Klartext!

Liebe Leser,

als Mediaplanerin ist ein wichtiger Bestandteil meines Jobs, Platzierungen und Reichweiten zu bewerten und zu beurteilen, ob das vom Vermarkter angesetzte Pricing mit der Leistung übereinstimmt. Besonders bei der Buchung einer Netzwerk-Rotation muss man ab und an ganz genau hinschauen. Für meine Beurteilung kann ich beispielsweise heranziehen, ob ein Großteil der Seiten im Portfolio exklusiv vermarktet wird, oder ob es sich um die Dritt-,Viert- und Fünftvermarktung von Websites handelt, die ich evtl. in anderen Rotationen deutlich günstiger bekomme.

Der absolute Ausschluss von gewaltverherrlichenden, politisch radikalen, pornographischen und rechtswidrigen Inhalten versteht sich von selbst und sollte von jedem Vermarkter als Voraussetzung eingehalten werden. Desweiteren prüfe ich, ob in der Rotation Seiten enthalten sind, die incentivierte Clicks erzeugen. Hierbei handelt es sich um Seiten, die dem User z.B. Punkte oder eine andere Form der Incentivierung für einen Klick gutschreiben. Bei einem so erzeugten Klick ist die Chance recht gering, dass der User ein echtes Interesse am Kauf des beworbenen Produktes hat – und damit ist der Klick minderwertig. Ich schliesse solche Belegungen nicht aus, sie müssen jedoch gegenüber unseren Kunden eindeutig ausgewiesen werden und sollten vom Vermarkter mit einem extrem reduzierten Pricing angeboten werden. Dann kann auch eine Platzierung mit incentivierten Klicks für einige Produkte zielführend sein. Gleiches gilt für Forced Clicks, bei denen der Nutzer einen Klick auf ein Werbemittel machen muss, um eine Aktion abzuschliessen – er wird also dazu gezwungen, ein Werbemittel zu klicken, um beispielsweise ein Formular abzuschicken oder etwas zu bestätigen. Oftmals hat der User dabei die Auswahl aus verschiedenen Werbemitteln, so kann er zumindest dasjenige anklicken, das seinem Interesse am ehesten entspricht.

Ein wichtiges Kriterium ist der Sichtkontakt auf die Websites, die im zu bewertenden Portfolio sind. Hier zählen Fakten wie der Anteil von Websites, die hauptsächlich User Generated Content enthalten. Aber auch das Design der Websites spielt eine Rolle. Dabei sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass eine Website, die optisch nicht ansprechend ist, schlussendlich auch keine Abverkäufe generiert. Wenn sich auf dieser Seite Käufer für das beworbene Produkt finden, spielt das Design eine untergeordnete Rolle. Schlussendlich kann ich mir beim Sichtkontakt ein gutes Bild von der Qualität des gesamten Portfolios machen und abschätzen, welches Pricing angemessen ist.

Autogrammkarte_Pauli
Autogrammkarte Pauli. Quelle: pigbrother.at

Und bei genau so einem Portfolio-Check bin ich auf die Website gestossen, die ich Ihnen gerne als Fundstück der Woche präsentieren möchte. Vielleicht möchten Sie sich die „Schweinerei“ ja gerne mal anschauen. Schade, dass PIGBROTHER schon vorbei ist. Das Speck-Spektakel haben wir verpasst – aber ich finde dennoch: ein Klick lohnt sich – viel Spaß: pigbrother.at

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