Klartext!

Ich glaube jeder Facebook-Nutzer erinnert sich an die Situation, als ihm zum ersten Mal seine Mutter, ein Onkel oder auch der ehemalige Fahrlehrer auf Facebook als Freund vorgeschlagen wurde. Seitdem ist auf Facebook nichts mehr wie es einmal war. Auf der Timeline finden sich nun deutlich häufiger Blumenbilder mit Texten drauf oder auch lange Videos in sehr schlechter Qualität, mit semi-witzigem Inhalt. Die Jugend spricht häufig von TikTok und Snapchat, manchmal von Instagram aber selten von Facebook. Die genannten Dinge vermitteln den Eindruck, dass auf Facebook kaum noch aktive User sind und die übrigen User sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden. Da die beschriebenen Dinge höchst subjektiv sind, werden wir nun anhand aussagekräftiger Daten prüfen, wie die aktuelle Lage bei Facebook und Instagram ist und wie sich die beiden Plattformen die letzten Jahre verändert haben. Dieser Beitrag soll aufzeigen welche Personen man wirklich auf Facebook und Instagram erreicht und welche Kosten auf den einzelnen Plattformen anfallen, falls man diese Personen dort mit Werbung erreichen möchte.

 

Aktive User – Deutschland

Laut der aktuellsten best for planning Studie aus dem Jahr 2021 gibt es in Deutschland ca. 43,33 Mio.[1] aktive Facebook User, mit stagnierender Tendenz. Mit 51% sind die Männer etwas häufiger vertreten als die Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 35-39 Jahren und zeigt eine steigende Tendenz. Die jüngste Altersgruppe von 14-19 Jahren macht lediglich einen Anteil von 9% aus. Mehr als ein Drittel (34%) aller User befinden sich in der Altersgruppe 50+. Die Grafik[2] visualisiert die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen im Zeitraum 2018 zu 2021. Im Jahre 2021, gut erkennbar der deutlich sinkende Anteil der Altersgruppe 14-29 Jahre sowie der deutlich steigende Anteil der Altersgruppe 50+ Jahre. Besonders deutlich wir die Veränderung in der Altersklasse 60-69 Jahre. Die Verweildauer der User auf der Plattform liegt derzeit bei 11 Stunden (2018: 10 Stunden)[3] pro Monat.  Diese stieg von 2018 bis 2020 kontinuierlich an und ist seit 2021 wieder leicht rückläufig.

Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe

 

Instagram wird oft zugeschrieben, dass es deutlich jünger ist. Doch ist das tatsächlich so? Mit ca. 28,44 Mio. [4] Usern kommt Instagram zwar nicht an Facebook ran, braucht sich mit diesen Zahlen aber definitiv nicht verstecken, zumal die Tendenz steigend ist. Auf der Plattform sind Männer und Frauen gleichmäßig verteilt. Das Durchschnittsalter liegt bei 20-29 Jahren und somit deutlich unter dem von Facebook. Ungefähr die Hälfte aller User haben ein Alter zwischen 20-39 Jahren. Auch bei Instagram werden die User tendenziell älter. Den geringsten Anteil auf der Plattform, machen mit 11%, die 60+ Jährigen aus. Verhältnismäßig gab es auch hier in der Altersgruppe 60-69 Jahre sowie 70+ die größten Veränderungen zu 2018. Mit 8,5 Stunden (2018: 7 Stunden)[5] pro Monat verbringen die User etwas weniger Zeit auf Instagram als auf Facebook.

 

Grafik 2: Anteil der Instagram-User nach Altersgruppe

 

Preisentwicklung CPM & CPC | USA

Jetzt wissen wir also, welche Personen wir auf der jeweiligen Plattform erreichen können. Nachfolgend gehen wir auf die aktuellen Werbekosten ein und betrachten ebenfalls die Preisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Die beiden gängigsten Abrechnungsmodelle auf Facebook und Instagram sind der CPM (Cost-per-Mille, oder TKP = Tausender Kontaktpreis) sowie der CPC (Cost-per-Click). Aufgrund der auktionsbasierten Ausspielung der Werbeanzeigen sind die Preise alles andere als starr. So haben der Monat, das Targeting, die Werbeform, die Platzierungsauswahl (an welcher Stelle der App die Werbung ausgespielt wird) und viele weitere Faktoren einen enormen Einfluss auf die finalen Preise. Grundsätzlich war auf beiden Plattformen der CPM im Januar am niedrigsten und im November am höchsten, bezogen auf einen Betrachtungszeitraum von Januar 2020 – Mai 2022. Aufgrund der höheren Aussagekraft wurden hier als Datengrundlage Kampagnen mit einer Zielgruppe in den USA verwendet. Die Preisentwicklungen können tendenziell jedoch auch auf Deutschland übertragen werden[6].

Facebook

Im Vergleich zu 2020 ist Facebook-Werbung deutlich teurer geworden. So gab es eine signifikante Preissteigerung von 2020 auf 2021. Eine solche Preissteigerung blieb von 2021 auf 2022 aus, und der Preis ist aktuell sogar leicht rückläufig, jedoch noch weit von 2020 entfernt.

Zahlte man als Werbetreibender im Januar 2020 noch einen CPM von 9,89$ so waren es im Januar 2022 bereits 11,27$. Im teuersten Monat November zahlte man 2020 einen CPM von 16,53$ und im Jahre 2022 bereits 17,58$.[7]

Wie Eingangs bereits erwähnt, hat der Monat einen deutlichen Einfluss auf den Preis. Vergleicht man beispielsweise den günstigsten Preis im Jahre 2020 (9,89$) mit dem teuersten Preis aus 2020 (16,76$) so ergibt sich ein Preisunterschied von fast 70%.

Der CPC korreliert verständlicherweise mit dem CPM. Je höher der CPM, desto höher in der Regel auch der daraus resultierende CPC. So zählt auch hier der Januar zu den günstigsten Monaten und der November zu dem teuersten. Mussten im Januar 2020 noch 0,84$ für einen Klick bezahlt werden, waren es im Januar 2022 bereits 0,91$.  Dazwischen, im Januar 2021 lag er sogar nochmal höher und zwar bei 0,94$. Der CPC ist im Moment also leicht sinkend, jedoch noch deutlich über dem von 2020.[8]

Instagram

Auf Instagram können 1.000 Impressionen (CPM) günstiger eingekauft werden als auf Facebook. Die Preisentwicklung ist aber auch hier steigend. Bezogen auf die Monate Januar und November sieht es wie folgt aus. Im Januar 2020 lag der durchschnittliche CPM bei 6,34$ und im Januar 2022 bei 9,14$.  Im November 2020 lag er bei 11,89$ und ein Jahr später, 2021 bei 14,28$. Bei Instagram ist eine kontinuierliche Steigerung des CPMs beginnen ab 2020 zu erkennen.[9]

Anders als bei dem CPM, liegt der CPC bei Instagram über dem von Facebook. In Zahlen sieht das so aus: Im Januar 2020 kostete ein durchschnittliche Klick 1$. Im Januar 2022 waren es 1,16$. Der bisher höchste CPC betrug 1,66$ und wurde im November 2021 bezahlt. Anders als bei dem CPM ist der CPC nochmal etwas unberechenbarer. So muss hier neben den bereits Anfangs genannten Einflussfaktoren auf den Preis auch der enorme Einfluss von den Werbemitteln genannt werden. Sind die Werbemittel von guter Qualität, so sinkt in der Regel auch der CPC. [10]

 

Was sagt uns das?

Die Zahlen zeigen, dass es sich bei Facebook nicht um ein Social-Media Altenheim handelt, die über 50-Jährigen jedoch einen nicht unerheblichen Anteil der Nutzerschaft ausmachen. Mit über 43 Mio. Usern ist die absolute Nutzerzahl in Deutschland sehr beeindruckend und definitiv nicht zu vernachlässigen. Facebook ist somit laut den Nutzerzahlen der best for planning die größte Social-Media Plattform in Deutschland[11]. Mit Instagram hat der Konzern Facebook, inzwischen Meta, eine Plattform im Jahre 2012 gekauft, welche eine jüngere Nutzerschaft hat. Und im Vergleich zu Facebook stimmt das. Mit einem Durchschnittsalter von 20-29 Jahren, sind die User ein gutes Stück jünger als auf Facebook. Die jungen Leute, Stichwort Generation Z, tummeln sich mittlerweile aber größtenteils auf anderen Plattformen und weniger auf Instagram und Facebook. Diesem Trend möchte Facebook natürlich entgegenwirken und setzt deshalb vermehrt auf Videoformate. Speziell die Plattform TikTok wurde bei der jungen Nutzerschaft mit ihren kurzen Videoinhalten sehr beliebt. Facebook und Instagram führten als Konsequenz Formate wie Stories und Reels ein. So verbringen Facebook-User derzeit über 50%[12] der Zeit auf der Plattform mit Videoinhalten. Tendenz steigend. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Social-Media-Plattformen entwickeln und welche Trends als nächstes auf uns zukommen. Aktuell lässt sich festhalten, dass die User auf Facebook und Instagram tendenziell älter werden, die durchschnittliche Nutzungsdauer sinkt und die Kosten für Werbung im Laufe der Jahre gestiegen sind.

 

 

[1] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[2] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[3] MDS | b4p 2021 III & b4p 2020 I.

[4] Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe 2018-2021.

[5] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[6] https://www.internetworld.de/social-media-marketing/facebook-marketing/werbung-facebook-2022-teurer-2754919.html.

[7] https://revealbot.com/instagram-advertising-costs. (Fußnote 7-10).

[11] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[12] Facebook: Weekly Product Updates.

 

Wer ist schon länger in der Branche und erinnert sich an die Zeit, als wir digitale Kampagnen nur in Online gedacht haben? Jedes Jahr hieß es: nächstes Jahr wird das große Jahr von Mobile! Und passiert ist: Nichts! Nicht im ersten, nicht im zweiten und nicht im dritten Jahr. Irgendwann wollte fast niemand mehr hinhören und dann ist es passiert: Die mobile Internetnutzung ging durch die Decke und wer was auf sich hielt hat seine Online Kampagne in mobile verlängert.

Daran muss ich aktuell oft denken, wenn wir über das Thema Nachhaltige Media sprechen. Wirkliche Umsetzungen sind rar, aber nächstes Jahr, da kommt das Thema doch ganz groß, oder? Da muss ich sagen: ich weiß es nicht! Was ich aber weiß: das Thema wird kommen. Ob nächstes oder übernächstes Jahr? Oder in drei Jahren? Wie auch immer – wir sollten vorbereitet sein, denn die Verbraucher:innen schauen immer genauer hin und auch die Gesetzeslage stellt die Weichen (Stichwort: Lieferkettengesetz).

In diesem Artikel soll es aber gar nicht komplex werden, im Gegenteil! Hier geht es um die Basics, um die Klärung der wichtigsten Begriffe. Denn manchmal fühlt man sich wie bei den Fantastischen 4 im Song mfg (Remember? ARD, ZDF, C&A, BRD, DDR und USA…).

Wie steht es also bei Ihnen mit den SDG´s?

Diese Abkürzung steht für Sustainable Development Goals (THE 17 GOALS | Sustainable Development (un.org)). Es sind 17 Ziele, die von den United Nations für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft definiert wurden.

 Quelle: eigene Darstellung Mediascale

Gefühlt wird immer noch sehr häufig ausschließlich über den ökologischen Bereich der Nachhaltigkeit gesprochen, wenn auch gerade die soziale Nachhaltigkeit für Verbraucher:innen immer wichtiger wird. In diesem Bereich könnte Ihnen diese Abkürzung begegnen:

CCF: Corporate Carbon Footprint meint die CO2-Bilanz eines Unternehmens und zeigt auf, in welcher Höhe und wodurch Emissionen verursacht werden. Der CCF dient damit als Grundlage, um Maßnahmen zur CO2 Reduktion einzuleiten. Viele Unternehmen streben die Klimaneutralität an, die erreichbar ist durch die Messung aller Emissionen und deren Reduzierung. Alle Emissionen, die sie nicht reduzieren können, werden auf dem Weg zur Klimaneutralität durch den CO2-Ausgleich kompensiert. Das funktioniert ähnlich wie die private Buchung einer Flugreise, die Sie im letzten Schritt mit einer Zusatzzahlung klimaneutral buchen können. In der Mediaplanung haben wir als offenen Marktstandard den GreenGRP (Green GRP (mediaplus.com)) gebucht, über den jede Mediakampagne kompensiert werden kann. Ist der CCP eines Unternehmens neutralisiert, spricht man von Kimaneutralität.

Im nächsten Teil dieser Mini-Serie geht es weiter mit ESG, CSR und GHG – schon gespannt? Haben Sie noch Begriffe oder Abkürzungen, die wir erklären sollen? Dann gleich in die Kommentare schreiben!

Die eine nachhaltige Zielgruppe gibt es nicht. Mediaplus hat deshalb die GreenTarget Groups entwickelt. In Teil zwei der Interviewreihe „Let’s talk about:Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“ spricht unsere Nachhaltigkeits-Koordinatorin Agnes Ley mit Dominik Kropp, Head of Knowledge Management Insights bei Mediaplus.

Hallo Dominik, ihr habt die GreenTargetgroups entwickelt. Was steckt dahinter?

Nachhaltigkeit ist in unterschiedlichen Facetten schon lange Thema in der Gesellschaft, natürlich auch im Marketing. Doch in den letzten Jahren hat sich eine enorme Dynamik entwickelt. Die durch den Klimawandel verursachten ökologischen Krisen machen die Bedeutung von Nachhaltigkeit für viele Menschen konkreter und greifbarer. Folglich wirkt es sich auch stärker auf das Verhalten aus. Inzwischen ist das Thema mitten im Mainstream angekommen. Wir reden hier über mehr als 60 Prozent der Bevölkerung, für die Nachhaltigkeit im Leben eine relevante Rolle spielt.* Die eine nachhaltige Zielgruppe, die man mal schnell mit einem Öko-Label auf dem Produkt ködert, gibt es allerdings nicht (mehr). Auch die Vorstellung, dass ökologisch nachhaltig handelnde Menschen mit Birkenstocklatschen am Wochenmarkt ihre Jute-Beutel füllen, ist überholt. Nachhaltiges Leben hat sich ausdifferenziert und deutlich an Vielfalt gewonnen. Überspitzt formuliert: Heute geht’s eben auch mit den nachhaltig produzierten Sneakern in den Bio-Supermarkt.

Wie relevant sind solche Überlegungen derzeit?  Sind die inflationär gestiegenen Preise und der damit einhergehende Sparzwang nicht wichtiger als nachhaltige Standards?

Das wäre eine durchaus nachvollziehbare Reaktion. Aber schon die ersten zwei Jahre Corona-Krise haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit beim Konsum nicht an Relevanz verliert, sondern sogar befeuert wird. Viele Haushalte müssen aufgrund der hohen Inflation mit knapperen Budgets auskommen. Doch eine GfK-Analyse zum gegenwärtigen Einkaufsverhalten hat gezeigt, dass sozial-ökologische Einstellungen und Bedürfnisse bei den Kaufentscheidungen nicht vollkommen zurückgestellt werden. Aktuell greifen Verbraucher häufiger zu günstigeren Alternativen im Bio-Sortiment – z. B. Handels- statt Herstellermarken. Sie verzichten aber nicht gänzlich auf bestimmte Standards.

Was ist typisch für einen nachhaltigen Konsumenten?

Die gemeinsame Basis ist erstmal, dass nachhaltige Überlegungen bei Kaufentscheidungen eine Rolle spielen. Wie eingangs beschrieben, trifft dies mittlerweile auf die Mehrheit der Bevölkerung zu – natürlich in unterschiedlich starker Ausprägung. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass für etwa 40 Prozent Nachhaltigkeitsaspekte nicht kaufrelevant sind. Auffallend ist aber, dass bestimmte Zielgruppen das Engagement von Marken viel intensiver beurteilen. Aktivitäten von Marken werden hinterfragt, Hintergrund-Infos sind für die Verbraucher entscheidend, um die Ernsthaftigkeit einschätzen zu können. Konsumenten wollen keine Haltung nur der Haltung wegen. Greenwashing wird durchschaut und abgestraft.

Welche nachhaltigen Zielgruppen habt ihr in eurem Modell identifiziert und wie ticken sie?

Die Spannweite reicht von Konsumenten, die beim Einkaufen hauptsächlich auf Bio- und Öko-Siegel achten, bis hin zu Personen, die sich aktiv engagieren und denen der Umweltschutz am Herzen liegt. Bei diesen zwei Gruppen haben wir es mit völlig unterschiedlichen Motivatoren zu tun. Signifikante Unterschiede gibt es vor allem in Hinblick auf Werte, Einstellungen und Lebensstil. Genau deshalb haben wir die Zielgruppen auch mit dem Mediaplus-eigenen Ansatz Value Media Planning gebildet. Wir haben vier verschiedene Personas ausgearbeitet – vom intrinsisch motivierten Umweltschützer bis zum grünen Pragmatiker. Daneben gibt es noch die grünen Genießer sowie die Ästheten.

 

Quelle:Mediaplus Insights

Und wie können die neu definierten Zielgruppen für Media-Kampagnen genutzt werden?

Der große Vorteil ist, dass die Zielgruppen über die Wertefaktoren von Value Media Planning direkt in die Media überführt werden können und somit crossmedial planbar sind – sowohl in den klassischen Medien über das AGF/GfK TV-Panel und mit der best for planning für Print als auch im Digitalen mit dem AGOF-Tool TOP modular. Die Integration in NE.R.O. AI macht sogar eine Ansprache der Zielgruppen per kontextuellem Targeting möglich.

In welche dieser Zielgruppe würdest denn du dich am ehesten einordnen und warum?

Am ehesten der grüne Pragmatiker. Ich achte vor allem bei Lebensmitteln und Kleidung auf Nachhaltigkeit. Gewisse Standards sind mir wichtig, ich lasse aber sicher die Konsequenz vermissen, die bspw. die Zielgruppe der aktiven Umweltschützer auszeichnet. Ich wünsche mir, dass es zukünftig noch einfacher wird, nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen. Es passiert in die Richtung gerade schon viel. Es ist aber noch ein langer Weg.

Dominik Kropp, Head of Knowledge Management Insights bei Mediaplus

 

*Zielgruppe (Weite) LOHAS best for planning 2021

„Let´s talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“, Teil 1: Die Gretchenfrage: Wie nachhaltig ist denn unsere eigenes Media-Business, Wolfgang Bscheid?

… oder auch: Conscious Uncoupling vom HdK in der Brienner Str. 45a-d

Wie war das noch gestern?

Ist das noch dieselbe Straße, die ich schon seit vielen Jahren geh‘?

Was einmal war ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

Nananananana

So lauten einige der ersten Zeilen des Hits von Jürgen Marcus aus dem Jahre 1973. Und siehe da, dieses Lied ist nicht umsonst ein Klassiker. Jede/r kann mitsingen, nicht nur, weil jede/r das Lied kennt, sondern auch dieses untrügliche Gefühl, wenn eine Liebe endet und eine neue beginnt.

22 Jahre haben das alte Münchner Pfandleihamt direkt am Königsplatz und wir, die Menschen der Serviceplan Gruppe, sich eine solide und liebevolle Beziehung aufgebaut. Aufregend war es als man im Jahr 2000 einzog. Alles neu, alles spannend, mitten in der Stadt, die neueste Technik, wir waren im Liebestaumel. Wie das so ist, wenn man frisch zusammenkommt. Die Zeit der rosaroten Brille hat seine Berechtigung.

Die Jahre vergehen, man richtet sich ein, investiert gemeinsam, baut an und entscheidet sich für Kunst an der Wand, die den individuellen Charakter unseres Zusammenseins widerspiegelt (Baselitz, Kiefer etc.). Der Alltag hält Einzug. Schmuddelecken werden zunehmend akzeptiert, mei die Kaffee- und Tomatensoßenflecken gehört nun eben an die Wand, Bodenleisten laufen sich ab, so ist das eben. Und den Teppich, den tauschen wir auch erst bei der nächsten Komplettsanierung aus. Trotzdem fühlt man sich wohl, ja eigentlich ist es doch ganz gemütlich in der gewohnten Umgebung. Man kennt sich gut, weiß, wie Haus und Bewohner:innen ticken, was uns ausmacht, wie wir am besten zusammen arbeiten. Solide und verlässlich in dem was wir tun, in der Umgebung, die wir kennen.

Doch wie das Leben so spielt, nichts ist beständig und große Einschnitte im Leben treiben Entwicklungen schneller voran. Corona kam und veränderte. Natürlich wussten wir schon vorher, dass diese Liebe zur Brienner Straße unter professioneller Begleitung (Danke Combine, Facility, IT, HR und viele weitere) enden würde und etwas Neues beginnt. Conscious Uncoupling eben, wie wir es alle von Gwynnie und Chris gelernt haben. Und doch kam es nun anders als geplant. Home Office war Pflicht. Die Beziehung zur Brienner Straße wurde nicht durch die Motorbremse, sondern durch die Handbremse gestoppt bei voller Fahrt.

Wir gehen fremd. Naja, sagen wir so, eine akzeptierte Nebenbeziehung zu den eigenen 4 Wänden wird neu attribuiert. Arbeit findet nun auch zu Hause statt. Das hat Konsequenzen. Insbesondere auf die Sicht der letzten 22 Jahre. Man fängt an zu reflektieren: War dieses Haus überhaupt noch das Richtige für uns? Hatten wir am Ende der Beziehung die nötigen Freiheiten, um auch mal allein und in Ruhe fokussiert zu denken? Hat die Enge der Räume zu Enge in unseren Köpfen geführt und uns unbemerkt die Luft zum Atmen, zum Kreativsein genommen? Sind wir freiwillig im Home Office geblieben, obwohl wir gar nicht mehr mussten, weil die Kaffeeflecken jetzt eben doch genervt haben und wir realisiert haben, dass wir dieser Umgebung entwachsen sind? Hätten wir es früher merken müssen?

Vielleicht. Fakt ist, wir haben uns eine neue Liebe gesucht. Das ist ok, denn auch das Haus in der Brienner Straße, der alte Schlawiner, ist schon wieder vergeben. Wir ziehen aus und haben uns etwas gesucht, was unserer Persönlichkeit und den neuen Bedürfnissen, verstärkt durch Corona, gerecht werden kann.

Eine neue Beziehung im Werksviertel, nicht nur unter einem gemeinsamen Dach, sondern auch in neuer Offenheit und mit neuer Dynamik. Diese rosarote Brille, die setzen wir langsam und genussvoll auf, aber unserem Alter und unserer Erfahrung entsprechend (ja Serviceplan existiert schon seit 52 Jahren) haben wir vorher offen besprochen, wie wir in Zukunft miteinander sein und arbeiten wollen: In weiten, offenen Räumen, mit weniger Wänden und weniger Begrenzungen. Wir nutzen noch mehr Inspiration inmitten von mehr Begegnungsflächen, mehr Licht und mehr Transparenz. Bei noch mehr Austausch untereinander.

Es gibt nicht mehr nur den einen Ort, an dem wir arbeiten. Wir arbeiten weiterhin zuhause UND in der Agentur. Die Agentur bzw. Beziehung von morgen ist daher keine reine Arbeitsstätte mehr, sie wird eine Begegnungsstätte. Ein Ort, zu dem die Menschen kommen wollen und nicht kommen müssen. Ein Ort, der nicht nur den Blick weitet, sondern auch das Herz. Nennt man das schon offene Beziehung? Darüber sollen andere urteilen. Ich schließe mit Marcus Jürgens:

Mir ist als ob ich durch dich neu geboren wär‘

Heute fängt ein neues Leben an

Deine Liebe, die ist schuld daran

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

Nananananana

… und eine Frage, die immer am Ende jeder Beziehung steht:

Wer bekommt jetzt den Baselitz und wer den Kiefer? Oder ziehen beide mit in das neue Haus?

Werbestrategien, Cookieless Tracking, NFTs, Influencerstrategien, Wege ins Metaverse, internationale Größen der Digitalszene und Superstars wie Ashton Kutcher und Quentin Tarantino. Das OMR Festival der Online Marketing Rockstars bietet das volle Package, wenn es um Online-Marketing Events geht. Am 17. und 18. Mai war es wieder so weit und das Festival ging in die nächste Runde. Klar, dass sich das ein Teil unseres Teams von Mediascale nicht entgehen lassen wollte. Doch hält die OMR, was sie verspricht? Was waren die persönlichen Highlights? Was ist neben den Themen digitale Transformation und neues Kaufverhalten sonst noch beim Team hängen geblieben?
Ich habe nachgefragt bei Christian Alexander, Group Head Media Planning & Consulting bei Mediascale GmbH & Co. KG

Lieber Christian, welche Masterclass hat deiner Meinung nach die OMR am meisten gerockt?

Mir persönlich hat die Masterclass Veggie goes viral am besten gefallen. Es war spannend zu sehen, wie ein Traditionsunternehmen wie die Rügenwalder Mühle Realtime Marketing einsetzt, um das Bestehen der Currywurst zu retten. Dass es dabei eben diese vegane Currywurst zur Verkostung gab, könnte man als Bestechungsversuch auslegen – bei mir hat es auf jeden Fall funktioniert.

Christians OMR Masterclass Highlight: Die Rügenwalder Werbung
Christians OMR Masterclass Highlight: Die Rügenwalder Werbung

Für alle, die es nicht mitbekommen haben:

Gerhard Schröder hat seinem Unmut Luft gemacht, nachdem Volkswagen offiziell verkündete, dass alle fleischhaltigen Gerichte – INKLUSIVE CURRYWURST – vom Kantinenspeiseplan zukünftig gestrichen werden. Die Rügenwalder Mühle ist in Echtzeit auf dieses Thema aufgesprungen und hat unter dem Hashtag #rettetdieCurrywurst eine Marketingstrategie entwickelt, die viral gegangen ist.

Bei einem Festival dürfen die Acts und Künstler natürlich nicht fehlen. Rapstar Rin, Kraftclub, Marteria und Oli P. sind dabei nur einige von vielen, die auf der OMR für Stimmung sorgten. Welcher Künstler hat deiner Meinung nach am besten performed?

Das DJ Duo Drunken Masters haben am letzten Abend auf jeden Fall ordentlich abgerissen.

Neben dem Autor Rutger Bregman und China-Expertin Lillian Li, wurde der Oscar-Preisträger und Regisseur von Django Unchained Quentin Tarantino als Speaker Number 1 angekündigt. Jetzt wollen wir es genau wissen: Wie war er?

Quentin Tarantino auf der Bühne zu erleben war für mich als Filmfan schon ein tolles Erlebnis, auch wenn er aus meiner Sicht inhaltlich nicht wirklich überzeugen konnte. Dass er sich selbst nicht als Marke sieht, war für mich nicht gerade mind-blowing und ich glaube er wusste selbst nicht so recht, warum ausgerechnet er nun der am größten angekündigte und am meisten erwartete Speaker auf einem Marketing Festival sein sollte.

Dass es viele Highlights im Programm der diesjährigen OMR gab, ist klar. Wir alle wissen aber, dass Messen auch durch Give-Aways gewaltig punkten können. Was war dein schönstes Mitbringsel von den Messeständen?

Meine Kollegin Anina hat mir von einem Stand einen neuen Stressball mitgebracht. Darüber habe ich mich sehr gefreut und er fliegt nun regelmäßig über die Tische unseres Büros, um uns eine kurze Auszeit von unseren Bildschirmen zu bescheren.

Mittlerweile gilt die Verpflegung auf einem Event ja nicht mehr nur als Teil der Veranstaltung, sondern macht ein Event ja erst so richtig aus. War das Essen so cool, wie man es von einer Marketing Messe erwartet?

Für mehr als eine schnelle Pizza vom Pizza Hut Stand hat die Zeit bei mir nicht gereicht. Die war aber in jedem Fall besser als die Pizza von Patrick, aber die Anekdote kann er hier selbst preisgeben. Ich glaube Anina hatte aber die beste Bowl ihres Lebens. Sie ist allerdings auch schnell mit solchen Superlativen dabei.

Lieber Patrick, das wollen wir natürlich genau wissen: Warum zählt dein Pizzaerlebnis nun nicht zu deinen persönlichen OMR-Highlights?

Wie Christian ja bereits erwähnt hat, waren wir am Pizzahut-Stand um uns eine leckere VEGANE Pizza zu holen. Die Pizza wurde auf einem Pappteller serviert und war extrem heiß. Samt Pizza und Kaltgetränk habe ich mich dann auf dem Weg zur Halle gemacht, bis es passierte: Kurz vor dem Haupteingang, wo ca. 1000 Menschen pro Minute ein und ausgehen, fiel mir die komplette Pizza auf den Boden – natürlich auf die Seite mit dem Belag. Unter dem Motto „10-Sekunden-Regel“ versuchte ich noch das Übel abzuwenden und hab mir dabei zu allem Überfluss auch noch ordentlich die Hand verbrannt. Die Zuschauer um mich herum fanden das natürlich sehr lustig, woraufhin ich mich schnell aus dem Staub gemacht und mir eine kalte Fischsemmel geholt habe.

Ich merke, ihr habt euch auf andere Dinge fokussiert als auf die Food-Highlights der OMR…

Doch egal, ob es um Food, Fashion, Travel und Lifestyle geht – ein wichtiges Thema auf dem OMR war das populäre und mittlerweile unumgängliche Influencermarketing.

Welchen Influencer hast du getroffen? Und wer war dein Lieblingsinfluencer/ deine Lieblingsinfluencerin?

Ich habe ehrlicherweise die meisten Influencer nur daran erkannt, dass sie mit eine Gefolgschaft von mindestens 20 Leuten und rund 3 Kameras unterwegs waren. Um wen es sich handelt und was sie genau machen, mussten mir dann die Kolleginnen erklären. Ich gelobe Besserung für’s nächste Mal.

Last, but not least: Was war dein schönster OMR-Moment?

Definitiv das Treffen mit unseren Ansprechpartnerinnen von den ADAC Versicherungen. Viele von uns arbeiten nun schon lange zusammen, aufgrund der Covid Pandemie haben wir uns aber lange oder teilweise noch nie persönlich getroffen. Wir haben tolle, inspirierende Gespräche geführt und das gemeinsame Feiern ist natürlich auch nicht zu kurz gekommen. Wir sind uns auf jeden Fall einig, dass wir uns nun wieder öfter persönlich treffen. Da wir und der ADAC unseren Sitz in München haben, sollte das auch hoffentlich wieder regelmäßig klappen und wir müssen dafür nicht extra wieder nach Hamburg reisen.

 

Vielen Dank für die exklusiven Eindrücke ihr beiden! Scheint, als hätte sich der Mediascale Besuch auf der OMR definitiv gelohnt.

Unser Recap: Nach 3 Jahren Pause war das Festival dank des persönlichen Austausches, dem Input von mehr als 800 Speaker:innen und zahlreichen Masterclasses sowie Partys und Side-Events ein echtes Highlight. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr – dann hoffentlich mit positivem Food-Erlebnis 😉.

Unser Umzug ins Münchner Werksviertel steht bald an und so sind unsere Tage in den Büroräumen der Briennerstrasse 45 gezählt. Ein Grund um zurück zu blicken auf das Haus der Kommunikation, das für so manchen wie ein zweites Zuhause geworden ist.

Mir persönlich hat immer der Charme des denkmalgeschützten Gebäudes gefallen und die Geschichte hinter diesen Mauern. Das Haupthaus war früher das Münchner Pfandleihamt, unser schöner Innenhof die Versteigerungshalle. Der Postraum hinter dem Empfang war einst der Tresorraum, in dem verpfändete Wertsachen aufbewahrt wurden. Legendär die Geschichte, dass die Tresortür dieses Raumes als Erinnerungsstück unter Glas im Eingangsbereich sichtbar ausgestellt werden sollte, als wir vor vielen Jahren hier aus der Prinzregentenstraße eingezogen sind. Die Tür war allerdings so schwer, dass sie in die Tiefgarage durchgebrochen ist und dort nur zersägt in mehreren Teilen geborgen werden konnte. Mythos oder Real Story? Ich habe es nie herausgefunden, wer es weiß, bitte einen Hinweis in den Kommentaren :-)

Nun hat mich interessiert, welche Erinnerungen die Kolleg:innen mit unserem Haus in Verbindung bringen, was sie vermissen werden und welche Ecken besonders liebenswert sind:

Ein bisschen wie bei Harry Potter mit dem Hogwarts Express, der auf Gleis 9 ¾ abfährt kommen sich die Kolleg:innen vor, die bei der Mediascale im Stockwerk 2 ½ arbeiten – ein kleines, aber feines Zwischengeschoß mit niedrigen Decken, in dem man sehr schön sitzt – außer an heißen Sommertagen, wenn man die Altbau-bedingt nicht vorhandene Klimaanlage vermisst. Ähnlich skurril war lange Zeit unsere „Treppe ins Nichts“. Eine Treppe, die tatsächlich gegen eine Wand führte. Aus feuerschutztechnischen Gründen durfte hier jahrelang kein Durchbruch gemacht werden und so haben wir einige Partys und viele Meetings hier gehabt. Mittlerweile gibt es nach feuerschutztechnischem Umbau eine Türe – der Meetingspace aber heißt immer noch „Treppe ins Nichts“.

Moments and places to remember 

Die "Treppe ins Nichts"
Die „Treppe ins Nichts“ – mittlerweile mit Türe

 

Unsere ehedem extrem stylischen Designer-Sessel lassen wir nun hinter uns – und da hat tatsächlich keiner was dagegen, denn sie sind teilweise so durchgesessen, dass man das Gefühl hat, sie wollen dich verschlucken. Besonders aufgeregte Bewerber:innen sahen manches Mal so aus, als würden sie sich wünschen, der Sessel würde sie wie ein schwarzes Loch absorbieren.

Ein papierloses Büro wird zweifelsfrei ein Gewinn sein, denn die ollen Ordner vermisst keiner.

Clean Desk dürfte dafür eine Herausforderung werden. Denn das ein oder andere individuelle Stück hat fast jeder von uns lieb gewonnen.

Besonders vermissen wird Anina die Auszeiten von unseren Bildschirmen in Form von einer kleinen Sporteinheit. In stressigen Zeiten hat sie mit ihren Teammembers Stressbälle, Frisbees oder andere Werf-Utensilien genutzt. So kam der Spaß nie zu kurz und der Arbeitstrubel durfte mal Pause machen. Aber bestimmt kann der ein oder andere Stressball mit umgezogen werden, damit unsere kleinen Werfeinheiten in den neuen Sportraum gelegt werden können.

Nicht selten wurden wir von Besucher:innen gefragt, ob es im Haus auch eine Klinik gäbe – was an unserem Klingelschild „Notaufnahme“ liegt – und: nein, da ist kein Krankenhaus untergebracht, aber die Kolleg:innen der Neverest haben ein kleines Aufnahmestudio im Keller.

Bevor wir zu unserem absoluten Love Space im Haus der Kommunikation kommen, werfen wir noch einen Blick auf die Anfänge, als wir vor 22 Jahren eingezogen sind:

Jede Firma der Serviceplan Gruppe hatte die Möglichkeit ihre Räume den Anforderungen entsprechend zu planen. Beim Durcharbeiten der Etagenpläne stellten wir fest, dass wir auf unserer Fläche ein sehr großes Stück hatten, das sich aus unterschiedlichen Gründen weder als Büro, noch sonst wie sinnvoll nutzen ließ. Die zündende Idee: Ein Loch! Da unsere Räume auf zwei übereinanderliegenden Etagen lagen, würde ein Loch diese schön verbinden. Also haben wir in unsere Planung ein Loch eingezeichnet. Und man kann sich nicht vorstellen, was dann los war. Lange Rede kurzer Sinn: Nach unzähligen Diskussionen musste man schließlich anerkennen, dass DAS LOCH am Ende doch die beste und vor allem sinnvollste Lösung für diese Fläche war. Und auch nach über 20 Jahren finde ich, dass dieser Teil unseres alten Hauses sehr gelungen ist.
Diese Geschichte von Geschäftsführer Wolfgang Bscheid zeigt doch sehr praktisch, dass manchmal auch das Nichts eine gute und vielleicht sogar die beste Lösungen sein kann.

„Das Loch“ hier schon mit Umzugskisten

 

Der laut Umfrage am meisten vermisste Ort wird wohl unser Balkon sein, der für die Raucherpausen, für´s unkomplizierte Meeting, für die Lunchpause oder das Feierabendbier herhalten durfte – unser Love Space.

Time to say goodbye

Auch wenn Wehmut aufkommt, unser Haus ist in die Jahre gekommen und mit ein paar letzten Schnappschüssen (danke an meine liebe Kollegin Corinna Garschke für die tollen Fotos zu diesem Beitrag!) verabschieden wir uns von dir, liebes HdK in der Brienner 45. Schön war´s mit dir und mach es gut!

Bald im Werksviertel

Und jetzt freuen wir uns auf unser neues HdK und unsere neue Nachbarschaft im Werksviertel!

Stephan Rixner hat vor 11 Jahren bei der Mediascale als Werkstudent angefangen. Nun wurde er zum Geschäftsleiter ernannt und kümmert sich um die strategische Kundenbetreuung sowie die Produktentwicklung.
Wir haben ihn über seinen Werdegang sowie seine neue Position interviewt.

Wie würdest du die letzten 11 Jahre bei der Mediascale in wenigen Sätzen zusammenfassen?

Ich versuche mich kurz zu halten und aus wenigen Sätzen wenige Worte zu machen: Intensiv, dynamisch und erfüllend.

Wenn du an deine Anfangszeit zurückdenkst, was hat sich deiner Meinung nach grundlegend in der Branche verändert im Vergleich zu jetzt?

In der Anfangszeit kam mir der Job, um den es bei der Mediascale ging, recht einfach vor. Man muss wissen, dass wir damals noch eine reine Digitalagentur waren. Wir haben mit dem AGOF-Tool geplant, klassisch per IO gebucht und dann auf einen KPI hin optimiert und aus den Erkenntnissen klare Handlungsempfehlungen für den Kunden abgeleitet. Heute ist alles viel komplexer. Zur IO kam die Programmatik, zur Programmatik die Daten, zu den Daten der Datenschutz. Darüber hinaus schauen wir heute viel mehr über den Tellerrand und denken nicht mehr nur rein digital, sondern aus der Perspektive der Konsumenten und betrachten damit die komplette Customer Journey. Der Job ist also heute um einiges vielfältiger und spannender als er vor 11 Jahren war. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich heute einfach mehr weiß als vor 11 Jahren.

Magst du einmal ganz kurz deinen Werdegang beschreiben und zu jeder deiner Stationen sagen, welcher Aspekt des Jobs dir am meisten Spaß gemacht hat und welche besonderen Herausforderungen es teilweise zu bewältigen gab?

Ich habe hier als Berater angefangen, wurde später Teamleiter und dann über die Station des Unit Directors, der mehrere Teams verantwortet, zum Geschäftsleiter. In meiner Anfangszeit als Berater habe ich begonnen, erste Erfahrungen im Bereich Produktentwicklung zu sammeln. Das war super spannend, weil ich mich als Entrepreneur üben konnte, ohne eine große wirtschaftliche Verantwortung tragen zu müssen. 2015 kam mein Kollege Wolfgang Bscheid auf mich zu und wir haben unser Produkt NCC aus der Taufe gehoben, für das es heute ein eigenes Spezialisten-Team gibt. Später, als ich Teamleiter wurde, war es dann auch die Arbeit mit den Mitarbeitern, die mich erfüllt hat. Ich bin in der Personalführungsrolle richtig aufgegangen und bis heute mag ich das unglaublich gerne.

In welcher Rolle denkst du, hast du beruflich am meisten gelernt? Würdest du sagen, es gibt eine Position, die dich am meisten geprägt hat, und wenn ja, welche und warum?

Jede Phase hat ihre Herausforderungen. Die Redewendung „Man wächst mit seinen Aufgaben“ trifft auch auf mich vollkommen zu. Als ich Trainee war, gab es Phasen und Momente, in denen ich richtig gefordert war, und genauso ist es heute noch.  Ich mag mich deshalb gar nicht so recht festlegen, ob es nun die, oder die Position war, in der ich mich am meisten entwickelt habe.

Die Mediascale ist ja schon eine besondere Agentur mit tollen Kolleg:innen und einem einmaligen Teamspirit. Was macht gerade für dich die Arbeit in der Agentur besonders aus? Neben dem obligatorischen Feierabendbier am Freitagnachmittag? :-)

Für mich ist die Dynamik, die wir als Team erzeugen können, und die aus dem guten Teamspirit heraus entsteht, außergewöhnlich. Da steckt große Wertschöpfung drin, sowohl für unsere Kunden als auch für uns selbst. Es fühlt sich einfach gut an, wenn man ein großes Projekt gemeinsam erfolgreich abschließen konnte und trotz aller Strapazen einfach happy ist, dass man es als Team geschafft hat. In solchen Situationen kann man dann auch mal eine Ausnahme machen und das Feierabendbier auf einen anderen Wochentag vorverlegen.

Was glaubst du, wie würden dich Kolleg:innen beschreiben, die dich schon sehr lange kennen und welche Eigenschaften haben den größten Mehrwert für deine tägliche Arbeit?

Ich glaube, sie würden mich als empathisch, ergebnisorientiert, zielstrebig und zuverlässig bezeichnen. Außerdem verlier‘ ich nicht so schnell den Überblick. Das sind Qualifikationen, die einem auch bei der täglichen Arbeit helfen.

Die Antwort darauf muss selbstverständlich verifiziert werden, deshalb haben wir diese Frage auch noch drei Kolleg:innen gestellt, die Stephan schon lange kennen.

Caro, Andi und Christian – erzählt doch gerne mal alle kurz wie lange ihr schon mit Stephan zusammenarbeitet, was ihr besonders an ihm schätzt und was ihn aus eurer Sicht ausmacht?

Caro: Da Stephan zum „Inventar“ der Mediascale gehört, kenne ich ihn schon lange. Anfängliche Verständigungsschwierigkeiten konnten wir durch kontinuierliche Bayrisch-Kurse beheben und wichtige Redewendungen wie „i bin doch ned auf der Brennsuppn dahergschwumma“ gehören dank Stephan jetzt auch zu meinem Wortschatz dazu.

Auf Stephan ist immer Verlass, sei es beruflich und fachlich oder auch beim Feierabendbier. Zusammengefasst: sauguader Typ!

Andi: Wir sind jetzt seit knapp über 8 Jahren gemeinsam bei der Mediascale, aber wirklich zusammenarbeiten tun wir seit ca. 5 Jahren. Davor hatten wir nicht wirklich beruflich gemeinsam zu tun. Dies kam erst als wir beim NCC angefangen haben zu unterstützen. Nun ist er mittlerweile seit ca. 2 ½ Jahren auch mein Vorgesetzter.

Was ich sehr an ihm schätze ist, dass er für einen einsteht und sich auch mal stark macht, wenn man Unterstützung braucht.

Was ihn ausmacht: Er hat ein unglaubliches Wissen in so gut wie allen Bereichen in unserem Job, und wenn man mal eine Lücke in seinem Kalender findet oder ihn mal so erwischt, kann er einem eigentlich immer weiterhelfen.

Christian: Ich bin nun seit fünfeinhalb Jahren bei der Mediascale, arbeite aber eigentlich erst seit Kurzem direkt mit Stephan zusammen. Vor meiner Zeit als Group Head, hatten wir nur wenige gemeinsame Projekte. Ich habe an Stephan aber schon immer geschätzt, dass er für mich stets ein offenes Ohr hat und sich auch zu Themen mit mir austauscht, die ihn nicht unbedingt direkt betreffen. Auch in emotionalen Diskussionen bewahrt Stephan sich seinen gesunden Pragmatismus, der ihn ausmacht. Stephan zeichnet für mich zudem aus, dass er sich nicht scheut, seine Meinung zu vertreten, auch wenn er weiß damit mal anzuecken. Nur durch Reibung entsteht Energie und die Hauptsache ist, dass am Ende ein Funke überspringt.

Ich kenne nur Wenige – selbst in unserer Branche – die sich so für die Inhalte unserer Arbeit begeistern können. Sich mit Stephan vor ein weißes Blatt Papier (es braucht nicht immer einen Bildschirm) zu setzen und eine Kampagnenstrategie zu erarbeiten macht extrem Spaß, da man mit ihm jeden auf den ersten Blick noch so abwegigen Ansatz durchdenken kann. Dabei entstehen Strategien, die fernab von 0815 sind, dabei die handwerklichen Grundlagen der Mediaplanung aber nie außer Acht lassen.

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Stephan Rixner

 

Stephan, herzlichen Dank für deine Zeit und deine ausführlichen Antworten. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und gratulieren noch einmal zu deiner Ernennung zum Geschäftsleiter.

 

Seit einem Jahr bin ich nach meiner zweiten Elternzeit wieder im Einsatz bei der Mediascale. Warum der Wiedereinstieg meiner Meinung nach einen Artikel wert ist? Weil ich mir den Luxus erlaubt habe, drei Jahre in Elternzeit zu gehen. Und was sich in drei Jahren in der Mediawelt tut, merkt man ganz deutlich, wenn man sie verpasst. Wenn in dieser Zeit auch noch ein Virus die Arbeitswelt komplett verändert, dann entsteht ein ungeplant spannendes Experiment.

Wiedereinstieg nach drei Jahren Pause

Wie war es also nach drei Jahren Pause im Homeoffice wieder zu starten? Ich erspare euch die drögen ersten zwei Wochen, geprägt von IT – Startschwierigkeiten, die ihr vermutlich alle selbst zu Beginn der Pandemie erlebt habt, sofern ihr nicht davor schon einen perfekt eingerichteten Homeoffice-Platz hattet und mit MS Teams per Du gewesen seid.

Wenn dann aber alles läuft – zumindest technisch gesehen – und die ersten Arbeitsaufträge rein trudeln, dann kommen die spannenden Fragen. Hier geht ein großes Dankeschön an die Suchmaschine meines Vertrauens raus, die mir schnell beantwortet hat, wer oder was mit GAFA gemeint ist (never ever heard before). Eines meiner letzten Meetings vor der Elternzeit drehte sich übrigens um „diese neue Plattform LinkedIn“ und beschäftigte sich damit, ob man da neben Xing auch noch einen Account ins Leben rufen sollte. Na, merkste was?

Ebenfalls unvergessen: die ersten Termine, in denen es um „New Work“ ging. Und hier meine Bitte: Wenn sich jemand berufen fühlt, seine persönliche Definition von New Work in die Kommentare zu schreiben, dann her damit. Mich lässt auch nach einem Jahr das Gefühl nicht los, dass jeder etwas anderes darunter versteht und der Begriff viel mehr bedeuten sollte, als das Möglichmachen des Home- bzw. Mobile Office.

Das Thema in der Mediascale mit Tiefe zu füllen hat sich unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger auf die Fahnen geschrieben. So entscheiden die Mitarbeitenden schon länger über die Ausrichtung ihrer Zielvereinbarungen selbst und bekommen die zu erreichenden Ziele nicht mehr nur zum Abnicken vorgelegt. Ihre Initiative „Lunchtable“ für unsere Working Mums war nun schon in der zweiten Runde und mit meiner lieben Kollegin Corinna Garschke hat sie sich für unsere erste fachfremde Mitarbeiterin in leitender Position stark gemacht.

Von Corinna durfte ich mitnehmen, dass wir in Sachen New Work für uns definieren, wie wir in Zukunft miteinander arbeiten möchten. Dass wir uns in einer sich schnell drehenden Welt immer wieder anhalten und versuchen, gemeinsam von oben drauf zu schauen und zu sagen: Das hat funktioniert und das nicht, wie wollen wir es für uns zukünftig besser machen? Ich bin versöhnt: Ich habe in drei Jahren Elternzeit also nicht „die Einführung von New Work“ verpasst, nein: Ich bin mitten rein gekommen in den spannenden Prozess, wie wir das Thema mit unseren Kolleg:innen und für uns alle erschließen und so frischen „New Work-Wind“ in die heiligen Mediascale-Hallen bringen.

New Work im neuen House of Communication

By the way: Aus den heiligen Hallen werden noch in diesem Jahr neue, denn mit der gesamten Serviceplan Gruppe ziehen wir ins grandiose Münchner Werksviertel in ein schönes neues Haus, das extra für unsere Bedürfnisse gebaut wird. Es unterstützt den New Work-Anspruch durch unterschiedlichste Arbeits- und Meetingräume, Play Areas, Cafeterias und viiiieles mehr. Aber dazu demnächst mehr.

Wiedereinstieg im neuen HoC
Wiedereinstieg im neuen HoC

Happy to be part of the #Mediascale team! Auf die nächsten spannenden Jahre in der Mediawelt.

Wir feiern 20-jähriges Jubiläum!

In diesem Jahr wird unsere Agentur Mediascale 20 Jahre alt! Ein Grund zum Feiern, ein Grund zum Jubeln und ein Anlass, um zurück zu blicken auf die schönsten Momente der letzten 20 Jahre. Das sind unsere „Mediascale Moments“ – eine Sammlung der emotionalsten, lustigsten, erfolgreichsten, schönsten und kuriosesten Momente. Machst du mit?

Mediascale Moments

Wir glauben, dass jeder, der mit uns zusammen gearbeitet hat, einen Mediascale Moment im Kopf hat. Der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch, die gemeinsame Awardfeier, das Anstoßen auf die Jahresstrategie, das Grillwürschtl an der Isar… you name it, denn nur du kennst diesen speziellen Moment, der dir als erstes in den Kopf kommt, wenn du an uns denkst! Wir würden uns wirklich riesig freuen, wenn du Lust hast, deinen Mediascale Moment mit uns zu teilen. Wie das genau geht, kannst du hier nachlesen:

Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

Wer kann mitmachen?

Natürlich jeder! Aktuelle Mitarbeiter der Mediascale ebenso wie ehemalige. Kund:innen, Geschäftspartner:innen, Kolleg:innen der Serviceplan / Mediaplus Gruppe… einfach alle, die uns kennen.

Und wo kann ich die Mediascale Moments sehen?

Wir werden die gesammelten Momente auf unseren Profilen bei LinkedIn, Instagram und Facebook teilen. Einfach immer mal wieder vorbei schauen. So lassen wir alle Interessierten an diesen ganz besonderen Momenten teilhaben.

Come on…

Schenk uns die nächsten 5 Minuten deiner Zeit und schreib uns flott deinen Moment. Egal, ob es der große Business Moment ist oder die kleine Aufmerksamkeit aus dem Kollegenkreis. Ob der Kaffeeklatsch am Morgen oder das Feierabendbier. Hard work oder harte Party: Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

HERZLICHEN DANK!

Im Dezember 2021 sind neue Werberichtlinien für die Schaltung von Facebook und Instagram Ads für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote in Kraft getreten. Wer es zukünftig vermeiden möchte, dass seine Anzeigen abgelehnt werden, sollte die neuen Bestimmungen gegen Diskriminierung beachten.

Was ändert sich und was muss beachten werden, damit Werbeanzeigen auf Facebook weiterhin aktiv geschaltet werden können?

Facebook hat bereits in der Vergangenheit tausende Targetingkategorien entfernt, die potenziell sensible Merkmale beinhalteten, darunter ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung sowie Religion. Zusätzlich wird das Schalten von Wahlwerbung oder Werben für Themen mit gesellschaftlicher Relevanz nicht mehr ohne vorherige Freigabe genehmigt.

In Anlehnung an die Änderungen, die in den USA und Kanada zum Schutz vor potenziell unrechtmäßiger Diskriminierung bei Anzeigen für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote vorgenommen wurden, erweiterte Facebook den Anzeigen-Erstellungsprozess und erlaubt die Einstellung bestimmter persönlicher Daten (z. B. Alter, Geschlecht, Standort usw.) für Werbetreibende innerhalb Europas nicht mehr.

Warum sind spezielle Anzeigenkategorien und die Überprüfung notwendig?

Der Meta Konzern legt großen Wert auf spezifische Regelungen in bestimmten Ländern und verwendet viel Energie darauf, zu kontrollieren, dass diese auch eingehalten werden.

Die Anzeigenprüfung basiert auf einem System aus automatisierten Tools, mit deren Hilfe die Werbeanzeigen auf die Übereinstimmung mit den Werberichtlinien geprüft werden. Die speziellen Anzeigenkategorien sollen helfen, den Freigabeprozess zu beschleunigen.

Die Prüfung von Wahlwerbung soll zu mehr Transparenz und Wahlintegrität führen.
Politische und gesellschaftlich relevante Themen können ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, zu Kommentaren und Diskussionen führen und müssen daher ebenfalls dahingehend begutachtet und gekennzeichnet werden, um die Authentizität zu gewährleisten.

Ein weiteres Ziel ist die Prävention von Diskriminierung bei der Einstellung von Anzeigen zu Job-, Kredit- oder Immobilienangeboten.
In der Vergangenheit war es möglich, derartige Anzeigen auf einen bestimmten Personenkreis einzuschränken (meistens eingeschränkt nach Geschlecht, Alter und Postleitzahl). Um nicht weitere Personen rechtswidrig auf Facebook/Instagram zu diskriminieren, wurden viele Targetingoptionen entfernt oder sind nur noch bedingt verfügbar.

Was ist bei der Einstellung von Kampagnen für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote zu beachten?

Spezielle Anzeigenkategorien sollen also dafür sorgen, dass Anzeigen leichter kontrolliert und auf Einhaltung der Werberichtlinien überprüft werden können. Wenn Anzeigen mit dem Hintergrund von Wohnungs-, Arbeits- oder Kreditangeboten eingestellt werden sollen, muss gewährleistet werden, dass die Kampagne einer der nachfolgenden Kategorien zugewiesen wird.

Welche Kampagnen müssen einer Kategorie zugeordnet werden?

  • Kampagnen die Kreditangebote bewerben
  • Kampagnen die Jobangebote, Weiterbildungs- und Zertifizierungsprogramme, sowie Jobmessen und Aggregationsdienste enthalten
  • Kampagnen, die Immobilienangebote und -dienstleistungen bewerben
  • Kampagnen, die Wahlwerbung enthalten
  • Kampagnen zu politischen oder gesellschaftlich relevanten und sensiblen Themen

Welche Auswirkungen haben spezielle Anzeigenkategorien auf die Targetingkriterien?

Wird eine Kampagne einer der genannten Kategorien zugeschrieben, so stehen dieser nicht mehr alle Targetingoptionen zur Verfügung.

  • Kein Targeting nach Alter, Geschlecht und Postleitzahl.
  • Massiv eingeschränkte Verfügbarkeit der Targeting-Optionen nach Interessen. Es sind keine detaillierten Kriterien verfügbar, die sich tatsächlich, oder dem Anschein nach auf geschützte Gruppen beziehen.
  • Keine Möglichkeit, detailliertes Targeting auszuschließen.
  • Für das Targeting nach Stadt/Ort und/oder beim Markieren mit einer Stecknadel, ist ein Mindestradius von etwa 25 km (15 Meilen) vorgeschrieben.
  • Kein Zugriff auf Lookalike Audiences. Als Alternative haben die Werbetreibenden die Möglichkeit eine Special Ad Audience zu erstellen. Auch innerhalb dieser spielen weder Geschlecht, Alter, Postleitzahl, noch ähnliche Kategorien eine Rolle.

 Nutzen wir nun die Gießkanne, um unsere Zielgruppe zu erreichen?

Eine Zielgruppe ist eine bestimmte Menge von Marktteilnehmern, an die wir unsere Werbebotschaft richten. Wir haben sie ausgewählt, weil sie aufgrund von relevanten Merkmalen wohlwollender auf unsere Werbebotschaft reagieren wird als die Gesamtheit.

Wenn wir unsere Zielgruppe und ihre Merkmale nun nicht mehr über die ausgewählte Targetingoptionen ansprechen können, bedeutet dies im Rückschluss, dass wir nun die breite Masse titulieren und wahrscheinlich auch unsere Zielgruppe erreichen. Natürlich hätte das massive Streuverluste (für Kenner auch Streugewinne) zur Folge!

Sobald eine Kampagne einer speziellen Anzeigenkategorie zugeordnet wurde, sind auch alle in der Vergangenheit eingestellten Zielgruppen, die im Konto gespeichert sind, nicht länger nutzbar.

Um eine Werbeanzeige dennoch effektiv zu gestalten, gibt es die Möglichkeit, mit einer sogenannten Special Ad Audience eine Zielgruppe für spezielle Anzeigenkategorien zu erstellen und damit neue Personen zu erreichen.

Ähnlich wie Online-Verhalten/-Aktivitäten basieren die Special Ads Audiences auf Informationen über die relevanten User. Sie berücksichtigen zudem die Einschränkungen, die für die spezielle Anzeigenkategorie bestehen und werden daraufhin angepasst.

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