst für das Kampagnenziel ausgesteuert und nicht mehr für alle Klicks ausgegeben, unwichtig ob diese auf das Ad-Ziel oder doch auf die wichtigen Interaktionen eingezahlt haben.

Video View Abrechnung ab 10 Sekunden

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine News zum Thema Video Ads auf Facebook gibt. So auch diese Neuerung: Zu den vielen Video KPIs wie Videowiedergaben in Prozent, der Videowiedergabe auf Basis von 30 Sekunden und die View-Zählung, die ab der 3. Sekunde erfolgt, kommt nun auch der 10-sekündige Aufruf bei Facebook hinzu.

Dies hat vor allem einen besonderen Grund:

Anders als YouTube ist Facebook keine genuine Video-Plattform, da User auch und vor allem aus anderen Gründen auf Facebook unterwegs sind – Nachrichten, Freunde, Gruppen, Fanpages und vieles mehr stellen die wichtigsten To Dos der User auf der Social Media Plattform dar.

Im Vergleich zum reinen Video-Portal YouTube können damit die 10-Sekunden View-Auswertungen als ein guter Kompromiss verstanden werden und ziehen eine bessere Vergleichbarkeit mit YouTube nach sich. Klar, auch den 30-Sekunden Aufruf könnte man dazu auf Facebook als Bewertungsgrundlage heranziehen. Da Facebook – anders als YouTube – für sehr vielseitigen Content verwendet wird, sollten wir die Messlatte aber nicht zu hoch ansetzen. Und mit einem Cost per View auf Basis von 10 Sekunden können wir davon ausgehen, dass der User nicht eben mal kurz vorbeigescrollt hat, sondern das Video auch tatsächlich gesehen und wahrgenommen hat.

Das hat voraussichtlich zur Folge, dass die sehr günstigen Cost per Views in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir sollten diese Anpassung aber als Fortschritt werten, da damit die View-Werte bereinigt und eine Vergleichbarkeit mit parallel laufendem YouTube-Content praktikabler wird.

Neue Werbemöglichkeiten bei Link Ads

 Um gleich einmal beim Video-Content zu bleiben, gibt es noch eine weitere Neuerung, die allerdings schon seit mehreren Wochen in den Tools implementiert sein sollte.

Bei Link Ads, die den User auf die Zielseite eines werbetreibenden Unternehmens führen, kann nun anstelle eines Bildes ein Video hochgeladen werden. So schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Unternehmen hat die Möglichkeit seinen Video-Content zu promoten und schickt User gleichzeitig bei Klick auf die Anzeige weiter auf die Unternehmensseite.

Damit aber nicht genug: Neben der Möglichkeit ein Video hochzuladen oder ein Bild auszuwählen, können jetzt auch bis zu 5 verschiedene Bilder hochgeladen werden.

Diese Anzeigenform nennt sich dann Carousel Ad, da der User sprichwörtlich über Pfeile im Werbemittel die Motive weiterscrollen kann.

FB2

Folgenden Vorteil bringen Carousel Ads mit sich: Bis zu fünf unterschiedliche Motive können mit verschiedenen Ziel-Links in einer Ad ausgesteuert werden.

Allerdings war es bislang nicht möglich, die Klicks auf die jeweiligen Motive und Ziel-URLs separat auszuwerten zu lassen, im Reporting-Tool können bis dato nur Gesamt-Websiteklicks ausgegeben werden.

Facebook arbeitet bereits an dieser Schwachstelle und wird in allen Tools die Möglichkeit bestehen lassen, die CTRs, Website-Clicks und Conversions für jede einzelne Karte im Reporting erfassen zu können.

Wenn es soweit ist, werden diese differenzierenden Auswertungselemente pro Kachel in unseren Reportings mit aufgegriffen.

Zum Ende dieses Beitrages gibt es nun nur noch eine weitere Neuheit bei Facebook, die einer Mitteilung bedarf:

Facebooks Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla erwarten ein Baby!

 

Fast genau ein Jahr ist es nun her, dass ich meinen ersten Beitrag über Facebook in unserem mediascale-Blog zum Besten geben konnte. Fast genau vor einem Jahr feierte Facebook auch seinen 10. Geburtstag. Und wenn man nun im Kopf einmal überschlägt – tadaa! – feiert Facebook nun schon seinen 11. Geburtstag! Wir möchten an dieser Stelle einmal herzlich gratulieren – zu 11 Jahren erfolgreichem Social Media, über 1,3 Milliarden Nutzern weltweit und 25 Millionen aktiven Usern in Deutschland. Tendenz weiterhin steigend.

Facebook stellte diesen Geburtstag ganz unter das Zeichen von Freundschaften und postete dazu auch ein Video auf seiner – na, raten Sie mal! Ja genau – offiziellen Facebook-Seite:

Facebook „For All That Friends Do“ from Antfood on Vimeo.

Aber nicht nur die Freundschaften, auch das Werbegeschäft soll und wird bei Facebook munter weiterrollen, weshalb die nächsten Infos für Werbetreibende und solche, die es noch werden wollen, sicherlich interessant sein können.

1. Multiproduct Ads

Dieses Anzeigenformat konnte bereits seit Mitte letzten Jahres über Drittanbieter gebucht werden. Nun ist es Werbetreibenden ab sofort möglich, diese Ads nach einer Freischaltung des jeweiligen Kontos über die Facebook Anzeigen-Tools selbst einzustellen.

Bislang waren die Anzeigen mit drei verschiedenen Produkten, de facto drei unterschiedlichen Bildern, bespielbar. Zum Ende des letzten Jahres gab es aber schon das erste Update: Insgesamt können nun bis zu fünf Produkte gleichzeitig beworben werden. Die verschiedenen Bilder werden direkt nebeneinander platziert, bei einer mobilen Aussteuerung sind diese als Slider dargestellt. Auf diese Weise haben Unternehmen die Möglichkeit, fünf unterschiedliche Produkte gleichzeitig in einer Ad zu bewerben, wobei jedes Bild eine eigene Beschreibung und einen eigenen Link erhalten kann.

Quelle: www.adweek.com
Quelle: www.adweek.com

2. Video Ads

Es gibt kein Entkommen mehr: Das Video Ad ist und bleibt derzeit Facebooks populärstes Anzeigenformat. Ein Dauerbrenner, der sich mit Präsenz und Performance schlägt. Ein Blick in den persönlichen Newsfeed zeigt: Videos, Videos und noch mehr Videos.

Und wer noch nicht genug davon hat, kann sich hier noch ein paar Tipps und Infos abholen:

  • Ca. 60% der User verwenden die Autoplay-Funktion (über WiFi- oder Breitbandinternetverbindung verfügbar). Das bedeutet: Beim Scrollen durch den Newsfeed läuft das Video automatisch los, der Ton bleibt dabei aber aus. Klickt der User auf das Video, springt auch der Sound an. Das hat zur Folge, dass die ersten Sekunden eines Videos für die Aufmerksamkeit beim Nutzer entscheidend sind. Deshalb: keine Standbilder, kein Vorspann, ggf. Untertitel, da Ton nur userinitiiert startet und Videos nach Möglichkeit relativ kurz halten, um User beim Thema zu halten. Dies sind zusammengefasst die wichtigsten Tipps, die man in verschiedenen Foren von und über Facebook zum Thema Video Ads immer wieder lesen kann.
  • Was überhaupt ist aber ein View? Auch das sollte einmal geklärt werden.
    Ein View wird bei Facebook ab der dritten Sekunde gezählt. Alles vor drei Sekunden wird nur als Impression angezeigt. Bei Autoplay-Funktion wird der View ebenfalls erst ab der dritten Sekunde gerechnet, aber auch nur dann, wenn das Video zu 50% und mehr im sichtbaren Bereich des Screens liegt.
    Das lässt uns wieder auf den ersten Punkt zurückkommen: Die ersten Sekunden eines Videos sind entscheidend, ob der User dabei bleibt, oder nicht.
  • Und zu guter Letzt: Wie schon erwähnt, ist die Länge eines Videos ein wichtiges Kriterium. Spannende Inhalte können natürlich in ein längeres Video gepackt werden, viele Tests haben aber gezeigt, dass eine Länge bis zu 30 Sekunden eine gute Richtlinie für eine erfolgreiche Videokampagne ist.

3. Ad Relevance Score

Seit ein paar Tagen ist noch eine Neuerung auf Facebook verfügbar, die bislang aber nicht auf allen Konten freigeschaltet ist: der Ad Relevance Score. Dieser misst, wie der Name schon verrät, die Relevanz einer Anzeige und kann damit Werbetreibenden helfen, Ads besser einzuschätzen. Der Ad Relevance Score wird auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (perfekt) dargestellt.

Sobald eine Anzeige 500 Mal ausgeliefert wurde, wird die Messung angeworfen und liefert relevante Ergebnisse für die Bewertung der Anzeigenschaltungen.

Danke Facebook für diese hilfreiche Neueinführung! :)

4. Facebook Atlas

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass Facebook ein neues Werbe-Netzwerk namens Atlas von Microsoft übernommen hat.

Dieser Ad-Server ermöglicht es, User auch außerhalb von Facebook weiter zu verfolgen, selbst wenn sie nicht mehr auf Facebook unterwegs sind. Der immense Datensatz, den Facebook über alle registrierten Nutzer abspeichert, macht das Ganze natürlich erst möglich: Unternehmen können somit klar definierte Zielgruppen über Facebook filtern und mit zielgerichteter Werbung ansprechen – ob auf Facebook selbst oder auf Seiten und Apps Dritter. Während beispielsweise Google eine solche zielgruppengerichtete Werbung bislang nur über Cookies lösen kann, nutzt Facebook dazu die Account-Daten der User, die auch die Identifikation über alle Devices hinweg möglich macht. Neben dem Login-Feature gibt es im mobilen Bereich noch eine weitere Möglichkeit, Nutzer zu erkennen:

Zusätzlich soll der Dienst aber auch in der Lage sein, Personen anhand der Facebook-SDK für Apps und über Mobile-Indentifiers wie Apples Identifier for Advertising (IDFA) und der Advertising-ID von Android zu erkennen. Daher kann Atlas auch zielgerichtete Werbung in Apps schalten, die nicht über einen Facebook-Login verfügenZitat: t3n

Dieses neue Facebook Werbe-Tool ist natürlich für viele Marketer spannend. Bleibt die Frage: Wie kann ich Facebook Atlas für mein Unternehmen nutzen und mir Zugriff verschaffen?

Eine Antwort liefert allfacebook.de in einem Interview mit Thomas Thaler (Informatiker, Unternehmensberater und Bilanzexperte):

Du fragst nicht, wie man in den Fight Club kommt. Du wirst gefragt, ob du in den Fight Club kommst. *haha* Im Fachchinesisch klingt das dann so: ‘Atlas is currently accepting new customers on an invitation-only basis’Zitat: allfacebook.de 

Die kürzlich eingeführten, veränderten Nutzungsbedingungen auf Facebook sind noch ein weiterer, spannender Themenpunkt, dem sich aktuell Politik und Recht in hitzigen Diskussionen widmen. Facebook versucht damit in erster Linie, die Zielgenauigkeit seiner Werbung zu erhöhen – und damit auch vermutlich die Preise für Anzeigen. Zudem sollen Nutzer aber die Chance haben, über die Sichtbarkeit ihrer Inhalte und die angezeigte Werbung selbst besser entscheiden zu können. Die Standortdaten erhalten in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Update: Beim Teilen des Aufenthaltspunktes können User künftig Informationen über Restaurants oder Bars in der Nähe oder von Freunden in der nächsten Umgebung bekommen.

Es bleibt also wie immer auf allen Linien abwechslungsreich – auch mit einer neuen Führung an der Unternehmensspitze von Facebook Deutschland: Marianne Dölz löst F. Scott Woods ab, der seit 2009 Chef des blauen Social-Media Riesen war.

Wir dürfen also gespannt sein, wie Facebook seine Fäden in den kommenden Monaten des Jahres weiterstrickt.

Sicher bleibt aber, dass die Neuerungen sowohl der Facebook-Nutzung, als auch der steigenden User-Zahl keinen Abbruch tun werden…

Machen Amazon, Facebook, Google & Co. mit ihren eigenen Werbeangeboten und -netzwerken künftig die deutschen Online-Vermarkter und Online-Mediaagenturen überflüssig, wie ein Fachmedium vor Weihnachten berichtete? Sind sie die dunkle Macht bzw. die dunkle Seite der Online-Werbung? Nein, sagt mediascale Geschäftsführer Wolfgang Bscheid in der neuesten Folge des Video-Blogs „Bscheid gsagt“.

Aber sie verändern den Markt auf ernst zu nehmende Weise. Je mehr Werbesilos bei Amazon, Facebook und Google entstehen, desto wichtiger wird ein Berater, der den Werbungtreibenden erklärt, was diese Entwicklung für sie bedeutet und wie man mit dieser Situation umgeht. Die schöne neue Selbstbucherwelt für Werbungtreibende braucht umso dringender einen Navigator, je unübersichtlicher und intransparenter das Angebot wird.

Weitere Folgen von Bscheid gsagt gibt es im YouTube-Kanal von mediascale

Das schöne an Wellen ist, dass sie mit zuverlässiger Regelmäßigkeit an der gleichen Stelle wieder auftreffen, wo man sie zuvor schon gesichtet hatte. So ist es mit Licht genau wie an der Nordsee und so kommt auch die Welle der Entrüstung justament genau da an, wo schon alle anderen Empörungen anbrandeten, nachdem die Euphorie über den digitalen Werbegral entfleucht war: Im Markt und in den Medien.

Folglich melden sich wieder alle Wellenreiter zu Wort, die sich doch ach so sehr betrogen fühlen von Facebook, weil die vermeintlich kostenlosen Reichweiten nun offenkundig doch nicht mehr so üppig verfügbar sind und weil es sich widererwarten doch nicht um eine Wohltätige Stiftung handelt, sondern um ein Unternehmen mit kommerziellen Interesse. Diese Entwicklung wurde übrigens schon seit geraumer Zeit von Leuten prognostiziert, die sich deutlich intensiver mit sozialen Netzwerken beschäftigen, als ich dies zu tun vermag. So ganz unabsehbar kommt es tatsächlich nicht, dass ein System das sich Netzwerken, Relevanz und ja auch Profit auf die Fahnen geschrieben hat genauso vorgeht, wie nun geschehen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier bei LEAD digital.

1 2 18