Arbeiten@mediascale

Seit mittlerweile 20 Jahren heißt es bei der Mediascale: Kampagnen planen, optimieren und ideal aussteuern. Erst rein online, dann digital und mittlerweile medienübergreifen in allen Kanälen. 20 Jahre Mediascale heißt aber auch gemeinsam Innovationen entwickeln und mit den Kolleg:innen an den neuesten Mediatrends zu arbeiten.

Dabei war uns damals wie heute das Miteinander wichtig und wir treffen uns nicht nur zum Arbeiten, sondern auch außerhalb der Mediawelt. Beispielsweise zu unserem jährlichen Sommerfest, das eine schöne Tradition geworden ist– jedes Jahr treffen wir uns am ersten Augustwochenende zum Grillen an der Isar. Da es leider bisher fast in jedem Jahr irgendwann im Laufe des Abends geregnet hat, hat dieses Grillfest mittlerweile die Bezeichnung „Under the bridge“, da wir immer in der Nähe einer Isarbrücke grillen, um im Fall der Fälle eine trockene Zuflucht zu finden.

Dieses Jahr, zum 20-jährigen Mediascale-Jubiläum, wollten wir das Grillfest in etwas größerem Rahmen zelebrieren. Und so haben wir uns mit aktuellen Mitarbeiter:innen der Mediascale München und Köln sowie ehemaligen Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und Kund:innen in der Villa Floßlände in Thalkirchen verabredet, um gemeinsam auf die Vergangenheit und die Zukunft der Agentur anzustoßen.

Eine wichtige Frage des Abends, die wir unseren Gästen während der Tombola gestellt haben, war: Wie wird unsere Agentur in 5 Jahren aussehen? Die Antworten verraten wir noch nicht 😉. Diese sind in einer Zeitkapsel versiegelt und werden dann zum
25-jährigen Jubiläum ausgepackt. Ein paar Eindrücke der Jubiläumsfeier möchten wir euch aber nicht vorenthalten:

Auf die nächsten 20 Jahre Mediascale!

Getreu diesem Motto nach einem Lied von Olaf Berger ging es für drei Kolleginnen der mediascale zum YouTube Festival 2022 an der Station Berlin, um neue Inspirationen zu sammeln und Wissen auszutauschen.

Der Beginn der Veranstaltung stand ganz unter dem Motto Insights und Ideen – bei einer Vielzahl an Vorträgen auf fünf Bühnen konnte man von Unternehmen wie yfood, Porsche und Westwing lernen, wie sie erfolgreich Kommunikation auf YouTube umsetzen.  Darüber hinaus wurden Creator*innen interviewt, Live-Podcasts aufgenommen oder die Besucher*innen konnten in Jam-Sessions selbst mitmachen und Erfahrungen teilen.

Die drei wichtigsten Key Messages aus der anschließenden Live-Show sind folgende:

  1. YouTube hat eine Reichweite von 49 Millionen und Erwachsene in Deutschland schauen täglich im Schnitt 40 Minuten Videos auf YouTube. Immer wichtiger wird das TV-Gerät als Screen, mehr als 30 Millionen Menschen schauen YouTube darauf.

 

  1. Um herauszufinden wie effizient und wirksam Marketingaktivitäten sind und welche Optimierungsmaßnahmen im Media-Mix sowohl die Effektivität als auch die Effizienz steigern, setzen Marketingverantwortliche auf Marketing-Mix-Modelle.
Quelle: thinkwithgoogle

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Google beauftragte Nielsen mit einer Metaanalyse aus 144 MMMs von 102 Marken aus der Konsumgüterindustrie in Deutschland und kommt zu dem Ergebnis, dass YouTube im Mediamix oftmals vernachlässigt wird und durchaus gute Ergebnisse erzielen kann.1

  1. Im Mittelpunkt der Liveshow und des gesamten Abends stand das Format YouTube Shorts –  kurze, maximal 60 Sekunden lange Videos auf YouTube, was als Reaktion auf TikTok und Instagram Reels zu verstehen ist. Mittlerweile gibt es bereits 30 Milliarden tägliche Aufrufe auf YouTube Short, die Zahl hat sich in einem Jahr vervierfacht. So bietet sich für Creator*innen eine weitere Möglichkeit mit kurzen, simplen Videos (neue) Nutzer*innen zu erreichen.

Bei der Live-Show wurden aber nicht nur wichtige Key Messages und neue Insights zu YouTube geteilt, sondern hier standen vor allem die Creator*innen im Fokus. So wurde Andreas Briese, Country Director YouTube Germany & Regional Director YouTube Central Europe in einer Badewanne von The Real Life Guys auf die Bühne gefahren, Jonas Ems drehte mit uns ein YouTube Short und Jacob Beautemps vom Kanal „Breaking Lab“ demonstrierte mit einem Live-Experiment den Ausstoß von CO2 in der Halle. Der Abschluss der Live-Show wurde durch ein Konzert von Zoe Wees perfekt abgerundet.

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  1. https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/marketing-strategien/video/nielsen-metaanalyse-bewegtbild-mix/

Warum Humor für uns eine wichtige Rolle in der Agenturkultur spielt.

„Es gibt keinen angemessenen Witz. Deshalb nennt man es einen Witz.“

Dieses Zitat aus der US-Version der Mockumentary-Serie „The Office“ beschreibt auf den Punkt, mit welcher Art von Humor der von Steve Carell verkörperte Abteilungsleiter Michael Scott den von Langeweile geprägten Büroalltag seiner Mitarbeiter:innen zu erleichtern versucht – nämlich stets auf ungeschickte und unsensible Weise.

Der Erfolg dieser und ähnlicher Serien-Adaptionen zeigt deutlich, dass es Humor (oder das wofür er gehalten wird) am Arbeitsplatz durchaus wert ist, genauer beleuchtet zu werden.

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Bitte lächeln!

Denn mal ehrlich, wir alle kennen die peinliche Stille in großen Teams-Calls (oder mittlerweile auch wieder während Meetings von Angesicht zu Angesicht), wenn Kommentare ins Leere laufen oder das unangenehme „Na wie geht’s, alles gut? Ja, bei Dir? Auch, danke…Gut, ich muss dann mal wieder.“ Ping Pong beim zufälligen Treff an der Kaffeemaschine, wenn eben weder Zeit noch Gesprächsthemen vorhanden sind.

Diese Situationen verlangen nach dem einen Kommentar, der jedem mindestens ein Schmunzeln abverlangt, die unangenehme Sachlage entschärft und so direkt für Entlastung und ein gewisses Gefühl der Zusammengehörigkeit sorgt.

Ebendieser Wunsch nach Entlastung, sei es im stressigen Privatleben oder im beruflichen Kontext, wurde schon von Sigmund Freud in seiner “Entlastungstheorie“ genauer beleuchtet: Lachen fungiert als Ventil, aufgestauten Stress abzuladen und sich davon freizumachen.

Kann Lachen also als gezieltes Mittel benutzt werden, wenn es um die Themen fokussierte Zielsetzung, Mitarbeiterführung und berufliche Zusammenarbeit im Generellen geht? Ein klares Ja! dazu aus wissenschaftlicher Sicht und auch wir kennen und schätzen den Humor-Hebel in unserem kollegialen Miteinander als bewährtes Kommunikationsmittel.

Humor dient als Stimmungsaufheller, steigert das Wohlbefinden und lässt knifflige Aufgaben, die ein hohes Maß an Scharfsinn und Teameffort erfordern, leichter von der Hand gehen.

Ein herzhaftes Lachen über Insider-Witze gibt unserem alltäglichen Dschungel aus Zahlen, Mails und toughen Situationen mit Kunden einen willkommenen, menschlichen Anstrich, der das Stresslevel senken kann, und dabei Verbundenheit und emotionale Entlastung schafft.

Auch in Vorstellungsgesprächen wird – neben dem Abklären erforderlicher Fachkompetenz – ein großes Augenmerk auf den menschlichen Fit zu uns als Agentur und unseren Kolleg:innen gelegt. Ein positives und selbstischeres Auftreten gelingt nicht zuletzt durch ein gewisses Maß an Witz gepaart mit Authentizität, das sowohl von Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmer-Seite nur zu begrüßen ist.

Ein Match auf Agentur-kultureller Basis, können beide Seiten nur für sich bewerten, wenn niemand versucht, eine Rolle zu spielen und sich so gibt, wie er ist – Basis dafür ist die richtige Atmosphäre zu schaffen, in die auch mal ein lockerer Spruch passt. Denn: Wer freut sich nicht im Rahmen eines Austauschs von Fachkenntnissen über einen kurzen Moment des Verschnaufens?

Nicht nur in Bewerbungs-, auch in Personal- oder Entwicklungsgesprächen bemühen wir uns, harte Themen wie Gehaltsvorstellung, Erklimmen einer nächsten Stufe, etc. auf einer für beide Seiten angenehmen und angemessenen Ebene stattfinden zu lassen, die einem zielführenden Dialog zuträglich ist.

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Weißt Du noch, letztens auf der Dachterrasse?

Wie bei Agenturen quasi schon Pflichtprogramm, hat auch in unserer Gruppe die Kultur des Duzens über alle Ebenen, sowie die Tradition des Feierabendbierchens ihren festen Platz und trägt in hohem Maße dazu bei, dass auch der Spaß trotz aller Deadlines nicht zu kurz kommt. Spätestens hier lernen sich alle von einer ungefilterten und echten Seite kennen, auch was den ganz eigenen Sinn für Humor betrifft.

Und mal ehrlich: Solche Abende sind doch prädestiniert für das Etablieren des ein oder anderen Insiders, der sich erfahrungsgemäß auch die kommenden Wochen nochmal hervorragend als kleine Anekdote zum Heben der Stimmung in Stressphasen eignet.

Aber Vorsicht, unreflektiert eingesetzte Späße oder Ironie an der falschen Stelle können im Berufsleben schnell für Unmut sorgen. So gibt Humortrainer Andrew Tarvin den Tipp:

Jeden Witz, den Sie Ihrer Mutter verschweigen würden, behalten Sie am besten für sich.“

… oder auch: Conscious Uncoupling vom HdK in der Brienner Str. 45a-d

Wie war das noch gestern?

Ist das noch dieselbe Straße, die ich schon seit vielen Jahren geh‘?

Was einmal war ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

Nananananana

So lauten einige der ersten Zeilen des Hits von Jürgen Marcus aus dem Jahre 1973. Und siehe da, dieses Lied ist nicht umsonst ein Klassiker. Jede/r kann mitsingen, nicht nur, weil jede/r das Lied kennt, sondern auch dieses untrügliche Gefühl, wenn eine Liebe endet und eine neue beginnt.

22 Jahre haben das alte Münchner Pfandleihamt direkt am Königsplatz und wir, die Menschen der Serviceplan Gruppe, sich eine solide und liebevolle Beziehung aufgebaut. Aufregend war es als man im Jahr 2000 einzog. Alles neu, alles spannend, mitten in der Stadt, die neueste Technik, wir waren im Liebestaumel. Wie das so ist, wenn man frisch zusammenkommt. Die Zeit der rosaroten Brille hat seine Berechtigung.

Die Jahre vergehen, man richtet sich ein, investiert gemeinsam, baut an und entscheidet sich für Kunst an der Wand, die den individuellen Charakter unseres Zusammenseins widerspiegelt (Baselitz, Kiefer etc.). Der Alltag hält Einzug. Schmuddelecken werden zunehmend akzeptiert, mei die Kaffee- und Tomatensoßenflecken gehört nun eben an die Wand, Bodenleisten laufen sich ab, so ist das eben. Und den Teppich, den tauschen wir auch erst bei der nächsten Komplettsanierung aus. Trotzdem fühlt man sich wohl, ja eigentlich ist es doch ganz gemütlich in der gewohnten Umgebung. Man kennt sich gut, weiß, wie Haus und Bewohner:innen ticken, was uns ausmacht, wie wir am besten zusammen arbeiten. Solide und verlässlich in dem was wir tun, in der Umgebung, die wir kennen.

Doch wie das Leben so spielt, nichts ist beständig und große Einschnitte im Leben treiben Entwicklungen schneller voran. Corona kam und veränderte. Natürlich wussten wir schon vorher, dass diese Liebe zur Brienner Straße unter professioneller Begleitung (Danke Combine, Facility, IT, HR und viele weitere) enden würde und etwas Neues beginnt. Conscious Uncoupling eben, wie wir es alle von Gwynnie und Chris gelernt haben. Und doch kam es nun anders als geplant. Home Office war Pflicht. Die Beziehung zur Brienner Straße wurde nicht durch die Motorbremse, sondern durch die Handbremse gestoppt bei voller Fahrt.

Wir gehen fremd. Naja, sagen wir so, eine akzeptierte Nebenbeziehung zu den eigenen 4 Wänden wird neu attribuiert. Arbeit findet nun auch zu Hause statt. Das hat Konsequenzen. Insbesondere auf die Sicht der letzten 22 Jahre. Man fängt an zu reflektieren: War dieses Haus überhaupt noch das Richtige für uns? Hatten wir am Ende der Beziehung die nötigen Freiheiten, um auch mal allein und in Ruhe fokussiert zu denken? Hat die Enge der Räume zu Enge in unseren Köpfen geführt und uns unbemerkt die Luft zum Atmen, zum Kreativsein genommen? Sind wir freiwillig im Home Office geblieben, obwohl wir gar nicht mehr mussten, weil die Kaffeeflecken jetzt eben doch genervt haben und wir realisiert haben, dass wir dieser Umgebung entwachsen sind? Hätten wir es früher merken müssen?

Vielleicht. Fakt ist, wir haben uns eine neue Liebe gesucht. Das ist ok, denn auch das Haus in der Brienner Straße, der alte Schlawiner, ist schon wieder vergeben. Wir ziehen aus und haben uns etwas gesucht, was unserer Persönlichkeit und den neuen Bedürfnissen, verstärkt durch Corona, gerecht werden kann.

Eine neue Beziehung im Werksviertel, nicht nur unter einem gemeinsamen Dach, sondern auch in neuer Offenheit und mit neuer Dynamik. Diese rosarote Brille, die setzen wir langsam und genussvoll auf, aber unserem Alter und unserer Erfahrung entsprechend (ja Serviceplan existiert schon seit 52 Jahren) haben wir vorher offen besprochen, wie wir in Zukunft miteinander sein und arbeiten wollen: In weiten, offenen Räumen, mit weniger Wänden und weniger Begrenzungen. Wir nutzen noch mehr Inspiration inmitten von mehr Begegnungsflächen, mehr Licht und mehr Transparenz. Bei noch mehr Austausch untereinander.

Es gibt nicht mehr nur den einen Ort, an dem wir arbeiten. Wir arbeiten weiterhin zuhause UND in der Agentur. Die Agentur bzw. Beziehung von morgen ist daher keine reine Arbeitsstätte mehr, sie wird eine Begegnungsstätte. Ein Ort, zu dem die Menschen kommen wollen und nicht kommen müssen. Ein Ort, der nicht nur den Blick weitet, sondern auch das Herz. Nennt man das schon offene Beziehung? Darüber sollen andere urteilen. Ich schließe mit Marcus Jürgens:

Mir ist als ob ich durch dich neu geboren wär‘

Heute fängt ein neues Leben an

Deine Liebe, die ist schuld daran

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

Nananananana

… und eine Frage, die immer am Ende jeder Beziehung steht:

Wer bekommt jetzt den Baselitz und wer den Kiefer? Oder ziehen beide mit in das neue Haus?

Unser Umzug ins Münchner Werksviertel steht bald an und so sind unsere Tage in den Büroräumen der Briennerstrasse 45 gezählt. Ein Grund um zurück zu blicken auf das Haus der Kommunikation, das für so manchen wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Mir persönlich hat immer der Charme des denkmalgeschützten Gebäudes gefallen und die Geschichte hinter diesen Mauern. Das Haupthaus war früher das Münchner Pfandleihamt, unser schöner Innenhof die Versteigerungshalle. Der Postraum hinter dem Empfang war einst der Tresorraum, in dem verpfändete Wertsachen aufbewahrt wurden. Legendär die Geschichte, dass die Tresortür dieses Raumes als Erinnerungsstück unter Glas im Eingangsbereich sichtbar ausgestellt werden sollte, als wir vor vielen Jahren hier aus der Prinzregentenstraße eingezogen sind. Die Tür war allerdings so schwer, dass sie in die Tiefgarage durchgebrochen ist und dort nur zersägt in mehreren Teilen geborgen werden konnte. Mythos oder Real Story? Ich habe es nie herausgefunden, wer es weiß, bitte einen Hinweis in den Kommentaren :-)

Nun hat mich interessiert, welche Erinnerungen die Kolleg:innen mit unserem Haus in Verbindung bringen, was sie vermissen werden und welche Ecken besonders liebenswert sind:

Ein bisschen wie bei Harry Potter mit dem Hogwarts Express, der auf Gleis 9 ¾ abfährt kommen sich die Kolleg:innen vor, die bei der Mediascale im Stockwerk 2 ½ arbeiten – ein kleines, aber feines Zwischengeschoß mit niedrigen Decken, in dem man sehr schön sitzt – außer an heißen Sommertagen, wenn man die Altbau-bedingt nicht vorhandene Klimaanlage vermisst. Ähnlich skurril war lange Zeit unsere „Treppe ins Nichts“. Eine Treppe, die tatsächlich gegen eine Wand führte. Aus feuerschutztechnischen Gründen durfte hier jahrelang kein Durchbruch gemacht werden und so haben wir einige Partys und viele Meetings hier gehabt. Mittlerweile gibt es nach feuerschutztechnischem Umbau eine Türe – der Meetingspace aber heißt immer noch „Treppe ins Nichts“.

Moments and places to remember 

Die "Treppe ins Nichts"
Die „Treppe ins Nichts“ – mittlerweile mit Türe

 

Unsere ehedem extrem stylischen Designer-Sessel lassen wir nun hinter uns – und da hat tatsächlich keiner was dagegen, denn sie sind teilweise so durchgesessen, dass man das Gefühl hat, sie wollen dich verschlucken. Besonders aufgeregte Bewerber:innen sahen manches Mal so aus, als würden sie sich wünschen, der Sessel würde sie wie ein schwarzes Loch absorbieren.

Ein papierloses Büro wird zweifelsfrei ein Gewinn sein, denn die ollen Ordner vermisst keiner.

Clean Desk dürfte dafür eine Herausforderung werden. Denn das ein oder andere individuelle Stück hat fast jeder von uns lieb gewonnen.

Besonders vermissen wird Anina die Auszeiten von unseren Bildschirmen in Form von einer kleinen Sporteinheit. In stressigen Zeiten hat sie mit ihren Teammembers Stressbälle, Frisbees oder andere Werf-Utensilien genutzt. So kam der Spaß nie zu kurz und der Arbeitstrubel durfte mal Pause machen. Aber bestimmt kann der ein oder andere Stressball mit umgezogen werden, damit unsere kleinen Werfeinheiten in den neuen Sportraum gelegt werden können.

Nicht selten wurden wir von Besucher:innen gefragt, ob es im Haus auch eine Klinik gäbe – was an unserem Klingelschild „Notaufnahme“ liegt – und: nein, da ist kein Krankenhaus untergebracht, aber die Kolleg:innen der Neverest haben ein kleines Aufnahmestudio im Keller.

Bevor wir zu unserem absoluten Love Space im Haus der Kommunikation kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Anfänge, als wir vor 22 Jahren eingezogen sind:

Jede Firma der Serviceplan Gruppe hatte die Möglichkeit ihre Räume den Anforderungen entsprechend zu planen. Beim Durcharbeiten der Etagenpläne stellten wir fest, dass wir auf unserer Fläche ein sehr großes Stück hatten, das sich aus unterschiedlichen Gründen weder als Büro, noch sonst wie sinnvoll nutzen ließ. Die zündende Idee: Ein Loch! Da unsere Räume auf zwei übereinanderliegenden Etagen lagen, würde ein Loch diese schön verbinden. Also haben wir in unsere Planung ein Loch eingezeichnet. Und man kann sich nicht vorstellen, was dann los war. Lange Rede kurzer Sinn: Nach unzähligen Diskussionen musste man schließlich anerkennen, dass DAS LOCH am Ende doch die beste und vor allem sinnvollste Lösung für diese Fläche war. Und auch nach über 20 Jahren finde ich, dass dieser Teil unseres alten Hauses sehr gelungen ist.
Diese Geschichte von Geschäftsführer Wolfgang Bscheid zeigt doch sehr praktisch, dass manchmal auch das Nichts eine gute und vielleicht sogar die beste Lösungen sein kann.

„Das Loch“ hier schon mit Umzugskisten

 

Der laut Umfrage am meisten vermisste Ort wird wohl unser Balkon sein, der für die Raucherpausen, für´s unkomplizierte Meeting, für die Lunchpause oder das Feierabendbier herhalten durfte – unser Love Space.

Time to say goodbye

Auch wenn Wehmut aufkommt, unser Haus ist in die Jahre gekommen und mit ein paar letzten Schnappschüssen (danke an meine liebe Kollegin Corinna Garschke für die tollen Fotos zu diesem Beitrag!) verabschieden wir uns von dir, liebes HdK in der Brienner 45. Schön war´s mit dir und mach es gut!

Bald im Werksviertel

Und jetzt freuen wir uns auf unser neues HdK und unsere neue Nachbarschaft im Werksviertel!

Stephan Rixner hat vor 11 Jahren bei der Mediascale als Werkstudent angefangen. Nun wurde er zum Geschäftsleiter ernannt und kümmert sich um die strategische Kundenbetreuung sowie die Produktentwicklung.
Wir haben ihn über seinen Werdegang sowie seine neue Position interviewt.

Wie würdest du die letzten 11 Jahre bei der Mediascale in wenigen Sätzen zusammenfassen?

Ich versuche mich kurz zu halten und aus wenigen Sätzen wenige Worte zu machen: Intensiv, dynamisch und erfüllend.

Wenn du an deine Anfangszeit zurückdenkst, was hat sich deiner Meinung nach grundlegend in der Branche verändert im Vergleich zu jetzt?

In der Anfangszeit kam mir der Job, um den es bei der Mediascale ging, recht einfach vor. Man muss wissen, dass wir damals noch eine reine Digitalagentur waren. Wir haben mit dem AGOF-Tool geplant, klassisch per IO gebucht und dann auf einen KPI hin optimiert und aus den Erkenntnissen klare Handlungsempfehlungen für den Kunden abgeleitet. Heute ist alles viel komplexer. Zur IO kam die Programmatik, zur Programmatik die Daten, zu den Daten der Datenschutz. Darüber hinaus schauen wir heute viel mehr über den Tellerrand und denken nicht mehr nur rein digital, sondern aus der Perspektive der Konsumenten und betrachten damit die komplette Customer Journey. Der Job ist also heute um einiges vielfältiger und spannender als er vor 11 Jahren war. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich heute einfach mehr weiß als vor 11 Jahren.

Magst du einmal ganz kurz deinen Werdegang beschreiben und zu jeder deiner Stationen sagen, welcher Aspekt des Jobs dir am meisten Spaß gemacht hat und welche besonderen Herausforderungen es teilweise zu bewältigen gab?

Ich habe hier als Berater angefangen, wurde später Teamleiter und dann über die Station des Unit Directors, der mehrere Teams verantwortet, zum Geschäftsleiter. In meiner Anfangszeit als Berater habe ich begonnen, erste Erfahrungen im Bereich Produktentwicklung zu sammeln. Das war super spannend, weil ich mich als Entrepreneur üben konnte, ohne eine große wirtschaftliche Verantwortung tragen zu müssen. 2015 kam mein Kollege Wolfgang Bscheid auf mich zu und wir haben unser Produkt NCC aus der Taufe gehoben, für das es heute ein eigenes Spezialisten-Team gibt. Später, als ich Teamleiter wurde, war es dann auch die Arbeit mit den Mitarbeitern, die mich erfüllt hat. Ich bin in der Personalführungsrolle richtig aufgegangen und bis heute mag ich das unglaublich gerne.

In welcher Rolle denkst du, hast du beruflich am meisten gelernt? Würdest du sagen, es gibt eine Position, die dich am meisten geprägt hat, und wenn ja, welche und warum?

Jede Phase hat ihre Herausforderungen. Die Redewendung „Man wächst mit seinen Aufgaben“ trifft auch auf mich vollkommen zu. Als ich Trainee war, gab es Phasen und Momente, in denen ich richtig gefordert war, und genauso ist es heute noch.  Ich mag mich deshalb gar nicht so recht festlegen, ob es nun die, oder die Position war, in der ich mich am meisten entwickelt habe.

Die Mediascale ist ja schon eine besondere Agentur mit tollen Kolleg:innen und einem einmaligen Teamspirit. Was macht gerade für dich die Arbeit in der Agentur besonders aus? Neben dem obligatorischen Feierabendbier am Freitagnachmittag? :-)

Für mich ist die Dynamik, die wir als Team erzeugen können, und die aus dem guten Teamspirit heraus entsteht, außergewöhnlich. Da steckt große Wertschöpfung drin, sowohl für unsere Kunden als auch für uns selbst. Es fühlt sich einfach gut an, wenn man ein großes Projekt gemeinsam erfolgreich abschließen konnte und trotz aller Strapazen einfach happy ist, dass man es als Team geschafft hat. In solchen Situationen kann man dann auch mal eine Ausnahme machen und das Feierabendbier auf einen anderen Wochentag vorverlegen.

Was glaubst du, wie würden dich Kolleg:innen beschreiben, die dich schon sehr lange kennen und welche Eigenschaften haben den größten Mehrwert für deine tägliche Arbeit?

Ich glaube, sie würden mich als empathisch, ergebnisorientiert, zielstrebig und zuverlässig bezeichnen. Außerdem verlier‘ ich nicht so schnell den Überblick. Das sind Qualifikationen, die einem auch bei der täglichen Arbeit helfen.

Die Antwort darauf muss selbstverständlich verifiziert werden, deshalb haben wir diese Frage auch noch drei Kolleg:innen gestellt, die Stephan schon lange kennen.

Caro, Andi und Christian – erzählt doch gerne mal alle kurz wie lange ihr schon mit Stephan zusammenarbeitet, was ihr besonders an ihm schätzt und was ihn aus eurer Sicht ausmacht?

Caro: Da Stephan zum „Inventar“ der Mediascale gehört, kenne ich ihn schon lange. Anfängliche Verständigungsschwierigkeiten konnten wir durch kontinuierliche Bayrisch-Kurse beheben und wichtige Redewendungen wie „i bin doch ned auf der Brennsuppn dahergschwumma“ gehören dank Stephan jetzt auch zu meinem Wortschatz dazu.

Auf Stephan ist immer Verlass, sei es beruflich und fachlich oder auch beim Feierabendbier. Zusammengefasst: sauguader Typ!

Andi: Wir sind jetzt seit knapp über 8 Jahren gemeinsam bei der Mediascale, aber wirklich zusammenarbeiten tun wir seit ca. 5 Jahren. Davor hatten wir nicht wirklich beruflich gemeinsam zu tun. Dies kam erst als wir beim NCC angefangen haben zu unterstützen. Nun ist er mittlerweile seit ca. 2 ½ Jahren auch mein Vorgesetzter.

Was ich sehr an ihm schätze ist, dass er für einen einsteht und sich auch mal stark macht, wenn man Unterstützung braucht.

Was ihn ausmacht: Er hat ein unglaubliches Wissen in so gut wie allen Bereichen in unserem Job, und wenn man mal eine Lücke in seinem Kalender findet oder ihn mal so erwischt, kann er einem eigentlich immer weiterhelfen.

Christian: Ich bin nun seit fünfeinhalb Jahren bei der Mediascale, arbeite aber eigentlich erst seit Kurzem direkt mit Stephan zusammen. Vor meiner Zeit als Group Head, hatten wir nur wenige gemeinsame Projekte. Ich habe an Stephan aber schon immer geschätzt, dass er für mich stets ein offenes Ohr hat und sich auch zu Themen mit mir austauscht, die ihn nicht unbedingt direkt betreffen. Auch in emotionalen Diskussionen bewahrt Stephan sich seinen gesunden Pragmatismus, der ihn ausmacht. Stephan zeichnet für mich zudem aus, dass er sich nicht scheut, seine Meinung zu vertreten, auch wenn er weiß damit mal anzuecken. Nur durch Reibung entsteht Energie und die Hauptsache ist, dass am Ende ein Funke überspringt.

Ich kenne nur Wenige – selbst in unserer Branche – die sich so für die Inhalte unserer Arbeit begeistern können. Sich mit Stephan vor ein weißes Blatt Papier (es braucht nicht immer einen Bildschirm) zu setzen und eine Kampagnenstrategie zu erarbeiten macht extrem Spaß, da man mit ihm jeden auf den ersten Blick noch so abwegigen Ansatz durchdenken kann. Dabei entstehen Strategien, die fernab von 0815 sind, dabei die handwerklichen Grundlagen der Mediaplanung aber nie außer Acht lassen.

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Stephan Rixner

 

Stephan, herzlichen Dank für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und gratulieren noch einmal zu deiner Ernennung zum Geschäftsleiter.

 

Seit einem Jahr bin ich nach meiner zweiten Elternzeit wieder im Einsatz bei der Mediascale. Warum der Wiedereinstieg meiner Meinung nach einen Artikel wert ist? Weil ich mir den Luxus erlaubt habe, drei Jahre in Elternzeit zu gehen. Und was sich in drei Jahren in der Mediawelt tut, merkt man ganz deutlich, wenn man sie verpasst. Wenn in dieser Zeit auch noch ein Virus die Arbeitswelt komplett verändert, dann entsteht ein ungeplant spannendes Experiment.

Wiedereinstieg nach drei Jahren Pause

Wie war es also nach drei Jahren Pause im Homeoffice wieder zu starten? Ich erspare euch die drögen ersten zwei Wochen, geprägt von IT – Startschwierigkeiten, die ihr vermutlich alle selbst zu Beginn der Pandemie erlebt habt, sofern ihr nicht davor schon einen perfekt eingerichteten Homeoffice-Platz hattet und mit MS Teams per Du gewesen seid.

Wenn dann aber alles läuft – zumindest technisch gesehen – und die ersten Arbeitsaufträge rein trudeln, dann kommen die spannenden Fragen. Hier geht ein großes Dankeschön an die Suchmaschine meines Vertrauens raus, die mir schnell beantwortet hat, wer oder was mit GAFA gemeint ist (never ever heard before). Eines meiner letzten Meetings vor der Elternzeit drehte sich übrigens um „diese neue Plattform LinkedIn“ und beschäftigte sich damit, ob man da neben Xing auch noch einen Account ins Leben rufen sollte. Na, merkste was?

Ebenfalls unvergessen: die ersten Termine, in denen es um „New Work“ ging. Und hier meine Bitte: Wenn sich jemand berufen fühlt, seine persönliche Definition von New Work in die Kommentare zu schreiben, dann her damit. Mich lässt auch nach einem Jahr das Gefühl nicht los, dass jeder etwas anderes darunter versteht und der Begriff viel mehr bedeuten sollte, als das Möglichmachen des Home- bzw. Mobile Office.

Das Thema in der Mediascale mit Tiefe zu füllen hat sich unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger auf die Fahnen geschrieben. So entscheiden die Mitarbeitenden schon länger über die Ausrichtung ihrer Zielvereinbarungen selbst und bekommen die zu erreichenden Ziele nicht mehr nur zum Abnicken vorgelegt. Ihre Initiative „Lunchtable“ für unsere Working Mums war nun schon in der zweiten Runde und mit meiner lieben Kollegin Corinna Garschke hat sie sich für unsere erste fachfremde Mitarbeiterin in leitender Position stark gemacht.

Von Corinna durfte ich mitnehmen, dass wir in Sachen New Work für uns definieren, wie wir in Zukunft miteinander arbeiten möchten. Dass wir uns in einer sich schnell drehenden Welt immer wieder anhalten und versuchen, gemeinsam von oben drauf zu schauen und zu sagen: Das hat funktioniert und das nicht, wie wollen wir es für uns zukünftig besser machen? Ich bin versöhnt: Ich habe in drei Jahren Elternzeit also nicht „die Einführung von New Work“ verpasst, nein: Ich bin mitten rein gekommen in den spannenden Prozess, wie wir das Thema mit unseren Kolleg:innen und für uns alle erschließen und so frischen „New Work-Wind“ in die heiligen Mediascale-Hallen bringen.

New Work im neuen House of Communication

By the way: Aus den heiligen Hallen werden noch in diesem Jahr neue, denn mit der gesamten Serviceplan Gruppe ziehen wir ins grandiose Münchner Werksviertel in ein schönes neues Haus, das extra für unsere Bedürfnisse gebaut wird. Es unterstützt den New Work-Anspruch durch unterschiedlichste Arbeits- und Meetingräume, Play Areas, Cafeterias und viiiieles mehr. Aber dazu demnächst mehr.

Wiedereinstieg im neuen HoC
Wiedereinstieg im neuen HoC

Happy to be part of the #Mediascale team! Auf die nächsten spannenden Jahre in der Mediawelt.

Wir feiern 20-jähriges Jubiläum!

In diesem Jahr wird unsere Agentur Mediascale 20 Jahre alt! Ein Grund zum Feiern, ein Grund zum Jubeln und ein Anlass, um zurück zu blicken auf die schönsten Momente der letzten 20 Jahre. Das sind unsere „Mediascale Moments“ – eine Sammlung der emotionalsten, lustigsten, erfolgreichsten, schönsten und kuriosesten Momente. Machst du mit?

Mediascale Moments

Wir glauben, dass jeder, der mit uns zusammen gearbeitet hat, einen Mediascale Moment im Kopf hat. Der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch, die gemeinsame Awardfeier, das Anstoßen auf die Jahresstrategie, das Grillwürschtl an der Isar… you name it, denn nur du kennst diesen speziellen Moment, der dir als erstes in den Kopf kommt, wenn du an uns denkst! Wir würden uns wirklich riesig freuen, wenn du Lust hast, deinen Mediascale Moment mit uns zu teilen. Wie das genau geht, kannst du hier nachlesen:

Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

Wer kann mitmachen?

Natürlich jeder! Aktuelle Mitarbeiter der Mediascale ebenso wie ehemalige. Kund:innen, Geschäftspartner:innen, Kolleg:innen der Serviceplan / Mediaplus Gruppe… einfach alle, die uns kennen.

Und wo kann ich die Mediascale Moments sehen?

Wir werden die gesammelten Momente auf unseren Profilen bei LinkedIn, Instagram und Facebook teilen. Einfach immer mal wieder vorbei schauen. So lassen wir alle Interessierten an diesen ganz besonderen Momenten teilhaben.

Come on…

Schenk uns die nächsten 5 Minuten deiner Zeit und schreib uns flott deinen Moment. Egal, ob es der große Business Moment ist oder die kleine Aufmerksamkeit aus dem Kollegenkreis. Ob der Kaffeeklatsch am Morgen oder das Feierabendbier. Hard work oder harte Party: Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

HERZLICHEN DANK!

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Unverpackt einkaufen, radln statt Auto, Plastik vermeiden – der neue Lifestyle ist lange dem angestaubten Öko-Image entwachsen. Auch in unsere Büros ist die Nachhaltigkeit längst eingezogen.

Im ersten Teil meiner Interviewreihe „Let´s talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“ spreche ich mit Wolfgang Bscheid, Managing Partner bei Mediascale, darüber, wie es mit der Nachhaltigkeit im Kern unseres Doings aussieht: Wie kann Mediaplanung, wie können Mediakampagnen nachhaltiger werden? Denn genau diese Fragen beschäftigen Wolfgang seit mehr als 2 Jahren.

Hallo Wolfgang, was hat dich damals auf die Idee gebracht, den Gedanken der Nachhaltigkeit auch für unseren Arbeitsprozess zu analysieren?

Es war die grundsätzliche Frage, ob das überhaupt geht. Also, ob auch Mediaplanung nachhaltig sein kann und falls ja, wie das aussehen könnte.

Du hast die „Initiative Nachhaltige Media“ gegründet. Stieß das zu Beginn in deinem Arbeitsumfeld auf Begeisterung oder Skepsis?

Eigentlich war die Begeisterung von Anfang an zu spüren. Zum Start wollte ich mich nur mit ein oder zwei Kolleg:innen darüber austauschen, wie sich der Gedanke der Nachhaltigkeit in unsere Planungsarbeit integrieren lassen könnte. Aber plötzlich hatten wir ein großes Team über alle Bereiche und steckten mitten in jeder Menge spannender Diskussionen zu ganz unterschiedlichen Aspekten der Nachhaltigkeit.

Und wie ist Euch der Einstieg in das Thema gelungen?

Über Fragen. Und dann nochmal Fragen. Zuerst mussten wir uns eingestehen, dass wir eigentlich viel zu wenig über das Thema oder die Idee von nachhaltiger Media wussten. So haben wir uns als erstes Ziel gesetzt, den gesamten Komplex besser zu verstehen: was Kunden bewegt, wie Konsumenten auf das Thema blicken und welche Möglichkeiten Medien und Agenturen zur Verfügung stehen, um etwas zu verändern.

Welche Ansatzpunkte zu einer nachhaltigeren Kampagne gibt es im Mediaplanungsprozess?

Für den Bereich ökologische Nachhaltigkeit gibt es derzeit zwei Wege, die man beschreiten kann: Kompensation und Veränderung. Im Dialog mit unseren Kunden wurde sehr schnell klar, dass sich bereits eine eindeutige Einstellung herausgebildet hat. Zuerst und primär geht es darum, zu versuchen, das eigene Tun in Hinblick auf mehr Nachhaltigkeit zu verändern. Und erst dann ist es legitim, den Gap zu einer CO2-neutralen Kampagne durch Kompensation zu schließen.

Aber wir schauen uns ja nicht nur die ökologische Facette der Nachhaltigkeit an, sondern wir arbeiten daran, zukünftig auch sozial und ökonomisch sinnvoll zu handeln. Unser Ziel ist es, unseren Kunden entsprechend ihrer spezifischen Schwerpunkte, ein zusätzliches Auswahlsystem bereit zu stellen, damit sie Platzierungsentscheidungen für ihre Kampagnen differenzierter treffen können. Derzeit arbeiten wir zusammen mit unterschiedlichen Medienpartnern an einem entsprechenden Scoring-Modell, das eine objektive und transparente Bewertung der Angebote ermöglicht.

Gemeinsam mit der Uni Florida haben wir zudem ein umfangreiches Forschungsprojekt zum Themenkomplex „Ethischer Journalismus“ gestartet, das uns Aufschluss darüber geben soll, wie wir unseren Kunden für ihre Kampagnen redaktionelle Umfelder bereitstellen können, die ihren erweiterten Ansprüchen an „Brand Safety“ gerecht werden.

Hört sich spannend an, was davon ist heute schon umsetzbar?

Mit dem Green GRP bieten wir unseren Kunden in Kooperation mit „ClimatePartner“ schon seit längerem die Möglichkeit, die CO2 Belastung ihrer Kampagnen valide zu erheben und über entsprechende Kompensationsprojekte auszugleichen. Darüber hinaus haben wir schon heute einen sehr guten Überblick, welche Medienpartner sich wie stark in den unterschiedlichen Bereichen der Nachhaltigkeit engagieren und können somit unseren Kunden eine valide Einschätzung klimafreundlicher Planungsalternativen geben.

Anders gefragt: Wo hakt es noch?

Ich würde sagen die Liste der To-dos ist lang! Viele Kunden stehen noch ganz am Anfang und haben viele offene Fragen. Als erstes gilt es zu prüfen, wie die jeweilige Nachhaltigkeitsposition des Unternehmens in die Mediaplanung umzusetzen ist. Also was darf man buchen und was besser nicht? Und welche Konsequenzen hat das im Einzelnen: müssen Zielsetzungen und Ergebniserwartungen entsprechend angepasst werden?

Dabei sind die meisten unserer Konzepte, wie z.B. die Scoring-Modelle, nicht isoliert zu betrachten. Es wäre in den meisten Fällen eher kontraproduktiv, wenn jede Agentur versucht, ihren eigenen Standard zu etablieren. Wir müssen hier immer versuchen, einen Marktstandard anzustreben. Daher benötigt es sehr, sehr viel Abstimmungsarbeit im Kreis aller Beteiligten. Nicht nur unsere Kunden sind involviert, auch unsere Medienpartner müssen die jeweiligen Lösungen akzeptieren und unterstützen.  Vor dem Hintergrund einer immer komplexeren Medienlandschaft ist vorstellbar, dass das eine nicht ganz leichte Aufgabe ist. Aber wir sind zuversichtlich, am Ende alle Ansprüche unter einen Hut zu bekommen.

Wo geht die Reise hin? Wo siehst du unsere Initiative Nachhaltige Media und die Mediabranche in Sachen Nachhaltigkeit in 2 Jahren?

Ich glaube, wir werden das Thema ökologische Nachhaltigkeit bis dahin in ein gutes und praktikables Modell überführt haben, so dass wir für Kunden, die sich eine „Grüne Planung“ wünschen, eine valide und faire Auswahl treffen können. Schwieriger sehe ich die Situation im Bereich soziale Nachhaltigkeit. Speziell wenn es um die Bewertung der redaktionellen Umfeld-Qualität geht.  Zum einen muss man aufpassen, dass Maßnahmen nicht in einer Zensur münden, wie wir sie teilweise in den USA beobachten, sondern sich ganz gezielt gegen Phänomene wie z.B. Hate Speach richten. Zum anderen sollte die Bewertung und Auswahl so objektiv wie möglich sein, um am Ende nicht von der persönlichen Einschätzung des Marketing-Entscheiders oder Mediaplaners abhängig zu machen, welche Platzierung gebucht wird und welche nicht. Das ist also ein in mehreren Bereichen sehr sensibles Thema, das viel Fingerspitzengefühl verlangt. Und genau darum haben wir uns auch dazu entschieden, einen ersten Richtlinien-Katalog und eine Machbarkeitsstudie von einer der kompetentesten Institutionen, der Uni Florida, entwickeln zu lassen.

Sollte es uns aber gelingen hier eine Lösung zu entwickeln, die es unseren Kunden ermöglicht, zukünftig ihren eigenen Anspruch im Bereich soziale Nachhaltigkeit auch auf ihre Mediaplanung zu übertragen, wäre das ein tolles Signal für mehr „ethischen Journalismus“, von dem nicht zuletzt die Gesellschaft als Ganzes profitieren könnte.

Gibt es auch einen Quickwin – etwas, das jedes Unternehmen aus dem Stand verbessern kann, um eine nachhaltigere Mediastrategie umzusetzen?

Ja. Wie jeder von uns einen Urlaubsflug über eine entsprechende CO2 Kompensation ausgleichen kann, so kann auch jedes Unternehmen schon heute seine Kampagnen per Green GRP kompensieren. Und wer schnell etwas tun möchte, sollte das tun. Auch wenn Veränderung der mittel- und langfristig wichtigere Teil auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist.

Zum Schluss noch etwas Persönliches: Wenn wir über grüne Zielgruppen reden, dann unterscheiden wir mehrere Typen, je nach dem Grad ihres Engagements, ihrer Verzichtbereitschaft und ihrer Einstellung zur Nachhaltigkeit. Welcher Typ bist du und warum?

Ich denke, ich bin da irgendwo dazwischen. Ich versuche, es jeden Tag ein bisschen besser zu machen. Auch wenn viele meiner Gewohnheiten leider eine große Beharrungskraft haben. Aber Gott sei Dank bin ich Teil einer Gesellschaft, die sich langsam auf den Weg macht und das wird sicher helfen, auch die hartnäckigsten Gewohnheiten langsam aufzuweichen. Ich bin auf alle Fälle sehr zuversichtlich, was unsere Gesellschaft, unsere Projekte und auch ein bisschen was mich betrifft.

 

Danke für´s Gespräch und alles Gute weiterhin auf dem Weg der Nachhaltigkeit!

Hi, ich bin die Leonie und habe als Junior Campaign Managerin bei der Mediascale angefangen. Weil es für mich anfangs tricky war, die Aufgabenabgrenzung zwischen einer/einem Digital Media Planner & Consultant und einer/einem Campaign Manager:in zu durchschauen, möchte ich hierzu einen kurzen Überblick geben.
Zunächst ist es aber wichtig den Prozess der Medienplanung bei der Mediascale zu kennen:

Wer macht eigentlich was?

Im Planungsprozess sind Digital Media Planner & Consultants also für die strategische und Campaign Manager für die operative Planung zuständig. Aber lasst uns die einzelnen Phasen einmal Step by Step betrachten.

Zusammenarbeit Campaign Manager und Media Planner & Consultant
Zusammenarbeit Campaign Manager und Media Planner & Consultant

Also, was macht eigentlich ein Digital Media Planner & Consultant?

Phase 1: Das Briefing

  1. Digital Media Planner & Consultants werden von dem Kunden mit den relevanten Informationen (z.B. Zielsetzung, Zielgruppe, Budget, etc.) gebrieft.

Phase 2: Die Analyse

  1. Im nächsten Step erfolgt die Analyse der relevanten KPIs.
  2. Erste Ideen werden festgehalten, anschließend geht es weiter mit der Strategieentwicklung.

Phase 3: Die Strategie

  1. Die Strategie, die den Kund:innen vorgestellt werden soll, wird entwickelt.
  2. Daraufhin wird die Strategie den Kund:innen präsentiert. War die Präsentation erfolgreich, ist das Wichtigste der strategischen Planung geschafft und es geht weiter mit der Feinplanung und Umsetzung.

 

Und was macht jetzt eigentlich ein/e Campaign Manager:in?

Phase 4: Die Planung und Umsetzung

  1. Im nächsten Step werden nun mögliche Platzierungen bei den Vermarktern für den Kunden angefragt. Der Vermarkter erstellt uns daraufhin ein Angebot.
  2. Nachdem die Strategie vorgestellt wurde, wird der Mediaplan vom Campaign Manager im System erstellt.
  3. Dieser wird dann vom Kunden freigegeben.
  4. Nach der Freigabe des Mediaplans durch den Kunden, kümmert sich der Campaign Manager um weitere Themen wie Tracking, Werbemittel-Testing und den Verbau der Werbemittel.

Phase 5: Die Optimierung & Kontrolle

  1. Die Kampagne kann starten!
  2. Jetzt heißt es: Start-Check durchführen und kontrollieren, ob die Kampagne wirklich bei allen gestartet ist.
  3. Während die Kampagne läuft, sollte regelmäßig die Auslieferung überprüft werden.
  4. Während der Laufzeit und am Ende der Kampagne übernimmt der Campaign Manager noch die Auswertungen sowie die Abrechnung.

Das Zusammenspiel

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Rolle des Digital Media Planner & Consultant dort endet, wo die Rolle des Campaign Managers beginnt. Zumindest wird das auf dem Papier so dargestellt. In der Realität ist es jedoch oft so, dass sich die Tätigkeiten überschneiden, vor allem in der Planungs- und Umsetzungsphase, und dass man als Team zusammenarbeitet. Der Digital Media Planner & Consultant ist auch der Kundenansprechpartner während der Kampagne und muss in der Lage sein, ganzheitliche Informationen über die Kampagne zu liefern, während die Campaign Manager:innen eher im Hintergrund agieren.

 

Wenn Du Lust bekommen hast, noch mehr über uns oder die Arbeit als Campaign Manager zu erfahren, dann bewirb Dich gerne bei uns. Wir freuen uns, Dich kennen zu lernen!

 

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