mediascale Blog

Um die Analogie meines Kollegen Florian aus dem PRE-DMEXCO Artikel aufzugreifen: Die Parallelen zwischen Almabtrieb und DMEXCO kann durchaus als valider Vergleich herangezogen werden.

Wie jedes Jahr begann der Tag für uns Münchener bereits um 04:00 morgens, um den ersten Flieger nach Köln zu nehmen. Bereits hier entschied sich, wie angenehm man sich den Tag gestalten will: nämlich mit dem richtigen Schuhwerk. 15.417 Schritte habe ich insgesamt zurückgelegt, was einer Distanz von 11 km entspricht –ein stolzer Wert wie ich finde, der nur in bequemen Business Casual Schuhen blasenfrei zurückgelegt werden kann. Spätestens als mein Handy bereits um 09:00 Uhr morgens stolz verkündete, dass mein Tagesschrittziel erreicht wurde, wusste ich, dass noch ein sehr langer Tag mit Menschenmassen und kilometerlangen Gängen vor mir stand.

Das diesjährige Motto der DMEXO war „Trust in you“ – also ein Loblied auf die eigenen Fähigkeiten, die in unserer zunehmend fragmentierten Vermarkter- und Agenturwelt schnell einmal untergehen können. Der Name schien auf jeden Fall Programm zu sein, wenn man die gigantischen Messestände mit den verschiedensten Cases, Expertenrunden und Infoflyern besuchte. Jeder hatte DIE Lösung für DAS Problem (um abermals meinen Kollegen Florian zu zitieren).

Ich selbst konnte zwischen den Terminen an zwei interessanten Seminaren teilnehmen (Tipp: Frühzeitig da sein!). Ein zentrales Takeaway hat mich als Vertreter einer ehemalig reinen Digital-Agentur sehr gefreut: Aus einer Umfrage von führenden Marketingvertretern ging hervor, dass die generelle Digitalkompetenz zunehmend wichtiger wird, als die einfache Gattungskompetenz. Das soll bedeuten, dass die zunehmende Digitalisierung (v.a. Programmatischer Einkauf) der klassischen Kanäle (ATV, DOOH, Webradio etc.) nicht ohne digitale Kompetenzen geleistet werden kann. Somit haben wir bei der mediascale als 360° planende Agentur mit digitalem Background wohl alles richtig gemacht 😊.

Neben den unzähligen Möglichkeiten sich in der digitalen Marketingwelt weiterzubilden hatten auch wir in der World of Agencies ein umfangreiches Angebot an Schulungen und Präsentationen. Unter anderem haben unsere Geschäftsführer Wolfgang Bscheid und Julian Simons interessante Vorträge zum Thema Native Audio und „Raise your brands voice“ gehalten.

Nach vollgepackten 8 Stunden mit vielen bekannten Gesichtern, interessanten Gesprächen und mehr oder minder sinnvollen Give-Aways, die den Weg in die Messetüte gefunden haben, ging der Tag für mich dann zu Ende. Um ehrlich zu sein wahr ich auch froh, wieder im Flieger nach Hause zu sitzen und die lärmende Messewelt hinter mir zu lassen. Obwohl so ein Messetag sehr anstrengend ist, freue ich mich wieder sehr auf nächstes Jahr!

Audio ist en vogue! Zumindest spricht die Erfolgswelle von Smart Speakern, Musik-Streaminganbietern oder Podcast eine deutliche Sprache. Klar, dass Native Audio als neues Medium für Marken immer interessanter wird. In seinem Seminar auf der DMEXCO 2019, geht Wolfgang Bscheid dieser These auf den Grund und präsentiert exklusiv die ersten Ergebnisse aus einem Feldtest mit Oddset in Zusammenarbeit mit der RMS.

Der 11.09. ist seit jeher in meinem Heimatdorf im Allgäu der Tag des Viehscheids, auch bekannt als Almabtrieb. Die Kuhherden werden ins Tal getrieben, wo es dann zum feierlichen Anlass einen Krämermarkt und ein großes Bierzelt gibt. Für jeden Einwohner und auch viele Touristen ist es das Highlight des Jahres.

Nun fragen Sie sich, was hat das mit der DMEXCO zu tun!?

Das will ich Ihnen sagen: Wenn man sich die Events anschaut, kann man gewisse Ähnlichkeiten entdecken. Für die DMEXCO werden auch Herden von Menschen nach Köln getrieben. Es geht hier ebenfalls um eine Kuh, nämlich die goldene – digital, online, zukunftsorientiert!

Ähnlich wie beim Verladen der „normalen“ Kuh wird nachgeholfen, sollte diese noch unschlüssig sein. Statt warmer Worte und schnödem Schieben, sind es bei der DMEXCO ausladende Messestände, aufgebrezelte Mitarbeiter(-innen) des Unternehmens und – quasi das Kraftfutter der Branche – Statistiken und Best Cases, die einen überzeugen sollen.

Auch der Krämermarkt ist auf der DMEXCO zu finden, doch wird einem hier statt Gemüsehobeln und Kittelschürzen die EINE Lösung für DAS Problem angeboten. Manche davon sind zwar deutlich komplexer, aber dennoch genauso nützlich wie der besagte Gemüsehobel.

Hier sind wir als Mediascale gegenüber unseren Kunden wie mancher Familienvater, der zu seinen Schützlingen sagt: „Hast du schon, brauchst du nicht, ist zu teuer“. Dennoch gibt es natürlich wie jedes Jahr Ausnahmen, die durchaus zukunftweisende Impulse aufzeigen.

Und dann gibt es bei beiden Veranstaltungen noch diejenigen, die wegen der Geselligkeit kommen. Nur sind es auf der DMEXCO statt Bier und fröhlichem Schunkeln die hippen Standpartys, auf denen man netzwerkt. Statt auf der Bank zu tanzen, kommt spätestens bei diesen Gelegenheiten die wahre Seite des Gegenübers auf den Tisch!

Und wie es sich gehört, bringen wir für alle, die nicht selbst dort sein können, etwas mit. Statt der Autopolitur sind es mehr die Möglichkeiten die künftigen Digital-Strategien aufzupolieren, sodass die nächsten Kampagnen glänzen wie frisch poliert. Falls Sie jedoch der erwähnte Gemüsehobel mehr interessiert, bitten wir um kurze Info 😉!

Florian Finkel

Konkurrenz belebt das Geschäft – sollte man meinen! Stattdessen befinden sich viele Medienhäuser in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Die Reaktion darauf: Optimierungsprozesse in den Redaktionen, die dazu führen, dass Redaktionen trotz gleichbleibendem Arbeitspensum kleiner werden. Gleichzeitig zwingt die Situation Medienhäuser zu mehr Erlösen aus Werbeanzeigen. Beides führt dazu, dass das Produkt aus Endkundensicht nicht zwingend attraktiver wird.

Wie können Medien ihre Produkte für Endkunden attraktiver machen? Welche neuen Erlösquellen haben Medien für sich entdeckt? Und wie wird die Situation in den nächsten fünf bis zehn Jahren ausschauen?  Das alles erfahrt ihr in einer neuen Folge von Bscheid Gsagt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben die Mitarbeiter bei der mediascale?

In der letzten Folge unserer Reihe „mediascale recruiting“ zeigt unsere Kollegin Agnes Ley verschiedene Möglichkeiten auf: Vom internen Weiterbildungsprogramm „Campus“ mit verschiedenen Seminaren, Workshops und Vorträgen zu fachlichen und außerfachlichen Themen für alle Level, bis hin zu individuellen Zielvereinbarungen oder Coachings für Führungskräfte, ist hier alles dabei.

Der Sommer ist da und das Jahr ist zur Hälfte rum. Nur noch 146 Tage bis Weihnachten! Doch halt! Jetzt heißt es erst einmal: den Sommer genießen. Mit allem was zum Sommer gehört – raus ins Freie, Eis essen oder Sonnenbaden am See!

Leider bedeutet Sommer aber auch, dass es ein wenig ruhiger auf unserem Blog wird. Aber keine Angst: Wir sind nicht allzu lange weg. Im September melden wir uns wieder zurück – mit vielen interessanten Blogbeiträgen im Gepäck.

Bis dahin wünschen wir euch einen schönen Sommer. Wir sehen uns wieder im September!

Wir alle sind Multitasker. Neben dem Abwasch einen Podcast hören? Unbedingt! Beim Wäscheaufhängen über Headset mit der Oma telefonieren? Super Idee! Während dem Tatort auf Instagram surfen? Fast jeder wird bestätigen, dass dies absolut machbar ist. Beides mit einem Auge bzw. einem Ohr. Und spätestens da wird das Mediakonsumverhalten der heutigen Zeit zur großen Herausforderung für die Werbungtreibenden.

Vor Kurzem haben wir bereits einen Blick auf den „Homo Distractus“ und seine vermeintlich reduzierte oder vielmehr ständig geteilte Aufmerksamkeit geworfen. Die Parallelnutzung unterschiedlichster Devices nimmt ständig zu. Die Kontaktfrequenz mit Werbebotschaften aller Art steigt ständig an. Das macht es für Werbungtreibende immer schwieriger noch hervorzustechen, geschweige denn, sich im Kopf der Kunden zu verankern.

Mit der einen, perfekten Lösung können wir nicht dienen. Doch gibt es verschiedene Hebel, die für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Womit also lassen sich wieder wirksamere und effizientere Marketingansätze ermöglichen?

Mit Relevanz

Relevant sein – im ersten Moment ein No-Brainer. Insbesondere Digitalkampagnen werden standardmäßig auf konkrete Zielgruppensegmente ausgesteuert. Die jungen Muttis kriegen Pflegeprodukte für Babys, Gaming-affine Nutzer bekommen Glücksspielangebote und wer sich über Hausmittel gegen Schnupfen informiert, bekommt Werbung für ein Nasenspray. So weit, so austauschbar.
Für den Nutzer sollte aber nicht nur der Inhalt der Botschaft relevant sein, sondern auch die Art der Übermittlung. Personalisierung ist hier das Stichwort. Was treibt den Rezipienten der Botschaft an? Welche Persönlichkeitsmerkmale machen ihn aus? In welchem Mindset befindet er sich? Die schiere Menge an digitalen Datenpunkten erlaubt nämlich noch so Einiges mehr, bspw. psychografisches Targeting.

Mit Kontext

Eine passend auf den Kontext abgestimmte Werbung macht Botschaften glaubhafter und aufmerksamkeitsstärker.
Im Online Bereich ist kontextuelles Targeting natürlich schon ein alter Hut, damit lässt sich nun wahrlich keiner mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Aber Werbebotschaften können auch situationsbedingt platziert und damit in Kontext gebracht werden. Finanzierungsangebote lassen sich rund um Neubaugebiete aussteuern. Sportwettenanbieter finden mehr Aufmerksamkeit, wenn Nutzer auf dem Weg ins Fußballstadion sind. Die Kunst dabei ist es, trotz kontextuell passender Kombinationen, mit der Botschaft überraschend zu bleiben.

Mit Aktualität

Aktualität verlangt Präzision. Präzision verlangt Daten. Über programmatische Schnittstellen lässt sich anlassbezogene Kommunikation bspw. auf Basis von Wetterdaten, Fußballergebnissen oder auch dem Weltgeschehen individualisieren und passend aussteuern. Die Herausforderung besteht darin, neben dem optimalen Zeitfenster, das richtige Device zu bespielen und den ausschlaggebenden Markencontent zu liefern. Damit schafft man es ins Relevant Set der Kunden. Wie das geht, zeigen wir in unserem Programmatic Creativity Case mit ODDSET.

Mit Involvement

Die vielfaltigen Ablenkungsmöglichkeiten, die durch die Parallelnutzung entstehen, resultieren in geringerer Aufmerksamkeit. Durch ein aktives Involvement der Kunden lässt sich diese aber wieder einfangen und verstärken.
Das ist wie früher an der Uni. Aus welchem Seminar ist mehr hängengeblieben? Bei der 500 Mann Frontalbeschallung oder der kleinen Gruppenarbeit?
Involvierende Medien fungieren hier als Türöffner, sie beziehen die Kunden mit ein und regen zum aktiven Mitmachen an. Dazu eignen sich interaktive Werbeformen wie das Panorama Ad oder neue, aktivierende Techniken wie Smart Speaker (siehe bspw. in unserem neuen Native Audio Ansatz).

Mit Inszenierung

Der Werbemarkt unterliegt inzwischen einem zunehmenden Innovationsdruck. Denn zielgerichtete und aufmerksamkeitsstarke Inszenierungen sorgen für höhere Werbewirkung und Wirkungsaspekte beim Kunden. Da braucht es überraschende Werbeformen und außergewöhnliche Kreation, wie bspw. in der BMW X2 Launch-Kampagne „Zeig Dich“, oder den Mut ganz neue Wege zu gehen und out of the box zu denken.

Gibt es noch weitere Hebel für Wege zu mehr Aufmerksamkeit? Sicherlich.
Gibt es die eine Lösung, die für alle funktioniert? Ganz sicher nicht.
Gibt es jemanden, der die passende Umsetzung findet? Ja. Wir :-)

Dass die Mediaplanung nach soziodemografischen Merkmalen total veraltet ist, wissen wir alle. Wie modernere und effektivere Methoden wir Psychografie funktionieren, wissen dagegen noch nicht alle. In einer Bscheid gsagt Sonderfolge von seiner Masterclass auf den Online Marketing Rockstars 2019 erklärt Wolfgang Bscheid, wie psychografisches Targeting funktioniert.

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als man Informationen zum Weltgeschehen morgens aus der Tageszeitung bekam? Als man über die Wochenendaktivitäten der Kollegen beim morgendlichen Treff in der Kaffeeküche mal mehr, mal weniger freiwillig upgedatet wurde? Als man seine Abendunterhaltung mit einem der drei öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme gestaltete? Dennoch hatte man das Gefühl, alles gehört und gelesen zu haben, was es an dem Tag Wissenswertes gab.

Diese Zeiten sind lange schon vorbei. Ehrlich gesagt entspringt dieses Szenario nicht einmal mehr meiner eigenen Erfahrung. Vielmehr stelle ich mir so die – zugegebenermaßen mit heutigen Maßstäben betrachtete sehr beschränkte – Informationsdichte und -breite in den Zeiten vor, als meine Eltern noch jung waren. Und doch hatte diese einen gewissen Charme. Nie stellte sich das Gefühl von FOMO (Fear Of Missing Out, also der Angst nicht auf dem Laufenden zu sein oder gar etwas zu verpassen) ein, wenn man mal ein Medium wegließ.

Früher fühlte man sich mit der morgendlichen Tageszeitung, dem Feierabend-TV-Programm oder auch dem Pendler-Radio ausreichend informiert. Heute gibt es eine Vielzahl an Apps und Endgeräten. Morgens auf dem Arbeitsweg in der Bahn noch schnell die aktuellen Nachrichten im Schnelldurchlauf querlesen, auf dem Heimweg einen Podcast anhören und abends auf dem Smart TV den Tatort vom Vorabend streamen ist selbstverständlich. Nebenbei informiert man sich in den Social Networks, welche Events am Wochenende in der Stadt stattfinden. Dabei wird man (un-)freiwillig Zeuge vom atemberaubend tollen Bali-Urlaub der Kollegin und chattet mit den Geschwistern zu anstehenden Geburtstagsgeschenken der Eltern. Kurzum, der Homo Distractus ist genau das: distracted. Also abgelenkt im Dauerzustand.

Die Anzahl der möglichen Touchpoints steigt. Die Vielfalt der digitalen Medienkanäle nimmt zu. Das Angebot wächst ständig. Unser Zeitbudget bleibt dabei leider gleich! Der Tag hat weiterhin nur 24 Stunden. Wie konsumiert man Nachrichten, hört Musik, lernt, liest und pflegt gleichzeitig soziale Kontakte ohne auf etwas verzichten zu müssen? Die Antwort ist: Komprimiert. Parallel. Effizient.

Durch die Multiplikation der Kommunikationskanäle steigt auch die Zahl der Werbebotschaften, mit denen sich der Mensch täglich konfrontiert sieht, rapide an. Bereits 2013 gingen Fachleute von 10.000 bis 13.000 Werbebotschaften aus, mit denen jeder von uns täglich bespielt wird (https://www.marketing-boerse.de/fachartikel/details/1338-Ueber-13000-Werbebotschaften-bombardieren-uns-taeglich-Was-bleibt/44276). Wie viel davon bei jedem Einzelnen noch hängen bleibt? Man möchte es sich als Werbetreibender wohl gar nicht vorstellen.

Was also kann man tun? Wie bekommen wir überhaupt noch Aufmerksamkeit für unsere Kampagnen, Marken und Produkte? Wie sticht man hervor aus der Masse des durchgehenden Dauerrauschens?

Die schlechte Nachricht vorneweg: Eine Zauberformel gibt es nicht. Es gibt jedoch Wege und Hebel, mit denen man die Aufmerksamkeit der Zielgruppen (wieder) gewinnen kann.

Welche Hebel das sein können und wie sie sich nutzen lassen? Dazu mehr in einem unserer nächsten Beiträge.

Auf unserem Blog treffen heute zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite haben wir die „Big Idea“, also die Kreation, und auf der anderen Seite „Big Data“. Und genau da liegt momentan ein großer Konflikt im Markt, denn in der Praxis findet leider noch zu wenig Austausch statt. Doch für große Marken gewinnt die granulare, datengestützte Unterstützung von kreativen Kampagnen immer mehr an Bedeutung. Wie bringen wir diese Welten zusammen? Wo liegen mögliche Konfliktpunkte? Diese und weitere Fragen beantwortet Wolfgang Bscheid in einer neuen Folge von „Bscheid Gsagt“.

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