Findet Frings

Es ist geschafft! Das Jahr 2010 ist samt Agenda soweit gelaufen und es wird Zeit, die Geschehnisse Revue passieren zu lassen. Alles in allem können wir ja zufrieden sein. Das pandemische Seuchenjahr 2009 hatte uns ja ordentlich die Leviten gelesen und nicht gerade mit Höhenflügen von sich reden gemacht. Die positive Entwicklung, die sich aber dann im Schlussquartal des Vorjahres bereits andeutete, begleitete uns durch die vollen zwölf Monate und es gab im Grunde kaum jemanden, der nicht profitiert hätte – okay, vielleicht abgesehen vom einen oder anderen Targetinganbieter!

Aber was waren sonst die großen Themen 2010? Nun da stand sicherlich Social Media auf der Agenda, was dem Kürzel SM plötzlich und ganz unerwartet zu neuen Bedeutungen verhalf. Dabei müssen wir auch hier ehrlicherweise sagen, dass das Thema in den für Unternehmen relevanten Bereichen gar nicht so neu ist. Denn SM ist ja viel mehr als Heißwachsspiel und Facebook. So hat es die  Vielzahl an Blogs, Foren und Meinungsportale schon seit langem gegeben und diejenigen Unternehmen, die schon seit langem eine hohe Onlineaffinität haben, sind mit der Umsetzung entsprechender Maßnahmen schon seit längerem vertraut. Das Kind hatte bis dato nur keinen Namen. Und wenn wir ehrlich sind, werden hier in der Regel auch die kaufrelevanten Meinungen ausgetauscht. Natürlich gilt das Argument, dass Freundesempfehlungen besser ankommen als die von Unbekannten. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aber gerade erst aus einem Ressort auf den Malediven zurückgekehrt ist oder sich auch einen 3D-Flachbildschirm TV gekauft hat ist eher gering. Und ich zumindest höre auch gerne eine Zweitmeinung zu Produkten, deren Anschaffungswert die Lohntüte überproportional komprimiert.

Ein weiteres gern bestrittenes Thema war Targeting in allen Facetten. Das fängt an beim ReTargeting  und der Feststellung, dass manch Franzose immer noch nach dem Verdun-Prinzip arbeitet: Massiver Artilleriebeschuss auf kleinem Gelände erspart dir den Bauer und den Pflug! Immerhin entlarvt es aber auch die Shoppinggewohnheiten der besseren Hälfte, die sich noch nicht ganz den Spionagemöglichkeiten 2.0. bewusst ist. Das gezielte Löschen von Cookies zur Tarnung der sündigen Geldvernichtung könnte aber schon bald auch eine Facette ihres Surfverhaltens werden. Zum Jahresende wurde dann noch mal Ostern zelebriert, denn mit RTB wurden ein paar ungelegte Eier ins Nest gelegt und mit DSPs, SSPs etc. die Fachterminologie bereichert. Danke dafür!

Die Wechselwirkungen mit anderen Modellen sind noch nicht so ganz absehbar, bringen uns aber gleich zum nächsten Thema, nämlich der Customer Journey. Auch hier war einiges in Diskussion und im Gange, wobei die eigene Journey eher disharmonisch endete. Nachdem der letzte Kundentermin in der heimischen Domstadt absolviert war, gab es im Grunde nichts anderes mehr zu tun, als die Rückreise anzutreten und das Jahr ausklingen zu lassen. Ein Schneesturm samt Sperrung des Flughafens sorgte dann aber für einen außerplanmäßigen Nachtstopp und eine Fahrt mit der Bahn am folgenden Morgen. So hat denn auch Frau Holle noch mal gezeigt, dass nicht nur isländische Vulkane mit unaussprechlichem Aschehusten gerne die Hosen an haben.

Wenigstens gibt es aber die Chance auf eine weiße Weihnacht und das ist ja auch viel wert. Das Blogteam von mediascale macht sich nunmehr vom Acker und verabschiedet sich für 2010. In diesem Sinne wünschen wir ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, in dem wir auch wieder unser Bestes geben werden, Sie gebührend, aber ohne Gebühr zu unterhalten.

0 Kommentare zu “Das war 2010 – oder 2009 begann der Tag noch mit einer Schusswunde

Einen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Verfasst von:

Telefon: 089/ 2050 4700 | E-Mail: info@mediascale.de