Klartext!

Unsere Freunde aus dem schönen Mountain View, auch besser bekannt als Netzgigant Google, versuchen schon seit einiger Zeit eine Hauptrolle im Bereich der Displaywerbung einzunehmen. Ihre Reichweite erzielen sie dabei über das „Google Display Network“ (GDN, früher „Content Network“) und über das Videoportal Youtube. Mit Hilfe der Displaywerbung sollen sich auch die immensen Investitionen in YouTube und Doubleclick bezahlt machen. YouTube ist vermutlich jedem ein Begriff, deshalb hier nur eine kurze Erklärung zum GDN: Das Google Display Network ist eigentlich nur die von Google für Seitenbetreiber zur Verfügung gestellte Technologie, die Anzeigen in Bild und Textformaten bei jenen Publishern ausliefert, die AdSense in ihre Seite eingebunden haben.

Für uns als Agentur, die wir Kampagnen unserer Kunden auch über das Google Display Network buchen,  ist das GDN Alltag in unserer Planungspraxis. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einmal die neuen Möglichkeiten, die Google seinen Advertisern jetzt über AdWords bietet, vorstellen:

Placement Prediction Tool

Bisher war es nicht möglich, auf einfachem Wege herauszufinden, auf welchen Partnerseiten des Google Display Network man mit dem Buchen von ausgewählten Keywords erscheinen könnte. Und auch über den passenden Klickpreis konnte man nur spekulieren bzw. ihn erst nach Start der Kampagne nach und nach herausfinden. Mit dem neuen „Placement Prediction Tool“ ist diese Problematik zwar nicht ganz aus der Welt, aber Google gibt dem Account-Manager nun die Möglichkeit zu sehen, wo seine Anzeigen zu welchem Preis erscheinen könnten. Dies ist sehr hilfreich, da es vorher so gut wie unmöglich gewesen ist, vor dem Start zu wissen, welche Platzierungen man denn eigentlich buchen wird. Es war nur klar, dass es Platzierungen auf Seiten sein werden, die inhaltlich zu den ausgewählten Begriffen passen, und der Klickpreis war eher ein gefühlter. Trotzdem stellt das Tool keinerlei Garantien für die Auslieferung dar, es ist eher – wie der Name schon vermuten lässt – ein Prognose-Werkzeug zur besseren Planung. Das mediascale-Urteil: Auf jeden Fall besser als vorher!

Kontext Targeting-Tool

Aus unserer Sicht ist dies die hilfreichste Entwicklung in der Werkzeugkiste des GDN. Das Kontext Targeting-Tool ermöglicht es dem Anwender, in kürzester Zeit keywordbezogene Anzeigengruppen zu erstellen. Durch die Auswahl von wenigen „Haupt“-Keywords erstellt Google automatisch dazu passende Anzeigengruppen und gibt auch noch an, mit welchem Klickpreis zu rechnen ist. Es ist leider bisher nicht möglich, die vorgeschlagenen Anzeigengruppen direkt im Interface in seine Kampagnen zu verschieben. Noch muss man den Umweg  über den AdWords-Editor gehen. Trotzdem erhält man dadurch einen immensen Zeit und Qualitätsvorteil. Dafür gibt es von uns einen „Daumen hoch“!

Kampagnenexport aus dem Ad Planner

Google’s Double Click-Technologie steht hinter dem so genannten „Ad Planner“. Durch Angabe von Zielgruppendaten ist es hier möglich, Mediapläne auf affinen Seiten zu erstellen. Durch den neuen Kampagnenexport ist es nun möglich, in wenigen Schritten alle ausgewählten Platzierungen, sofern sie Teil des GDNs sind, zu buchen. Man muss aber dazu sagen, dass auch hier keine garantierten Platzierungen belegt werden können, sondern wiederum das AdWords-System nach dem Auktionsverfahren je nach Platzierung und Bietpreis ausliefert. Unser Urteil: Geht für Mediaplaner in die richtige Richtung. Da ist aber noch eine Menge zu tun!

Im zweiten Teil dieses Artikels widmen wir uns folgenden  neuen Tools: “ Inferred Demographics„, „Remarketing“ und „Display Campaign Optimizer„.

2 Kommentare zu “Google-Tools für Displaywerbung unter der Lupe (Teil 1)

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Verfasst von:

Taskin Erdem

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