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… muss ich mich entscheiden welche Plätzchensorten es bis in die Produktion schaffen. Mein wieder entdeckter Favorit dieses Jahr sind Elisenlebkuchen. Vor Jahren hatte ich mich schon einmal daran versucht. Seltsamerweise sind sie mir im ersten Jahr super gelungen, waren soft, leicht fluffig, winterlich aromatisch, also ein wahres Weihnachtsträumchen. Im Jahr darauf wurden sie aber leider so gar nichts. Sie sind mir von der Oblate quer übers Blech gelaufen und waren weder vorzeigbar, noch geschmacklich ein Hit. Könnte daran liegen, dass ich mir Rezepte oft nur auf einem Schmierzettel notiere, den ich dann gerne verlege und mich dann darauf verlasse, dass mich Google im kommenden Jahr wieder auf die gleiche Seite führen wird. Dieses Jahr habe ich mich also, nach Überwindung des Lebkuchentraumas von vor drei Jahren, erneut auf die Suche nach einem geeigneten Rezept begeben. Und das hier wurde es.

Wenn jemand seinen Namen dafür hergibt, wird’s schon passen, dachte ich mir. Außerdem unglaublich gute Bewertungen bei einer entsprechenden Fallzahl, in Kombination mit einer überzeugenden Bebilderung des finalen Produktes.

Da ich möglichst nahe an das Original von Lothar rankommen wollte, habe ich auch keine allzu großen Änderungen am Rezept vorgenommen. Ich habe lediglich den Interpretationsspielraum ausgenutzt. Die 6 Eier habe ich als Handelsklasse L Eier interpretiert, und bin gut damit gefahren. Beim braunen Zucker sind mir 20g mehr reingerutscht, auch das scheint nicht geschadet zu haben. Die 2 EL Honig waren eindeutig gehäufte Esslöffel. Um jetzt aber nicht völlig über das Ziel hinauszuschießen habe ich dann beim Orangeat und Zitronat jeweils auf die Hälfte verzichtet.

Bei der Oblatengröße habe ich auf 50 mm verkleinert. Das hat aber vor allem einen Fertigungshintergrund.

Ich habe festgestellt, dass die 50mm Oblate genau in die Rundung meines Esslöffels passt. Ich benötige also keinen Lebkuchenformer, sondern lediglich die passende Technik. Ich habe jeweils einen leicht gehäuften Esslöffel Masse auf der Oblate platziert und bin dann einmal im Kreis mit dem Esslöffel immer von oben nach unten streichend um die Oblate gegangen um das Material möglichst gleichmäßig zu verteilen. In 4-5 Zügen ist man mit einem Lebkuchen fertig. Zugegeben, manche sind ein bisschen voluminöser ausgefallen als andere, und ja die Finger werden klebrig, aber ich denke das kann man verschmerzen.

Meine Tipps fürs perfekte Gelingen:

Zucker, Eier und Honig richtig schön schaumig schlagen.

Orangeat und Zitronat, definitiv (wie es auch im Rezept steht) zerkleinern.

Bei den Nüssen habe ich jeweils 200g bereits gemahlener Mandeln und Haselnüsse verwendet. Die verbleibenden 50g je Nusssorte dann aber selbst gehackt, sodass ich doch auch ein paar größere Nussstückchen im Teig habe.

Man kann die Lebkuchen natürlich auch in die Puderzucker-Wasser-Mischung oder Kuvertüre tunken. Ich finde aber mit einem Backpinsel gibt’s weniger Sauerei.

Auf 50mm Oblaten habe ich 55 Lebkuchen aus der Rohmasse zusammen bekommen. Allerdings war ich mit der Teigmenge je Lebkuchen auch deutlich großzügiger unterwegs als Lothar. Daher habe ich bei Ober- und Unterhitze auch 25 min gebacken.

Ich hoffe bei diesem Rezeptklassiker hat der ein oder andere vielleicht selbst Lust zum Backen bekommen.

Allen Bloglesern wünschen wir eine besinnliche Vorweihnachtszeit und gutes Gelingen!

 

Das Internet wird 50, der Banner wird 25 und Tobias Wegmanns Agenturzugehörigkeit wird 20! Als CTO bei mediascale hat er in den letzten 20 Jahren natürlich so einiges miterlebt. Grund genug, ihn dazu mal kurz zu befragen.

 

Tobi, herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Jubiläum. Jetzt interessiert uns natürlich was dich vor 20 Jahren zu uns trieb?

Tobi: Ich hatte kleine Kinder und Windeln waren teuer 😊 Gestartet bin ich in der Plan.net media und da gab es damals niemanden, der mehr als ein rudimentäres Anwenderwissen über die technischen Zusammenhänge im World Wide Web hatte, wie das damals hieß. Um das zu beheben, wurde ich eingestellt. Wobei ich zu Beginn auch mehr der Einäugige unter den Blinden war.

 

20 Jahre – ein langer Weg! Was fällt dir ein wenn du an deine Anfänge bei uns denkst? Computer gab es schon, oder? 😉

Tobi: Die gab es tatsächlich schon. An den Arbeitsplätzen standen sündteure, flimmernde 19-Zoll-Röhrenmonitore, die als der letzte Schrei der Technik galten. Wir waren sehr stolz auf unseren 2 Mbit-Breitband-Internetanschluss, denn zuhause hatte das ganze Land noch Modems. Bewegtbildinhalte gab es deshalb noch nicht mal auf Erotikseiten und einen Gif-Banner im Standardformat auf spiegel.de zu schalten kostete 90 € TKP, die ohne jeden Rabatt auch so bezahlt wurden.

 

Fällt dir ein Ereignis der letzten Jahre ein, das die Branche grundlegend verändert hat?

Tobi: Es war nicht in den letzten Jahren (eher um 2001), da zeigte mir ein sonst sehr renitenter Entwickler begeistert eine Website über die er endlich alles finde, was er suche. Da sah ich das erste Mal das Logo von Google.

 

In unsere Branche stehen Veränderungen an der Tagesordnung – Technologien wandeln sich, Trends kommen und gehen. Was wünschst du dir für die Zukunft? Wohin soll es gehen?

Tobi: Digitale Werbung ist keine belächelte Spielwiese mehr. Jetzt treten wir auf dem Center Court an. Ich würde mir wünschen, wenn mehr Menschen im Markt verstehen würden, dass das auch bedeutet ein Stück erwachsener werden zu müssen.

 

Blick in die Zukunft: Was erwartet uns? Und wo stehen wir in 20 Jahren?

Tobi: Keine Ahnung. Aber ich bin mir sicher, dass es Agenturen wie uns in zwanzig Jahren noch genauso geben wird – auch wenn wir dann bestimmt ganz andere Dinge tun und uns beim Blick in die Vergangenheit genauso amüsieren, wie wir das heute tun.

 

Und zum Abschluss? Gibt es eine spannende Geschichte, die du uns noch erzählen möchtest? Plauder gerne aus dem Nähkästchen…

Tobi: In meinem Vorstellungsgespräch habe ich nicht mehr als fünf ganze Sätze gesagt, weil Wolfgang so begeistert Visionen für meine zukünftige Tätigkeit entwickelt hat. Einen Lebenslauf oder Zeugnisse wollte auch niemand sehen. Diesem Vertrauensvorschuss habe ich seitdem versucht gerecht zu werden.

Bei Pinguinen gibt es immer einen der als erster von der Eisscholle ins Wasser springt.  Alle anderen warten erst einmal ab, ob er etwas zu fressen findet oder gefressen wird. Erst dann folgen sie ihm.

Wer ist bei uns mutig genug, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich beim diesjährigen Innovationstag am vergangenen Mittwoch dem Vortrag von Frederik Pferdt zugehört habe.

Der Innovationstag bei Serviceplan stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Transformation. Die Agenda hat deutlich gezeigt, wie allumfassend sich unsere Welt verändert: Ob Europa, Geschäftsmodelle, Customer Journey, transatlantische Beziehungen, Politik, Sport oder Unternehmenskultur. Alle Bereiche befinden sich im Wandel und wurden von unterschiedlichen Speakern in spannenden und inspirierenden Vorträgen in einem neuen Licht beleuchtet.

Die Botschaft war schnell klar: Um besser zu werden, brauchen wir Innovationen und dafür müssen wir Veränderungen zulassen. Aber das reicht noch nicht aus. Wir sind gefordert, den Wandel aktiv mit zu gestalten. Doch wie kann das in der Alltagsroutine gelingen?

Besonders beeindruckt hat mich zu dieser Fragestellung der sehr interaktiv gestaltete Beitrag von Frederik Pferdt. Der Gründer von Google’s „The Garage“ und Innovationsexperte hat uns herausgefordert, unsere Denkweise neu zu programmieren.

Sehr eindrucksvoll und leidenschaftlich hat Frederik das Publikum animiert, einen Zukunftsentwurf 2030 zu gestalten. Dabei haben wir alle festgestellt, dass es nicht einfach ist, sich die Zukunft vorzustellen. Viele Ideen sind in Ansätzen schon real, doch für echte Visionen fehlt uns oft die Phantasie.

Um also echte Innovationen zu entwickeln, ist unsere Kreativität und unsere Empathie gefordert. Frederik hat uns ermutigt, spannende Fragen zu stellen: „Was wäre wenn, …“? und die Fragen unserer Mitarbeiter mit einem optimistischen Blick auf das Potential hin zu bewerten, dass diese Fragen beinhalten. Er hat mich überzeugt, dass die Antwort nur: „Ja, und …!“ lauten darf. Mit einer gesunden Missachtung des Unmöglichen sollen die Fragen nicht abgeschmettert, sondern transparent geteilt und weiterentwickelt werden, damit neue Ideen wachsen können.

Es muss erlaubt sein, durch Erfolg und Misserfolg lernen zu dürfen. Das Vertrauen im Team und von der Geschäftsführung ist die wichtigste Voraussetzung, um bessere Lösungen zu entwickeln. Folglich müssen wir eine sichere Umgebung schaffen, die Fragen und neue Ideen zulässt. Nur so werden Innovationen entwickelt, die sich in der Umsetzung als erfolgreich erweisen können.

Diese Perspektive war für mich sehr anschaulich und einleuchtend. Ich habe mir daher fest vorgenommen, offen zu sein für Fragen, die im ersten Augenblick vielleicht unrealistisch erscheinen.

Zum Abschluss seines Vortrags hat Frederik von seiner Pinguinbeobachtung in der Antarktis berichtet und uns dringend empfohlen, einen Pinguin-Award an die Mitarbeiter zu vergeben, die neugierig und mutig genug sind, voran zu gehen und neue Ideen zu entwickeln.

Bei der Umsetzung der Ideen gibt es dann vielleicht sogar einen Award für unsere Kunden.

Auch dieses Jahr stand unser alljährliches Agentur-Event „Wir-Gefühl“ an: Wie bereits in den Jahren zuvor wurden weder Details zur Planung, noch der Ort des Geschehens verraten. Schlussendlich fand das Event 2019 im Osten Münchens, nämlich im Werksviertel statt. Unter dem diesjährigen Motto „Kindergeburtstag“ feierten wir unser Event zusammen mit zahlreichen Kollegen und viel Spaß.

Am Mittwochabend hieß es dann: Große Reise von der Agentur in die sorgfältig ausgewählte Location. Nach der Einteilung der Gruppe in Teams zu jeweils sechs Teammitgliedern und dem Festlegen der individuellen Teamnamen, durften sich die Kollegen zunächst bei einem Getränk und reichlich Essen eine Pause von der anstrengenden Anreise gönnen. Um die Kollegen gut bei Laune zu halten, wurde auch für die passenden Snacks und Süßigkeiten gesorgt.

Nach der ersten Stärkung ging es auch schon los mit dem ersten Spiel: Team Birthday Line Up! Auch wenn wir uns untereinander alle gut kennen, so bestand die Schwierigkeit bei diesem Spiel, sich nach aufsteigendem Geburtsdatum aufzureihen. Die große Schwierigkeit: Sprechen war verboten! Nach einer chaotischen ersten Runde und dem ersten Sieger für das erste Spiel konnte es auch schon weitergehen. Die Gewinner eines Spiels bekamen goldene Sterne, um den Fortschritt der Spiele festzuhalten.

Was natürlich auch nicht fehlen durfte: Dosenwerfen. Was leicht klingt, stellte sich als gar nicht so einfach heraus,wie die Kollegen sicher bestätigen können. Nachdem jeder einmal werfen durfte, wurden die Punkte addiert, bevor zum nächsten und längsten Spiel übergegangen wurde. Vorbereitet wurde ein kleiner Ableger von Activity mit Zeichnen, Pantomime und einem kleinen Extra: Pantomime mit Redewendungen, die zuvor vom Organisations-Team ausgesucht wurden. Die Kollegen hatten alle viel Spaß, denn es ging um die Wurst! In der mediascale und PREX wird die Performance nämlich großgeschrieben! Nicht nur das gerade auftretende Team hat mitgeraten, sondern auch von den anderen Mitspielern konnte man Getuschel über die mögliche richtige Lösung hinter vorgehaltener Hand hören.

 

Dann ging es auch schon dem Ende zu: Es waren nur noch zwei Spiele zu spielen, bevor der Sieger gekürt wurde. Flip it over mit jeweils fünf Mitspielern war eine kuschelige Angelegenheit. Man könnte sagen der ein oder andere ist seinen Kollegen so nahegekommen, wie noch nie 😉. Alles wurde ausprobiert, damit die eigene Mannschafft den Sieg davonträgt: Von großen Strategiereden am Anfang, hin zu Vorführungen, wie man die Decke am besten umdreht und Huckepack der kleineren Kollegen, damit jeder mehr Platz hat. Spaß hatten sie alle!

Beim letzten und entscheidenden Spiel war Zielsicherheit gefragt: Wo früher die Kinder den Schwanz an den Esel pinnen mussten, so mussten die Kollegen ihren Stern soweit mittig wie möglich an der Zielscheibe anbringen. Nach 10 Umdrehungen des jeweiligen Kollegen, dessen Augen verbunden waren, wurde er in Richtung der Zielscheibe losgelassen und musste mit Hilfe der Zurufe der Kollegen versuchen, den Stern am besten anzubringen.

Nach einem harten, aber fairen Kampf hat unsere Tafel mit den goldenen Sternchen den verdienten Sieger angezeigt: Team King Louis! Nach einer kleinen Siegerehrung mit einem Kaffee-Gutschein für unsere immer durstige Agentur-Seele als Gewinn, konnte schließlich der entspannte Teil des Abends starten und man konnte den Abend bei weiteren Getränken und Snacks gemütlich ausklingen lassen. Bei Musik und einem lauen Frühlingstag feierten wir noch, bis schließlich um 12 Uhr die Musik ausgeschalten wurde und es wieder hieß: Bis zum nächsten Jahr und neuen spannenden Ideen für unser gemeinsames Team-Event!

Liebe Grüße

Euer Orga-Team!

Vor einigen Monaten habe ich erstmals von einem internen Filmprojekt der Mediaplus Gruppe erfahren. Kurz zum Inhalt:  Es geht um die Kollegen, Projekte und Vielzahl an Benefits, die die Mediaplus Gruppe zu einem attraktiven Arbeitgeber machen.

Ich hatte um ehrlich zu sein nicht geplant als eine der drei HauptdarstellerInnen aus dem Meeting zu gehen. Nun bin ich aber eben eine langjährige Mitarbeiterin der Gruppe und habe selbst das ein oder andere Tief, aber eben auch sehr viele Hochs miterleben dürfen.

Ich nehme euch mal kurz auf einen kleinen Exkurs mit: Unter anderem habe ich mir eine zweimonatige Auszeit in den USA gegönnt. Während dieser Zeit habe ich mich nahezu ausschließlich dem Backen und Verzieren von Torten und Gebäck gewidmet. Wer nochmal nachlesen mag, findet den Blogartikel hier.

Das klingt nach einem sehr verspielten Hobby, dem perfekten Gegensatz zu einem sehr zahlen- und technikgetriebenem Job. Um ehrlich zu sein habe ich das selbst lange Zeit so gesehen. Ich reise weiterhin mindestens einmal im Jahr nach Chicago, um wieder etwas Neues zu lernen – und jedes Mal erkenne ich mehr und mehr wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen meinem Job und meinem Hobby gibt.

Ich fange in der Regel nie einfach mit irgendwas an. Bei meinen Torten recherchiere ich oft über mehrere Tage. Wenn es dann Zeit ist die Böden zu backen und Füllungen anzurühren bin ich in der Regel gut vorbereitet. Mein genauer Ablaufplan steht fest. Genauso erlebe ich viele Herausforderungen in meinem beruflichen Alltag. Die hohe Sorgfalt und Genauigkeit, die mein Job erfordert, finde ich dann im Dekorieren von Keksen oder beim Erstellen von Zuckerblumen am Wochenende wieder. Viele Menschen reagieren eher verblüfft, wenn ich sie an der Chemie des Backens teilhaben lasse. Den gleichen Gesichtsausdruck sehe ich in der Regel, wenn ich mit Branchenfremden über Cookies, Kampagnentracking oder Programmatic Advertising spreche.

Doch nun zurück zum Film. Für unsere individuellen Stories wurden Texte und Storyboards erstellt. Ich war erleichtert zu hören, dass es keine Sprechrollen geben wird. Ich erinnere mich an böse Versprecher zu Schulzeiten in der Theater AG.

Noch ein letztes Briefing zum Zeitplan, so langsam wurde es ernst. Insgesamt war ich an vier Drehtagen beteiligt. Und was soll ich sagen? So ein kleines „Superstar-Treatment“ fühlt sich nicht nur äußerlich gut an.

Die Crew hat von der ersten Sekunde an eine entspannte und gleichzeitig äußerst professionelle Stimmung verbreitet. Das war für mich als Laiendarsteller perfekt. So ließ sich die anfängliche Aufregung recht schnell in den Griff bekommen. Neben einer Arbeitsszene im Büro mit zwei meiner Kollegen, wurde ich auch noch beim Backen gefilmt. Routinen, die man schon tausendfach durchgegangen ist, fühlen sich beobachtet dann doch plötzlich neu an.

Aktuell befindet sich das Material im Schnitt. Ich kenne den Film also selbst noch nicht, habe mir aber sagen lassen: „Hollywood is near“! Man darf gespannt sein. Andy Warhol sagte: „In the future everyone will be world-famous for 15 minutes“. Weltruhm würde ich jetzt mal bezweifeln, aber es war in jedem Fall eine extrem spannende und auch ein wenig aufregende Zeit.

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

Nachdem uns der Schnee, wie nahezu jedes Jahr, voraussichtlich erst nach Weihnachten begegnen wird, muss auf anderem Wege für vorweihnachtliche Stimmung gesorgt werden. Mein Lösungsansatz: Zimt, Mehl, Eier, Butter, Vanillearoma, Marmelade und natürlich Zucker! Als Backzutat, genauso wie als bunt gefärbter Streuzucker, versteckt in Schokolade oder als falscher Schnee auf den Plätzchen.

Mit Puderzucker lässt sich aber auch eine Dekopaste der besonderen Art anrühren, die binnen kürzester Zeit trocknet und damit bestens geeignet ist, um Plätzchen zu dekorieren, oder aber auch Lebkuchenhäuser zusammen zu halten. Zu reinen Dekozwecken (im Sinne von: wird wahrscheinlich nicht verzehrt) empfehle ich das Rezept von Martha Stewart – sehr einfach in der Zubereitung und in der Regel hat man die Zutaten daheim.

Durch das rohe Eiweiß entsteht ein natürlicher Glanz im Icing, der auch beim Trocknen erhalten bleibt. Und wenn es nicht an Weihnachten glitzern darf, wann denn dann? Wenn man sich allerdings keine Gedanken über die Verarbeitung roher Eier machen will, kann man auch Eiweißpulver anstelle von frischen Eiern verwenden oder auf eine Fertigmischung zurückgreifen.

Je nach Konsistenz trocknet die Paste sehr schnell. Während der Verarbeitung kann man ein nasses Tuch über die Schüssel werfen, um dem Austrocknen entgegen zu wirken. Am besten jedoch direkt in einem luftdichten Gefäß verstauen.

Wer jetzt noch keine kleinen Lochtüllen zu Hause hat, kann sich mit einer selbst gebastelten Spritztüte aus Backpapier behelfen. Diese lassen sich dann wunderbar auf die gewünschte Lochstärke zuschneiden. Hier eine kleine Fotoanleitung zur Herstellung der Papiertüte:

Schritt 1: Dreieck aus Backpapier ausschneiden und mit der langen Seite nach unten auslegen:

Step 1

Schritt 2: Kante unten links einschlagen, aber nicht falten, sodass die Spitze deckungsgleich mit der oberen Spitze liegt:

Step 2

Schritt 3: Rechte Kante auf der Außenseite über den bestehenden Kegel führen, bis auch diese Kante, jetzt aber auf der Rückseite, deckungsgleich mit der oberen Kante liegt:

Step 3

Schritt 4: Feinarbeit: Jetzt kommt es darauf an, durch das Verschieben der beiden Enden zu einem Krönchen die tatsächliche Spitze am unteren Ende des Kegels so dicht wie möglich zu bekommen:

Step 4.1
Step 4.2

Schritt 5: Durch das Umklappen der beiden äußeren Kronenzacken kann man den Kegel fixieren

Step 5

Jetzt muss nur noch etwas Icing in die Tüte gefüllt werden, das obere Ende mit einer kreativen Falttechnik verschließen, und der Spaß kann losgehen 😊

Step 6

Ich habe mich dieses Jahr, neben den normalen Plätzchen zum Verschenken und selber genießen, auch für eine essbare Tischdekoration entschieden. Dazu habe ich Sterne unterschiedlicher Größen aus Mürbeteig gebacken und diese einzeln dekoriert und dann zu einem Tannenbaum gestapelt.

Da hier recht viel Icing zum Einsatz kommt, sollte man direkt zwei Tage einplanen. An Tag eins die Sterne „flooden“, also komplett mit Icing bedecken und durchtrocknen lassen. An Tag zwei das Muster anbringen und ebenfalls mit dem Royal Icing zusammenkleben und fertig.

Ich hoffe, der/die ein oder andere fühlt sich inspiriert und hat Lust, selbst kreativ zu werden.

Wir wünschen ganz viel Spaß beim Ausprobieren, eine wundervolle Vorweihnachtszeit und ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest an alle unsere Leser.

Wie war es denn eigentlich so auf der DMEXCO? Unsere Kollegen Manu, Tobi und Matthias resümieren.

Manu:  Hallo liebe Mitstreiter! Munter zurück aus Köln?  Die erste Entscheidung musste ich tatsächlich schon bei Ankunft auf dem Messegelände treffen. Rechts oder links? Einmal falsch abgebogen und man hatte einen friedliebenden Sozialpädagogen am Sakko hängen, der einem in blumigen Worten die Vorzüge agiler Mitarbeiterführung aufzeigen konnte. Also doch rechts. Nach einem kurzen aber heftigen Tête-à-Tête mit meinem Spiegelbild am Stand von SevenOne konnte ich aber dann doch noch fulminant in die Messe starten. Ich hoffe ihr hattet einen geschmeidigeren Messestart?

Tobi: Alles Bombe. Die DIÄHMEXCO war in diesem Jahr ja eine Plattform und keine Messe. Insofern war ich erleichtert, den Eingang zur Plattform an gewohnter Stelle zu finden. Drinnen wirkte dann alles doch entfernt messeähnlich. Die Piktogramme der Beschilderung so ungesund blinkend zu machen wie die Website war wohl zu teuer. Aber immerhin spiegelt sich der gesellschaftliche Fortschritt darin, dass die Plakate von Pornhub auch auf dem Damenklo hingen.

Matthias: Ja richtig #MeToo hat sogar den bislang stets leicht bekleideten Hostessen bei adRom ein Businessoutfit verschafft. Die Messe wird erwachsen. Ich frage mich allerdings, wo der gesellschaftliche Fortschritt bleibt, wenn die 100-dB-Grenze durch offene Publikumsvorträge auf den einzelnen Ständen überschritten wird. Wie die Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt, nur dass die wenigstens lustig sind. Allein die RMS war hier fortschrittlich genug, Headphones an willige Zuhörer auszuteilen.

Tobi: Ja, wenn man da vorbeiging, das war echter Outstream ohne Ton, wirklich günstiger View-Through-TKP.

Manu: Es soll wohl auch bereits eine anonyme Anzeige bei der Coalition for Better Ads eingegangen sein. Inhalt: Audio ohne Userinteraktion. Dazu möchte ich mich aber nicht weiter auslassen…

Matthias: Man wird ja auf so einer Messe auch immer mit so allerlei Zahlen konfrontiert. Zwei Forecasts sind bei mir hängen geblieben. Ein nicht ganz unbekanntes Network aus Düsseldorf will wissen, dass wir bereits 2021 mehr Spendings in Mobile, als in TV Werbung tätigen werden.
Und die freundliche Suchmaschine von nebenan geht davon aus, dass bereits in zwei Jahren über die Hälfte der Suchanfragen per Sprache getätigt werden. Zwei Megatrends ohne Zweifel, jedoch in der zeitlichen Entwicklung doch sehr ambitioniert gecastet.

Manu: Mobile Spendings? Muss ich mal mit der Crowd in da Cloud besprechen, möglicherweise können wir ein bisschen in Richtung Mobile funden die nächsten Jahre. Ganz nebenbei interessiere ich mich für Cloud Native Projekte on Demand + at Scale – aber wirklich nur ganz nebenbei. Habt ihr dazu schon Insights? Hey Google…

Tobi: Megatrend oder nicht, ich habe den Duftkerzenverkäufer vermisst. Und es gab kaum noch Stände, die nur aus zwei Stühlen und einem enthusiastischen Gründer bestehen. Die müssen sparen und lungern jetzt in der Food Corner herum. Zum Schluss, aber verratet mich nicht: Ich habe im Copyshop mein Flugticket ausgedruckt, war ein wundervoll analoges Gefühl.

Erwartungen, Träume und auch ein zarter Hauch von Kritik.
Wir begleiten drei bucklige Digitalos auf ihrem Weg nach Köln.

 

Tobi: Guten Morgen Digitalfreunde! Vibriert ihr auch schon aus Vorfreude auf die DMEXCO? Wobei wir dieses Jahr der DI-ÄM-EXCO entgegenfiebern sollen und nicht mehr der DI-MEXCO. Angeblich weil die Angelsachsen sonst immer denken, Köln liege in Mexico. Was ja so falsch auch wieder nicht ist. Welche Säue werden wir denn heuer durchs Dorf treiben?

Manu: Säue? Einen ganzen Schweinestall:

Native; Bumper; ATV; CTV; ROI; Walled Garden…PARDON?

Appconomy; VOD; SSP; DSP; DBT; AAP; AMS…WHAT A MESS!

Cloud; Influencer; Crowd Sourcing; UGC; Blockchain…PAIN!

UI; Programmatic; Viewability; SEA; SEO; WIFI…GOOD BYE!

Any questions?

Tobi:  Da kannst du auf der neuen Website der DIÄMEXCO lange suchen. Die wirkt, als stamme das Konzept von einem Grafiker, der im Hauptberuf typografisch anstrengende Programmhefte für ein Stadttheater entwirft und das Internet nicht ausstehen kann. Leicht zugängliche Informationen, logische Navigation, nutzerfreundliche Ladezeiten? Ah nö, wie langweilig, wir machen es mal ganz anders.

Manu: Content, Content, Content – sprach die DIÄMEXCO und verschwand im Plagiat. Da möchte man rufen: „Mehr Messe, weniger Rockstar und ein bisschen Du selbst!“ Aber wer bin ich hier, um zu urteilen? Ich bin ja auch nur Zwilling.

Matthias: Tobi – das hört sich ja fast so an, als ob du das diesjährige Motto der DIÄMEXCO einfach nicht verstanden hast. Take C.A.R.E = Curiosity / Action / Responsibility / Experience – bedeutet übersetzt: Du brauchst keine Struktur, wenn du neugierig genug bist, wild auf der Website rumzuklicken und dich der Verantwortung als unser CTO stellst, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was sagt Ihr eigentlich zum Kunstprojekt von Albrecht Behmel?
Nehmen wir an der Challenge teil?

Manu:  Also, ich finde gut, dass Kunst endlich zu Kunst findet. Viel zu lange mussten wir Mediaartisten uns mit der spinnennetzumwobenen Ersatzbank der Kunstriege begnügen. Zeit sich zu erheben Media Unita!

Tobi: Klar, sobald ich meinen Instagram-Account aus der Blockchain befreit habe.

Matthias: Bei aller Kritik: Was sind denn die Alternativen? Die South by Southwest in Austin, Texas. Oder die Programmatic I/O in San Francisco? Ich gebe zu, das klingt verlockend.

Manu:  Alternativen?

  • Street Food Festival in Herne
  • Nettelkofener Weinfest
  • Fischerfest in Finsing
  • Travestie Cabaret Show in Wittenberg
  • Jurafest in Lenting
  • Jahrmarkt in Kaltenkirchen
  • Deutzer Kirmes…wobei…nein…Halt!..doch doch…

Für alle Nicht-Köln-Fahrer – wir werden berichten! Für alle Köln Pilger – Auf Wiedersehen in Deutz!

In einem weiteren Teil der Reihe „Ein Blick hinter die Schreibtische der mediascale“ interviewen wir heute Agnes Ley, die über ihren Wiedereinstieg nach der Elternzeit berichtet.

  1. Agnes, was hast du bei der mediascale gemacht, bevor du in Elternzeit gegangen bist?

Ich habe vor meiner Elternzeit bereits zehn Jahre bei der mediascale gearbeitet. Angefangen hatte ich als Trainee und konnte mich im Lauf der Zeit bis zur Unit-Leiterin hocharbeiten. Das hat viel Spaß gemacht, war aber auch zeitweise anstrengend, besonders in heißen Phasen wie der Einarbeitung in einen neu gewonnenen Kunden oder wenn wir die Jahresstrategie für große Kunden erarbeitet haben. Trotzdem habe ich immer viel Freude mit meinen Chefs und Kollegen gehabt.

  1. Und deshalb bist du auch nach der Elternzeit wieder zur mediascale zurückgekommen?

Genau. Wobei ich anfangs nicht sicher war, ob das gut geht. Wir sind Dienstleister für unsere Kunden und der Kunde will einen Ansprechpartner bei der Agentur, den er immer erreichen kann. Gleichzeitig wollte ich jedoch nur in Teilzeit wieder einsteigen. Insofern hatte ich etwas Bedenken, dass die Chefs die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich sage, ich würde dann jetzt gerne wieder 15 Wochenstunden arbeiten.

  1. Und war es so?

Ganz im Gegenteil. Unsere Geschäftsführer haben sich total gefreut und hatten sogar eine Auswahl unterschiedlicher Aufgabenbereiche, die sie mir angeboten haben – das hat mich wirklich erstaunt. Allerdings muss ich sagen, das wäre vor einigen Jahren so noch nicht möglich gewesen. Als wir noch deutlich weniger Mitarbeiter hatten, musste jeder bei den Kampagnen anpacken. Mittlerweile ist die mediascale eine große Agentur geworden und da fallen auch spannende Aufgaben an, die nichts mit unseren Kundenprojekten zu tun haben.

  1. Und was genau machst du jetzt?

Ich bin mittlerweile schon wieder über ein Jahr an Board und da hat sich ein bunter Aufgabenmix ergeben, der mir viel Spaß macht: Recruiting-Maßnahmen, Redaktionsplanung für unseren Blog, Erarbeitung und Durchführung mehrstufiger Akquise-Strategien oder die Stärkung unserer Kollegen in Österreich. Denn für die bin ich der Draht in unsere Abteilungen hier in München, was mir besonders Spaß macht.

  1. Was war das herausforderndste Projekt im letzten Jahr?

Die Konzeption und komplette Umsetzung von einem Video-Dreh, bei dem ich mehrere Videos für Bewerber und Interessenten gemacht habe. Vor der Kamera zu stehen war eine neue Erfahrung und auch, was man alles bedenken muss vor dem großen Drehtag, war recht umfangreich. Aber schlussendlich lief alles gut und ich freue mich jetzt sehr auf die Veröffentlichung der ersten Folge.

  1. Auf was freust du dich morgens am meisten?

Achtung, Klischee: Dass ich eine Abwechslung vom Mama-Alltag habe. Und wenn zufälligerweise auch noch Donnerstag ist, dann auf die Lunch-Yoga Stunde von Julia.

  1. Wer ist dein (berufliches) Vorbild?

Ich habe höchsten Respekt vor allen Müttern, die ihre Elternzeit genutzt haben, sich ein eigenes Business aufzubauen. Manche starten einen Blog, andere produzieren und vertreiben Artikel, die sie selbst gerne während der ersten Monate mit Baby gehabt hätten, wieder andere gründen eine Community für Frauen, etc. etc. Schleierhaft ist mir nur, woher man die Energie und die Zeit neben so einem kleinen Wusel nimmt, aber ganz neidlos: Hut ab!

Zum Abschluss des Geschäftsjahres 17/18 stand auch diesen Sommer wieder das große CICC OFF Event für die Serviceplan-Gruppe an. Am 29.06. ging es los und die ganze Agenturgruppe fuhr traditionsgemäß für eineinhalb Tage ins fantastische Scalaria Event Resort am Wolfgangsee.

Vormittags erreichten alle den Wolfgangsee in Österreich – aber nicht nur unsere Kollegen der deutschen und europäischen Standorte waren anwesend, auch die Teams aus China und den USA wollten das große Serviceplan-Familienfest nicht verpassen. Für mich war es das erste CICC OFF Event und ich war schwer beeindruckt, wie viele Menschen aus aller Herren Länder zusammenkamen, um gemeinsam das erfolgreiche Geschäftsjahr zu feiern. Bevor die Feier startete, begrüßte uns Florian Haller, Chief Executive Officer der Serviceplan-Gruppe, und präsentierte die Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres sowie die Ziele und strategischen Entwicklungen des kommenden Jahres.

CEO Florian Haller begrüßt alle Mitarbeiter der Serviceplan Gruppe.

Es folgten weitere Referenten mit interessanten und vielfältigen Vorträgen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wir bekamen Einblicke in die innovative Arbeit vom Team des Plan.Net Innovation Studios, welches unsere Kunden dabei unterstützt, Ideen für digitale Produkt- und Servicelösungen zu entwickeln und in Form von Prototypen greifbar macht und lernten unsere Kollegen aus Hong Kong und dem neuen Standort New York kennen. Barbara Evans, Geschäftsführerin der Mediaplus, teilte mit uns ihre Erfahrungen zum Thema Kundenführung und wie wichtig eine gute Kommunikation und Vertrauensbasis für eine erfolgreiche Kunden-Agentur-Beziehung ist. Zum Schluss stellte Alexander Schill, Chief Creative Officer der Serviceplan Gruppe, seine aktuellen Lieblings-Cases vor – unter anderem natürlich auch die neun Cannes Lions Gewinner des 65. Cannes Lions International Festival of Creativity. Kernbotschaft der diesjährigen Vorträge war sicherlich der Erfolgsbote „Kreativität“ – ob im Facility Management, im strategischen Einkauf oder in der Kundenberatung. Kreativität ist ein täglicher und entscheidender Bestandteil unserer Arbeit und hat viele verschiedene Facetten.

Bevor wir uns schließlich zum Abendessen trafen, sind wir alle in unsere Zimmer verschwunden, um uns für die Party vorzubereiten. Das diesjährige Motto hieß „Flower Power“ und verwandelte so manchen Agentur-Hipster in einen Hippie der 70er Jahre. Auch hier waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt und man bekam die alte Schlaghose der Eltern, blumige Accessoires und bunte Batik-Shirts zu Gesicht.

Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer mediascale (rechts), und Dominik Terruhn, Geschäftsführer der Plan.Net Media, in Hippie-Manier. Quelle: privat

Teil des Abendprogramms war außerdem ein Überraschungs-Special Act: der Auftritt des Pianisten Joja Wendt. Auch die Serviceplan-Band hat ordentlich eingeheizt und so wurde bis spät in die Nacht in der Mystic Underworld des Scalaria Hotels gefeiert. Nach einer langen Partynacht konnte man sich am nächsten Morgen bei einem Frühstück am See stärken, um anschließend wieder den Heimweg anzutreten. Voller positiver Eindrücke blicken wir nun dem neuen, kreativen und bunten Geschäftsjahr 18/19 entgegen.

Der Pianist Joja Wendt rockt die Party. Foto: Benno Klandt
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