mediascale Blog

Ein Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Instagram-Feeds

Die perfekt gestylte junge Frau posiert in ihrem perfekten Outfit in einer perfekten Umgebung, die mit den pink- und rosafarbenen Flamingos und Riesenluftballons perfekt mit ihrem Outfit harmoniert. Moment mal, kann so viel Perfektion wirklich real sein? Das Bällebad, das wir eigentlich nur aus dem Ikea-Kinderparadies kennen, wird mittlerweile – wenn auch in erwachsenerer Erscheinungsform – von sogenannten Pop-Up Experiences genutzt, um Influencern (und solchen, die es werden möchten) einen idealen Shooting-Rahmen für ihren Instagram-Feed zu bieten.

Hinter dem Begriff Pop-Up Experiences verbergen sich ,,temporäre, meist rein auf Visualität und die perfekte Oberfläche ausgelegte Ausstellungen, die Inhalte höchstens alibihaft vermitteln, und in allererster Linie als Selfie-Kulissen dienen.‘‘ (Quelle:Lead Digital 2018

Die unvermeidlichen Einhörner oder riesige, zu Sesseln umfunktionierte Eierschalen gehören hier quasi zur Grundausstattung. Nach den Vorreitern aus den USA, wie dem ,,Museum of Icecream‘‘, dem ,,Rosé Mansion‘‘ und dem ,,Egg House‘‘, ist der Trend längst auch nach Deutschland übergeschwappt, wie das ,,Supercandy House‘‘ in Köln farbenfroh beweist:

Nicht mit übertrieben anmutenden Installationen, sondern schlichtweg mit stilvoller Einrichtung, großzügiger Raumaufteilung, sowie einer eigenen Dachterrasse, steht das ständig geöffnete ,,Village Studio‘‘ im angesagten New Yorker Stadtteil SoHo den Influencern als Arbeitsraum zur Verfügung. Von derartigen Wohnverhältnissen, die bspw. Platz für eine Bibliothek lassen, deren Bücher selbstredend nach Look statt nach Inhalt ausgesucht werden, kann man als Normalverdiener auf dem New Yorker Wohnungsmarkt sonst nur träumen.

In diesem Penthouse, dessen monatliche Miete 15.000 US $ beträgt, kommt – verglichen mit den bunten Pop-Up Experiences – vor allem der werbliche Charakter und Zweck des Apartments zum Vorschein. Denn die hier entstandenen Posts zeigen deutlich, dass man als Kunde nur hocherfreut sein kann, wenn das eigene Produkt statt in der beengten Influencer-WG in derart stylischer Umgebung inszeniert wird (Quelle: The New York Times 2018)

Für welche Marketingziele und Zielgruppen eine Zusammenarbeit mit Influencern relevant ist, welche KPIs Kunden dafür ,,neu erlernen‘‘ müssen und welche Stolperfallen es zu beachten gilt, erfahrt Ihr in Kürze im 2. Teil hier auf dem mediascale-Blog.

Mit der kühleren Jahreszeit häufen sich neben den laufenden Nasen auch die Anzahl der OOO (Out-Of-Office) Antworten. Grund genug, sich auf diesem Blog mal mit einem weiteren kryptischen Kürzel zu beschäftigen. In diesem Fall ist die Rede von DOOH, was für Digital Out Of Home, also digital ansteuerbare (Video)-Werbeflächen steht.
Und genau da wird es dem Programmatic Buyer warm ums Herz. Denn wie fast alle Offline-Medien, die in den letzten Jahren digitalisiert wurden, ist auch hier der programmatische Einkauf gleich als direkte Umsetzungsmöglichkeit berücksichtigt worden. Bei den größeren Vermarktern ist das Medium (zumindest schon zum Großteil) programmatisch buchbar.

Doch worum geht es genau? Digital Out Of Home bezeichnet die digitale Außenwerbung über Bildschirme im öffentlichen Raum (siehe auch Digitalwiki), die meist über kurze Videos/Animationen realisiert werden. Dies müssen nicht immer nur die offensichtlichen, großen Videoflächen am Flughafen oder der U-Bahnhaltestelle sein, sondern auch Taxis oder Displays an Autobahnraststätten sind möglich. Durch die hohe Dichte an Werbeflächen und der generellen Arbeitsmobilität können durch DOOH große Teile der Bevölkerung angesprochen werden. Nach einer aktuellen, umfangreichen Studie des DMI beträgt die mögliche Reichweite ganze Dreiviertel der deutschen Bevölkerung in einem Zeitrahmen von drei Wochen.

Damit haben wir mit DOOH also beste Voraussetzungen für die Markenwerbung: Ein reichweitenstarkes Medium, das die Leute häufig in einer Wartesituation zu verschiedenen Tageszeiten erreicht und auch lokal gut eingegrenzt werden kann.  Nur der Ton fehlt leider in der Regel (auch wenn die Gründe offensichtlich sind).
Wie lässt sich dies nun programmatisch nutzen? Auch wenn die ersten Schritte weg vom festen Inventareinkauf hin zu flexiblen Einkaufsmodellen langsam gerade erst anstehen, so lässt sich über den programmatischen Einkauf die jeweilige Mediakampagne bereits jetzt weit besser monitoren, auswerten und vor allem flexibler ausspielen. Außerdem verkürzen sich durch den Einsatz der DSP sowohl die Vorlaufzeiten als auch die Möglichkeiten des kurzfristigen Werbemittelwechsels erheblich. So können mit einer dynamischen Werbemittelzusammensetzung über angeschlossene Quellen (Wetter, Bundesliga, Flugpreise) und über entsprechende Schnittstellen kreative Ideen im öffentlichen Raum ganz neu gedacht werden.

Und das ist erst der Anfang des noch relativ jungen Mediums. Im Laufe der nächsten Jahre wird sich das Volumen der DOOH Werbeflächen weiter erhöhen, die Einkaufsmöglichkeiten werden flexibler und die Messbarkeit durch genauere Erhebungsmöglichkeiten besser – Stichwort: Zielgruppenzählung/-einordnung über Videokameras – auch wenn es hier im Rahmen der DSGVO zu Herausforderungen kommen wird.  Ebenso sollte sich die Verzahnung von Kampagnen mit Werbung auf mobilen Endgeräten durch das Voranschreiten von entsprechenden Lösungen noch weiter verbessern.

Ich freue mich bereits jetzt auf ein Update des Blogartikels in 2019 und was so alles in einem Jahr DOOH geschehen kann.

Audio befindet sich momentan auf einer Erfolgswelle. Dank Entwicklungen wie Siri oder Sprachcomputern wird das Potenzial von Audio-Formaten immer ersichtlicher. Vor allem Podcasts und Audio on Demand sind dabei ein vielversprechender Erfolgszweig. Auf der DMEXCO 2018 sprach Wolfgang Bscheid im RMS Podcasts über den deutschen Podcast-Markt, die Sicht der Agenturbranche auf Audio, die Zukunft der programmatischen Audiowerbung und die Generierung von Werbeakzeptanz dafür.

Die Werbung mit Online-Bewegtbild hat vor allem in den letzten Jahren immer weiter an Relevanz gewonnen und ein Ende des Trends ist dabei nicht in Sicht. Oft kommt bei den Kampagnen der klassische TV-Spot zum Einsatz, der parallel auch auf den TV-Reichweiten ausgespielt wird. Zunehmend öfter wird uns als Online-Agentur aber auch die Frage gestellt: Wie muss ein Spot aufgebaut werden, damit er auch online gut „funktioniert“? Grund genug, sich einmal genauer mit dem Thema zu beschäftigen und die möglichen Stellschrauben für einen erfolgreichen Online Spot zu beleuchten!

Um die Frage zu beantworten, wie ein Bewegtbildspot optimalerweise gestaltet werden sollte, lohnt es sich zu Beginn einen Blick darauf zu werfen, wie wir Menschen Werbung wahrnehmen. Welche Aufmerksamkeitsspanne haben wir Menschen eigentlich und wie lang nehmen wir Content bewusst wahr? Eine interessante Studie der Firma Microsoft in Kanada stellte im Jahr 2015 eine interessante These auf: Menschen hätten inzwischen eine geringere Aufmerksamkeitsspanne (8 Sekunden) als ein Goldfisch (9 Sekunden). Der Vergleich Mensch vs. Fisch ist natürlich einen genaueren Blick auf die Studie wert – fanden zumindest viele Leser der Studie: Eine kontroverse Diskussion entstand. (Wie man den Goldfisch hinsichtlich seines Erinnerungsvermögens befragt hat, stellen wir hier einmal bewusst nicht in Frage). 

Quelle. Statistics Brain

Gemeinhin wurde der Grund für unsere immer kürzere Aufmerksamkeitsspanne schnell gefunden: Es sind die vielen verschiedenen Einflüsse und Reize, denen wir täglich zunehmend ausgesetzt sind. Wir haben dank der vielfältigen Möglichkeiten Medien zu konsumieren also die Fähigkeit entwickelt, Informationen in kürzerer Zeit aufzunehmen und zu verarbeiten. Zusätzlich können wir heute besser denn je multitasken und so die für uns wichtigen Inhalte schneller finden.

Ein plakatives Beispiel zur Verdeutlichung unseres beschleunigten Nutzungsverhaltens ist der Besuch der Social-Media-Kanäle: Mittlerweile scrollen wir in Windeseile durch den Facebook Newsfeed und können es auf Instagram kaum erwarten, per Swipe die nächste Story eingeblendet zu bekommen. Dabei selektieren wir in Sekundenschnelle aus, was interessant ist oder auch nicht.  Stichwort Newsfeed: Laut einer anderen Studie zur Aufmerksamkeitsspanne auf unterschiedlichen Mediakanälen ist diese bei TV am längsten – 6,9 Sekunden im Durchschnitt. Danach geht es rapide bergab und endet mit den digitalen Kanälen. Mobile bildet hier mit 1,2 Sekunden den Kanal mit der geringsten Aufmerksamkeitsdauer. Vor diesem Hintergrund wird schnell klar, dass Online Spots anders kreiert werden sollten, als ein klassischer TV-Spot. Die Herausforderung Online ist also, die Aufmerksamkeit der User innerhalb einer sehr begrenzten Zeit auf sich zu ziehen. Innerhalb der ersten Sekunden sollte also etwas gezeigt werden, was das Interesse der User weckt oder den User zumindest die Marke erkennen lässt (z.B. Logo).

Quelle: Lumen Research (2018): Is attention equal across media?

Aber sind kurze Inhalte, die den User innerhalb der ersten Sekunde mit der Werbebotschaft konfrontieren nun der heilige Gral des Online Marketing? Nein – findet zumindest Anne Stilling, Bereichsleiterin Markenkommunikation und Media bei Vodafone. Auf dem Bewegtbildgipfel 2018 in Düsseldorf räumte sie ein, dass es immer schwieriger wird, zum User durchzudringen und TV-Spots nicht optimal für den digitalen Einsatz geeignet sind. Dennoch appelliert sie an die Werbeindustrie, auf die immer weiter beschleunigende Mediennutzung nicht mit immer schneller geschnittenerer Werbung zu reagieren. Ihrer Ansicht nach können qualitativ hochwertigere Spots die alternative Antwort sein, die auch ohne schnelle Schnitte auskommen und trotzdem viral werden. Als Beispiel führt sie hier den „Heimkommen“ Spot von Edeka an, der auch ohne schnelle Einstellungen auskommt.

Ich selbst finde die Vorstellung einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft mit immer höherer Werbefrequenz wie den Ausschnitt aus einem deprimierenden Zukunftsthriller, in dem die Schauspieler nur noch mit Resignation auf die omnipräsente Werbung reagieren. Was wir auf jeden Fall aus den bisherigen Erkenntnissen mitnehmen können ist, dass ein unangepasster TV-Spot nicht die erste Wahl für den Einsatz der Online-Kanäle sein muss. Ob es dann eine kurze, knackige Botschaft oder ein durchdachtes Storytelling ist, das beim User ankommt, hängt vom Einzelfall ab. Der richtige Weg liegt mich Sicherheit irgendwo in der goldenen Mitte.

Die aktuelle Kunde-Agentur-Beziehung ist in eine Schieflage geraten. Das ist nicht ausschließlich ein Gefühl, denn es gibt in der Praxis Indikatoren, die für eine leicht angeschlagene Kunde-Agentur-Beziehung sprechen. Das Vertrauen, das Kunden ihren Agenturen geben, wird weniger. Wolfgang Bscheid hält in dieser Folge ein Plädoyer für die neue Kunde-Agentur-Beziehung auf Augenhöhe und macht Vorschläge, wie diese in der Praxis ausschauen kann.

In der heutigen Folge aus unserer Blog-Reihe „mediascale recruiting“ stellt uns Agnes Ley den Beruf des Audience Brokers näher vor. Was macht der Audience Broker? Wie schaut der typische Tagesablauf eines Audience Brokers aus und welche Skills werden für diesen Beruf benötigt? Die Antwort auf diese und weitere Fragen erfahrt ihr im folgenden Video.

Wir befinden uns an einem Punkt, an dem der Wunsch nach neuen Innovationen immer größer wird. Doch das Betreten von neuem Terrain ist auch immer mit Risiken verbunden. In dieser Folge von Bscheid Gsagt beschäftigen wir uns näher mit dem Aspekt von Innovation und Risiko und welche Grundvoraussetzungen da sein müssen, damit Kunden mit ihren Agenturen innovativ in die Kommunikationszukunft gehen können.

Wie war es denn eigentlich so auf der DMEXCO? Unsere Kollegen Manu, Tobi und Matthias resümieren.

Manu:  Hallo liebe Mitstreiter! Munter zurück aus Köln?  Die erste Entscheidung musste ich tatsächlich schon bei Ankunft auf dem Messegelände treffen. Rechts oder links? Einmal falsch abgebogen und man hatte einen friedliebenden Sozialpädagogen am Sakko hängen, der einem in blumigen Worten die Vorzüge agiler Mitarbeiterführung aufzeigen konnte. Also doch rechts. Nach einem kurzen aber heftigen Tête-à-Tête mit meinem Spiegelbild am Stand von SevenOne konnte ich aber dann doch noch fulminant in die Messe starten. Ich hoffe ihr hattet einen geschmeidigeren Messestart?

Tobi: Alles Bombe. Die DIÄHMEXCO war in diesem Jahr ja eine Plattform und keine Messe. Insofern war ich erleichtert, den Eingang zur Plattform an gewohnter Stelle zu finden. Drinnen wirkte dann alles doch entfernt messeähnlich. Die Piktogramme der Beschilderung so ungesund blinkend zu machen wie die Website war wohl zu teuer. Aber immerhin spiegelt sich der gesellschaftliche Fortschritt darin, dass die Plakate von Pornhub auch auf dem Damenklo hingen.

Matthias: Ja richtig #MeToo hat sogar den bislang stets leicht bekleideten Hostessen bei adRom ein Businessoutfit verschafft. Die Messe wird erwachsen. Ich frage mich allerdings, wo der gesellschaftliche Fortschritt bleibt, wenn die 100-dB-Grenze durch offene Publikumsvorträge auf den einzelnen Ständen überschritten wird. Wie die Marktschreier auf dem Hamburger Fischmarkt, nur dass die wenigstens lustig sind. Allein die RMS war hier fortschrittlich genug, Headphones an willige Zuhörer auszuteilen.

Tobi: Ja, wenn man da vorbeiging, das war echter Outstream ohne Ton, wirklich günstiger View-Through-TKP.

Manu: Es soll wohl auch bereits eine anonyme Anzeige bei der Coalition for Better Ads eingegangen sein. Inhalt: Audio ohne Userinteraktion. Dazu möchte ich mich aber nicht weiter auslassen…

Matthias: Man wird ja auf so einer Messe auch immer mit so allerlei Zahlen konfrontiert. Zwei Forecasts sind bei mir hängen geblieben. Ein nicht ganz unbekanntes Network aus Düsseldorf will wissen, dass wir bereits 2021 mehr Spendings in Mobile, als in TV Werbung tätigen werden.
Und die freundliche Suchmaschine von nebenan geht davon aus, dass bereits in zwei Jahren über die Hälfte der Suchanfragen per Sprache getätigt werden. Zwei Megatrends ohne Zweifel, jedoch in der zeitlichen Entwicklung doch sehr ambitioniert gecastet.

Manu: Mobile Spendings? Muss ich mal mit der Crowd in da Cloud besprechen, möglicherweise können wir ein bisschen in Richtung Mobile funden die nächsten Jahre. Ganz nebenbei interessiere ich mich für Cloud Native Projekte on Demand + at Scale – aber wirklich nur ganz nebenbei. Habt ihr dazu schon Insights? Hey Google…

Tobi: Megatrend oder nicht, ich habe den Duftkerzenverkäufer vermisst. Und es gab kaum noch Stände, die nur aus zwei Stühlen und einem enthusiastischen Gründer bestehen. Die müssen sparen und lungern jetzt in der Food Corner herum. Zum Schluss, aber verratet mich nicht: Ich habe im Copyshop mein Flugticket ausgedruckt, war ein wundervoll analoges Gefühl.

Erwartungen, Träume und auch ein zarter Hauch von Kritik.
Wir begleiten drei bucklige Digitalos auf ihrem Weg nach Köln.

 

Tobi: Guten Morgen Digitalfreunde! Vibriert ihr auch schon aus Vorfreude auf die DMEXCO? Wobei wir dieses Jahr der DI-ÄM-EXCO entgegenfiebern sollen und nicht mehr der DI-MEXCO. Angeblich weil die Angelsachsen sonst immer denken, Köln liege in Mexico. Was ja so falsch auch wieder nicht ist. Welche Säue werden wir denn heuer durchs Dorf treiben?

Manu: Säue? Einen ganzen Schweinestall:

Native; Bumper; ATV; CTV; ROI; Walled Garden…PARDON?

Appconomy; VOD; SSP; DSP; DBT; AAP; AMS…WHAT A MESS!

Cloud; Influencer; Crowd Sourcing; UGC; Blockchain…PAIN!

UI; Programmatic; Viewability; SEA; SEO; WIFI…GOOD BYE!

Any questions?

Tobi:  Da kannst du auf der neuen Website der DIÄMEXCO lange suchen. Die wirkt, als stamme das Konzept von einem Grafiker, der im Hauptberuf typografisch anstrengende Programmhefte für ein Stadttheater entwirft und das Internet nicht ausstehen kann. Leicht zugängliche Informationen, logische Navigation, nutzerfreundliche Ladezeiten? Ah nö, wie langweilig, wir machen es mal ganz anders.

Manu: Content, Content, Content – sprach die DIÄMEXCO und verschwand im Plagiat. Da möchte man rufen: „Mehr Messe, weniger Rockstar und ein bisschen Du selbst!“ Aber wer bin ich hier, um zu urteilen? Ich bin ja auch nur Zwilling.

Matthias: Tobi – das hört sich ja fast so an, als ob du das diesjährige Motto der DIÄMEXCO einfach nicht verstanden hast. Take C.A.R.E = Curiosity / Action / Responsibility / Experience – bedeutet übersetzt: Du brauchst keine Struktur, wenn du neugierig genug bist, wild auf der Website rumzuklicken und dich der Verantwortung als unser CTO stellst, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was sagt Ihr eigentlich zum Kunstprojekt von Albrecht Behmel?
Nehmen wir an der Challenge teil?

Manu:  Also, ich finde gut, dass Kunst endlich zu Kunst findet. Viel zu lange mussten wir Mediaartisten uns mit der spinnennetzumwobenen Ersatzbank der Kunstriege begnügen. Zeit sich zu erheben Media Unita!

Tobi: Klar, sobald ich meinen Instagram-Account aus der Blockchain befreit habe.

Matthias: Bei aller Kritik: Was sind denn die Alternativen? Die South by Southwest in Austin, Texas. Oder die Programmatic I/O in San Francisco? Ich gebe zu, das klingt verlockend.

Manu:  Alternativen?

  • Street Food Festival in Herne
  • Nettelkofener Weinfest
  • Fischerfest in Finsing
  • Travestie Cabaret Show in Wittenberg
  • Jurafest in Lenting
  • Jahrmarkt in Kaltenkirchen
  • Deutzer Kirmes…wobei…nein…Halt!..doch doch…

Für alle Nicht-Köln-Fahrer – wir werden berichten! Für alle Köln Pilger – Auf Wiedersehen in Deutz!

In einem weiteren Teil der Reihe „Ein Blick hinter die Schreibtische der mediascale“ interviewen wir heute Agnes Ley, die über ihren Wiedereinstieg nach der Elternzeit berichtet.

  1. Agnes, was hast du bei der mediascale gemacht, bevor du in Elternzeit gegangen bist?

Ich habe vor meiner Elternzeit bereits zehn Jahre bei der mediascale gearbeitet. Angefangen hatte ich als Trainee und konnte mich im Lauf der Zeit bis zur Unit-Leiterin hocharbeiten. Das hat viel Spaß gemacht, war aber auch zeitweise anstrengend, besonders in heißen Phasen wie der Einarbeitung in einen neu gewonnenen Kunden oder wenn wir die Jahresstrategie für große Kunden erarbeitet haben. Trotzdem habe ich immer viel Freude mit meinen Chefs und Kollegen gehabt.

  1. Und deshalb bist du auch nach der Elternzeit wieder zur mediascale zurückgekommen?

Genau. Wobei ich anfangs nicht sicher war, ob das gut geht. Wir sind Dienstleister für unsere Kunden und der Kunde will einen Ansprechpartner bei der Agentur, den er immer erreichen kann. Gleichzeitig wollte ich jedoch nur in Teilzeit wieder einsteigen. Insofern hatte ich etwas Bedenken, dass die Chefs die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn ich sage, ich würde dann jetzt gerne wieder 15 Wochenstunden arbeiten.

  1. Und war es so?

Ganz im Gegenteil. Unsere Geschäftsführer haben sich total gefreut und hatten sogar eine Auswahl unterschiedlicher Aufgabenbereiche, die sie mir angeboten haben – das hat mich wirklich erstaunt. Allerdings muss ich sagen, das wäre vor einigen Jahren so noch nicht möglich gewesen. Als wir noch deutlich weniger Mitarbeiter hatten, musste jeder bei den Kampagnen anpacken. Mittlerweile ist die mediascale eine große Agentur geworden und da fallen auch spannende Aufgaben an, die nichts mit unseren Kundenprojekten zu tun haben.

  1. Und was genau machst du jetzt?

Ich bin mittlerweile schon wieder über ein Jahr an Board und da hat sich ein bunter Aufgabenmix ergeben, der mir viel Spaß macht: Recruiting-Maßnahmen, Redaktionsplanung für unseren Blog, Erarbeitung und Durchführung mehrstufiger Akquise-Strategien oder die Stärkung unserer Kollegen in Österreich. Denn für die bin ich der Draht in unsere Abteilungen hier in München, was mir besonders Spaß macht.

  1. Was war das herausforderndste Projekt im letzten Jahr?

Die Konzeption und komplette Umsetzung von einem Video-Dreh, bei dem ich mehrere Videos für Bewerber und Interessenten gemacht habe. Vor der Kamera zu stehen war eine neue Erfahrung und auch, was man alles bedenken muss vor dem großen Drehtag, war recht umfangreich. Aber schlussendlich lief alles gut und ich freue mich jetzt sehr auf die Veröffentlichung der ersten Folge.

  1. Auf was freust du dich morgens am meisten?

Achtung, Klischee: Dass ich eine Abwechslung vom Mama-Alltag habe. Und wenn zufälligerweise auch noch Donnerstag ist, dann auf die Lunch-Yoga Stunde von Julia.

  1. Wer ist dein (berufliches) Vorbild?

Ich habe höchsten Respekt vor allen Müttern, die ihre Elternzeit genutzt haben, sich ein eigenes Business aufzubauen. Manche starten einen Blog, andere produzieren und vertreiben Artikel, die sie selbst gerne während der ersten Monate mit Baby gehabt hätten, wieder andere gründen eine Community für Frauen, etc. etc. Schleierhaft ist mir nur, woher man die Energie und die Zeit neben so einem kleinen Wusel nimmt, aber ganz neidlos: Hut ab!

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