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Die aktuelle Kunde-Agentur-Beziehung ist in eine Schieflage geraten. Das ist nicht ausschließlich ein Gefühl, denn es gibt in der Praxis Indikatoren, die für eine leicht angeschlagene Kunde-Agentur-Beziehung sprechen. Das Vertrauen, das Kunden ihren Agenturen geben, wird weniger. Wolfgang Bscheid hält in dieser Folge ein Plädoyer für die neue Kunde-Agentur-Beziehung auf Augenhöhe und macht Vorschläge, wie diese in der Praxis ausschauen kann.

In der heutigen Folge aus unserer Blog-Reihe „mediascale recruiting“ stellt uns Agnes Ley den Beruf des Audience Brokers näher vor. Was macht der Audience Broker? Wie schaut der typische Tagesablauf eines Audience Brokers aus und welche Skills werden für diesen Beruf benötigt? Die Antwort auf diese und weitere Fragen erfahrt ihr im folgenden Video.

Wir befinden uns an einem Punkt, an dem der Wunsch nach neuen Innovationen immer größer wird. Doch das Betreten von neuem Terrain ist auch immer mit Risiken verbunden. In dieser Folge von Bscheid Gsagt beschäftigen wir uns näher mit dem Aspekt von Innovation und Risiko und welche Grundvoraussetzungen da sein müssen, damit Kunden mit ihren Agenturen innovativ in die Kommunikationszukunft gehen können.

Wie war es denn eigentlich so auf der DMEXCO? Unsere Kollegen Manu, Tobi und Matthias resümieren.

Manu:  Hallo liebe Mitstreiter! Munter zurück aus Köln?  Die erste Entscheidung musste ich tatsächlich schon bei Ankunft auf dem Messegelände treffen. Rechts oder links? Einmal falsch abgebogen und man hatte einen friedliebenden Sozialpädagogen am Sakko hängen, der einem in blumigen Worten die Vorzüge agiler Mitarbeiterführung aufzeigen konnte. Also doch rechts. Nach einem kurzen aber heftigen Tête-à-Tête mit meinem Spiegelbild am Stand von SevenOne konnte ich aber dann doch noch fulminant in die Messe starten. Ich hoffe ihr hattet einen geschmeidigeren Messestart?

Tobi: Alles Bombe. Die DIÄHMEXCO war in diesem Jahr ja eine Plattform und keine Messe. Insofern war ich erleichtert, den Eingang zur Plattform an gewohnter Stelle zu finden. Drinnen wirkte dann alles doch entfernt messeähnlich. Die Piktogramme der Beschilderung so ungesund blinkend zu machen wie die Website war wohl zu teuer. Aber immerhin spiegelt sich der gesellschaftliche Fortschritt darin, dass die Plakate von Pornhub auch auf dem Damenklo hingen.

Matthias: Ja richtig #MeToo hat sogar den bislang stets leicht bekleideten Hostessen bei adRom ein Businessoutfit verschafft. Die Messe wird erwachsen. Ich frage mich allerdings, wo der gesellschaftliche Fortschritt bleibt, wenn die 100-dB-Grenze durch offene Publikumsvorträge auf den einzelnen Ständen überschritten wird. Wie die Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt, nur dass die wenigstens lustig sind. Allein die RMS war hier fortschrittlich genug, Headphones an willige Zuhörer auszuteilen.

Tobi: Ja, wenn man da vorbeiging, das war echter Outstream ohne Ton, wirklich günstiger View-Through-TKP.

Manu: Es soll wohl auch bereits eine anonyme Anzeige bei der Coalition for Better Ads eingegangen sein. Inhalt: Audio ohne Userinteraktion. Dazu möchte ich mich aber nicht weiter auslassen…

Matthias: Man wird ja auf so einer Messe auch immer mit so allerlei Zahlen konfrontiert. Zwei Forecasts sind bei mir hängen geblieben. Ein nicht ganz unbekanntes Network aus Düsseldorf will wissen, dass wir bereits 2021 mehr Spendings in Mobile, als in TV Werbung tätigen werden.
Und die freundliche Suchmaschine von nebenan geht davon aus, dass bereits in zwei Jahren über die Hälfte der Suchanfragen per Sprache getätigt werden. Zwei Megatrends ohne Zweifel, jedoch in der zeitlichen Entwicklung doch sehr ambitioniert gecastet.

Manu: Mobile Spendings? Muss ich mal mit der Crowd in da Cloud besprechen, möglicherweise können wir ein bisschen in Richtung Mobile funden die nächsten Jahre. Ganz nebenbei interessiere ich mich für Cloud Native Projekte on Demand + at Scale – aber wirklich nur ganz nebenbei. Habt ihr dazu schon Insights? Hey Google…

Tobi: Megatrend oder nicht, ich habe den Duftkerzenverkäufer vermisst. Und es gab kaum noch Stände, die nur aus zwei Stühlen und einem enthusiastischen Gründer bestehen. Die müssen sparen und lungern jetzt in der Food Corner herum. Zum Schluss, aber verratet mich nicht: Ich habe im Copyshop mein Flugticket ausgedruckt, war ein wundervoll analoges Gefühl.

Erwartungen, Träume und auch ein zarter Hauch von Kritik.
Wir begleiten drei bucklige Digitalos auf ihrem Weg nach Köln.

 

Tobi: Guten Morgen Digitalfreunde! Vibriert ihr auch schon aus Vorfreude auf die DMEXCO? Wobei wir dieses Jahr der DI-ÄM-EXCO entgegenfiebern sollen und nicht mehr der DI-MEXCO. Angeblich weil die Angelsachsen sonst immer denken, Köln liege in Mexico. Was ja so falsch auch wieder nicht ist. Welche Säue werden wir denn heuer durchs Dorf treiben?

Manu: Säue? Einen ganzen Schweinestall:

Native; Bumper; ATV; CTV; ROI; Walled Garden…PARDON?

Appconomy; VOD; SSP; DSP; DBT; AAP; AMS…WHAT A MESS!

Cloud; Influencer; Crowd Sourcing; UGC; Blockchain…PAIN!

UI; Programmatic; Viewability; SEA; SEO; WIFI…GOOD BYE!

Any questions?

Tobi:  Da kannst du auf der neuen Website der DIÄMEXCO lange suchen. Die wirkt, als stamme das Konzept von einem Grafiker, der im Hauptberuf typografisch anstrengende Programmhefte für ein Stadttheater entwirft und das Internet nicht ausstehen kann. Leicht zugängliche Informationen, logische Navigation, nutzerfreundliche Ladezeiten? Ah nö, wie langweilig, wir machen es mal ganz anders.

Manu: Content, Content, Content – sprach die DIÄMEXCO und verschwand im Plagiat. Da möchte man rufen: „Mehr Messe, weniger Rockstar und ein bisschen Du selbst!“ Aber wer bin ich hier, um zu urteilen? Ich bin ja auch nur Zwilling.

Matthias: Tobi – das hört sich ja fast so an, als ob du das diesjährige Motto der DIÄMEXCO einfach nicht verstanden hast. Take C.A.R.E = Curiosity / Action / Responsibility / Experience – bedeutet übersetzt: Du brauchst keine Struktur, wenn du neugierig genug bist, wild auf der Website rumzuklicken und dich der Verantwortung als unser CTO stellst, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was sagt Ihr eigentlich zum Kunstprojekt von Albrecht Behmel?
Nehmen wir an der Challenge teil?

Manu:  Also, ich finde gut, dass Kunst endlich zu Kunst findet. Viel zu lange mussten wir Mediaartisten uns mit der spinnennetzumwobenen Ersatzbank der Kunstriege begnügen. Zeit sich zu erheben Media Unita!

Tobi: Klar, sobald ich meinen Instagram-Account aus der Blockchain befreit habe.

Matthias: Bei aller Kritik: Was sind denn die Alternativen? Die South by Southwest in Austin, Texas. Oder die Programmatic I/O in San Francisco? Ich gebe zu, das klingt verlockend.

Manu:  Alternativen?

  • Street Food Festival in Herne
  • Nettelkofener Weinfest
  • Fischerfest in Finsing
  • Travestie Cabaret Show in Wittenberg
  • Jurafest in Lenting
  • Jahrmarkt in Kaltenkirchen
  • Deutzer Kirmes…wobei…nein…Halt!..doch doch…

Für alle Nicht-Köln-Fahrer – wir werden berichten! Für alle Köln Pilger – Auf Wiedersehen in Deutz!

In einem weiteren Teil der Reihe „Ein Blick hinter die Schreibtische der mediascale“ interviewen wir heute Agnes Ley, die über ihren Wiedereinstieg nach der Elternzeit berichtet.

  1. Agnes, was hast du bei der mediascale gemacht, bevor du in Elternzeit gegangen bist?

Ich habe vor meiner Elternzeit bereits zehn Jahre bei der mediascale gearbeitet. Angefangen hatte ich als Trainee und konnte mich im Lauf der Zeit bis zur Unit-Leiterin hocharbeiten. Das hat viel Spaß gemacht, war aber auch zeitweise anstrengend, besonders in heißen Phasen wie der Einarbeitung in einen neu gewonnenen Kunden oder wenn wir die Jahresstrategie für große Kunden erarbeitet haben. Trotzdem habe ich immer viel Freude mit meinen Chefs und Kollegen gehabt.

  1. Und deshalb bist du auch nach der Elternzeit wieder zur mediascale zurückgekommen?

Genau. Wobei ich anfangs nicht sicher war, ob das gut geht. Wir sind Dienstleister für unsere Kunden und der Kunde will einen Ansprechpartner bei der Agentur, den er immer erreichen kann. Gleichzeitig wollte ich jedoch nur in Teilzeit wieder einsteigen. Insofern hatte ich etwas Bedenken, dass die Chefs die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich sage, ich würde dann jetzt gerne wieder 15 Wochenstunden arbeiten.

  1. Und war es so?

Ganz im Gegenteil. Unsere Geschäftsführer haben sich total gefreut und hatten sogar eine Auswahl unterschiedlicher Aufgabenbereiche, die sie mir angeboten haben – das hat mich wirklich erstaunt. Allerdings muss ich sagen, das wäre vor einigen Jahren so noch nicht möglich gewesen. Als wir noch deutlich weniger Mitarbeiter hatten, musste jeder bei den Kampagnen anpacken. Mittlerweile ist die mediascale eine große Agentur geworden und da fallen auch spannende Aufgaben an, die nichts mit unseren Kundenprojekten zu tun haben.

  1. Und was genau machst du jetzt?

Ich bin mittlerweile schon wieder über ein Jahr an Board und da hat sich ein bunter Aufgabenmix ergeben, der mir viel Spaß macht: Recruiting-Maßnahmen, Redaktionsplanung für unseren Blog, Erarbeitung und Durchführung mehrstufiger Akquise-Strategien oder die Stärkung unserer Kollegen in Österreich. Denn für die bin ich der Draht in unsere Abteilungen hier in München, was mir besonders Spaß macht.

  1. Was war das herausforderndste Projekt im letzten Jahr?

Die Konzeption und komplette Umsetzung von einem Video-Dreh, bei dem ich mehrere Videos für Bewerber und Interessenten gemacht habe. Vor der Kamera zu stehen war eine neue Erfahrung und auch, was man alles bedenken muss vor dem großen Drehtag, war recht umfangreich. Aber schlussendlich lief alles gut und ich freue mich jetzt sehr auf die Veröffentlichung der ersten Folge.

  1. Auf was freust du dich morgens am meisten?

Achtung, Klischee: Dass ich eine Abwechslung vom Mama-Alltag habe. Und wenn zufälligerweise auch noch Donnerstag ist, dann auf die Lunch-Yoga Stunde von Julia.

  1. Wer ist dein (berufliches) Vorbild?

Ich habe höchsten Respekt vor allen Müttern, die ihre Elternzeit genutzt haben, sich ein eigenes Business aufzubauen. Manche starten einen Blog, andere produzieren und vertreiben Artikel, die sie selbst gerne während der ersten Monate mit Baby gehabt hätten, wieder andere gründen eine Community für Frauen, etc. etc. Schleierhaft ist mir nur, woher man die Energie und die Zeit neben so einem kleinen Wusel nimmt, aber ganz neidlos: Hut ab!

Juhu, der Sommer ist da! Die Temperaturen knacken beinahe täglich die 30 Grad Grenze, die Sonne scheint! Für viele bedeutet das: Raus in die Sonne, an den See oder ins Freibad, Eis essen und die Seele baumeln lassen. Manch einer steigt auch in den Flieger und flüchtet Richtung Strand.

Für uns bedeutet das: Sommerpause! Die nächsten Wochen wird es etwas ruhiger auf unserem Blog – oder eigentlich: komplette Funkstille. Aber keine Angst! Wir nehmen uns nur etwas Zeit, um die Akkus aufzuladen, neue Kräfte zu tanken und die ein oder andere Idee und Inspiration zu sammeln. Im Herbst melden wir uns dann wieder zurück – mit frischen Ideen und vielen interessanten Blogbeiträgen.

Bis dahin wünschen wir euch einen entspannten Sommer. Genießt den Sonnenschein und auf ein baldiges Wiedersehen!

Native Advertising oder zu Deutsch auch Werbung im vertrauten Umfeld, sind Werbeanzeigen, die redaktionell aufbereitet sind. mediascale und die ING-DiBa haben in einer breit aufgesetzten Marktforschungskampagne das Zusammenspiel zwischen klassischer Displaykommunikation und nativen Kampagnenbestandteilen überprüft. Wolfgang Bscheid berichtet uns in der neuen Folge von Bscheid gsagt alles über den Kampagneninhalt, der Methode und die Ergebnisse:

Gut drei Monate sind inzwischen vergangen, seitdem das Startup Jodel den Sprung gewagt hat und seine gleichnamige Social Media Plattform langsam für Advertiser öffnet. Die Reaktionen der Werbekunden darauf waren sehr durchwachsen: Vereinzelt deutliches Interesse oder zaghafte Neugier, aber oft auch Skepsis und Desinteresse. Doch woher kommt die Skepsis? Oft liegt es wohl einfach daran, dass man gar nicht so genau weiß, was Jodel eigentlich ist und wer die User sind. Also, wie funktioniert denn nun Jodel?

 

Was macht Jodel anders?

Zwei Merkmale grenzen Jodel klar von den meisten anderen Social Media Plattformen ab: Anonymität und Lokalität.

Während Beiträge im Social Web gewohnt an Freunde, Follower oder Abonnenten verbreitet werden, stellt der User bei Jodel seinen Beitrag einfach in die Gegend. Entsprechend passend ist auch der Name der Plattform: Wie ein echter Jodler ruft der User seinen Beitrag ins Tal und nur wer nah genug dran ist, kann die Nachricht hören und antworten. Dieses Zusammenspiel aus kompletter Anonymität und Lokalität ist einzigartig in der Social Media Landschaft.

Während die meisten Social Media Plattformen User weltweit miteinander verbinden und das auch als ihre große Stärke sehen, geht Jodel einen komplett anderen Weg. Jodel ist ausschließlich auf lokale Communities ausgelegt. Über GPS ortet die App den User und zeigt ihm nur Posts an, die im Umkreis von bis zu zehn Kilometern erstellt wurden. Einzige Ausnahme ist die „Heimat“ des Nutzers: Hat der User einmal eine Heimat festgelegt, kann er die Posts dieser Location von überall lesen. Entsprechend hat Jodel einen sehr lokalen Schwerpunkt und versucht, den Austausch in lokalen Communities zu ermöglichen. Jodel gibt den Usern die Möglichkeit, Anekdoten, Informationen oder Fragen zu verbreiten, die regional relevant sind.

Im Gegensatz zu Facebook, Instagram und Co. bewegt sich der User in Jodel komplett anonym. Es gibt keine Profile und deshalb auch keine Profilbilder. Außerdem gibt es keine Klarnamen, nicht einmal Spitznamen, über die ein User identifiziert werden könnte. Diese Anonymität stellt für viele User den größten Reiz der Plattform dar. Sie gibt ihnen die Freiheit, zu schreiben was sie wollen, ohne sich ständig fragen zu müssen, was die Freunde, Verwandten oder Kollegen wohl von ihnen denken. Auch die Gefahr, mit peinlichen Relikten aus der Vergangenheit konfrontiert zu werden, reduziert sich dadurch deutlich.

Wie funktioniert die Interaktion auf Jodel?

Grundsätzlich gibt es für User auf Jodel zwei verschiedene Post-Arten: reine Textposts oder Bilder mit Textfeld, wobei die Textposts die deutliche Mehrheit bilden.

Unabhängig davon, ob der User ein Bild oder nur einen Text postet, können andere User mit dem Post interagieren. Sie können den Beitrag wie gewohnt kommentieren, zusätzlich dazu können die User den Post allerdings auch „Up- oder Down-Voten“. Dieses Bewertungssystem wurde zuvor bereits von der Plattform Reddit etabliert: Jedes positive Votum (Up) gibt einen Pluspunkt, jedes negative Votum (Down) einen Minuspunkt, das Saldo ergibt die Bewertung des Posts. So filtert die Community selbstständig die Inhalte der Plattform. Posts die stark negativ bewertet wurden, werden automatisch gelöscht.

Was ist Karma?

Und dann gibt es noch dieses Karma: Jeder User hat ein sogenanntes „Karmakonto“, das im Grunde nur zur Selbstkontrolle der Community beitragen soll. Mit jedem erstellten Post, der von der Community positiv bewertet wird, steigt das Karma des Users, mit jeder schlechten Bewertung sinkt es. Auch die Interaktion mit anderen Posts wirkt sich positiv auf das Karma aus. Da User untereinander das Karma des anderen nicht sehen können, dient der Stand primär dem User selbst, um zu sehen, wieviel Positives er zur Community beigetragen hat.

Jodel Interface. Quelle: Jodel

Werbung auf Jodel

Soviel zur Plattform aus User-Perspektive, aber welche Möglichkeiten gibt es nun, um auf Jodel werblich aktiv zu werden?

Momentan gibt es nur ein einziges Werbeformat, ein statisches Image im Picture-Feed. Der Picture-Feed ist im Grunde eine Sammlung aller Bilder, die im Umkreis des Users gepostet wurden. Die Werbung erscheint dabei beim Umschalten zwischen zwei User-Posts als Unterbrecher, vergleichbar mit den Stories auf Snapchat und Instagram. Damit ist die Auswahl zu Beginn noch sehr begrenzt, für den User wirkt das Format jedoch vertraut und soll möglichen Reaktanzen aufgrund der neueingeführten Werbung entgegenwirken.

Beispielwerbemittel des Advertisers Spotify. Quelle: Jodel

Wen erreicht man auf Jodel?

Bekannt wurde Jodel als „Die Studenten-App“. Ursprünglich von und für Studenten entwickelt, ist dieser Name auch nicht unbegründet. Vor allem auf den Campussen Deutschlands verbreitete sich Jodel rasend schnell. Tatsächlich sind momentan laut Aussage von Jodel über 70 Prozent der User zwischen 18 und 26 Jahre alt und ein Großteil davon Studenten. Die Kernzielgruppe von Jodel ist also jung, gebildet und lokal aktiv.

Was bietet Jodel?

Mit etwas über 600.000 monatlichen aktiven Usern in Deutschland ist die Reichweite momentan noch überschaubar. Dafür verspricht Jodel den Advertisern eine gewisse Exklusivität. Jodel öffnet sich nur langsam der Werbung und wählt dabei einen bedachten Weg. Die User sollen sich nicht mit Werbung überfrachtet fühlen, deshalb bekommt jeder User vorerst nur eine Werbeeinblendung pro Tag zu sehen. Somit können sich die Advertiser sicher sein, dem User exklusiv präsentiert zu werden. Diese Exklusivität lässt sich Jodel allerdings auch bezahlen: Aktuell ist ein Mindestbudget von 10.000 Euro nötig, die TKPs bewegen sich dabei im hohen zweistelligen Bereich.

Was bringt die Zukunft?

Die Vermarktung der Plattform steht noch am Anfang und wird sich mit der Zeit entwickeln und ausweiten. Bereits jetzt ist abzusehen, dass in naher Zukunft zusätzliche Werbemöglichkeiten hinzukommen werden. Auch das Targeting soll granularer werden: Während es zu Beginn nur die Möglichkeit gibt, regional und auf die aktuelle Berufs- oder Bildungsphase der User zu targeten, sollen zeitnah weitere demographische Targetingmöglichkeiten hinzukommen.

Zurzeit kommt die Plattform nicht für alle Advertiser in Frage, sei es wegen der hohen Preisstruktur oder der engen Zielgruppe. Mit der Ausweitung der Vermarktung wird Jodel jedoch auch für andere Advertiser interessant werden. Spannend wird sein, ob Jodel es schafft, sein Angebot für ein breites Feld an Werbekunden zu erweitern und inwieweit zukünftig auch weitere Zielgruppen erschlossen werden können. Nichtsdestotrotz ist Jodel eine spannende Plattform mit viel Potential, deren Entwicklung man im Auge behalten sollte.

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