mediascale Blog

Die mediascale geht seit Sommer letzten Jahres als Teil der Mediaplus-Gruppe den Weg einer 360° planenden Mediaagentur. Als gelernte Klassikplanerin bin ich im Juni 2018, gemeinsam mit meinem Team, innerhalb der Mediaplus-Gruppe zur mediascale gewechselt. Denn in Zukunft möchten wir unseren Kunden kanalübergreifend individuell zugeschnittene Mediakonzepte anbieten – und zwar aus einer Hand. Der Kurs war somit von Anfang an klar: Wissen und Erfahrungen aus der klassischen Mediaplanung an meine digitalen Kollegen transferieren und gleichzeitig die operative Seite der digitalen Mediaplanung erlernen. Nach gut 9 Monaten ergeben sich für mich drei Voraussetzungen, die den Weg zum 360° Mediaplaner bestimmen:

1.„Eine neue Sprache öffnet Dir vor allem die Augen, nicht nur Türen“ (Quelle: Sprachtalent)

…und meine Augen standen in der ersten Zeit sehr weit offen. Eine Vielzahl an neuen Wordings, Begrifflichkeiten, Prozessen, technischen Insights und Möglichkeiten, die sich mir in diesem neuen digitalen Universum gezeigt haben. Universum deshalb, weil ich mich anfangs wirklich wie auf einem anderen Planeten gefühlt habe. Ich musste meine „klassische“ Komfortzone verlassen, neue Vokabeln lernen und die ein oder andere Kommunikationsbarriere überwinden. Die Tatsache, dass man in der digitalen Mediaplanung an viele Schnittstellen gekoppelt ist, macht es unabdingbar, eine gemeinsame Sprache mit Kunden, Vermarktern, Admanagement und vielen weiteren zu sprechen. Und so öffneten sich mir nach den Augen auch mehr und mehr die Türen. Ich bin mittlerweile durchaus ein bisschen stolz, wenn ich ganz selbstverständlich von Tags, Redirects, Click Commands & Co. sprechen kann.

2 „Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut“ (Aristoteles)

…denn die Theorie allein nützt wie sooft nichts. Man muss schnellstmöglich den Praxisbezug herstellen, um Prozesse zu verinnerlichen und die komplexen Zusammenhänge innerhalb des großen Ganzen zu verstehen. Vor meiner ersten digitalen Kampagnenumsetzung hatte ich ziemlichen Respekt. Die anfängliche Unsicherheit hat sich durch Routine und mehr Verständnis für die neue Welt mittlerweile gelegt. Ebenso dank meiner Kollegen, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen.

3.“ Zusammenkommen ist ein Beginn. Zusammenbleiben ein Fortschritt. Zusammenarbeiten ein Erfolg.“ (Henry Ford)

Die klassische und die digitale Mediaplanung sind sehr unterschiedlich in ihren Prozessen und Denkweisen. Durch die Inklusion beider Disziplinen und dem stetigen Austausch der Menschen, die diesen Ansatz praktizieren, können wir gegenseitig in einer Art Symbiose von unseren Erfahrungen profitieren. Diese Synergieeffekte und die daraus resultierenden, neuen Perspektiven können wir nun gezielt nutzen, um vernetzt zu denken und unseren Kunden eben diese 360° Kampagnenplanung anzubieten.

Mit einem innovativen Live-Tracking Ansatz ist es gelungen, den Einfluss von Out-of-Home-Werbemitteln (OoH) auf den Besuch einer Filiale nachzuweisen.

Kurz vor Weihnachten haben wir für unseren Kunden, den Deutschen Lotto-Totoblock, eine nationale Plakatkampagne mit 6.168 Großflächenplakaten und 2.286 Mega-Lights zur Nikolaus-Sonderauslosung durchgeführt. Diese haben wir mit einer innovativen Marktforschungsstudie begleitet. Über Bitrequest-Daten, die die ID von mobilen Endgeräten enthalten, wurde ermittelt, welche Personen sich zum Zeitpunkt der Kampagne an einem der OoH-Werbeträger aufhielten und ob diese Personen danach eine LOTTO-Annahmestelle besucht haben. Vergleicht man diese Werte nun mit einem Zeitraum ohne Plakatwerbung, kann ein möglicher Anstieg der Annahmestellenbesuche, aufgrund eines Plakatkontaktes nachgewiesen werden.

Wie funktioniert die Messung genau?
Jedes mobile Gerät (Smartphone oder Tablet) kann über GPS oder WLAN lokalisiert werden. Dabei werden Geokoordinaten erzeugt. Darüber hinaus hat jedes Smartphone eine einmalige Geräte-ID. Wird eine App aufgerufen in der Werbung gezeigt wird, wird ein Bitrequest erzeugt. Dieser Bitrequest wird der DSP (Demand Side Platform), die die Werbung ausgespielt hat, zurückgeliefert und enthält die Geräte-ID und die Geokoordinate des Standortes an dem die Werbung gezeigt wurde. Die Standorte der belegten OoH-Werbeträger und der LOTTO-Annahmestellen wurden digitalisiert. Auf Basis der ermittelten Geräte-IDs wurde dann untersucht, wer sich im Umkreis von 80 Metern einer Plakatfläche aufgehalten und dann innerhalb von 11 Tagen eine Annahmestelle (10 m Umkreis) besucht hat.

Die Plakatkampagne konnte die Annahmestellenbesuche nachweislich um 31% steigern, was ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Bisher haben wir unsere Plakatkampagnen mit nachträglichen Befragungen begleitet, um deren Wirkung messen zu können. Großer Vorteil des Live-Trackings ist, dass wir uns nicht mehr darauf verlassen müssen, dass sich die Befragten möglichst vollständig erinnern, sondern anhand gemessener Daten sehen können, ob die Kampagne zum gewünschten Erfolg geführt hat.

Mein Briefkasten führt inzwischen ein sehr einsames Leben. Abgesehen von der einen oder anderen seltenen Rechnung oder Mitteilungen der Hausverwaltung landet nicht mehr viel in ihm. Nicht mal mehr die Benachrichtigungen der Paketdienste finden noch ihren Weg dorthin, wird doch inzwischen alles digital abgewickelt. Umso mehr dürfte er sich kürzlich gefreut haben, als die folgende Einladung bei ihm reinflatterte:

nebenan.de nennt sich die Plattform, die Nachbarn helfen will, sich im echten Leben miteinander zu vernetzen – quasi von der digitalen Welt in die analoge. Bereits 2015 wurde das Netzwerk gegründet und zählt inzwischen laut eigener Angabe deutschlandweit über 1,2 Millionen aktive Nutzer.

Der Name ist Programm: Die Community gliedert sich in sogenannte Nachbarschaften. Als angemeldeter Nutzer muss ich meinen Standort verifizieren und meinen vollen Namen und Adresse angeben. Entsprechend dieser Adresse findet die Zuordnung zu einer konkreten Nachbarschaft statt. 701 direkte Nachbarn befinden sich bereits in meinem Einzugsgebiet, 5.922 Nachbarn in der Umgebung, sprich an meine Nachbarschaft angrenzende Gebiete. Alle quasi nebenan und auch nur mit diesen kann ich in Kontakt treten.

Beispiel Nachbarschaft Südliche Au, Quelle nebenan.de

 

Der Funktionen sind dabei ähnlich wie bei anderen sozialen Netzwerken. Nutzer erstellen Profile, posten Gesuche oder Verkäufe (eBay Kleinanzeigen lässt grüßen), promoten Veranstaltungen oder organisieren sich in Gruppen zum Katzensitting, Stammtisch und Spieleabenden (kennt man auch vom Platzhirsch namens Facebook) und doch unterscheidet sich nebenan.de von den anderen Plattformen besonders in einem Punkt. Ziel des Netzwerkes ist es, in der Umgebung des eigenen Wohnsitzes Nachbarn kennenzulernen, Kontakte aufzubauen und zu vertiefen und sich gegenseitig zu helfen.

Veröffentlicht ein Nutzer nun ein Posting, hat er die Wahl, dieses nur für sein Wohnhaus, seine Nachbarschaft, seine Nachbarschaft und Umgebung oder auch außerhalb von nebenan.de sichtbar zu stellen. Verschiedene Optionen stehen für Postings zur Wahl:

Optionen für Postings, Quelle nebenan.de

 

Ziemlich gute Geo-Daten, wird sich der eine oder andere jetzt denken. Die Möglichkeiten, die so ein genaues Zielgruppen-Targeting bieten würde… herrlich. Aber genau das ist der Knackpunkt. Die Plattform ist nahezu werbefrei und plant es auch in absehbarer Zeit zu bleiben.

Wieso ist nebenan.de dennoch interessant für Unternehmen?

Genauso wie die Nutzer, können auch Unternehmen eigene Profile anlegen, sogenannte lokale Gewerbe. Lokal heißt dabei: das Unternehmen muss tatsächlich über eine Filiale innerhalb der entsprechenden Nachbarschaft verfügen.

Gewerbeprofile können dann genutzt werden, um das eigene Geschäft vorzustellen und gezielt besondere Angebote oder Veranstaltungen zu bewerben. Die letzteren beiden Optionen funktionieren über das klassische Posten eines Beitrags, der den Nutzern dann im eigenen Feed angezeigt wird. Die Gewerbeposts fügen sich so in das Umfeld der restlichen Gesuche, Veranstaltungen, Angebote etc. der privaten Nutzer. Der Feed ist dabei stets chronologisch, ohne jegliche Algorithmen, die vorgeben, die Interessen der Nutzer besser zu kennen, als die Nutzer selbst.

Beispiel Gewerblicher Post, Quelle nebenan.de

 

Gewerbeposts können paketweise auf monatlicher Basis gebucht werden. Hier gibt es aktuell drei Paketstufen mit einem, drei oder fünf gewerblichen Posts pro Monat. Das große Paket geht zudem mit einer einwöchigen Festplatzierung im Feed einher.

Aber auch ohne bezahlte Posts können die Unternehmen mit den Nutzern in der Nachbarschaft kommunizieren und in Kontakt treten. Neben Direktnachrichten und einem ausführlichen Gewerbeprofil gibt es nämlich zusätzlich die Möglichkeit, von Nutzern empfohlen zu werden. Empfehlungen können Nutzer auch ohne ein vorhandenes Gewerbeprofil des Unternehmens aussprechen, beispielsweise wird häufig nach Ärzteempfehlungen oder – wie jetzt im Frühjahr – nach einem Fahrradservice gefragt. In diesem Moment mit einem Profil verfügbar zu sein, erhöht natürlich die Chancen, Kunden ins eigene Geschäft zu bekommen.

Beispiel Suche & Empfehlung, Quelle nebenan.de

 

Welche Relevanz hat das soziale Netzwerk für Unternehmen?

Spannend wird das Ganze für Unternehmen, die lokal aktiv sind, sich also auch in das Nachbarschaftskonstrukt einfügen. Kleine Filialisten, die keine Etats für große Kampagnen haben oder eigenständig operieren. Einzelhändler, die den Kontakt mit den umliegend ansässigen Bewohnern suchen. Unternehmen, Praxen, Geschäfte, die sich zur sozialen Infrastruktur in ihrem Viertel zählen.

Die werblichen Möglichkeiten sind tatsächlich im Vergleich zu anderen Social Media Plattformen stark eingeschränkt bzw. quasi nicht existent. Nebenan.de verfolgt ein anderes Credo: Lokale Gewerbe gehören zu einer lebendigen Nachbarschaft dazu. Gemeinsam bringen wir zusammen, was zusammengehört. Die Plattform als Begegnungsort und natives Empfehlungsmarketing: Lokal gewinnt.

Man muss ja nicht immer einer Meinung mit Uwe Storch sein, aber hier zitiere ich ihn gerne. Denn auch dieses Jahr stellt sich die Frage, was die programmatische Ökosphäre bewegt, was das zentrale Thema dieser d3con sein wird, wo die Herausforderungen in einem so komplexen Markt denn wirklich liegen. Und all die Fragmente, all die Antworten, die gegeben wurden, kumulieren in diesem doch eigentlich beruhigenden Credo an uns alle, die wir in dieser Branche arbeiten: Es braucht uns auch in Zukunft noch. Trotz KI, trotz Automatisierung, trotz all den Widrigkeiten in puncto Fraud, Consent, neue Kanäle oder auch Working Media. Genau das Gleiche machen wie jetzt werden wir wohl eher nicht, aber wir werden gebraucht: auf Anbieterseite, auf Agenturseite und auf Kundenseite. Soweit, so beruhigend.

Kehrseite der Medaille: Wir werden gebraucht, aber wir müssen uns ranhalten – denn die Welt, in der wir leben und arbeiten wird immer unübersichtlicher. Sorry! Es gibt auch hier auf den Bühnen der d3con keine einfachen Antworten mehr und leider gibt es auch wenig detaillierte Diskussion zu einzelnen Themen – hier könnte man im nächsten Jahr vielleicht weniger Themen setzen, diese dann aber detaillierter beleuchten kann.

Wo genau? Was sind die spannenden Fragen der Branche, bei denen wir uns dann im Detail ranhalten dürfen? Ich möchte gar nicht alle Themen aufdröseln, deswegen hier die für mich interessanten und meistdiskutierten Themen:

Fraud

Immer noch, immer wieder, und mit steigendem Anteil. Doch langsam blüht auch dem letzten Werbetreibenden, dass es nicht damit getan ist, nur zu vertrauen, sondern kontinuierlich zu monitoren – idealerweise auch mit mehreren Anbietern und – hört, hört! – auch mit manueller Prüfung. Ansonsten werden wir auch in Zukunft mit mehr als 30 Prozent Fraud leben müssen.

Inhousing

Erik Siekmann hatte wie jedes Jahr sein Panel und wie jedes Jahr hatte er sein Thema: Warum brauchen denn die Werbetreibenden noch Agenturen? Interessant war aus Agentursicht hier vor allem die Anforderung, dass der beratende Part immer wichtiger wird. Wer hätte es gedacht? Und, das kann ich nur unterschreiben, der Wunsch der Werbetreibenden selbst mit seinen Daten arbeiten zu können, selbst Knowhow aufzubauen und selbst Ressourcen zu haben, mit denen auch die Agenturen dann arbeiten bzw. sich challengen können. Werden die Agenturen dann überflüssig? Nein, aber auch wir Agenturen werden uns mit unseren Kunden weiterentwickeln müssen, wir müssen investieren – in Knowhow und Beratungskompetenz. Den medialen Job können wir schon, die Beratungskompetenz ist sicher in manchen Fällen noch ausbaufähig.

Transparent Media

Die Frage nach der Transparenz im Programmatischen stellte sich natürlich auch dieses Jahr wieder. Dieses Mal eher unter dem Mantel von #workingmedia, also: Was kommt im Programmatischen denn vom Euro noch wirklich beim Publisher an? Hier war die Antwort so einhellig und dies für mich überraschend: Es geht nicht um dem CPM, sondern vielmehr um Wirkung. Was haben wir durch Einsatz von Daten und Technologie mehr erreicht und rechtfertigt diese Mehrinvestition die Mehrkosten? Schön, dass dies auch der Werbetreibende so sieht und hier nicht die platte. gängige und eben sehr einfache Aussage einzelner Journalisten und Auditer unreflektiert übernommen wurde!

 Datenschutz

Alles spricht von Consent. Die einhellige Meinung ist, dass er wohl kommen wird. Es wird wohl nicht immer so weiter gehen mit dem Legitimate Interest.

Aber es bleibt vollkommen offen, wie der Consent wirklich aussehen soll, denn hier sind die Varianten – auch international gesehen – vielfältig. Bedeutet für uns, dass wir im Dienste unserer Kunden sicherstellen müssen, dass wir sowohl technisch als auch regulatorisch immer auf aktueller Marktbasis agieren und sicherstellen, dass wir bestmöglichen Datenzugriff generieren und gleichzeitig alle rechtlichen Anforderungen erfüllen.

Und sonst war die d3con wie immer eine gute Veranstaltung, diesmal mit ein paar Panels, auf denen auch Schönes diskutiert wurde und mit ein paar Vorträgen, die ich so nicht erwartet habe – gut gemacht, Thomas Promny.

Der neue Stern am Himmel der Social Media Apps: Seit 2018 ist TikTok die meistgeladene App in den AppStores dieser Welt. Aber was hat es mit diesem neuen Trend auf sich? Ist es eine weitere Plattform, die so schnell verschwindet wie beispielsweise Vero seinerzeit? Der Name TikTok könnte darauf hindeuten, dass die App schneller wieder out ist als die Uhr tickt. Auf der anderen Seite stehen die harten Fakten, dass TikTok rasant wächst und steigende Nutzerzahlen aufweist. Laut eigenen Angaben gibt es derzeit rund 130 Millionen User weltweit, die regelmäßig ihre Videos hochladen. Vor allem bei den 12 -14-jährigen Mädchen ist die App derzeit der letzte Schrei.

Was kann die App?

TikTok lässt sich mit Instagram vergleichen. Bei TikTok laden die User kurze, selbstgedrehte, meistens auch lustige Videos hoch, um diese mit ihren Followern zu teilen. Diese können dann mit Musik bekannter Songs oder Filmszenen untermalt werden. Es gibt auch verschiedene Filter die wie bei Snapchat eingesetzt werden können, um das Video besonders hervorzuheben. Des Weiteren gibt es wie bei allen anderen Apps auch die bekannten Hashtags, welche dann virale Trends oder Hashtag Challenges hervorbringen.

Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/tiktok-anzeigen/

 

Läuft TikTok Facebook und Co. den Rang ab?

Im November 2017 hatte die chinesische Medienfirma Bytedance die App musical.ly gekauft und sie direkt in TikTok umbenannt. Jetzt will die Firma die App auch für Werbetreibende öffnen. Erste Nutzer in Großbritannien und den USA haben schon Werbeanzeigen bei TikTok gesehen. Bald soll dies auch auf dem deutschen Markt verfügbar sein. Mit rund 4,1 Millionen, überwiegend weiblichen aktiven Nutzern in Deutschland, ist die App auch für Werbetreibende in Deutschland mehr als spannend. An die ganz Großen wie Facebook, Instagram, Whatsapp und Co. wird die App wohl erst einmal nicht herankommen. Für Snapchat stellt TikTok aber sehr wohl eine große Konkurrenz dar. Derzeit verzeichnet TikTok 6,5 Milliarden Videoaufrufe pro Monat. Eine beachtliche Zahl – und in Kombination mit der Zielgruppe der 12 -14-jährigen Mädchen, die derzeit eher schwer zu erreichen ist, ist TikTok definitiv eine Plattform, die Werbetreibende auf dem Schirm haben sollten. Es dauert wohl nicht mehr lange, bis auch hierzulande die ersten Social Media Kampagnen auf TikTok zu sehen sein werden.

Quelle: http://www.futurebiz.de/artikel/tiktok-anzeigen/

 

Laut Angaben von Bytedance öffnen deutsche Nutzer die App achtmal täglich und verbringen dort rund 39 Minuten. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wann die App auch für deutsche Werbetreibende geöffnet wird und wie gut die App für Social Media Kampagnen geeignet sein wird.

Eines ist auf jeden Fall klar, die App hat deutlich mehr Chancen, sich langfristig zu etablieren als beispielsweise Vero, die sich als Eintagsfliege entpuppte.

Out of Home Medien befinden sich in einem digitalen Transformationsprozess. Das immer umfangreichere und zielgruppenspezifischere Angebot an digitalen Screens erfordert neue Strategien, um wirksam zu bleiben. Im Interview mit dem OOH!-Magazin berichtet unsere Geschäftsführerin und Dirigentin Martina Staudinger, wie Out of Home Medien neu gedacht werden müssen: OOH-Magazin – Ausgabe 1 – 2019

Was bedeutet „typisch“ Agentur? Viele Hipster und Überstunden ohne Ende vielleicht? Mit diesen Agenturklischees können wir zum Glück nicht dienen! Stattdessen gibt es Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und eine Open Door Policy.

In dieser Folge unserer Reihe „mediascale recruiting“ erfahrt ihr mehr darüber, was uns und unsere Unternehmenskultur ausmacht.

Co-Engineering ist die Zukunft! Doch was bedeutet Co-Engineering eigentlich? Dieser Begriff stammt aus der Industrie und beschreibt die Zusammenarbeit zwischen Lieferant bzw. Agentur und Kunde. Der Kunde bekommt dabei keine fertige Patentlösung vorgesetzt, sondern wird aktiv in die Entwicklung miteingebunden. Doch warum brauchen wir das? Worin liegen die Vorteile im Vergleich zu Standardlösungen? Gibt es Beispiele für maßgeschneiderte Lösungen? Und ist alles nicht letztendlich eine Frage des Budgets? Diese und weitere Fragen beantwortet Wolfgang Bscheid in einer neuen Folge von Bscheid Gsagt.

Programmatic Advertising ist inzwischen nahezu ein Standardbestandteil jeder Online Display und/oder mobilen Kampagnenplanung. Doch ohne geeignete Daten zur Selektion der relevanten Nutzer wäre das Optimierungspotential deutlich eingeschränkt. Glücklicherweise hat sich parallel zur steigenden Kampagnenanzahl ebenfalls die Zahl der Anbieter mit originär deutschen Daten sehr positiv entwickelt. Ich möchte heute erläutern, wie wir uns mit dem Thema Datenqualität auseinandersetzen, und welche Bewertungskriterien wir zu Grunde legen.

 

Die erste Frage, die wir uns natürlich stellen müssen: Ist der Datenanbieter bzw. die Erhebungsmethode der Daten DSGVO konform? Ja, die DSGVO hat die Reihen an der ein oder anderen Stelle etwas gelichtet. Einen Datencrash wie viele befürchtet hatten, ist aus unserer Sicht allerdings ausgeblieben. Natürlich arbeiten wir aber nur mit Anbietern zusammen, die uns bestätigen hier mindestens auf Basis des aktuell gültigen Rechts zu agieren.

 

Sind die Daten rechtlich sauber erhoben, stellt sich die Frage nach ihrer grundsätzlichen Qualität. Bei der Bemessungsgrundlage muss hier nach dem Targetingsegment unterschieden werden. Sprechen wir z.B. über B2B Datensegmente oder andere thematisch eher spitz gefasste Bereiche, so entscheidet in der Regel der Punkt der Datenaufnahme sowie das Alter des Datenpunktes über die Qualität. Hier spielt also vor allem das Umfeld bzw. die Website auf der die Daten gesammelt werden eine gewichtige Rolle. Je direkter der Zusammenhang zwischen der thematischen Ausrichtung der Seite und dem daraus resultierenden Targetingansatz, desto höher ist auch die Treffgenauigkeit der Kampagne. In diesen Fällen raten wir von hochgerechneten Datensegmenten ab, auch wenn dadurch die Reichweite dieser Targetingkampagnen eher gering ausfällt.

 

Im Bereich von soziodemographischen Daten ergibt sich ein anderes Bild. Natürlich sind Daten aus Registrierungsprozessen in der Regel qualitativ sehr hochwertig, allerdings in der Reichweite auch sehr überschaubar. Hier können über Anbieter, die über die statistischen Mittel verfügen, durchaus auch hochgerechnete Daten eine wichtige Rolle in der Kampagnenauslieferung spielen. Auf Basis von statistischen Zwillingen kann die Reichweite der Kampagne vervielfacht werden, bei vertretbaren Verlusten in der Treffgenauigkeit. Die Qualität der soziodemografischen Datenitems können wir noch vor dem Einsatz in einer Kampagne über ein Panel verifizieren. So können wir sicherstellen, dass hier wirklich nur die besten Datenpunkte zum Einsatz kommen. Vor der grundsätzlichen Datenanbindung überprüfen wir aber die einzelnen Datenanbieter auch hinsichtlich ihrer internen Prozesse. Wie genau werden die Daten hochgerechnet, bzw. wie genau versucht der einzelne Anbieter seine Daten bereits inhouse zu verifizieren und die zu Grunde liegenden Algorithmen stetig weiter zu verbessern?

 

Für alle Datenpunkte stellt sich für uns aber immer die Frage nach einer realistischen Prognose bzw. einer realistischen Angabe von Verfügbarkeiten. Nicht selten stolpert man innerhalb der DSP (Demand Side Plattform) auf angebliche Zielgruppengrößen, die schlichtweg nicht der Realität entsprechen können. Von daher lohnt sich auch immer ein Blick auf die eher spitzen Datensegmente eines Anbieters, um hier eventuelle Unstimmigkeiten aufdecken zu können.

 

Insgesamt hat sich der deutsche Datenmarkt aber stark weiterentwickelt. Nach einem zögerlichen Start können wir inzwischen auf ein Portfolio von mehr als 15 dauerhaften Partnern zurückgreifen. Von Kaufdaten, Themenaffinitäten und Soziodemographien bis hin zu kundenindividuell gerechneten Zielgruppen ist alles möglich. Inwiefern der einzelne Datenpunkt jeweils auf die Zielsetzung der Kampagne einzahlt kann dank Programmatic Advertising schnell und kosteneffizient evaluiert werden.

In der letzten Folge wurde der Jobeinstieg als Trainee bei mediascale behandelt. Doch wie schaut der Karriereweg danach aus? (Junior) Mediaplaner, (Junior) Audience Broker, Senior Mediaplaner, Senior Audience Broker, Teamleiter, Unitleiter, Experte – die Entwicklungsmöglichkeiten bei mediascale sind vielfältig.

In dieser Folge von „mediascale recruiting“ geht Agnes Ley näher auf die konkreten Positionen und ihre Aufgaben- und Verantwortungsbereiche ein.

1 2 74