Monatliches Archiv für Mai 2022

Seit einem Jahr bin ich nach meiner zweiten Elternzeit wieder im Einsatz bei der Mediascale. Warum der Wiedereinstieg meiner Meinung nach einen Artikel wert ist? Weil ich mir den Luxus erlaubt habe, drei Jahre in Elternzeit zu gehen. Und was sich in drei Jahren in der Mediawelt tut, merkt man ganz deutlich, wenn man sie verpasst. Wenn in dieser Zeit auch noch ein Virus die Arbeitswelt komplett verändert, dann entsteht ein ungeplant spannendes Experiment.

Wiedereinstieg nach drei Jahren Pause

Wie war es also nach drei Jahren Pause im Homeoffice wieder zu starten? Ich erspare euch die drögen ersten zwei Wochen, geprägt von IT – Startschwierigkeiten, die ihr vermutlich alle selbst zu Beginn der Pandemie erlebt habt, sofern ihr nicht davor schon einen perfekt eingerichteten Homeoffice-Platz hattet und mit MS Teams per Du gewesen seid.

Wenn dann aber alles läuft – zumindest technisch gesehen – und die ersten Arbeitsaufträge rein trudeln, dann kommen die spannenden Fragen. Hier geht ein großes Dankeschön an die Suchmaschine meines Vertrauens raus, die mir schnell beantwortet hat, wer oder was mit GAFA gemeint ist (never ever heard before). Eines meiner letzten Meetings vor der Elternzeit drehte sich übrigens um „diese neue Plattform LinkedIn“ und beschäftigte sich damit, ob man da neben Xing auch noch einen Account ins Leben rufen sollte. Na, merkste was?

Ebenfalls unvergessen: die ersten Termine, in denen es um „New Work“ ging. Und hier meine Bitte: Wenn sich jemand berufen fühlt, seine persönliche Definition von New Work in die Kommentare zu schreiben, dann her damit. Mich lässt auch nach einem Jahr das Gefühl nicht los, dass jeder etwas anderes darunter versteht und der Begriff viel mehr bedeuten sollte, als das Möglichmachen des Home- bzw. Mobile Office.

Das Thema in der Mediascale mit Tiefe zu füllen hat sich unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger auf die Fahnen geschrieben. So entscheiden die Mitarbeitenden schon länger über die Ausrichtung ihrer Zielvereinbarungen selbst und bekommen die zu erreichenden Ziele nicht mehr nur zum Abnicken vorgelegt. Ihre Initiative „Lunchtable“ für unsere Working Mums war nun schon in der zweiten Runde und mit meiner lieben Kollegin Corinna Garschke hat sie sich für unsere erste fachfremde Mitarbeiterin in leitender Position stark gemacht.

Von Corinna durfte ich mitnehmen, dass wir in Sachen New Work für uns definieren, wie wir in Zukunft miteinander arbeiten möchten. Dass wir uns in einer sich schnell drehenden Welt immer wieder anhalten und versuchen, gemeinsam von oben drauf zu schauen und zu sagen: Das hat funktioniert und das nicht, wie wollen wir es für uns zukünftig besser machen? Ich bin versöhnt: Ich habe in drei Jahren Elternzeit also nicht „die Einführung von New Work“ verpasst, nein: Ich bin mitten rein gekommen in den spannenden Prozess, wie wir das Thema mit unseren Kolleg:innen und für uns alle erschließen und so frischen „New Work-Wind“ in die heiligen Mediascale-Hallen bringen.

New Work im neuen House of Communication

By the way: Aus den heiligen Hallen werden noch in diesem Jahr neue, denn mit der gesamten Serviceplan Gruppe ziehen wir ins grandiose Münchner Werksviertel in ein schönes neues Haus, das extra für unsere Bedürfnisse gebaut wird. Es unterstützt den New Work-Anspruch durch unterschiedlichste Arbeits- und Meetingräume, Play Areas, Cafeterias und viiiieles mehr. Aber dazu demnächst mehr.

Wiedereinstieg im neuen HoC
Wiedereinstieg im neuen HoC

Happy to be part of the #Mediascale team! Auf die nächsten spannenden Jahre in der Mediawelt.

Wir feiern 20-jähriges Jubiläum!

In diesem Jahr wird unsere Agentur Mediascale 20 Jahre alt! Ein Grund zum Feiern, ein Grund zum Jubeln und ein Anlass, um zurück zu blicken auf die schönsten Momente der letzten 20 Jahre. Das sind unsere „Mediascale Moments“ – eine Sammlung der emotionalsten, lustigsten, erfolgreichsten, schönsten und kuriosesten Momente. Machst du mit?

Mediascale Moments

Wir glauben, dass jeder, der mit uns zusammen gearbeitet hat, einen Mediascale Moment im Kopf hat. Der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch, die gemeinsame Awardfeier, das Anstoßen auf die Jahresstrategie, das Grillwürschtl an der Isar… you name it, denn nur du kennst diesen speziellen Moment, der dir als erstes in den Kopf kommt, wenn du an uns denkst! Wir würden uns wirklich riesig freuen, wenn du Lust hast, deinen Mediascale Moment mit uns zu teilen. Wie das genau geht, kannst du hier nachlesen:

Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

Wer kann mitmachen?

Natürlich jeder! Aktuelle Mitarbeiter der Mediascale ebenso wie ehemalige. Kund:innen, Geschäftspartner:innen, Kolleg:innen der Serviceplan / Mediaplus Gruppe… einfach alle, die uns kennen.

Und wo kann ich die Mediascale Moments sehen?

Wir werden die gesammelten Momente auf unseren Profilen bei LinkedIn, Instagram und Facebook teilen. Einfach immer mal wieder vorbei schauen. So lassen wir alle Interessierten an diesen ganz besonderen Momenten teilhaben.

Come on…

Schenk uns die nächsten 5 Minuten deiner Zeit und schreib uns flott deinen Moment. Egal, ob es der große Business Moment ist oder die kleine Aufmerksamkeit aus dem Kollegenkreis. Ob der Kaffeeklatsch am Morgen oder das Feierabendbier. Hard work oder harte Party: Teile deinen Moment – 20 Jahre Mediascale

HERZLICHEN DANK!

Im Dezember 2021 sind neue Werberichtlinien für die Schaltung von Facebook und Instagram Ads für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote in Kraft getreten. Wer es zukünftig vermeiden möchte, dass seine Anzeigen abgelehnt werden, sollte die neuen Bestimmungen gegen Diskriminierung beachten.

Was ändert sich und was muss beachten werden, damit Werbeanzeigen auf Facebook weiterhin aktiv geschaltet werden können?

Facebook hat bereits in der Vergangenheit tausende Targetingkategorien entfernt, die potenziell sensible Merkmale beinhalteten, darunter ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung sowie Religion. Zusätzlich wird das Schalten von Wahlwerbung oder Werben für Themen mit gesellschaftlicher Relevanz nicht mehr ohne vorherige Freigabe genehmigt.

In Anlehnung an die Änderungen, die in den USA und Kanada zum Schutz vor potenziell unrechtmäßiger Diskriminierung bei Anzeigen für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote vorgenommen wurden, erweiterte Facebook den Anzeigen-Erstellungsprozess und erlaubt die Einstellung bestimmter persönlicher Daten (z. B. Alter, Geschlecht, Standort usw.) für Werbetreibende innerhalb Europas nicht mehr.

Warum sind spezielle Anzeigenkategorien und die Überprüfung notwendig?

Der Meta Konzern legt großen Wert auf spezifische Regelungen in bestimmten Ländern und verwendet viel Energie darauf, zu kontrollieren, dass diese auch eingehalten werden.

Die Anzeigenprüfung basiert auf einem System aus automatisierten Tools, mit deren Hilfe die Werbeanzeigen auf die Übereinstimmung mit den Werberichtlinien geprüft werden. Die speziellen Anzeigenkategorien sollen helfen, den Freigabeprozess zu beschleunigen.

Die Prüfung von Wahlwerbung soll zu mehr Transparenz und Wahlintegrität führen.
Politische und gesellschaftlich relevante Themen können ebenfalls maßgeblichen Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, zu Kommentaren und Diskussionen führen und müssen daher ebenfalls dahingehend begutachtet und gekennzeichnet werden, um die Authentizität zu gewährleisten.

Ein weiteres Ziel ist die Prävention von Diskriminierung bei der Einstellung von Anzeigen zu Job-, Kredit- oder Immobilienangeboten.
In der Vergangenheit war es möglich, derartige Anzeigen auf einen bestimmten Personenkreis einzuschränken (meistens eingeschränkt nach Geschlecht, Alter und Postleitzahl). Um nicht weitere Personen rechtswidrig auf Facebook/Instagram zu diskriminieren, wurden viele Targetingoptionen entfernt oder sind nur noch bedingt verfügbar.

Was ist bei der Einstellung von Kampagnen für Wohnungs-, Arbeits- und Kreditangebote zu beachten?

Spezielle Anzeigenkategorien sollen also dafür sorgen, dass Anzeigen leichter kontrolliert und auf Einhaltung der Werberichtlinien überprüft werden können. Wenn Anzeigen mit dem Hintergrund von Wohnungs-, Arbeits- oder Kreditangeboten eingestellt werden sollen, muss gewährleistet werden, dass die Kampagne einer der nachfolgenden Kategorien zugewiesen wird.

Welche Kampagnen müssen einer Kategorie zugeordnet werden?

  • Kampagnen die Kreditangebote bewerben
  • Kampagnen die Jobangebote, Weiterbildungs- und Zertifizierungsprogramme, sowie Jobmessen und Aggregationsdienste enthalten
  • Kampagnen, die Immobilienangebote und -dienstleistungen bewerben
  • Kampagnen, die Wahlwerbung enthalten
  • Kampagnen zu politischen oder gesellschaftlich relevanten und sensiblen Themen

Welche Auswirkungen haben spezielle Anzeigenkategorien auf die Targetingkriterien?

Wird eine Kampagne einer der genannten Kategorien zugeschrieben, so stehen dieser nicht mehr alle Targetingoptionen zur Verfügung.

  • Kein Targeting nach Alter, Geschlecht und Postleitzahl.
  • Massiv eingeschränkte Verfügbarkeit der Targeting-Optionen nach Interessen. Es sind keine detaillierten Kriterien verfügbar, die sich tatsächlich, oder dem Anschein nach auf geschützte Gruppen beziehen.
  • Keine Möglichkeit, detailliertes Targeting auszuschließen.
  • Für das Targeting nach Stadt/Ort und/oder beim Markieren mit einer Stecknadel, ist ein Mindestradius von etwa 25 km (15 Meilen) vorgeschrieben.
  • Kein Zugriff auf Lookalike Audiences. Als Alternative haben die Werbetreibenden die Möglichkeit eine Special Ad Audience zu erstellen. Auch innerhalb dieser spielen weder Geschlecht, Alter, Postleitzahl, noch ähnliche Kategorien eine Rolle.

 Nutzen wir nun die Gießkanne, um unsere Zielgruppe zu erreichen?

Eine Zielgruppe ist eine bestimmte Menge von Marktteilnehmern, an die wir unsere Werbebotschaft richten. Wir haben sie ausgewählt, weil sie aufgrund von relevanten Merkmalen wohlwollender auf unsere Werbebotschaft reagieren wird als die Gesamtheit.

Wenn wir unsere Zielgruppe und ihre Merkmale nun nicht mehr über die ausgewählte Targetingoptionen ansprechen können, bedeutet dies im Rückschluss, dass wir nun die breite Masse titulieren und wahrscheinlich auch unsere Zielgruppe erreichen. Natürlich hätte das massive Streuverluste (für Kenner auch Streugewinne) zur Folge!

Sobald eine Kampagne einer speziellen Anzeigenkategorie zugeordnet wurde, sind auch alle in der Vergangenheit eingestellten Zielgruppen, die im Konto gespeichert sind, nicht länger nutzbar.

Um eine Werbeanzeige dennoch effektiv zu gestalten, gibt es die Möglichkeit, mit einer sogenannten Special Ad Audience eine Zielgruppe für spezielle Anzeigenkategorien zu erstellen und damit neue Personen zu erreichen.

Ähnlich wie Online-Verhalten/-Aktivitäten basieren die Special Ads Audiences auf Informationen über die relevanten User. Sie berücksichtigen zudem die Einschränkungen, die für die spezielle Anzeigenkategorie bestehen und werden daraufhin angepasst.