Klartext!

Er steht für die härtesten Töne, die lautesten Gitarrensoli und die schnellsten Double Bass-Beats: Holger Hübner, Chef des Wacken Open Air, vereint jährlich über 85.000 Heavy Metal Fans in dem sonst so beschaulichen Dorf in Schleswig-Holstein. Im Podcast BSCHEIDGSAGT offenbart der 55-jährige nun seine weiche Seite: Privat lässt er es musikalisch auch gern etwas sanfter angehen. „Ich höre aktuell eigentlich alles queerbeet: Von Neil Young bis Bruce Springsteen ist alles dabei.“ Vor allem in der Pandemie habe ihm die Musik persönlich geholfen.

Holger Hübner, Gründer des Wacken Open Air ©Kai Swillus

 

Wie Metal Heads wirklich ticken

Im Gespräch mit unserem Geschäftsführer Wolfgang Bscheid räumt Hübner auch endlich mit den gängigen Klischees über Heavy Metal Fans auf. „Nach anfänglicher Skepsis gegenüber den langhaarigen Rockern wurden in Wacken viele Freundschaften geschlossen, einige fanden sogar die große Liebe und haben sich direkt vor Ort trauen lassen.“ So ticken Metal Heads eben: „Metaler sind ein treues Publikum. Bei uns kommen Jung und Alt zusammen, oft auch mehrere Generationen mit Fans Ü70, deren Kindern und Enkelkindern. Uns verbinden Eigenschaften, die man sich von guten Freunden wünscht: verlässlich und immer geradeaus.“ Trügt das wilde Erscheinungsbild mancher Rocker also? „Auf jedem Schützenfest gibt es mehr Hauereien. Jeder hilft, wo er kann und man gibt auch gern mal Fremden einen aus.“ Klar ist: Fans und Veranstalter sind wie eine Familie, trotzdem mussten die Verantwortlichen ihre Schützlinge erst kürzlich bremsen. Unter dem Motto „weniger Ballermann“ reduzierten sie entgegen vielfach geäußerter Wünsche die Zahl der Non-Metal-Auftritte – um die Seele des Festivals zu wahren.

Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein für die Wacken-Gründer

Obwohl Holger Hübner als Wacken-Organisator eher im Hintergrund agiert, ist er längst selbst eine Institution geworden – in der Szene, aber auch in Schleswig-Holstein selbst. 2019 wurden er und Mitgründer Thomas Jensen mit dem Verdienstorden des Bundeslandes ausgezeichnet – eine eher bürgerliche Ehrung also. „Unsere Eltern sind stolzer auf uns als wir selbst, weil wir gar nicht so gerne in der Öffentlichkeit stehen. Wir sind ja eher im Hintergrund und das ist auch gut so. Das Festival ist, was es ist durch unser Team und die Fans und Bands. Daher gilt ihnen die Auszeichnung genauso“. Die Success-Story der beiden, das macht das Gespräch deutlich, ist weit ab der gängigen Unternehmergründer-Erfolgscases. „Das war immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir haben gesagt: Wir machen Rock ‘n‘ Roll und dafür mussten auch unsere Jobs dran glauben.“ Nach 2000 ging es dann steil bergauf, je größer das Publikum desto mehr internationale Bands traten auf. „Für uns ist das natürlich ein Traum – wir laden die Bands ein, auf die wir selber Bock haben, die wir unbedingt gerne sehen wollen.“

Wacken als etablierte Marke

Das Wacken Open Air ist eines der weltweit größtes Musikfestivals und hat längst Kultstatus bei den Fans. Internationale Größen wie Iron Maiden und Rammstein rocken gemeinsam mit ihren Anhänger:innen das kleine Dorf im Norden Deutschlands. Doch die Marke Wacken besteht nicht nur aus dem Festival selbst, sondern hat ihre Marken-Präsenz über die Jahre hinweg weiter ausgebaut: Vom Wacken-Camping Set in Kooperation mit Globetrotter über Social Media und einen eigenen Radiosender bis hin zum Online-Stream zusammen mit der Telekom während Corona – Wacken ist zur erfolgreichen Brand geworden. Seit 2018 gibt es mit Full Metal Gaming sogar E-Sport- und Gaming-Angebote für die Kids. Laut Holger Hübner aus gutem Grund: „Früher haben die jungen Bands in den Tourneebussen mit den Groupies die Nacht zum Tag gemacht, heute holen sie die Playstation raus – total langweilig! Aber man muss sich der jüngeren Generation eben anpassen.“

Aufgrund von Corona wird das Wacken Open Air auf 2022 verschoben, die Fans können sich aber über eine Alternativveranstaltung freuen: Vom 16.-18. September 2021 findet das neu ins Leben gerufene Bullhead City-Festival in Wacken statt.

Hi, ich bin Julia und als Trainee selbst Berufseinsteigerin bei der Mediascale und somit dem gesamten House of Communication (HOC). Ich möchte heute mal erzählen, was es mit dem HOC der Serviceplan Group auf sich hat und wie der Start in der Agenturgruppe so verläuft.

Das HOC ist ein ganzheitliches Konzept, welches Kreativität, Media und Technologie unter einem Dach vereint. Das bedeutet, dass alle Kommunikationsdienstleistungen aus einer Hand angeboten werden: Die perfekte Grundlage für eine Best Brand also. Alle Agenturen, die zur Serviceplan Group zählen, arbeiten zusammen und werden zu einem großen Team.

Von dieser Struktur profitieren auch wir Trainees. Ab dem Zeitpunkt unseres Einstiegs werden wir von unseren Kolleg:innen angehalten, Kontakte zu knüpfen und die Arbeitsweise außerhalb der Mediascale agenturübergreifend kennenzulernen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das ohne meine Kolleg:innen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, in völliger Verwirrung geendet hätte. Schließlich sind die eigenen Tätigkeiten erst einmal kompliziert genug, und überhaupt ist die Welt eines Planers zu Beginn ein totales Labyrinth. Vanessa hat das bereits in einem vorherigen Blogbeitrag auf den Punkt gebracht. Da allerdings innerhalb des gesamten HOC ein tolles Miteinander herrscht, haben sich alle Puzzleteile schnell zusammengefügt und ich habe einen guten Überblick erhalten.

Ein wichtiger Baustein hierfür war der Schulungslauf, den alle Trainees auf dem Weg zum Mediaplaner und -berater durchlaufen. Alle Infos dazu sind in Marias Beitrag ausführlich nachzulesen. Kolleg:innen, egal welcher Agentur und Stellung im Unternehmen, erarbeiten ein ausführliches Programm, das den Einstieg in den Beruf erleichtert. Egal ob Klassik- oder Digital Planer, jede und jeder lernt die Arbeitsweise des anderen kennen und alle sind anschließend auf dem gleichen Stand der Dinge. Die erste persönliche Kundenberatung kann also kommen. In kleinen Teams wird am Ende selbstständig eine Mediastrategie entwickelt und nachfolgend präsentiert und vorgestellt. Die Teams bestehen aus Trainees und Junior:innen unterschiedlichster Bereiche der Agenturen (Digitalplaner, Klassikplaner, Account Manager uvm.), wodurch wir nicht nur neue Leute, sondern auch neue Herangehensweisen kennenlernen. Dadurch habe ich nicht nur Anschluss im Job, sondern auch neue Freunde gefunden.

Ich habe mich mit meinen Teamkolleg:innen Lucie und Fabian aus der Mediaplus unterhalten und sie nach ihrer Meinung zum HOC, der Zusammenarbeit und dem Schulungslauf gefragt.

Was haltet ihr vom agenturübergreifenden Konzept des HOC und welche Vorteile bietet es euch?

Fabian: Das Konzept des HOC finde ich super und habe ich besonders durch den Arbeitsalltag in der Agentur schätzen gelernt. Bei den sehr vielfältigen und komplexen Aufgabenstellungen im Alltag ist man auf die Unterstützung von spezialisierten Kolleg:innen aus anderen Agenturen angewiesen. Daher ist es super für jedes Problem eine Ansprechpartner:in in der Agenturgruppe zu haben und diese durch das HOC auch vor Ort erreichen zu können. Besonders durch die geselligen After-Work Events lernt man viele neue Gesichter kennen und kann immer mehr die Zusammenhänge der einzelnen Agenturen verstehen oder konkrete Fragen beim Feierabendbier beantworten.

Lucie: Ich finde es sehr cool, dass alles unter einem Dach verfügbar ist, aber trotzdem jede Agentur auch so ein bisschen für sich arbeitet. Es ist eine gute Mischung zwischen einem etwas kleineren Team in dem schnell und innovativ gearbeitet werden kann und einem großen Unternehmen mit unwahrscheinlich viel Expertise und einem großen Leistungsspektrum. Das HOC bietet einfach sehr viele Möglichkeiten sich zu verwirklichen!

Der Schulungslauf greift diese Idee auf. Würdest du das Einsteigerprogramm weiterempfehlen und wenn ja warum?

Fabian: Ich persönlich kann den Trainee-Schulungslauf mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Es hilft super für den Start in der Agenturgruppe. Sei es einerseits um einen Überblick über die Unternehmensstruktur und die Arbeitsabläufe zu bekommen als auch andererseits, um soziale Kontakte zu knüpfen. Das besondere Highlight des Schulungslaufs war für mich der Case als Abschluss. Dort konnte man sich ohne Restriktionen auf einem fiktiven Kundenbriefing ausprobieren und ein Projekt von Anfang an selbst gestalten. Dabei sind aus anderen Teilnehmern des Kurses Freunde geworden. 😊

Lucie: Ich finde es richtig gut, da es einem einen guten Gesamtüberblick gibt und man dadurch weiß, wie andere Abteilungen arbeiten, und man sich schon mal connecten kann, was die zukünftige Zusammenarbeit erleichtert und potenzielle Schnittstellen vereinfacht. Für eine noch bessere Zusammenarbeit könnte man den Schulungslauf noch um einen kurzen wöchentlichen Überblick über das gesamte Portfolio der Agentur erweitern, sodass jeder die individuell wichtigen Ansprechpartner kennenlernen kann.

In welchen Bereichen deiner alltäglichen Arbeit hilft dir die Traineeschulung am meisten?

Fabian: Das Verständnis für die einzelnen Medien und die KPIs sind das kleine Einmaleins des Mediaplaners. Darüber hinaus wiegt für mich aber die soziale Komponente des Kurses noch stärker. Denn durch die buntgemischten Case-Gruppen habe ich als Klassik-Planer auch die Digitalen-Planer:innen kennengelernt und somit meine Ansprechpartner:innen für zukünftige Probleme im digitalen Kontext.

Lucie: Gerade am Anfang hat es mir bei sehr vielem geholfen, vor allem um ein gutes Verständnis für alle Abläufe und einen Überblick aller Kontaktpersonen zu bekommen. Manchmal möchte man etwas bestimmtes umsetzen, aber weiß nicht ansatzweise wo man nachfragen soll – dafür war die Schulung sehr hilfreich. Da ich aber noch neu in der Agentur bin, brauche ich trotzdem meine Zeit, das Gesamtbild der Agentur mit all ihren Aufgaben zu verstehen. 😉

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Einzelkämpfer oder Teamwork – welche Eigenschaft brauchst du als Mediaplaner?

Fabian: Definitiv Teamwork. Als Mediaplaner muss man sich bei den Projekten immer mit anderen Kollegen abstimmen, Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz. Für die Entwicklung einer Mediastrategie benötigt es viele Spezialisten für die einzelnen Bausteine der Strategie und daher kann man die Herausforderung nur als Team bewältigen.

Lucie: Wie bei fast allem: Kommt drauf an und beides. 😊

An sich muss man schon im Team arbeiten können, denn verschiedene Kunden und viele verschiedene Kampagnen bergen auch viel Arbeit. Außerdem ist es wichtig, im Austausch mit anderen zu bleiben, was zum Beispiel Neuerungen auf dem Markt der Medienwelt angeht.

Trotzdem braucht man für manche Aufgaben in unserem Job auch einfach mal Ruhe und zwei Stunden Zeit sich einzuarbeiten. Das Meiste geht aber nicht ohne ein gutes Team, gerade als Berufseinsteigerin.

 

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, noch mehr zu erfahren und uns kennenzulernen, dann bewirb Dich jetzt bei uns !

Vor genau einer Woche endete der jährliche Pride Month (Juni). Bis dato konnte man bei vielen Unternehmen in Regenbogenfarben getauchte Markenlogos entdecken, als Zeichen der Solidarität gegenüber der LGBTQ+ Community. Doch was passiert nach dem Pride Month?

Vielen Unternehmen, die mit der Flagge geworben haben, wird nun Pinkwashing vorgeworfen. Mit Pinkwashing ist im LGBTQ+ Kontext eine vermeintliche und kurzweilige Identifizierung mit der LGBTQ+ Community gemeint, um sich als Unternehmen bzw. Marke tolerant und modern darzustellen – und so auf der Trendwelle des Supports mitzuschwimmen. Dass dies auch der Sympathie- und Absatzförderung dienen soll, ist nicht auszuschließen.

Wofür steht LSBTIQ (DE) / LGBTQ+ (EN) überhaupt?

LSBTIQ ist ein Akronym für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und queer. Doch geläufiger ist die englische Variante LGBTQ+ – „lesbian, gay, bisexual, transsexual, queer and plus“. Seit kurzem wurde dies ergänzt durch die Buchstaben „A“ für asexual und „I“ für intersexual. Das Plus steht für alle weiteren Identifizierungen. Dies sind Beschreibungen für sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen.

Ich stellte mir die Frage, wie es bei uns, der Mediascale, um Diversität steht.

Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass bei der Mediascale ein:e Kolleg:in aufgrund der sexuellen Identifizierung oder auch der Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert wurde. Ganz im Gegenteil – die offene und freundliche Art sowie der respektvolle Umgang miteinander steht hier an oberster Stelle. Dabei steht nicht im Vordergrund, wie kräftig wir mit der Regenbogenflagge schwingen, sondern wichtig sind die Persönlichkeit und die Werte des einzelnen Menschen. Auf Instagram und LinkedIn posteten wir daher ebenfalls eine Story zum Pride Month, um uns klar zu positionieren.

Ich befragte zwei der führenden Köpfe der Mediascale zu dieser Thematik. Geschäftsführerin Martina Staudinger und Geschäftsführer Wolfang Bscheid. Martina Staudinger ist unter anderem auch Teil des Diversity Managements und kümmert sich um LGBTQ+ Themen.

Was bedeutet Gleichstellung für die Mediascale?

„Bei der Mediascale soll jede:r Mitarbeiter:in auch Mensch sein dürfen, mit ganz persönlichen Werten, Bedürfnissen und Interessen. Wir wollen ein Arbeitsumfeld und eine Atmosphäre schaffen, in der alle Kolleg:innen offen und ehrlich miteinander umgehen. Es ist mir wichtig, wie es unseren Kolleg:innen privat und persönlich geht. Wenn wir mehr voneinander wissen, können wir auch mehr aufeinander Rücksicht nehmen und authentisch sein. Ich denke, das macht unseren guten Zusammenhalt aus.“ (Martina Staudinger)

„Natürlich könnte man jetzt sagen, dass eine Agentur als moderner Arbeitgeber seinen Mitarbeiter:innen ein möglichst offenes und attraktives Umfeld schaffen sollte und es daher heute unerlässlich ist, sich für Diversity einzusetzen. Ganz ehrlich, ich glaube Toleranz und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen ist ein so wichtiger und grundsätzlicher Wert einer freien Gesellschaft, dass es gilt, ihn überall zu schützen, egal ob im Privaten oder im Beruflichen. Daher ist es für mich eine absolute Selbstverständlichkeit, LGBTQ+ zu unterstützen und ich hoffe sehr, allen Kolleg:innen der Mediascale geht es genauso.“ (Wolfgang Bscheid)

Da wir Teil einer starken Gesellschaft, der Mediaplus sind, können wir Angebote wie Lesungen oder Impulsvorträge zum Thema Diversity wahrnehmen und uns auch außerhalb des Pride Month damit beschäftigen und uns weiterbilden. Auch wenn wir nicht jeden unserer Posts mit der Regenbogenflagge zieren, supporten wir alle Menschen – egal welcher Identifizierung, Religion oder Herkunft.

Hallo, hier bin ich wieder! ich habe es geschafft, die Kinder sind versorgt und ich kann mich wieder in die Arbeit stürzen.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht und es braucht viel Zeit, Geduld und Nerven, bis man wirklich wieder so richtig im Job angekommen ist. Zwei Mal bin ich nun wieder ins Berufsleben eingestiegen. Es hätte jeweils nicht unterschiedlicher ablaufen können: Der erste Wiedereinstieg mit einem Kind und der zweite mit zwei Kindern inklusive Corona. Aber das Gute ist, es gibt eine Lernkurve. Also, vielleicht kann ich ja meine Erfahrungen teilen und anderen den Wiedereinstieg erleichtern – denkt sie, während der Newsletter der Kita mit Anregungen für die Testung des Umfeldes der Kita-Kinder eintrudelt, die Matschhosen durch die Waschmaschine laufen und sie feststellt, dass die Schlappen für die Turnstunde morgen im Kindergarten immer noch nicht angekommen sind…

Also fangen wir von vorne an:

Vor jedem Wiedereinstieg stellen sich eine Vielzahl an Fragen….

Und weil ich To-Do- und Checklisten liebe, hier meine persönliche Liste, sortiert nach Priorität:

Prio 1: Betreuung für’s Kind

Die Frage aller Fragen: Bekommen wir einen Kita-Platz? Alle Eltern werden es kennen: Den ersehnten Kita-Platz zu bekommen, gleicht einem Marathon. Aber genau mit dieser Frage steht und fällt der Wiedereinstieg in den Job. Wenn das geklappt hat, kann man auch schon mit der Planung beginnen. Wann kann’s losgehen? Wie viele Stunden kann ich wieder arbeiten und wie sieht mein täglicher Zeit- und Aufgabenplan aus?

Mein erstes Learning: Frühzeitig Gedanken machen, wie lange das Kind betreut werden soll.

Es mag ein simpler Tipp sein, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es macht wirklich Sinn, sich vorher einmal Gedanken zu machen. Schnell musste ich z.B. feststellen, dass ein guter Puffer zwischen Arbeitszeit und Kitazeit einiges an Stress erspart. Denn 15 Minuten zwischen Feierabend und Abholen scheint bei 5 Minuten Fußweg zunächst nach genügend Zeit, aber wie oft macht man schon pünktlich Feierabend? Und wo in diesen 15 Minuten bleibt meine Zeit zum Durchatmen? Das Kind ist nämlich ausgeruht und fit, die Mama oder der Papa nach der Arbeitszeit erstmal reif fürs Sofa zum Kopf abschalten. Das bedeutet: Die Buchungszeiten in Kita/Kindergarten lieber großzügig planen, damit man nicht mit Headset zum Abholen rasen oder die Kolleg:innen bitten muss, den Laptop zuzuklappen, weil erst 5 von 5.687 Updates installiert sind.

Auch der Kita-Standort ist ein Thema. Nah am Zuhause oder nah am Arbeitsplatz? Die Nähe zum Schreibtisch ist praktisch, weil man das Bringen und Abholen mit dem Arbeitsweg verbinden kann. Die Nähe am Zuhause ist praktisch, wenn man im Homeoffice oder nicht an jedem Tag der Woche arbeitet. Während es beim ersten Wiedereinstieg super praktisch war, dass Kita und Agentur nah beieinander lagen, wurde genau das zum organisatorischen Hindernislauf beim zweiten Wiedereinstieg während Corona.

Prio 2: Stundenpensum

Jetzt will man sofort loslegen und auch einen ordentlichen Arbeitstag haben – eben richtig was schaffen. Wie früher. Früher gab es aber nur einen Bestimmer über den eigenen Zeitplan, jetzt spielt da mindestens ein weiterer kleiner Mensch mit, der deine Aufmerksamkeit braucht. Und sind wir ehrlich, er spielt auch die erste Geige. Man sollte sich also rechtzeitig Gedanken machen, wie viele Stunden und Arbeitstage sinnvoll umsetzbar sind. Ich habe schnell gelernt, dass es einfacher ist, langsam anzufangen. Schon in der Eingewöhnung ging es los mit Krankheit, Schließtagen und Personalmangel. Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, mal einen Schritt zurückzutreten und Stunden zu reduzieren. Eine offene Kommunikation darüber, wie es sich für mich zurück in der Arbeitswelt anfühlt, ist unglaublich wichtig. Hier habe ich mit der Mediascale einen tollen Arbeitgeber gefunden, der viel Flexibilität und Verständnis mitbringt. Sei es eine Reduzierung der Arbeitsstunden oder einfach nur das Verständnis im Team, dass man doch früher den Laptop ausschalten muss, Arbeitstage tauscht oder das Kind im Team-Meeting auf dem Schoß sitzen hat. Gerne denke ich an meinen ersten Wiedereinstieg zurück, da haben wir spontan einen „bring your kid to work half-day“ eingelegt. Wenn die Mama zu einem Termin kommen muss und die Großeltern noch nicht da sind, kann man so etwas mit einem so flexiblen Team auch mal machen. Das eröffnet viele neue Perspektiven für alle Beteiligten.

Prio 3: Nennen wir es mal Rahmenbedingung

Die erste Zeit ist durchaus anstrengend. Es dauert etwas, bis sich die neuen Abläufe in der Familie etablieren. Für jedes Familienmitglied beginnt ein neuer Abschnitt. Der Alltag muss deutlich geplanter ablaufen und es gibt weniger Platz für spontane Änderungen. Das kann bei allen schon mal an den Nerven nagen.

Noch während des ersten Wiedereinstiegs, der Hand in Hand mit der Eingewöhnung des Kindes in die Kita ging, habe ich gelernt, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Je mehr Ruhe und Zeit man für die Umstellung der Abläufe hat, desto besser und schneller spielt sich alles ein. Für den zweiten Wiedereinstieg habe ich mir bewusst Zeit gelassen. Zwischen Kita- und Kindergarten-Eingewöhnung und Wiedereinstieg habe ich einen Monat Auszeit genommen. Auch für mich selbst, um alle Baustellen und Projekte Zuhause abzuschließen und um einfach mal durchzuatmen.

Und wenn all diese ersten Hürden geschafft sind, dann macht der Wiedereinstieg einfach nur Spaß. Es ist ein tolles Gefühl, endlich mal wieder an einem Projekt zu sitzen, ohne alle 5 Minuten unterbrochen zu werden. Natürlich ändert sich einiges, und wenn man zurückkommt, muss man sich erstmal wieder in viele neue Tools einarbeiten und neue Abläufe lernen. Ich habe aber auch festgestellt, dass im Kern doch alles wie immer ist. Es ist wie mit dem Fahrradfahren – man verlernt es nicht.

Ah ja und diese Ruhe… noch nie in meinem Leben kam mir ein Büro so ruhig vor. Und man muss sich nicht auf der Toilette verstecken, wenn man was naschen will und es fragt dann auch niemand „Was hast du im Mund?“. Beim Mittagessen fliegt kein Besteck durch die Gegend und es weint auch niemand am Tisch, weil das Wasser ein Grad zu kalt oder zu warm ist.

Aber es gibt nichts Schöneres, wenn beim Abholen jeder stolz von seinem Tag erzählen kann und davon, was er heute gemacht hat. Die einen berichten dann eben von Raketen aus Magnetbausteinen und Hüpfpferden oder vom Bildermalen, die anderen von einem Tag am „Com-put-i-her“ mit bunten Kugeln im Hintergrund.

 

Vor kurzem erreichte uns die freudige Nachricht, dass es die Kollegen der Mediascale Köln in Zusammenarbeit mit der Mediaplus Köln, der PREX, Samsung Ads und dem Kunden Warsteiner auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft haben.

Was es damit auf sich hat und wie es nun weitergeht, haben wir unseren Kollegen Lin Christian Neumann gefragt. Lin ist Senior Digital Planner für Warsteiner, deren Etat federführend bei der Mediaplus Köln liegt. Außerdem ist Lin Head of Innovation für den Kölner Mediascale-Standort und damit der passende Ansprechpartner für unsere Fragen rund um die Nominierung des Warsteiner Cases:

Zuallererst: Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung! Kannst du uns verraten, was sich genau hinter dem Warsteiner Case verbirgt?

Lin: Vielen Dank! Lass es mich so erklären: Bier-Werbung im klassischen TV gehört für jeden TV-Seher zum Alltag. Auch die Verlängerung der Kampagne in Online-Bewegtbild zählt zu einer gängigen Vorgehensweise, um die Reichweite zu steigern. Für gewöhnlich nutzt man an dieser Stelle sogenannte Überschneidungswahrscheinlichkeiten, um die inkrementelle Reichweite zu schätzen. Ein Nachweis für den real gemessenen Reichweitengewinn auf demselben Endgerät im Haushalt, dem Smart TV, konnte bisher jedoch noch nicht erbracht werden.

Warum ist genau das von Interesse?

Lin: Besonders bei jungen Zielgruppen, die kein bis wenig lineares TV mehr sehen, also Video-on-Demand-Streamer oder auch Gamer, sinkt in den letzten Jahren die durchschnittliche Sehdauer des linearen TV-Konsums. Sie sind somit noch schwerer durch klassische TV-Kampagnen zu erreichen und stellen deshalb natürlich ein besonderes Wachstumspotential für einen Kunden wie Warsteiner dar.

Das heißt Warsteiner möchte explizit jene Zuschauer erkennen und erreichen, die ihren Spot nicht im TV gesehen hatten?

Lin: Ja, genau! Ziel ist es, effizient und streuverlustfrei die inkrementelle Reichweite der eigenen TV-Kampagne zu steigern. Und das nicht auf einem mobile Device oder dem Desktop, sondern dem großen TV-Screen der Samsung Smart TVs! Aber auch für die Aussteuerung auf mobilen Endgeräten und Desktop haben wir mittlerweile über unsere Programmtic Unit „PREX“ die übergreifende Lösung „TV Content Recognition“ für alle TV-Werbetreibenden parat. So können wir z. B. auch Zuschauer bestimmter Genres und Sender oder anhand ihrer genutzten TV-Geräte inkl. angeschlossenem Konsolentyp gezielt ansprechen. Sehr spannend! Selbstverständlich ist noch zu erwähnen, dass natürlich alle Daten über Opt-In erhoben werden, das heißt deren Verwendung geschieht nur über die ausdrückliche Zustimmung der Zuschauer.

Soweit haben wir das verstanden – aber wie steigert man die inkrementelle Reichweite einer TV-Kampagne? Nicht geschätzt oder hochgerechnet, sondern real nachweisbar. Wie habt ihr das umgesetzt?

Lin: Hier setzt Warsteiner mit dem Targeting auf Nicht-Seher des TV-Spots an. Als europäischer First Mover gemeinsam mit Samsung Ads: Mittels automatischer Bilderkennung analysiert Samsung ob ein TV-Spot gesehen wurde oder nicht und strahlt entsprechend Spots im Smart TV-Content aus. Ergebnis: Eine Steigerung der inkrementellen Reichweite auf den Samsung Smart TVs um 21%.

Wow, das kann man wohl überzeugende Ergebnisse nennen! Neben dem tollen Erfolg der Kampagne habt ihr es jetzt noch auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft – was bedeutet das für alle Beteiligten?

Lin: Wir freuen uns als großes Mediaplus-Team sowie mit Warsteiner, Samsung und den weiteren beteiligten Unternehmen riesig über die Nominierung! Sie zeigt, dass die Idee und deren finale Umsetzung offenbar eine wichtige Fragestellung beantwortet. Von der ersten Besprechung der Innovation bis zur finalen Umsetzung des Case-Films war es eine Menge Arbeit. Umso mehr freuen wir uns über Kunden wie Warsteiner, die den Mut haben, mit uns neue Wege zu gehen.

Dann bleibt abschließend nur noch die Frage, wie ihr den deutschen Mediapreis 2021 am 29. Juni verfolgen werdet?

Lin: Auf jeden Fall live vor dem Screen. Ob dann in großer Runde im Konfi oder remote zu Hause müssen wir dann schauen. Aber sicher mit einem leckeren Warsteiner in der Hand!

Mit diesen Worten gratulieren wir den Kölner Kollegen und Kolleginnen der Mediaplus, der Mediascale und der PREX zusammen mit Samsung Ads und natürlich Warsteiner nochmal herzlichst zur Nominierung und drücken die Daumen für den 29. Juni 2021. Zum Abschluss sagen wir noch vielen Dank an Lin Christian Neumann, dass du uns diesen Einblick ermöglicht hat.

Vor gut einem Jahr wurde in Deutschland der erste Lockdown angekündigt. Wir alle erinnern uns sicherlich noch an die Unsicherheit, die leeren Regale dank Hamsterkäufen, aber auch an Bananenbrot, Dalgona Coffee und TikTok Trends.

Von heute auf morgen ist die gesamte Mediascale ins Homeoffice gewechselt und teilweise bis heute dort geblieben. Der Alltag im Homeoffice ist für manch einen zur Normalität geworden, andere freuen sich, wenn sie regelmäßig ins Büro kommen können.
Wir haben drei unserer Mitarbeiter:innen Nadine, Caro und Patrick gefragt, wie es ihnen mit der aktuellen Situation geht, welche Vor- und Nachteile sie aus dem Homeoffice ziehen und wie – oder besser gesagt wo – sie sich ihren zukünftigen Arbeitsalltag vorstellen.

Wie geht es dir heute ca. 1 Jahr nach dem Beginn des ersten Lockdowns?

Nadine Schollmeier: Dank der vielen Spaziergänge bin ich fitter geworden, ich koche wieder viel mehr selbst und bin weiterhin grundsätzlich gut gelaunt. Und gleiches gilt übrigens auch für meine tierische Mitbewohnerin Fay 😊. Ich möchte die Situation nicht verharmlosen, aber für mich hat sich eben auch einiges zum Positiven verändert und darauf versuche ich mich zu konzentrieren.

Caroline Franke: Der Wunsch nach Normalität wird immer größer – statt Zuhause exotische Rezepte auzuprobieren, möchte ich so gerne mal wieder in mein Lieblingsrestaurant gehen. Auch kann ich es kaum abwarten, die Pamela Reif Workouts durch das Fitnessstudio und die Zalando-Bestellungen durch eine ausgiebige Shoppingtour auszutauschen.

Patrick Neumann: Klar macht sich der Corona-Koller auch bei mir bemerkbar, aber ich gebe mir auch nach einem Jahr Lockdown viel Mühe optimistisch zu bleiben.

Nadines Hund
Tierische Mitbewohnerin Fay im Homeoffice

Wie hat die Mediascale dich im Homeoffice unterstützt?

Nadine Schollmeier: Wir hatten glücklicherweise auch vor Corona bereits die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, was ich auch damals schon gerne hin und wieder in Anspruch genommen habe. Als dann klar war, dass wir nicht mehr von einzelnen Tagen sprechen, sondern doch eher einem Dauerzustand, durften wir unser Office, also Bildschirme etc. mit nach Hause nehmen.

Caroline Franke: Wir halten uns durch virtuelle Kaffee-Calls, Cocktailkurse und Weihnachtsfeiern bei Laune.

Patrick Neumann: Für mich war von vornherein klar, dass ich so wenig Zeit wie möglich im Homeoffice verbringen möchte. Der persönliche Kontakt zu meinen Kolleg:innen ist mir sehr wichtig und daheim fällt mir schnell die Decke auf den Kopf. Daher war ich auch sehr froh darüber, dass wir neben der Option Homeoffice auch weiterhin die Möglichkeit hatten, unter Einhaltung der Hygieneregeln ins Büro zu gehen.

remote Cocktail Abend
Remote Cocktail Abend bei der Mediascale

Welche Vorteile bietet dir das Arbeiten im Homeoffice?

Nadine Schollmeier: Ich wohne eigentlich nur ca. 8 km vom Office entfernt. Pro Tag macht aber alleine die „Reisezeit“ ca. 1,5h aus, die ich auch anders nutzen kann. Ich habe für mich das Gefühl einer verbesserten Work-Life Balance.

Caroline Franke: Das Arbeiten im Homeoffice bietet sicherlich mehr Flexibilität in der Freizeitgestaltung. Mittags mal eine Runde an der Isar in der Sonne joggen ist ein guter Ausgleich und bietet auch die nötige Abwechslung von den eigenen vier Wänden.

Patrick Neumann: Mag sein, dass unter gewissen Umständen oder in bestimmten Lebenssituationen Homeoffice für viele eine willkommene Alternative darstellt – Stichwort Flexibilität. Für mich persönlich überwiegen jedoch eher die Nachteile.

Was nervt dich am Home Office am meisten?

Nadine Schollmeier: Richtig nerven tatsächlich nichts, sofern die Nachbarn nicht gerade umbauen. Viele Änderungen in der Technik oder Kommunikation, die anfänglich etwas anstrengend waren, haben sich ja zum Glück normalisiert. Außerdem sind wir sicherer im Umgang mit sämtlichen Kommunikationsplattformen und ihren Eigenheiten geworden. Ich freu mich über jedes: „Du bist STUMM!“

Caroline Franke: Auch wenn wir virtuelle Teammeetings haben, ist es nicht das Gleiche wie der persönliche Austausch. Ein kurzer Plausch auf dem Gang, ein gemeinsames Feierabendbier oder die Mittagspause mit den Kollegen am Königsplatz – das fehlt mir im Home Office sehr.

Patrick Neumann: Am meisten vermisse ich den persönliche Kontakt zu meinen Kolleg:innen, den ich auch mit 1,5m Abstand und Maske jedem virtuellen Treffen vorziehen würde.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Stellen wir uns vor, die Pandemie ist vorüber – inwiefern hat das letzte Jahr deine Vorstellung von Arbeiten in der Zukunft verändert? Möchtest du auch nach Corona häufiger Home Office machen?

Nadine Schollmeier: Ich finde, dass sich viele der ursprünglichen Befürchtungen, die auch ich selbst hatte, zerschlagen haben. Dass man nicht so effektiv arbeiten kann, sich leichter ablenken lässt etc. Ich werde sicher auch zukünftig eine der Mitarbeiter:innen mit dem höchsten Homeoffice-Anteil sein.

Caroline Franke: Der Arbeitsalltag hat sich auf jeden Fall stark verändert und Corona hat gezeigt, dass Arbeiten auch im Home Office gut funktioniert. Ich werde auch zukünftig sicherlich häufiger im Home Office arbeiten als noch vor der Pandemie. Aktuell freue ich mich aber als Erstes darauf, mit den Lieblingskolleg:innen im Büro zu sitzen und am Ende den anstrengenden Tag im Buffet bei einem Feierabendbier ausklinken zu lassen. 😊

Patrick Neumann: Auf die letzte Frage kann ich aktuell mit einem klaren „Nein“ antworten. Es hängt aber auch vieles vom Umfeld und der Lebenssituation ab, in der man sich befindet. Ich denke Corona hat uns gezeigt, dass vieles auch von zu Hause aus funktioniert, jedoch eben nicht alles.

Wie geht es nun also weiter? Hier gibt es keine „one size fits all“-Antwort. Für den einen haben sich durch das Homeoffice neue Möglichkeiten ergeben, der andere nimmt Abstand und Masken in Kauf, um trotzdem ins Büro zu gehen.

Trotzdem geben sich die Mitarbeiter:innen durch virtuelle Kaffeepausen, Cocktailkurse und EXIT-Rooms Mühe, die gute Stimmung hochzuhalten und den Zusammenhalt auch in diesen besonderen Zeiten beizubehalten.

Kurz vor Weihnachten 2020 ist das Mentoring-Programm PLUS bei Serviceplan mit der Bekanntgabe der Tandem-Partner gestartet. Die MentorInnen und Mentees der Serviceplan-Gruppe haben erfahren, mit wem sie nun neun Monate in eine Mentoring-Beziehung starten. Bei mir und meiner Mentee hat die Chemie von Anfang an gestimmt – MATCH. Das hat mich sehr gefreut und motiviert. Es macht Spaß, meine Mentee in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung mit meinem Wissen, meinen Erfahrungen und meinem Netzwerk zu unterstützen.

Sich jemanden anzuvertrauen, den man vorher überhaupt noch nicht kannte, setzt voraus, dass die Tandem-Partner einander absolut vertrauen können. Hier ist die persönliche Beziehung extrem wichtig. Mentee und MentorIn müssen menschlich zueinander passen. Unsere HR-Kollegen, die das Mentoring-Programm bei Serviceplan organisiert haben und inhaltlich betreuen, haben hier einen hervorragenden Job gemacht!

Offenheit und Respekt als Basis für die Mentoring-Beziehung

Ein ehrlicher Austausch ist für mich nur möglich, wenn man dem Partner mit Offenheit und Respekt begegnet. Vertrauen wird nur möglich, wenn sichergestellt ist, dass alles, was untereinander besprochen wird, unter vier Augen bleibt. Das ist eine Abmachung. Eine gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarung, die zu Beginn des Mentorings einmal offen ausgesprochen oder sogar schriftlich fixiert werden sollte. Dann ist die Basis für das Gelingen der Beziehung gegeben. Im Mentoring-Prozess findet dann ein regelmäßiger Austausch statt, der inhaltlich von den Bedürfnissen der Mentee bestimmt wird.  Hier ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen: für intensive Gespräche, Feedback zu geben und gegenseitig Nähe zuzulassen.

Wie fühlt es sich an, wenn Dir jemand sagt: „Ich glaube an Dich. Das schaffst Du ganz sicher!“ – Richtig: Es beflügelt Dein Selbstvertrauen und motiviert Dich, Deine Ziele zu verfolgen und zu erreichen.

So verstehe ich meine Aufgabe als Mentorin:

Martina Staudinger arbeitet seit über 20 Jahren in der Mediaplus-Gruppe. Als Unit-Direktorin, Group Head und seit drei Jahren als Geschäftsführerin von Mediascale

 

Ich selbst hatte das große Glück im Laufe meiner Karriere zwei Mentoren zur Seite zu  haben, die an mich geglaubt haben. Sie haben mich bei meinen Plänen unterstützt und mich vor allem auch persönlich sehr geprägt. Für diese Erfahrungen bin ich sehr dankbar.

Seit zwei Jahren engagiere ich mich nun selbst als Mentorin und habe inzwischen großartige Frauen kennengelernt, die ich auf ihrem persönlichen Lebensweg ein Stück begleiten durfte und noch darf.

Wenn man schon die ersten Schritte in Richtung Führungsposition gemacht hat, kommt man vielleicht irgendwann an den Punkt, an dem man sich eine Vertrauensperson an die Seite wünscht, die ehrliches Interesse an einem hat und der man ohne Vorbehalte alle Fragen stellen kann. Spätestens dann ist es an der Zeit, sich einen Mentor oder eine Mentorin zu suchen.

Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich bewirken? Herauszufinden, wer man selbst ist und was einem wirklich wichtig ist, bedeutet eine große Herausforderung. Es ist anstrengend, sich diesen Fragen zu stellen und darüber nachzudenken, welche Werte einem wichtig sind und was man wirklich will. Um andere Menschen führen zu können, ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass man diese Fragen für sich selbst beantwortet hat. Als Mentorin möchte ich meine Mentees dabei unterstützen, herauszufinden, was sie antreibt und vorwärtsbringt.

Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Fähigkeiten? Was kannst Du besser als alle anderen? Aber auch mal unbequeme Fragen zu stellen, sehe ich als meine Aufgabe im Rahmen einer Mentoring-Beziehung. Ich versuche als Mentorin meinen Mentees eine neue Perspektive auf Situationen und Herausforderungen zu geben, die sie bisher noch nicht gesehen haben.

Dabei möchte ich keine klugen Ratschläge geben oder eine detaillierte Anleitung, wie sie am besten vorgehen sollten. Mir ist es wichtig, dass meine Mentee selbst kreativ wird, an Lösungen arbeitet und die Initiative ergreift, um ihre Ziele in Angriff zu nehmen. Meine Aufgabe sehe ich darin, meine Mentee aus der Komfortzone herauszulocken und sich selbst zu reflektieren, um die eigene Wahrnehmung zu schärfen.

Es sind die menschlichen Fähigkeiten wie Kreativität, Empathie und Intuition, die in einer Führungsrolle in Zukunft noch wesentlich stärker an Bedeutung gewinnen werden. Hier kann keine von künstlicher Intelligenz gesteuerte Technologie übernehmen. Um erfolgreich eine Führungsrolle einzunehmen, ist es entscheidend, für feinsinnige Wahrnehmungen sensibel zu sein und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Perspektivwechsel: Das sagt meine Mentee

Wenn meine Mentee mir dann als Feedback gibt: Das Gespräch, der Austausch mit Dir hat mir gutgetan. Jetzt habe ich eine konkrete Vorstellung, wie ich mein Ziel, meine Aufgabe angehe, dann macht mich das sehr glücklich. Wenn ich sehe, wie meine Mentee besprochene Projekte umsetzt und damit erfolgreich ist, bin ich stolz auf sie. Denn letztendlich zählt:

Für das Können gibt es nur einen Beweis: Das Tun“. Marie von Ebner-Eschenbach

Fußballfans hatten es schwer im letzten Jahr. Erst gab es dank Corona keine Möglichkeit, die eigene Mannschaft im Stadion zu unterstützen und zuletzt musste man den Kopf über obskure Super League-Pläne schütteln. Letzteres hat sich zum Glück vorerst schnell erledigt. In Blocks oder Kurven wieder Schals in die Höhe recken und Schlachtrufe schmettern, das wünschen sich alle Fans für den Start der Saison 2021/2022. Und es sieht gut aus: Die Hoffnung auf volle Stadien scheint sich schon bald zu erfüllen. Höchste Zeit, einen neuen Ansatz für Werbung vorzustellen: Das Konzept „Screens 4 Fans“.

Screens 4 Fans: Die digitale Bande als Herzstück

Herzstück ist die digitale Bande im Stadion. Seit letzter Saison ist diese Werbefläche nicht mehr nur festen Sponsoren vorenthalten. Das bietet uns die Möglichkeit, ein stringentes Konzept zu entwickeln, mit dem ein Werbeprodukt über mehrere Kanäle, den „Screens 4 Fans“, ausgesteuert werden kann (Anmerkung: feste Sponsoren aus einer Branche haben ein Veto-Recht, z.B. ist keine andere (Kranken-)Versicherung in Leverkusen möglich, außer des Trikotsponsors Barmenia).

„Screens 4 Fans“ umfasst die Kanäle „Digital Sport Screen“ (Bande im Stadion), Digital Out of Home (Station Video und Infoscreen) und Desktop/Mobile. Die Laufzeit beträgt 5 Tage:

Screens 4 Fans | PREX
Screens 4 Fans | PREX

 

Welche Kanäle sind integriert?

Zum Auftakt wird im Umfeld der Fußballberichterstattung geworben. In der Grundaufstellung sind Seiten wie Kicker, Sport BILD, spox, transfermakt etc.

Ergänzt wird über die Digitalen Out of Home Flächen „Station Video“ und „Infoscreen“ im GEO-Umfeld der Spielpaarung. Möglich ist selbstverständlich die Ausweitung auf ein ganzes Bundesland oder eine deutschlandweite Austeuerung.

Am Spieltag selbst starten in den entscheidenden 90 Minuten die Digitalen Sport Screens und sind sowohl im Stadion als auch auf den Fernsehbildschirmen der Nation sichtbar. Mit etwas Glück auch in der Nachberichterstattung auf den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern sowie digitalen Plattformen.

Die Phase der Nachberichterstattung, das „Cool Down“, wird wieder begleitet mit den Kanälen aus der Vorberichterstattung: Desktop/Mobile und DOOH.

Zusammenfassend bedeutet Screens 4 Fans: Fünf Tage lang generieren wir eine runde Kommunikation im hoch-emotionalen Bereich der Bundesliga.

Konnten wir euer Interesse wecken?

Sprecht uns an. Wir können zusammen mit Euch beraten, welche Spieltage oder welche Stadien für Eure Marken möglich sind, und erstellen ein Gesamtkonzept.

pa@programmatic-exchange.com oder pa-hh@programmatic-exchange.com

PS: Es sind mittlerweile mehr Sportarten erschlossen, z.B. einige Stadien in der Handball- und Basketball-Bundesliga. Und es werden immer mehr „Screens 4 Fans“…

Seit ziemlich genau einem Jahr hat uns Corona alle fest im Griff und stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Als ich mich letzten Herbst auf Jobsuche begeben habe und letztendlich bei der Mediascale gelandet bin, waren die Auswirkungen der Pandemie auch bezüglich des Berufeinstiegs deutlich spürbar.

Zu Beginn war eine Veränderung bei den Bewerbungsprozessen noch nicht sofort feststellbar. Doch das änderte sich recht bald, als die ersten Einladungen zu Online-Bewerbungsgesprächen eintrafen. Ich muss zugeben: Die ersten virtuellen Gespräche waren etwas gewöhnungsbedürftig. Sie verliefen zwar allesamt gut, allerdings fehlte ein bisschen die persönliche Ebene, die face-to-face deutlich einfacher entsteht. Zudem war man natürlich auf die Technik und eine stabile Internetverbindung angewiesen. Bei einem Vorstellungsgespräch ist man ja per se schon etwas aufgeregt, aber bei dem Gedanken daran, dass mitten im Gespräch die Verbindung abbrechen könnte, bietet definitiv noch einen zusätzlichen Stressfaktor. Mir blieb dieses Malheur zum Glück erspart.

Arbeitgeber Mediascale – in Corona-Zeiten auf Jobsuche

Umso mehr freute es mich, als ich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch vor Ort bekam, nachdem ich mich bei der Mediascale auf eine ausgeschriebene Traineestelle als Media Planner und Consultant beworben hatte. Dies konnte ganz Corona-konform mit viel Abstand, in einem großen Besprechungsraum stattfinden. Zum Zeitpunkt des Gesprächs war auch ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice und die Agentur sehr leer. So war es sogar möglich, zumindest ein paar Büros im Haus der Kommunikation anzuschauen und ich bekam einen ersten Eindruck von meinem potentiellen zukünftigen Arbeitsplatz.

Nur fünf Wochen nach meinem Gespräch fing ich also als Trainee bei der Mediascale an. An meinem ersten Arbeitstag kam ich morgens mit den beiden anderen neuen Trainees am Haus der Kommunikation an, wo wir von unseren Teamleiterinnen zu einem ersten Kennenlernen-Kaffee erwartet wurden. In der großen Cafeteria war es leicht möglich, sich bei einem Kaffee gemütlich hinzusetzen und trotzdem den nötigen Abstand zu wahren.

Danach ging es auch schon direkt zur IT, wo wir unser IT-Starterpaket mit Laptop, Handy und Zugangskarte bekamen. Im direkten Anschluss gab es ein Onboarding, wie wir unsere wichtigsten Zugänge einrichten konnten, und so waren wir eigentlich schon vor dem Mittagessen arbeitsfähig. Hierzu muss ich sagen: so einen strukturierten ersten Vormittag hatte ich bis dahin im Berufsleben noch nie erlebt. Nach dem Mittagessen mit meiner Teamleiterin gab es dann auch meinen ersten richtigen Call über Microsoft-Teams, wo ich das ganze restliche Team kennenlernen konnte. Zu dem Zeitpunkt war es noch etwas ungewohnt, so viele neue Gesichter nur über Video Calls kennenzulernen. Das sollte aber in den nächsten Wochen zum New Normal werden.

Das Einrichten des Home Office-Arbeitsplatzes gehört zu Corona-Zeiten bei der Mediascale dazu.
Das Einrichten des Home Office-Arbeitsplatzes gehört zu Corona-Zeiten bei der Mediascale dazu.

Hilfestellung beim Sprung ins kalte Wasser: Die Onboarding-Phase

Schon am zweiten Tag fing das richtige Onboarding an. Dieses fand in Etappen sowohl Online als auch persönlich statt. Mir wurde von Anfang an freigestellt, ob ich ins Büro komme oder direkt aus dem Homeoffice arbeiten möchte. Für die erste Zeit entschied ich mich erstmal ins Büro zu gehen. Zum einen fühlte ich mich trotz Corona zu keiner Zeit unwohl im Büroalltag, und zum anderen war es natürlich schön, soziale Kontakte knüpfen und bei Fragen einfach kurz über den Laptop schauen zu können und direkt zu fragen. So konnte ich auch innerhalb der ersten 4 Wochen zumindest die Hälfte von meinem Team auch in Real Life im Büro kennen lernen.

Ab der dritten Woche befand ich mich in einem Schulungslauf, in dem ich alle Facetten meines zukünftigen Jobs kennen lernen durfte. Insgesamt ging diese Schulung 11 ½ Wochen. In diesem Zeitraum lernte ich vormittags alles von Printplanung bis zur Digital Planung, und am Nachmittag unterstützte ich mein Team beim Tagesgeschäft. Abgeschlossen wurde diese Schulung mit der Erarbeitung eines Cases, den wir am Ende präsentieren durften.

Digitale Events als Chance die Kollegen besser kennenzulernen

Mittlerweile bin ich etwas mehr als 4 Monate ein Teil der Mediascale und bin immer noch super happy! Aktuell wechsle ich zwischen Homeoffice und Büro hin und her, auch je nachdem, ob noch jemand aus meinem Team im Büro ist. Denn seien wir mal ehrlich, in der aktuellen Zeit freut man sich doch sehr, wenn man hin und wieder seine Kollegen sehen kann. Auch wenn momentan das meiste digital stattfindet, hatte ich nie das Gefühl, das Team nicht kennenlernen zu können oder keinen Anschluss zu finden. Das obligatorische Ratschen mit Kollegen an der Kaffeemaschine wird durch verschiedene wöchentliche Team Calls gut ausgeglichen. So hat man trotz allem die Möglichkeit sich auch mal etwas privater zu unterhalten und sich weiter kennenzulernen. Daher kann ich behaupten: Ich bin gut im Team angekommen und fühle mich sehr wohl.

Ich freue mich auf mein restliches Traineeship und die darauffolgende Zeit in meinem Team. Ich bin sehr dankbar, in dieser besonderen Zeit einen so tollen Einstieg in die Berufswelt gefunden zu haben. Auch wenn das klassische Agenturleben, von dem alle immer schwärmen, vermutlich noch eine Weile nicht möglich sein wird, so machen wir sowohl als Team als auch Mediascale als Agentur das Beste aus der aktuellen Situation, um für Abwechslung zu sorgen und das Team-Gefühl zu stärken.

Bist du ebenfalls auf Jobsuche?

Falls du an Mediaplanung interessiert bist und dir dieser Blick durchs Schlüsselloch der Mediascale gefallen hat, schau dir gerne unsere ausgeschrieben Stellen an: Wir suchen einen Trainee Mediaplanning und Consulting (m/w/x) sowie einen Campaign Manager Online Media (m/w/x). Viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

 

… oder wie ich verstanden habe, was ich hier eigentlich tue.

„Da müssen wir die Clickrate im Flippoint raisen und damit den Tabletopper sweepen. Also die User im Funnel noch vor den Flightfield fumbel. Das wäre glaub ich ein guter Einstieg für dich Vanessa, oder?“

Ich hatte viele Fragen an diesem Tag: Warum  bin ich eigentlich nicht Tierärztin oder Raketenwissenschaftlerin geworden? Rakete geht hoch – Rakete geht runter. Das verstehe ich, das ist gut. Zumindest hätte ich die verwendete Sprache verstanden. In der Situation hätte man mir erzählen können, dass Cybermonkeys gerne Berliner mit Marmeladenfüllung mögen und es wäre weniger verwirrend gewesen. Die meisten der Begriffe sind natürlich Quatsch, oder zumindest eine sehr freie Interpretation solcher Gespräche der ersten Tage meines Traineeships. Wenn du hier Reales von künstlerischer Freiheit unterscheiden kannst, bist du bereits auf dem besten Weg, Planer:in und Berater:in zu werden. Media ist eine eigene Welt, eine eigene Sprache und ich würde dir gerne die Top Five Grundbegriffe der digitalen Mediaplanung mitgeben, die dir dabei helfen, deinen neuen Job zu genießen, statt darüber nachzudenken, ob es zu spät für ein Tiermedizin Studium ist.

Digital Media für Dummies
Digital Media für Dummies

 

Zunächst einmal: Was ist Digital Media Planung und Beratung eigentlich?

Planer:innen entscheiden, wer, wann und wo mit einer Werbung während des Surfens in Kontakt kommt. Dafür beraten sie die Kund:innen zu den Umfeldern, Formaten und Platzierungen, die für die gewollte Zielerreichung sinnvoll sind. Ein Beispiel: Das fiktive Unternehmen Sparkle bringt eine neue Geschmacksrichtung ihrer Limonade auf den Markt. Zum Produktlaunch soll eine große Aufmerksamkeit für die Marke und das Produkt geschaffen werden. Käufer der bisherigen Geschmacksrichtungen waren im Kern 20-30 Jahre alt, urban und hatten zumeist einen hohen Bildungsstand. In solchen Fällen macht es, grob vereinfacht, keinen Sinn diese Werbung auf der Startseite des Apothekenblättchens zu platzieren, sondern eher in den Sozialen Medien oder auf der Website eines hippen, jungen Magazins, wo die Zielgruppe eher der gewollten Demographie entspricht. Das wäre eine sogenannte Umfeldplanung.

Zudem gibt es auch die Möglichkeit, über eine Targetingplanung Nutzer in jedem möglichen Umfeld zu erreichen, die dieser Demographie entsprechen, auch auf der Website des Apothekenblättchens. Wenn jemand also jene Website besucht und durch sein Surfverhalten statistisch als ca. 25-jährige, urbane, gute gebildete Person eingeordnet wird, kann in dem Moment die Werbung von Sparkle dort platziert werden und unsere Zielgruppe wird erreicht, auch wenn die Leser dieser Website nicht dem Kern der Limo-Zielgruppe entsprechen.

1. Vermarkter

Dir werden eine Menge Vermarkternamen zu Beginn um die Ohren fliegen, die nicht Google oder Facebook heißen. Ein Vermarkter hat ein, mal mehr mal weniger umfangreiches, Portfolio bestehend aus Websites, Apps, YouTube Kanälen etc., dessen Werbeflächen er verwaltet. Diese Werbeflächen werden dann durch die Mediaplaner:innen gebucht. Beispiel: Wir haben das hippe Onlinemagazin beim Vermarkter Hippe-Magazine Alliance gebucht.

2. Werbemittel und Format

Von Dynamic Sitebar, AdBundle über Mobile Medium Rectangle zu Story Ad gibt es unzählige verschiedene Formate, in denen Werbemittel ausgespielt werden können. Diese Formate haben unterschiedliche Vor- und Nachteile und machen je nach Kampagnenziel mehr oder weniger Sinn. Bei jedem Anbieter haben diese Formate verschiedene Namen, mal mehr mal weniger fancy – Cyber Monkeys wäre aber noch zu haben. Nur so eine Idee… Beispiel: Wir haben für Sparkle eine Dynamic Sitebar im hippen Onlinemagazin gebucht.

3. Ad Impressions

Ad Impression werden auch mit Ais abgekürzt. Es bezeichnet einzelne Aufrufe eines Werbemittels bzw. wie oft eine Anzeige technisch ausgespielt wird. Sie sagen nichts darüber aus, wem die Werbung ausgespielt wird. Beispiel: Es wurden gestern 2 Mio. Ais im hippen Onlinemagazin ausgespielt.

4. TKP

Ist keine Abkürzung für die Tiefkühlpizza sondern steht für den „Tausend-Kontakt Preis“ und gibt den Preis für 1.000 Personen, die mit dem Werbemittel in Sichtkontakt kommen, an. Eine Ad Impression macht einen Kontakt, 1.000 Ad Impressions kosten dann den entsprechenden TKP. Gut mit Geld hauszuhalten ist in der Media entscheidend. Das Gefühl dafür wie groß solche Geldsummen in Realität sind, verliert man jedoch über die Zeit. Denn Media ist teuer und hier schmeißt man, so nennt man es in Fachkreisen, „die Fuffis durch den Klub“. Nur dass das Budget nicht auf dem Klubboden landet und verschwendet wird, sondern stattdessen viel bewirkt, um das Kampagnenziel zu erreichen. Beispiel: Der TKP für die Dynamic Sitebar im hippen Onlinemagazin liegt bei 60€. Heißt für 60€ erreicht man hier 1.000 Kontakte.

5. Klick und Klickrate

Ein Klick wird durch einen Mausklick oder Touch auf dem Bildschirm auf dem Werbebanner ausgelöst. Dieser Klick führt dann bspw. zu der Kundenwebsite. Die Klickrate gibt dann das Verhältnis zwischen Ad Impressions und Klicks in Prozent an. Beispiel: Die Platzierung gestern im hippen Onlinemagazin hatte bei 2.000 Klicks eine Klickrate von 1,10%. Das klingt nach wenig, ist aber durchaus ein großer Grund zum Feiern, denn anders als beim Französisch Vokabeltest sind Raten von über einem Prozent bei der Klickrate supergut und ein Anlass mit einer Sparkle Limo anzustoßen.

Ich hoffe, euch damit in eurer Anfangszeit ein paar Fragezeichen im Gesicht zu ersparen. Trotzdem werdet ihr als angehende Medienplaner:innen eure Cyber-Monkey-Momente haben. Meine anfängliche Überforderung hat sich dank vieler toller Kolleg:innen schnell in Luft aufgelöst.

Allerdings sagt man auch: In der Media lernt man nie aus.

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