Klartext!

Mit der kühleren Jahreszeit häufen sich neben den laufenden Nasen auch die Anzahl der OOO (Out-Of-Office) Antworten. Grund genug, sich auf diesem Blog mal mit einem weiteren kryptischen Kürzel zu beschäftigen. In diesem Fall ist die Rede von DOOH, was für Digital Out Of Home, also digital ansteuerbare (Video)-Werbeflächen steht.
Und genau da wird es dem Programmatic Buyer warm ums Herz. Denn wie fast alle Offline-Medien, die in den letzten Jahren digitalisiert wurden, ist auch hier der programmatische Einkauf gleich als direkte Umsetzungsmöglichkeit berücksichtigt worden. Bei den größeren Vermarktern ist das Medium (zumindest schon zum Großteil) programmatisch buchbar.

Doch worum geht es genau? Digital Out Of Home bezeichnet die digitale Außenwerbung über Bildschirme im öffentlichen Raum (siehe auch Digitalwiki), die meist über kurze Videos/Animationen realisiert werden. Dies müssen nicht immer nur die offensichtlichen, großen Videoflächen am Flughafen oder der U-Bahnhaltestelle sein, sondern auch Taxis oder Displays an Autobahnraststätten sind möglich. Durch die hohe Dichte an Werbeflächen und der generellen Arbeitsmobilität können durch DOOH große Teile der Bevölkerung angesprochen werden. Nach einer aktuellen, umfangreichen Studie des DMI beträgt die mögliche Reichweite ganze Dreiviertel der deutschen Bevölkerung in einem Zeitrahmen von drei Wochen.

Damit haben wir mit DOOH also beste Voraussetzungen für die Markenwerbung: Ein reichweitenstarkes Medium, das die Leute häufig in einer Wartesituation zu verschiedenen Tageszeiten erreicht und auch lokal gut eingegrenzt werden kann.  Nur der Ton fehlt leider in der Regel (auch wenn die Gründe offensichtlich sind).
Wie lässt sich dies nun programmatisch nutzen? Auch wenn die ersten Schritte weg vom festen Inventareinkauf hin zu flexiblen Einkaufsmodellen langsam gerade erst anstehen, so lässt sich über den programmatischen Einkauf die jeweilige Mediakampagne bereits jetzt weit besser monitoren, auswerten und vor allem flexibler ausspielen. Außerdem verkürzen sich durch den Einsatz der DSP sowohl die Vorlaufzeiten als auch die Möglichkeiten des kurzfristigen Werbemittelwechsels erheblich. So können mit einer dynamischen Werbemittelzusammensetzung über angeschlossene Quellen (Wetter, Bundesliga, Flugpreise) und über entsprechende Schnittstellen kreative Ideen im öffentlichen Raum ganz neu gedacht werden.

Und das ist erst der Anfang des noch relativ jungen Mediums. Im Laufe der nächsten Jahre wird sich das Volumen der DOOH Werbeflächen weiter erhöhen, die Einkaufsmöglichkeiten werden flexibler und die Messbarkeit durch genauere Erhebungsmöglichkeiten besser – Stichwort: Zielgruppenzählung/-einordnung über Videokameras – auch wenn es hier im Rahmen der DSGVO zu Herausforderungen kommen wird.  Ebenso sollte sich die Verzahnung von Kampagnen mit Werbung auf mobilen Endgeräten durch das Voranschreiten von entsprechenden Lösungen noch weiter verbessern.

Ich freue mich bereits jetzt auf ein Update des Blogartikels in 2019 und was so alles in einem Jahr DOOH geschehen kann.

0 Kommentare zu “(D)OOH Reply – Was ist eigentlich Digital Out Of Home?

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