Klartext!

Manches Mal kann man sich schon verlieren im Dschungel der Vielzahl an Online Display Werbeformen. Den Überblick zu behalten erschwert vornehmlich, dass immer neue Werbeformen auf den Markt kommen und die Vermarkter bei der Benamung neuer Werbeformen erst mal Kreativität walten lassen. Erst im Lauf der Zeit, wenn sich eine Werbeform wirklich etabliert hat und bei mehreren Vermarktern buchbar ist, findet sich auch ein einheitlicher Name für das Format, der zumeist vom OVK durchgesetzt wird. Der Wildwuchs wird schon bei einem Standard Werbemittel wie dem Format 728×090 Pixel klar. Für diese Werbeform findet man die Namen Leaderboard, Bigsizebanner, Superbanner, Top-Banner und wenn man intensiv sucht sicher noch ein paar andere. Um dennoch Licht ins Dunkel zu bringen, werde ich in kleinen Happen in den nächsten Wochen hier die gängigsten Formate vorstellen.

Die wichtigste Kategorisierung, die man treffen muss, ist zwischen In-Stream Video Ads und In-Page Ads. In-Stream-Video-Formate sind rund um und während Videoinhalten platziert (also z.B. in Live-Streams, in non-linear abrufbaren Sendungen und Videoschnipseln oder auch bei YouTube etc.). In-Page-Ads hingegen sind in eine Website eingebettet bzw. darüber gelegt oder vorgeschaltet.

Los geht´s heute mit den In-Stream-Werbeformen. In den folgenden Wochen finden Sie hier Infos zu den gängigen In-Page-Ads.

Also: In-Stream Video Ads werden zumeist an den TV Spot angelehnte Videos als 10, 15, 20, 25 oder 30-Sekünder eingesetzt. Die Videos werden in Videocontent Umfeldern geschaltet und je nach Positionierung erhalten sie ihren Namen. Sind sie dem eigentlichen Content vorgeschaltet, handelt es sich um ein PreRoll. Wird das Video Ad in einer Werbeunterbrechung während des laufenden Content eingespielt, so ist es ein MidRoll. Erscheint nach dem kompletten Abspielen des Videoinhaltes noch eine Video Anzeige, so ist es ein PostRoll. Kennzeichnend für diese Formate ist, dass sie sich nicht mit den Videoinhalten überschneiden und damit die ungeteilte Aufmerksamkeit des Betrachters haben. Nach der x-sekündigen Laufzeit sind diese Werbemittel weg und für den User bleibt keine Möglichkeit, mehr Informationen zu erhalten. Um dem entgegenzuwirken, können die Formate als TandemAd in Kombination mit einem anderen Werbemittel, das länger stehen bleibt, gebucht werden. Dies kann ein Format am oberen Bildschirmrand oder auch ein Format an der rechten Seite oder eine Kombination der beiden sein.

Tandem Ad Bild1

Im Gegensatz dazu gibt es Formate im Videoumfeld, die dauerhaft sichtbar bleiben und auch während des laufenden Inhalts ihre Sichtbarkeit beibehalten. Dabei handelt es sich jedoch nicht um VideoAds, damit nicht zwei Videoinhalte miteinander konkurrieren. Wird der Bereich um das Video belegt, so spricht man zumeist von einem Branded Player oder einem Video Takeover.

Branded Player Bild2

Legt man ein Werbemittel über das laufende Video (z.B. am unteren Bildschirmrand) so ist es ein OverlayAd.

Overlay Ad Bild3

Generell schreibt man In-Stream-Video-Ads eher markenbildende Werbewirkung zu, als direkte Response. Oftmals sind die Nutzer in einer Lean-Back-Situation, schauen sich gerade ihre Lieblings-Serie oder die Nachrichten an und konsumieren ähnlich dem TV Verhalten. Da ist die Bereitschaft zum Klick und nachgelagert zum Kauf geringer.

 

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