mediascale intern

Was ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Arbeitgeber heute stellen müssen? Qualifizierte Mitarbeiter:innen zu finden – sagt ihr höchstwahrscheinlich. Und das zu Recht, denn der Fachkräftemangel betrifft viele deutsche Branchen und zeigt keine Anzeichen einer Besserung. Auch wir von Mediascale sind uns dieser Tatsache bewusst. Umso mehr legen wir Wert darauf, dass unsere Arbeitnehmer:innen beruflich zufrieden sind, sich bei uns wohlfühlen und langfristig Teil der Mediascale-Familie sein wollen! Ein Baustein auf diesem Weg ist unser vielfältiges Fortbildungsangebot zur Verbesserung der beruflichen, zwischenmenschlichen, sprachlichen, Coaching- und Managementfähigkeiten. Neben den Formaten zur internen Know-how Weitergabe haben wir daher einige Programme aufgesetzt für unsere Kolleg:innen.

 

1. Individuelle Weiterbildungen

Die Mitarbeitenden besprechen mit ihren Vorgesetzten, welche Messen, wie beispielsweise die DMEXCO, das OMR Festival oder YouTube Festival sie besuchen. Dabei wählen wir individuell aus, welche Kolleg:innen welche Veranstaltungen besuchen. Beispielsweise gehen unsere „YouTube Gurus“ selbstverständlich zum YouTube Festival oder diejenigen Kolleg:innen zur DMEXCO, die ihre Kund:innen vor Ort begleiten.

Auch unsere Seminare, die zumeist mit der Unterstützung von externen Expert:innen abgehalten werden, werden bedarfsorientiert wahrgenommen. Während der Präsentationstrainings oder in Führungsseminaren, erwerben die Kolleg:innen Fähigkeiten wie z.B. effektive Gesprächsführung, Konfliktlösung oder Führungskompetenzen.

 

Gleiches gilt für Sprachkurse: die Übernahme eines englischsprachigen Kunden steht an? Oder Mitarbeiter:innen, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist und noch nicht 100% fit in der deutschen Sprache sind? Wo nötig unterstützen wir mit Sprachkursen.

 

2. PLUS – The Mentoring Program by Serviceplan

Die Arbeitnehmer:innen, die als mittlere Führungskraft oder als Geschäftsführung tätig sind, können durch unser PLUS Mentoring Program den nächsten Karriereschritt wagen. Dabei profitieren sie vom Serviceplan Netzwerk und Erfahrungen erfolgreicher Führungskräfte.

Wie genau läuft das ab? Mit dem Mentoring-Programm vernetzen wir starke Kolleginnen und Kollegen mit Führungskräften aus der Gruppe, um die Mitarbeiter:innen bei den Themen zu unterstützen, die sie bewegen. Unsere Erfahrung zeigt, dass es für ein erfolgreiches Matching hilfreich ist, ein möglichst ganzheitliches Bild von Mitarbeiter:innen als Person und Persönlichkeit zu erhalten. Für jeden Mentee wird daher auf Basis eines zuvor erstellten Profils der ideale Mentor:in. Wie genau das Programm funktioniert und ob es seine Ziele erfüllt, beschreibt unsere Managing Directorin, Martina Staudinger, in ihrem Artikel Mein Match im PLUS Mentoring-Programm“.

 

3. Campus-Programm

Ein weiteres sehr umfangreiches Angebot für Mediascale Kolleg:innen ist unser Serviceplan Campus Programm. Neben Basis Schulungen (z.B. Excel, Photoshop etc.) erfährt man mehr über fachthematische Inhalte, Trends & Innovationen.

Die erste Expertin dieses Jahr, die wir bei uns im House of Communication begrüßen durften: Krisenreporterin Antonia Rados (l.), hier zusammen mit unserem Head of People & Culture Karin Maria Schertler

Ergänzt wird das Campus Programm um off-business Themen (z.B. Elterncoaching) sowie Angebote zur mentalen Gesundheit. Campus Highlight in der ersten Januar Woche war der Besuch von Antonia Rados, der wohl bekanntesten Krisenreporterin Deutschlands. Sie hat uns ihre Sichtweise auf die Entwicklungen im Jahr 2023 gegeben.

 

 

Neben den Live-Veranstaltungen, die hauptsächlich online verfügbar sind, gibt es auch ein Archiv mit Aufzeichnungen, eine E-Library mit E-books und Audio-Learning-Inhalten.

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4. Ausbildungsprogramm

Dieses Programm durchlaufen alle unsere Trainees und Juniors, die neu in die Medienbranche einsteigen. In acht Wochen bringen ihnen unterschiedliche Referent:innen die Basics des Media Geschäfts bei. Die Resttage werden im Team mit Aufgaben begleitet, um das Erlernte praktisch umzusetzen. Und was lernt man bei einem solchen Ausbildungsprogramm? Man lernt alle nötigen Tools und Techniken kennen, sowie alles über Klassische- und Digitale-Mediaplanung, Forschung, Tools & Technik, Mediastrategien. Den Abschluss des Programms bildet ein Planungscase, der in einer Gruppenarbeit erarbeitet und präsentiert wird. Einen tieferen Einblick in das Ausbildungsprogramm gibt es demnächst hier von unseren Kolleginnen Lina und Eli.

Haben wir euer Interesse geweckt? Das freut uns! Werdet Mitglieder unserer Mediascale-Familie und bewerbt euch um eine Stelle bei uns! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit😊

Aktuelle Stellenangebote bei Mediascale findet ihr hier.

Voll Schrecken habe ich festgestellt, dass ich letztes Weihnachten mit einer Tradition gebrochen habe, die die Mediascale über Jahre begleitet hat: es gab keine Weihnachtsmail von uns an alle treuen Blogleser! Welch ein Versäumnis – das darf nicht mehr passieren. Und wo ich grade so schön im Zug sitze und das Jahr Revue passieren lasse, nehme ich Sie doch gleich mit auf diese kleine Reise:

Für Mediascale war 2022 ein sehr bewegtes, sehr aufregendes und am Ende ein sehr erfolgreiches Jahr. Es stand zum einen unter dem Zeichen des lang geplanten, lang erwarteten und lange vorbereiteten Umzugs in unser neues Zuhause, gemeinsam mit über 1500 Kollegen, ins Werksviertel.

Umzug geglückt!

Unsere neue Wirkungsstätte: das House of Communication im Werksviertel in München

Damit zusammen haben wir alle den Wunsch verbunden, dass sich nach über 2 Jahren Pandemie und größtenteils Homeoffice die Art, wie wir innerhalb der Mediascale und mit all den anderen Kolleginnen und Kollegen in unseren Schwestereinheiten zusammenarbeiten, wieder mehr in ein gemeinsames und auch physisches Zusammenarbeiten entwickelt, ohne auf die Vorteile von mobilem Arbeiten verzichten zu müssen. Und nach nunmehr fast 6 Monaten im neuen House of Communication kann ich nur sagen: wir sind noch immer begeistert, wie solch ein Ort die Art zu Arbeiten, die Art zu kommunizieren und die Art, wie wir selbst uns sehen, positiv beeinflussen und verändern kann. Unsere Tische sind meist voll besetzt, die verschiedenen Rückzugsräume super angenommen und die Cafete rappelvoll. Und v.a. der Austausch mit anderen Einheiten hier im Haus hat sich für uns alle nur zum Positiven entwickelt. Das Warten hat sich mehr als gelohnt, wir alle freuen uns, dass wir nun endlich hier sein können.

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Willkommen und Abschied

Doch was bringt´s, fragt der geneigte Leser? Einiges! Wir haben in den letzten sechs Monaten, teils alleine, teils gemeinsam mit unserer Schwesteragentur Mediaplus international einen echten „Ride“ hingelegt und Kunden gewonnen, die uns sehr stolz machen: ATU, Jack Wolfskin und die Siemens AG.

Aber auch wenn wir alle ein großes Lächeln ob dieser tollen neuen Kunden in unserem Gesicht haben, lässt sich mindestens ein weinendes Auge nicht verbergen: nach fast 10 Jahren müssen wir einen unserer liebsten Kunden abgeben – die ING.
Mit ihr haben wir als Mediascale die Transformation von einer digitalen in eine „Full-Service“-Agentur vollzogen, mit ihr haben wir uns als Agentur – gemeinsam mit der Mediaplus in Köln – wie mit fast keinem anderen Kunden weiterentwickelt und mit ihr hatten wir v.a. immer einen Kunden, der uns als Partner und nicht als Dienstleister gesehen hatte. Dafür möchte ich mich im Namen aller KollegInnen, die in den letzten Jahren auf diesem wunderbaren Account gearbeitet haben, wirklich von ganzem Herzen bedanken bei: Michael, der uns damals überhaupt erst zur „DiBa“ gebracht hat, Walli, die mehr als nur eine schützende Hand über uns gehalten hat und natürlich ganz besonders bei Wera, Helge, Hanna und Flo – es war uns eine Ehre und ein Riesenspaß!!! Und wie heißt es so schön – niemals geht man so ganz… wir sind da, falls Ihr uns braucht!

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Und nun?

Wie geht’s weiter bei uns? Auch wir schauen respektvoll in die Zukunft – das Jahr 2023 wird kein Einfaches. Die Gesamtlage hat sich eingetrübt, viele Unternehmen sind zurückhaltend, was ihre eigenen Prognosen angeht und überlegen sich dementsprechend sehr genau, welche Kommunikationsmaßnahmen und in welcher Intensität diese notwendig und sinnvoll sind. Parallel schreitet die Internationalisierung unserer Kunden und damit auch bei uns schnell voran: wir werden im nächsten Jahr über 25% unserer Kunden auch international betreuen – für uns als Unternehmen und v.a. auch für alle unsere KollegInnen eine wunderbare Herausforderung und Chance.
Zusammengefasst bedeutet das für die Mediascale: Fokus auf exzellente Beratung, auf die richtige – nicht die günstigste Empfehlung, auf das, was uns auch in den letzten 20 Jahren stark gemacht hat: messbare Qualität und Leistungsorientierung bei allem, was wir tun.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen und uns allen frohe Weihnachten, zwei Wochen Abschalten und Entspannung zwischen den Jahren, einen gesunden Rutsch und einen optimistischen Start ins neue Jahr 2023.

Ihr Julian Simons

Happy together oder auch ein Fest kommt selten allein

Die Vorweihnachtszeit ist im Haus der Kommunikation in vollen Zügen angekommen. Neben vielen Briefings und Deadlines zum Jahresende gehört es auch zum Agenturalltag, dass sich die Events aneinanderreihen. Nach der Corona Zwangspause in den letzten beiden Wintern genießen wir dieses Jahr die Möglichkeiten des zusammen seins umso mehr. Vorhang auf für einen Blick hinter unsere Agenturkulissen!

Last Christmas I gave you my heart…

Die Mediascale kommt traditionell zur Adventszeit zum alljährlichen Glühwein Opening zusammen. Die Gastgeber haben anlässlich des Festes bei der Getränkeplanung großzügig kalkuliert und 40 Liter Glühwein für die 40 Gäste eingekauft. Neben diversen anderen abenteuerlichen Getränken mit höherem Alkoholgehalt, gab es auch selbstgebackene Kuchen und Plätzchen der besten Bäckerinnen der Agentur. Das Motto des Abends wurde natürlich auch ernst genommen und weihnachtliche Garderobe in Form von Sweatern, Socken und Kopfschmuck präsentiert.

 

        

Folgendes Fazit zum Verlauf des Abends lässt sich festhalten:

Gehen Sie nicht über LOS!

    

 

 

 

In unserem neuen Haus der Kommunikation gibt es zwar keine festen Arbeitsplätze mehr, aber jede Agentur im Haus hat eine Homebase. Rund um die Mediascale Homebase suchen sich die Kolleg:innen täglich ihren Arbeitsplatz – und wenn es mal gar niemanden im Mobile Office am heimischen Schreibtisch hält und es rund um die Homebase zu voll wird, dann gibt es immer die Möglichkeit, zu den Nachbarn auf dem Stockwerk auszuweichen. Nach fünf Monaten im neuen Haus war es höchste Zeit für ein Get together mit der Nachbarschaft. Um sich besser kennenlernen zu können, lud die Mediascale das gesamte zweite Stockwerk im Gebäude Heart zum Frühstück ein. Im Living Room des Stockwerks kamen die benachbarten Agenturen zu einem gemütlichen Morgen zusammen. Für das leibliche Wohl wurde mit Croissants, Quiche, Müsli, Obst, Kaffee und Säften gesorgt. Gut gestärkt ging es dann zur Spezialversion von Monopoly.

Nachbarschaftsfrühstück Monopoly Edition

Zu Beginn des Spiels wurden die Gäste aus den unterschiedlichen Agenturen auf acht Teams verteilt und mussten auf dem Stockwerk verteilt vier Spiele in unterschiedlichen Disziplinen meistern:

  • Hangman Mediaedition: Der Gewinn ging an das Team, welches im Duell am schnellsten die Buchstaben zusammensetzt und das Lösungswort erraten hat (tolle Begriffe wie Zielgruppendatenanalyse standen hier auf dem Programm)
  • Wer weiß denn so was? Die Spieler sollten ein Quiz mit Fragen zu Fun Facts und der Historie der anwesenden Agenturen ausfüllen
  • Zu diesem Spiel gehörte etwas Glück: Das Team, das in zehn Zügen die meisten Pasche würfelte, sammelte auch die meisten Hotels ein
  • Zuletzt wurde Schnelligkeit belohnt: Es mussten drei versteckte Gegenstände auf der Fläche wiedergefunden und schnellstmöglich zurückgebracht werden.

Zur Siegerehrung fanden sich noch mal alle Mitspielenden im Living Room ein. Ein Team konnte die meisten Hotels sammeln und wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem Gewinn überrascht: Die Gewinner des Spiels haben die Ehre, das nächste Nachbarschaftsfrühstück zu organisieren.

Wie gesagt – ein Fest kommt selten allein

Wir haben es glücklicherweise für dieses Jahr noch nicht ganz geschafft mit den Feierlichkeiten. Die Mediascale feiert seit vielen Jahren Weihnachten traditionell auf der Krummholzhütte in Österreich – mit gutem Essen, Getränken und je nach Zustand gehört auch Wintersport zum Programm. Zum Abschluss lädt natürlich auch die Serviceplan Agenturgruppe zur alljährlichen Weihnachtsfeier: Wir sind gespannt auf die diesjährige Location und das Motto des Abends – die Impressionen dazu folgen.

Unser Umzug ins Münchner Werksviertel steht bald an und so sind unsere Tage in den Büroräumen der Briennerstrasse 45 gezählt. Ein Grund um zurück zu blicken auf das Haus der Kommunikation, das für so manchen wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Mir persönlich hat immer der Charme des denkmalgeschützten Gebäudes gefallen und die Geschichte hinter diesen Mauern. Das Haupthaus war früher das Münchner Pfandleihamt, unser schöner Innenhof die Versteigerungshalle. Der Postraum hinter dem Empfang war einst der Tresorraum, in dem verpfändete Wertsachen aufbewahrt wurden. Legendär die Geschichte, dass die Tresortür dieses Raumes als Erinnerungsstück unter Glas im Eingangsbereich sichtbar ausgestellt werden sollte, als wir vor vielen Jahren hier aus der Prinzregentenstraße eingezogen sind. Die Tür war allerdings so schwer, dass sie in die Tiefgarage durchgebrochen ist und dort nur zersägt in mehreren Teilen geborgen werden konnte. Mythos oder Real Story? Ich habe es nie herausgefunden, wer es weiß, bitte einen Hinweis in den Kommentaren :-)

Nun hat mich interessiert, welche Erinnerungen die Kolleg:innen mit unserem Haus in Verbindung bringen, was sie vermissen werden und welche Ecken besonders liebenswert sind:

Ein bisschen wie bei Harry Potter mit dem Hogwarts Express, der auf Gleis 9 ¾ abfährt kommen sich die Kolleg:innen vor, die bei der Mediascale im Stockwerk 2 ½ arbeiten – ein kleines, aber feines Zwischengeschoß mit niedrigen Decken, in dem man sehr schön sitzt – außer an heißen Sommertagen, wenn man die Altbau-bedingt nicht vorhandene Klimaanlage vermisst. Ähnlich skurril war lange Zeit unsere „Treppe ins Nichts“. Eine Treppe, die tatsächlich gegen eine Wand führte. Aus feuerschutztechnischen Gründen durfte hier jahrelang kein Durchbruch gemacht werden und so haben wir einige Partys und viele Meetings hier gehabt. Mittlerweile gibt es nach feuerschutztechnischem Umbau eine Türe – der Meetingspace aber heißt immer noch „Treppe ins Nichts“.

Moments and places to remember 

Die "Treppe ins Nichts"
Die „Treppe ins Nichts“ – mittlerweile mit Türe

 

Unsere ehedem extrem stylischen Designer-Sessel lassen wir nun hinter uns – und da hat tatsächlich keiner was dagegen, denn sie sind teilweise so durchgesessen, dass man das Gefühl hat, sie wollen dich verschlucken. Besonders aufgeregte Bewerber:innen sahen manches Mal so aus, als würden sie sich wünschen, der Sessel würde sie wie ein schwarzes Loch absorbieren.

Ein papierloses Büro wird zweifelsfrei ein Gewinn sein, denn die ollen Ordner vermisst keiner.

Clean Desk dürfte dafür eine Herausforderung werden. Denn das ein oder andere individuelle Stück hat fast jeder von uns lieb gewonnen.

Besonders vermissen wird Anina die Auszeiten von unseren Bildschirmen in Form von einer kleinen Sporteinheit. In stressigen Zeiten hat sie mit ihren Teammembers Stressbälle, Frisbees oder andere Werf-Utensilien genutzt. So kam der Spaß nie zu kurz und der Arbeitstrubel durfte mal Pause machen. Aber bestimmt kann der ein oder andere Stressball mit umgezogen werden, damit unsere kleinen Werfeinheiten in den neuen Sportraum gelegt werden können.

Nicht selten wurden wir von Besucher:innen gefragt, ob es im Haus auch eine Klinik gäbe – was an unserem Klingelschild „Notaufnahme“ liegt – und: nein, da ist kein Krankenhaus untergebracht, aber die Kolleg:innen der Neverest haben ein kleines Aufnahmestudio im Keller.

Bevor wir zu unserem absoluten Love Space im Haus der Kommunikation kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Anfänge, als wir vor 22 Jahren eingezogen sind:

Jede Firma der Serviceplan Gruppe hatte die Möglichkeit ihre Räume den Anforderungen entsprechend zu planen. Beim Durcharbeiten der Etagenpläne stellten wir fest, dass wir auf unserer Fläche ein sehr großes Stück hatten, das sich aus unterschiedlichen Gründen weder als Büro, noch sonst wie sinnvoll nutzen ließ. Die zündende Idee: Ein Loch! Da unsere Räume auf zwei übereinanderliegenden Etagen lagen, würde ein Loch diese schön verbinden. Also haben wir in unsere Planung ein Loch eingezeichnet. Und man kann sich nicht vorstellen, was dann los war. Lange Rede kurzer Sinn: Nach unzähligen Diskussionen musste man schließlich anerkennen, dass DAS LOCH am Ende doch die beste und vor allem sinnvollste Lösung für diese Fläche war. Und auch nach über 20 Jahren finde ich, dass dieser Teil unseres alten Hauses sehr gelungen ist.
Diese Geschichte von Geschäftsführer Wolfgang Bscheid zeigt doch sehr praktisch, dass manchmal auch das Nichts eine gute und vielleicht sogar die beste Lösungen sein kann.

„Das Loch“ hier schon mit Umzugskisten

 

Der laut Umfrage am meisten vermisste Ort wird wohl unser Balkon sein, der für die Raucherpausen, für´s unkomplizierte Meeting, für die Lunchpause oder das Feierabendbier herhalten durfte – unser Love Space.

Time to say goodbye

Auch wenn Wehmut aufkommt, unser Haus ist in die Jahre gekommen und mit ein paar letzten Schnappschüssen (danke an meine liebe Kollegin Corinna Garschke für die tollen Fotos zu diesem Beitrag!) verabschieden wir uns von dir, liebes HdK in der Brienner 45. Schön war´s mit dir und mach es gut!

Bald im Werksviertel

Und jetzt freuen wir uns auf unser neues HdK und unsere neue Nachbarschaft im Werksviertel!

Stephan Rixner hat vor 11 Jahren bei der Mediascale als Werkstudent angefangen. Nun wurde er zum Geschäftsleiter ernannt und kümmert sich um die strategische Kundenbetreuung sowie die Produktentwicklung.
Wir haben ihn über seinen Werdegang sowie seine neue Position interviewt.

Wie würdest du die letzten 11 Jahre bei der Mediascale in wenigen Sätzen zusammenfassen?

Ich versuche mich kurz zu halten und aus wenigen Sätzen wenige Worte zu machen: Intensiv, dynamisch und erfüllend.

Wenn du an deine Anfangszeit zurückdenkst, was hat sich deiner Meinung nach grundlegend in der Branche verändert im Vergleich zu jetzt?

In der Anfangszeit kam mir der Job, um den es bei der Mediascale ging, recht einfach vor. Man muss wissen, dass wir damals noch eine reine Digitalagentur waren. Wir haben mit dem AGOF-Tool geplant, klassisch per IO gebucht und dann auf einen KPI hin optimiert und aus den Erkenntnissen klare Handlungsempfehlungen für den Kunden abgeleitet. Heute ist alles viel komplexer. Zur IO kam die Programmatik, zur Programmatik die Daten, zu den Daten der Datenschutz. Darüber hinaus schauen wir heute viel mehr über den Tellerrand und denken nicht mehr nur rein digital, sondern aus der Perspektive der Konsumenten und betrachten damit die komplette Customer Journey. Der Job ist also heute um einiges vielfältiger und spannender als er vor 11 Jahren war. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich heute einfach mehr weiß als vor 11 Jahren.

Magst du einmal ganz kurz deinen Werdegang beschreiben und zu jeder deiner Stationen sagen, welcher Aspekt des Jobs dir am meisten Spaß gemacht hat und welche besonderen Herausforderungen es teilweise zu bewältigen gab?

Ich habe hier als Berater angefangen, wurde später Teamleiter und dann über die Station des Unit Directors, der mehrere Teams verantwortet, zum Geschäftsleiter. In meiner Anfangszeit als Berater habe ich begonnen, erste Erfahrungen im Bereich Produktentwicklung zu sammeln. Das war super spannend, weil ich mich als Entrepreneur üben konnte, ohne eine große wirtschaftliche Verantwortung tragen zu müssen. 2015 kam mein Kollege Wolfgang Bscheid auf mich zu und wir haben unser Produkt NCC aus der Taufe gehoben, für das es heute ein eigenes Spezialisten-Team gibt. Später, als ich Teamleiter wurde, war es dann auch die Arbeit mit den Mitarbeitern, die mich erfüllt hat. Ich bin in der Personalführungsrolle richtig aufgegangen und bis heute mag ich das unglaublich gerne.

In welcher Rolle denkst du, hast du beruflich am meisten gelernt? Würdest du sagen, es gibt eine Position, die dich am meisten geprägt hat, und wenn ja, welche und warum?

Jede Phase hat ihre Herausforderungen. Die Redewendung „Man wächst mit seinen Aufgaben“ trifft auch auf mich vollkommen zu. Als ich Trainee war, gab es Phasen und Momente, in denen ich richtig gefordert war, und genauso ist es heute noch.  Ich mag mich deshalb gar nicht so recht festlegen, ob es nun die, oder die Position war, in der ich mich am meisten entwickelt habe.

Die Mediascale ist ja schon eine besondere Agentur mit tollen Kolleg:innen und einem einmaligen Teamspirit. Was macht gerade für dich die Arbeit in der Agentur besonders aus? Neben dem obligatorischen Feierabendbier am Freitagnachmittag? :-)

Für mich ist die Dynamik, die wir als Team erzeugen können, und die aus dem guten Teamspirit heraus entsteht, außergewöhnlich. Da steckt große Wertschöpfung drin, sowohl für unsere Kunden als auch für uns selbst. Es fühlt sich einfach gut an, wenn man ein großes Projekt gemeinsam erfolgreich abschließen konnte und trotz aller Strapazen einfach happy ist, dass man es als Team geschafft hat. In solchen Situationen kann man dann auch mal eine Ausnahme machen und das Feierabendbier auf einen anderen Wochentag vorverlegen.

Was glaubst du, wie würden dich Kolleg:innen beschreiben, die dich schon sehr lange kennen und welche Eigenschaften haben den größten Mehrwert für deine tägliche Arbeit?

Ich glaube, sie würden mich als empathisch, ergebnisorientiert, zielstrebig und zuverlässig bezeichnen. Außerdem verlier‘ ich nicht so schnell den Überblick. Das sind Qualifikationen, die einem auch bei der täglichen Arbeit helfen.

Die Antwort darauf muss selbstverständlich verifiziert werden, deshalb haben wir diese Frage auch noch drei Kolleg:innen gestellt, die Stephan schon lange kennen.

Caro, Andi und Christian – erzählt doch gerne mal alle kurz wie lange ihr schon mit Stephan zusammenarbeitet, was ihr besonders an ihm schätzt und was ihn aus eurer Sicht ausmacht?

Caro: Da Stephan zum „Inventar“ der Mediascale gehört, kenne ich ihn schon lange. Anfängliche Verständigungsschwierigkeiten konnten wir durch kontinuierliche Bayrisch-Kurse beheben und wichtige Redewendungen wie „i bin doch ned auf der Brennsuppn dahergschwumma“ gehören dank Stephan jetzt auch zu meinem Wortschatz dazu.

Auf Stephan ist immer Verlass, sei es beruflich und fachlich oder auch beim Feierabendbier. Zusammengefasst: sauguader Typ!

Andi: Wir sind jetzt seit knapp über 8 Jahren gemeinsam bei der Mediascale, aber wirklich zusammenarbeiten tun wir seit ca. 5 Jahren. Davor hatten wir nicht wirklich beruflich gemeinsam zu tun. Dies kam erst als wir beim NCC angefangen haben zu unterstützen. Nun ist er mittlerweile seit ca. 2 ½ Jahren auch mein Vorgesetzter.

Was ich sehr an ihm schätze ist, dass er für einen einsteht und sich auch mal stark macht, wenn man Unterstützung braucht.

Was ihn ausmacht: Er hat ein unglaubliches Wissen in so gut wie allen Bereichen in unserem Job, und wenn man mal eine Lücke in seinem Kalender findet oder ihn mal so erwischt, kann er einem eigentlich immer weiterhelfen.

Christian: Ich bin nun seit fünfeinhalb Jahren bei der Mediascale, arbeite aber eigentlich erst seit Kurzem direkt mit Stephan zusammen. Vor meiner Zeit als Group Head, hatten wir nur wenige gemeinsame Projekte. Ich habe an Stephan aber schon immer geschätzt, dass er für mich stets ein offenes Ohr hat und sich auch zu Themen mit mir austauscht, die ihn nicht unbedingt direkt betreffen. Auch in emotionalen Diskussionen bewahrt Stephan sich seinen gesunden Pragmatismus, der ihn ausmacht. Stephan zeichnet für mich zudem aus, dass er sich nicht scheut, seine Meinung zu vertreten, auch wenn er weiß damit mal anzuecken. Nur durch Reibung entsteht Energie und die Hauptsache ist, dass am Ende ein Funke überspringt.

Ich kenne nur Wenige – selbst in unserer Branche – die sich so für die Inhalte unserer Arbeit begeistern können. Sich mit Stephan vor ein weißes Blatt Papier (es braucht nicht immer einen Bildschirm) zu setzen und eine Kampagnenstrategie zu erarbeiten macht extrem Spaß, da man mit ihm jeden auf den ersten Blick noch so abwegigen Ansatz durchdenken kann. Dabei entstehen Strategien, die fernab von 0815 sind, dabei die handwerklichen Grundlagen der Mediaplanung aber nie außer Acht lassen.

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Stephan Rixner

 

Stephan, herzlichen Dank für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und gratulieren noch einmal zu deiner Ernennung zum Geschäftsleiter.

 

Seit einem Jahr bin ich nach meiner zweiten Elternzeit wieder im Einsatz bei der Mediascale. Warum der Wiedereinstieg meiner Meinung nach einen Artikel wert ist? Weil ich mir den Luxus erlaubt habe, drei Jahre in Elternzeit zu gehen. Und was sich in drei Jahren in der Mediawelt tut, merkt man ganz deutlich, wenn man sie verpasst. Wenn in dieser Zeit auch noch ein Virus die Arbeitswelt komplett verändert, dann entsteht ein ungeplant spannendes Experiment.

Wiedereinstieg nach drei Jahren Pause

Wie war es also nach drei Jahren Pause im Homeoffice wieder zu starten? Ich erspare euch die drögen ersten zwei Wochen, geprägt von IT – Startschwierigkeiten, die ihr vermutlich alle selbst zu Beginn der Pandemie erlebt habt, sofern ihr nicht davor schon einen perfekt eingerichteten Homeoffice-Platz hattet und mit MS Teams per Du gewesen seid.

Wenn dann aber alles läuft – zumindest technisch gesehen – und die ersten Arbeitsaufträge rein trudeln, dann kommen die spannenden Fragen. Hier geht ein großes Dankeschön an die Suchmaschine meines Vertrauens raus, die mir schnell beantwortet hat, wer oder was mit GAFA gemeint ist (never ever heard before). Eines meiner letzten Meetings vor der Elternzeit drehte sich übrigens um „diese neue Plattform LinkedIn“ und beschäftigte sich damit, ob man da neben Xing auch noch einen Account ins Leben rufen sollte. Na, merkste was?

Ebenfalls unvergessen: die ersten Termine, in denen es um „New Work“ ging. Und hier meine Bitte: Wenn sich jemand berufen fühlt, seine persönliche Definition von New Work in die Kommentare zu schreiben, dann her damit. Mich lässt auch nach einem Jahr das Gefühl nicht los, dass jeder etwas anderes darunter versteht und der Begriff viel mehr bedeuten sollte, als das Möglichmachen des Home- bzw. Mobile Office.

Das Thema in der Mediascale mit Tiefe zu füllen hat sich unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger auf die Fahnen geschrieben. So entscheiden die Mitarbeitenden schon länger über die Ausrichtung ihrer Zielvereinbarungen selbst und bekommen die zu erreichenden Ziele nicht mehr nur zum Abnicken vorgelegt. Ihre Initiative „Lunchtable“ für unsere Working Mums war nun schon in der zweiten Runde und mit meiner lieben Kollegin Corinna Garschke hat sie sich für unsere erste fachfremde Mitarbeiterin in leitender Position stark gemacht.

Von Corinna durfte ich mitnehmen, dass wir in Sachen New Work für uns definieren, wie wir in Zukunft miteinander arbeiten möchten. Dass wir uns in einer sich schnell drehenden Welt immer wieder anhalten und versuchen, gemeinsam von oben drauf zu schauen und zu sagen: Das hat funktioniert und das nicht, wie wollen wir es für uns zukünftig besser machen? Ich bin versöhnt: Ich habe in drei Jahren Elternzeit also nicht „die Einführung von New Work“ verpasst, nein: Ich bin mitten rein gekommen in den spannenden Prozess, wie wir das Thema mit unseren Kolleg:innen und für uns alle erschließen und so frischen „New Work-Wind“ in die heiligen Mediascale-Hallen bringen.

New Work im neuen House of Communication

By the way: Aus den heiligen Hallen werden noch in diesem Jahr neue, denn mit der gesamten Serviceplan Gruppe ziehen wir ins grandiose Münchner Werksviertel in ein schönes neues Haus, das extra für unsere Bedürfnisse gebaut wird. Es unterstützt den New Work-Anspruch durch unterschiedlichste Arbeits- und Meetingräume, Play Areas, Cafeterias und viiiieles mehr. Aber dazu demnächst mehr.

Wiedereinstieg im neuen HoC
Wiedereinstieg im neuen HoC

Happy to be part of the #Mediascale team! Auf die nächsten spannenden Jahre in der Mediawelt.

Wir feiern 20-jähriges Jubiläum!

In diesem Jahr wird unsere Agentur Mediascale 20 Jahre alt! Ein Grund zum Feiern, ein Grund zum Jubeln und ein Anlass, um zurück zu blicken auf die schönsten Momente der letzten 20 Jahre. Das sind unsere „Mediascale Moments“ – eine Sammlung der emotionalsten, lustigsten, erfolgreichsten, schönsten und kuriosesten Momente. Machst du mit?

Mediascale Moments

Wir glauben, dass jeder, der mit uns zusammen gearbeitet hat, einen Mediascale Moment im Kopf hat. Der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch, die gemeinsame Awardfeier, das Anstoßen auf die Jahresstrategie, das Grillwürschtl an der Isar… you name it, denn nur du kennst diesen speziellen Moment, der dir als erstes in den Kopf kommt, wenn du an uns denkst! Wir würden uns wirklich riesig freuen, wenn du Lust hast, deinen Mediascale Moment mit uns zu teilen. Wie das genau geht, kannst du hier nachlesen:

Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

Wer kann mitmachen?

Natürlich jeder! Aktuelle Mitarbeiter der Mediascale ebenso wie ehemalige. Kund:innen, Geschäftspartner:innen, Kolleg:innen der Serviceplan / Mediaplus Gruppe… einfach alle, die uns kennen.

Und wo kann ich die Mediascale Moments sehen?

Wir werden die gesammelten Momente auf unseren Profilen bei LinkedIn, Instagram und Facebook teilen. Einfach immer mal wieder vorbei schauen. So lassen wir alle Interessierten an diesen ganz besonderen Momenten teilhaben.

Come on…

Schenk uns die nächsten 5 Minuten deiner Zeit und schreib uns flott deinen Moment. Egal, ob es der große Business Moment ist oder die kleine Aufmerksamkeit aus dem Kollegenkreis. Ob der Kaffeeklatsch am Morgen oder das Feierabendbier. Hard work oder harte Party: Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

HERZLICHEN DANK!

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Unverpackt einkaufen, radln statt Auto, Plastik vermeiden – der neue Lifestyle ist lange dem angestaubten Öko-Image entwachsen. Auch in unsere Büros ist die Nachhaltigkeit längst eingezogen.

Im ersten Teil meiner Interviewreihe „Let´s talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“ spreche ich mit Wolfgang Bscheid, Managing Partner bei Mediascale, darüber, wie es mit der Nachhaltigkeit im Kern unseres Doings aussieht: Wie kann Mediaplanung, wie können Mediakampagnen nachhaltiger werden? Denn genau diese Fragen beschäftigen Wolfgang seit mehr als 2 Jahren.

Hallo Wolfgang, was hat dich damals auf die Idee gebracht, den Gedanken der Nachhaltigkeit auch für unseren Arbeitsprozess zu analysieren?

Es war die grundsätzliche Frage, ob das überhaupt geht. Also, ob auch Mediaplanung nachhaltig sein kann und falls ja, wie das aussehen könnte.

Du hast die „Initiative Nachhaltige Media“ gegründet. Stieß das zu Beginn in deinem Arbeitsumfeld auf Begeisterung oder Skepsis?

Eigentlich war die Begeisterung von Anfang an zu spüren. Zum Start wollte ich mich nur mit ein oder zwei Kolleg:innen darüber austauschen, wie sich der Gedanke der Nachhaltigkeit in unsere Planungsarbeit integrieren lassen könnte. Aber plötzlich hatten wir ein großes Team über alle Bereiche und steckten mitten in jeder Menge spannender Diskussionen zu ganz unterschiedlichen Aspekten der Nachhaltigkeit.

Und wie ist Euch der Einstieg in das Thema gelungen?

Über Fragen. Und dann nochmal Fragen. Zuerst mussten wir uns eingestehen, dass wir eigentlich viel zu wenig über das Thema oder die Idee von nachhaltiger Media wussten. So haben wir uns als erstes Ziel gesetzt, den gesamten Komplex besser zu verstehen: was Kunden bewegt, wie Konsumenten auf das Thema blicken und welche Möglichkeiten Medien und Agenturen zur Verfügung stehen, um etwas zu verändern.

Welche Ansatzpunkte zu einer nachhaltigeren Kampagne gibt es im Mediaplanungsprozess?

Für den Bereich ökologische Nachhaltigkeit gibt es derzeit zwei Wege, die man beschreiten kann: Kompensation und Veränderung. Im Dialog mit unseren Kunden wurde sehr schnell klar, dass sich bereits eine eindeutige Einstellung herausgebildet hat. Zuerst und primär geht es darum, zu versuchen, das eigene Tun in Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit zu verändern. Und erst dann ist es legitim, den Gap zu einer CO2-neutralen Kampagne durch Kompensation zu schließen.

Aber wir schauen uns ja nicht nur die ökologische Facette der Nachhaltigkeit an, sondern wir arbeiten daran, zukünftig auch sozial und ökonomisch sinnvoll zu handeln. Unser Ziel ist es, unseren Kunden entsprechend ihrer spezifischen Schwerpunkte, ein zusätzliches Auswahlsystem bereit zu stellen, damit sie Platzierungsentscheidungen für ihre Kampagnen differenzierter treffen können. Derzeit arbeiten wir zusammen mit unterschiedlichen Medienpartnern an einem entsprechenden Scoring-Modell, das eine objektive und transparente Bewertung der Angebote ermöglicht.

Gemeinsam mit der Uni Florida haben wir zudem ein umfangreiches Forschungsprojekt zum Themenkomplex „Ethischer Journalismus“ gestartet, das uns Aufschluss darüber geben soll, wie wir unseren Kunden für ihre Kampagnen redaktionelle Umfelder bereitstellen können, die ihren erweiterten Ansprüchen an „Brand Safety“ gerecht werden.

Hört sich spannend an, was davon ist heute schon umsetzbar?

Mit dem Green GRP bieten wir unseren Kunden in Kooperation mit „ClimatePartner“ schon seit längerem die Möglichkeit, die CO2 Belastung ihrer Kampagnen valide zu erheben und über entsprechende Kompensationsprojekte auszugleichen. Darüber hinaus haben wir schon heute einen sehr guten Überblick, welche Medienpartner sich wie stark in den unterschiedlichen Bereichen der Nachhaltigkeit engagieren und können somit unseren Kunden eine valide Einschätzung klimafreundlicher Planungsalternativen geben.

Anders gefragt: Wo hakt es noch?

Ich würde sagen die Liste der To-dos ist lang! Viele Kunden stehen noch ganz am Anfang und haben viele offene Fragen. Als erstes gilt es zu prüfen, wie die jeweilige Nachhaltigkeitsposition des Unternehmens in die Mediaplanung umzusetzen ist. Also was darf man buchen und was besser nicht? Und welche Konsequenzen hat das im Einzelnen: müssen Zielsetzungen und Ergebniserwartungen entsprechend angepasst werden?

Dabei sind die meisten unserer Konzepte, wie z.B. die Scoring-Modelle, nicht isoliert zu betrachten. Es wäre in den meisten Fällen eher kontraproduktiv, wenn jede Agentur versucht, ihren eigenen Standard zu etablieren. Wir müssen hier immer versuchen, einen Marktstandard anzustreben. Daher benötigt es sehr, sehr viel Abstimmungsarbeit im Kreis aller Beteiligten. Nicht nur unsere Kunden sind involviert, auch unsere Medienpartner müssen die jeweiligen Lösungen akzeptieren und unterstützen.  Vor dem Hintergrund einer immer komplexeren Medienlandschaft ist vorstellbar, dass das eine nicht ganz leichte Aufgabe ist. Aber wir sind zuversichtlich, am Ende alle Ansprüche unter einen Hut zu bekommen.

Wo geht die Reise hin? Wo siehst du unsere Initiative Nachhaltige Media und die Mediabranche in Sachen Nachhaltigkeit in 2 Jahren?

Ich glaube, wir werden das Thema ökologische Nachhaltigkeit bis dahin in ein gutes und praktikables Modell überführt haben, so dass wir für Kunden, die sich eine „Grüne Planung“ wünschen, eine valide und faire Auswahl treffen können. Schwieriger sehe ich die Situation im Bereich soziale Nachhaltigkeit. Speziell wenn es um die Bewertung der redaktionellen Umfeld-Qualität geht.  Zum einen muss man aufpassen, dass Maßnahmen nicht in einer Zensur münden, wie wir sie teilweise in den USA beobachten, sondern sich ganz gezielt gegen Phänomene wie z.B. Hate Speach richten. Zum anderen sollte die Bewertung und Auswahl so objektiv wie möglich sein, um am Ende nicht von der persönlichen Einschätzung des Marketing-Entscheiders oder Mediaplaners abhängig zu machen, welche Platzierung gebucht wird und welche nicht. Das ist also ein in mehreren Bereichen sehr sensibles Thema, das viel Fingerspitzengefühl verlangt. Und genau darum haben wir uns auch dazu entschieden, einen ersten Richtlinien-Katalog und eine Machbarkeitsstudie von einer der kompetentesten Institutionen, der Uni Florida, entwickeln zu lassen.

Sollte es uns aber gelingen hier eine Lösung zu entwickeln, die es unseren Kunden ermöglicht, zukünftig ihren eigenen Anspruch im Bereich soziale Nachhaltigkeit auch auf ihre Mediaplanung zu übertragen, wäre das ein tolles Signal für mehr „ethischen Journalismus“, von dem nicht zuletzt die Gesellschaft als Ganzes profitieren könnte.

Gibt es auch einen Quickwin – etwas, das jedes Unternehmen aus dem Stand verbessern kann, um eine nachhaltigere Mediastrategie umzusetzen?

Ja. Wie jeder von uns einen Urlaubsflug über eine entsprechende CO2 Kompensation ausgleichen kann, so kann auch jedes Unternehmen schon heute seine Kampagnen per Green GRP kompensieren. Und wer schnell etwas tun möchte, sollte das tun. Auch wenn Veränderung der mittel- und langfristig wichtigere Teil auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist.

Zum Schluss noch etwas Persönliches: Wenn wir über grüne Zielgruppen reden, dann unterscheiden wir mehrere Typen, je nach dem Grad ihres Engagements, ihrer Verzichtbereitschaft und ihrer Einstellung zur Nachhaltigkeit. Welcher Typ bist du und warum?

Ich denke, ich bin da irgendwo dazwischen. Ich versuche, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Auch wenn viele meiner Gewohnheiten leider eine große Beharrungskraft haben. Aber Gott sei Dank bin ich Teil einer Gesellschaft, die sich langsam auf den Weg macht und das wird sicher helfen, auch die hartnäckigsten Gewohnheiten langsam aufzuweichen. Ich bin auf alle Fälle sehr zuversichtlich, was unsere Gesellschaft, unsere Projekte und auch ein bisschen was mich betrifft.

 

Danke für´s Gespräch und alles Gute weiterhin auf dem Weg der Nachhaltigkeit!

Hi, ich bin die Leonie und habe als Junior Campaign Managerin bei der Mediascale angefangen. Weil es für mich anfangs tricky war, die Aufgabenabgrenzung zwischen einer/einem Digital Media Planner & Consultant und einer/einem Campaign Manager:in zu durchschauen, möchte ich hierzu einen kurzen Überblick geben.
Zunächst ist es aber wichtig den Prozess der Medienplanung bei der Mediascale zu kennen:

Wer macht eigentlich was?

Im Planungsprozess sind Digital Media Planner & Consultants also für die strategische und Campaign Manager für die operative Planung zuständig. Aber lasst uns die einzelnen Phasen einmal Step by Step betrachten.

Zusammenarbeit Campaign Manager und Media Planner & Consultant
Zusammenarbeit Campaign Manager und Media Planner & Consultant

Also, was macht eigentlich ein Digital Media Planner & Consultant?

Phase 1: Das Briefing

  1. Digital Media Planner & Consultants werden von dem Kunden mit den relevanten Informationen (z.B. Zielsetzung, Zielgruppe, Budget, etc.) gebrieft.

Phase 2: Die Analyse

  1. Im nächsten Step erfolgt die Analyse der relevanten KPIs.
  2. Erste Ideen werden festgehalten, anschließend geht es weiter mit der Strategieentwicklung.

Phase 3: Die Strategie

  1. Die Strategie, die den Kund:innen vorgestellt werden soll, wird entwickelt.
  2. Daraufhin wird die Strategie den Kund:innen präsentiert. War die Präsentation erfolgreich, ist das Wichtigste der strategischen Planung geschafft und es geht weiter mit der Feinplanung und Umsetzung.

 

Und was macht jetzt eigentlich ein/e Campaign Manager:in?

Phase 4: Die Planung und Umsetzung

  1. Im nächsten Step werden nun mögliche Platzierungen bei den Vermarktern für den Kunden angefragt. Der Vermarkter erstellt uns daraufhin ein Angebot.
  2. Nachdem die Strategie vorgestellt wurde, wird der Mediaplan vom Campaign Manager im System erstellt.
  3. Dieser wird dann vom Kunden freigegeben.
  4. Nach der Freigabe des Mediaplans durch den Kunden, kümmert sich der Campaign Manager um weitere Themen wie Tracking, Werbemittel-Testing und den Verbau der Werbemittel.

Phase 5: Die Optimierung & Kontrolle

  1. Die Kampagne kann starten!
  2. Jetzt heißt es: Start-Check durchführen und kontrollieren, ob die Kampagne wirklich bei allen gestartet ist.
  3. Während die Kampagne läuft, sollte regelmäßig die Auslieferung überprüft werden.
  4. Während der Laufzeit und am Ende der Kampagne übernimmt der Campaign Manager noch die Auswertungen sowie die Abrechnung.

Das Zusammenspiel

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Rolle des Digital Media Planner & Consultant dort endet, wo die Rolle des Campaign Managers beginnt. Zumindest wird das auf dem Papier so dargestellt. In der Realität ist es jedoch oft so, dass sich die Tätigkeiten überschneiden, vor allem in der Planungs- und Umsetzungsphase, und dass man als Team zusammenarbeitet. Der Digital Media Planner & Consultant ist auch der Kundenansprechpartner während der Kampagne und muss in der Lage sein, ganzheitliche Informationen über die Kampagne zu liefern, während die Campaign Manager:innen eher im Hintergrund agieren.

 

Wenn Du Lust bekommen hast, noch mehr über uns oder die Arbeit als Campaign Manager zu erfahren, dann bewirb Dich gerne bei uns. Wir freuen uns, Dich kennen zu lernen!

 

Im ersten Corona-Jahr gab es bei Mediascale einen Babyboom. Insgesamt sind fünf junge, gut ausgebildete und talentierte Frauen in Mutterschutz und Elternzeit gegangen, um sich den Herausforderungen zu widmen, die das Muttersein so mit sich bringt. Bei damals 49 Mitarbeitenden war das ein Anteil von 10% aller Kolleg:innen, was uns vor eine Herausforderung gestellt hat.

Dennoch freue ich mich über jedes „Mediascale-Baby“, da es mir als Mutter ein besonderes Anliegen ist, dass jede:r bei uns die persönliche Familienplanung mit dem Job in Einklang bringen kann.

Auf den Babyboom folgt das Mütter-Comeback

Für alle Mütter war vor zwei Jahren schon klar, dass sie gerne wieder zurückkehren möchten. Dieses Jahr ist es nun soweit. Wenn die Mütter einen Betreuungsplatz für ihre Kinder bekommen, wofür wir fest die Daumen drücken, planen sie ein Comeback ab Mitte des Jahres.

Hanna Stanka ist bereits als Erste Mitte Februar wieder gestartet und aktuell dabei, sich in der neuen Rolle als Working Mum einzuleben.

Natürlich gibt es neben Hanna und mir mit Agnes Ley, Liza Munding und Vera Jentsch schon einige Working Mums in der Agentur.

Working Mums Lunch

Um auf die individuellen Comebacks gut vorbereitet zu sein, hatte ich die Idee, ein Austausch-Format ins Leben zu rufen. Mitte März sind wir damit gestartet und treffen uns seitdem alle 6 Wochen, um die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen von Working Mums im Blick zu haben und uns gegenseitig zu unterstützen. Unser Kreis wird dann hoffentlich im Laufe des Jahres weiter wachsen.

Mütter-Comeback Lunch der mediascale
Lunch der Mediascale Mütter

 

Meine Söhne sind inzwischen 13 und 18 Jahre alt, und mein eigener Wiedereinstieg liegt somit schon etwas länger zurück. Damals war ich die erste Mutter in der Mediaplus Gruppe, die in Teilzeit und zeitweise im Homeoffice gearbeitet hat. Die Zeiten haben sich geändert und dieses Arbeits-Lebens-Modell ist nicht mehr so exotisch wie früher.

Dennoch scheinen einige Hürden immer noch vorhanden zu sein. Ganz besonders dann, wenn es mal nicht optimal läuft. Als Working Mum ist man darauf angewiesen, dass die Kolleg:innen einspringen, wenn man als Mutter gefordert ist. Mit gutem Gewissen sich um sein/e Kind/er zu kümmern und trotzdem eine verlässliche Kollegin zu sein, ist bei allen Müttern, die ich kenne, der hohe Anspruch an sich selbst. Dieser lässt sich nicht immer leicht erfüllen und erfordert auf beiden Seiten viel Verständnis und offene Kommunikation.

Einen Job zu haben, der mir Spaß macht, für den ich mich gerne engagiere und für den ich Anerkennung erhalte, ist für mich neben meiner Rolle als Mutter sehr wertvoll und befriedigend.

Diese Doppelrolle habe ich auch während meiner Teilzeit-Tätigkeit nur sehr selten als belastend empfunden. Ich persönlich habe immer viel Unterstützung und Verständnis erhalten. Dieses gute Gefühl möchte ich jetzt gerne allen Working Mums bei Mediascale ebenfalls ermöglichen.

Das Thema Respekt und Rücksichtnahme hört aus meiner Sicht nicht bei den Working Mums auf. Jeder Mitarbeitende hat persönliche Bedürfnisse, die über den Job hinausgehen. Das können Väter sein, die die Gelegenheit bekommen, ihre Elternzeit zu nutzen sowie Mitarbeitende, die kranke Angehörige pflegen wollen oder eine ganz andere persönliche Herausforderung zu meistern haben.

Mir ist es besonders wichtig, dass wir bei der Mediascale Mensch sein dürfen und Verständnis und Fürsorge füreinander entwickeln. Das ist für mich gelebte Diversität.

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