Bscheid gsagt

Er steht für die härtesten Töne, die lautesten Gitarrensoli und die schnellsten Double Bass-Beats: Holger Hübner, Chef des Wacken Open Air, vereint jährlich über 85.000 Heavy Metal Fans in dem sonst so beschaulichen Dorf in Schleswig-Holstein. Im Podcast BSCHEIDGSAGT offenbart der 55-jährige nun seine weiche Seite: Privat lässt er es musikalisch auch gern etwas sanfter angehen. „Ich höre aktuell eigentlich alles queerbeet: Von Neil Young bis Bruce Springsteen ist alles dabei.“ Vor allem in der Pandemie habe ihm die Musik persönlich geholfen.

Holger Hübner, Gründer des Wacken Open Air ©Kai Swillus

 

Wie Metal Heads wirklich ticken

Im Gespräch mit unserem Geschäftsführer Wolfgang Bscheid räumt Hübner auch endlich mit den gängigen Klischees über Heavy Metal Fans auf. „Nach anfänglicher Skepsis gegenüber den langhaarigen Rockern wurden in Wacken viele Freundschaften geschlossen, einige fanden sogar die große Liebe und haben sich direkt vor Ort trauen lassen.“ So ticken Metal Heads eben: „Metaler sind ein treues Publikum. Bei uns kommen Jung und Alt zusammen, oft auch mehrere Generationen mit Fans Ü70, deren Kindern und Enkelkindern. Uns verbinden Eigenschaften, die man sich von guten Freunden wünscht: verlässlich und immer geradeaus.“ Trügt das wilde Erscheinungsbild mancher Rocker also? „Auf jedem Schützenfest gibt es mehr Hauereien. Jeder hilft, wo er kann und man gibt auch gern mal Fremden einen aus.“ Klar ist: Fans und Veranstalter sind wie eine Familie, trotzdem mussten die Verantwortlichen ihre Schützlinge erst kürzlich bremsen. Unter dem Motto „weniger Ballermann“ reduzierten sie entgegen vielfach geäußerter Wünsche die Zahl der Non-Metal-Auftritte – um die Seele des Festivals zu wahren.

Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein für die Wacken-Gründer

Obwohl Holger Hübner als Wacken-Organisator eher im Hintergrund agiert, ist er längst selbst eine Institution geworden – in der Szene, aber auch in Schleswig-Holstein selbst. 2019 wurden er und Mitgründer Thomas Jensen mit dem Verdienstorden des Bundeslandes ausgezeichnet – eine eher bürgerliche Ehrung also. „Unsere Eltern sind stolzer auf uns als wir selbst, weil wir gar nicht so gerne in der Öffentlichkeit stehen. Wir sind ja eher im Hintergrund und das ist auch gut so. Das Festival ist, was es ist durch unser Team und die Fans und Bands. Daher gilt ihnen die Auszeichnung genauso“. Die Success-Story der beiden, das macht das Gespräch deutlich, ist weit ab der gängigen Unternehmergründer-Erfolgscases. „Das war immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir haben gesagt: Wir machen Rock ‘n‘ Roll und dafür mussten auch unsere Jobs dran glauben.“ Nach 2000 ging es dann steil bergauf, je größer das Publikum desto mehr internationale Bands traten auf. „Für uns ist das natürlich ein Traum – wir laden die Bands ein, auf die wir selber Bock haben, die wir unbedingt gerne sehen wollen.“

Wacken als etablierte Marke

Das Wacken Open Air ist eines der weltweit größtes Musikfestivals und hat längst Kultstatus bei den Fans. Internationale Größen wie Iron Maiden und Rammstein rocken gemeinsam mit ihren Anhänger:innen das kleine Dorf im Norden Deutschlands. Doch die Marke Wacken besteht nicht nur aus dem Festival selbst, sondern hat ihre Marken-Präsenz über die Jahre hinweg weiter ausgebaut: Vom Wacken-Camping Set in Kooperation mit Globetrotter über Social Media und einen eigenen Radiosender bis hin zum Online-Stream zusammen mit der Telekom während Corona – Wacken ist zur erfolgreichen Brand geworden. Seit 2018 gibt es mit Full Metal Gaming sogar E-Sport- und Gaming-Angebote für die Kids. Laut Holger Hübner aus gutem Grund: „Früher haben die jungen Bands in den Tourneebussen mit den Groupies die Nacht zum Tag gemacht, heute holen sie die Playstation raus – total langweilig! Aber man muss sich der jüngeren Generation eben anpassen.“

Aufgrund von Corona wird das Wacken Open Air auf 2022 verschoben, die Fans können sich aber über eine Alternativveranstaltung freuen: Vom 16.-18. September 2021 findet das neu ins Leben gerufene Bullhead City-Festival in Wacken statt.

Die einst massive Wand zwischen Redaktion und Werbung wird immer löchriger. Gefühlte, meterdicke Klostermauern weichen dünnen Rigipsplatten aus dem Baumarkt. Medien stehen vor immensen Veränderungen und Herausforderungen. Wie lässt sich die Glaubwürdigkeit für Leser dauerhaft steigern? Warum schützt Fingerspitzengefühl vor Ausverkaufssituationen? Weswegen ist eine unabhängige, qualitativ hochwertige Redaktion wichtiger denn je?
Wolfgang Bscheid liefert in der aktuellen Folge die Antworten.

 

Bis jetzt schreiben ProSiebenSat1, RTL und Co. noch schwarze Zahlen. Doch wie lange hat analoges werbefinanziertes Fernsehen eine Zukunft? Vor allem, wenn Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime denselben Blockbuster ohne Werbung als „besseres Endprodukt“ bieten können. Wolfgang Bscheid wirft in der neuen Folge von Bscheid Gsagt! einen Blick in die Parallelwelt von Free-TV und weitgehend werbefreiem Abofernsehen.

Podcasts sind derzeit schwer angesagt. Wie sieht es mit Werbung in Podcasts aus? Das Format hat hohes Potential, aber eine (leider noch) relativ niedrige Reichweite. Welche Chancen Podcasts den Werbetreibenden bieten und welchen Herausforderungen sich Marken im Vergleich zu Streamingdiensten oder klassischen Radiosendern stellen müssen, beantwortet Wolfgang Bscheid in der neuen Folge von Bscheid Gsagt!

 

Das Konzept Native Display hat sich in den letzten Jahren sehr erfolgreich entwickelt. Doch die mediascale geht einen Schritt weiter und überträgt dieses Erfolgskonzept auf ein anderes Medium,  nämlich Audio! Wie funktioniert Native Audio genau? Was ist ein klickbarer Spot? Warum braucht man dabei die Unterstützung von Alexa und Co.? Und wie nehmen Zuhörer dieses neue Konzept überhaupt auf? Diese und weitere Fragen beantwortet Wolfgang Bscheid in einer neuen Folge von Bscheid Gsagt!

Native Advertising ist eine Werbeform, bei der Inhalte in einen redaktionellen Kontext gebettet werden. Die größte Herausforderung dabei: Wie schaffe ich es für Kunden interessante Inhalte zu produzieren und gleichzeitig die Produkte oder gezielte Kompetenzen entsprechend hervorzuheben? Außerdem zu beachten: Nativ eignet sich nicht für alle Bereiche. In welchen Bereichen funktioniert nativ sehr gut? Und wann sollte man lieber Abstand davon nehmen?

Seit mediascale zur DMEXCO 2016 erstmals das Native Campaign Cockpit (NCC) vorstellte, sind gut 2,5 Jahre vergangen. Heute zieht Wolfgang Bscheid eine erste Zwischenbilanz und wirft einen Blick in die Zukunft.

Audio ist en vogue! Zumindest spricht die Erfolgswelle von Smart Speakern, Musik-Streaminganbietern oder Podcast eine deutliche Sprache. Klar, dass Native Audio als neues Medium für Marken immer interessanter wird. In seinem Seminar auf der DMEXCO 2019, geht Wolfgang Bscheid dieser These auf den Grund und präsentiert exklusiv die ersten Ergebnisse aus einem Feldtest mit Oddset in Zusammenarbeit mit der RMS.

Konkurrenz belebt das Geschäft – sollte man meinen! Stattdessen befinden sich viele Medienhäuser in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Die Reaktion darauf: Optimierungsprozesse in den Redaktionen, die dazu führen, dass Redaktionen trotz gleichbleibendem Arbeitspensum kleiner werden. Gleichzeitig zwingt die Situation Medienhäuser zu mehr Erlösen aus Werbeanzeigen. Beides führt dazu, dass das Produkt aus Endkundensicht nicht zwingend attraktiver wird.

Wie können Medien ihre Produkte für Endkunden attraktiver machen? Welche neuen Erlösquellen haben Medien für sich entdeckt? Und wie wird die Situation in den nächsten fünf bis zehn Jahren ausschauen?  Das alles erfahrt ihr in einer neuen Folge von Bscheid Gsagt.

Dass die Mediaplanung nach soziodemografischen Merkmalen total veraltet ist, wissen wir alle. Wie modernere und effektivere Methoden wir Psychografie funktionieren, wissen dagegen noch nicht alle. In einer Bscheid gsagt Sonderfolge von seiner Masterclass auf den Online Marketing Rockstars 2019 erklärt Wolfgang Bscheid, wie psychografisches Targeting funktioniert.

Auf unserem Blog treffen heute zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite haben wir die „Big Idea“, also die Kreation, und auf der anderen Seite „Big Data“. Und genau da liegt momentan ein großer Konflikt im Markt, denn in der Praxis findet leider noch zu wenig Austausch statt. Doch für große Marken gewinnt die granulare, datengestützte Unterstützung von kreativen Kampagnen immer mehr an Bedeutung. Wie bringen wir diese Welten zusammen? Wo liegen mögliche Konfliktpunkte? Diese und weitere Fragen beantwortet Wolfgang Bscheid in einer neuen Folge von „Bscheid Gsagt“.

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