Klartext!

Nein, wir werden uns im Folgenden nicht mit der Karriere von Scooter beschäftigen. Wir gehen auf einen brandheißen Trend ein – Hyperlocal. Vor allem im Online Marketing häufen sich die ständig wechselnden Modeerscheinungen und Buzz Words. Deswegen lohnt sich hier ein kritischer Blick: Sollten wir uns Hyperlocal merken oder verliert sich der Trend im Marketing Kosmos?

Was ist eigentlich Hyperlocal Advertising und wie funktioniert es?

Hyperlocal Advertising beinhaltet alle Werbeformen, welche dem Nutzer je nach aktuellem Standort auf sein mobiles Endgerät gespielt werden. Auf diese Weise kann der Nutzer passgenau und individuell angesprochen werden. Doch zunächst einmal benötigen Werbetreibende die Standortdaten der End User. Wer kennt die Situation nicht: Nach dem Download einer neuen App öffnet sich direkt ein Fenster mit der Bitte, die App auf seinen aktuellen Standort zugreifen zu lassen. Sobald wir hier zustimmen, kann die App, im geöffneten Zustand, auf unsere aktuellen GPS Koordinaten zugreifen. Neben den gesammelten GPS Daten können des Weiteren WLAN Hot Spots als Datengrundlage verwendet werden. Im nächsten Schritt stehen diese Daten dann ebenso den Anzeigenkunden zur Verfügung.

Durch die neu gewonnen Daten kann In-App Werbung deutlich ortsbezogener gestaltet werden. Der Nutzer empfängt nun Werbung, welche sich auf seinen aktuellen oder vorangegangenen Standort bezieht. Durch diese maßgeschneiderte Ansprache des Nutzers können mobile Werbemittel deutlich effizienter ausgespielt werden.

Wofür bzw. wie kann ich Hyperlocal nutzen?

Im Zusammenhang mit Hyperlocal Advertising bieten sich verschiedene Targetingmöglichkeiten an.

Geo Fencing

Eine der Möglichkeiten, die Hyperlocal umfasst, ist das Geo Fencing. Mit Hilfe des Geo Fencing kann die  Kampagnenaussteuerung im Umkreis des Point of Interest (z.B. Schuhladen) vorgenommen werden. Sobald ein Nutzer die Grenze zu diesem virtuellen Umkreis überschreitet, ist er ein potentieller Empfänger der Werbeanzeige.
Und wie wirkt sich das auf die Werbung aus? Das Werbemittel wird dem User nur angezeigt, wenn er sich an einem bestimmten Ort befindet. So kann der Schuhladen um die Ecke neben Produktinformationen und Call to Action Buttons beispielsweise auch eine dynamische Distanzanzeige in seine Ad integrieren. Zudem hilft eine Map inklusive Routenplaner-Option, den User direkt in das Geschäft zu leiten.

 handy

Wetter Targeting

Wenn der Werbetreibende weiß, wo sich der Nutzer aufhält, hat er gleichzeitig die Information, wie das Wetter an dem Aufenthaltsort gerade ist. Dadurch können Kampagnen auch nach unterschiedlichen Wetterzuständen getargetet werden. Ganz praktisch kann einem Nutzer bei 30 Grad und Sonnenschein der Flipflop als Fashion Must-Have vorgeschlagen werden, bei Regenwetter wird ihm stattdessen die Anzeige eines Regenschirms auf das Smartphone gespielt.

Wenn eine Fast Food Kette beispielsweise ihren neuen Smoothie promoten möchte, macht eine GPS-basierte Ausspielung der Banner im Umkreis einer Filiale der Fast Food Kette bei gutem Wetter Sinn. Mit Hilfe einer dynamischen Entfernungsanzeige weiß der Nutzer direkt, wie weit er von seiner Erfrischung entfernt ist und wo er sie findet.

ReTargeting

Durch die Information der verschiedenen Aufenthaltsorte eines Nutzers, kann dieser gezielt noch einmal angesprochen werden, auch wenn er sich nicht mehr in dem umliegenden Radius eines Point of Interest befindet. So können Werbetreibende einen Nutzer nach dem Besuch eines Stores wiederholt ansprechen und beispielsweise mit Rabattcodes oder QR Codes erneut anlocken.

Zusammenfassend sehen wir, dass Hyperlocal viele neue und spannende Chancen für erfolgreiche Mobile Marketing Kampagnen in sich vereint. Mobile Advertising wird mit Hyperlocal deutlich effizienter durch die individuelle Ausspielung von Werbebannern. Durch die wachsende Verbreitung von Smartphones und Wearables werden Standortinformationen weiter zunehmen, sodass Hyperlocal sicherlich weitere Möglichkeiten erschließen wird. Wir sehen also, Hyperlocal ist genauso sicher etabliert, wie H.P. Baxxters Musik in den Discos der Nineties.

Ein Kommentar zu “Hyper! Hyper! … Hyperlocal!

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Verfasst von:

Caroline Franke

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