Klartext!

Wir möchten Ihnen ab heute eine neue Serie in unserem Klartext Blog vorstellen: das mediascale Glossar. Als Performance Agentur beschäftigen wir uns täglich mit einer fast brancheneigenen Sprache. Geo-Targeting, Affinität, Nettoreichweite und GRP sind in unserem täglichen Vokabular stets präsent. Jedoch wissen wir auch, dass nicht unbedingt jeder Leser diese Begriffe genauso gut kennt wie wir. Somit wollen wir Ihnen ein Insight in unsere Branche gewähren und gleichzeitig ein Nachschlagewerk kreieren, das interessant ist zu lesen und Ihnen die Möglichkeit gibt ab jetzt auch Dinge wie Nettoreichweite, Affinität und Geo-Targeting erklären zu können.

 Viel Spaß mit unserem ersten Begriff: GRP

In einer reinen Onlinebetrachtung ist das Wissen um den GRP selten gefordert. Man hat ja schließlich andere Möglichkeiten, den Werbedruck zu bestimmen. Wenn man jedoch irgendwann sein Online-Silo verlässt, bedarf es einer übergreifenden Währung, welche Medien hinsichtlich ihres Werbedrucks vergleichbar macht. Dabei kommt dann unweigerlich der GRP ins Spiel. Mathematisch ausgedrückt ist der GRP :

Nettoreichweite in % x Ø-Kontakte also z.B. 40% x 2,5 = 100

Die beispielhaften 100 GRP lassen sich dabei über eine Vielzahl von Kombinationen erreichen, wie folgendes Schaubild zeigt:

GRP
Somit sagt ein GRP lediglich etwas über den relativen Werbedruck aus, nicht aber über dessen Qualität. Da ich immer auch Wirkungskorridore habe, muss ich neben der GRP-Angabe immer auch die Nettoreichweite und Durchschnittskontakte vergleichen, um eine Planung sinnvoll beurteilen zu können.

Wirkungskorridor

Um die Kosten eines GRP zu errechnen dividiert man einfach die gesamten Schaltungskosten durch die GRP-Anzahl und erhält den Cost per GRP (CPG). Anhand von CPGs kann ich nunmehr wiederum die Wirtschaftlichkeit einer Planung ablesen, bzw. grundsätzlich Medien ins Verhältnis zueinander setzen. ABER es sollte nun nicht der Fehler gemacht werden, CPGs oder eben GRPs ohne qualitative Bewertung zu vergleichen. Andernfalls hätte ein TV 20-Sekünder das gleiche Gewicht wie ein Banner oder ein Skyscraper. Somit sind wiederum Gewichtungsfaktoren notwendig, wie sie z.B. die AdImpact-Studie ausweist. Letztendlich ist also die Ermittlung des Wertes von einem 4-Klässler zu bewältigen. Für einen versierten Umgang und eine treffende Interpretation ist jedoch ein wenig Mediaerfahrung durchaus förderlich.

 

2 Kommentare zu “NEU – mediascale Glossar: Gross Rating Point (GRP) – In der Werbung hat man immer Druck!

  1. Boris Schneider verfasst am Montag, 09. September 2013 - 21:41 Uhr

    So ist es richtig. Die Erfahrung darf man nie außer Acht lassen. Letztendlich kann ein erfahrener Mensch die Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen und wird meist richtig liegen.

    LG und danke für die Erklärung!

    Boris

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