Jährliches Archiv für 2022

Voll Schrecken habe ich festgestellt, dass ich letztes Weihnachten mit einer Tradition gebrochen habe, die die Mediascale über Jahre begleitet hat: es gab keine Weihnachtsmail von uns an alle treuen Blogleser! Welch ein Versäumnis – das darf nicht mehr passieren. Und wo ich grade so schön im Zug sitze und das Jahr Revue passieren lasse, nehme ich Sie doch gleich mit auf diese kleine Reise:

Für Mediascale war 2022 ein sehr bewegtes, sehr aufregendes und am Ende ein sehr erfolgreiches Jahr. Es stand zum einen unter dem Zeichen des lang geplanten, lang erwarteten und lange vorbereiteten Umzugs in unser neues Zuhause, gemeinsam mit über 1500 Kollegen, ins Werksviertel.

Umzug geglückt!

Unsere neue Wirkungsstätte: das House of Communication im Werksviertel in München

Damit zusammen haben wir alle den Wunsch verbunden, dass sich nach über 2 Jahren Pandemie und größtenteils Homeoffice die Art, wie wir innerhalb der Mediascale und mit all den anderen Kolleginnen und Kollegen in unseren Schwestereinheiten zusammenarbeiten, wieder mehr in ein gemeinsames und auch physisches Zusammenarbeiten entwickelt, ohne auf die Vorteile von mobilem Arbeiten verzichten zu müssen. Und nach nunmehr fast 6 Monaten im neuen House of Communication kann ich nur sagen: wir sind noch immer begeistert, wie solch ein Ort die Art zu Arbeiten, die Art zu kommunizieren und die Art, wie wir selbst uns sehen, positiv beeinflussen und verändern kann. Unsere Tische sind meist voll besetzt, die verschiedenen Rückzugsräume super angenommen und die Cafete rappelvoll. Und v.a. der Austausch mit anderen Einheiten hier im Haus hat sich für uns alle nur zum Positiven entwickelt. Das Warten hat sich mehr als gelohnt, wir alle freuen uns, dass wir nun endlich hier sein können.

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Willkommen und Abschied

Doch was bringt´s, fragt der geneigte Leser? Einiges! Wir haben in den letzten sechs Monaten, teils alleine, teils gemeinsam mit unserer Schwesteragentur Mediaplus international einen echten „Ride“ hingelegt und Kunden gewonnen, die uns sehr stolz machen: ATU, Jack Wolfskin und die Siemens AG.

Aber auch wenn wir alle ein großes Lächeln ob dieser tollen neuen Kunden in unserem Gesicht haben, lässt sich mindestens ein weinendes Auge nicht verbergen: nach fast 10 Jahren müssen wir einen unserer liebsten Kunden abgeben – die ING.
Mit ihr haben wir als Mediascale die Transformation von einer digitalen in eine „Full-Service“-Agentur vollzogen, mit ihr haben wir uns als Agentur – gemeinsam mit der Mediaplus in Köln – wie mit fast keinem anderen Kunden weiterentwickelt und mit ihr hatten wir v.a. immer einen Kunden, der uns als Partner und nicht als Dienstleister gesehen hatte. Dafür möchte ich mich im Namen aller KollegInnen, die in den letzten Jahren auf diesem wunderbaren Account gearbeitet haben, wirklich von ganzem Herzen bedanken bei: Michael, der uns damals überhaupt erst zur „DiBa“ gebracht hat, Walli, die mehr als nur eine schützende Hand über uns gehalten hat und natürlich ganz besonders bei Wera, Helge, Hanna und Flo – es war uns eine Ehre und ein Riesenspaß!!! Und wie heißt es so schön – niemals geht man so ganz… wir sind da, falls Ihr uns braucht!

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Und nun?

Wie geht’s weiter bei uns? Auch wir schauen respektvoll in die Zukunft – das Jahr 2023 wird kein Einfaches. Die Gesamtlage hat sich eingetrübt, viele Unternehmen sind zurückhaltend, was ihre eigenen Prognosen angeht und überlegen sich dementsprechend sehr genau, welche Kommunikationsmaßnahmen und in welcher Intensität diese notwendig und sinnvoll sind. Parallel schreitet die Internationalisierung unserer Kunden und damit auch bei uns schnell voran: wir werden im nächsten Jahr über 25% unserer Kunden auch international betreuen – für uns als Unternehmen und v.a. auch für alle unsere KollegInnen eine wunderbare Herausforderung und Chance.
Zusammengefasst bedeutet das für die Mediascale: Fokus auf exzellente Beratung, auf die richtige – nicht die günstigste Empfehlung, auf das, was uns auch in den letzten 20 Jahren stark gemacht hat: messbare Qualität und Leistungsorientierung bei allem, was wir tun.

In diesem Sinne, ich wünsche Ihnen und uns allen frohe Weihnachten, zwei Wochen Abschalten und Entspannung zwischen den Jahren, einen gesunden Rutsch und einen optimistischen Start ins neue Jahr 2023.

Ihr Julian Simons

Happy together oder auch ein Fest kommt selten allein

Die Vorweihnachtszeit ist im Haus der Kommunikation in vollen Zügen angekommen. Neben vielen Briefings und Deadlines zum Jahresende gehört es auch zum Agenturalltag, dass sich die Events aneinanderreihen. Nach der Corona Zwangspause in den letzten beiden Wintern genießen wir dieses Jahr die Möglichkeiten des zusammen seins umso mehr. Vorhang auf für einen Blick hinter unsere Agenturkulissen!

Last Christmas I gave you my heart…

Die Mediascale kommt traditionell zur Adventszeit zum alljährlichen Glühwein Opening zusammen. Die Gastgeber haben anlässlich des Festes bei der Getränkeplanung großzügig kalkuliert und 40 Liter Glühwein für die 40 Gäste eingekauft. Neben diversen anderen abenteuerlichen Getränken mit höherem Alkoholgehalt, gab es auch selbstgebackene Kuchen und Plätzchen der besten Bäckerinnen der Agentur. Das Motto des Abends wurde natürlich auch ernst genommen und weihnachtliche Garderobe in Form von Sweatern, Socken und Kopfschmuck präsentiert.

 

        

Folgendes Fazit zum Verlauf des Abends lässt sich festhalten:

Gehen Sie nicht über LOS!

    

 

 

 

In unserem neuen Haus der Kommunikation gibt es zwar keine festen Arbeitsplätze mehr, aber jede Agentur im Haus hat eine Homebase. Rund um die Mediascale Homebase suchen sich die Kolleg:innen täglich ihren Arbeitsplatz – und wenn es mal gar niemanden im Mobile Office am heimischen Schreibtisch hält und es rund um die Homebase zu voll wird, dann gibt es immer die Möglichkeit, zu den Nachbarn auf dem Stockwerk auszuweichen. Nach fünf Monaten im neuen Haus war es höchste Zeit für ein Get together mit der Nachbarschaft. Um sich besser kennenlernen zu können, lud die Mediascale das gesamte zweite Stockwerk im Gebäude Heart zum Frühstück ein. Im Living Room des Stockwerks kamen die benachbarten Agenturen zu einem gemütlichen Morgen zusammen. Für das leibliche Wohl wurde mit Croissants, Quiche, Müsli, Obst, Kaffee und Säften gesorgt. Gut gestärkt ging es dann zur Spezialversion von Monopoly.

Nachbarschaftsfrühstück Monopoly Edition

Zu Beginn des Spiels wurden die Gäste aus den unterschiedlichen Agenturen auf acht Teams verteilt und mussten auf dem Stockwerk verteilt vier Spiele in unterschiedlichen Disziplinen meistern:

  • Hangman Mediaedition: Der Gewinn ging an das Team, welches im Duell am schnellsten die Buchstaben zusammensetzt und das Lösungswort erraten hat (tolle Begriffe wie Zielgruppendatenanalyse standen hier auf dem Programm)
  • Wer weiß denn so was? Die Spieler sollten ein Quiz mit Fragen zu Fun Facts und der Historie der anwesenden Agenturen ausfüllen
  • Zu diesem Spiel gehörte etwas Glück: Das Team, das in zehn Zügen die meisten Pasche würfelte, sammelte auch die meisten Hotels ein
  • Zuletzt wurde Schnelligkeit belohnt: Es mussten drei versteckte Gegenstände auf der Fläche wiedergefunden und schnellstmöglich zurückgebracht werden.

Zur Siegerehrung fanden sich noch mal alle Mitspielenden im Living Room ein. Ein Team konnte die meisten Hotels sammeln und wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem Gewinn überrascht: Die Gewinner des Spiels haben die Ehre, das nächste Nachbarschaftsfrühstück zu organisieren.

Wie gesagt – ein Fest kommt selten allein

Wir haben es glücklicherweise für dieses Jahr noch nicht ganz geschafft mit den Feierlichkeiten. Die Mediascale feiert seit vielen Jahren Weihnachten traditionell auf der Krummholzhütte in Österreich – mit gutem Essen, Getränken und je nach Zustand gehört auch Wintersport zum Programm. Zum Abschluss lädt natürlich auch die Serviceplan Agenturgruppe zur alljährlichen Weihnachtsfeier: Wir sind gespannt auf die diesjährige Location und das Motto des Abends – die Impressionen dazu folgen.

1 September 2022, mein erster Tag bei der Mediascale in München. Treffpunkt war 9:00 im Empfangsbereich des House of Communication für das gemeinsame Newcomer-Frühstück.

Das Erste, dass einem direkt ins Auge fällt ist die imposante rote Couch im Empfangsbereich. Eine Couch, die scheinbar kein Ende hat. Hier haben wir Neulinge uns das erste Mal getroffen und anschließend gings zum Frühstücken direkt ins Workcafe im Foyer. Ein perfekter Ort für ein erstes Kennenlernen und kleinere Meetings, wie sich später herausstellte.

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­Nächster Programmpunkt: Hausführung.

Über die große Haupttreppe geht es hoch in den ersten Stock zum Innovation Track. Dieser lange Gang verbindet die drei Gebäude, die zusammen das House of Communication bilden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

­­Sofort fragt man sich: bin ich überhaupt noch im Büro oder laufe ich durch eine Kunstgalerie? Neben den verschiedensten Bildern und Kunstwerken stehen hier auch Skulpturen und eine große LED-Bildschirmwand, auf der Verschiedenes gezeigt wird.

 

Nach dem sehr beeindruckenden Start geht es weiter vom ersten Gebäude (auch Join genannt) über den Innovation Track ins Heart, das mittlere Gebäude – und das Herzstück der Agenturgruppe. Direkt steht man an einer Espresso Bar, an der man sich jegliche Art von Kaffee (sogar Pumpkin Spice Lattes 😉) kaufen kann.

Bei einem Blick über das Geländer ins Erdgeschoss sieht man die große Kantine. Doch was darf in einer Kantine niemals fehlen? Ganz klar, eine Tischtennisplatte und eine Games Area mit einer Xbox.  Der perfekte Ort um den Arbeitsalltag mal zu unterbrechen oder die Mittagspause mit den Kolleg:innen ausklingen zu lassen.

Weiter geht’s zu der ‚Most Instagrammed Ecke‘ im ganzen Büro. Wenn man mal ein bisschen Ruhe braucht oder gemeinsam entspannt einen Kaffee trinken will, hat man hier eine perfekte Oase dafür.

Der  vorletzte Stopp der Hausführung: Die Dachterrasse. Ausgestattet mit Tischen und Stühlen, aber auch gemütlichen Loungechairs, findet man hier auch genug Platz zum Mittagessen, einer kurzen Kaffee Pause oder sogar Yoga am Morgen inklusive Blick auf die Münchner ‚Skyline‘ und das schönste Alpenpanorama.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Last but not least werfen wir einen Blick in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Neben Großraumbüro-Feeling, gibt es Meetingräume, Fokus Boxen für ein zurückgezogenes Arbeiten ganz in Ruhe, bis hin zu Phone Boxen zum Telefonieren oder auch Chat Boxen für entspannte Gespräche zu zweit.

Direkt wird allen klar, hier ist für alle Mitarbeiter:innen und jegliche Art zu Arbeiten etwas dabei.

Nach fast zwei Monaten bei der Mediascale entwickeln sich aber dann doch Favoriten.

Einen einzigen Lieblingsort im House der Communication zu benennen ist wirklich nahezu unmöglich, denn es kommt immer auf die Arbeitssituation an!

Ein Kaffee nach der Mittagspause? Ganz klar, von der Espressobar ab auf die Dachterrasse, am besten bei strahlendem Sonnenschein.

Dem Nachmittagstief entgegenwirken? Auf gehts in die Games Area bei der Kantine und den Puls bei einer Runde Tischtennis Rundlauf in Schwung bringen.

Mal für sich allein in Ruhe arbeiten? Ab in die Fokus Box.

Durch das so offene Design der Bürogebäude kann man auf jeden Fall sagen, dass das House of Communication seinem Namen alle Ehre macht und es für jede Art der Kommunikation einen passenden Ort gibt.

Eins kann ich sicher behaupten, in solch ein Büro kommt man gerne zur Arbeit!

 

 

„Wow!“, dachten wir als erstes, als wir die Nachricht bekommen haben, dass wir bei der Auszeichnung der BRIGITTE Academy als einer der besten Arbeitgeber für Frauen dabei sind. Wir haben zum ersten Mal bei dieser seit 2018 von der BRIGITTE und Territory Embrace durchgeführten Abfrage mitgemacht und haben uns riesig gefreut.

In unterschiedlichen Kategorien hatten wir neben 280 anderen Unternehmen Auskunft über unsere Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Arbeitsleben gegeben. Alle Details gibt es bei der BRIGTTE zum Nachlesen. Für uns war es nun spannend rein zu hören und die Kolleginnen zu fragen, was ganz konkret die Mediascale für sie zu einem guten Arbeitgeber macht.

Maria Möstl, Director Client Consulting & Relationship.

Maria zum Beispiel schätzt unsere Geschäftsführerin Martina Staudinger als Rolemodel:

„Was die Mediascale in meinen Augen attraktiv für Frauen bzw. insbesondre auch für Mütter macht, ist der Fakt, dass eine unserer Geschäftsführerinnen selbst (Frau und) Mutter ist. Dadurch hab ich das Gefühl, dass die Belange und Herausforderungen, die es gerade für Mütter hinsichtlich Job, Vereinbarkeiten etc. gibt, nicht nur gehört und gesehen, sondern tatschlich auch VERSTANDEN werden. Sie weiß selbst, was für ein Spagat das manchmal organisatorisch, aber auch emotional sein kann, und kann deswegen gut verstehen, in welcher Situation sich ihre Mitarbeiterinnen manchmal befinden. Und man hat als Frau bei ihr nie das Gefühl, dass man weniger wert ist als Arbeitnehmerin oder, dass es einem negativ ausgelegt werden könnte, wenn man schwanger wird.“

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Karina Regner, Media Planner & Consultant

Karina hebt besonders die Gleichbehandlung hervor:

„Für mich ist die Mediascale ein besonders attraktiver Arbeitgeber, weil es meine Leistung ist, die zählt und mein Geschlecht dabei überhaupt keine Rolle spielt. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass auf meine Bedürfnisse eingegangen & mir zugehört wird und dass ich meine Ideen jederzeit einbringen kann. Und natürlich haben wir auch einige Kolleginnen, die vormachen, wie man Beruf und Kinder/Familie miteinander vereinbaren kann. Ich finde es schön zu sehen, dass einem auch für die Zukunft alle Möglichkeiten offen gelassen werden und die Mediascale sich bemüht, eine individuell optimale Lösung für jeden zu finden.“

 

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Agnes Ley, Projekt-Koordinatorin Nachhaltige Media

Agnes war überrascht von der Flexibilität, die es bei Mediascale gibt:

„In Elternkreisen gibt es den Begriff „2under2“ – also zwei Kinder unter zwei Jahren und er meint eine besondere Herausforderung. Ich habe nach Kind 1 Zwillinge bekommen und hatte damit „3under4“ – und im Kopf den Satz „das war´s dann wohl mit Arbeiten“. Bis das Angebot kam, dass ich auch mit nur 10 Stunden / Woche erst mal wieder rein starten kann. Für mich eine riesen Chance, um nicht den Anschluss zu verlieren und dennoch genügend Zeit für die Herausforderungen in der Familie zu haben.“

 

 

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Aber: Wir sehen, dass auch noch ein Weg vor uns liegt, denn ein guter Arbeitgeber für Frauen zu sein, bedeutet, flexibel zu bleiben und nach neuen Wegen zu suchen. Dabei immer wieder den Kolleginnen zuzuhören und Möglichkeiten zu finden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

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Martina Staudinger, Managing Director

Geschäftsführerin Martina Staudinger hat sich besonders über die Auszeichnung gefreut, findet aber wichtig, neben den Frauen allen Mitarbeitenden ihre Aufmerksamkeit zu schenken:

„Das können Väter sein, die die Gelegenheit bekommen, ihre Elternzeit zu nutzen sowie Mitarbeitende, die kranke Angehörige pflegen wollen oder eine ganz andere persönliche Herausforderung zu meistern haben. Mir ist es besonders wichtig, dass wir bei der Mediascale Mensch sein dürfen und Verständnis und Fürsorge füreinander entwickeln. Das ist für mich gelebte Diversität.“

Das Internet kostet nichts – unter dem Aspekt der Energie- und Umweltkrise ist das eine längst überholte Aussage. In Teil drei der Interviewreihe „Let’s talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung“ spricht unsere Nachhaltigkeits-Koordinatorin Agnes Ley mit Martin Kaltenbach, Director Operations bei .NFQ | Digital Creatives. Dabei geht es um die Geheimnisse wirklich guter Kreation und, warum schon 5 Kilobyte Einsparung bei einem Ad viel ausmachen können.

Martin Kaltenbach, Director Operations bei .NFQ | Digital Creatives: „Jedes Kilobyte pro Werbemittel spart Kohlendioxid ein!“

Hallo Martin! Du bist Experte in Sachen digitaler Kreation. Ist es wirklich relevant, ob ein digitales Werbemittel 5 Kilobyte mehr oder weniger hat?

Die Antwort auf deine Frage lautet aus meiner Sicht klar „Nein – es ist nicht egal“. Denn bei digitalen Werbemitteln (egal ob Desktop oder Mobile) zählt am Ende die Masse an Ad-Impressions. Bisher haben wir uns viel zu wenig Gedanken gemacht, wie das Internet funktioniert. Man hatte die Einstellung „das kostet doch nichts“. Hier findet aber ein Umdenken statt. Daten brauchen Server, werden übermittelt und müssen auf einem Endgerät wie Smartphone oder Laptop dargestellt werden. Das alles braucht Energie. Wenn wir beispielsweise über eine Kampagne mit 25 Millionen Ad-Impressions reden und pro Werbemittel-Kontakt 5 Kilobyte einsparen – dann macht das in Summe 125.000.000 Kilobyte bzw. 119,2 Gigabyte Datenmenge die eingespart werden können. Und hier reden wir nur von EINER Kampagne und einer Ersparnis von 5KB pro Werbemittel.

Es potenziert sich also doch ganz schön und schon kleine Einsparungen machen Sinn. Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die genaue Einsparung von CO2-Emissionen zu berechnen?

Ja die gibt es. Studien haben verschiedene Modelle hervorgebracht anhand derer man das Einsparpotential in CO2-Emissionen umrechnen kann. Die einfachste Betrachtung ist der Blick auf den Ausstoß an CO2 pro übermitteltem Datenvolumen. Hier rechnen wir aktuell mit durchschnittlich 0,05891 kg CO2 je Gigabyte. Angenommen wir haben eine Kampagne mit 25 Millionen AD‘s und ein Werbemittel ist im Durchschnitt 80 Kilobyte schwer, was nicht sehr groß ist, dann verursacht diese Kampagne 112,4 kg CO2. Sparen wir 5 Kilobyte pro Ad ein, reden wir über eine Reduktion von ca. 7 kg CO2, was etwas mehr als 6 Prozent CO2-Einsparpotential entspricht. Und das ist nur der Effekt einer simplen KB-Reduktion durch beispielsweise gute Bild-Komprimierung. Läuft die Kampagne auf Ökostrom-Servern und reduziert man externe Trackings, so kann das Einsparpotential schnell bei 80 bis 95 Prozent liegen.

Wie gehst du vor um neu entwickelte oder angelieferte Werbemittel nachhaltiger zu gestalten?

Die besten Effekte kann man in der Tat erzielen, wenn ein Werbemittel von Sekunde 1 mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit entwickelt wird. Und hier spielt der Punkt Einsparung und Reduktion weniger eine Rolle, denn am besten funktioniert Werbung, wenn sie plakativ, aufmerksamkeitsstark und eindeutig ist. Es wird optisch also nur das benötigt, was einer relevanten Verkaufs- oder Branding-Aussage dienlich ist. Daneben achtet man auf eine einfache Optik, die Kilobyte-sparend ist, effiziente Animationen und sauberes Coding. Auch bestehende Werbemittel lassen sich „grüner“ machen. Von einer optimalen Bild-Komprimierung, über das richtige Datei-Format bis hin zur Optimierung des HTML-Codes ist vieles möglich. Wichtig ist hier aber immer die Balance zwischen Optimierungs-Potential und Qualität. Denn es ist niemandem geholfen, wenn wir zwar 5 Kilobyte Dateigewicht reduzieren, dafür aber auf verpixelte unschöne Werbemittel schauen, die für keinen User attraktiv sind.

Was sind aus deiner Sicht die Show-Stopper für nachhaltige Werbemittel?

Wie beschrieben sollte der Ansatz schon beim ersten Briefing, Konzept und Storyboard präsent sein. Nachhaltigkeit erlangen wir, wenn wir an jedem Punkt der Kampagne neue Denkweisen etablieren. Braucht es wirklich ein Foto-Shooting in Südafrika, oder kann man auf Stock-Ressourcen zurückgreifen? Hat meine Werbemaßnahme eine klare, eindeutige Aussage und verpufft nicht durch schlechte Kommunikation oder viel zu viel Information? Hier ist der viel größere Hebel, Werbung effizient, besser und dadurch nachhaltiger zu machen.

Vielen Dank für die spannenden Insights! Darf ich noch fragen, wie du es persönlich mit der Nachhaltigkeit hältst?

Ich gebe mein Bestes und versuche ständig mein Verhalten und meine Sichtweisen zu hinterfragen. Leichter gesagt als getan. Aktuell befinden wir uns noch in einer Phase, in welcher Nachhaltigkeit viel zu oft mit Verzicht und Einschränkung gekoppelt wird. Daher versuche ich es über eine andere Frage an mich selbst: Wertschätze ich die Dinge in meinem Leben? Genieße und handle ich bewusst? Wenn ich hierauf mit einem echten Ja antworten kann, bin ich in der Regel maßvoll – was für mich ein kleiner Baustein von echter Nachhaltigkeit ist.

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Hier geht es zu den letzten Beiträgen von :
Let’s Talk about: Nachhaltigkeit in der Mediaplanung:

Teil1: Die Gretchenfrage: Wie nachhaltig ist denn Ihr Media-Business, Wolfgang Bscheid?
Teil2: Die eine nachhaltige Zielgruppe gibt es nicht!

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war die Vorfreude auf die DMEXCO riesig – und wir waren da scheinbar nicht die einzigen! Bereits im Vorfeld wurde viel über die DMEXCO 2022 diskutiert und spekuliert. Wird dem einst größten Event rund um das Thema digitales Marketing in Deutschland der Neustart gelingen? Unsere Kolleginnen Julia May, Caroline Franke, Michaela Siegfried, Valerie Dickel, Stephanie Schäfer und Anina Zellhöfer waren vor Ort und berichten von ihren Eindrücken.

Team Mediascale auf der DMEXCO

Es war sehr auffällig, dass von den Besuchern, über die Keynote Speaker bis zu den Messestand-Inhabern alle top motiviert, euphorisch und mit viel Freude auf diese zwei Tage gewartet haben. Die Messe verzeichnete dieses Jahr zwar weniger Besucher und Austeller als die vergangenen Jahre. Allerdings haben wir erleben können, dass alle vor Ort unglaublich Lust auf die Messe hatten.

Für uns war es neben den interessanten Masterclasses und Vorträgen vor allem ein Ort des Austauschs: Ob mit Vermarktern oder mit unseren Kunden – es tut jeglicher Geschäftsbeziehung gut sich neben all den Videokonferenzen im ‚echten Leben‘ zu begegnen. Daher waren die beiden Tage sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich ein voller Erfolg!

Für die Besucher war dieses Jahr genug Platz an den Ständen, um mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Auch an Qualität hat es der Messe nicht gefehlt, denn es gab ein großes Angebot an spannenden Vorträgen und Masterclasses und, anders als in den Vorjahren, haben die Besucher:innen dieses Jahr auch leichter einen Platz bei diesen Vorträgen ergattern können.

GWA Tech Talk mit Matthias Brüll von Serviceplan zum Thema Net Zero Marketing

Dabei kam man um ein Thema nicht herum: Das Metaverse. Das Fazit dazu? Die Welt wird an der hybriden Realität nicht vorbeikommen, dafür braucht es jetzt Vorreiter. Für die Werbung eine spannende Chance. In vielen virtuellen Umgebungen ist Displaywerbung und das Targeten von Avataren schon jetzt möglich, in Zukunft wird das gewaltige Datennetz immer weiterwachsen.

Ebenso hat uns Snocks-Gründer Johannes Kliesch mit seinem Vortrag „Sneak them out – mit diesen Kanälen gewinnst du das Battle im Performance Marketing“ sehr beeindruckt. Zu Beginn sprach er über die aktuelle Wirtschaftslage und wie schwer sich momentan alle Unternehmen tun, den rückläufigen Umsatz wieder in die Höhe zu treiben. Auch eigene Snocks-Unternehmenszahlen teilte er transparent mit dem Publikum, um zu betonen, dass auch sie selbst davon betroffen sind. Deshalb sei es gerade jetzt besonders wichtig starkes Performance Marketing zu betreiben. Er betonte, dass dafür nicht nur die Kanäle entscheidend sind, sondern auch der Zeitpunkt enorm wichtig ist. Ebenso sprach er über Influencer-Marketing und Kooperationen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben und welche Learnings sie daraus ziehen konnten. Seine überzeugende und vertrauenswürdige Art bleibt uns sicherlich noch lang im Gedächtnis.

Nach dem vielen Input durften abends natürlich auch die Partys nicht fehlen. Bei den Standparties haben sich die Aussteller viel Mühe gegeben und es war nicht nur ein Highlight dabei. Es bleibt abzuwarten, wann wir dann das erste Mal im Metaverse mit virtuellem Bier auf der DMEXCO anstoßen.

Unser Fazit lautet daher: Neustart DMEXCO 2022 gelungen!

Wem klingt der Song der Fantastischen 4 noch im Ohr? Mfg, mit freundlichen Grüßen…

Der Song nahm die Vielzahl der Abkürzungen gehörig auf die Schippe und ist zum echten Ohrwurm avanciert. Im Mediabereich allgemein (GRP, POS, TKP, IVW, CTR und USP), aber auch im Bereich der nachhaltigen Media wird sehr viel mit Abkürzungen gearbeitet. Und damit Sie hier mitreden können, folgt nach dem ersten Teil (Nachhaltige Media verstehen: leicht gemacht!) mit SDG, CCF und CO2-Ausgleich die Fortsetzung.

Los geht´s mit CSR, der Corporate Social Responsibility: hiermit werden die Aktivitäten eines Unternehmens beschrieben, die es in Richtung Nachhaltigkeit unternimmt und zwar über das gesetzlich Geforderte hinaus. Neben dem Handeln im eigenen Geschäftsbereich eines Unternehmens, das eben möglichst nachhaltig gestaltet wird, wenn man CSR betreibt, umfasst der Begriff auch das Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden sowie ggü. der Umwelt im Allgemeinen. Damit kommen die freiwilligen Mehrleistungen mittlerweile aus allen drei Blöcken der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial) und die Bezeichnung wurde im Laufe der Zeit daran angepasst. Heutzutage spricht man oft über CR= Corporate Responsibility, damit deutlich wird, dass nicht „nur“ der soziale Bereich gemeint ist, sondern der Nachhaltigkeit in allen Belangen Rechnung getragen wird. Wikipedia (Corporate Social Responsibility) fasst schön zusammen: CSR bezeichnet den „freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung“.

Als eine Folge der unternehmerischen Überlegungen rund um CSR bzw. CR kann ESG gesehen werden. E=Environment, S=Social, G=Governance. So weit, so einfach, was aber meint diese Abkürzung? In Ergänzung zu CSR geht es um eine Operationalisierung, es geht darum, das Engagement eines Unternehmens in den drei Bereichen Messbar zu machen. Dafür werden ESG Kriterien festgelegt und die Erreichung von Zielen innerhalb dieser Kriterien gemessen.

Die letzte Abkürzung für heute ist einfach und recht schnell erklärt, denn GHG meint Greenhousegas und begegnet uns am häufigsten im Zusammenhang mit dem GHG Protocol. Dabei geht es um die Bilanzierung von Emissionen verursacht durch Treibhausgase. Viele Unternehmen nutzen das GHG Protocol zur Bestandsaufnahme ihrer Treibhausgasemissionen. Damit gilt es als Basis, um sich bewusst zu machen, wo Emissionen entstehen, um daraus Maßnahmen und Ziele zur Reduktion abzuleiten.

Was haben nun aber all diese Abkürzungen mit Media zu tun? Durch Mediaschaltungen werden Emissionen produziert. Nehmen wir Digitale Kampagnen, die für jede Ausspielung Strom verbrauchen – beim Nutzer, durch den ausliefernden AdServer, durch Aufrufe diverser Trackingpixel. Wie gehen wir als Branche künftig damit um? Wann beginnen wir einen Carbon Footprint für Kampagnen zu berechnen? Setzen wir uns Ziele, wie wir die Emissionen verringern können – beispielsweise durch Werbemittel mit weniger KB? Wie verhält es sich mit sozialer Nachhaltigkeit in der Media? Wollen wir uns Gedanken zum Thema ethischer Journalismus machen und dann auch den nächsten Schritt gehen und evtl. Mediabuchungen nach solchen Erkenntnissen bewerten? In wieweit trifft uns als Mediabranche das Lieferkettengesetz? Wie ranken wir künftig Reichweiten bzw. Vermarkter nach sustainable Gesichtspunkten?

Wie in Teil I eingangs geschrieben: Ich weiß nicht, wann die große Welle kommt und Kampagnen einfach standardmäßig nachhaltig sind. Aber ich bin sicher, dass sie kommt. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Wir finden das Thema spannend, Sie auch? Dann kommen wir gerne ins Gespräch, schreiben Sie uns unter: nachhaltigkeit-mediaplus@house-of-communication.com

Seit mittlerweile 20 Jahren heißt es bei der Mediascale: Kampagnen planen, optimieren und ideal aussteuern. Erst rein online, dann digital und mittlerweile medienübergreifen in allen Kanälen. 20 Jahre Mediascale heißt aber auch gemeinsam Innovationen entwickeln und mit den Kolleg:innen an den neuesten Mediatrends zu arbeiten.

Dabei war uns damals wie heute das Miteinander wichtig und wir treffen uns nicht nur zum Arbeiten, sondern auch außerhalb der Mediawelt. Beispielsweise zu unserem jährlichen Sommerfest, das eine schöne Tradition geworden ist– jedes Jahr treffen wir uns am ersten Augustwochenende zum Grillen an der Isar. Da es leider bisher fast in jedem Jahr irgendwann im Laufe des Abends geregnet hat, hat dieses Grillfest mittlerweile die Bezeichnung „Under the bridge“, da wir immer in der Nähe einer Isarbrücke grillen, um im Fall der Fälle eine trockene Zuflucht zu finden.

Dieses Jahr, zum 20-jährigen Mediascale-Jubiläum, wollten wir das Grillfest in etwas größerem Rahmen zelebrieren. Und so haben wir uns mit aktuellen Mitarbeiter:innen der Mediascale München und Köln sowie ehemaligen Kolleg:innen, Geschäftspartner:innen und Kund:innen in der Villa Floßlände in Thalkirchen verabredet, um gemeinsam auf die Vergangenheit und die Zukunft der Agentur anzustoßen.

Eine wichtige Frage des Abends, die wir unseren Gästen während der Tombola gestellt haben, war: Wie wird unsere Agentur in 5 Jahren aussehen? Die Antworten verraten wir noch nicht 😉. Diese sind in einer Zeitkapsel versiegelt und werden dann zum
25-jährigen Jubiläum ausgepackt. Ein paar Eindrücke der Jubiläumsfeier möchten wir euch aber nicht vorenthalten:

Auf die nächsten 20 Jahre Mediascale!

Getreu diesem Motto nach einem Lied von Olaf Berger ging es für drei Kolleginnen der mediascale zum YouTube Festival 2022 an der Station Berlin, um neue Inspirationen zu sammeln und Wissen auszutauschen.

Der Beginn der Veranstaltung stand ganz unter dem Motto Insights und Ideen – bei einer Vielzahl an Vorträgen auf fünf Bühnen konnte man von Unternehmen wie yfood, Porsche und Westwing lernen, wie sie erfolgreich Kommunikation auf YouTube umsetzen.  Darüber hinaus wurden Creator*innen interviewt, Live-Podcasts aufgenommen oder die Besucher*innen konnten in Jam-Sessions selbst mitmachen und Erfahrungen teilen.

Die drei wichtigsten Key Messages aus der anschließenden Live-Show sind folgende:

  1. YouTube hat eine Reichweite von 49 Millionen und Erwachsene in Deutschland schauen täglich im Schnitt 40 Minuten Videos auf YouTube. Immer wichtiger wird das TV-Gerät als Screen, mehr als 30 Millionen Menschen schauen YouTube darauf.

 

  1. Um herauszufinden wie effizient und wirksam Marketingaktivitäten sind und welche Optimierungsmaßnahmen im Media-Mix sowohl die Effektivität als auch die Effizienz steigern, setzen Marketingverantwortliche auf Marketing-Mix-Modelle.
Quelle: thinkwithgoogle

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Google beauftragte Nielsen mit einer Metaanalyse aus 144 MMMs von 102 Marken aus der Konsumgüterindustrie in Deutschland und kommt zu dem Ergebnis, dass YouTube im Mediamix oftmals vernachlässigt wird und durchaus gute Ergebnisse erzielen kann.1

  1. Im Mittelpunkt der Liveshow und des gesamten Abends stand das Format YouTube Shorts –  kurze, maximal 60 Sekunden lange Videos auf YouTube, was als Reaktion auf TikTok und Instagram Reels zu verstehen ist. Mittlerweile gibt es bereits 30 Milliarden tägliche Aufrufe auf YouTube Short, die Zahl hat sich in einem Jahr vervierfacht. So bietet sich für Creator*innen eine weitere Möglichkeit mit kurzen, simplen Videos (neue) Nutzer*innen zu erreichen.

Bei der Live-Show wurden aber nicht nur wichtige Key Messages und neue Insights zu YouTube geteilt, sondern hier standen vor allem die Creator*innen im Fokus. So wurde Andreas Briese, Country Director YouTube Germany & Regional Director YouTube Central Europe in einer Badewanne von The Real Life Guys auf die Bühne gefahren, Jonas Ems drehte mit uns ein YouTube Short und Jacob Beautemps vom Kanal „Breaking Lab“ demonstrierte mit einem Live-Experiment den Ausstoß von CO2 in der Halle. Der Abschluss der Live-Show wurde durch ein Konzert von Zoe Wees perfekt abgerundet.

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  1. https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/marketing-strategien/video/nielsen-metaanalyse-bewegtbild-mix/

Warum Humor für uns eine wichtige Rolle in der Agenturkultur spielt.

„Es gibt keinen angemessenen Witz. Deshalb nennt man es einen Witz.“

Dieses Zitat aus der US-Version der Mockumentary-Serie „The Office“ beschreibt auf den Punkt, mit welcher Art von Humor der von Steve Carell verkörperte Abteilungsleiter Michael Scott den von Langeweile geprägten Büroalltag seiner Mitarbeiter:innen zu erleichtern versucht – nämlich stets auf ungeschickte und unsensible Weise.

Der Erfolg dieser und ähnlicher Serien-Adaptionen zeigt deutlich, dass es Humor (oder das wofür er gehalten wird) am Arbeitsplatz durchaus wert ist, genauer beleuchtet zu werden.

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Bitte lächeln!

Denn mal ehrlich, wir alle kennen die peinliche Stille in großen Teams-Calls (oder mittlerweile auch wieder während Meetings von Angesicht zu Angesicht), wenn Kommentare ins Leere laufen oder das unangenehme „Na wie geht’s, alles gut? Ja, bei Dir? Auch, danke…Gut, ich muss dann mal wieder.“ Ping Pong beim zufälligen Treff an der Kaffeemaschine, wenn eben weder Zeit noch Gesprächsthemen vorhanden sind.

Diese Situationen verlangen nach dem einen Kommentar, der jedem mindestens ein Schmunzeln abverlangt, die unangenehme Sachlage entschärft und so direkt für Entlastung und ein gewisses Gefühl der Zusammengehörigkeit sorgt.

Ebendieser Wunsch nach Entlastung, sei es im stressigen Privatleben oder im beruflichen Kontext, wurde schon von Sigmund Freud in seiner “Entlastungstheorie“ genauer beleuchtet: Lachen fungiert als Ventil, aufgestauten Stress abzuladen und sich davon freizumachen.

Kann Lachen also als gezieltes Mittel benutzt werden, wenn es um die Themen fokussierte Zielsetzung, Mitarbeiterführung und berufliche Zusammenarbeit im Generellen geht? Ein klares Ja! dazu aus wissenschaftlicher Sicht und auch wir kennen und schätzen den Humor-Hebel in unserem kollegialen Miteinander als bewährtes Kommunikationsmittel.

Humor dient als Stimmungsaufheller, steigert das Wohlbefinden und lässt knifflige Aufgaben, die ein hohes Maß an Scharfsinn und Teameffort erfordern, leichter von der Hand gehen.

Ein herzhaftes Lachen über Insider-Witze gibt unserem alltäglichen Dschungel aus Zahlen, Mails und toughen Situationen mit Kunden einen willkommenen, menschlichen Anstrich, der das Stresslevel senken kann, und dabei Verbundenheit und emotionale Entlastung schafft.

Auch in Vorstellungsgesprächen wird – neben dem Abklären erforderlicher Fachkompetenz – ein großes Augenmerk auf den menschlichen Fit zu uns als Agentur und unseren Kolleg:innen gelegt. Ein positives und selbstischeres Auftreten gelingt nicht zuletzt durch ein gewisses Maß an Witz gepaart mit Authentizität, das sowohl von Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmer-Seite nur zu begrüßen ist.

Ein Match auf Agentur-kultureller Basis, können beide Seiten nur für sich bewerten, wenn niemand versucht, eine Rolle zu spielen und sich so gibt, wie er ist – Basis dafür ist die richtige Atmosphäre zu schaffen, in die auch mal ein lockerer Spruch passt. Denn: Wer freut sich nicht im Rahmen eines Austauschs von Fachkenntnissen über einen kurzen Moment des Verschnaufens?

Nicht nur in Bewerbungs-, auch in Personal- oder Entwicklungsgesprächen bemühen wir uns, harte Themen wie Gehaltsvorstellung, Erklimmen einer nächsten Stufe, etc. auf einer für beide Seiten angenehmen und angemessenen Ebene stattfinden zu lassen, die einem zielführenden Dialog zuträglich ist.

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Weißt Du noch, letztens auf der Dachterrasse?

Wie bei Agenturen quasi schon Pflichtprogramm, hat auch in unserer Gruppe die Kultur des Duzens über alle Ebenen, sowie die Tradition des Feierabendbierchens ihren festen Platz und trägt in hohem Maße dazu bei, dass auch der Spaß trotz aller Deadlines nicht zu kurz kommt. Spätestens hier lernen sich alle von einer ungefilterten und echten Seite kennen, auch was den ganz eigenen Sinn für Humor betrifft.

Und mal ehrlich: Solche Abende sind doch prädestiniert für das Etablieren des ein oder anderen Insiders, der sich erfahrungsgemäß auch die kommenden Wochen nochmal hervorragend als kleine Anekdote zum Heben der Stimmung in Stressphasen eignet.

Aber Vorsicht, unreflektiert eingesetzte Späße oder Ironie an der falschen Stelle können im Berufsleben schnell für Unmut sorgen. So gibt Humortrainer Andrew Tarvin den Tipp:

Jeden Witz, den Sie Ihrer Mutter verschweigen würden, behalten Sie am besten für sich.“

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