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Aus Trends wird entweder das neue „Normal“ oder sie verschwinden wieder von der Bildfläche. Zur zweiten Kategorie fällt mir spontan „Second Life“ ein – erinnert sich noch jemand? In die Kategorie „Hit“ zählen wir bei Mediascale nachhaltige Mediastrategien. Denn Nachhaltigkeit ist für viele Unternehmen ein zentrales Thema, das es nun auch in die Kommunikation und Mediaplanung zu überführen gilt.

Nachhaltige Media bei der Mediascale

Seit mittlerweile 1,5 Jahren beschäftigen wir uns in der Projektgruppe Nachhaltige Media damit, das Thema für unsere Kunden zu erschließen. Zum Start haben wir evaluiert, wie Konsumenten, Medien und Unternehmen das Thema sehen. Einen kleinen Einblick in unsere Befragungs-Ergebnisse sehen Sie in den Grafiken.

Umfrageergebnis bei Mediaentscheidern - Nachhaltige Media
Umfrageergebnis bei Mediaentscheidern Quelle: Appinio/Mediascale; Basis: All(N=158)

 

Transparente Kommunikation
„Sustainable Media Management“, 2021, University of Florida, Mediaplus, Mediascale; Betreuende Professorin Prof. Dr. Lisa-Charlotte Wolter; N=808

 

Gemeinsam mit großen Medienhäusern arbeiten wir an weiteren Umfragen, forschen zusammen mit der Uni Florida und der Hamburg Media School auf diesem Gebiet und freuen uns auf neuen Input durch eine Masterarbeit einer Kollegin mit Fokus auf den werbepsychologischen Effekt nachhaltiger Kommunikation.

Doch jetzt wollen wir in den Dialog gehen, denn noch spannender als die Forschung ist für uns der persönliche Austausch mit unseren Kunden in den letzten Monaten, der uns gezeigt hat, dass es immer noch einen hohen Klärungsbedarf zum Thema Nachhaltigkeit in der Mediakommunikation gibt. Hier wird deutlich, wie viele ungeklärte Fragestellungen es zum Thema Nachhaltigkeit in der Mediakommunikation zu beantworten gilt:

  • Welche Möglichkeiten der nachhaltigen Kommunikation gibt es?
  • Wie tragen wir ethischem Journalismus Rechnung?
  • Wenn unsere Kommunikation nachhaltig umgesetzt ist, wie kennzeichnen wir das gegenüber dem Konsumenten? Wie nimmt der Konsument diese Infos wahr?
  • Sollten wir in die Kommunikation gehen, wenn unsere Produkte / Lieferketten / Produktionen (noch) nicht den Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht werden?

Die Liste ließe sich durchaus noch erweitern.

Die Konsumenten werfen einen immer kritischeren Blick auf die Marken, die sie kaufen. Das ganzheitliche Agieren einer Marke rückt mehr und mehr in den Fokus. Daher halten wir es für wichtig, schon jetzt über die nachhaltige Kommunikation der Zukunft zu sprechen.

Bewegen Sie ähnliche Fragestellungen?

Wenn Sie Interesse an einem kurzen Impuls zum Thema oder an einem Workshop haben, dann freuen wir uns sehr auf Ihre Teilnahme. Gerade beim Thema Nachhaltige Media sehen wir den Austausch und das Voneinander Lernen als große Chance. Wir glauben an dieses Zukunftsthema und bringen es durch Forschungsprojekte voran, gehen in den Austausch mit Unternehmen in unserem monatlichen Sustainability Circle und entwickeln das Thema frühzeitig – gerne gemeinschaftlich mit Ihnen! Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

 

Ach, was waren das noch für Zeiten, in denen man sich auf etwas verlassen konnte? Als der Sommer seine Bezeichnung noch verdiente und nicht erst Mitte August begann. Als man den Monat August dafür verwenden konnte, durch die verschiedenen Trachtenläden zu schlendern, um kritisch zu hinterfragen, ob die Schürzenfarbe dieses Jahr eher rosa oder doch gelb ist, bzw. ob nun eher karierte Hemden und Hirsch oder doch uni und Schwein die richtige Wahl für das nahende Oktoberfest sind. Zumindest konnten wir den August dafür nutzen, mal durchzuschnaufen, lange aufgeschobene Projekte aus dem alten Geschäftsjahr doch noch zu vollenden und sicherzustellen, dass man um 19h einen guten Platz im Biergarten ergattert.

Und heute – quo vadis, Du schönes Sommerloch????

Klar, viele von uns gehen trotz Corona (oder vielleicht gerade deswegen) jetzt in den Urlaub, , nur leider nicht die Projektlisten und Kundenjobs… „Schön“ werden Sie sagen, „seid’s doch froh“, „nach Corona, wo eh ned so viel los war, könnt ihr ja jetzt a bissi Gas geben“, wird da gerne gefachsimpelt.

Nur, die Realität sieht im Moment leider anders aus: Für uns war Corona wie ein Brandbeschleuniger – viele unserer Kunden haben erst jetzt richtig verstanden, wie wichtig und wertvoll digitale Kommunikation ist, und wie essentiell die Unterstützung durch uns Agenturen während Corona ist. Wir arbeiten seit Monaten teils im Home-Office, teils im Büro auf Hochtouren – immer mit einem Auge und Ohr im Teamscall, immer online, immer unter Volllast. Und seit die Inzidenzen wieder sinken, steigt in gleichem Maße die Flut an Neugeschäften und Anfragen unserer Kunden an. Wer also nicht bis Mai schon voll ausgelastet war – jetzt ist er und sie es auf jeden Fall.

Verstehen Sie mich nicht falsch – wir alle sind froh, dass wir so gut durch die Krise gekommen sind und wir auch jetzt auf gut gefüllte Projektlisten schauen können, aber so ein bisschen „Sommer-Laissez-Faire“ würde uns allen nicht schaden v.a. weil wir wissen – Q4 kommt bestimmt, der Wahnsinn hat daher seinen Namen!

Und nun?

Nun kann ich nur im Namen des ganzen Teams an dieser Stelle postulieren: Wir rennen, so schnell wir können, wir machen, was möglich ist und wir geben alles, um Kunden glücklich zu machen und Pitches zu gewinnen. Verzeiht nur, wenn vielleicht die ein oder andere Anfrage bei uns ein Stündchen länger dauert oder unter Umständen erst am nächsten Tag erledigt werden kann. Vielleicht sind wir doch um 21h nochmal schnell in den See gesprungen oder haben ein Radler im Schanigarten bestellt – das Sommerloch existiert für uns dieses Jahr eben nur am Abend ein paar Stunden lang.

Feierabendbier im Serviceplan Innenhof
Feierabendbier im Serviceplan Innenhof

 

Prost und auf die lauen Sommerabende!

Ein grundsätzliches Problem der Brand Lift Study ist, dass die Ergebnisse in dem Tool oft nur übergeordnet auf Gesamtumfrageebene ausgewiesen werden. Eine detaillierte Analyse ist hierbei nicht möglich, da Ergebnisse nicht angezeigt werden, wenn diese laut Google nicht signifikant sind oder zu wenige Umfrageantworten pro Item gesammelt worden sind.

Dieses Problem kann seit März 2021 mit einer neuen Version der BLS 2.0 zumindest teilweise umgangen werden. Am 24.03.2021 wurde die Mechanik der Brand Lift Study 2.0 umgestellt auf die Accelerated Flight & Re-Measurement Study. Dadurch ergeben sich einige Implikationen für die Messung der Anzeigenwirkung:

  1. Verkürzter Messzeitraum (wenige Tage)
  2. Dadurch entsteht die Möglichkeit für ein Re-Measurement der Ergebnisse

Im Idealfall dauert die Messung mit der beschleunigten Methodik nur noch wenige Tage (abhängig von der Reichweite der Kampagne). Dabei werden im Tool die Umfrageergebnisse so schnell wie möglich gesammelt, anstatt ein bestimmtes Tagesziel anzustreben, wie bei der kontinuierlichen Messmethode.

Hat man beispielsweise mehrere Creatives (beispielsweise Creative A & Creative B) zur Verfügung und möchte bewerten, ob die Anzeigenerinnerung für eines der Videos besser ist, so können beide Videos zum Kampagnenstart eingesetzt werden. Anders als bei der kontinuierlichen Messung können die Ergebnisse bereits nach kurzer Zeit analysiert werden. Performt beispielsweise Creative A deutlich besser als Creative B, kann Creative B nach wenigen Tagen deaktiviert werden und das Mediabudget nur noch für das Creative A eingesetzt werden. Dadurch kann die Performance der Kampagne potenziell verbessert werden.

Eine Schwierigkeit der Brand Lift Study 2.0 ist, dass nicht in jedem Fall  Ergebnisse erzielt werden. Oft werden keine Ergebnisse nach der Umfrage angezeigt, wenn ein bestimmtes Signifikanzniveau nicht erreicht wird, bzw. wenn nicht genügend Antworten für bestimmte Items bei der Umfragevorhanden sind. Durch die beschleunigte Messung soll die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass genügend Antworten während der Messung gesammelt und somit aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden. Es ist jedoch nicht garantiert, dass Ergebnisse angezeigt werden, da auch hier ein bestimmtes Signifikanzniveau erreicht werden muss.

Durch die beschleunigte Messung gibt es die Möglichkeit eine erneute Umfrage während einer Kampagne einzustellen. Ist die Kampagne von längerer Dauer (bspw. vier Wochen), kann eine Umfrage am Anfang der Kampagne und eine zusätzliche Umfrage am Ende der Kampagne durchgeführt werden. Werden etwa Änderungen am Kampagnensetup vorgenommen (z.B. Änderung am Targeting, Hinzufügen neuer Creatives), können die beiden Umfrageergebnisse direkt miteinander verglichen werden. Hierfür müssen jedoch die Budgetrestriktionen erfüllt werden.

Zu beachten ist auch, dass sich durch die Anpassungen an der Brand Lift Study 2.0 die Anforderungen an das Budget verändern. Bei der BLS 2.0 hatte man ein Tagesbudget-Ziel (beispielsweise ca. 1.000€ pro Tag in Deutschland für eine Frage) als Voraussetzung für das Einstellen einer Frage. Mit der beschleunigten Messung muss nun ein 10-Tages-Budget-Limit erreicht werden. Dies liegt für eine Frage bei ca. 10.000 € für Deutschland. Laut Google Ads liegt das Budget für Deutschland für zwei Fragen bei knapp 17.000€/10 Tage und bei drei Fragen bei knapp 51.000€/10 Tage.

Diese budgetäre Grundvoraussetzung ist nicht bei allen Kampagnen erfüllt und ist somit nur für Kampagnen mit einem hohen Budgeteinsatz relevant. In diesen Fällen ist die BLS 2.0 eine gute Ergänzung für die Kampagnenoptimierung, jedoch bei vielen Kampagnen mit einem kleineren Budgetrahmen nicht verfügbar.

Allgemeine Schwächen der Brand Lift Study:

Brand Lift Studies können nicht nur auf YouTube durchgeführt werden, sondern auf verschiedenen Plattformen, wie z.B. Facebook, Pinterest, etc. Eine klassische Schwäche von Brand Lift Studies ist, dass sich diese einer neutralen Panelkontrolle entziehen. Es besteht kein klassisches Verbraucherpanel, auf das bei der Befragung zurückgegriffen wird, wie bei einer klassischen Marktforschung. Stattdessen werden die Fragen an die Testgruppe ausgespielt, die das Ad gesehen haben und an eine Kontrollgruppe in derselben Zielgruppe, die das Ad nicht gesehen haben.

Bei einem klassischen, weit verbreiteten Verbraucherpanel steht ein gleichbleibender Personenkreis für Befragungen und Beobachtungen zur Verfügung, der bevölkerungsrepräsentativ aufgestellt ist. Vor allem bei Stichproben wird bei der Rekrutierung klassischer Marktforschungen darauf geachtet, dass die Panel-Stichprobe repräsentativ ist. Die Stichprobenziehung ist der gängige Qualitätsstandard klassischer Marktforschungen. Bei den Brand Lift Studies fehlt die Panelkontrolle hingegen und ein mögliches Bias ist nicht ersichtlich.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist, dass sich die Social Media Plattformen, wie YouTube, Facebook, etc. einer neutralen Kontrolle durch dritte Instanzen entziehen und kein technisches Tracking zulassen. Somit können unabhängige Anbieter wie beispielsweise die AGOF keine unabhängige Messung der Userschaft der Plattformen durchführen und bedienen sich nur Hochrechnungen der Befragungsdaten.[1]

Eine weitere Schwäche von Brand Lift Studies ist das mangelhafte Befragungsdesign. Die Befragungen werden beispielsweise bei YouTube direkt vor oder nach einem Video abgespielt, das bedeutet, dass die Befragungen im gleichen Kontext stattfinden. Dieser Bias ist nicht zu unterschätzen, da dies keine gut kontrollierte Situation der Befragung darstellt. Bei klassischen Marktforschungen wird die Befragung bewusst in einem anderen Kontext (z.B. Experimentaldesign, Laborsituation durch Befragung in Studios, etc.) durchgeführt.

Somit entsprechen die Brand Lift Study nicht den Anforderungen an klassische Marktforschungen und sind nur oberflächlich betrachtet eine objektive Befragung. Für valide Ergebnisse von Kampagnen sind klassische Marktforschungen daher unabdingbar, vor allem wenn die Ergebnisse für Rückschlüsse außerhalb dieser Plattformen gezogen werden sollen.

 

Fazit

Mit der beschleunigten Messdauer der Brand Lift Study 2.0 ergeben sich Vorteile für die schnellere Analyse der Kampagnenergebnisse, die zu Effizienzvorteilen in der Kampagnenoptimierung führen können. Jedoch sind die Mindestmediabudgetvorgaben für die Brand Lift Study 2.0 sehr hoch, vor allem bei der Abfrage mehrerer Fragen, und daher nicht für jeden Kunden bzw. jede Kampagne geeignet.

Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine Garantie dafür gibt, dass nach der Umfrage die Ergebnisse für die abgefragten Metriken erzielt werden. Vor allem bei der Detailanalyse fehlen häufig die Werte für die Bewertung der Demografie oder auf Einzelkampagnen-/Einzelfolgenebene, da auf Einzelitem-Ebene nicht genügend Daten erhoben worden sind, die ein bestimmtes Signifikanzniveau erreicht haben.

Da die Ergebnisse Google-intern erhoben werden und nicht von einer neutralen Instanz, sollte darauf hingewiesen werden, dass die Ergebnisse nicht mit konventionellen neutralen Marktforschungen vergleichbar sind. Die Brand Lift Study 2.0 ist eine gute Hilfestellung zur Bewertung der YouTube-Kampagnen und der Messung der Anzeigenwirkung auf die User innerhalb des YouTube-Universums. Die Brand Lift Study hilft ergänzend bei der Optimierung von YouTube-Kampagnen, sollte aber als Add-On gesehen werden nicht als zentrales Planungselement

[1] https://www.agof.de/agofacts/wissen/neues-forschungsfeld-der-agof-social-media-user-influencer-follower/

Wie können Werbetreibende auf YouTube messen, ob ihre Kampagnen wirksam sind? Und wie können sie die Ergebnisse nutzen, um die Performance der Kampagnen zu steigern? Diese Fragen versucht Google bereits seit längerem mit dem Tool Brand Lift Study (BLS) zu beantworten. Nun gibt es mit der Brand Lift Study 2.0 eine Erweiterung, die vor allem für Kunden mit größeren Mediabudgets geeignet scheint.

Mit der Brand Lift Study 2.0. können Werbetreibende über Google Ads selbstständig Umfragen einpflegen. Diese kann als Ergänzung zu einer YouTube-Kampagne dienen, um die Maßnahmen innerhalb des YouTube-Universums besser bewerten zu können. Im März 2021 folgte eine Anpassung in der Messmethodik, die ich in diesem Blogbeitrag betrachten möchte.

Wie misst die Brand Lift Study 2.0?

Die „Messung der Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit“, oder auch Brand Lift Study 2.0 genannt, ist bereits seit einiger Zeit auf dem Markt. Damit kann in Google Ads selbstständig eine kampagnenbegleitende Umfrage eingestellt werden, die die Anzeigenwirkung auf die folgenden Metriken abfragen kann:

  • Anzeigenerinnerung
  • Markenbekanntheit
  • Kaufbereitschaft
  • Beliebtheit
  • Kaufabsicht

Über vordefinierte Einstellmöglichkeiten für das Produkt oder die Marke werden automatische Antwortmöglichkeiten generiert. Hier können bis zu vier Wettbewerber in die Antwortmöglichkeiten aufgenommen werden.

Brand Lift Study Exemplar
Exemplarische Frage der Anzeigenerinnerung für eine Dienstleistung über die Brand Lift Study 2.0

 

Um eine Umfrage einzustellen müssen jedoch einige Mindestvoraussetzungen erfüllt werden, ohne die dies nicht möglich ist: Stichwort Budget. Die Brand Lift Study 2.0 wird nicht zusätzlich bepreist, jedoch müssen länderspezifische Mindest-Mediabudgets erreicht werden, damit eine Umfrage durchgeführt werden kann.

Insgesamt können bis zu drei Metriken abgefragt werden, dies ist jedoch stark abhängig von dem eingesetzten Mediabudget. Speziell für zwei oder drei Fragen liegt das benötigte Mediabudget in einem gehobenen Bereich. Aus diesem Grund ist das BLS 2.0 Tool vorrangig für Kampagnen mit einem hohen Mediaspending geeignet. Oft müssen mehrere Kampagnen in eine Umfrage hinzugenommen werden, damit die Voraussetzungen erfüllt sind. Sind die Kampagnenziele jedoch unterschiedlich muss abgewogen werden, ob das Zusammenlegen von mehreren Kampagnen für eine Umfrage sinnvoll ist. Zudem ist zu beachten, dass nicht alle Formate bei der Brand Lift Study 2.0 abfragbar sind.

Nach dem Einstellen der Umfrage wird die Kampagnen-Zielgruppe bei YouTube in zwei Gruppen geteilt: User, die die Anzeige sehen dürfen (Testgruppe) und User, die die Anzeige nicht sehen dürfen (Kontrollgruppe). Nach Ablauf der Umfrage werden die Antworten der Testgruppe mit den Antworten der Kontrollgruppe verglichen und die Ergebnisse zur Verfügung gestellt.

Die Brand Lift Study 2.0 misst normalerweise die Umfrageergebnisse kontinuierlich während der gesamten Kampagnenlaufzeit. Die Laufzeit beinhaltet Tagesziele für die Sammlung von Umfrageantworten, was jedoch unter Umständen dazu führen kann, dass die angezeigten Ergebnisse erst nach einer weit fortgeschrittenen Kampagnenlaufzeit im Tool angezeigt werden. Die Ergebnisse werden im Tool pro Umfrage eingeblendet, können jedoch auch auf die wichtigsten Items, wie Alter, Geschlecht, die angefragten Kampagnen oder die eingesetzten Videos heruntergebrochen werden.

Beispiel eines Umfrageergebnisses aus Google Ads.

 

Ein grundsätzliches Problem des Produktes ist, dass die Ergebnisse in dem Tool oft nur übergeordnet auf Gesamtumfrageebene ausgewiesen werden. Eine detaillierte Analyse ist hierbei nicht möglich, da Ergebnisse nicht angezeigt werden, wenn diese laut Google nicht signifikant sind oder zu wenige Umfrageantworten pro Item gesammelt worden sind.

Beispiel eines Umfrageergebnisses dargestellt nach Alter aus Google Ads.

 

Generell gilt: Für eine saubere Messung sollten während einer Brand Lift Study am Setup einer Kampagne keine Änderungen vorgenommen werden, da jede externe Änderung die Ergebnisse beeinflussen kann. Dies reduziert die Optimierungsmöglichkeiten während einer Kampagne.

Eine neue Version der Brand Lift Study 2.0, die mit einer verkürzten Messdauer schnellere Resultate erzielt, stellen wir nächste Woche in einem weiteren Blogbeitrag vor.

[1] https://www.agof.de/agofacts/wissen/neues-forschungsfeld-der-agof-social-media-user-influencer-follower/

Was haben Programmatic Advertising und unser Herz gemeinsam? Beide sind ähnlich faszinierend und komplex zugleich. Das mag auf den ersten Blick komisch klingen, aber ich möchte Euch die Analogie zwischen unserem Herz-Kreislauf-System und der Programmatic-Wirtschaft näherbringen.

Mein Name ist Stephani Moreno, ich bin Teil des PREX-Teams und Trainee im Bereich Targeting & Programmatic Advertising. In der PREX Programmatic Exchange GmbH & Co KG bündelt die Mediaplus ihre Kompetenzen im programmatischen Marketing.

Ich habe dieses Thema gewählt, weil ich ein großes Interesse an Datenanalyse, Programmierung und Prozessoptimierung habe. Gleichzeitig finde ich es faszinierend, wie der menschliche Körper funktioniert und mit wie vielen Themen wir das in Verbindung bringen können, zum Beispiel mit der Funktionsweise der Plattformen, die wir für Programmatic nutzen.

Stellen wir uns zunächst die Anatomie eines Herzens vor. Wenn Du dieses Bild bereits vor Augen hast, dann lass mich dir sagen, dass nachfrageseitige Plattformen (Demand Side Platform/DSP) das Herz sind, der Herz-Kreislauf-Muskel, der als Lebenserhaltungssystem für den programmatischen Anzeigenkauf dient.

DSP als Herzstück des Programmatic Advertising
Funktionsweise der DSP

 

Nun: Was ist die Funktion einer DSP?

So wie das menschliche Herz bei 60 bis 100 Schlägen pro Minute 70 Milliliter Blut pumpt und damit den gesamten Organismus mit Sauerstoff versorgt, brauchen wir 2 bis 3 Tage um ein Netz von Anzeigen zu liefern.

Die nachfrageseitigen Plattformen (DSP) sind Werbetechnologieplattformen (AdTech), die es Werbetreibenden, ermöglichen, Gebote im programmatischen Einkauf abzugeben.

Gebote sind wie Herzschläge für uns, da sie eine wichtige Komponente für nachfrageseitige Plattformen bilden und für die Abgabe von Geboten auf Inventar bei Programmatic Advertising Auktionen verantwortlich sind.

Unser Herz, also die Plattform auf Nachfrageseite, hat demnach mehrere Marktteilnehmer (mehrere Herzschläge), die sich in verschiedenen Datenzentren befinden, um Gebote von Angebot-Plattform (Sell Side Platform/SSP) und Ad Exchange innerhalb des erforderlichen Zeitrahmens (in der Regel unter 200 ms) zu empfangen und zu beantworten.

Damit ein Herz funktionieren kann, muss es mit Vorhöfen, Klappen, Herzkammern, Knoten, Arterien und Venen verbunden sein. Das Gleiche gilt für unsere nachfrageseitige Plattform (DSP). Damit unser programmatisches Herz funktioniert, muss es mit Angebotsquellen (Angebot- Plattform und Ad Exchange) verknüpft sein.

Gebote sind der Sinusknoten unseres Herzens. In der menschlichen Anatomie ist dieser Knoten die Struktur, die das Herz schlagen lässt und die elektrischen Impulse erzeugt, die Kontraktion bewirken.

In unserem programmatischen Herzen sind Werbeplätze ein Marktplatz im digitalen Raum für Werbetreibende und Publisher, auf dem Werbeplätze durch automatisierte Echtzeitgebote gekauft und verkauft werden.

Die meisten Datenmanagement-Plattformen (DMPs) sind in nachfrageseitige Plattformen (DSP) integriert. Diese Plattformen sind die Venen, die mit unserem Herzen verbunden sind, da über diese Blutgefäße Nährstoffe gesammelt werden. Für uns sind die Daten in dieser Analogie im Blut dargestellt, denn das Blut fließt und erreicht jede Website mit der Werbung, die wir anbieten wollen.

Unsere DSP benötigt eine Verbindung zu einer SSP, die in der linken Herzkammer vertreten ist. Dieser Teil des menschlichen Körpers hat die Aufgabe, sauerstoffreiches Blut aufzunehmen (Werbebotschaften) und dieses an den Rest des Körpers weiterzuleiten (Websites, verschiedene Übertragungskanäle).

SSPs sind die Plattformen, auf denen Vermarkter ihre Werbeplätze aggregieren (Analogie Blut ohne Sauerstoff = ohne Werbung).

Programmatic ist ein ganz zentrales Organ unseres Werbe-Organismus, das Gros der Kampagnen wird mittlerweile programmatisch eingekauft. Im Programmatic Advertising schlägt somit das Herz des Digitalen Marketings.

Er steht für die härtesten Töne, die lautesten Gitarrensoli und die schnellsten Double Bass-Beats: Holger Hübner, Chef des Wacken Open Air, vereint jährlich über 85.000 Heavy Metal Fans in dem sonst so beschaulichen Dorf in Schleswig-Holstein. Im Podcast BSCHEIDGSAGT offenbart der 55-jährige nun seine weiche Seite: Privat lässt er es musikalisch auch gern etwas sanfter angehen. „Ich höre aktuell eigentlich alles queerbeet: Von Neil Young bis Bruce Springsteen ist alles dabei.“ Vor allem in der Pandemie habe ihm die Musik persönlich geholfen.

Holger Hübner, Gründer des Wacken Open Air ©Kai Swillus

 

Wie Metal Heads wirklich ticken

Im Gespräch mit unserem Geschäftsführer Wolfgang Bscheid räumt Hübner auch endlich mit den gängigen Klischees über Heavy Metal Fans auf. „Nach anfänglicher Skepsis gegenüber den langhaarigen Rockern wurden in Wacken viele Freundschaften geschlossen, einige fanden sogar die große Liebe und haben sich direkt vor Ort trauen lassen.“ So ticken Metal Heads eben: „Metaler sind ein treues Publikum. Bei uns kommen Jung und Alt zusammen, oft auch mehrere Generationen mit Fans Ü70, deren Kindern und Enkelkindern. Uns verbinden Eigenschaften, die man sich von guten Freunden wünscht: verlässlich und immer geradeaus.“ Trügt das wilde Erscheinungsbild mancher Rocker also? „Auf jedem Schützenfest gibt es mehr Hauereien. Jeder hilft, wo er kann und man gibt auch gern mal Fremden einen aus.“ Klar ist: Fans und Veranstalter sind wie eine Familie, trotzdem mussten die Verantwortlichen ihre Schützlinge erst kürzlich bremsen. Unter dem Motto „weniger Ballermann“ reduzierten sie entgegen vielfach geäußerter Wünsche die Zahl der Non-Metal-Auftritte – um die Seele des Festivals zu wahren.

Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein für die Wacken-Gründer

Obwohl Holger Hübner als Wacken-Organisator eher im Hintergrund agiert, ist er längst selbst eine Institution geworden – in der Szene, aber auch in Schleswig-Holstein selbst. 2019 wurden er und Mitgründer Thomas Jensen mit dem Verdienstorden des Bundeslandes ausgezeichnet – eine eher bürgerliche Ehrung also. „Unsere Eltern sind stolzer auf uns als wir selbst, weil wir gar nicht so gerne in der Öffentlichkeit stehen. Wir sind ja eher im Hintergrund und das ist auch gut so. Das Festival ist, was es ist durch unser Team und die Fans und Bands. Daher gilt ihnen die Auszeichnung genauso“. Die Success-Story der beiden, das macht das Gespräch deutlich, ist weit ab der gängigen Unternehmergründer-Erfolgscases. „Das war immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Wir haben gesagt: Wir machen Rock ‘n‘ Roll und dafür mussten auch unsere Jobs dran glauben.“ Nach 2000 ging es dann steil bergauf, je größer das Publikum desto mehr internationale Bands traten auf. „Für uns ist das natürlich ein Traum – wir laden die Bands ein, auf die wir selber Bock haben, die wir unbedingt gerne sehen wollen.“

Wacken als etablierte Marke

Das Wacken Open Air ist eines der weltweit größtes Musikfestivals und hat längst Kultstatus bei den Fans. Internationale Größen wie Iron Maiden und Rammstein rocken gemeinsam mit ihren Anhänger:innen das kleine Dorf im Norden Deutschlands. Doch die Marke Wacken besteht nicht nur aus dem Festival selbst, sondern hat ihre Marken-Präsenz über die Jahre hinweg weiter ausgebaut: Vom Wacken-Camping Set in Kooperation mit Globetrotter über Social Media und einen eigenen Radiosender bis hin zum Online-Stream zusammen mit der Telekom während Corona – Wacken ist zur erfolgreichen Brand geworden. Seit 2018 gibt es mit Full Metal Gaming sogar E-Sport- und Gaming-Angebote für die Kids. Laut Holger Hübner aus gutem Grund: „Früher haben die jungen Bands in den Tourneebussen mit den Groupies die Nacht zum Tag gemacht, heute holen sie die Playstation raus – total langweilig! Aber man muss sich der jüngeren Generation eben anpassen.“

Aufgrund von Corona wird das Wacken Open Air auf 2022 verschoben, die Fans können sich aber über eine Alternativveranstaltung freuen: Vom 16.-18. September 2021 findet das neu ins Leben gerufene Bullhead City-Festival in Wacken statt.

Hi, ich bin Julia und als Trainee selbst Berufseinsteigerin bei der Mediascale und somit dem gesamten House of Communication (HOC). Ich möchte heute mal erzählen, was es mit dem HOC der Serviceplan Group auf sich hat und wie der Start in der Agenturgruppe so verläuft.

Das HOC ist ein ganzheitliches Konzept, welches Kreativität, Media und Technologie unter einem Dach vereint. Das bedeutet, dass alle Kommunikationsdienstleistungen aus einer Hand angeboten werden: Die perfekte Grundlage für eine Best Brand also. Alle Agenturen, die zur Serviceplan Group zählen, arbeiten zusammen und werden zu einem großen Team.

Von dieser Struktur profitieren auch wir Trainees. Ab dem Zeitpunkt unseres Einstiegs werden wir von unseren Kolleg:innen angehalten, Kontakte zu knüpfen und die Arbeitsweise außerhalb der Mediascale agenturübergreifend kennenzulernen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das ohne meine Kolleg:innen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, in völliger Verwirrung geendet hätte. Schließlich sind die eigenen Tätigkeiten erst einmal kompliziert genug, und überhaupt ist die Welt eines Planers zu Beginn ein totales Labyrinth. Vanessa hat das bereits in einem vorherigen Blogbeitrag auf den Punkt gebracht. Da allerdings innerhalb des gesamten HOC ein tolles Miteinander herrscht, haben sich alle Puzzleteile schnell zusammengefügt und ich habe einen guten Überblick erhalten.

Ein wichtiger Baustein hierfür war der Schulungslauf, den alle Trainees auf dem Weg zum Mediaplaner und -berater durchlaufen. Alle Infos dazu sind in Marias Beitrag ausführlich nachzulesen. Kolleg:innen, egal welcher Agentur und Stellung im Unternehmen, erarbeiten ein ausführliches Programm, das den Einstieg in den Beruf erleichtert. Egal ob Klassik- oder Digital Planer, jede und jeder lernt die Arbeitsweise des anderen kennen und alle sind anschließend auf dem gleichen Stand der Dinge. Die erste persönliche Kundenberatung kann also kommen. In kleinen Teams wird am Ende selbstständig eine Mediastrategie entwickelt und nachfolgend präsentiert und vorgestellt. Die Teams bestehen aus Trainees und Junior:innen unterschiedlichster Bereiche der Agenturen (Digitalplaner, Klassikplaner, Account Manager uvm.), wodurch wir nicht nur neue Leute, sondern auch neue Herangehensweisen kennenlernen. Dadurch habe ich nicht nur Anschluss im Job, sondern auch neue Freunde gefunden.

Ich habe mich mit meinen Teamkolleg:innen Lucie und Fabian aus der Mediaplus unterhalten und sie nach ihrer Meinung zum HOC, der Zusammenarbeit und dem Schulungslauf gefragt.

Was haltet ihr vom agenturübergreifenden Konzept des HOC und welche Vorteile bietet es euch?

Fabian: Das Konzept des HOC finde ich super und habe ich besonders durch den Arbeitsalltag in der Agentur schätzen gelernt. Bei den sehr vielfältigen und komplexen Aufgabenstellungen im Alltag ist man auf die Unterstützung von spezialisierten Kolleg:innen aus anderen Agenturen angewiesen. Daher ist es super für jedes Problem eine Ansprechpartner:in in der Agenturgruppe zu haben und diese durch das HOC auch vor Ort erreichen zu können. Besonders durch die geselligen After-Work Events lernt man viele neue Gesichter kennen und kann immer mehr die Zusammenhänge der einzelnen Agenturen verstehen oder konkrete Fragen beim Feierabendbier beantworten.

Lucie: Ich finde es sehr cool, dass alles unter einem Dach verfügbar ist, aber trotzdem jede Agentur auch so ein bisschen für sich arbeitet. Es ist eine gute Mischung zwischen einem etwas kleineren Team in dem schnell und innovativ gearbeitet werden kann und einem großen Unternehmen mit unwahrscheinlich viel Expertise und einem großen Leistungsspektrum. Das HOC bietet einfach sehr viele Möglichkeiten sich zu verwirklichen!

Der Schulungslauf greift diese Idee auf. Würdest du das Einsteigerprogramm weiterempfehlen und wenn ja warum?

Fabian: Ich persönlich kann den Trainee-Schulungslauf mit bestem Gewissen weiterempfehlen. Es hilft super für den Start in der Agenturgruppe. Sei es einerseits um einen Überblick über die Unternehmensstruktur und die Arbeitsabläufe zu bekommen als auch andererseits, um soziale Kontakte zu knüpfen. Das besondere Highlight des Schulungslaufs war für mich der Case als Abschluss. Dort konnte man sich ohne Restriktionen auf einem fiktiven Kundenbriefing ausprobieren und ein Projekt von Anfang an selbst gestalten. Dabei sind aus anderen Teilnehmern des Kurses Freunde geworden. 😊

Lucie: Ich finde es richtig gut, da es einem einen guten Gesamtüberblick gibt und man dadurch weiß, wie andere Abteilungen arbeiten, und man sich schon mal connecten kann, was die zukünftige Zusammenarbeit erleichtert und potenzielle Schnittstellen vereinfacht. Für eine noch bessere Zusammenarbeit könnte man den Schulungslauf noch um einen kurzen wöchentlichen Überblick über das gesamte Portfolio der Agentur erweitern, sodass jeder die individuell wichtigen Ansprechpartner kennenlernen kann.

In welchen Bereichen deiner alltäglichen Arbeit hilft dir die Traineeschulung am meisten?

Fabian: Das Verständnis für die einzelnen Medien und die KPIs sind das kleine Einmaleins des Mediaplaners. Darüber hinaus wiegt für mich aber die soziale Komponente des Kurses noch stärker. Denn durch die buntgemischten Case-Gruppen habe ich als Klassik-Planer auch die Digitalen-Planer:innen kennengelernt und somit meine Ansprechpartner:innen für zukünftige Probleme im digitalen Kontext.

Lucie: Gerade am Anfang hat es mir bei sehr vielem geholfen, vor allem um ein gutes Verständnis für alle Abläufe und einen Überblick aller Kontaktpersonen zu bekommen. Manchmal möchte man etwas bestimmtes umsetzen, aber weiß nicht ansatzweise wo man nachfragen soll – dafür war die Schulung sehr hilfreich. Da ich aber noch neu in der Agentur bin, brauche ich trotzdem meine Zeit, das Gesamtbild der Agentur mit all ihren Aufgaben zu verstehen. 😉

Zusammenarbeit im HOC
Zusammenarbeit im HOC Quelle: www.pexels.com

 

Einzelkämpfer oder Teamwork – welche Eigenschaft brauchst du als Mediaplaner?

Fabian: Definitiv Teamwork. Als Mediaplaner muss man sich bei den Projekten immer mit anderen Kollegen abstimmen, Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz. Für die Entwicklung einer Mediastrategie benötigt es viele Spezialisten für die einzelnen Bausteine der Strategie und daher kann man die Herausforderung nur als Team bewältigen.

Lucie: Wie bei fast allem: Kommt drauf an und beides. 😊

An sich muss man schon im Team arbeiten können, denn verschiedene Kunden und viele verschiedene Kampagnen bergen auch viel Arbeit. Außerdem ist es wichtig, im Austausch mit anderen zu bleiben, was zum Beispiel Neuerungen auf dem Markt der Medienwelt angeht.

Trotzdem braucht man für manche Aufgaben in unserem Job auch einfach mal Ruhe und zwei Stunden Zeit sich einzuarbeiten. Das Meiste geht aber nicht ohne ein gutes Team, gerade als Berufseinsteigerin.

 

Wenn Du jetzt Lust bekommen hast, noch mehr zu erfahren und das HOC kennenzulernen, dann bewirb Dich jetzt bei uns !

Vor genau einer Woche endete der jährliche Pride Month (Juni). Bis dato konnte man bei vielen Unternehmen in Regenbogenfarben getauchte Markenlogos entdecken, als Zeichen der Solidarität gegenüber der LGBTQ+ Community. Doch wie wird Diversity nach dem Pride Month gelebt?

Vielen Unternehmen, die mit der Flagge geworben haben, wird nun Pinkwashing vorgeworfen. Mit Pinkwashing ist im LGBTQ+ Kontext eine vermeintliche und kurzweilige Identifizierung mit der LGBTQ+ Community gemeint, um sich als Unternehmen bzw. Marke tolerant und modern darzustellen – und so auf der Trendwelle des Supports mitzuschwimmen. Dass dies auch der Sympathie- und Absatzförderung dienen soll, ist nicht auszuschließen.

Wofür steht LSBTIQ (DE) / LGBTQ+ (EN) überhaupt?

LSBTIQ ist ein Akronym für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell und queer. Doch geläufiger ist die englische Variante LGBTQ+ – „lesbian, gay, bisexual, transsexual, queer and plus“. Seit kurzem wurde dies ergänzt durch die Buchstaben „A“ für asexual und „I“ für intersexual. Das Plus steht für alle weiteren Identifizierungen. Dies sind Beschreibungen für sexuelle Orientierungen, die nicht der heterosexuellen entsprechen.

Diversity Pronomen

Ich stellte mir die Frage, wie es bei uns, der Mediascale, um Diversity steht.

Bisher habe ich es noch nicht erlebt, dass bei der Mediascale ein:e Kolleg:in aufgrund der sexuellen Identifizierung oder auch der Herkunft oder Hautfarbe diskriminiert wurde. Ganz im Gegenteil – die offene und freundliche Art sowie der respektvolle Umgang miteinander steht hier an oberster Stelle. Dabei steht nicht im Vordergrund, wie kräftig wir mit der Regenbogenflagge schwingen, sondern wichtig sind die Persönlichkeit und die Werte des einzelnen Menschen. Auf Instagram und LinkedIn posteten wir daher ebenfalls eine Story zum Pride Month, um uns klar zu positionieren.

Ich befragte zwei der führenden Köpfe der Mediascale zu dieser Thematik. Geschäftsführerin Martina Staudinger und Geschäftsführer Wolfang Bscheid. Martina Staudinger ist unter anderem auch Teil des Diversity Managements und kümmert sich um LGBTQ+ Themen.

Was bedeutet Gleichstellung für die Mediascale?

„Bei der Mediascale soll jede:r Mitarbeiter:in auch Mensch sein dürfen, mit ganz persönlichen Werten, Bedürfnissen und Interessen. Wir wollen ein Arbeitsumfeld und eine Atmosphäre schaffen, in der alle Kolleg:innen offen und ehrlich miteinander umgehen. Es ist mir wichtig, wie es unseren Kolleg:innen privat und persönlich geht. Wenn wir mehr voneinander wissen, können wir auch mehr aufeinander Rücksicht nehmen und authentisch sein. Ich denke, das macht unseren guten Zusammenhalt aus.“ (Martina Staudinger)

„Natürlich könnte man jetzt sagen, dass eine Agentur als moderner Arbeitgeber seinen Mitarbeiter:innen ein möglichst offenes und attraktives Umfeld schaffen sollte und es daher heute unerlässlich ist, sich für Diversity einzusetzen. Ganz ehrlich, ich glaube Toleranz und Respekt gegenüber seinen Mitmenschen ist ein so wichtiger und grundsätzlicher Wert einer freien Gesellschaft, dass es gilt, ihn überall zu schützen, egal ob im Privaten oder im Beruflichen. Daher ist es für mich eine absolute Selbstverständlichkeit, LGBTQ+ zu unterstützen und ich hoffe sehr, allen Kolleg:innen der Mediascale geht es genauso.“ (Wolfgang Bscheid)

Da wir Teil einer starken Gesellschaft, der Mediaplus sind, können wir Angebote wie Lesungen oder Impulsvorträge zum Thema Diversity wahrnehmen und uns auch außerhalb des Pride Month damit beschäftigen und uns weiterbilden. Auch wenn wir nicht jeden unserer Posts mit der Regenbogenflagge zieren, supporten wir alle Menschen – egal welcher Identifizierung, Religion oder Herkunft.

Hallo, hier bin ich wieder! ich habe es geschafft, die Kinder sind versorgt und ich kann mich wieder in die Arbeit stürzen.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht und es braucht viel Zeit, Geduld und Nerven, bis man wirklich wieder so richtig im Job angekommen ist. Zwei Mal bin ich nun wieder ins Berufsleben eingestiegen. Es hätte jeweils nicht unterschiedlicher ablaufen können: Der erste Wiedereinstieg mit einem Kind und der zweite mit zwei Kindern inklusive Corona. Aber das Gute ist, es gibt eine Lernkurve. Also, vielleicht kann ich ja meine Erfahrungen teilen und anderen den Wiedereinstieg erleichtern – denkt sie, während der Newsletter der Kita mit Anregungen für die Testung des Umfeldes der Kita-Kinder eintrudelt, die Matschhosen durch die Waschmaschine laufen und sie feststellt, dass die Schlappen für die Turnstunde morgen im Kindergarten immer noch nicht angekommen sind…

Also fangen wir von vorne an:

Vor jedem Wiedereinstieg stellen sich eine Vielzahl an Fragen….

Und weil ich To-Do- und Checklisten liebe, hier meine persönliche Liste, sortiert nach Priorität:

Prio 1: Betreuung für’s Kind

Die Frage aller Fragen: Bekommen wir einen Kita-Platz? Alle Eltern werden es kennen: Den ersehnten Kita-Platz zu bekommen, gleicht einem Marathon. Aber genau mit dieser Frage steht und fällt der Wiedereinstieg in den Job. Wenn das geklappt hat, kann man auch schon mit der Planung beginnen. Wann kann’s losgehen? Wie viele Stunden kann ich wieder arbeiten und wie sieht mein täglicher Zeit- und Aufgabenplan aus?

Mein erstes Learning: Frühzeitig Gedanken machen, wie lange das Kind betreut werden soll.

Es mag ein simpler Tipp sein, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es macht wirklich Sinn, sich vorher einmal Gedanken zu machen. Schnell musste ich z.B. feststellen, dass ein guter Puffer zwischen Arbeitszeit und Kitazeit einiges an Stress erspart. Denn 15 Minuten zwischen Feierabend und Abholen scheint bei 5 Minuten Fußweg zunächst nach genügend Zeit, aber wie oft macht man schon pünktlich Feierabend? Und wo in diesen 15 Minuten bleibt meine Zeit zum Durchatmen? Das Kind ist nämlich ausgeruht und fit, die Mama oder der Papa nach der Arbeitszeit erstmal reif fürs Sofa zum Kopf abschalten. Das bedeutet: Die Buchungszeiten in Kita/Kindergarten lieber großzügig planen, damit man nicht mit Headset zum Abholen rasen oder die Kolleg:innen bitten muss, den Laptop zuzuklappen, weil erst 5 von 5.687 Updates installiert sind.

Auch der Kita-Standort ist ein Thema. Nah am Zuhause oder nah am Arbeitsplatz? Die Nähe zum Schreibtisch ist praktisch, weil man das Bringen und Abholen mit dem Arbeitsweg verbinden kann. Die Nähe am Zuhause ist praktisch, wenn man im Homeoffice oder nicht an jedem Tag der Woche arbeitet. Während es beim ersten Wiedereinstieg super praktisch war, dass Kita und Agentur nah beieinander lagen, wurde genau das zum organisatorischen Hindernislauf beim zweiten Wiedereinstieg während Corona.

Prio 2: Stundenpensum

Jetzt will man sofort loslegen und auch einen ordentlichen Arbeitstag haben – eben richtig was schaffen. Wie früher. Früher gab es aber nur einen Bestimmer über den eigenen Zeitplan, jetzt spielt da mindestens ein weiterer kleiner Mensch mit, der deine Aufmerksamkeit braucht. Und sind wir ehrlich, er spielt auch die erste Geige. Man sollte sich also rechtzeitig Gedanken machen, wie viele Stunden und Arbeitstage sinnvoll umsetzbar sind. Ich habe schnell gelernt, dass es einfacher ist, langsam anzufangen. Schon in der Eingewöhnung ging es los mit Krankheit, Schließtagen und Personalmangel. Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, mal einen Schritt zurückzutreten und Stunden zu reduzieren. Eine offene Kommunikation darüber, wie es sich für mich zurück in der Arbeitswelt anfühlt, ist unglaublich wichtig. Hier habe ich mit der Mediascale einen tollen Arbeitgeber gefunden, der viel Flexibilität und Verständnis mitbringt. Sei es eine Reduzierung der Arbeitsstunden oder einfach nur das Verständnis im Team, dass man doch früher den Laptop ausschalten muss, Arbeitstage tauscht oder das Kind im Team-Meeting auf dem Schoß sitzen hat. Gerne denke ich an meinen ersten Wiedereinstieg zurück, da haben wir spontan einen „bring your kid to work half-day“ eingelegt. Wenn die Mama zu einem Termin kommen muss und die Großeltern noch nicht da sind, kann man so etwas mit einem so flexiblen Team auch mal machen. Das eröffnet viele neue Perspektiven für alle Beteiligten.

Prio 3: Nennen wir es mal Rahmenbedingung

Die erste Zeit ist durchaus anstrengend. Es dauert etwas, bis sich die neuen Abläufe in der Familie etablieren. Für jedes Familienmitglied beginnt ein neuer Abschnitt. Der Alltag muss deutlich geplanter ablaufen und es gibt weniger Platz für spontane Änderungen. Das kann bei allen schon mal an den Nerven nagen.

Noch während des ersten Wiedereinstiegs, der Hand in Hand mit der Eingewöhnung des Kindes in die Kita ging, habe ich gelernt, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Je mehr Ruhe und Zeit man für die Umstellung der Abläufe hat, desto besser und schneller spielt sich alles ein. Für den zweiten Wiedereinstieg habe ich mir bewusst Zeit gelassen. Zwischen Kita- und Kindergarten-Eingewöhnung und Wiedereinstieg habe ich einen Monat Auszeit genommen. Auch für mich selbst, um alle Baustellen und Projekte Zuhause abzuschließen und um einfach mal durchzuatmen.

Und wenn all diese ersten Hürden geschafft sind, dann macht der Wiedereinstieg einfach nur Spaß. Es ist ein tolles Gefühl, endlich mal wieder an einem Projekt zu sitzen, ohne alle 5 Minuten unterbrochen zu werden. Natürlich ändert sich einiges, und wenn man zurückkommt, muss man sich erstmal wieder in viele neue Tools einarbeiten und neue Abläufe lernen. Ich habe aber auch festgestellt, dass im Kern doch alles wie immer ist. Es ist wie mit dem Fahrradfahren – man verlernt es nicht.

Ah ja und diese Ruhe… noch nie in meinem Leben kam mir ein Büro so ruhig vor. Und man muss sich nicht auf der Toilette verstecken, wenn man was naschen will und es fragt dann auch niemand „Was hast du im Mund?“. Beim Mittagessen fliegt kein Besteck durch die Gegend und es weint auch niemand am Tisch, weil das Wasser ein Grad zu kalt oder zu warm ist.

Aber es gibt nichts Schöneres, wenn beim Abholen jeder stolz von seinem Tag erzählen kann und davon, was er heute gemacht hat. Die einen berichten dann eben von Raketen aus Magnetbausteinen und Hüpfpferden oder vom Bildermalen, die anderen von einem Tag am „Com-put-i-her“ mit bunten Kugeln im Hintergrund.

 

Vor kurzem erreichte uns die freudige Nachricht, dass es die Kollegen der Mediascale Köln in Zusammenarbeit mit der Mediaplus Köln, der PREX, Samsung Ads und dem Kunden Warsteiner auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft haben.

Was es damit auf sich hat und wie es nun weitergeht, haben wir unseren Kollegen Lin Christian Neumann gefragt. Lin ist Senior Digital Planner für Warsteiner, deren Etat federführend bei der Mediaplus Köln liegt. Außerdem ist Lin Head of Innovation für den Kölner Mediascale-Standort und damit der passende Ansprechpartner für unsere Fragen rund um die Nominierung des Warsteiner Cases:

Zuallererst: Herzlichen Glückwunsch zur Nominierung! Kannst du uns verraten, was sich genau hinter dem Warsteiner Case verbirgt?

Lin: Vielen Dank! Lass es mich so erklären: Bier-Werbung im klassischen TV gehört für jeden TV-Seher zum Alltag. Auch die Verlängerung der Kampagne in Online-Bewegtbild zählt zu einer gängigen Vorgehensweise, um die Reichweite zu steigern. Für gewöhnlich nutzt man an dieser Stelle sogenannte Überschneidungswahrscheinlichkeiten, um die inkrementelle Reichweite zu schätzen. Ein Nachweis für den real gemessenen Reichweitengewinn auf demselben Endgerät im Haushalt, dem Smart TV, konnte bisher jedoch noch nicht erbracht werden.

Warum ist genau das von Interesse?

Lin: Besonders bei jungen Zielgruppen, die kein bis wenig lineares TV mehr sehen, also Video-on-Demand-Streamer oder auch Gamer, sinkt in den letzten Jahren die durchschnittliche Sehdauer des linearen TV-Konsums. Sie sind somit noch schwerer durch klassische TV-Kampagnen zu erreichen und stellen deshalb natürlich ein besonderes Wachstumspotential für einen Kunden wie Warsteiner dar.

Das heißt Warsteiner möchte explizit jene Zuschauer erkennen und erreichen, die ihren Spot nicht im TV gesehen hatten?

Lin: Ja, genau! Ziel ist es, effizient und streuverlustfrei die inkrementelle Reichweite der eigenen TV-Kampagne zu steigern. Und das nicht auf einem mobile Device oder dem Desktop, sondern dem großen TV-Screen der Samsung Smart TVs! Aber auch für die Aussteuerung auf mobilen Endgeräten und Desktop haben wir mittlerweile über unsere Programmtic Unit „PREX“ die übergreifende Lösung „TV Content Recognition“ für alle TV-Werbetreibenden parat. So können wir z. B. auch Zuschauer bestimmter Genres und Sender oder anhand ihrer genutzten TV-Geräte inkl. angeschlossenem Konsolentyp gezielt ansprechen. Sehr spannend! Selbstverständlich ist noch zu erwähnen, dass natürlich alle Daten über Opt-In erhoben werden, das heißt deren Verwendung geschieht nur über die ausdrückliche Zustimmung der Zuschauer.

Soweit haben wir das verstanden – aber wie steigert man die inkrementelle Reichweite einer TV-Kampagne? Nicht geschätzt oder hochgerechnet, sondern real nachweisbar. Wie habt ihr das umgesetzt?

Lin: Hier setzt Warsteiner mit dem Targeting auf Nicht-Seher des TV-Spots an. Als europäischer First Mover gemeinsam mit Samsung Ads: Mittels automatischer Bilderkennung analysiert Samsung ob ein TV-Spot gesehen wurde oder nicht und strahlt entsprechend Spots im Smart TV-Content aus. Ergebnis: Eine Steigerung der inkrementellen Reichweite auf den Samsung Smart TVs um 21%.

Wow, das kann man wohl überzeugende Ergebnisse nennen! Neben dem tollen Erfolg der Kampagne habt ihr es jetzt noch auf die Shortlist des deutschen Mediapreises geschafft – was bedeutet das für alle Beteiligten?

Lin: Wir freuen uns als großes Mediaplus-Team sowie mit Warsteiner, Samsung und den weiteren beteiligten Unternehmen riesig über die Nominierung! Sie zeigt, dass die Idee und deren finale Umsetzung offenbar eine wichtige Fragestellung beantwortet. Von der ersten Besprechung der Innovation bis zur finalen Umsetzung des Case-Films war es eine Menge Arbeit. Umso mehr freuen wir uns über Kunden wie Warsteiner, die den Mut haben, mit uns neue Wege zu gehen.

Dann bleibt abschließend nur noch die Frage, wie ihr den deutschen Mediapreis 2021 am 29. Juni verfolgen werdet?

Lin: Auf jeden Fall live vor dem Screen. Ob dann in großer Runde im Konfi oder remote zu Hause müssen wir dann schauen. Aber sicher mit einem leckeren Warsteiner in der Hand!

Mit diesen Worten gratulieren wir den Kölner Kollegen und Kolleginnen der Mediaplus, der Mediascale und der PREX zusammen mit Samsung Ads und natürlich Warsteiner nochmal herzlichst zur Nominierung und drücken die Daumen für den 29. Juni 2021. Zum Abschluss sagen wir noch vielen Dank an Lin Christian Neumann, dass du uns diesen Einblick ermöglicht hat.

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