Klartext!

Wem klingt der Song der Fantastischen 4 noch im Ohr? Mfg, mit freundlichen Grüßen…

Der Song nahm die Vielzahl der Abkürzungen gehörig auf die Schippe und ist zum echten Ohrwurm avanciert. Im Mediabereich allgemein (GRP, POS, TKP, IVW, CTR und USP), aber auch im Bereich der nachhaltigen Media wird sehr viel mit Abkürzungen gearbeitet. Und damit Sie hier mitreden können, folgt nach dem ersten Teil (Nachhaltige Media verstehen: leicht gemacht!) mit SDG, CCF und CO2-Ausgleich die Fortsetzung.

Los geht´s mit CSR, der Corporate Social Responsibility: hiermit werden die Aktivitäten eines Unternehmens beschrieben, die es in Richtung Nachhaltigkeit unternimmt und zwar über das gesetzlich Geforderte hinaus. Neben dem Handeln im eigenen Geschäftsbereich eines Unternehmens, das eben möglichst nachhaltig gestaltet wird, wenn man CSR betreibt, umfasst der Begriff auch das Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden sowie ggü. der Umwelt im Allgemeinen. Damit kommen die freiwilligen Mehrleistungen mittlerweile aus allen drei Blöcken der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) und die Bezeichnung wurde im Laufe der Zeit daran angepasst. Heutzutage spricht man oft über CR= Corporate Responsibility, damit deutlich wird, dass nicht „nur“ der soziale Bereich gemeint ist, sondern der Nachhaltigkeit in allen Belangen Rechnung getragen wird. Wikipedia (Corporate Social Responsibility) fasst schön zusammen: CSR bezeichnet den „freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung“.

Als eine Folge der unternehmerischen Überlegungen rund um CSR bzw. CR kann ESG gesehen werden. E=Environment, S=Social, G=Governance. So weit, so einfach, was aber meint diese Abkürzung? In Ergänzung zu CSR geht es um eine Operationalisierung, es geht darum, das Engagement eines Unternehmens in den drei Bereichen Messbar zu machen. Dafür werden ESG Kriterien festgelegt und die Erreichung von Zielen innerhalb dieser Kriterien gemessen.

Die letzte Abkürzung für heute ist einfach und recht schnell erklärt, denn GHG meint Greenhousegas und begegnet uns am häufigsten im Zusammenhang mit dem GHG Protocol. Dabei geht es um die Bilanzierung von Emissionen verursacht durch Treibhausgase. Viele Unternehmen nutzen das GHG Protocol zur Bestandsaufnahme ihrer Treibhausgasemissionen. Damit gilt es als Basis, um sich bewusst zu machen, wo Emissionen entstehen, um daraus Maßnahmen und Ziele zur Reduktion abzuleiten.

Was haben nun aber all diese Abkürzungen mit Media zu tun? Durch Mediaschaltungen werden Emissionen produziert. Nehmen wir Digitale Kampagnen, die für jede Ausspielung Strom verbrauchen – beim Nutzer, durch den ausliefernden AdServer, durch Aufrufe diverser Trackingpixel. Wie gehen wir als Branche künftig damit um? Wann beginnen wir einen Carbon Footprint für Kampagnen zu berechnen? Setzen wir uns Ziele, wie wir die Emissionen verringern können – beispielsweise durch Werbemittel mit weniger KB? Wie verhält es sich mit sozialer Nachhaltigkeit in der Media? Wollen wir uns Gedanken zum Thema ethischer Journalismus machen und dann auch den nächsten Schritt gehen und evtl. Mediabuchungen nach solchen Erkenntnissen bewerten? In wieweit trifft uns als Mediabranche das Lieferkettengesetz? Wie ranken wir künftig Reichweiten bzw. Vermarkter nach sustainable Gesichtspunkten?

Wie in Teil I eingangs geschrieben: Ich weiß nicht, wann die große Welle kommt und Kampagnen einfach standardmäßig nachhaltig sind. Aber ich bin sicher, dass sie kommt. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Wir finden das Thema spannend, Sie auch? Dann kommen wir gerne ins Gespräch, schreiben Sie uns unter: nachhaltigkeit-mediaplus@house-of-communication.com

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