mediascale Blog

1 September 2022, mein erster Tag bei der Mediascale in München. Treffpunkt war 9:00 im Empfangsbereich des House of Communication für das gemeinsame Newcomer-Frühstück.

Das Erste, dass einem direkt ins Auge fällt ist die imposante rote Couch im Empfangsbereich. Eine Couch, die scheinbar kein Ende hat. Hier haben wir Neulinge uns das erste Mal getroffen und anschließend gings zum Frühstücken direkt ins Workcafe im Foyer. Ein perfekter Ort für ein erstes Kennenlernen und kleinere Meetings, wie sich später herausstellte.

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­Nächster Programmpunkt: Hausführung.

Über die große Haupttreppe geht es hoch in den ersten Stock zum Innovation Track. Dieser lange Gang verbindet die drei Gebäude, die zusammen das House of Communication bilden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

­­Sofort fragt man sich: bin ich überhaupt noch im Büro oder laufe ich durch eine Kunstgalerie? Neben den verschiedensten Bildern und Kunstwerken stehen hier auch Skulpturen und eine große LED-Bildschirmwand, auf der Verschiedenes gezeigt wird.

 

Nach dem sehr beeindruckenden Start geht es weiter vom ersten Gebäude (auch Join genannt) über den Innovation Track ins Heart, das mittlere Gebäude – und das Herzstück der Agenturgruppe. Direkt steht man an einer Espresso Bar, an der man sich jegliche Art von Kaffee (sogar Pumpkin Spice Lattes 😉) kaufen kann.

Bei einem Blick über das Geländer ins Erdgeschoss sieht man die große Kantine. Doch was darf in einer Kantine niemals fehlen? Ganz klar, eine Tischtennisplatte und eine Games Area mit einer Xbox.  Der perfekte Ort um den Arbeitsalltag mal zu unterbrechen oder die Mittagspause mit den Kolleg:innen ausklingen zu lassen.

Weiter geht’s zu der ‚Most Instagrammed Ecke‘ im ganzen Büro. Wenn man mal ein bisschen Ruhe braucht oder gemeinsam entspannt einen Kaffee trinken will, hat man hier eine perfekte Oase dafür.

Der  vorletzte Stopp der Hausführung: Die Dachterrasse. Ausgestattet mit Tischen und Stühlen, aber auch gemütlichen Loungechairs, findet man hier auch genug Platz zum Mittagessen, einer kurzen Kaffee Pause oder sogar Yoga am Morgen inklusive Blick auf die Münchner ‚Skyline‘ und das schönste Alpenpanorama.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Last but not least werfen wir einen Blick in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Neben Großraumbüro-Feeling, gibt es Meetingräume, Fokus Boxen für ein zurückgezogenes Arbeiten ganz in Ruhe, bis hin zu Phone Boxen zum Telefonieren oder auch Chat Boxen für entspannte Gespräche zu zweit.

Direkt wird allen klar, hier ist für alle Mitarbeiter:innen und jegliche Art zu Arbeiten etwas dabei.

Nach fast zwei Monaten bei der Mediascale entwickeln sich aber dann doch Favoriten.

Einen einzigen Lieblingsort im House der Communication zu benennen ist wirklich nahezu unmöglich, denn es kommt immer auf die Arbeitssituation an!

Ein Kaffee nach der Mittagspause? Ganz klar, von der Espressobar ab auf die Dachterrasse, am besten bei strahlendem Sonnenschein.

Dem Nachmittagstief entgegenwirken? Auf gehts in die Games Area bei der Kantine und den Puls bei einer Runde Tischtennis Rundlauf in Schwung bringen.

Mal für sich allein in Ruhe arbeiten? Ab in die Fokus Box.

Durch das so offene Design der Bürogebäude kann man auf jeden Fall sagen, dass das House of Communication seinem Namen alle Ehre macht und es für jede Art der Kommunikation einen passenden Ort gibt.

Eins kann ich sicher behaupten, in solch ein Büro kommt man gerne zur Arbeit!

 

 

„Wow!“, dachten wir als erstes, als wir die Nachricht bekommen haben, dass wir bei der Auszeichnung der BRIGITTE Academy als einer der besten Arbeitgeber für Frauen dabei sind. Wir haben zum ersten Mal bei dieser seit 2018 von der BRIGITTE und Territory Embrace durchgeführten Abfrage mitgemacht und haben uns riesig gefreut.

In unterschiedlichen Kategorien hatten wir neben 280 anderen Unternehmen Auskunft über unsere Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Arbeitsleben gegeben. Alle Details gibt es bei der BRIGTTE zum Nachlesen. Für uns war es nun spannend rein zu hören und die Kolleginnen zu fragen, was ganz konkret die Mediascale für sie zu einem guten Arbeitgeber macht.

Maria Möstl, Director Client Consulting & Relationship.

Maria zum Beispiel schätzt unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger als Rolemodel:

„Was die Mediascale in meinen Augen attraktiv für Frauen bzw. insbesondre auch für Mütter macht, ist der Fakt, dass eine unserer Geschäftsführerinnen selbst (Frau und) Mutter ist. Dadurch hab ich das Gefühl, dass die Belange und Herausforderungen, die es gerade für Mütter hinsichtlich Job, Vereinbarkeiten etc. gibt, nicht nur gehört und gesehen, sondern tatschlich auch VERSTANDEN werden. Sie weiß selbst, was für ein Spagat das manchmal organisatorisch, aber auch emotional sein kann, und kann deswegen gut verstehen, in welcher Situation sich ihre Mitarbeiterinnen manchmal befinden. Und man hat als Frau bei ihr nie das Gefühl, dass man weniger wert ist als Arbeitnehmerin oder, dass es einem negativ ausgelegt werden könnte, wenn man schwanger wird.“

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Karina Regner, Media Planner & Consultant

Karina hebt besonders die Gleichbehandlung hervor:

„Für mich ist die Mediascale ein besonders attraktiver Arbeitgeber, weil es meine Leistung ist, die zählt und mein Geschlecht dabei überhaupt keine Rolle spielt. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass auf meine Bedürfnisse eingegangen & mir zugehört wird und dass ich meine Ideen jederzeit einbringen kann. Und natürlich haben wir auch einige Kolleginnen, die vormachen, wie man Beruf und Kinder/Familie miteinander vereinbaren kann. Ich finde es schön zu sehen, dass einem auch für die Zukunft alle Möglichkeiten offen gelassen werden und die Mediascale sich bemüht, eine individuell optimale Lösung für jeden zu finden.“

 

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Agnes Ley, Projekt-Koordinatorin Nachhaltige Media

Agnes war überrascht von der Flexibilität, die es bei Mediascale gibt:

„In Elternkreisen gibt es den Begriff „2under2“ – also zwei Kinder unter zwei Jahren und er meint eine besondere Herausforderung. Ich habe nach Kind 1 Zwillinge bekommen und hatte damit „3under4“ – und im Kopf den Satz „das war´s dann wohl mit Arbeiten“. Bis das Angebot kam, dass ich auch mit nur 10 Stunden / Woche erst mal wieder rein starten kann. Für mich eine riesen Chance, um nicht den Anschluss zu verlieren und dennoch genügend Zeit für die Herausforderungen in der Familie zu haben.“

 

 

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Aber: Wir sehen, dass auch noch ein Weg vor uns liegt, denn ein guter Arbeitgeber für Frauen zu sein, bedeutet, flexibel zu bleiben und nach neuen Wegen zu suchen. Dabei immer wieder den Kolleginnen zuzuhören und Möglichkeiten zu finden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

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Martina Staudinger, Managing Director

Geschäftsführerin Martina Staudinger hat sich besonders über die Auszeichnung gefreut, findet aber wichtig, neben den Frauen allen Mitarbeitenden ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

„Das können Väter sein, die die Gelegenheit bekommen, ihre Elternzeit zu nutzen sowie Mitarbeitende, die kranke Angehörige pflegen wollen oder eine ganz andere persönliche Herausforderung zu meistern haben. Mir ist es besonders wichtig, dass wir bei der Mediascale Mensch sein dürfen und Verständnis und Fürsorge füreinander entwickeln. Das ist für mich gelebte Diversität.“

Das Internet kostet nichts – unter dem Aspekt der Energie- und Umweltkrise ist das eine längst überholte Aussage. In Teil drei der Interviewreihe „Let’s talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“ spricht unsere Nachhaltigkeits-Koordinatorin Agnes Ley mit Martin Kaltenbach, Director Operations bei .NFQ | Digital Creatives. Dabei geht es um die Geheimnisse wirklich guter Kreation und, warum schon 5 Kilobyte Einsparung bei einem Ad viel ausmachen können.

Martin Kaltenbach, Director Operations bei .NFQ | Digital Creatives: „Jedes Kilobyte pro Werbemittel spart Kohlendioxid ein!“

Hallo Martin! Du bist Experte in Sachen digitaler Kreation. Ist es wirklich relevant, ob ein digitales Werbemittel 5 Kilobyte mehr oder weniger hat?

Die Antwort auf deine Frage lautet aus meiner Sicht klar „Nein – es ist nicht egal“. Denn bei digitalen Werbemitteln (egal ob Desktop oder Mobile) zählt am Ende die Masse an Ad-Impressions. Bisher haben wir uns viel zu wenig Gedanken gemacht, wie das Internet funktioniert. Man hatte die Einstellung „das kostet doch nichts“. Hier findet aber ein Umdenken statt. Daten brauchen Server, werden übermittelt und müssen auf einem Endgerät wie Smartphone oder Laptop dargestellt werden. Das alles braucht Energie. Wenn wir beispielsweise über eine Kampagne mit 25 Millionen Ad-Impressions reden und pro Werbemittel-Kontakt 5 Kilobyte einsparen – dann macht das in Summe 125.000.000 Kilobyte bzw. 119,2 Gigabyte Datenmenge die eingespart werden können. Und hier reden wir nur von EINER Kampagne und einer Ersparnis von 5KB pro Werbemittel.

Es potenziert sich also doch ganz schön und schon kleine Einsparungen machen Sinn. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die genaue Einsparung von CO2-Emissionen zu berechnen?

Ja die gibt es. Studien haben verschiedene Modelle hervorgebracht anhand derer man das Einsparpotential in CO2-Emissionen umrechnen kann. Die einfachste Betrachtung ist der Blick auf den Ausstoß an CO2 pro übermitteltem Datenvolumen. Hier rechnen wir aktuell mit durchschnittlich 0,05891 kg CO2 je Gigabyte. Angenommen wir haben eine Kampagne mit 25 Millionen AD‘s und ein Werbemittel ist im Durchschnitt 80 Kilobyte schwer, was nicht sehr groß ist, dann verursacht diese Kampagne 112,4 kg CO2. Sparen wir 5 Kilobyte pro Ad ein, reden wir über eine Reduktion von ca. 7 kg CO2, was etwas mehr als 6 Prozent CO2-Einsparpotential entspricht. Und das ist nur der Effekt einer simplen KB-Reduktion durch beispielsweise gute Bild-Komprimierung. Läuft die Kampagne auf Ökostrom-Servern und reduziert man externe Trackings, so kann das Einsparpotential schnell bei 80 bis 95 Prozent liegen.

Wie gehst du vor um neu entwickelte oder angelieferte Werbemittel nachhaltiger zu gestalten?

Die besten Effekte kann man in der Tat erzielen, wenn ein Werbemittel von Sekunde 1 mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit entwickelt wird. Und hier spielt der Punkt Einsparung und Reduktion weniger eine Rolle, denn am besten funktioniert Werbung, wenn sie plakativ, aufmerksamkeitsstark und eindeutig ist. Es wird optisch also nur das benötigt, was einer relevanten Verkaufs- oder Branding-Aussage dienlich ist. Daneben achtet man auf eine einfache Optik, die Kilobyte-sparend ist, effiziente Animationen und sauberes Coding. Auch bestehende Werbemittel lassen sich „grüner“ machen. Von einer optimalen Bild-Komprimierung, über das richtige Datei-Format bis hin zur Optimierung des HTML-Codes ist vieles möglich. Wichtig ist hier aber immer die Balance zwischen Optimierungs-Potential und Qualität. Denn es ist niemandem geholfen, wenn wir zwar 5 Kilobyte Dateigewicht reduzieren, dafür aber auf verpixelte unschöne Werbemittel schauen, die für keinen User attraktiv sind.

Was sind aus deiner Sicht die Show-Stopper für nachhaltige Werbemittel?

Wie beschrieben sollte der Ansatz schon beim ersten Briefing, Konzept und Storyboard präsent sein. Nachhaltigkeit erlangen wir, wenn wir an jedem Punkt der Kampagne neue Denkweisen etablieren. Braucht es wirklich ein Foto-Shooting in Südafrika, oder kann man auf Stock-Ressourcen zurückgreifen? Hat meine Werbemaßnahme eine klare, eindeutige Aussage und verpufft nicht durch schlechte Kommunikation oder viel zu viel Information? Hier ist der viel größere Hebel, Werbung effizient, besser und dadurch nachhaltiger zu machen.

Vielen Dank für die spannenden Insights! Darf ich noch fragen, wie du es persönlich mit der Nachhaltigkeit hältst?

Ich gebe mein Bestes und versuche ständig mein Verhalten und meine Sichtweisen zu hinterfragen. Leichter gesagt als getan. Aktuell befinden wir uns noch in einer Phase, in welcher Nachhaltigkeit viel zu oft mit Verzicht und Einschränkung gekoppelt wird. Daher versuche ich es über eine andere Frage an mich selbst: Wertschätze ich die Dinge in meinem Leben? Genieße und handle ich bewusst? Wenn ich hierauf mit einem echten Ja antworten kann, bin ich in der Regel maßvoll – was für mich ein kleiner Baustein von echter Nachhaltigkeit ist.

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Hier geht es zu den letzten Beiträgen von :
Let’s Talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung:

Teil1: Die Gretchenfrage: Wie nachhaltig ist denn Ihr Media-Business, Wolfgang Bscheid?
Teil2: Die eine nachhaltige Zielgruppe gibt es nicht!

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war die Vorfreude auf die DMEXCO riesig – und wir waren da scheinbar nicht die einzigen! Bereits im Vorfeld wurde viel über die DMEXCO 2022 diskutiert und spekuliert. Wird dem einst größten Event rund um das Thema digitales Marketing in Deutschland der Neustart gelingen? Unsere Kolleginnen Julia May, Caroline Franke, Michaela Siegfried, Valerie Dickel, Stephanie Schäfer und Anina Zellhöfer waren vor Ort und berichten von ihren Eindrücken.

Team Mediascale auf der DMEXCO

Es war sehr auffällig, dass von den Besuchern, über die Keynote Speaker bis zu den Messestand-Inhabern alle top motiviert, euphorisch und mit viel Freude auf diese zwei Tage gewartet haben. Die Messe verzeichnete dieses Jahr zwar weniger Besucher und Austeller als die vergangenen Jahre. Allerdings haben wir erleben können, dass alle vor Ort unglaublich Lust auf die Messe hatten.

Für uns war es neben den interessanten Masterclasses und Vorträgen vor allem ein Ort des Austauschs: Ob mit Vermarktern oder mit unseren Kunden – es tut jeglicher Geschäftsbeziehung gut sich neben all den Videokonferenzen im ‚echten Leben‘ zu begegnen. Daher waren die beiden Tage sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich ein voller Erfolg!

Für die Besucher war dieses Jahr genug Platz an den Ständen, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Auch an Qualität hat es der Messe nicht gefehlt, denn es gab ein großes Angebot an spannenden Vorträgen und Masterclasses und, anders als in den Vorjahren, haben die Besucher:innen dieses Jahr auch leichter einen Platz bei diesen Vorträgen ergattern können.

GWA Tech Talk mit Matthias Brüll von Serviceplan zum Thema Net Zero Marketing

Dabei kam man um ein Thema nicht herum: Das Metaverse. Das Fazit dazu? Die Welt wird an der hybriden Realität nicht vorbeikommen, dafür braucht es jetzt Vorreiter. Für die Werbung eine spannende Chance. In vielen virtuellen Umgebungen ist Displaywerbung und das Targeten von Avataren schon jetzt möglich, in Zukunft wird das gewaltige Datennetz immer weiterwachsen.

Ebenso hat uns Snocks-Gründer Johannes Kliesch mit seinem Vortrag „Sneak them out – mit diesen Kanälen gewinnst du das Battle im Performance Marketing“ sehr beeindruckt. Zu Beginn sprach er über die aktuelle Wirtschaftslage und wie schwer sich momentan alle Unternehmen tun, den rückläufigen Umsatz wieder in die Höhe zu treiben. Auch eigene Snocks-Unternehmenszahlen teilte er transparent mit dem Publikum, um zu betonen, dass auch sie selbst davon betroffen sind. Deshalb sei es gerade jetzt besonders wichtig starkes Performance Marketing zu betreiben. Er betonte, dass dafür nicht nur die Kanäle entscheidend sind, sondern auch der Zeitpunkt enorm wichtig ist. Ebenso sprach er über Influencer-Marketing und Kooperationen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben und welche Learnings sie daraus ziehen konnten. Seine überzeugende und vertrauenswürdige Art bleibt uns sicherlich noch lang im Gedächtnis.

Nach dem vielen Input durften abends natürlich auch die Partys nicht fehlen. Bei den Standparties haben sich die Aussteller viel Mühe gegeben und es war nicht nur ein Highlight dabei. Es bleibt abzuwarten, wann wir dann das erste Mal im Metaverse mit virtuellem Bier auf der DMEXCO anstoßen.

Unser Fazit lautet daher: Neustart DMEXCO 2022 gelungen!

Wem klingt der Song der Fantastischen 4 noch im Ohr? Mfg, mit freundlichen Grüßen…

Der Song nahm die Vielzahl der Abkürzungen gehörig auf die Schippe und ist zum echten Ohrwurm avanciert. Im Mediabereich allgemein (GRP, POS, TKP, IVW, CTR und USP), aber auch im Bereich der nachhaltigen Media wird sehr viel mit Abkürzungen gearbeitet. Und damit Sie hier mitreden können, folgt nach dem ersten Teil (Nachhaltige Media verstehen: leicht gemacht!) mit SDG, CCF und CO2-Ausgleich die Fortsetzung.

Los geht´s mit CSR, der Corporate Social Responsibility: hiermit werden die Aktivitäten eines Unternehmens beschrieben, die es in Richtung Nachhaltigkeit unternimmt und zwar über das gesetzlich Geforderte hinaus. Neben dem Handeln im eigenen Geschäftsbereich eines Unternehmens, das eben möglichst nachhaltig gestaltet wird, wenn man CSR betreibt, umfasst der Begriff auch das Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden sowie ggü. der Umwelt im Allgemeinen. Damit kommen die freiwilligen Mehrleistungen mittlerweile aus allen drei Blöcken der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) und die Bezeichnung wurde im Laufe der Zeit daran angepasst. Heutzutage spricht man oft über CR= Corporate Responsibility, damit deutlich wird, dass nicht „nur“ der soziale Bereich gemeint ist, sondern der Nachhaltigkeit in allen Belangen Rechnung getragen wird. Wikipedia (Corporate Social Responsibility) fasst schön zusammen: CSR bezeichnet den „freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung“.

Als eine Folge der unternehmerischen Überlegungen rund um CSR bzw. CR kann ESG gesehen werden. E=Environment, S=Social, G=Governance. So weit, so einfach, was aber meint diese Abkürzung? In Ergänzung zu CSR geht es um eine Operationalisierung, es geht darum, das Engagement eines Unternehmens in den drei Bereichen Messbar zu machen. Dafür werden ESG Kriterien festgelegt und die Erreichung von Zielen innerhalb dieser Kriterien gemessen.

Die letzte Abkürzung für heute ist einfach und recht schnell erklärt, denn GHG meint Greenhousegas und begegnet uns am häufigsten im Zusammenhang mit dem GHG Protocol. Dabei geht es um die Bilanzierung von Emissionen verursacht durch Treibhausgase. Viele Unternehmen nutzen das GHG Protocol zur Bestandsaufnahme ihrer Treibhausgasemissionen. Damit gilt es als Basis, um sich bewusst zu machen, wo Emissionen entstehen, um daraus Maßnahmen und Ziele zur Reduktion abzuleiten.

Was haben nun aber all diese Abkürzungen mit Media zu tun? Durch Mediaschaltungen werden Emissionen produziert. Nehmen wir Digitale Kampagnen, die für jede Ausspielung Strom verbrauchen – beim Nutzer, durch den ausliefernden AdServer, durch Aufrufe diverser Trackingpixel. Wie gehen wir als Branche künftig damit um? Wann beginnen wir einen Carbon Footprint für Kampagnen zu berechnen? Setzen wir uns Ziele, wie wir die Emissionen verringern können – beispielsweise durch Werbemittel mit weniger KB? Wie verhält es sich mit sozialer Nachhaltigkeit in der Media? Wollen wir uns Gedanken zum Thema ethischer Journalismus machen und dann auch den nächsten Schritt gehen und evtl. Mediabuchungen nach solchen Erkenntnissen bewerten? In wieweit trifft uns als Mediabranche das Lieferkettengesetz? Wie ranken wir künftig Reichweiten bzw. Vermarkter nach sustainable Gesichtspunkten?

Wie in Teil I eingangs geschrieben: Ich weiß nicht, wann die große Welle kommt und Kampagnen einfach standardmäßig nachhaltig sind. Aber ich bin sicher, dass sie kommt. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Wir finden das Thema spannend, Sie auch? Dann kommen wir gerne ins Gespräch, schreiben Sie uns unter: nachhaltigkeit-mediaplus@house-of-communication.com

Seit mittlerweile 20 Jahren heißt es bei der Mediascale: Kampagnen planen, optimieren und ideal aussteuern. Erst rein online, dann digital und mittlerweile medienübergreifen in allen Kanälen. 20 Jahre Mediascale heißt aber auch gemeinsam Innovationen entwickeln und mit den Kolleg:innen an den neuesten Mediatrends zu arbeiten.

Dabei war uns damals wie heute das Miteinander wichtig und wir treffen uns nicht nur zum Arbeiten, sondern auch außerhalb der Mediawelt. Beispielsweise zu unserem jährlichen Sommerfest, das eine schöne Tradition geworden ist– jedes Jahr treffen wir uns am ersten Augustwochenende zum Grillen an der Isar. Da es leider bisher fast in jedem Jahr irgendwann im Laufe des Abends geregnet hat, hat dieses Grillfest mittlerweile die Bezeichnung „Under the bridge“, da wir immer in der Nähe einer Isarbrücke grillen, um im Fall der Fälle eine trockene Zuflucht zu finden.

Dieses Jahr, zum 20-jährigen Mediascale-Jubiläum, wollten wir das Grillfest in etwas größerem Rahmen zelebrieren. Und so haben wir uns mit aktuellen Mitarbeiter:innen der Mediascale München und Köln sowie ehemaligen Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und Kund:innen in der Villa Floßlände in Thalkirchen verabredet, um gemeinsam auf die Vergangenheit und die Zukunft der Agentur anzustoßen.

Eine wichtige Frage des Abends, die wir unseren Gästen während der Tombola gestellt haben, war: Wie wird unsere Agentur in 5 Jahren aussehen? Die Antworten verraten wir noch nicht 😉. Diese sind in einer Zeitkapsel versiegelt und werden dann zum
25-jährigen Jubiläum ausgepackt. Ein paar Eindrücke der Jubiläumsfeier möchten wir euch aber nicht vorenthalten:

Auf die nächsten 20 Jahre Mediascale!

Getreu diesem Motto nach einem Lied von Olaf Berger ging es für drei Kolleginnen der mediascale zum YouTube Festival 2022 an der Station Berlin, um neue Inspirationen zu sammeln und Wissen auszutauschen.

Der Beginn der Veranstaltung stand ganz unter dem Motto Insights und Ideen – bei einer Vielzahl an Vorträgen auf fünf Bühnen konnte man von Unternehmen wie yfood, Porsche und Westwing lernen, wie sie erfolgreich Kommunikation auf YouTube umsetzen.  Darüber hinaus wurden Creator*innen interviewt, Live-Podcasts aufgenommen oder die Besucher*innen konnten in Jam-Sessions selbst mitmachen und Erfahrungen teilen.

Die drei wichtigsten Key Messages aus der anschließenden Live-Show sind folgende:

  1. YouTube hat eine Reichweite von 49 Millionen und Erwachsene in Deutschland schauen täglich im Schnitt 40 Minuten Videos auf YouTube. Immer wichtiger wird das TV-Gerät als Screen, mehr als 30 Millionen Menschen schauen YouTube darauf.

 

  1. Um herauszufinden wie effizient und wirksam Marketingaktivitäten sind und welche Optimierungsmaßnahmen im Media-Mix sowohl die Effektivität als auch die Effizienz steigern, setzen Marketingverantwortliche auf Marketing-Mix-Modelle.
Quelle: thinkwithgoogle

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Google beauftragte Nielsen mit einer Metaanalyse aus 144 MMMs von 102 Marken aus der Konsumgüterindustrie in Deutschland und kommt zu dem Ergebnis, dass YouTube im Mediamix oftmals vernachlässigt wird und durchaus gute Ergebnisse erzielen kann.1

  1. Im Mittelpunkt der Liveshow und des gesamten Abends stand das Format YouTube Shorts –  kurze, maximal 60 Sekunden lange Videos auf YouTube, was als Reaktion auf TikTok und Instagram Reels zu verstehen ist. Mittlerweile gibt es bereits 30 Milliarden tägliche Aufrufe auf YouTube Short, die Zahl hat sich in einem Jahr vervierfacht. So bietet sich für Creator*innen eine weitere Möglichkeit mit kurzen, simplen Videos (neue) Nutzer*innen zu erreichen.

Bei der Live-Show wurden aber nicht nur wichtige Key Messages und neue Insights zu YouTube geteilt, sondern hier standen vor allem die Creator*innen im Fokus. So wurde Andreas Briese, Country Director YouTube Germany & Regional Director YouTube Central Europe in einer Badewanne von The Real Life Guys auf die Bühne gefahren, Jonas Ems drehte mit uns ein YouTube Short und Jacob Beautemps vom Kanal „Breaking Lab“ demonstrierte mit einem Live-Experiment den Ausstoß von CO2 in der Halle. Der Abschluss der Live-Show wurde durch ein Konzert von Zoe Wees perfekt abgerundet.

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  1. https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/marketing-strategien/video/nielsen-metaanalyse-bewegtbild-mix/

Warum Humor für uns eine wichtige Rolle in der Agenturkultur spielt.

„Es gibt keinen angemessenen Witz. Deshalb nennt man es einen Witz.“

Dieses Zitat aus der US-Version der Mockumentary-Serie „The Office“ beschreibt auf den Punkt, mit welcher Art von Humor der von Steve Carell verkörperte Abteilungsleiter Michael Scott den von Langeweile geprägten Büroalltag seiner Mitarbeiter:innen zu erleichtern versucht – nämlich stets auf ungeschickte und unsensible Weise.

Der Erfolg dieser und ähnlicher Serien-Adaptionen zeigt deutlich, dass es Humor (oder das wofür er gehalten wird) am Arbeitsplatz durchaus wert ist, genauer beleuchtet zu werden.

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Bitte lächeln!

Denn mal ehrlich, wir alle kennen die peinliche Stille in großen Teams-Calls (oder mittlerweile auch wieder während Meetings von Angesicht zu Angesicht), wenn Kommentare ins Leere laufen oder das unangenehme „Na wie geht’s, alles gut? Ja, bei Dir? Auch, danke…Gut, ich muss dann mal wieder.“ Ping Pong beim zufälligen Treff an der Kaffeemaschine, wenn eben weder Zeit noch Gesprächsthemen vorhanden sind.

Diese Situationen verlangen nach dem einen Kommentar, der jedem mindestens ein Schmunzeln abverlangt, die unangenehme Sachlage entschärft und so direkt für Entlastung und ein gewisses Gefühl der Zusammengehörigkeit sorgt.

Ebendieser Wunsch nach Entlastung, sei es im stressigen Privatleben oder im beruflichen Kontext, wurde schon von Sigmund Freud in seiner “Entlastungstheorie“ genauer beleuchtet: Lachen fungiert als Ventil, aufgestauten Stress abzuladen und sich davon freizumachen.

Kann Lachen also als gezieltes Mittel benutzt werden, wenn es um die Themen fokussierte Zielsetzung, Mitarbeiterführung und berufliche Zusammenarbeit im Generellen geht? Ein klares Ja! dazu aus wissenschaftlicher Sicht und auch wir kennen und schätzen den Humor-Hebel in unserem kollegialen Miteinander als bewährtes Kommunikationsmittel.

Humor dient als Stimmungsaufheller, steigert das Wohlbefinden und lässt knifflige Aufgaben, die ein hohes Maß an Scharfsinn und Teameffort erfordern, leichter von der Hand gehen.

Ein herzhaftes Lachen über Insider-Witze gibt unserem alltäglichen Dschungel aus Zahlen, Mails und toughen Situationen mit Kunden einen willkommenen, menschlichen Anstrich, der das Stresslevel senken kann, und dabei Verbundenheit und emotionale Entlastung schafft.

Auch in Vorstellungsgesprächen wird – neben dem Abklären erforderlicher Fachkompetenz – ein großes Augenmerk auf den menschlichen Fit zu uns als Agentur und unseren Kolleg:innen gelegt. Ein positives und selbstischeres Auftreten gelingt nicht zuletzt durch ein gewisses Maß an Witz gepaart mit Authentizität, das sowohl von Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmer-Seite nur zu begrüßen ist.

Ein Match auf Agentur-kultureller Basis, können beide Seiten nur für sich bewerten, wenn niemand versucht, eine Rolle zu spielen und sich so gibt, wie er ist – Basis dafür ist die richtige Atmosphäre zu schaffen, in die auch mal ein lockerer Spruch passt. Denn: Wer freut sich nicht im Rahmen eines Austauschs von Fachkenntnissen über einen kurzen Moment des Verschnaufens?

Nicht nur in Bewerbungs-, auch in Personal- oder Entwicklungsgesprächen bemühen wir uns, harte Themen wie Gehaltsvorstellung, Erklimmen einer nächsten Stufe, etc. auf einer für beide Seiten angenehmen und angemessenen Ebene stattfinden zu lassen, die einem zielführenden Dialog zuträglich ist.

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Weißt Du noch, letztens auf der Dachterrasse?

Wie bei Agenturen quasi schon Pflichtprogramm, hat auch in unserer Gruppe die Kultur des Duzens über alle Ebenen, sowie die Tradition des Feierabendbierchens ihren festen Platz und trägt in hohem Maße dazu bei, dass auch der Spaß trotz aller Deadlines nicht zu kurz kommt. Spätestens hier lernen sich alle von einer ungefilterten und echten Seite kennen, auch was den ganz eigenen Sinn für Humor betrifft.

Und mal ehrlich: Solche Abende sind doch prädestiniert für das Etablieren des ein oder anderen Insiders, der sich erfahrungsgemäß auch die kommenden Wochen nochmal hervorragend als kleine Anekdote zum Heben der Stimmung in Stressphasen eignet.

Aber Vorsicht, unreflektiert eingesetzte Späße oder Ironie an der falschen Stelle können im Berufsleben schnell für Unmut sorgen. So gibt Humortrainer Andrew Tarvin den Tipp:

Jeden Witz, den Sie Ihrer Mutter verschweigen würden, behalten Sie am besten für sich.“

Ich glaube jeder Facebook-Nutzer erinnert sich an die Situation, als ihm zum ersten Mal seine Mutter, ein Onkel oder auch der ehemalige Fahrlehrer auf Facebook als Freund vorgeschlagen wurde. Seitdem ist auf Facebook nichts mehr wie es einmal war. Auf der Timeline finden sich nun deutlich häufiger Blumenbilder mit Texten drauf oder auch lange Videos in sehr schlechter Qualität, mit semi-witzigem Inhalt. Die Jugend spricht häufig von TikTok und Snapchat, manchmal von Instagram aber selten von Facebook. Die genannten Dinge vermitteln den Eindruck, dass auf Facebook kaum noch aktive User sind und die übrigen User sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden. Da die beschriebenen Dinge höchst subjektiv sind, werden wir nun anhand aussagekräftiger Daten prüfen, wie die aktuelle Lage bei Facebook und Instagram ist und wie sich die beiden Plattformen die letzten Jahre verändert haben. Dieser Beitrag soll aufzeigen welche Personen man wirklich auf Facebook und Instagram erreicht und welche Kosten auf den einzelnen Plattformen anfallen, falls man diese Personen dort mit Werbung erreichen möchte.

 

Aktive User – Deutschland

Laut der aktuellsten best for planning Studie aus dem Jahr 2021 gibt es in Deutschland ca. 43,33 Mio.[1] aktive Facebook User, mit stagnierender Tendenz. Mit 51% sind die Männer etwas häufiger vertreten als die Frauen. Das Durchschnittsalter liegt bei 35-39 Jahren und zeigt eine steigende Tendenz. Die jüngste Altersgruppe von 14-19 Jahren macht lediglich einen Anteil von 9% aus. Mehr als ein Drittel (34%) aller User befinden sich in der Altersgruppe 50+. Die Grafik[2] visualisiert die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen im Zeitraum 2018 zu 2021. Im Jahre 2021, gut erkennbar der deutlich sinkende Anteil der Altersgruppe 14-29 Jahre sowie der deutlich steigende Anteil der Altersgruppe 50+ Jahre. Besonders deutlich wir die Veränderung in der Altersklasse 60-69 Jahre. Die Verweildauer der User auf der Plattform liegt derzeit bei 11 Stunden (2018: 10 Stunden)[3] pro Monat.  Diese stieg von 2018 bis 2020 kontinuierlich an und ist seit 2021 wieder leicht rückläufig.

Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe

 

Instagram wird oft zugeschrieben, dass es deutlich jünger ist. Doch ist das tatsächlich so? Mit ca. 28,44 Mio. [4] Usern kommt Instagram zwar nicht an Facebook ran, braucht sich mit diesen Zahlen aber definitiv nicht verstecken, zumal die Tendenz steigend ist. Auf der Plattform sind Männer und Frauen gleichmäßig verteilt. Das Durchschnittsalter liegt bei 20-29 Jahren und somit deutlich unter dem von Facebook. Ungefähr die Hälfte aller User haben ein Alter zwischen 20-39 Jahren. Auch bei Instagram werden die User tendenziell älter. Den geringsten Anteil auf der Plattform, machen mit 11%, die 60+ Jährigen aus. Verhältnismäßig gab es auch hier in der Altersgruppe 60-69 Jahre sowie 70+ die größten Veränderungen zu 2018. Mit 8,5 Stunden (2018: 7 Stunden)[5] pro Monat verbringen die User etwas weniger Zeit auf Instagram als auf Facebook.

 

Grafik 2: Anteil der Instagram-User nach Altersgruppe

 

Preisentwicklung CPM & CPC | USA

Jetzt wissen wir also, welche Personen wir auf der jeweiligen Plattform erreichen können. Nachfolgend gehen wir auf die aktuellen Werbekosten ein und betrachten ebenfalls die Preisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Die beiden gängigsten Abrechnungsmodelle auf Facebook und Instagram sind der CPM (Cost-per-Mille, oder TKP = Tausender Kontaktpreis) sowie der CPC (Cost-per-Click). Aufgrund der auktionsbasierten Ausspielung der Werbeanzeigen sind die Preise alles andere als starr. So haben der Monat, das Targeting, die Werbeform, die Platzierungsauswahl (an welcher Stelle der App die Werbung ausgespielt wird) und viele weitere Faktoren einen enormen Einfluss auf die finalen Preise. Grundsätzlich war auf beiden Plattformen der CPM im Januar am niedrigsten und im November am höchsten, bezogen auf einen Betrachtungszeitraum von Januar 2020 – Mai 2022. Aufgrund der höheren Aussagekraft wurden hier als Datengrundlage Kampagnen mit einer Zielgruppe in den USA verwendet. Die Preisentwicklungen können tendenziell jedoch auch auf Deutschland übertragen werden[6].

Facebook

Im Vergleich zu 2020 ist Facebook-Werbung deutlich teurer geworden. So gab es eine signifikante Preissteigerung von 2020 auf 2021. Eine solche Preissteigerung blieb von 2021 auf 2022 aus, und der Preis ist aktuell sogar leicht rückläufig, jedoch noch weit von 2020 entfernt.

Zahlte man als Werbetreibender im Januar 2020 noch einen CPM von 9,89$ so waren es im Januar 2022 bereits 11,27$. Im teuersten Monat November zahlte man 2020 einen CPM von 16,53$ und im Jahre 2022 bereits 17,58$.[7]

Wie Eingangs bereits erwähnt, hat der Monat einen deutlichen Einfluss auf den Preis. Vergleicht man beispielsweise den günstigsten Preis im Jahre 2020 (9,89$) mit dem teuersten Preis aus 2020 (16,76$) so ergibt sich ein Preisunterschied von fast 70%.

Der CPC korreliert verständlicherweise mit dem CPM. Je höher der CPM, desto höher in der Regel auch der daraus resultierende CPC. So zählt auch hier der Januar zu den günstigsten Monaten und der November zu dem teuersten. Mussten im Januar 2020 noch 0,84$ für einen Klick bezahlt werden, waren es im Januar 2022 bereits 0,91$.  Dazwischen, im Januar 2021 lag er sogar nochmal höher und zwar bei 0,94$. Der CPC ist im Moment also leicht sinkend, jedoch noch deutlich über dem von 2020.[8]

Instagram

Auf Instagram können 1.000 Impressionen (CPM) günstiger eingekauft werden als auf Facebook. Die Preisentwicklung ist aber auch hier steigend. Bezogen auf die Monate Januar und November sieht es wie folgt aus. Im Januar 2020 lag der durchschnittliche CPM bei 6,34$ und im Januar 2022 bei 9,14$.  Im November 2020 lag er bei 11,89$ und ein Jahr später, 2021 bei 14,28$. Bei Instagram ist eine kontinuierliche Steigerung des CPMs beginnen ab 2020 zu erkennen.[9]

Anders als bei dem CPM, liegt der CPC bei Instagram über dem von Facebook. In Zahlen sieht das so aus: Im Januar 2020 kostete ein durchschnittliche Klick 1$. Im Januar 2022 waren es 1,16$. Der bisher höchste CPC betrug 1,66$ und wurde im November 2021 bezahlt. Anders als bei dem CPM ist der CPC nochmal etwas unberechenbarer. So muss hier neben den bereits Anfangs genannten Einflussfaktoren auf den Preis auch der enorme Einfluss von den Werbemitteln genannt werden. Sind die Werbemittel von guter Qualität, so sinkt in der Regel auch der CPC. [10]

 

Was sagt uns das?

Die Zahlen zeigen, dass es sich bei Facebook nicht um ein Social-Media Altenheim handelt, die über 50-Jährigen jedoch einen nicht unerheblichen Anteil der Nutzerschaft ausmachen. Mit über 43 Mio. Usern ist die absolute Nutzerzahl in Deutschland sehr beeindruckend und definitiv nicht zu vernachlässigen. Facebook ist somit laut den Nutzerzahlen der best for planning die größte Social-Media Plattform in Deutschland[11]. Mit Instagram hat der Konzern Facebook, inzwischen Meta, eine Plattform im Jahre 2012 gekauft, welche eine jüngere Nutzerschaft hat. Und im Vergleich zu Facebook stimmt das. Mit einem Durchschnittsalter von 20-29 Jahren, sind die User ein gutes Stück jünger als auf Facebook. Die jungen Leute, Stichwort Generation Z, tummeln sich mittlerweile aber größtenteils auf anderen Plattformen und weniger auf Instagram und Facebook. Diesem Trend möchte Facebook natürlich entgegenwirken und setzt deshalb vermehrt auf Videoformate. Speziell die Plattform TikTok wurde bei der jungen Nutzerschaft mit ihren kurzen Videoinhalten sehr beliebt. Facebook und Instagram führten als Konsequenz Formate wie Stories und Reels ein. So verbringen Facebook-User derzeit über 50%[12] der Zeit auf der Plattform mit Videoinhalten. Tendenz steigend. Die Zukunft wird zeigen, wie sich die Social-Media-Plattformen entwickeln und welche Trends als nächstes auf uns zukommen. Aktuell lässt sich festhalten, dass die User auf Facebook und Instagram tendenziell älter werden, die durchschnittliche Nutzungsdauer sinkt und die Kosten für Werbung im Laufe der Jahre gestiegen sind.

 

 

[1] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[2] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[3] MDS | b4p 2021 III & b4p 2020 I.

[4] Grafik 1: Anteil der Facebook-User nach Altersgruppe 2018-2021.

[5] https://www.futurebiz.de/artikel/verweildauer-tiktok-social-media-2022/.

[6] https://www.internetworld.de/social-media-marketing/facebook-marketing/werbung-facebook-2022-teurer-2754919.html.

[7] https://revealbot.com/instagram-advertising-costs. (Fußnote 7-10).

[11] MDS | b4p 2021 III  & b4p 2020 I.

[12] Facebook: Weekly Product Updates.

 

Wer ist schon länger in der Branche und erinnert sich an die Zeit, als wir digitale Kampagnen nur in Online gedacht haben? Jedes Jahr hieß es: nächstes Jahr wird das große Jahr von Mobile! Und passiert ist: Nichts! Nicht im ersten, nicht im zweiten und nicht im dritten Jahr. Irgendwann wollte fast niemand mehr hinhören und dann ist es passiert: Die mobile Internetnutzung ging durch die Decke und wer was auf sich hielt hat seine Online Kampagne in mobile verlängert.

Daran muss ich aktuell oft denken, wenn wir über das Thema Nachhaltige Media sprechen. Wirkliche Umsetzungen sind rar, aber nächstes Jahr, da kommt das Thema doch ganz groß, oder? Da muss ich sagen: ich weiß es nicht! Was ich aber weiß: das Thema wird kommen. Ob nächstes oder übernächstes Jahr? Oder in drei Jahren? Wie auch immer – wir sollten vorbereitet sein, denn die Verbraucher:innen schauen immer genauer hin und auch die Gesetzeslage stellt die Weichen (Stichwort: Lieferkettengesetz).

In diesem Artikel soll es aber gar nicht komplex werden, im Gegenteil! Hier geht es um die Basics, um die Klärung der wichtigsten Begriffe. Denn manchmal fühlt man sich wie bei den Fantastischen 4 im Song mfg (Remember? ARD, ZDF, C&A, BRD, DDR und USA…).

Wie steht es also bei Ihnen mit den SDG´s?

Diese Abkürzung steht für Sustainable Development Goals (THE 17 GOALS | Sustainable Development (un.org)). Es sind 17 Ziele, die von den United Nations für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft definiert wurden.

 Quelle: eigene Darstellung Mediascale

Gefühlt wird immer noch sehr häufig ausschließlich über den ökologischen Bereich der Nachhaltigkeit gesprochen, wenn auch gerade die soziale Nachhaltigkeit für Verbraucher:innen immer wichtiger wird. In diesem Bereich könnte Ihnen diese Abkürzung begegnen:

CCF: Corporate Carbon Footprint meint die CO2-Bilanz eines Unternehmens und zeigt auf, in welcher Höhe und wodurch Emissionen verursacht werden. Der CCF dient damit als Grundlage, um Maßnahmen zur CO2 Reduktion einzuleiten. Viele Unternehmen streben die Klimaneutralität an, die erreichbar ist durch die Messung aller Emissionen und deren Reduzierung. Alle Emissionen, die sie nicht reduzieren können, werden auf dem Weg zur Klimaneutralität durch den CO2-Ausgleich kompensiert. Das funktioniert ähnlich wie die private Buchung einer Flugreise, die Sie im letzten Schritt mit einer Zusatzzahlung klimaneutral buchen können. In der Mediaplanung haben wir als offenen Marktstandard den GreenGRP (Green GRP (mediaplus.com)) gebucht, über den jede Mediakampagne kompensiert werden kann. Ist der CCP eines Unternehmens neutralisiert, spricht man von Kimaneutralität.

Im nächsten Teil dieser Mini-Serie geht es weiter mit ESG, CSR und GHG – schon gespannt? Haben Sie noch Begriffe oder Abkürzungen, die wir erklären sollen? Dann gleich in die Kommentare schreiben!

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